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AT236266B - Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen

Info

Publication number
AT236266B
AT236266B AT90061A AT90061A AT236266B AT 236266 B AT236266 B AT 236266B AT 90061 A AT90061 A AT 90061A AT 90061 A AT90061 A AT 90061A AT 236266 B AT236266 B AT 236266B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
explosive
solid
ammonium nitrate
explosives
Prior art date
Application number
AT90061A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfons Dipl Ing Dr Kunz
Original Assignee
Nitrokemia Ipartelepek
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nitrokemia Ipartelepek filed Critical Nitrokemia Ipartelepek
Application granted granted Critical
Publication of AT236266B publication Critical patent/AT236266B/de

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Ammonsalpetersprengstoffen   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Ammonium-Gemäss der Erfindung werden Ammonsalpetersprengstoffe, die festes feinkörniges Ammoniumnitrat, gegebenenfalls Natriumnitrat, Kaliumnitrat und/oder Aluminiumpulverzusatz, ferner nitrierte Kohlenhydrate und Salpetersäureester mehrwertiger Alkohole enthalten, durch Einverleiben der festen, nicht gelatinierenden Komponenten in eine ein Lösungsmittel enthaltende und eine feste Konsistenz aufweisende gelatinierte Masse hergestellt, wonach das Lösungsmittel verdampft, der Sprengstoff in feinkörnige Form gebracht und gegebenenfalls zu Presskörpern gepresst wird, wobei als feste gelatinierte Masse eine Mischung von Nitrocellulose und Nitroglyzerin verwendet wird, und die Menge der gelatinierten Masse, auf den Sprengstoff berechnet,   10-30% beträgt,   und das Verhältnis der Mengen der Nitrocellulose und des Nitroglyzerins mindestens 1 : 2 ist. 



   Zwecks leichterer und besserer Bearbeitung wird die Oberfläche des Ammoniumnitrats mit geringerer Menge, zweckmässig unter 1   Gel.-%   einer ölartigen   Substanz - vorteilhaft Mineralöl - befeuchtet,   und auf diese Art in die Gelatine einverleibt. 



   Der erfindungsgemässe Sprengstoff enthält das Aluminiumpulver zweckmässig in einer der schwach positiven Sauerstoffbilanz entsprechenden Zusammensetzung. 



   Es wurde festgestellt, dass durch Erhöhung des Energieinhaltes der angewandten Pulvermasse nicht nur die Sprengwirkung, sondern auch die Initiierfähigkeit erhöht werden kann. Die Brisanz und Initiierfähigkeit wird auch durch die höhere Konzentration der angewandten Pulvermasse gesteigert. In Anbetracht der Obenangeführten und die schwach positive Sauerstoffbilanz vor Auge haltend, können Sprengstoffe hergestellt werden, welche selbst bis   1. 6   Dichte gepresst noch leicht zündbar sind. Die untere Grenze 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Brisanzprobe nach Hess wurde mit 100 g Sprengstoff von   1, 4 Dichte,   bei Gebrauch von zwei Stück 4 mm, also insgesamt 8 mm starken Stahlplatten, sonst unter ähnlichen Verhältnissen wie in Beispiel 1. durchgeführt. Die Verkürzung der Bleizylinder war 26. 7 mm. Die berechnete Verbrennungswärme des Sprengstoffes ist rund 1400 Kalorien. 



     Beispiel 3 : 64, 5 Gew.-% Ammoniumnitrat   von DIN 70 Siebfeinheit und   5, 5 Gew.- Aluminium.-   pulver ähnlicher Feinheit werden mit 30   Grew.-%   ohne Lösungsmittel hergestelltem Pulver und mit 32   Gew. -0/0   Methylalkohol gelatiniertem Pulver von 1170 Kalorien Verbrennungswärme in der Knetmaschine verarbeitet. 



