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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vermittlung von Gesprächen In einer Telephonanlage mit mehreren über eine zentrale Vermittlungsstelle verbindbaren Teilnehmerendgeräten, die zumindest ein aus einem vorzugsweise drahtgebundenen und einem vorzugsweise drahtlosen Endgerät bestehendes Endgeräte-Paar enthalten, wobei sowohl über das vorzugsweise drahtlose Endgerät als auch über das vorzugsweise drahtgebundene Endgerät unabhängig voneinander Gespräche führbar und die Endgeräte jedes Endgerate-Paars über eine gemeinsame Teilnehmernummer anwahlbar sind
Bei den bisher bekannten Verfahren dieser Art kann ein Teilnehmer sowohl ein normales drahtgebundenes Telephon auf seinem Schreibtisch benutzen als auch bei Erledigungen ausserhalb der Büroräumlichkeiten ein drahtloses Telephon, z.
B ein Schnurlostelephon bzw. Cordless-Telephon, mit sich führen, über das er dann erreichbar ist und von dem aus er Gesprache führen kann Die zu diesem Zweck vorhandenen zwei Teilnehmerschaltungen können über dieselbe Tellnehmemummer anwahlbar sein
So ist etwa aus der US-PS-5 502 757 die gemeinsame Verwendung einer Teilnehmemummer für ein drahtloses und ein drahtgebundenes Telephon bereits bekannt.
Mit Hilfe von programmierbaren Teilnehmer-Serviceprofilen werden unter der gemeinsamen Teilnehmemummer bestimmte Funktionsmerkmale des drahtlosen Telephons dem drahtgebundenen Telephon und umgekehrt zugeordnet Dadurch werden manche der Funktionsmerkmale des drahtlosen Telephons in derselben Welse ausgeführt, als ob das drahtgebundene Telephon sie ausführen würde und die restlichen Funktionsmerkmale so vollzogen, als ob das drahtlose Telephon ein an demselben Knoten angeschlossenes drahtgebundenes Telephon wäre.
So wird ein Anruf, der weder vom drahtlosen noch vom drahtgebundenen Telephon beantwortet wird, an eine Sprach-Mailbox weitergeleitet, wo die Nachricht angenommen und gespeichert wird Der Anwender kann die hinterlegte Nachricht entweder durch das drahtlose oder das drahtgebundene Telephon abrufen
Der Nachteil bekannter Verfahren dieser Art besteht darin, dass eine vorgegebene Hierarchie der Gesprächsvermittlung festgelegt ist, wodurch etwa bei ankommenden Gesprächen immer eines der Endgerate verbunden wird, während das andere passiv geschaltet ist.
Weiters beschreibt die WO-A1-83/02380 ein drahtgebundenes und ein drahtloses Telephon, welche jedoch beide an eine gemeinsame Teilnehmerschaltung angeschlossen sind, die mit einer Telephonteilnehmerleitung in Verbindung steht Beide Telephone können zwar über eine gemeinsame Teilnehmemummer erreicht werden, es sind aber keine voneinander unabhängigen Gespräche führbar. Um eine Beeinflussung zweier verschiedener Funkübertragungskanäle zu vermeiden, werden die Sprachkanäle abgetastet, bis ein freier Kanal vorgefunden wird, über den übertragen werden kann.
Sind alle Kanäle besetzt, sendet das drahtlose Telephon Rufsignale aus, woraus der Teilnehmer entnehmen kann, dass er zum drahtgebundenen Telephon überwechseln und das Gespräch dort weiterführen muss
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die vorstehend beschriebenen Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem eine schnellere und sichere Erreichbarkeit eines Endgeräte-Paar-Teilnehmers erreicht werden kann
Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Vermittlung anzugeben, mit dem eine möglichst effiziente und schnelle Verbindung von rufendem und angerufenem Teilnehmer herstellbar ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass jedes ankommende für ein Endgeräte-Paar bestimmte Gespräch, sofern keines der Endgeräte für ankommende Gespräche gesperrt ist, sowohl an das vorzugsweise drahtlose als auch an das vorzugsweise drahtgebundene Endgerät signalisiert wird, und dass das Gespräch ausschliesslich an jenes Endgerät vermittelt wird, bei weichem zuerst der Hörer abgenommen wird
Der Anrufer hat auf diese Weise durch die Anwahl der gemeinsamen Teilnehmemummer die Sicherheit, beide Endgeräte zugleich anzuw hlen, sodass eine Verbindung mit dem angewählten Teilnehmer sehr schnell herstellbar Ist, unabhängig davon ob er gerade in Reichweite des drahtlosen oder des drahtgebundenen Engeräts verweilt.
