[go: up one dir, main page]

AT23793B - Verfahren zum Anblasen von Hochöfen. - Google Patents

Verfahren zum Anblasen von Hochöfen.

Info

Publication number
AT23793B
AT23793B AT23793DA AT23793B AT 23793 B AT23793 B AT 23793B AT 23793D A AT23793D A AT 23793DA AT 23793 B AT23793 B AT 23793B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
furnace
steam
air
blast furnaces
gases
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
John Webster Dougherty
Original Assignee
John Webster Dougherty
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by John Webster Dougherty filed Critical John Webster Dougherty
Application granted granted Critical
Publication of AT23793B publication Critical patent/AT23793B/de

Links

Landscapes

  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zum Anbeten   von Hochofen. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, um die beim Anblasen der Hochöfen häufig stattfindenden Explosionen zu vermeiden. 
 EMI1.1 
 struktion gleich bei Beginn des   Hochofenbetriebos   zu beginnen, wodurch gleich von Anfang an marktfähiges Eisen hergestellt werden kann und Explosionsgefahren, wie solche bei   den bekannten Eisenerzeugungsverfahren im   Hochofen bestehen, vermieden werden. 



   Bisher geschah der Beginn des   Hochofenbetriebes gewöhnlich   in der Weise, dass man den Ofen zuerst mit einer grossen Menge Holz, dann mit einer grossen Menge Koks, dann mit einer Menge Koks und Kalk und hierauf mit abwechselnden Schichten geeigneter Dicke von Beschickung, Brennmaterial und Kalk besetzt, worauf das Holz entzündet und das Ganze ungefähr 24 Stunden bei natürlichem Luftzug brennen gelassen wird, wobei die Verbrennungsprodukte durch den offen gelassenen Gichtverschluss entweichen. Durch den natürlichen kalten Luftzug findet nur eine unvollkommene Verbrennung statt und der   Ofen bleibt verhältnismässig   kalt, so dass er einige Zeit nach dem Anzünden kalt arbeitet, wodurch Eisen erzeugt wird, welches nicht marktfähig ist, sondern unter grssen Arbeits kosten, Brennmaterial- und Metallverlust umgeschmolzen werden muss. 



   Dor Grund, warum man nicht gleich von vornherein Gebläseluft anwendet,) liegt in der Explosionsgefahr der aus Gasen und Gebläseluft bestehenden explosiven Gasmischung in der Gicht und in den Rohren oder   dgl.,   durch welche die Gase ihrer Verbrauchsstello dem Kessel und den Winderhitzern zugeführt werden. Es dauert lange Zeit, bis die Gase die in den Rohren oder dgl. befindliche Luft verdrängt haben, so dass ihre gefahrlose Verbrennung ohne Explosion, welch letztere eine Zerstörung des Ofens zur Folge haben würde, unter dem Kessel oder im Winderhitzer   stattnnden kann.

   Es   ist häufig vorgekommen, dass selbst nachdem erfahrene   Hüttenmänner   den Beginn der Verbrennung der Gichtgase für zulässig und betriebssicher befunden hatten, doch noch so viel Luft in den Rohren oder dgl. geblieben war, dass sich ein explosives Gas-und Luftgemisch bildete, welches hei seiner Zündung explodierte und grosse Zerstörungen verursachte. Nach der vorliegenden 
 EMI1.2 
 verdrängt wird. 



   Auf der Zeichnung ist ein   Hochofen   mit doppelter Gichtglocke und   Staubsnmmler   bekannter Konstruktion im senkrechten Schnitt dargestellt. Der Hochofen a ist von bekannter Konstruktion und am oberen Ende der Gicht durch eine doppelte Gichtglocko b, bl verschlossen, von welcher ein Abzugsrohr c für die'Gichtgase abwärts zu einem Staubsammler cl führt, von dem aus diese Gase durch eine   Verteiiungsieitung,   z. B. das Rohr d, nach der Verbrauchsstelle geführt werden. 



   Bisweilen wird zwischen den Staubsammler und das Rohr d ein Ventil e zur Regelung des Gaszuflusses zu dem Rohr d eingeschaltet, aber in vielen Fällen werden an dieser Stelle keine Ventile angeordnet, sondern nur an der Verbrauchsstelle der Gichtgase, den Kesseln,   Winderhitzern   oder dgl. 



