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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum dichten Verbinden eines Rohres mit einem rohrförmigen
Verbindungsstück, bei dem das Rohrende teleskopartig in das Verbindungsstück eingeschoben und sodann in einem Ringteil durch Ausnutzung des Explosionsdruckes von gezündetem Sprengstoff mit dem Verbindungsstück verbunden wird.
Bei einem aus der DDR-Patentschrift Nr. 66054 bekannten Verfahren dieser Gattung wird auf die ineinandergeschobenen Enden der zu verbindenden Rohre, von denen eines am Ende muffenartig aufgeweitet sein oder grösseren Durchmesser haben kann, ein ringförmiger Gegenhalter aufgeschoben, und sodann wird in das
Rohrinnere ein pfropfenartiger Körper bis in den Bereich der ineinandergeschobenen Rohrenden vorgeschoben, worauf eine in einer mittleren Vertiefung des pfropfenartigen Körpers enthaltene Sprengladung zum Zünden gebracht wird. Durch den Explosionsdruck wird das innenliegende der ineinandergeschobenen Rohrenden aufgeweitet und dadurch fest mit dem aussenliegenden Rohrende verbunden. Dieses Verbindungsverfahren ist allerdings nur anwendbar, wenn der Innenraum der zu verbindenden Rohre zugänglich ist.
Die Erfindung befasst sich mit der Aufgabe, ein Verfahren der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, das auch dann anwendbar ist, wenn der Innenraum der zu verbindenden Rohre nicht zugänglich ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein Verbindungsstück verwendet wird, das einen Abschnitt mit verringertem Aussendurchmesser aufweist, wobei das Rohrende in den Abschnitt grösseren Aussendurchmessers eingeschoben wird und auf dem Abschnitt mit verringertem Aussendurchmesser ein ringförmiges Gesenk angeordnet wird, das samt den ineinandergeschobenen Rohrteilen von dem als rohrförmiges Gehäuse ausgebildeten Ringteil umschlossen wird, worauf die Sprengladung innerhalb eines von der Gehäusewandung und vom rohrförmigen Verbindungsstück begrenzten Raumes gezündet wird,
so dass das in diesem Raum angeordnete ringförmige Gesenk unter dem Explosionsdruck in axialer Richtung über den Abschnitt grösseren Durchmessers des rohrförmigen Verbindungsstück getrieben wird, wobei dieser Abschnitt unter Abdichtung gegen Flüssigkeitsdurchtritt rings um das Rohrende von aussen her gegen dieses gedrückt wird.
Es sei erwähnt, dass es aus der brit. Patentschrift Nr. 1, 034, 780 bereits bekannt ist, eine elektrische Verbindung einer Hülse mit einem Leitungsdraht innerhalb eines rohrförmigen Gehäuses, das um den Leitungsdraht herumgelegt wird, dadurch herzustellen, dass ein ringförmiges Gesenk axial im Gehäuse durch eine gezündete Sprengladung bewegt wird. Die Übertragung dieses Prinzips auf die Verbindung von Rohren ergibt den besonderen Vorteil, dass beliebig lange Rohre an einer Stossstelle miteinander verbunden werden können, ohne dass das Rohrinnere zugänglich sein muss.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können auch zwei Rohre mittels eines rohrförmigen Verbindungsstückes miteinander verbunden werden. Zu diesem Zweck wird ein rohrförmiges Verbindungsstück verwendet, das im mittleren Abschnitt verringerten Aussendurchmesser hat, wobei in beide Endabschnitte mit dem grossen Aussendurchmesser Rohrenden eingeschoben werden und auf dem mittleren Abschnitt zwei ringförmige Gesenke angeordnet werden, zwischen denen die Sprengladung zur Zündung gebracht wird, so dass beide Rohrenden in an sich bekannter Weise gleichzeitig mit dem Verbindungsstück verbunden werden.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen an dieser letzterwähnten Ausführungsform näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des beim erfindungsgemässen Verfahren verwendeten Gehäuses ; Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein rohrförmiges Verbindungsstück, in das die Enden zweier Rohre eingesetzt sind, im Zusammenbau mit einem Gehäuse, Gesenken und einer Sprengladung vor der Zündung ; Fig. 3 einen Längsschnitt durch die erzielte Rohrverbindung und Fig. 4 einen ähnlichen Schnitt wie Fig. 3 bei einer geringfügig abgewandelten Ausführungsform.
Zweckmässig besteht das in Fig. 1 gezeigte Gehäuse--l--aus Stahl und weist zwei ähnlich ausgebildete halbzylindrische Teile--2, 3--auf, die an jedem Ende nach innen gerichtete halbringförmige Flansche --4, 5--tragen. Jeder der Teile--2 und 3--ist entlang jeder Seite einstückig mit zwei Hülsen--6, 7-- ausgebildet. Die Hülsen --6-- entlang der einen Seite sind in bezug auf die Hülsen--7--entlang der andern Seite in Längsrichtung des Gehäuses versetzt angeordnet, so dass die beiden Teile--2 und 3--
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--6-- jedesgeschwenkt werden können.
Die Hülsen-6 und 7-an den andern Seiten der Gehäuseteile sind mit konischen Bohrungen versehen, die einen Konusstift--9--aufnehmen, um die Teile--2 und 3--im geschlossenen Zustand lösbar miteinander zu verriegeln.
Der in Fig. 2 gezeigte Zusammenbau lässt das Gehäuse-l-nach Fig. l erkennen, das um ein rohrförmiges Verbindungsstück-10-herum geschlossen ist, das Rohrenden-11, 12-aufnimmt, welche in gegenüberliegenden Enden des Gehäuses-l-eingeschoben sind.