   Der nach den vorangehenden Beispielen bearbeitete feinkörnige Sprengstoff wurde dann zu Presskör-   pern   von   1. 57   Dichte gepresst. 



   Die Brisanzprobe nach Hess ergab unter ähnlichen Verhältnissen wie in Beispiel 1 25,   5 mm Verktlr-   zung der Bleizylinder. 



   Das zum Vergleich her angezogene, mit 1   Gew.-%   Silikonlack granulierte und zu 1, 5 Dichte gepresste Hexogen gab bei der Brisanzprobe nach Hess unter sonst ähnlichen Verhältnissen 25, 2 mm Verkürzung der Bleizylinder. Die berechnete Verbrennungswärme des Sprengstoffes beträgt rund 1200 Kalorien. 



   Die Trauzl-Probe mit 10 g Sprengstoff ergab netto 450 ml Ausbauchung bei   150C.   



   Beispiel 4 : Wird die Verbrennungswärme des Sprengstoffes an der oberen Grenze weiter erhöht und ein Energiegehalt von   1300 Kalorien   erreicht oder sogar   überschritten, so   kann die Brisanz des Sprengstoffes noch weiter gesteigert werden. 



   Die Zusammensetzung eines derartigen hochbrisanten Sprengstoffes ist die folgende : 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 30 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> Pulvermasse <SEP> 
<tb> 8 <SEP> Gew.-% <SEP> Aluminiumpulver
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> Gew. <SEP> -0/0 <SEP> Spindelöl
<tb> 61, <SEP> 9 <SEP> Gew.-% <SEP> Ammoniumnitrat
<tb> 
 Die Zusammensetzung der obigen Pulvermasse ist die folgende :

   
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 20, <SEP> 3 <SEP> Gew.-% <SEP> Nitrocellulose <SEP> mit <SEP> 11, <SEP> 7% <SEP> Stick- <SEP> 
<tb> stoffgehalt
<tb> 27,0 <SEP> Gew.-%Nitrocellulose <SEP> mit <SEP> 12,25%Stick- <SEP> 
<tb> stoffgehalt
<tb> 0, <SEP> 4 <SEP> Gew.-% <SEP> Zentralit <SEP> 1 <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 15 <SEP> Gew.-% <SEP> Stearin
<tb> 52, <SEP> 15 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> Nitroglyzerin <SEP> 
<tb> 
 Übrigens wird der Sprengstoff auf dieselbe Art hergestellt, wie dies in den vorangehenden Beispielen angegeben wurde. 



   Die Brisanzprobe nach Hess ergibt. wenn die Dichte rund   1, 32 beträgt,   unter ähnlichen Verhältnissen wie in den vorangehenden Beispielen 28 mm Verkürzung der Bleizylinder. Die berechnete Verbrennungswärme ist rund 1330 Kalorien.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen, die festes, feinkörniges Ammoniumnitrat, gegebenenfalls Natriumnitrat, Kaliumnitrat und/oder Aluminiumpulverzusatz, ferner nitrierte Kohlenhydrate und Salpetersäureester mehrwertiger Alkohole enthalten, durch Einverleiben der festen, nicht gelatinierenden Komponenten in eine ein Lösungsmittel enthaltende und eine feste Konsistenz aufweisende gelatinierte Masse. wonach das Lösungsmittel verdampft, der Sprengstoff in feinkörnige Form gebracht und gegebenenfalls zu Presskörpern gepresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass als feste gelatinierte Masse eine Mischung von Nitrocellulose und Nitroglyzerin verwendet wird, wobei die Menge der gelatinierten Masse, auf den Sprengstoff berechnet, 10 - 30% beträgt, und das Verhältnis der Mengen der Nitrocellulose und des Nitroglyzerins mindestens 1 : 2 ist.
AT90061A 1960-06-27 1961-02-03 Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen AT236266B (de)

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HU236266X 1960-06-27

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AT236266B true AT236266B (de) 1964-10-12

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ID=10978472

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