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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur wahlweisen Strömungsverbindung von
Absaugleitungen spanabhebender Werkzeugmaschinen mit einem Sauggebläse, bestehend aus einem einerseits an das Sauggebläse und anderseits an die Absaugleitungen angeschlossenen
Verteiler und aus einer Schalteinrichtung zum Verschliessen und Öffnen der an den Verteiler ange- schlossenen Absaugleitungen.
Um bei spanabhebenden Werkzeugmaschinen den anfallenden Werkstückabtrag abzusaugen, werden diese Werkzeugmaschinen mit Absaugleitungen versehen, die zum Abführen der anfallen- den Späne an ein Sauggebläse angeschlossen werden müssen. Ist lediglich ein hinsichtlich seiner
Saugleistung auf den Absaugbedarf einer Werkzeugmaschine ausgelegtes Gebläse vorgesehen, so sind die Absaugleitungen der einzelnen Werkzeugmaschinen bei ihrem Einsatz abwechselnd an das Sauggebläse anzuschliessen. Dies kann in umständlicher Weise dadurch erfolgen, dass die jeweilige Absaugleitung nach einem Abziehen der nicht benötigten Absaugleitung mit dem Saug- gebläse verbunden wird.
Eine einfachere Handhabung ergibt sich bei einem Anschluss der Ab- saugleitungen aller Werkzeugmaschinen an das Sauggebläse über einen Verteiler, doch müssen in diesem Fall die Verteileranschlüsse der Absaugleitungen mit einer Schalteinrichtung zum Öffnen und Schliessen der Anschlüsse versehen werden, was nicht nur mit einem erheblichen Kon- struktionsaufwand verbunden ist, sondern auch Fehlschaltungen ermöglicht, so dass unter Umstän- den die Gefahr besteht, dass die benötigte Saugleistung für das Absaugen der anfallenden Späne der im Betrieb befindlichen Werkzeugmaschine nicht verfügbar ist.
Ähnliche Nachteile treten bei einer anderen bekannten Konstruktion auf (DE 89 05 017 U1), bei dem die Anschlüsse für die Absaugleitungen der spanabhebenden Werkzeugmaschinen in den Seitenwänden eines im Grundriss rechteckigen Gehäuses vorgesehen sind, das für alle Anschlüsse je eine über einen gesonderten Stellmotor betätigbare Verschlussklappe aufnimmt. Da alle An- schlüsse des Gehäuses über je eine gesonderte Verbindungsleitung an das gemeinsame Saugge- bläse angeschlossen sind, ergibt sich ein erheblicher Konstruktionsaufwand, der je nach der An- zahl der über die Verschlussklappen geöffneten Anschlüsse unterschiedliche Absaugleistungen für die angeschlossenen Absaugleitungen mit sich bringt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur wahlweisen Strömungs- verbindung von Absaugleitungen spanabhebender Werkzeugmaschinen mit einem Sauggebläse der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass mit einfachen konstruktiven Mitteln eine Fehlschaltung ausgeschlossen werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Verteiler ein topfartiges Gehäuse für die Schalteinrichtung bildet, dessen Boden den Anschluss für das Sauggebläse und dessen Um- fangswand die Anschlüsse für die Absaugleitungen tragen, dass die Schalteinrichtung einen topfar- tigen Gehäuseeinsatz aufweist, der mit seiner den Anschluss für das Sauggebläse umschliessenden Umfangswand an den Gehäuseboden anschliesst und mit seinem Boden das Gehäuse deckelartig verschliesst, und dass in der die Anschlüsse für die Absaugleitungen verschliessenden Umfangswand des drehverstellbaren Gehäuseeinsatzes eine in den einzelnen Drehstellungen jeweils mit einem Anschluss für die Absaugleitungen fluchtende Durchtrittsöffnung vorgesehen ist.
