[go: up one dir, main page]

DE1047091B - Dynamitzusammensetzung - Google Patents

Dynamitzusammensetzung

Info

Publication number
DE1047091B
DE1047091B DEP19962A DEP0019962A DE1047091B DE 1047091 B DE1047091 B DE 1047091B DE P19962 A DEP19962 A DE P19962A DE P0019962 A DEP0019962 A DE P0019962A DE 1047091 B DE1047091 B DE 1047091B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
composition
dynamite
resin
pressure
density
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP19962A
Other languages
English (en)
Inventor
David Linn Coursen
Frank Abraham Loving
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1047091B publication Critical patent/DE1047091B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B23/00Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents
    • C06B23/02Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents for neutralising poisonous gases from explosives produced during blasting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B23/00Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents
    • C06B23/002Sensitisers or density reducing agents, foam stabilisers, crystal habit modifiers
    • C06B23/003Porous or hollow inert particles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Dynamitzusammensetzung Die Erfindung betrifft verbesserte Dynamitzusammensetzungen.
  • Die technisch wichtigsten Dynamitzusammen;setzungen bestehen im wesentlichen aus einem hochexplosiven Sensibilis.ator und einer Mischung anorganischer, oxydierender Salze und brennbarer, kohlenstoffhaltiger Stoffe. Der explosive Sensibilisator, in der Regel ein flüssiger, explosiver Salpetersäureester, z. B. \\'itroglycerin, erleichtert die Zündung der Zusammensetzung und liefert die erforderliche Sprengkraft. Die oxydierenden Mittel und die brennbaren Stoffe tragen zur Sprengkraft der Zusammensetzung bei und steuern auch die Bildung der gasförmigen Verbrennungsprodukte so, daß unerwünschte Gase nicht oder nur in geringerem Maße entstehen. Andere Zusätze, wie Gelierungsmittel, Gegenmittel für Säuren, Weichmacher u. dgl., sind ebenfalls häufig in Dynamitzusammensetzttn:gen enthalten.
  • Die Empfindlichkeit oder das Fortpflanzungsvermögen einer Dynamitzusammensetzung hängt eng mit der Dichte der Zusammensetzung zusammen, wobei das Verhältnis so ist, daß mit zunehmender Dichte die Empfindlichkeit abnimmt, wenn alle anderen Faktoren gleichbleiben. Aus den vorstehenden Gründen wurden bereits viele Arten von Bestandteilen mit geringer Dichte untersucht und auf ihre Verwendbarkeit in Dynamitzusammensetzungen getestet. Die Bestandteile mit geringer Dichte sollen zweckmäßig die Leistung der Zusammensetzung erhöhen und sollen ihr natürlich keine ungünstigen Eigenschaften verleihen. Die Dichte des Nitroglycerinesters kann nicht wesentlich geändert werden, und auch die Dichte der anorganischen, oxydierenden Salze ist nur leichten. Änderungen zugänglich. Daher muß die Dichte in erster Linie durch geeignete Wahl der brennbaren Bestandteile geregelt werden, wenn die gewünschten Ergebnisse erzielt werden sollen.
  • Kohlenstoffhaltige Stoffe wie z. B. Holzpu.lpe und verschiedene pflanzliche Fasern besitzen in trockener Form eine verhältnismäßig geringe Dichte. Sie sind jedoch so stark absorbierend, daß das Nitroglycerin in die Pulpe oder die Fasern so stark eingesogen, wird,, daß die erhaltene Zusammensetzung nicht nur wiederum eine hohe Dichte besitzt, sondern auch trocken wird und somit schwer in Patronen zu füllen ist. Aufgeblähte Körnerfrüchte haben sich als weniger stark absorbierend wie die Pulpen und die Fasern erwiesen, so daß die Dichte herabgesetzt und gleichzeitig die Einfüllfähi.gkeit erhalten werden kann. Bei der Lagerung erfolgt jedoch eine zunehmende Absorption des Nitroglycerins auch bei Verwendung dieser aufgeblähten Körner, wodurch die Wirksamkeit des Bestandteils mit geringer Dichte wieder verlorengeht. Außerdem absorbieren sie bei feuchter Lagerung oder beim Eintauchen in `'Wasser unter beträchtlichem Druck so viel Wasser, daß das Fortpflanzungsvermögen stark herabgesetzt wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist somit die Schaffung einer verbesserten Dynamitzasammensetzung, welche beim Eintauchen in Wasser selbst unter hohen Drücken das Fortpflanzungsvermögen nicht verliert.
