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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stabilisierung der beiden Unterlenker eines Traktors, welche mittels eines hydraulischen Krafthebers betätigbar sind, mit je Unterlenker einer Seitenstre- be, welche jeweils einen einseitig wirkenden Hydraulikzylinder aufweisen, mit einer Schaltungsan- ordnung, welche vorsieht, dass die beiden Hydraulikzylinder der Seitenstreben mit dem hydrauli- schen Kraftheber leitungsmässig zusammenschaltbar sind, wobei in der Verbindung Mittel zur gemeinsamen Trennung beider Hydraulikzylinder vom Kraftheber sowie Steuermittel zum Herstel- len der Verbindung ab Erreichen einer einstellbaren Schwenklage der Unterlenker vorhanden sind.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in der DE 195 37 555 A1 beschrieben. Dabei ist die Versorgung der Hydraulikzylinder der Seitenstreben parallel zur Versorgung des hydraulischen Krafthebers geschaltet. Der hydraulische Kraftheber verstellt die Unterlenker. Dies führt dazu, dass die Unterlenker in Abhängigkeit von der Hubkraft und der Position mittig zentriert werden. Eine Stabilisierung ist nur beim Anheben der Unterlenker gegeben Die vorgesehene Lageschaltung sorgt dafür, dass beim Absenken die Hydraulikzylinder der Seitenstreben zusammen mit dem hydraulischen Kraftheber mit dem Rücklauf verbunden werden. Dabei ist beispielsweise beim Arbeiten am Hang durch die auftretenden hangabwärts gerichteten Kräfte ein Schrägstellen des angehängten Gerätes gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die gattungsgemässe Vorrichtung so weiter auszu- gestalten, dass unabhängig von der Bewegung des hydraulischen Krafthebers im Hub- bzw. Senk- sinne eine Mittenstellung bzw Zentrierung auf die Längsachse des Traktors vom Bediener ange- wählt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass in die Verbindung zwischen dem von einer ersten Druckquelle beaufschlagbaren Kraftheber und den beiden Hydraulikzylindern der Seitenstreben ein Vorwahlventil und ein Steuerventil hintereinander eingeschaltet sind, wobei das Vorwahlventil zusätzlich einen Anschluss für eine separate Druckquelle aufweist, und dass das Steuerventil mindestens zwei alternativ mit den beiden Hydraulikzylindern verbmdbare Anschlüsse aufweist, von denen der eine mit dem Vorwahlventil und der andere mit dem Rücklauf verbunden ist, und dass eine separate Druckquelle vorhanden ist.
Von Vorteil bei dieser Ausbildung ist, dass mit dem Vorwahlventil die Seitenstreben bzw die Hydraulikzylinder der Seitenstreben leistungsmässlg entweder parallel zu der Druckmittelversor- gung des hydraulischen Krafthebers geschaltet oder von einer unabhängigen Druckquelle versorgt werden können. Mit dem Steuerventil werden die Hydraulikzylinder mit der Druckquelle oder dem Rücklauf verbunden.
Um zu erreichen, dass darüber hinaus die Möglichkeit gegeben ist, die beiden Hydraulikzylinder gemeinsam von der Druckversorgung und dem Rücklauf zu trennen, sind zwei Anordnungsmög- lichkeiten gegeben Bei der ersten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Steuerventil eine Schaltstellung umfasst, in welcher die beiden Hydraulikzylinder sowohl vom Vorwahlventil als auch vom Rücklauf getrennt sind, und dass ein Hauptschalter vorgesehen ist, der in die Steuerleitung eines einstellbaren Lageschalters für die Unterlenker zu der davon beeinflussten Betätigung des Steuerventiles eingeschaltet ist. Wird der Steuerstromkreis des Lageschalters unterbrochen, erfolgt eine Betätigung des Steuerventiles in dem Sinne, dass die Sperrstellung eingenommen wird.
Die weitere Lösung sieht vor, dass in die Verbindung zwischen dem Steuerventil und dem Hydraulikzylinder ein schaltbares Sperrventil oder ein verstellbares Drosselventil eingebaut ist. Die Verwendung eines verstellbaren Drosselventiles bringt des weiteren noch den Vorteil mit sich, dass eine einstellbare Dämpfung hinsichtlich der Druckbeaufschlagung der Hydraulikzylinder der Sei- tenstabilisatoren gegeben ist. Des weiteren ist damit der Vorteil verbunden, dass beim Absenken der Unterlenker eine Druckabsenkung in den Hydraulikzylindern ebenfalls gedämpft erfolgt, so dass über einen grösseren Hubweg beim Absenken die Zentrierung beibehalten bleibt, und des weiteren ist eine gänzliche Sperrung des Drosselventiles möglich.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und anhand derselben näher erläutert.
Es zeigt
Figur 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit einem Steuerventil, das drei Schaltstel- lungen aufweist, von denen eine die vollständige Sperrung und die beiden an- deren die Druckbeaufschlagung bzw. die Verbindung zum Rücklauf umfassen und
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Figur 2 eine abgewandelte Ausführungsform, bei der das Steuerventil nur die beiden
Funktionen Druckbeaufschlagung und Verbindung mit dem Rücklauf umfasst und zusätzlich ein verstellbares Drosselventil vorgesehen ist.