Zufolge dieser Massnahmen verbindet der Gehäuseeinsatz der Schalteinrichtung in jeder seiner Drehstellungen den Anschluss des Sauggebläses über die Durchtrittsöffnung in der Umfangswand mit nur einem der Anschlüsse für die Absaugleitungen, so dass fehlerhafte Strömungsverbindungen zwischen dem Sauggebläse und mehreren Werkzeugmaschinen ausgeschlossen sind Trotz die- ser Zwangssteuerung ergeben sich sehr einfache Konstruktionsverhältnisse, weil der topfartige Gehäuseeinsatz das ebenfalls topfartige Gehäuse deckelartig verschliesst und mit dem freien Rand der Umfangswand den Anschluss für das Sauggebläse im Boden des topfartigen Gehäuses ausrei- chend dicht umschliesst. In diesem Zusammenhang ist ja zu bedenken, dass zufolge des Unter- drucks im topfartigen Gehäuse der Gehäuseeinsatz in den Gehäusetopf hineingezogen wird.
Es bedarf daher keiner besonderen Dichtungssitze, um eine ausreichende Dichtheit zwischen dem Gehäuseeinsatz und dem Gehäuse sicherzustellen. Bei höheren Anforderungen an die Dichtheit genügen Dichteinlagen, beispielsweise in Form von Filzeinlagen od. dgl. Das topfartige Gehäuse kann vergleichsweise klein ausfallen, weil lediglich für die Anschlüsse der Absaugleitungen entlang der Gehäuseumfangswand zu sorgen ist.
Besonders einfache Anschlussbedingungen ergeben sich, wenn das topfartige Gehäuse die Form eines regelmässigen Prismas aufweist. In diesem Fall steht für jeden Anschluss der Absaug-
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leitungen eine ebene Anschlussfläche zur Verfügung. Haben die Absaugleitungen gleichen Durch- messer, so können die Seitenflächen des Prismas eine auf den Durchmesser der Absaugleitungen abgestimmte quadratische Form besitzen. Bei unterschiedlichen Durchmessern der Absaugleitun- gen sind die Seitenflächen des Prismas naturgemäss an den grössten Anschlussdurchmesser anzu- passen. Eine solche prismatische Gehäuseform erlaubt einen modulartigen Gehäuseaufbau aus einzelnen Anschlussplatten, die lediglich miteinander im Seitenkantenbereich des Prismas und mit einem Boden in Form eines regelmässigen Vieleckes zu verbinden sind.
Der Gehäuseeinsatz der
Schalteinrichtung kann entsprechend der prismatischen Form des Gehäuses ebenfalls prismatisch ausgebildet sein, so dass sich die verschiedenen Drehstellungen, in denen der Gehäuseeinsatz in das Gehäuse formschlüssig eingesetzt werden kann, durch die Prismenform ergeben. Zum Dreh- verstellen des Gehäuseeinsatzes ist dieser allerdings aus dem Gehäuse zu entnehmen, bevor er nach einer entsprechenden Drehverstellung wieder axial in das Gehäuse eingesetzt werden kann.
Wird auf eine drehbare Lagerung des Gehäuseeinsatzes zu seiner Drehverstellung wertgelegt, so kann der Gehäuseeinsatz der Schalteinrichtung eine kreiszylindrische Form aufweisen und in ein kreiszylindrisches Gehäuse eingesetzt werden. Es ist aber auch möglich, die Vorteile eines prismatischen Gehäuses im Zusammenhang mit einem kreiszylindrischen Gehäuseeinsatz zu nüt- zen, wenn das prismatische Gehäuse einen entsprechenden Lagereinsatz für die drehbare Lage- rung des Gehäuseeinsatzes aufnimmt.
Um in einem solchen Fall eine ausreichend dichte Verbin- dung der Anschlüsse für die Absaugleitungen in der Umfangswand des prismatischen Gehäuses einerseits und dem kreiszylindrischen Gehäuseeinsatz anderseits sicherzustellen, kann der Lager- einsatz für das prismatische Gehäuse radiale Trennwände zwischen den Seitenkanten des prisma- tischen Gehäuses und der Umfangswand des kreiszylindrischen Gehäuseeinsatzes aufweisen.
Durch diese Trennwände werden zwischen dem Gehäuseeinsatz und den einzelnen Anschlüssen der Absaugleitungen innerhalb des Gehäuses voneinander getrennte Anschlusskammern gebildet.
Da die jeweilige Drehstellung des Gehäuseeinsatzes der Schalteinrichtung den Anschluss einer der Ansaugleitungen an das Sauggebläse bedingt, kann die jeweilige Strömungsverbindung in einfacher Weise dadurch ersichtlich gemacht werden, dass der Gehäuseeinsatz auf der Aussenseite des Bodens einen in Richtung der Durchtrittsöffnung weisenden Betätigungsgriff aufweist.
