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AT238160B - Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amino-benzylaminen und deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amino-benzylaminen und deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren

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Publication number
AT238160B
AT238160B AT917663A AT917663A AT238160B AT 238160 B AT238160 B AT 238160B AT 917663 A AT917663 A AT 917663A AT 917663 A AT917663 A AT 917663A AT 238160 B AT238160 B AT 238160B
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AT
Austria
Prior art keywords
sep
dihalo
addition salts
acid addition
new
Prior art date
Application number
AT917663A
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English (en)
Original Assignee
Thomae Gmbh Dr K
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Thomae Gmbh Dr K filed Critical Thomae Gmbh Dr K
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Publication of AT238160B publication Critical patent/AT238160B/de

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  • Hydrogenated Pyridines (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen   Dihalogen-ainino-benzylaminen   und deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amino-benzylaminen der Formel 
 EMI1.1 
 sowie von deren Säureadditionssalzen mit physiologisch verträglichen anorganischen oder organischen Säuren. 



   In der obigen Formel I bedeuten Hal ein Chlor- oder Bromatom, R Wasserstoff, geradkettige oder verzweigte niedere Alkyl-,   Alkenyl-oder Alkinylreste,   Cycloalkyl-,   Aralkyl-oder Arylreste, R'gerad-   kettige oder verzweigte niedere Alkyl-,   Alkenyl-oder Alkinylreste,   Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Aryl-   reste; R und R' können   auch zusammen mit dem Stickstoffatom einen gegebenenfalls durch niedere Alkylreste substituierten Pyrrolidin-, Piperidin- oder Camphidinring bedeuten. 



   Erfindungsgemäss erfolgt die Herstellung der neuen Verbindungen nach für die Synthese halogenierter Amino-benzylamine an sich bekannten Verfahren. Im vorliegenden Falle geschieht dies durch Reduktion von Dihalogen-nitro-benzylaminen der Formel 
 EMI1.2 
 in der   Hal,   R und R'die eingangs erwähnte Bedeutung besitzen.

   Die Reaktion wird nach an sich bekannten Verfahren ausgeführt, vorzugsweise durch katalytische Reduktion, beispielsweise mit Wasserstoff in Gegenwart eines Edelmetallkatalysators wie Platin oder Palladium, zweckmässig in einem Lösungsmittel wie Methanol, Äthanol, Tetrahydrofuran oder Dioxan ; durch Reduktion mit   Hydrazinhydrat/Raneynickel,   vorteilhaft in einem Lösungsmittel wie Methanol, oder durch Reduktion mit naszierendem Wasserstoff, der beispielsweise aus Eisen, Zink oder Zinn und einer Mineralsäure gebildet wird. Die Reduktion kann 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 aber auch nach allen andern für die   Überführung   aromatischer Nitroverbindungen in aromatische Aminoverbindungen bekannten Verfahren durchgeführt werden. 



   Falls nach obigem Verfahren Verbindungen erhalten werden, in denen R Wasserstoff bedeutet, können diese gegebenenfalls nachträglich in Verbindungen überführt werden, in denen R eine der andern eingangs erwähnten Bedeutungen, mit Ausnahme eines Arylrestes, besitzt. Diese Umsetzung erfolgt ebenfalls nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise mittels der entsprechenden Alkyl-, Cycloalkyloder Aralkylhalogenide   oder-Sulfosäureester ; falls   ein Methylrest eingeführt werden soll, kann dies ebenfalls auf bekannte Weise mittels Ameisensäure und Formaldehyd erfolgen. 



   Die bei dem erfindungsgemässen Verfahren als Ausgangsstoffe verwendeten Verbindungen der Formel II sind aus der Literatur bekannt oder können nach literaturbekannten Verfahren hergestellt werden. 



  So lassen sich die Dihalogen-nitro-benzylamine der Formel II durch Bromierung der bekannten 2-bzw.   4-Nitro-3, 5-dihalogen-toluole   mit Bromsuccinimid und anschliessende Umsetzung der gebildeten Nitrodihalogenbenzylbromide mit dem entsprechenden sekundären Amin erhalten. 



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen können mit physiologisch verträglichen anorganischen oder organischen Säuren auf bekannte Weise in ihre Säureadditionssalze überführt werden, beispielsweise durch Umsetzung einer alkoholischen Lösung der betreffenden Säure mit äquimolaren Mengen der entsprechenden Base. Als Säuren haben sich beispielsweise Salzsäure,   Bromwasserstoffsäure,   Schwefelsäure, Phosphorsäure, Milchsäure, Citronensäure, Weinsäure, Maleinsäure usw. als geeignet erwiesen. Die Säureadditionssalze sind wasserlöslich ; praktische Verwendung finden vor allem die Salze mit einem Äquivalent der betreffenden Säure. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen weisen wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf, insbesondere weisen sie eine ausgezeichnete sekretolytische Wirksamkeit bei äusserst geringer Toxizität auf, ausserdem sind sie hustenstillend, monoaminooxydasehemmend und antipyretisch wirksam. 