  • Gemäß der Erfindung kennzeichnet sich eine Nitroglycerin als Sensibilisator enthaltene Dynamiizusa.mmensetzun.g dadurch, daß sie als Bestandteil mit geringer Dichte mindestens 0,25 Gewichtsprozent eines in Wasser und in Nitroglycerin unlöslichen, wärmehärtbaren, synthetischen Harzes in Form hohler, kugelförmiger Ballönchen mit einem Durchmesser zwischen etwa 2 und 360 Mikron enthält, wobei die Schüttdichte dieser Ballönchen weniger als 0,3 glem beträgt. Weitere brennbare Bestandteile sind in der Regel noch zugegen, deren Menge und Art sich nach den an die Zusammensetzung gestellten Anforderungen richtet.
  • Zweckmäßig ist der Sensibilisator eine nitrierte Mischung von Glycerin und Äthylenglycol. Solche Nitratmischungen sowie andere nitrierte Mischungen von Glycerin und Verbindungen wie Zucker, Polyglycerin, Palyäthylenglycol usw. sind dem Fachmann. ganz allgemein unter dem Ausdruck »Nitroglycerin« bekannt. Dementsprechend ist natürlich der Ausdruck »Nitroglycerin« hier zu verstehen. (Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält in der Regel 20 bis 80 Gewichtsprozent Nitroglycerin.) Viele Arten brenn,-barer Bestandteile mit hoher Dichte (0,6 g oder mehr pro ccm) sind dem Fachmann bekannt. Typische brennbare Bestandteile mit hoher Dichte sind Stärke, Steinnußmehl, Aprikosenkernmehl, Walnußschalen.-meh'l, Sojabohnenmehl und Weizenmehl. In Dynamitzusammensetzungen häufig verwendete brennbare Stoffe mit geringer Dichte sind unter anderem, außer den aufgeblähten Körnerfrüchten, Holzpulpe, gemahlener Kork und Melasseextrakt. Die Einverleibung brennbarer Stoffe sowohl mit hoher als auch mit geringer Dichte zusätzlich zu den Harzballönchen gehört in den Rahmen der Erfindung. Es erlaubt dies eine Regelung des Sauerstoffgleichgewichtes zur Kontrolle der Rauchentwicklung-und-der Explosivkraft, ohne daß große Mengen der Harzballönchen nötig sind. Dies ist sowohl vom wirtschaftlichen Standpunkt als auch zur Regelung der Dichte wichtig. Zweckmäßig soll die Dichte der Dynamitzusammensetzung größer als 1 sein,- damit sie leicht in Wasser untergetaucht werden kann. Der Gehalt der erfindungsgemäßen Zusammensetzung anbrennbaren Stoffen beträgt in der Regel zwischen etwa 5 und 20 Gewichtsprozent.
  • Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält im allgemeinen 10 bis 70 Gewichtsprozent eines anorganischen, oxydierenden Salzes. Die üblicherweise in Sprengstoffen verwendeten Salze sind Ammoniumnitratund Natriumnitrat, da diese billig sind und die gewünschte Reaktionsfähigkeit mit brennbaren Stoffen besitzen. Zusätze wie Säurevernichtungsmittel, z. B. Kalk, und Gelierungsmittel;. z: B. Nitrocellulose, sind in den erforderlichen Mengen ebenfalls zugegen.