Werden Werkzeugmaschinen mit einer beidseitigen Späneabsaugung eingesetzt, so ist das Sauggebläse mit zwei dieser Werkzeugmaschine zugehörigen Absaugleitungen zu verbinden. Dies kann bei einem drehbar im Gehäuse gelagerten Gehäuseeinsatz durch eine Zwischenstellung des Gehäuseeinsatzes berücksichtigt werden, wobei die Durchtrittsöffnung in der Umfangswand des Gehäuseeinsatzes den Strömungsweg zu zwei benachbarten Anschlüssen in der Umfangswand des Gehäuses freigibt. Solche Zwischenstellungen sind jedoch bei prismatischen Gehäuseeinsät- zen nicht möglich.
Um auch bei dieser Ausführungsform des Gehäuseeinsatzes Ansaugleitungen paarweise mit dem Sauggebläse verbinden zu können, kann die Umfangswand des prismatischen Gehäuseeinsatzes auf einer zusätzlichen Seitenfläche eine weitere mit einem wahlweise öffen- baren Deckel verschliessbare Durchtrittsöffnung aufweisen, so dass bei Bedarf diese zusätzliche Durchtrittsöffnung freigegeben werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur wahlweisen Strömungsverbindung von Absaug- leitungen spanabhebender Werkzeugmaschinen mit einem Sauggebläse in einem ver- einfachten Schnitt senkrecht zur Gehäuseachse,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante und
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 weist die Vorrichtung ein topfartiges Gehäuse 1 auf, das einen Boden 2 mit einem rohrförmigen Anschluss 3 für ein Sauggebläse bildet.
Vom Gehäuseboden 2, der die Form eines regelmässigen Vielecks, im Ausführungsbeispiel ein Fünfeck, zeigt, ragt eine prismatische Umfangswand 4 auf, die quadratische Seitenflächen mit je einem zentrischen, rohrförmigen Anschluss 5 für Absaugleitungen von spanabhebenden Werk- zeugmaschinen bilden. In dieses topfartige, stimseitig offene Gehäuse 1 ist ein ebenfalls topfartiger Gehäuseeinsatz 6 eingesetzt, dessen Boden 7 die offene Stirnseite des Gehäuses 1 deckelartig verschliesst, während der freie Rand der Umfangswand 8 des Gehäuseeinsatzes 6 an den Boden 2 des Gehäuses 1 anschliesst und den Anschluss 3 für das Sauggebläse umgibt, wie dies der Fig. 2
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entnommen werden kann.
Da gemäss dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 der topfarti- ge Gehäuseeinsatz 6 ein Prisma mit Aussenabmessungen darstellt, die den Innenabmessungen des Prismas des Gehäuses 1 entsprechen, kann der Gehäuseeinsatz 6 über einen Betätigungsgriff
9 in axialer Richtung formschlüssig in das Gehäuse 1 eingesetzt werden, wobei die Umfangswand
8 die Anschlüsse 5 für die Ansaugleitungen mit Ausnahme eines Anschlusses 5 verschliesst, weil der Gehäuseeinsatz 6 im Bereich einer Seitenfläche in der Umfangswand 8 eine Durchtrittsöffnung
10 aufweist, die sich mit dem Anschluss 5 der anliegenden Seitenfläche des Gehäuses 1 deckt.
Über den Gehäuseeinsatz 6 wird somit einer der Anschlüsse 5 mit dem Anschluss 3 für das Saug- gebläse verbunden, und zwar abhängig von der jeweiligen Drehstellung des Gehäuseeinsatzes 6.
Zur Auswahl des mit dem Anschluss 3 für das Sauggebläse zu verbindenden Anschusses 5 ist der
Gehäuseeinsatz 6 aus dem Gehäuse 1 herauszuziehen und nach einer entsprechenden Drehver- stellung wieder in das Gehäuse 1 einzusetzen. Da der Betätigungsgriff 9 in Richtung der Durch- trittsöffnung 10 in der Umfangswand 8 des Gehäuseeinsatzes 6 weist, ergibt sich eine einfache
Anzeige für die jeweilige Strömungsverbindung zwischen dem Sauggebläse und der angewählten
Ansaugleitung.
