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Die Erfindung betrifft eine Abdichtung für ein aus vorgefertigten Teilen zusammenbaubares Becken für
Schwimm- oder Flüssigkeitslagerungszwecke mit einer wasserdichten Bodenabdeckung und mit in senkrechter
Richtung profilierten metallischen Wandteilen, deren obere und untere Randpartien von Halteprofilen umfasst sind und die an der Beckeninnenseite eine wasserdichte Abdeckung besitzen, wobei stützpfostenfrei zwischen
Halteprofilen aufstellbare Wandteile zum Becken hin offene, nach aussen vorspringende vertikale Hohlrippen von
U-förmigem Querschnitt aufweisen, deren Breite geringer als der Rippenabstand ist und wobei die Abdeckung an den zwischen den Hohlrippen verbleibenden Wandteilstegen anliegt.
Eine derartige Beckenausbildung hat den Vorteil, dass man ohne grossen technischen Aufwand und aus relativ dünnen Blechen (Blechstärken etwa zirka 1, 25 mm) Spundwände herstellen kann. Dabei ist es nicht notwendig, die Spundwände als geschlossene Sandwichplatten auszubilden. Man spart dadurch nicht nur Material, sondern auch die Montage des Beckens wird insgesamt erleichtert. Die Wandelemente können in bestimmten
Längen hergestellt werden und auf der Montagestelle mit Schrauben zusammengeschraubt werden. Die
Polyesterharzwand innen kann je nach Grösse, aber bereits bei grösseren Becken mit beispielsweise 15 m
Beckenlänge in einem Stück angeliefert werden, so dass lediglich ein Verbindungsstoss an einer Stelle entsteht.
Das bedeutet, dass die Polyesterharzwand praktisch aus einem Stück besteht. Sie braucht nicht aus mehreren Teilen zusammengeschraubt oder geklebt zu werden, wodurch viel Arbeit gespart und entscheidend das Risiko undichter Stellen gemindert wird.
Ein besonderes Problem bei einer derartigen Beckenausbildung besteht in der Abdichtung der Stossstellen der Abdeckungen, u. zw. an Stossstellen sowohl im Wand- als auch im Bodenbereich des Beckens und insbesondere zwischen den Wand- und den Bodenabdeckungen.
Ein Schwimmbecken nach der USA-Patentschrift Nr. 3, 015, 191 ist aus einer Vielzahl von in aufwendiger
Weise mittels Flanschen und Kröpfungen durch Schrauben verbundener Einzelteile gebildet, wobei vor dem
Zusammenschrauben in die abzudichtenden Bereiche Dichtungsmittel eingebracht werden muss. Eine ähnliche Ausbildung liegt auch bei einem Becken nach der Schweizer Patentschrift Nr. 438679 vor, das aus noch mehr Einzelteilen mit Stossstellen und Winkelanschlüssen gebildet ist, die alle mit kautschukartigen Massen abgedichtet werden müssen. Bei einem Schwimmbecken nach der USA-Patentschrift Nr. 3, 419, 918 ist ein in das Becken eingelegter Dichtungssack vorgesehen, der durch Versiegeln einer Seitenwandbahn mit einer Bodenhaut gebildet ist, wobei im Anschlusszwickel überlappungen der beteiligten Wand- und Bodenfolien und zusätzlicher Folienstreifen vorgesehen sind.
Für ein Becken der eingangs genannten Art sind diese Abdichtungsausbildungen nicht geeignet oder zu aufwendig, da solche Becken ja zunächst einschliesslich der Wand-und Bodenabdeckungen erstellt werden, um danach die vorhandenen Fugen abzudichten. Die zusätzliche Einbringung eines Dichtungssackes, der also immer entsprechende Folienzuschnitte und Verklebungen bzw. Verschweissungen verlangt, wäre eine zwar mögliche, aber in Hinsicht auf die spezielle Beckenausbildungsart eine völlig überflüssige Massnahme.
Der Erfindung liegt demgemäss die Aufgabe zugrunde, für das spezielle Becken der eingangs genannten Art eine nach der kompletten Beckenerstellung einschliesslich der Wand- und Bodenabdeckungsflächen in einfacher Weise anbringbare, wirksame und im Bedarfsfall leicht erneuerbare Abdichtung zu schaffen.
Diese Aufgabe ist mit einer Abdichtung für Becken der eingangs genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Stösse der Abdeckungen mit Profilleisten abgedeckt sind, welche gegen ein Widerlager, wie Zwickel des Halteprofils, Profilleiste od. dgl., gespannt sind.
