AT4361U1 - Verfahren zur reinigung und desinfektion von getränkeschankanlagen - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur Reinigung und Desinfektion von Getränkeschankanlagen, bei dem aktivchlorhaltige Reinigungs- und Desinfektionsmittel zur Durchführung einer Einwegreinigung von einem Einlaß der Anlage zu einem Auslauf hindurchlaufen gelassen werden. Um eine Reinigung und Desinfektion einer Schankanlage in einem Arbeitsgang durchführen zu können und den Reinigungserfolg sofort erkennen zu können, ist vorgesehen, daß eine mit Reinigungs- und Desinfektionsmittel versetzte wässerige Reinigungsflüssigkeit, der ein wasserlösliches Permanganat als Indikator zugesetzt ist, durch die zu reinigende Anlage hindurchlaufen gelassen wird und die Reinigung beendet wird, sobald ein Farbumschlag der Reinigungsflüssigkeit während des Durchlaufs unterbleibt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1. Getränkeschankanlagen in Gaststätten für Bier, alkoholfreie Getränke und Weinschankanlagen bedürfen einer regelmässigen fachgerechten Reinigung und Desinfektion, damit sichergestellt ist, dass das abgegebene Getränk dem Qualitätsstandard des Getränkeerzeugers entspricht. Aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen ist dabei jeder Wirt verpflichtet die Reinigung und Desinfektion nach einem bestimmten Rhythmus durchzuführen. Dabei wird auch verlangt das Ergebnis der Reinigung schriftlich zu dokumentieren. In der Praxis erfolgt die Reinigung einer Schankanlage nach dem bekannten Verfahren in der Weise, dass die Anlage mit Wasser ausgespült wird. Danach wird eine verdünnte Reinigungslauge in einem Reinigungscontainer angesetzt und diese Lösung unter CO2 Druck durch die Armaturen und Schläuche der Anlage getrieben. Nach 20min wird üblicherweise mit dem Ausspülen der Schankanlage mit Trinkwasser begonnen, wobei angenommen wird, dass alle Schmutzreste entfernt sind, was allerdings keineswegs sicher sein kann. Anschliessend wird ein Desinfektionsmittel bereitet und dieses in die Anlage gedrückt. Nach einer Einwirkzeit von ca. 15min wird schliesslich mit dem Nachspülen mit Trinkwasser begonnen. Bei einem bekannten Verfahren der eingangs erwähnten Art erfolgen somit Reinigung und Desinfektion nacheinander, wobei zuerst eine Reinigungsflüssigkeit und danach eine Desinfektionsflüssigkeit jeweils für eine bestimmte Zeitdauer durch die Anlage hindurchlaufen gelassen wird. Dadurch ergibt sich ein entsprechend hoher Arbeitsaufwand. Ausserdem werden die Durchlaufzeiten der Reinigungs- und Desinfektionsmittel durch die zu reinigende Anlage meist mit erheblichen Sicherheitszuschlägen festgelegt, um einen entsprechenden Hygienestandard sicherzustellen, bzw. eine Wiederholung des Reinigungsvorganges zur Sicherstellung des erforderlichen Standards zu vermeiden. Dadurch ergibt sich andererseits aber ein unnötiger Mehrverbrauch an Reinigungs- und Desinfektionsmittel. <Desc/Clms Page number 2> Letzteres ist auch dadurch bedingt, dass die Kontrolle der Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse mittels mikrobiologischer Untersuchungen durchgeführt werden, wobei meist Membranfiltermethoden und Bebrüten über mehrere Tage oder die Fluoreszenzphotometrie verwendet werden, wodurch das Ergebnis der Reinigung und Desinfektion erst in einem erheblichen zeitlich Abstand nach der Beendigung der Reinigungsarbeiten feststeht. Schon aus diesem Grund werden die Durchlaufzeiten der Reinigungs- und Desinfektionsmittel sehr grosszügig bemessen, wodurch eben ein Mehrverbrauch an Reinigungs- und Desinfektionsmittel entsteht. Beide Kontrollverfahren sind somit sehr aufwendig und für die Praxis nur sehr schlecht geeignet. Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das sich einfach und mit nur geringem Aufwand durchführen lässt und bei dem der Erfolg der Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten rasch festgestellt werden kann. Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht. Durch die Verwendung einer Reinigungs- und Desinfektionsmittel enthaltenden Reinigungsflüssigkeit ergibt sich der Vorteil, dass die Reinigung und die Desinfektion der Anlage in einem Arbeitsgang durchgeführt werden kann, wodurch sich ein verglichen mit den herkömmlichen Verfahren entsprechend verminderter Aufwand ergibt. Dabei wird als kombiniertes Reinigungs-und Desinfektionsmittel zweckmässigerweise ein Gemisch von alkalischen Substanzen wie Kalilauge, Natronlauge, Metasilikaten, Hypochloritlauge, welche die Aktivchlorsubstanz beinhaltet, sowie aus Wasserhärtebindungs- und Dispergier-, Komplexer- un bzw. oder Emulgiermittel, wie z. B. Kalium-und Natriumphosphate, Kalium- und Natriumpolyphosphate, organische Phosphatverbindungen verwendet, das in verdünnter wässriger Lösung eingesetzt wird. Bei der Behandlung von organischen Verschmutzungen, z. B. durch Proteine, Mikroorganismen, Kohlehydrate Polyphenole u. dgl. mit aktivchlorhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln kommt es zur Oxidation der organischen Substanzen und <Desc/Clms Page number 3> gleichzeitig zu1 Reduktionsreaktionen von Hypochlorit zu Chlorid usw. Durch die Beigabe von wasserlöslichen Permanganaten als Oxidationsmittel wird die Reinigungsflüssigkeit gefärbt. Ändert sich das Redoxpotential der Reinigungsflüssigkeit aufgrund von Oxidationsvorgängen, so kommt es zu einer Reduzierung des Permangants und damit zu einem Farbumschlag. Reinigt man eine verschmutzte Getränkeschankanlage mit einer aktivchlorhaltigen und mit Permangant als Indikator versetzten Reinigungsflüssigkeit, so kommt es beim Durchlaufen der Reinigungsflüssigkeit durch die Anlage zu einem Farbumschlag aufgrund der auftretenden Reaktionen des aktivchlorhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmittels mit den organischen Verschmutzungen. Sind alle organischen Beläge restlos aus der Anlage entfernt, d. h. es ist kein Reaktionspartner für das Hypochlorit mehr vorhanden, so ändert sich die Farbe der mit dem Indikator versetzten Reinigungsflüssigkeit beim Durchlaufen der Anlage nicht mehr und die Reinigung der Anlage kann beendet werden. Anschliessen kann die Anlage in üblicher Weise mit Wasser ausgespült werden. Besonders zweckmässig ist es, die Merkmale des Anspruches 2 vorzusehen. Kaliumpermanganat färbt die Reinigungsflüssigkeit in der siebenwertigen Oxidationsstufe rot/violett. Ändert sich das Redoxpotential der Reinigungslösung aufgrund von Oxidationsvorgängen, so kommt es zu einer Reduzierung des Kaliumpermanganats zu fünf- und sechswertigem Mangan, das grün bzw. blau färbt. Es ist bei der Reinigung einer Schankanlage daher sehr einfach möglich den Reinigungserfolg unmittelbar festzustellen, u. zw. ist die Reinigung dann vollständig, wenn es zu keinem Farbumschlag kommt und die Reinigungs- und Desinfektionsflüssigkeit rot/violett aus der Schankanlage läuft, was ein Zeichen dafür ist, dass keine Reaktionen mit organischen Substanzen stattgefunden haben.
Claims (2)
- Ansprüche 1. Verfahren zur Reinigung und Desinfektion von Getränkeschankanlagen, bei dem aktivchlorhaltige Reinigungs- und Desinfektionsmittel zur Durchführung einer Einwegreinigung von einem Einlass der Anlage zu einem Auslauf hindurchlaufen gelassen werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit Reinigungsund Desinfektionsmittel versetzte wässerige Reinigungsflüssigkeit, der ein wasserlösliches Permanganat als Indikator zugesetzt ist, durch die zu reinigende Anlage hindurchlaufen gelassen wird und die Reinigung beendet wird, sobald ein Farbumschlag der Reinigungsflüssigkeit während des Durchlaufs unterbleibt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsflüssigkeit Kaliumpermanganat zugesetzt wird.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102009040979A1 (de) * | 2009-09-11 | 2011-03-17 | Krones Ag | Verfahren zur Überprüfung eines Sterilisationsprozesses und Sterilisationsvorrichtung |
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