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AT343812B - Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven daunosaminylderivaten von anthracyclinonen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven daunosaminylderivaten von anthracyclinonen

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Publication number
AT343812B
AT343812B AT193677A AT193677A AT343812B AT 343812 B AT343812 B AT 343812B AT 193677 A AT193677 A AT 193677A AT 193677 A AT193677 A AT 193677A AT 343812 B AT343812 B AT 343812B
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AT
Austria
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optically active
demethoxy
hydrogen
viii
desc
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AT193677A
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Inventor
Marco Aurelio Di
Luigi Bernardi
Bianca Patelli
Aurelio Di Marco
Original Assignee
Farmaceutici Italia
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Publication date
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf einVerfahren zur Herstellung von neuen optisch aktiven Daunosaminylderivaten von Anthracyclinonen der Formeln 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 worin a) R Wasserstoff ist und R und R3 gleich sind und jeweils Wasserstoff, Methyl, Methoxy, Chlor oder Brom bedeuten, 
 EMI2.2 
 bösartigem Lymphom, Neuroblastom, akuter Leukämie und Blasenkrebs, verwendbar sind. Sie werden unter Verwendung von neuen, optisch aktiven Anthracyclinonen der allgemeinen Formeln 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 worin R bis R die obige Bedeutung haben, hergestellt. Diese werden ihrerseits durch Verwendung von neuen Verbindungen der allgemeinen Formeln 
 EMI3.2 
   worin R1 bisez die obige Bedeutung haben, erhalten.   



   Die oben genannten als Ausgangsverbindungen eingesetzten, optisch aktiven Anthracyclinone sind neu, obwohl einige der entsprechenden Racemate von   C. M. Wong et al., Canad. J. Chem. 49, 2712   (1971) und Canad. J. Chem. 51, 466 (1973) beschrieben wurden. Die vorgeschlagene Synthese der Racemate erfolgt nach folgendem Reaktionsschema : 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 der racemischen Form erhalten, während die natürlichen Aglycone optisch aktiv sind und die   7S :   9S-Konfiguration aufweisen (entsprechend der Nomenklatur von Cahn, Ingold und Prelog, Experientia, 1956,12, 81).

   Um die natürlichen Anthracyclinantibiotika und/oder deren Analoga, die im Ring D substituiert sind, durch Kondensation   derAglyconemit   einem geeigneten Daunosaminderivat zu erhalten, wäre es daher vorzuziehen, optisch aktiveAglycone mit der 7S : 9S-Konfiguration zu verwenden, anstatt das Daunosaminderivat mit dem racemischen   Aglycon   zu kondensieren und anschliessend das   (-)-Daunosaminyl- (+)-anthracyelinonvom (-)-   Daunosamin-   (-)-anthraeyclinon durch   ein umständliches und zeitraubendes Verfahren, wie fraktionierte Kristallisation oder Chromatographie, zu trennen. 



   Es ist bekannt (Eliel, Stereochemistry of Carbon Compounds, Seite 55, McGraw-Hill, 1962), dass die optische Trennung von Alkoholen am besten durch Salzbildung der Emiphthalate mit einer optisch aktiven Base durchgeführt werden kann. Jedoch macht die geringe Löslichkeit der Anthracyclinone (VIII) und ihrer Derivate in den meisten Lösungsmitteln dieses Verfahren praktisch bedeutungslos. Ausserdem sollte vom praktischen und ökonomischen Standpunkt aus die Trennung im frühesten Stadium der Synthese durchgeführt werden, um das Syntheseverfahren am optisch aktiven Zwischenprodukt mit der gewünschten Konfiguration durchzuführen. Das erste Zwischenprodukt mit einem Chiralzentrum ist das Ketolderivat (II), jedoch war vor der Erfindung kein Verfahren zur optischen Trennung derartiger Derivate bekannt. 