   Die nachstehenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. Alle Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 
 EMI2.1 
    l : N-Zers.)   werden in 100 ml Methanol gelöst und mit 100 mg   PtO   versetzt. In diese Lösung wird unter Schütteln Wasserstoff eingeleitet.   Nach Aufnahme von 3 Mol Wasserstoff wird vom Katalysator abfiltriert und   das Filtrat zur Trockne eingeengt. Nach dem Umkristallisieren aus Äthanol liegt der Schmelzpunkt bei   234 - 235, 50 (Zers.).    



   Auf die gleiche Weise wurden unter anderem folgende Verbindungen erhalten : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> N- <SEP> (2-Amino-3, <SEP> 5-dibrombenzyl)-diäthylamin-hydrochlorid <SEP> F. <SEP> 214 <SEP> - <SEP> 214, <SEP> 50 <SEP> 
<tb> N- <SEP> (4-Amino-3, <SEP> 5-dibrom-benzyl)-diäthylamin-hydrobromid <SEP> F. <SEP> 2180 <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> N-(2-Amino-3,5-dibrom-benzyl)-diisobutylamin-hydrobromid <SEP> F. <SEP> 165 <SEP> - <SEP> 1670 <SEP> 
<tb> N-(2-Amino-3,5-dibrom-benzyl)-diallylamin-hydrochlorid <SEP> F. <SEP> 109 <SEP> - <SEP> 1130 <SEP> 
<tb> N- <SEP> (4-Amino-3, <SEP> 5-dibrom-benzyl)-diallylamin-hydrocMorid <SEP> F. <SEP> 191 <SEP> - <SEP> 1950 <SEP> 
<tb> N- <SEP> (4-Amino-3, <SEP> 5-dibNm-benzyl)-N-methyl-benzylaimn-hydrobromid <SEP> F. <SEP> 202-206 
<tb> N- <SEP> (2-Amino-3, <SEP> 5-dibrom-benzyl)-pyrrolidin-hydrochlorid <SEP> F.

   <SEP> 219-220  <SEP> 
<tb> N- <SEP> (2-Amino-3, <SEP> 5-dibroni-benzyl)-piperidin-hydrochlorid <SEP> F. <SEP> 244-245 
<tb> N-(2-Amino-3,5-dichlor-benzyl)-piperidin-hydrochlorid <SEP> F. <SEP> 234 <SEP> - <SEP> 235 <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> N- <SEP> (4-Aniino-3, <SEP> 5-dichlor-benzyl)-N-methyl-cyclohexylamin <SEP> F. <SEP> 62 <SEP> - <SEP> 640 <SEP> 
<tb> N- <SEP> (2-Amino-3, <SEP> 5-dibiom-benzyl)-isobutylamm-hydrochlorid <SEP> F. <SEP> 211 <SEP> - <SEP> 2130 <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> N-(4-Amino-3,5-dibrom-benzyl)-cyclohexylamin-hydrochlorid <SEP> F. <SEP> 259-2620 <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 
 fend mit Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformphasen werden mit Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingeengt. Die Base wird in 25 ml Äthanol gelöst und mit 2 ml konz. Bromwasserstoffsäure versetzt, wobei das Hydrobromid auskristallisiert.

   Nach Umkristallisation aus Äthanol liegt der Schmelzpunkt bei 218, 5-219  (Zers.).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amine-benzylaminen der Formel : EMI3.1 in der Hal Chlor- oder Bromatome, R Wasserstoff, einen geradkettigen oder verzweigten niederen Alkyl-, Alkenyl-oder Alkinylrest bzw. einen Cycloalkyl-, Aralkyl-oder Arylrest, RI einen geradkettigen oder verzweigten niederen Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylrest bzw. einen Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest EMI3.2 organischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass Dihalogen-nitrobenzylamine der For- mel :
    EMI3.3 in der Hal, R und R'die oben erwähnte Bedeutung besitzen, reduziert werden, worauf, falls R in den erhaltenen Benzylaminen Wasserstoff ist, dieser gegebenenfalls durch einen der andern angeführten Reste, mit Ausnahme eines Arylrestes, ersetzt wird und/oder die erhaltenen Basen in ihre Säureadditionssalze überführt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dihalogen-nitro-benzylamin der Formel II eingesetzt wird, in welcher R und R'je einen geradkettigen oder verzweigten niederen Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeuten.
AT917663A 1961-11-20 1962-11-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amino-benzylaminen und deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren AT238160B (de)

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AT917663A AT238160B (de) 1961-11-20 1962-11-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amino-benzylaminen und deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren

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