Die erfindungsgemässe Abdichtung wird nachfolgend an Hand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser Darstellung zeigen Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen Beckenseitenwandabschnitt im Bereich des Bodenzwickels, Fig. 2 einen Schnitt durch einen Beckenbodenabschnitt, Fig. 3 einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Abdichtung, Fig. 4 einen Schnitt durch einen Beckenseitenwandabschnitt in anderer Ausführungsform als in Fig. 1, Fig. 5 einen Schnitt durch eine Eckabdichtung in anderer Ausführungsform, Fig. 6 einen Schnitt durch eine Bodenabdichtung, Fig. 7 einen Schnitt durch ein Klemmprofil für die Bodenabdichtung gemäss Fig. 6 und Fig. 8 einen Schnitt durch ein Klemmprofil für das Eckprofil gemäss Fig. 5.
Das Becken selbst ist nach Fig. 1 im wesentlichen aus den Wandteilen--l--mit einem bodenseitigen Halteprofil--3--in Verbindung mit einer relativ dünnen Kunststoffabdeckung, vorzugsweise aus
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bzw. dem Beckenboden--6--zugeordnet wird.
Diese derart ausgebildeten Wandelemente--l--haben eine gute statische Belastbarkeit. Die Wellen verlaufen vertikal und gestatten es, die Kunststoffbahn--4--relativ dünn ausbilden zu können, da diese zum grösseren Teil durch die Flächen der Wandelemente--l--abgestützt wird.
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Abdichtung des Beckens, die noch näher beschrieben wird, erfolgt. Nach Einstecken der Wandelemente können die im Halteprofil --3-- verbleibenden offenen Räume mit Bitumen ausgegossen werden.
Da aus Fertigungs-, Montage- und Transportgründen die wasserdichte Auskleidung des Beckens nur in Form
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von Bahnen oder Platten hergestellt wird, hängen die Boden- und Seitenwandverkleidungen nicht zusammen und werden deshalb in den Beckenzwickeln, am Beckenboden und gegebenenfalls in den Beckenecken in besonderer Weise zusammengehalten und müssen dort abgedichtet werden.
Gemäss Fig. 1 geschieht dies für den Bodenzwickel mit einer Profilleiste-19-, die mit Schrauben - -21-- festgekeilt wird, u. zw. unter Einschluss der betreffenden Randkanten der Abdeckungen-4, 5-, die gegen die Schenkel--12 und 17--gepresst werden.
Die Boden- und Eckzwickel des Beckens sind gemäss Fig. l, 2 beispielsweise wie folgt ausgebildet.
Die Randkanten der Abdeckungen --4-- werden in entsprechende Ausnehmungen-23eingeschoben und mit einem Klebestreifen --20-- wasserdicht verklebt. In diesem wasserdicht verklebten Zwickel wird auf dem Klebestreifen--20--aufliegend die Profilleiste --19-- eingesetzt und mit mehreren
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abgedichtet und verschlossen, wobei das Zwickelprofil mit einem Knotenblech abgestützt sein kann, das auch den Randkanten der Wandelemente --1-- Halt gibt.
Im gleichen Prinzip erfolgt auch die Abdeckung bzw. Abdichtung von Stössen der Abdeckungen-4, 5-- im Beckenwand- und Bodenbereich, wobei zwecks Verdeutlichung insbesondere auf die Bodenflächenstösse gemäss Fig. 2 Bezug genommen wird, da sich in der Regel die Abdeckungen --4-- immer so zuschneiden lassen werden, dass die Bahnenden in die bereits beschriebenen Zwickel zu liegen kommen.
In die tragfähige Isolierplatte --25-- ist eine Profilleiste --26-- eingesetzt, auf die die Randkanten der Bodenabdeckung-5--aufgelegt und mit einem Klebestreifen --20-- wasserdicht verklebt werden. Über
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bzw. erneuern lässt. Sollte sich ein Stoss im Wandbereich nicht vermeiden lassen, so lässt sich ohne weiteres eine entsprechende Anordnung treffen.
Die Anordnung von Klebestreifen--20--in Verbindung mit den Zwickel- bzw. Deckprofilen hat den Vorteil, dass einmal eine sichere Abdichtung gewährleistet ist, zum andern aber den, dass durch die Klebung die Montage nicht aufgehalten wird, da unmittelbar nach Anbringung der Klebestreifen die Zwickel- bzw.
Deckprofilleisten eingebracht werden, mit denen sich sogleich der notwendige Anpressdruck herstellen lässt.