  • Die Erfindung ist insbesondere auf Gelatinedyn:amitzusammensetzungen anwendbar, da diese am leichtesten ihr Fortpflanzungsvermögen bei der Lagerung verlieren, und weil Gelatinezusammensetzungen am häufigsten verwendet werden, wenn eine Wasserbeständigkeit gewünscht ist. Die Gelatinedynamitzusammensetzungen enthalten in der Regel 0,5 bis 6 Gewichtsprozent Nitrocellulose als Gelierungsmittel zur Gelatinierung des i\Titroalycerins.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in üblichen Mischvorrichtungen hergestellt und auf übliche Weise unter Verwendung der bekannten Varrichtungen abgefüllt werden. Die Harzhallönchen sind trotz ihrer sehr dünnen Wände äußerst widerstandsfähig gegen ein Zerbrechen. und halten daher die Misch- und Einfüllhehandlung aus. Wegen ihrer glattenKugelfo,rm können sie gründlichin dieDynamitzusammensetzung eingemischt werden.
  • Die Harzballönchen werden am einfachsten aus einer Pheno,l-Fo@rmaldthyd-Harzzusammensetzung, wie sie in den folgenden Beispielen beschrieben ist, hergestellt. Harzballönchen. aus einem Harnstoff-Formald:ehyd-Harz sind im Handel erhältlich und besitzen etwa die gleichen physikalischen Eigenschaften. Die Harzballönchen werden technisch zur Verwendung als schwimmende Decken auf flüchtigem Petroleum hergestellt, um die durch Verdampfung entstehenden Verluste herabzusetzen. Weder die Zusammensetzung des Harzes noch die Herstellung der Ballönchen gehört in den Rahmen der vorliegenden Erfindung. Bedingung ist lediglich, daß das Harz in Wasser und in Nitroglycerin unlöslich ist. Die Teilchengröße und die Schüttdichte sind indessen wichtig. Teilchen mit einem Durchmesser von über etwa 360 Mikron können, die sowohl bei der Herstellung als auch bei der Verwendung der Dyna.mitzusammensetzung unter Wasser auftretenden Kräfte nur dann aushalten, wenn sie verhältnismäßig dickwandig sind. Mit zunehmender Wandstärke der Ballönchen nimmt jedoch deren Schüttdichte zu., und die Hohlräume in den Ballönchen verlieren an Bedeutung als lokalisierte »Heißstellen«, die infolge Kompression eines Gases bei Zündung des Dynamits auftreten. Harzballönchen mit einem Durchmesser mit weniger als etwa 2 Mikron enthalten nicht genug eingeschlossenes Gas, um das gewünschte Fortpflanzungsvermögen zu bewahren. Die Bedingung, daß die Schüttdichte weniger als 0,3 g/ccm betragen muß, ist eine Kontrolle für die Wandstärke und somit auch für die Größe des Hohlraums in den Ballönchen.-Die Menge der Harzballönchen muß mindestens 0,25 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, betragen, damit deren Fortpflanzungsvermögen verbessert wird. Da das Harz selbst brennbar ist, können sehr große Mengen ohne ungünstigen Einfluß auf die Sprengkraft des Dynamits verwendet werden; da die Harzballönchen jedoch wesentlich teurer sind als andere bekannte brennbare Stoffe und da man bei Verwendung von mehr als etwa 4 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, keinen Vorteil erzielt, enthalten die bevorzugten erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zwischen 0,25 und 4 Gewichtsprozent .der Harzballönchen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne da13 diese jedoch auf- die darin gemachten Angaben beschränkt ist.