   Nachdem der Hochofen mit den nötigen Materialien beschickt ist werden alle Ventile geschlossen, ebenso alle Klappen, welche sich in der Leitung zwischen Staubsammer und den Kesseln, Winderhitzern oder dgl. befinden. Die   Gichtglocke,   oder wenn der Ofen mit einer Doppelglocke versehen ist, beide   Gichtglockcn,   bleiben offen. Hierauf wird durch das mit einem Absperrventil   9   versehene Rohr f in den Staubsammler cl Dampf eingelassen. Der von den Kesseln   kommende Dampf   wird so lange eingelassen, bis aus   der Gicht eine dichte, weisse Dampfsäcio aufsteigt. Hierauf werden die Gichtglocken geschlossen und das oder die Gasabflussrohre i geöffnet, erst das eine derselben bis Dampf   
 EMI1.3 
 Weise geöffnet und geschlossen wird, falls am Ofen zwei Gasabflussrohre vorhanden sind.

   Hierauf wird das Ventil e geöffnet oder, wenn an dieser Stelle kein Ventil vorhanden ist, werden die an der   Verhranchsstello des   Gases, den Kesseln oder Winderhitzern oder dgl. 
 EMI1.4 
   da oder die Ventile geiiffnet worden   sind, wird der Ofen in seinem unteren Teile angezündet und nach dem Anzünden heisse Luft eingeblasen und in wenigen Minuten wird aus den Ventilen bei den Kesseln oder Winderhitzern Dampf ausströmen. Sobald Gas in 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Wenn im Vorstehenden von heisser Gebläseluft gesprochen wird, so wird angenommen, dass ein einem anderen Ofen benachbarter Ofen einer aus mehreren Öfen bestehenden Anlage angeblasen wird. In diesem Falle wird zum Anblasen des   Ofona   in bekannter Weise in Winderhitzern erhitzte Luft zugeführt. 



   Bei einem alleinstehenden Ofen oder wo heisse Gebläseluft erst vorhanden ist, wenn die Winderhitzer von den Gichtgasen des Hochofens geheizt werden, wird selbstverständlich die unmittelbar nach dem   Anzünden   des Ofens eingeblasene Luft kalt sein. In diesem Falle dauert es längere Zeit, bis der Ofen sich in gutem Betrieb befindet, als wenn heisse Gebläseluft sofort zur Verfügung steht, aber nichtsdestoweniger ist eine Explosionsgefahr ausgeschlossen und die zur Erzeugung marktfähigen Eisens erforderliche Zeit wird bedeutend   abgekürzt.   



   Man kann den Dampf auch an mehreren Stellen gleichzeitig einführen, z. B. am oberen Ende des Rohres c   beize     Hei   einem auf diese Weise angeblasenen, ungefähr 30 ni hohen Hochofen wurde das Gas zuerst den Brennern der Winderhitzer zugeführt, wobei die Entfernung vom oberen Ende des Ofens bis zur Entzündungsstelle des Gases ungefähr 150   na   beträgt. Der Dampf wurde in den Staubsammler durch ein Rohr von 5 cm lichter Weite unter einem Druck von ungefähr 36 kg eingeblasen. Der Hochofen lieferte 24 Stunden eher Eisen als bei der alton Aublasomethode und dazu gleichzeitig   marktfähiges   Eisen von Anfang an, ohne die geringste Explosionsgefahr.

   Falls das Leitungsrohr c und der Staubsammler vollständig kalt sind, ist es zweckmässig, dieselben durch ein im Staubsammler angezündetes Feuer anzuwärmen, wobei der durch das Feuer entwickelte Rauch im Rohr c aufsteigt und durch die Gicht des Ofens entweicht. Hiedurch werden die Rohre vorgewärmt und eine zu grosse
Kondensation und zu grosser Dampfverbrauch vermieden. 



   Nach einer Blasepause empfiehlt es sich ebenfalls vor dem Wiederbeginn des Blasons und der Anzündung der Gichtgase Dampf durch die Rohre zu loiten,   um   eine Explosion 
 EMI2.2 
 bestehende) Mischung ihrer Verbrauchsstelle, den Kesseln oder Winderhitzern   zuzuführen.   



