<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf ein Vordaoh oder Schutzdach, insbesondere für motorisierte Verkaufsläden, Marktstände u. dgl., mit fächerförmig auseinanderspreizbaren Tragarmen für eine als Wetterschutz dienende Plache.
Bei bekannten Ausführungen dieser Art sind die Tragarme an ein und derselben Halterung schwenkbar angeordnet. Die Tragarme können daher nur so auseinandergespreizt werden, dass sie mehr oder weniger von einem Zentrum auseinanderlaufen, so dass also bei gleicher Armlänge die der Befestigungsstelle entgegengesetzten Enden der Tragarme annähernd auf einem Kreisbogen liegen.
Dadurch ist aber die Anwendungsmöglichkeit sehr beschränkt, denn ein Vordach oder Schutzdach soll eben auch so einstellbar sein, dass auch bei gleicher Tragarmlänge die den Befestigungsstellen der Tragarme entgegengesetzten Tragarmenden nicht nur in Lagen verbringbar sind, welche auf einem Kreisbogen liegen, sondern auch in davon abweichende Stellungen, in welchen sie im Hinblick auf den Verlauf oder die sonstige Form des durch das Dach jeweils zu schützenden Raumes zu liegen kommen sollen.
Erfindungsgemäss wird der Anwendungsbereich eines Vordaches oder Schutzdaches der eingangs genannten Art dadurch wesentlich erweitert, dass jeder Tragarm an je einem Tragstück befestigt ist, wobei einander benachbarte Tragstücke mittels Bolzen miteinander gelenkig verbunden sind und somit in ihrer Gesamtheit eine Gliederkette bilden, und wobei eines der Tragstücke, insbesondere deren erstes, an einem ortsfesten Tragteil befestigbar ist.
Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen lässt die erfindungsgemässe Ausbildung eine weitgehende Anpassung an verschiedenste Gegebenheiten zu, denn die durch die Tragstücke gebildete Gliederkette braucht ja nicht unbedingt nach einem Kreisbogen zu verlaufen, sondern es kann ihr, ausgehend von ihrer Befestigungsstelle an einem ortsfesten Tragteil, jeweils ein Verlauf gegeben werden, der den jeweils vorliegenden Verhältnissen Rechnung trägt, da sich eben die Befestigungsstellen der Tragarme nicht an ein und demselben Teil befinden, sondern an Teilen, nämlich den Tragstücken, welche zufolge ihrer gelenkigen Verbindung gegenseitig, den jeweiligen Belangen entsprechend, verstellbar sind.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann die durch die Tragstücke gebildete Gliederkette bei zueinander parallelgestellten Tragarmen geradlinig verlaufen. Dadurch kann das Vordach auf geringen Raum zusammengefaltet und auch leicht transportiert werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt zwei erfindungsgemässe, am Dach eines motorisierten Verkaufsladen angebrachte Vordächer.
Fig. 2 gibt das am Wagen angebrachte und ausgespannte Vordach in Längsrichtung des Wagens gesehen wieder. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die gemäss Fig. 1 auseinandergespreizten Tragarme samt den Tragstücken. Fig. 4 zeigt in grösserem Massstab die an den Tragstücken befestigten Tragarme, wobei die durch die Tragstücke gebildete Gliederkette beispielsweise kreisbogenförmig verläuft. Fig. 5 zeigt die in Fig. 4 wiedergegebene Tragkonstruktion bei zueinander parallel gestellten Tragarmen und damit geradlinig verlaufender Gliederkette.
EMI1.1
sowohl von einer Längsseite des Wagens als auch von der Vorderseite und von der Rückseite desselben absteht.
Jedes der beiden Vordächer --2-- besteht aus einer Plache --3 bzw. 4-- aus wasserdichtem Material und aus einer Tragkonstruktion, die fächerförmig auseinandergespreizte Tragarme --5-- aufweist, wobei jeder Tragarm an einem Tragstück --6-- befestigt ist. Wie aus Fig. 4 und 5 hervorgeht, sind einander benachbarte Tragstücke --6-- mittels Bolzen --7-- miteinander gelenkig verbunden und bilden somit in ihrer Gesamtheit eine Gliederkette. Eines der Tragstücke, u. zw. das erste Tragstück --6'--, ist an einem ortsfesten Tragteil --8-- befestigbar.
Wie Fig. 4 zeigt, können die Tragstücke --6-- so angeordnet werden, dass sie eine nach einem Kreisbogen verlaufende Gliederkette bilden. Die Tragarme --5-- können dann fächerförmig auseinandergespreizt werden, um damit die Plache des betreffenden Vordaches entsprechend zu spannen.
Der durch die Tragstücke --6-- gebildeten Gliederkette kann jedoch, ausgehend von ihrer Befestigungsstelle, auch irgendein anderer, den jeweils vorliegenden Verhältnissen Rechnung tragender Verlauf gegeben werden, wodurch Vordächer bildbar sind, die sich den verschiedensten Gegebenheiten anpassen. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, verläuft beim dargestellten Ausführungsbeispiel die durch die Tragstücke --6-- gebildete Gliederkette bei zueinander parallelgestellten Tragarmen--5--
<Desc/Clms Page number 2>
geradlinig, wodurch das zusammengefaltete Vordach nur geringen Raum für dessen Unterbringung, etwa in einem am Dach des Fahrzeuges vorgesehenen Behälter oder in einem vom Fahrzeug gesonderten Behälter, benötigt.
Zum Ausspannen des Vordaches genügt es, an jenem Ende oder Zipfel der Plache anzuziehen, welches vom ortsfesten Tragteil --8-- am weitesten entfernt ist, und dabei den Verlauf der durch die Tragstücke --6-- gebildeten Gliederkette den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Dabei werden die Tragstäbe --5-- unter entsprechendem Ausbreiten der Plache auseinandergespreizt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vordach oder Schutzdach, insbesondere für motorisierte Verkaufsläden, Markstände u. dgl., mit fächerförmig auseinanderspreizbaren Tragarmen für eine als Wetterschutz dienende Plache, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Tragarm (5) an je einem Tragstück (6) befestigt ist, wobei einander benachbarte Tragstücke (6) mittels Bolzen (7) miteinander gelenkig verbunden sind und somit in ihrer Gesamtheit eine Gliederkette bilden und wobei eines der Tragstücke (6), insbesondere deren erstes (6'), an einem ortsfesten Tragteil (8) befestigbar ist.