   Zur optischen Trennung eines Ketols der allgemeinen Formel (II) wird   (-)-l-Phenyläthylamin   mit racemischem 1, 4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Acetonitril, zu diastereoisomeren Schiffschen Basen umgesetzt, welche durch Kristallisation getrennt werden und aus welchen die enantiomeren Ketole (II) durch Säurebehandlung gewonnen werden. Die Trennung erfolgt scharf und völlig unerwartet, da keine früheren Fälle der Trennung von Ketonen über Ketimine aus der Literatur bekannt sind (Eliel, loc.   eit.   Seite 56), wahrscheinlich weil Schiffsche Basen gewöhnlich ziemlich instabil sind und sich leicht während der Kristallisation zersetzen.

   Ausserdem wurde gefunden, dass die optisch aktiven Ketole (II) in das racemische Ketol (III) wieder übergeführt werden können, weshalb es   möglich   ist, das racemische Keton (II) in die gewünschte optisch aktive Form in sehr hoher Ausbeute überzuführen, u. zw. über die Trennung des   racemischen   Ketols (II) mit   (-)-l-PhenyläthyIamin   und nachfolgende Rückführung des unerwünschten Isomeren zurück in die racemische Form und Wiederholung der optischen Trennung. 



   In dem oben erwähnten, von C. M. Wong et al vorgeschlagenen Reaktionsschema werden für mehrere Reaktionsschritte stark saure Bedingungen angewendet, die Racemisierung des Chiralzentrums über ein 
 EMI5.3 
 bindung (II), wie von Wong beschrieben, behandelt wird, das erhaltene Anthrachinon (IV) vollständig frei von optischer Aktivität.

   Zur Synthese der neuen, optisch aktiven Verbindungen (IV) und (IV") wird ein op- 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 tisch aktives Ketol (II) mit einem geeigneten   Phthalsäuremonoestermonochlorid   der allgemeinen Formel 
 EMI6.1 
   worin R R und R die oben angegebene Bedeutung haben und R4 Methyl, Äthyl oder halogensubstituiertes Äthyl bedeutet, in Anwesenheit einer Lewis-Säure, wie wasserfreiem A luminiumehlorid in einem geeigneten     Lösungsmittel, wie Schwefelkohlenstoff, Dichlormethan,   Tetrachloräthan, Benzol oder Nitrobenzol, kondensiert, wobei nach Behandlung mit Natriumhydroxyd eine optisch aktive Benzoylbenzoesäure (III) erhalten 
 EMI6.2 
 
Im Hinblick auf die leichte Racemisierung des Ketolchiralzentrums ist die Isolierung der Verbindungen (IV) und (IV") in optisch aktiver Form ausserordentlich überraschend.

   



   Überraschenderweise können die optisch aktiven Verbindungen   (IV)   und (IV") in die optisch aktiven Formen des Ketals (V) ohne Racemisierung übergeführt werden, indem mit Äthylenglykol in Anwesenheit von p-Toluolsulfonsäure bei erhöhten Temperaturen behandelt wird. Die Behandlung des optisch aktiven Ketals (V) mit   N-Bromsuccinimid   in Tetrachlorkohlenstoff ergibt ein labiles 7-Bromketal, das bei Behandlung mit Methanol eine Mischung von 7 (S)-und 7 (R)-Methyläthern ergibt.

   Diese Methyläther können in Stellung 6 und 11 in Anwesenheit von wasserfreiem Aluminiumchlorid demethyliert werden, wobei ihre optische Aktivität erhalten bleibt, wobei eine Mischung von 7 (S)-und 7   (R)-Methoxyanthracyclinonen   erhalten wird, die mit Trifluoressigsäure und anschliessend mit Natriumbicarbonat behandelt wird, wobei die entsprechenden 7 (S)-und 7   (R)-Hydroxyderivate erhalten werden.   Diese werden durch Kristallisation oder durch Chromatographie auf Silikagel getrennt, wobei die geeigneten optisch aktiven reinen Verbindungen (VIII') (7S : 9S- 
 EMI6.3 
 Konfiguration) und   (VIII"")   (7R : 9R-Konfiguration), worin   R, R   und R3 die oben angegebene Bedeutunghaben. 



