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Vorrichtung zum Wenden von Zigarrenwickeln
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Wenden von Zigarrenwickeln, die in einer aus unteren Formen und damit zusammenwirkenden oberen Formen bestehenden Pressvorrichtung in die erwünschte Form gepresst werden. Es ist bekannt, eine derartige Vorrichtung mit zwei Nadeln auszubilden, welche in einer gemeinsamen, zu den Achsen der Presshohlräume der Formen parallelen Linie liegen und sowohl axial aufeinander zu bzw. voneinander weg als auch inQuerrichtung durch Wellen bewegbar sind, in deren Achse die Nadeln angeordnet sind. Diese Nadeln werden in einen sich in einer unteren Form befindlichen Zigarrenwickelgesteckt, danach wird dieser Wickel in Querrichtung aus der unteren Form gehoben, worauf der Wickel um einen bestimmten Winkel um seine Achse gewendet und dann in eine untere Form zurückgelegt wird.
Schliesslich werden die Nadeln wieder aus dem Wickel herausgezogen.
Eine solche Wendevorrichtung ist aus der niederländischen Patentschrift Nr. 98055 bekanntgeworden.
Bei dieser Konstruktion ist jede Nadel an einem axial verschiebbaren Stab befestigt, der gegen Drehung gesichert in einer am freien Ende eines 1800 um eine parallele Welle schwenkbaren Armes befestigten Büchse angeordnet ist. Bei dieser Vorrichtung liegen die Stelle, an welcher der Wickel aus einer unseren Form gehoben wird, und die Stelle, an welcher dieser Wickel wieder in eine untere Form zurückgelegt wird, ziemlich weit auseinander. Ausserdem wird durch die Schwenkung des Armes der Wickel um einen Winkel von 1800 um seine Achse gedreht. Will man einen Wickel um einen andern Winkel drehen, so muss man ihm mit Hilfe der Wand von mindestens einer der beiden Formen, in der der Wickel sich befand bzw. in die er zurückgelegt wird, eine zusätzliche Drehung geben.
Diese zusätzliche Drehung wird aber nur manchmal, also nur unzuverlässig, erhalten und ist stark davon abhängig, ob der Wickel in der Pressform durch die Trocknung mehr oder weniger geschrumpft ist.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, durch welche die oben beschriebenen Nachteile vermieden werden und mit welcher ein Wickel gegebenenfalls in dieselbe untere Form zurückgelegt werden kann. Ferner soll der Winkel, um welchen der Wickel während des Wendevorganges gedreht wird, leicht eingestellt werden können. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass die Wellen mit den Nadeln drehbar angeordnet sind und je ein Klinkenrad tragen und dass in der Bahn jedes Klinkenrades mindestens eine vorspringende, durch eine Feder in einer gegebenenfalls einstellbaren Lage gegen einen Anschlag gedrückte oder gezogene Klinke angeordnet ist, mit der das Klinkenrad, ausschliesslich während der Querbewegung seiner Welle in Zusammenwirkung gebracht und durch die das Klinkenrad während dieser Querbewegung um einen bestimmten Winkel gedreht'wird.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kann die Anordnung so getroffen sein, dass für jedes Klinkenrad zwei federnde Klinken angeordnet sind, von denen die eine während der hingehenden und die andere während der rückgehendenQuerbewegung der je eine Nadel um ein Klinkenrad tragenden Wellen mit dem betreffenden Klinkenrad zusammenarbeitet. Auf diese Weise kann der Winkel, um welchen der Wickel durch das Zusammenwirken von Klinkenrad und Klinke bzw. Klinken gedreht wird, beliebig eingestellt werden, wobei lediglich der Abstand, um welchen die Klinke bzw. die Klinken in die Bahn des Klinkenrades eingreifen und solcherart mit dem Klinkenrad zwecks Verdrehung desselben zusammenwirken, einstellbar gemacht werden muss.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Fig. 1
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zeigt eine Draufsicht der zum Verständnis der Erfindung wichtigen Teile einer mit einer Pressvorrichtung zusammenarbeitenden Wendevorrichtung entsprechend der Erfindung und Fig. 2 eine Vorderansicht dieser Wendevorrichtung.