Sollte der zuerst an das Endgerät gelangende Benutzer nicht der gewünschte sein, kann eine Wiederwahl vereinbart werden, oder es wird das von einem Endgerät des Endgeräte-Paars angenommene Gespräch an das andere Endgerät des Endgeräte-Paares übergeben.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Endgeräte-Paar als besetzt gemeldet wird, sofern nur eines oder alle Endgeräte des Endgeräte-Paars besetzt ist oder sind
Dies ermöglicht es, den Zustand eines gerade vom Teilnehmer geführten Gespräches mit einem anderen Teilnehmer anzuzeigen, sodass ein erfolgloser Anwahlversuch beim anderen Endgerät des Paares vermieden wird, da sonst der Anrufer vermuten könnte, dass der anzuwählende Teilnehmer eigentlich gar nicht anwesend sei
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Endgerät, vorzugsweise das drahtlose Endgerät Jedes Endgeräte-Paars für ankommende Gespräche gesperrt wird.
Dadurch sind Störungen bei Besprechungen durch ein läutendes Endgerät vermeidbar, während das andere Endgerät weiterhin ankommende Gespräche entgegennehmen kann Das gesperrte Endgerät bleibt dabei weiterhin aktiv für weggehende Anrufe
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen eingehend erlautert
Eine Telephonanlage umfasst mehrere über eine zentrale Vermittlungsstelle verbindbare Teilnehmerendgeräte, wobei darunter sowohl analoge als auch digitale (DTS) Endgeräte zu verstehen sind.
Zumindest einer oder mehrere Teilnehmer verfügen dabei über ein jeweils aus einem drahtgebundenen und einem drahtlosen Endgerät (Cordless) bestehendes Endgeräte-Paar, wobei sowohl über das drahtlose Endgerät als auch über das drahtgebundene Endgerät unabhängig voneinander Gespräche führbar sind Jedem Teilnehmer eines Paares ist dabei eine eigene Teilnehmerschaltung zugeordnet.
Es ist aber auch die Ausführung eines aus zwei drahtgebundenen oder zwei drahtlosen Endgeräten bestehenden Paares, welches einem Teilnehmer zugeordnet ist, innerhalb des Rahmens der Erfindung möglich. Im folgenden wird jedoch nur die Kombination eines drahtgebundenen und eines drahtlosen Endgeräts beschneben.
Die Endgeräte, insbesondere das drahtlose und das drahtgebundene Endgerät jedes Endgeräte-Paars sind über eine gemeinsame Teilnehmemummer anwählbar. Dadurch kann die Anzahl der Anrufe bei unbesetzten Endgeräten verringert werden.
Es können zwei Zustände des Endgerätepaars definiert werden, der eine,"logon"-Modus genannt, stellt Gleichheit zwischen den Endgeräten des Paares her, während der andere, "logoff'-Modus genannt, ein Master-Slave-Verhältnis der Endgeräte definiert, in dem ein Endgerät passiv gesperrt wird. Der"logon"-Modus besteht darin, dass jedes ankommende für ein EndgerätePaar bestimmte Gespräch sowohl an das drahtlose als auch an das drahtgebundene Endgerät durch Läuten signalisiert wird und dass das Gespräch ausschliesslich an jenes Endgerät vermittelt wird, bei welchem zuerst der Hörer abgenommen wird.
Weiters kann ein Endgerät, vorzugsweise das drahtlose Endgerät jedes Endgeräte-Paars im "logoff'-Modus für ankommende Gespräche gesperrt werden Dies kann durch eine Tastenkombination oder bei einem digitalen Telephon durch eine programmierbare Taste durchgeführt werden. In diesem Modus ist etwa das drahtlose Telephon für ankommende Gespräche gesperrt, während ankommende Gespräche weiterhin an das drahtgebundene Endgerät vermittelt werden
Wird ein ankommendes Gespräch über eines der beiden Endgerate entgegengenommen, kann es auch an das andere Endgerät des Endgeräte-Paares übergeben werden, indem die eigene Teilnehmemummer gewählt oder eine programmierbare Taste gedrückt wird.
Wird eine Funktion am drahtlosen Endgerät ausgeführt, so wird diese Funktion unabhängig davon, ob der"togofT- oder der"togon"-Modus vorliegt, auch vom anderen Endgerät des Endgeräte-Paares übemommen. Das Endgeräte-Paar wird dann durch einen Besetzt-Ton als besetzt gemeldet wird, sobald nur eines oder alle Endgeräte des Endgeräte-Paars besetzt ist oder sind Weggehende Gespräche können aber von einem nicht besetzten Endgerät weiterhin geführt werden.
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