    Bestandteile Zusammensetzung (o/o)
    --
    A I- B I C D I E F I G I H
    Nitroglycerin') . ..... ....... 50,0 50,0 50,0 40,0 40,0 40,0 30,5 30,0
    Nitrocellulose ... .. .. ................ 2,2 2,2 2,2 1,8 1,8 1,8 0,6
    1,0
    Natriumnitrat ....................... 32,8 32,8 32,8 29,3 29,3 29,3 30,2 [ 26,9
    Ammoniumnitrat .........:.......... - - - 14,0 14,0 14,0 26,5 31,0
    Kalk .......... . .............. ..... 0,5 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 0,5 0,4
    Stärke ................. - ......... 4,5 6,0 4,5 6,0 5,5 5,5 6,1 4,7
    Sehr dichtes Mehl . . . ................ 4,3 6,5 6,0 6,5 5,0 5,0 4,6 4,0,
    Holzpulpe ....... ..... ... .. ....... - 1,0 - 1,0 - - -
    Aufgeblähte Körner . .. ... .. .. .. .. . 5,7 - - - - 4,0 1,0 , -
    Harzballone2) ....................... - 1,0 4,0 1,0 4,0 - - 2,0
    Insgesamt .... 100 100 , 100 100 100 ; 100 100 100
    ') Nitrierte Mischung von 800/9 Glycerin und 2011/o Athylenglycol.
    2) Die verwendeten Harzballönchen sind im Handel zu haben und werden aus einer Phenol-Formaldehyd-Zusammensetzung
    hergestellt. Sie besitzen die folgenden Daten:
    Schüttdichte ......................................................... -0,138 L'/ccm
    Teilchendichte . ... . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . - . . . . . . . . . . . . . . 0,149 ;;/ccm in öl-
    Durdischnittlidie Teilchengröße- (Durchmesser) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,0033 cm
    Größenbereich (Durchmesser) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,0005 bis 0,0091 cm
    Die in der vorstehenden Tabelle angeführten Gelatinedynamitzusammensetzungen wurden auf übliche Weise in einer Standardeinrichtung hergestellt und in etwa 61 cm lange Hülsen mit einem Durchmesser von 5,7 cm verpackt. Die Hülsen bestanden aus spiralig aufgewickelten, mit Paraffin ausgesprühten Röhren. Das Gewicht jeder Patrone betrug etwa 2,3 kg.
  • Druck und Fo.rtpflanzungsgeschwindigkeitstestergebnisse wurden so erhalten, daß man zwei Patronen mittels eines Papprohrs an den Enden miteinander verband, an dem Außenende der einen Patrone einen elektrischen Zünder anbrachte, in einem bestimmten Abstand von der zweiten Patrone zwei Signalelemente (kleine Hülsen, welche beim Zusammenklappen einen Stromkreis schließen) befestigte und die ganze Anordnung in ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 10,2 cm brachte. Die Enden dies Rohrs wurden hermetisch verschlossen, und die zu dem Zünder und den Signalelementen führenden Drähte verliefen zwischen zwei Dichtungen. Das Rohr wurde dann mit Wasser gefüllt und in den Testwasserbehälter eingetaucht, worauf weiteres Wasser in das Rohr bis zur Erzielung des gewünschten Drucks eingepumpt wurde. Die zu den Signalelementen führenden Drähte wurden an einen Zeitschreiber und die zu dem Zünder führenden Drähte wurden an eine Stromduelle angeschlossen. Nach Untertauchen bei dem angegebenen Druck für die bestimmte Zeitspanne wurde der Zünder gezündet und die Aufzeichnung gemacht. Die Ergebnisse waren die folgenden: Zusammensetzung A. Eine frische Probe explodierte mit einer Geschwindigkeit von 2400 m pro Sekunde nach 15minutigem Untertauchen, bei einem Druck von. 17,6 kg/cm2.
  • Eine 1 Monat bei 38° C in einer feuchten Atmo, sphäre gelagerte Probe pflanzte nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von, nur 10,6 kg/cm2 die Detonation nicht fort und explodierte mit einer Geschwindigkeit von 4880 m pro Sekunde nach 15-minutigem Untertauchen bei 7 kg/cm2.