Das Verbindungsstück-10-hat Endabschnitte --13-- von grösserem Aussendurchmesser und einen mittleren Abschnitt --14-- von
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5-der Gehäuseteile-2 und 3-gebildeteöffnungen --15-- umfassen die Rohrenden--11, 12-und sind von den Enden des Verbindungsstückes --10-- durch Dichtungsringe --16-- im Abstand gehalten, die zweckmässig zur Vereinfachung der Montage
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an den Rohrenden als Spaltringe ausgebildet sind und aus elastischem Kunststoff bestehen können, z.
B. aus Polyäthylen.
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Verbindungsstückes-10-sind--14-- angeordnet werden können ; sie bilden zylindrische Aussenflächen, die mit enger Passung in dem vom Gehäuse--l--gebildeten rohrförmigen Durchgang--18--sitzen. Die einander abgekehrten Stirnkanten der Gesenke --17-- sind innen abgerundet und greifen an den Einschnürungsstellen des Abschnittes --14-- an.
Die Gesenke-17-können aus Metall oder einem starren Kunststoff bestehen, z. B. aus Polycarbonatharz, mazeriertem Phenolharz oder einem glasfaserverstärkten Polycarbonatharz.
Der Raum zwischen den Gesenken--17--im Gehäuse--l--und um den eingeschnürten Abschnitt --14-- herum begrenzt eine Verbrennungskammer und enthält eine ringförmige Sprengladung--20--, die zwischen den Gesenken--17--benachbarten Dichtungsringen--21--angeordnet ist. Zur Vereinfachung der Montage sind die Dichtungsringe zweckmässig Spaltringe und können aus Polyäthylen bestehen oder aus irgendeinem andern Material, das geeignet ist, das Austreten der Verbrennungsgase an den Gesenken--17vorbei zu begrenzen. Die Sprengladung --20-- kann aus gepresstem Kunststoffsprengstoff oder zum Zweck der leichteren Montage aus einer in Segmente unterteilten gepressten Sprengladung oder aus einer abgepackten körnigen Sprengladung bestehen.
Durch ein im Gehäuse vorgesehenes kleines Loch ist ein Zünddraht zur Sprengladung-20-geführt, der ausserhalb des Gehäuses-l-mit einem elektrischen Zündkreis --23-verbunden ist.
Vor dem Verbindungsvorgang sind die Rohrenden--11, 12--in die gegenüberliegenden Enden des Verbindungsstückes --10-- teleskopartig eingeschoben und liegen auf jeder Seite an der Einschnürungsstelle desselben an. Die Dichtungsringe --16, 21--, die ringförmigen Gesenke --17-- und die Sprengladung - sind um das Verbindungsstück-10-herum angeordnet, und das Gehäuse --1-- ist um die Gesamtanordnung herum geschlossen, wie Fig. 2 zeigt. Der Konusstift-9-befindet sich in den Konusbohrungen der Hülsen--6 und 7--und hält das Gehäuse geschlossen.
Die Zündung der Sprengladung --20-- bewirkt, dass die Gesenke--17--in dem sie einschliessenden Durchgang--IS-- auseinandergedrückt werden und so die mit grösserem Aussendurchmesser ausgebildeten Endabschnitte--13-des Verbindungsstückes --10-- in flüssigkeitsdichte Anlage an den Rohrenden --11,12-- drücken. Die Flansche--4 und 5--des Gehäuses--l--bilden Anschläge, welche die Auseinanderbewegung der Gesenke
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-17-- begrenzen,- -16, 21--, die Gesenke --17-- und alle Verbrennungsprodukte, und so ergibt sich die in Fig. 3 gezeigte Verbindung, welche das rohrförmige Verbindungsstück-10-und die durch dieses miteinander verbundenen Rohrenden--11, 12--aufweist.
Zweckmässig entspricht die Innenbohrung des eingeschnürten mittleren Abschnittes des Verbindungsstückes - weitgehend derjenigen der Rohrenden-11 und 12--. In der abgewandelten Ausführungsform von Fig. 4 ist in der Einschnürung des Verbindungsstückes-10--ein Hülsenfutter--24--vorgesehen, um dieses dient zur Verstärkung dieses Teiles des Verbindungsstückes gegen die Kraft der Explosion.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum dichten Verbinden eines Rohres mit einem rohrförmigen Verbindungsstück, bei dem das Rohrende teleskopartig in das Verbindungsstück eingeschoben und sodann in einem Ringteil durch Ausnutzung des Explosionsdruckes von gezündetem Sprengstoff mit dem Verbindungsstück verbunden wird,
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verringertem Aussendurchmesser aufweist, wobei das Rohrende in den Abschnitt grösseren Aussendurchmessers eingeschoben wird und auf dem Abschnitt mit verringertem Aussendurchmesser ein ringförmiges Gesenk angeordnet wird, das samt den ineinandergeschobenen Rohrteilen von dem als rohrförmiges Gehäuse ausgebildeten Ringteil umschlossen wird, worauf die Sprengladung innerhalb eines von der Gehäusewandung und vom rohrförmigen Verbindungsstück begrenzten Raumes gezündet wird,
so dass das in diesem Raum angeordnete ringförmige Gesenk unter dem Explosionsdruck in axialer Richtung über den Abschnitt grösseren Durchmessers des rohrförmigen Verbindungsstückes getrieben wird, wobei dieser Abschnitt unter Abdichtung gegen Flüssigkeitsdurchtritt rings um das Rohrende von aussen her gegen dieses gedrückt wird.
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