   Zur Herstellung der optisch aktiven Anthracyclinone (VIII') wird das racemische Ketol (II) mit (-)-1Phenyläthylamin in einem geeigneten aprotischen Lösungsmittel, wie Acetonitril, kondensiert, wobei eine kristalline Schiffsche Base der allgemeinen Formel 
 EMI6.4 
 und Mutterlaugen erhalten werden, aus welchen durch Behandlung mit verdünnter Säure die   (-)-und (+)-   Form des Ketols (II) isoliert werden. 



   Die   (-)-Form   des Ketols (II) wird dann mit einem geeigneten Phthalsäuremonoestermonochlorid in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Schwefelkohlenstoff, Dichlormethan, Tetrachloräthan, Nitrobenzol oder Benzol, in Anwesenheit von Aluminiumtrichlorid oder anderer Lewis-Säuren kondensiert, wobei das entsprechende optisch aktive Benzoylbenzoat (III) erhalten wird.

   Dieses wird mit alkoholischem Natriumhydroxyd 
 EMI6.5 
 Anwesenheit einer Spur einer starken Säure, wie Toluolsulfonsäure, in einer Vorrichtung behandelt, die mit einem Scheider versehen ist, um das bei der Reaktion gebildete Wasser zu sammeln, wobei das entspre- 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 chende optisch aktive Ketal (V) erhalten wird, das dann mit einer Wolframlampe am Rückfluss in Tetrachlorkohlenstoff mit   N-Bromsuccinimid   5 bis 15 min lang unter Bildung des labilen 7-Bromketals bestrahlt wird. Letztere Verbindung wird nicht isoliert, sondern mit Methanol behandelt, wobei eine Mischung aus 7 (S)-und 7 (R)-Methyläthern (VI) erhalten wird.

   Diese Mischung wird ohne Reinigung   mit A luminiumchlo-   rid in Benzol, Nitrobenzol oder Tetrachloräthan bei einer Temperatur von 5 bis   500C   während 1 bis 10 h umgesetzt, wobei eine Mischung aus 7 (S)-und 7   (R)-Methoxyanthraeyclinonen   (VII) erhalten wird. Durch Behandlung der Verbindungen (VII) mit Trifluoressigsäure bei 5 bis 300C während 8 bis 20 h und anschlie- ssend mit Natriumbiearbonat während eines kurzen Zeitraumes werden Anthracyclinone der Formel (VIII') zusammen mit ihrem   7 (R)-Epimer   erhalten, die durch Kristallisation oder Chromatographie getrennt werden, wobei die reine Verbindung (VIII') (cis-7, 9-Dioldiastereoisomeres) erhalten wird.

   Das 7 (R)-Epimere der Formel   (VIIIIII)   (trans-7,9-Dioldiastereoisomeren) wird isoliert und eventuell mit der Verbindung (VII) zur Trifluoressigsäurebehandlung in den Zyklus rückgeführt. Auf ähnliche Weise kann aus der   (+)-Form   des Ketols (II) unter Anwendung des obigen Verfahrens die Verbindung   (VIII") (7R :   9R-Konfiguration) und deren 7(S)-Epimeres(VIII"") (7R: 9R-Konfiguration) erhalten werden. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren   umfasst das Kondensieren von 2,3, 6-Trideoxy-3-trifluor-acetamido-4- 
 EMI7.1 
 
826848re und Behandlung der erhaltenen 7-(4'-O-Trifluoracetyl-3'-trifluoracetamido-L-lyxopyranosyl)-Zwischenprodukte zunächst mit Methanol, um die entsprechenden N-Trifluoracetylderivate (X), (X'), (XI), (XI'), 
 EMI7.2 
 nen, um die gewünschten Endprodukte zu erhalten. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll. 