Aus Figur 1 sind die beiden mit seitlichem Abstand zur Längsachse 5 des Traktors angordne- ten Unterlenker 1 ersichltich, die mit ihrem einen Ende um eine Schwenkachse 2 am Traktorheck höhenmässig verschwenkbar sind, so dass sie dem Boden, auf dem der Traktor aufsteht, angenä- hert oder von diesem entfernt werden können. An ihrem vom Traktor abstehenden Ende weisen sie Kupplungshaken 3 auf, die zur Verbindung mit entsprechenden Kuppelmitteln 4 eines nicht dargestellten Gerätes gedacht sind. Das Gerät wird durch die Unterlenker 1 getragen. Zur Begren- zung der seitlichen Bewegung der beiden Unterlenker 1 dienen Seitenstreben 6. Diese sind mit einem Ende jeweils an einem Unterlenker 1 und mit ihrem anderen Ende schwenkbar ebenfalls mit einer Befestigungsstelle, die die Schwenkachse 2 aufweist und am Traktor angeordnet ist, verbun- den.
Die beiden Seitenstreben 6 umfassen einfach wirkende Hydraulikzylinder 7, die gemeinsam an eine Verbindungsleitung 8 angeschlossen sind. Zur höhenmässigen Verstellung der beiden Un- terlenker 1 dient ein hydraulischer Kraftheber 9, der beispielsweise zwei im Abstand entsprechend den Unterlenkern 1 versetzt angeordnete Kraftarme umfasst, die um eine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet sind und die jeweils eine Hubstrebe tragen, die mit dem zugehörigen Unterlenker 1 verbunden ist. Zur Betätigung des Kraftarmes kann der Kraftheber 9 beispielsweise einen Hydraulikzylinder umfassen, der von einer Druckquelle P1 über eine erste Druckleitung 10 gespeist wird. Die erste Druckleitung 10 führt ferner zu einem Vorwahlventil 12, das einen zweiten Anschluss für eine zweite Druckquelle P2 aufweist, die mit dem Schaltventil 12 über eine zweite Druckleitung 11 verbunden ist.
In der dargestellten Schaltstellung ist das Schaltvorwahlventil 12 so geschaltet, dass es die erste Druckleitung 10 mit seinem Ausgang verbindet, während die zweite Druckleitung 11 gesperrt ist. In der zweiten Schaltstellung ist die zweite Druckleitung 11 mit dem Ausgang verbunden, während die erste Druckleitung 10 gesperrt ist. Der Ausgang des Vorwahl- ventiles 12 führt zu einem ersten Anschluss 14 eines Steuerventiles 13. Das Steuerventil 13 weist zweiten Anschluss 15 auf, der mit dem Rücklauf 16 verbunden ist. Das Steuerventil 13 weist einen Ausgang auf, der mit der Verbindungsleitung 8 zu den beiden Hydraulikzylindern verbindbar ist.
Das Steuerventil 13 kann drei Schaltstellungen einnehmen. In der Grundstellung, so wie sie darge- stellt ist, sind sämtliche Anschlüsse gesperrt, dies heisst, dass die beiden ersten Anschlüsse 14,15 von der Verbindungsleitung 8 getrennt sind. In der zweiten Schaltstellung ist vorgesehen, dass der erste Anschluss 14 mit der Verbindungsleitung 8 verbunden ist und der zweite Anschluss 15 zum Rücklauf 16 gesperrt ist. In der dritten Schaltstellung ist der erste Anschluss 14 gesperrt und die Verbindungsleitung 8 mit dem zweiten Anschluss 15, der zum Rücklauf 16 führt, verbunden
Dem Kraftheber 9 ist ein Lageschalter 18 zugeordnet, der über eine Steuerleitung 17 das Steuerventil 13 betätigt. Darüber hinaus ist in die Steuerleitung 17 noch ein Hauptschalter 19 ein- geschaltet.
Für eine erste Arbeitsweise, bei der beispielsweise sowohl der Kraftheber 9 als auch der Hydraulikzylinder 7 über die Druckquelle P1 versorgt werden kann, befindet sich das Vorwahl- ventil 12 in der gezeichneten Stellung, die die Vorzugsstellung ist. Dies bedeutet, dass zwischen dem Anschluss 14 und der ersten Druckleitung 10 eine Verbindung hergestellt ist. Desgleichen wird über die erste Druckleitung 10 der hydraulische Kraftheber 9 gespeist. Bei der gezeigten Stellung ist jedoch das Steuerventil 13 in Sperrstellung. Dies bedeutet, dass bei einer Betätigung des nicht dargestellten Schalters für den Kraftheber 9 nur die Unterlenker 1 über den Kraftheber 9 betätigt werden.