  Der Dampf wird die Temperatur der Gase unter die kritische Temperatur vermindern und dieselben gleichzeitig verdünnen, um Explosionen zu verhindern. Der Dampf wird auch die Wirkung der Gebläseluft, welche das Gas durch das Rohr c und die übrige Leitung nach der   Vprbranchsstelle     drückt,   unterstützen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Anblasen von Hochöfen, dadurch gekennzeichnet, dass vor die aus dem Ofen strömenden Gase ein schweres Gas oder Dampf geleitet wird, welche ein   Explodieren   der   Gichtgase   an ihrer Verbrauchsstelle verhindern.

Claims (1)

  1. 2. Vorfahren zum Anblasen von Hochöfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die atmosphärische Luft ans den Gichtgasleitungen durch Einführung von Dampf entfernt wird.
    3. Verfahren zum Anblasen von Hochöfen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gichtgasleitung beispielsweise durch Anzünden eines Feuers im Staubsammler vorgewärmt wird, zum Zwecke, die Luft teilweise aus der Leitung aus- zutreiben und die Kondensation des Dampfes zu verhindern.
    4. Verfahren zum Anblasen von Hochöfen nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass entgegengesetzt der Strömungsrichtung der Gichtgase bei geöffneter Gicht Dampf in den Hochofen eingeleitet wird, so dass die vor dem Dampfstrom befindliche Luft aus dem Ofen ausgetrieben wird, worauf der Ofen angezündet und gleichzeitig mit dpr Windzuführung begonnen wird.
AT23793D 1905-05-08 1905-05-08 Verfahren zum Anblasen von Hochöfen. AT23793B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT23793T 1905-05-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT23793B true AT23793B (de) 1906-04-10

Family

ID=3533286

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT23793D AT23793B (de) 1905-05-08 1905-05-08 Verfahren zum Anblasen von Hochöfen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT23793B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE872244C (de) Einrichtung zum gleichmaessigen Erhitzen langer Heizrohre durch Verbrennen eines Gas-Luft-Gemisches in den Heizrohren
AT23793B (de) Verfahren zum Anblasen von Hochöfen.
DE187792C (de)
DE4041746C2 (de) Verfahren zur Verbrennung von Explosivstoffen
DE911180C (de) Heizkessel mit Fuellschachtfeuerung, unterem Abbrand und nachgeschalteter Brennkammer
DE489833C (de) Verfahren zur-Leistungssteigerung beim Betriebe von Schachtoefen mit Schuettfeuerung
DE1300120B (de) Verfahren zum Betrieb von Abhitzekesseln hinter Huettenoefen
AT83261B (de) Feuerung für Flammrohrkessel.
DE495203C (de) Einrichtung zur Ausnutzung der in den Heizgasen bei einem Wassergaserzeuger mit von aussen her beheizter Entgasungsretorte aufgespeicherten Waerme
DE258065C (de)
DE118917C (de)
DE658410C (de) Verfahren zum Verfeuern backfaehiger Steinkohle in Rostfeuerungen
US3853A (en) Furnace of steam-boilers
DE625636C (de) Ofen zur Waermebehandlung von feinkoernigem oder staubfoermigem Gut
AT99077B (de) Feuerung für staubförmige Brennstoffe.
DE445937C (de) Fuellschachtfeuerung mit unterem Abbrand und neben dem Fuellschacht hochgefuehrten Heizzuegen
DE472695C (de) Fuellschachtfeuerung mit einem Planrost
AT40021B (de) Feuerungseinrichtung für Dampfkessel, Öfen u. dgl.
AT9296B (de) Retortenofen zur Verkohlung von Torf.
AT125367B (de) Glaswannenofen.
DE80111C (de)
DE356496C (de) An den Schornstein angeschlossene Fuellgasabsaugung fuer Kammeroefen
AT44743B (de) Einrichtung zur Rauchverzehrung und zur Verminderung des Brennstoffbedarfes.
DE578506C (de) Innenfeuerung fuer Kessel mit gewellten Flammrohren
AT107707B (de) Einrichtung zum Anheizen von Holzkohlenbügeleisen.