  • Zusammensetzung B. Eine frische Probe detonierte mit einer Geschwindigkeit von 6350 m pro, Sekunde nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von 17,6 kg/cm2 und mit 5600 m pro, Sekunde unter den gleichen Bedingungen nach 1monatiger Lagerung bei 38° C in einer feuchten Atmosphäre.
  • Zusammensetzung C. Eine frische Probe detonierte mit einer Geschwwindigkeit von 5900 m pro Sekundie nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von 17,6 kg/cm2 und mit 5200 m pro, Sekunde unter den gleichen Bedingungen nach 1monatiger Lagerung bei 38° C in feuchter Atmosphäre.
  • Zusammensetzung D. Eine frische Probe detonierte mit einer Geschwindigkeit von 6680 m pro Sekunde nach 15minutigem Untertauchen unter einem Druck von 17,6 kg/cm2 und mit einer Geschwindigkeit von 5640 m pro Sekunde unter den gleichen Bedingungen nach 1monatiger Lagerung bei 38° C in einer feuchten Atmosphäre. Nach 18stündigem Untertauchen bei einem Druck von 17,6 kg/cm2 detonierte eine 1 Monat bei 38° C in feuchter Atmosphäre gelagerte Probe mit einer Geschwindigkeit von 6190m pro Sekunde.
  • Zusammensetzung E. Eine frische Probe detonierte mit einer Geschwindigkeit von 5520 m pro Sekunde nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von 17,6 lcg/cm2. Eine 1 Monat bei 38° C in feuchter Atmosphäre gelagerte Probe detonierte mit einer Geschwindigkeit von 6040 m pro Sekunde nach 18stündigem Untertauchen bei einem Druck von 17,6 kg/cm2.
  • Zusammensetzung F. Die frische Probe detonierte mit einer Geschwindigkeit von 5900 m pro Sekunde nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von 17.6 kg/cm2. Nach. 1monatiger Lagerung bei 38° C in feuchter Atmosphäre pflanzte die Zusammensetzung die Detonation bei einem Druck von 17,6 kg/cm2 nicht fort.
  • Zusammensetzung G. Die frische Probe pflanzte nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von nur 10,6 kg/cm2 die Detonation nicht fort, eine zufriedenstellende Detonation erzielte man erst bei einem Druck von 6,1 kg/em2.
  • Zusammensetzung H. Eine frische Probe detonierte mit einer Geschwindigkeit von 5640 m pro, Sekunde nach 15minutigem Untertauchen bei einem Druck von 17,6 kg/cm2. Eine 1 Monat bei 38° C in feuchter Atmosphäre gelagerte Probe detonierte unter denselben: Bedingungen mit einer, Geschwindigkeit von 6680 m pro Sekunde.
  • Die vorstehenden Beispiele zeigen deutlich. die den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen durch die verhältnismäßig kleinen Mengen der Harzballönchen erteilte verbesserte Lagerungsfähigkeit. Zusammensetzung A ist eine typische Gelatinedynamitzusammensetzung, in welcher so viel der bisher verwendeten Bestandteile mit geringer Dichte verwendet ist, daß man selbst bei hohen Drücken das gewünschte Fortpflanzungsvermögen erzielt. Der Lagerungstest zeigt eindeutig, da,ß das Fortpflanzungsvermögen nach 1monatiger Lagerung jedoch stark abgenommen hat. Die Zusammensetzungen B und C entsprechen voll und ganz der Zusammensetzung A, enthalten jedoch die Harzballönchen, und der Lagerungstest zeigt nun., daß das Fortpflanzungsvermögen ausgezeichnet beibehalten wird. Die Zusammensetzungen D, E, F und G sind typisch. für die sogenannten »Ammoniak-Gelatine«-Dynamite. Die Zusammensetzung F ist eine typische bekannte Zusammensetzung, und der Fort pflanzwngstest selbst an einer frischen Probe zeigt, daß die Empfindlichkeit nach dem Untertauchen, unter Wasser unter Druck nicht zufriedenstellend ist. Die Einverleihung der Harzballönchen erhöht nicht nur das anfängliche Fortpflanzungsvermögen, sondern diese erhöhte Empfindlichkeit wird auch nach einer sonst schädlichen Lagerung beibehalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dynamtzusammensetzung, enthaltend flüssige Salpetersäureester und mindestens einen Bestandteil mit geringer Dichte, gekennzeichnet durch einen Gehalt von mindestens 0,25 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,25 bis 4%, eines in Wasser und in. Nitroglycerin unlöslichen, wärmehärtbaren, brennbaren Harzes in Form hohler, kugelförmiger Ballönchen, deren Schüttdichte geringer als 0,3 g/ccm ist und deren Durchmesser zwischen 2 und 360 Mikron liegt.