Wird nun der Hauptschalter 19 geschlossen und der Kraftheber 9 betätigt, so dass eine Lage der Unterlenker 1 erreicht wird, bei der der Lageschalter 18 schliesst, wird über die Steuerlei- tung 17 ein Steuerimpuls gegeben, der das Steuerventil 13 veranlasst, eine Position einzunehmen, bei der eine Verbindung über den ersten Anschluss 14 zwischen der ersten Druckleitung 10 und der Verbindung 8 hergestellt wird, so dass die Hydraulikzylinder 7 ebenfalls mit Druck beaufschlagt werden und die Unterlenker 1 an einer seitlichen Bewegung, dass heisst einer Veränderung Ihres Seitenabstandes zur Traktorlängsachse 5 gehindert werden bzw. symmetrisch zu dieser eingestellt werden.
Wird nun der Kraftheber 9 von der Druckquelle P1 getrennt und auf Rücklauf geschaltet, wird, sobald die eingestellte Höhenlage vom Lageschalter 18 registriert, bei der eine Umschaltung erfolgen muss, auch das Steuerventil 13 veranlasst eine veränderte Schaltstellung einzunehmen.
Eine Verstellung erfolgt derart, dass die Verbindung zum ersten Anschluss 14 und damit zur ersten Druckleitung 10 gesperrt und eine Verbindung zwischen dem zweiten Anschluss 15, der zum Rück-
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lauf 16 führt und der Verbindung 8 zu den Hydraulikzylindern 7 hergestellt wird, so dass diese frei- gegeben werden und Druckmittel zum Rücklauf 16 das Steuerventil 13 passieren kann. In dieser Stellung lassen die beiden Hydraulikzylinder 7 seitliche Pendelbewegungen der Unterlenker 1 im Verhältnis zur Traktorlängsachse 5 zu.
Sollen die beiden Hydraulikzylinder 7, nachdem eine Druck- beaufschlagung erfolgte, weiterhin in ihrer die Unterlenker 1 zentrierenden Position verbleiben, nachdem die zweite der beschriebenen Stellungen eingenommen wurde, d.h. eine Verbindung zwischen der ersten Druckleitung 10 und über den ersten Anschluss 14 mit der Verbindung 8 her- gestellt war, kann durch Öffnen des Hauptschalters 19 das Steuerventil 13 in die Sperrstellung, wie gezeigt, überführt werden. Die beiden Hydraulikzylinder 7 sind in der ausgefahrenen Position von der Druckmittelversorgung getrennt, und die Unterlenker 1 bleiben zentriert.
Sollen der Kraftheber 9 zur Höhenverstellung der beiden Unterlenker 1 und die beiden Hydraulikzylinder 7 unabhängig voneinander geschaltet werden können, wird das Vorventil 2 so geschaltet, dass die Verbindung zur ersten Druckleitung 10 gesperrt und die zur zweiten Druckleitung 11geöffnet wird, so dass der Aus- gang des Vorwahlventiles 12 mit dem ersten Anschluss 14 des Steuerventiles 13 verbunden ist.
Hiermit ist es möglich, beispielsweise die beiden Druckzylinder 7 unabhängig von der Betätigung des Krafthebers 9 mit Druckmittel zu beaufschlagen, indem beispielsweise das Steuerventil 13 von Hand in eine Stellung überführt wird, bei der der erste Anschluss 14 mit der Verbindung 8 verbun- den wird.
Figur 2 zeigt eine Ausführungsform, die gegenüber der gemäss Figur 1 insofern abgewandelt ist, als das Steuerventil 13' nur in zwei Schaltstellungen überführbar ist, wobei in der einen Stellung der erste Anschluss 14' zur Verbindung 8 hin offen geschaltet werden kann und der zweite An- schluss 15' gesperrt ist, während in der zweiten Stellung der zweite Anschluss 15', der zum Rücklauf führt, mit der Verbindung 8 kurzgeschlossen werden kann. Dem Steuerventil 13' ist jedoch unmit- telbar an dessen Ausgang ein verstellbares Drosselventil 20 zugeordnet, das ausgangsseitig mit der Verbindung 8 zu den Hydraulikzylindern 7 verbunden ist. Das verstellbare Drosselventil 20 kann dazu genutzt werden, den Druckmittelaustausch zwischen den beiden Anschlüssen 14' bzw.
15' und der Verbindung 8 gedämpft durchzuführen. Das verstellbare Drosselventil 20 kann aber auch dazu benutzt werden, die Verbindung zum Steuerventil 13' gänzlich zu unterbinden, so dass die beiden mit Druck beaufschlagten Hydraulikzylinder 7 gänzlich von der weiteren Druckversor- gung abgekoppelt sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist kein Hauptschalter vorhanden, da die Unterbrechung der Druckmittelversorgung, d. h. also eine Sperrstellung alleine durch die Betätigung des verstellbaren Drosselventiles 20 erzielt werden kann. Die Steuerleitung 17' verbindet also unmittelbar den Lageschalter 18' mit den Mitteln zur Betätigung des Steuerventiles 13'.
Die übrigen Bauteile der erfindungsgemässen Vorrichtung nach Figur 2 sind entsprechend Figur 1 ausgebildet
Die Ausbildung und Funktionsweise des Vorwahlventiles 12' entspricht dem gemäss Figur 1.
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