Damit zum Umstellen der Schalteinrichtung nicht der Gehäuseeinsatz 6 aus dem Gehäuse 1 entfernt und nach einer Drehverstellung wieder eingesetzt werden muss, kann der Gehäuseeinsatz
6 drehbar im Gehäuse 1 gelagert werden, wie dies im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Zu diesem Zweck ist im prismatischen Gehäuse 1 ein Lagereinsatz 11vorgesehen, der an den Innenquerschnitt des Gehäuses 1 angepasste Stirnplatten 12 mit Lagerausnehmungen
13 für den Lagereinsatz 6 trägt, dessen kreiszylindrische Umfangswand 8 einen an die Lageraus- nehmungen 13 angepassten Aussendurchmesser aufweist. Damit ist der Lagereinsatz 6 frei drehbar im Gehäuse 1 gehalten.
Es muss lediglich dafür gesorgt werden, dass über die Durchtrittsöffnung 10 in der Umfangswand 8 des Gehäuseeinsatzes 6 nur eine Strömungsverbindung mit einem der Anschlüsse 5 für die Absaugleitungen der Werkzeugmaschinen zugelassen wird. Dies kann in einfacher Weise durch Trennwände 14 sichergestellt werden, die von den Seitenkanten des pns- matischen Gehäuses ausgehen und sich radial zur zylindrischen Wand 8 des Gehäuseeinsatzes 6 erstrecken, wie dies der Fig. 3 entnommen werden kann.
Diese Trennwände 14 unterteilen somit das Gehäuse 1 im Ringbereich zwischen der Umfangswand 4 des Gehäuses 1 und der Umfangs- wand 8 des Gehäuseeinsatzes 6 in einzelne voneinander getrennte Kammern, so dass über diese Kammern wieder eine einfache Strömungsverbindung zwischen dem Anschluss 3 für das Saugge- bläse und einem der Anschlüsse 5 für die Absaugleitungen sichergestellt wird.
Sind einer spanabhebenden Werkzeugmaschine zwei Absaugleitungen zugeordnet, so können diese Absaugleitungen an zwei benachbarte Anschlüsse 5 des Gehäuses 1 angeschlossen wer- den, um in einer Zwischenstellung des verdrehbaren Gehäuseeinsatzes 6 diese beiden Anschlüs- se 5 mit dem Sauggebläse verbinden zu können. Eine solche Zwischenstellung ist selbstverständ- lich nur bei einem drehbar im Gehäuse 1 gelagerten Lagereinsatz 6 möglich.
Um auch bei einem prismatischen Lagereinsatz 6 gemäss dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 eine solche Strömungsverbindung zwischen dem Anschluss 3 für das Sauggebläse und zwei benachbarten Anschlüssen 5 für ein einer Werkzeugmaschine zugeordnetes Paar von Absaugleitungen herstel- len zu können, kann die Umfangswand 8 des prismatischen Gehäuseeinsatzes 6 auf einer zusätz- lichen, beispielsweise auf einer der beiden der Durchtrittsöffnung 10 unmittelbar benachbarten Seitenflachen eine weitere Durchtrittsöffnung 15 aufweisen, die durch einen öffenbaren Deckel 16 verschlossen ist. Bei Bedarf kann der Deckel 16 geöffnet und die zusätzliche Anschlussverbindung hergestellt werden.
Der Deckel 16 kann zu diesem Zweck über ein Scharniergelenk 17 an der Um- fangswand 8 des Lagereinsatzes 6 angelenkt und mit einem verdrehbaren Schliessriegel 18 in der Schliessstellung verriegelt werden
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt So kann die Prismaform der Anzahl der anzuschliessenden Absaugleitungen entsprechend ange- passt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, anstelle eines prismatischen Gehäuses 1 ein kreiszylindrisches Gehäuse mit einem kreiszylindrischen Lagereinsatz 6 zu kombinieren, um in einfacher Weise die Drehverstellbarkeit des Lagereinsatzes 6 im Gehäuse 1 sicherzustellen. Für diesen Fall sind jedoch die Anschlüsse 5 an der zylindrischen Umfangswand 8 des Gehäuses 1 vorzusehen.