   Der Hinweis   aufDaunomycinone   bezieht sich auf Anthracyclinone, die die gleiche Konfiguration (7S : 9S) wie natürliches Daunomycinon besitzen, und der Hinweis auf 7, 9-bis-Epidaunomycinone Anthracyclinone mit 7R: 9R-Konfiguration. Die Produkte der Beispiele sind neue Verbindungen, mit Ausnahme von Anthracyclinon selbst. 



     Beispiel l :   a) Trennung von   1, 4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyl-tetralin  
13,8 g   l, 4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralinin50 mIAcetonitril   und 7, 4 g   (-) -1- Phenyläthylamin   wurden 5 min auf   80 C   erhitzt. Die Lösung wurde langsam auf Raumtemperatur abgekühlt und nach 3 h wur- 
 EMI7.3 
 14 ml 2N HCl enthielt, aufgenommen. Die Lösung wurde 10 min lang auf   500C   erhitzt, dann mit Wasser verdünnt und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden im Vakuum eingedampft und der   Rückstand   aus Chloroform-Äthyläther kristallisiert, wobei 4, 8 g (+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin erhalten 
 EMI7.4 
 
130 bis 132 C, [o !]"" = +50 , c = l in CHC1.

   Aus den Mutterlaugenmethylestermonochlorid zugesetzt und während 1 h 15 g    AICI   langsam unter konstantem Rühren bei Raumtemperatur zugegeben. Die Suspension wurde 3 h lang bei Raumtemperatur gehalten und dann auf Eis gegossen. Die Lösung wurde mit Chloroform extrahiert und die Extrakte mit Wasser und einer verdünnten   NaHCO-   Lösung gewaschen. Die Chloroformextrakte wurden im Vakuum eingedampft und der ölige Rückstand in 100 ml 60%igem Äthanol, das 8 g NaOH enthielt, aufgenommen. Die Lösung wurde 1 h lang bei 60 C gehalten, dann mit Wasser verdünnt und mit Chloroform extrahiert. Durch Eindampfen der Chloroformextrakte 
 EMI7.5 
 roform extrahiert.

   Durch Abdampfen der Lösungsmittel wurden 9 g eines öligen Rückstandes (III ;    B,     =R-R =H)   erhalten, der in 20 ml flüssiger HF gelöst wurde. Nach 3 h wurde die HF abgedampft und der Rückstand in Chloroform aufgenommen. Der Chloroformextrakt wurde mit Wasser und   2N NaOH   ge- 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 waschen und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde aus Äther kristallisiert, wobei 4,9 g 4-Demethoxy-7-desoxy-daunomycinondimethyläther (IV', R1=R2=R3=H, Fp. 142 bis   1440C, [a] = -330,   c = 1 in CHCl3) erhalten wurden. 
 EMI8.1 
 lenglykol und 0,3 g p-Toluolsulfonsäure, wurden 5 h lang in einer Dean-Stark-Apparatur am Rückfluss gehalten. Die Lösung wurde abgekühlt, 0, 5 ml Pyridin wurden zugesetzt und die Lösung mit Wasser gewaschen.

   Durch Abdampfen des Lösungsmittels wurde ein Rückstand erhalten, der aus Äther kristallisiert 
 EMI8.2 
 
RLösung wurde 10 min lang mit Hilfe einer 500 W-Wolframlampe am Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen wurde die Lösung im Vakuum eingedampft und der Rückstand in 200 ml Methanol aufgenommen und 5 h am Rückfluss erhitzt. Nach Abdampfen des Lösungsmittels wurde der Rückstand in 150 ml Dioxan, enthaltend 60 ml Wasser und 20 ml konzentrierte HCI, aufgenommen. Die Lösung wurde über Nacht auf Raumtemperatur gehalten und dann im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wurde in Chloroform aufgenommen, mit Wasser und %iger NaHCO3 gewaschen und im Vakuum wieder eingedampft, wobei 4, 8 g Rohmaterial (VI, Konfiguration 9S) als Mischung von 7 (S)-und 7 (R)-Epimeren erhalten wurde.