DEP19962A 1957-04-18 1958-01-10 Dynamitzusammensetzung Pending DE1047091B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1047091XA 1957-04-18 1957-04-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1047091B true DE1047091B (de) 1958-12-18

Family

ID=22301949

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP19962A Pending DE1047091B (de) 1957-04-18 1958-01-10 Dynamitzusammensetzung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1047091B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1214584B (de) * 1962-10-02 1966-04-14 Kalk Chemische Fabrik Gmbh Rieselfaehige Spreng- und/oder Treibsatz-mischungen auf der Basis von anorganischen und/oder organischen Explosivstoffen
DE1696382B1 (de) * 1965-11-12 1970-06-18 Wasagchemie Ag Sprengstoff-Folien

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1214584B (de) * 1962-10-02 1966-04-14 Kalk Chemische Fabrik Gmbh Rieselfaehige Spreng- und/oder Treibsatz-mischungen auf der Basis von anorganischen und/oder organischen Explosivstoffen
DE1696382B1 (de) * 1965-11-12 1970-06-18 Wasagchemie Ag Sprengstoff-Folien

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2731609C2 (de) Wasser-in-Öl-Emulsionssprengstoffmischung
DE2947982A1 (de) Wasser-in-oel-sprengmittelemulsionen
DE2020490C3 (de) Schlammformiger Sprengstoff
DE952234C (de) Gasdruck erzeugende Ladung
DE3610424C1 (de) Selbsttragender Treibladungskoerper und daraus hergestellte Kompaktladung
DE3108803C2 (de)
DE863615C (de) Wettersprengstoff
DE1047091B (de) Dynamitzusammensetzung
DE1009990B (de) Plastischer Sicherheitssprengstoff mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz
CH644831A5 (de) Verfahren zur herstellung eines mehrbasigen treibladungspulvers.
DE3134639C2 (de)
DE1183846B (de) Sprenggemisch
DE899615C (de) Ammoniumnitratsprengstoff
DE2116353B2 (de) Pulverförmiger, von flüssigen Salpetersäureestern freier, Ammoniumnitratsprengstoff hoher Wasserfestigkeit und Dichte
DE2349640C2 (de) Gelatinöse Sprengstoffe mit verbesserter Lagerfähigkeit
DE19507807C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines gelatinösen Sprengstoffes
US3101288A (en) Explosive composition
DE915196C (de) Ammonnitrat-Wettersprengstoff
DE1571222A1 (de) Verfahren zur Hydrophobierung und Sensibilisierung von pulvrigen Sprengstoffgemischen
DE3811840A1 (de) Alterungsbestaendiges einbasiges pulver, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung in gasgeneratoren
AT281649B (de) Sprengstoff in Form einer wässerigen Aufschlämmung
DE1808922C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffes, der eine Nitroglycerin-Nitroglykolmischung und Ammoniumnitrat enthält
AT216401B (de) Plastischer, von flüssigen Salpetersäureestern freier Sicherheitssprengstoff
CH344666A (de) Plastischer Sicherheitssprengstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1939137B2 (de) Sprengstoff