Die Zwickel- und Stossabdichtung der Wand- und Bodenelemente lässt sich auch noch einfacher ausführen, was insbesondere für kleinere Becken in Frage kommt. Bei entsprechender Ausbildung des Halteprofils--3--, beispielsweise im Sinne der Fig. 3, können besondere Abdeckprofile entfallen. Im Prinzip hat das Halteprofil --3-- den gleichen Querschnitt wie das gemäss Fig. 1 mit dem Unterschied, dass hier ein konkave gewölbtes Profil-16--, das mit Nuten--23'-hinterschnitten ist, den Zwickel ausfüllt und mit dem Halteprofil --3-- einen Teil bildet.
Der Klebestreifen--34--ist mit der Hohlkehlenfläche nicht verklebt, sondern nur mit ausreichend breiten Rändern --35-- mit den benachbarten Bereichen der Wand- und Bodenabdeckungen --4, 5--, u. zw. aus folgendem Grund : Obgleich Aluminium und Kunststoff etwa gleiches Dehnungsverhalten zeigen, muss trotzdem mit gewissen Verschiebungen der einzelnen Bauteile gerechnet werden, die aber, da das Klebeband in seinem mittleren Bereich nicht durch Verklebung mit der Hohlkehlenfläche festliegt, von diesen aufgenommen werden können, ohne dass es reisst.
Gleiches gilt auch für die senkrechten Eckzwickel, in denen einfach ein Hohlkehlenprofil --36-- gemäss Fig.5 steckt, wobei ebenfalls der Klebestreifen --34-- nur mit seinen Rändern --33-- an den benachbarten Bereichen der Abdeckungen--4--verklebt ist. Das Profil - wird selbst mit mehreren Schrauben --37-- an der hier nicht dargestellten Eckabstützung verschraubt.
Selbstverständlich steht bei Bedarf nichts entgegen, diese Zwickelprofile mit entsprechend geformten Klemmprofilen-38-a. us Edelstahl gemäss Fig. 8 zu versehen, über deren Falzkanten-39--
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erfolgen, wobei dieses durch einen Klebestreifen--34--abgedeckt wird, dessen Ränder --35-- wieder lediglich mit den Bodenabdeckungen--5--verklebt werden. Auch diese Profile können gegebenenfalls mit einem Klemmprofil --42-- mit Falzrändern --43-- versehen werden (Fig. 7), über die dann ein Kunststoffprofil im Sinne der Fig. 2 gezogen wird.
Geeignete Klebebänder für die hier vorgesehene Abdichtung, die wasserbeständig, elastisch und ausreichend fest sind, stehen heute ohne weiteres im Handel zur Verfügung.
Die Ausführungsform des Beckens nach Fig. 4 entspricht im wesentlichen der, wie sie zu Fig. 1 beschrieben wurde.
Unterschiede bestehen hinsichtlich der Ausbildung der Profilabdeckleisten und deren Abdichtung. Wie sich gezeigt hat, ist diese Ausführungsform besonders vorteilhaft.
Die Zwickel-und Bodenprofilleisten-44, 45-bestehen ebenfalls aus Kunststoff, beispielsweise PVC
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--46-- in--47--, wie Silikon-Kautschuk, eingebracht werden kann. Die Verwendung von den oben beschriebenen Klebestreifen--20 bzw. 34--kann dann natürlich entfallen. Dieser Silikon-Kautschuk härtet innerhalb kurzer Zeit aus, bleibt aber elastisch und hat dadurch eine grosse Scherfestigkeit, so dass unvermeidbare Bewegungen der beteiligten Bauelemente ohne weiteres von der Dichtungsmasse aufgenommen werden, ohne dass sich dadurch Undichtigkeiten ergeben können. Die gleiche Ausbildung wird auch für die senkrecht verlaufenden Beckenzwickel und Stosskanten der Kunststoffabdeckungen --4- vorgesehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abdichtung für ein aus vorgefertigten Teilen zusammenbaubares Becken für Schwimm- oder Flüssigkeitslagerungszwecke mit einer wasserdichten Bodenabdeckung und mit in senkrechter Richtung profilierten metallischen Wandteilen, deren obere und untere Randpartien von Halteprofilen umfasst sind und die an der Beckeninnenseite eine wasserdichte Abdeckung besitzen, wobei stützpfostenfrei zwischen Halteprofilen aufstellbare Wandteile zum Becken hin offene, nach aussen vorspringende vertikale Hohlrippen von U-förmigem Querschnitt aufweisen, deren Breite geringer als der Rippenabstand ist, und wobei die Abdeckung an den
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Stösse der Abdeckungen (4,5) mit Profilleisten (19,27, 36,41) abgedeckt sind, welche gegen ein Widerlager, wie Zwickel des Halteprofils (3), Profilleiste (26) od. dgl. gespannt sind.
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