   Dieser Rückstand wurde in 400 ml Benzol gelöst. 8 g AlCl3 wurden zugesetzt und die Suspension 2 h lang bei    400C   gerührt. Die Lösung wurde abgekühlt, 1050 ml 3%ige Oxalsäure wurden zugesetzt und Chloroform zur vollständigen Lösung zugegeben. Die 
 EMI8.3 
   durch sorgfältige Chromatographie gewonnen werden, Fp. 155 bis 1570C, [&alpha;]D20=+145 , c=0,1 in Dioxan. d) 4-Demethoxy-daunomycinon (VIII', R1=R2=R3=H) D  
Eine Mischung von 7 (S)-und 7 (R)-Epimeren von 4-Demethoxy-7-desoxy-7-methoxydaunomycinon (VII, Konfiguration 9S,   R   1= =   =R =   H) (1,5 g), hergestellt wie unter c) beschrieben, wurde in 60 ml Trifluoressigsäure gelöst und über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen.

   Die Lösung wurde im Vakuum eingedampft, der Rückstand in 150 ml A ceton aufgenommen und 60    ml5%ige NaHCO wurden   zugesetzt. Die Lösung wurde 30 min bei Raumtemperatur stehengelassen, dann mit Wasser verdünnt und wiederholt mit Chloroform extrahiert. Bei Abdampfen des Lösungsmittels verblieb ein Rückstand, der auf Silikagel chromatographiert wurde.

   Bei Eluieren mit Chloroform wurden 0, 6 g 4-Demethoxy-daunomycinon (VIII', 
 EMI8.4 
   Fp. 185 7-desoxy-7-methoxy-daunomycinon beschrieben, wurde 4-Demethoxy-daunomycinon (VIII', Ri = R2 = R 3 = H)    in 48%iger Ausbeute erhalten. 
 EMI8.5 
 
H) und ss-(-)-Daunosaminyl-4-demethoxydaunomycinon (ss-4-Demethoxydaunomycin) (X', R =R2=R3=
R5=H)
Zu 1 g 4-Demethoxydaunomycinon (Beispiel ld) in 200 ml Benzol wurden 3 g 1, 2, 3,   6-Tetradeoxy-4-0-   -trifluoracetyl-3-trifluoracetamido-L-lyxo-hex-1-enpyranose und 30 mg p-Toluolsulfonsäure zugesetzt. Die Lösung wurde im Dunkeln 8 h lang am Rückfluss erhitzt. 0, 1 ml Pyridin wurde zugesetzt und die Lösung im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde in Chloroform aufgenommen und mit Wasser und 5%    BAHCO,   gewaschen.

   Das Lösungsmittel wurde im Vakuum abgedampft und der Rückstand in 350 ml Methanol gelöst und über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Nach Abdampfen des Lösungsmittels wurde der Rückstand auf 20 g Silikagel ehromatographiert, wobei zuerst mit Chloroform und dann mit Chloroform : Aceton (19:1) 
 EMI8.6 
 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 
 EMI9.1 
 wurden 2, 2 g 2,3,   6-Tridesoxy-3-trifluoracetamido-4-O-trifluoracetyl-&alpha;-L-lyxopyranosylchlorid,   2 g HgO,   0, 5   g HgBr2 und 15 g5A Molekularsiebe unter Rühren zugesetzt. Die Suspension wurde 24 h lang im Dunkeln gerührt, filtriert, im Vakuum eingeengt und der Rückstand in 350 ml Methanol gelöst und die Lösung über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen.