Mit 1 sind mehrere auf schrittweise bewegten Ketten 2 angeordnete untere Formen einer Pressvorrichtung für Zigarrenwickel angedeutet, welche untere Formen mit oberen Formen, die nicht gezeichnet sind, zusammenarbeiten. In jeder dieser unteren Formen befindet sich ein Zigarrenwickel 3, der gewendet werden muss, nachdem er eine bestimmte Zeit in der Pressvorrichtung verbracht hat. Dazu wird, nachdem die obere Form von der unterenForm 1 entferntworden ist, der Wickel durch zwei axial in den Wickel gesteckte Nadeln 4 ergriffen, die je am Ende einer Welle 5 befestigt sind, die axial verschiebbar und drehbar in einer Büchse 6 gelagert ist und ein Klinkenrad 7 trägt. Die Büchse ist im Ausführungsbeispiel am freien Ende eines um eine Welle 8 schwenkbaren Armes 9 befestigt.
Dieser Arm wird um einen ziemlich kleinen festen Winkel a mit Hilfe eines auf der Welle 8 angeordneten Armes 10 hin-und hergeschwenkt, mit dem eine hin-und herbewegliche Zugstange 11 verbunden ist. Die Bewegung der Nadeln
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einer Rolle 15 zusammen, die auf einem an der Welle 5 befestigten Querzapfen 16 sitzt.
Muss ein Wickel gewendet werden, so wird jede Nadel 4 zuerst mit Hilfe des Mitnehmers 14b axial in den Wickel gedrückt. Danach wird der Arm 9 um die Welle 8 verschwenkt. Dadurch wird die Welle 5 mit der Nadel 4 in Querrichtung bewegt und der Wickel aus der unteren Form 1 gehoben. In der Bahn des Klinkenrades sind nun zwei Klinken 17, 18 angeordnet, die durch eine Feder 20 in die Bahn des Klinkenrades gezogen werden, u. zw. über einen Abstand, der durch die Elnstellschrauben21, 22 eingestelltwer- den kann. Bewegt sich das Klinkenrad 7 nach oben, so greift die Klinke 17 hinter einen Zahn des Rades, und es werden bei der weiteren Aufwärtsbewegung des Wickels das Klinkenrad 7, die Welle 5, die Nadel 4 und der Wickel 3 um einen bestimmten Winkel gedreht.
Dieser Winkel hängt von einer Einstellung der Einstellschraube 21, d. h. vom Abstand, über den die Klinke in die Bahn des Klinkenrades 7 hineinragt, ab. Während der Abwärtsbewegung des Klinkenrades 7 tritt die Klinke 18 in Wirkung, und es wird der Wickel nochmals um einen von der Einstellung der Einstellschraube 22 abhängigen Winkel gedreht. Will man den Wickel um einen Winkel von 90 drehen, so braucht das Klinkenrad 7 sowohl während der Aufwärtsbewegung als auch während der Abwärtsbewegung nur um einen Winkel von je 450 gedreht zu werden. Dazu ist nur ein ziemlich kleiner Hub des Armes 9 erforderlich.
Es ist nicht nötig, dass jedes Klinkenrad 7 mit zwei Klinken zusammenarbeitet. Die Verwendung von zwei Klinken ermöglicht es aber, den Abstand, um den der Wickel für seine Wendung bewegt werden muss, ziemlich klein zu halten. Man könnte auch eine einzige Klinke mit mehreren Zähnen verwenden, um dadurch den Winkel, um den der Wickel verdreht werden muss, zu vergrössern. Weiter brauchen die Nadeln nicht an schwenkbaren Armen befestigt zu sein ; sie können auch an gradlinig sich hin-und herbewegenden Blöcken oder andern Organen angeordnet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Wenden von Zigarrenwickeln, die in einer aus unteren Formen und damit zusammenwirkenden oberen Formen bestehenden Pressvorrichtung in die erwünschte Form gepresst werden, mit zwei in einer gemeinsamen, zu den Achsen der Presshohlräume der Formen parallelen Linie liegenden, sowohl axial aufeinander zu und voneinander weg als auch in Querrichtung beweglichen Wellen mit in derenAchse angeordneten Nadeln, die in einen sich in einer unteren Form befindenden Wickel gesteckt werden, danach diesenWickel in Querrichtung aus dieser unteren Form heben, darauf den Wickel um einen bestimmten Winkel um seine Achse wenden, dann in eine untere Form zurücklegen und schliesslich wieder aus dem Wickel gezogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (5) mit denNadeln (4)
drehbar ange- ordnet sind und je ein Klinkenrad (7) tragen und dass in der Bahn jedes Klinkenrades mindestens eine vorspringende, durch eine Feder (20) in einer gegebenenfalls einstellbaren Lage gegen einen Anschlag gedrückte oder gezogene Klinke (17 bzw. 18) angeordnet ist, mit der dasKlinkenrad (7) ausschliesslich während derQuerbewegung seiner Welle (5) inZusammenwirkung gebracht und durch die das Klinkenrad (7) während dieser Querbewegung um einen bestimmten Winkel gedreht wird.