   Nach Abdampfen des Lösungsmittels wurde der Rückstand auf 20 g Silikagel chromatographiert, wobei zuerst mit Chloroform und dann mit Chloroform-Aeeton (19 : 1) eluiert wurde ; dabei wurden   0,55 g &alpha;-(-)-Daunosaminyl-4-demethoxydaunomycinon-N-trifluoracetat (X,   
 EMI9.2 
 = COCF)Dioxan) erhalten. b) Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von 7, 9-bis-Epidau- 
 EMI9.3 
 
R-6-hydroxy-6-acetyltetralin, wie im   Beispiel 4a)   beschrieben, wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten.

     b) 1-Methoxydaunomycin (X, Ri =R =H,R-R=OCH)  
Bei Durchführung des Verfahrens von Beispiel le), jedoch unter Verwendung von   1-Methoxydaunomyci-   
 EMI9.4 
 
Bei Durchführung des Verfahrens von Beispiel le), jedoch unter Verwendung von   1-Methoxy-7,   9-bisepidaunomycinon (s. a) wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 

 <Desc/Clms Page number 10> 

 



   Beispiel 7 : a) 4-Demethoxy-1,4-dimethyldaunomycinon (VIII', R1=H, R2=R3=CH3)
Durch Kondensation von 3, 6-Dimethylphthalsäuremonomethylestermonochlorid mit   (-) -1, 4-Dimethoxy-     - 6-hydroxy-6-acetyltetralin,   wie in den Beispielen 1b), c) und d) beschrieben, wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Auf analoge Weise, jedoch unter Verwendung von (+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin, wurde 
 EMI10.1 
 
4-dimethyl-7,hydroxy-6-acetyltetralin, wie in den Beispielen   lob),     c)   und d) beschrieben, wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Auf analoge Weise, jedoch unter Verwendung von(+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin, wurde 4-Demethoxy-1,4-dichlor-7,9-bis-epidaunomycinon (VIII",R1=H,R2=R3=Cl)erhalten. b) 4-Demethoxy-1, 4-dichlordaunomycin (X, R    =     =H,R-R   = Cl)
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von 4-Demethoxy-1,4-   dichlordaunomycinon (s. a),   wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Beispiel 10: 4-Demethoxy-1,4-dichlor-7,9-bis-epidaunomycin (XI, R1=R5=H, R2=R3=Cl)
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von 4-Demethoxy-1, 4dichlor-7,   9-bis-epidaunomycinon   (Beispiel 9a), wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Beispiel 11 : a) 4-Demethoxy-1,4-dibromdaunomycinon (VIII', R1=H, R2=R3=Br)
Durch Kondensation von 3, 6-Dibromphthalsäuremonomethylestermonochlorid mit   (-) -1, 4-Dimethoxy-6-     hydroxy-6-acetyltetralin,   wie in den Beispielen   lob),     c)   und d) beschrieben, wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Auf analoge Weise, jedoch unter Verwendung von (+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin, wurde   4-Demethoxy-1, 4-dibrom-7,9-bis-epidaunomycinon (VIII", R =H, R2=R3=Br) erhalten. b) 4-Demethoxy-1,4-dibromdaunomycin (X, R1=R5=H, R2=R3=Br)  
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von 4-Demethoxy-1,4dibromdaunomycinon (s. a), wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Beispiel 12 : 4-Demethoxy-1, 4-dibrom-7,   9-bis-epidaunomycin   (XI, R   =R =H,R -R =Br)  
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von 4-Demethoxy-1, 4dibrom-7, 9-bis-epidaunomycinon (Beispiel 11a), wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Beispiel 13 : a)   4-Demethoxy-2,3-dimethyldaunomycinon (VIII', R@=CH@, R@=R   =H) 
 EMI10.2 
 

 <Desc/Clms Page number 11> 

 halten. 



   Auf analoge Weise, jedoch unter Verwendung von (+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin, wurde 
 EMI11.1 
 



   RBeispiel 17 : a) 4-Demethoxy-2,3-dichlordaunomycinon (VIII', R1=Cl, R2=R3=H)
Durch Kondensation von 4,5-Dichlorphthalsäuremonomethylestermonochlorid mit   (-) -1, 4-Dimethoxy- 6-     - hydroxy-6-acetyltetralin,   beschrieben im Beispiel lb, wurde 4-Demethoxy-2, 3-dichlordaunomycinondime- 
 EMI11.2 
 mit Trifluoressigsäure, wie in den Beispielen le) und d) beschrieben,   4-Demethoxy-2, 3-dichlordaunomyci-   non (VIII', R1=Cl, R2=R3=H, Fp.138 bis 140 C, ergab. 
 EMI11.3 
    -1, 4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin,- dichlor-7,   9-bis-epidaunomycinon (Beispiel 17a), wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Beispiel 19 : a) 4-Demethoxy-2,3-dibromdaunomycinon (VIII', R1=Br, R2=R3=H)
Durch Kondensation von 4,5-Dibromphthalsäuremonomethylestermonochlorid mit (-)-1, 4-Dimethoxy-6-   - hydroxy-6-acetyltetralin,   beschrieben in den Beispielen 1b), c) und d), wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Auf analoge Weise, jedoch unter Verwendung von (+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin, wurde 4-Demethoxy-2,   3-dibrom-7,   9-bis-epi-daunomycinon   (VIII",R=Br,R=R =H)   erhalten. b) 4-Demethoxy-2, 3-dibromdaunomycin (X, R 1=Br, R2=R3=R5=H)
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von 4-Demethoxy-2,3dibromdaunomycinon (s. a), wurde die im Titel genannte Verbindung erhalten. 



   Beispiel20 :4-Demethoxy-2,3-dibrom-7,9-bis-epidaunomycin(XI,R1=Br,R2=R3=R5=H)
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel le), jedoch unter Verwendung von   4-Demethoxy-2,   3-   - dibrom-7,   9-bis-epidaunomycinon (Beispiel 19a) wurde 4-Demethoxy-2, 3-dibrom-7,9-bis-epidaunomycinhydrochlorid (XI, R   = Br, R, = R = R-H)   erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der allgemeinen Formeln EMI12.1 <Desc/Clms Page number 13> EMI13.1 worin a) R Wasserstoff bedeutet und R2 und R3 gleich sind und Wasserstoff, Methyl, Methoxy, Chlor oder Brom bedeuten, b) R2 und R3 beide Wasserstoff und R Methyl, Methoxy, Chlor oder Brom darstellen oder c) R1 und R33 beide Wasserstoff und R21 Methoxy bedeuten und R5 Wasserstoff oder COCF3 darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass ein optisch aktives Anthracyclinon der allgemeinen Formeln <Desc/Clms Page number 14> EMI14.1 worin R.R und R3 die oben angegebene Bedeutung haben, mit 2, 3, 6-Trideoxy-3-trifluoracetamido-4-O- -trifluoracetyl-&alpha;
    -L-lyxopyranosylchlorid oder mit 1,2,3,6-Tetradeoxy-4-O-trifluoracetyl-3-trifluoracetamido-L-lyxo-hex-1-enpyranose in einem wasserfreien Lösungsmittel, wie Benzol oder Nitromethan, und in Anwesenheit von p-Toluolsulfonsäure unter Bildung der geschützten Zwischenprodukte kondensiert wird, aus welchen durch Behandlung mit Methanol und nachfolgende Entfernung der Schutzgruppe am Zuckerrest mittels 0, 1N NaOH die gewünschten optisch aktiven Verbindungen der allgemeinen Formeln (X), (XI), (XII) und (XIII) zusammen mit ihren entsprechenden ss-Anomeren (X'), (XI'), (XII') und (XIII) erhalten werden.
AT193677A 1975-01-22 1977-03-21 Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven daunosaminylderivaten von anthracyclinonen AT343812B (de)

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AT193677A AT343812B (de) 1975-01-22 1977-03-21 Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven daunosaminylderivaten von anthracyclinonen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT395375B (de) * 1987-03-11 1992-12-10 Erba Carlo Spa Immunglobulinkonjugate, verfahren zu deren herstellung und anwendung sowie pharmazeutische mittel, die diese enthalten

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AT395375B (de) * 1987-03-11 1992-12-10 Erba Carlo Spa Immunglobulinkonjugate, verfahren zu deren herstellung und anwendung sowie pharmazeutische mittel, die diese enthalten

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ATA193677A (de) 1977-10-15

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