AT223800B - Verfahren zur Herstellung von mit Dekorfilmen veredelten Trägerschichten aus Faser-, Span- oder Sperrholzplatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit Dekorfilmen veredelten Trägerschichten aus Faser-, Span- oder SperrholzplattenInfo
- Publication number
- AT223800B AT223800B AT279359A AT279359A AT223800B AT 223800 B AT223800 B AT 223800B AT 279359 A AT279359 A AT 279359A AT 279359 A AT279359 A AT 279359A AT 223800 B AT223800 B AT 223800B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- films
- carrier material
- chipboard
- production
- fiberboard
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 239000011093 chipboard Substances 0.000 title claims description 5
- 239000011120 plywood Substances 0.000 title claims description 5
- 239000011094 fiberboard Substances 0.000 title claims 2
- 239000012876 carrier material Substances 0.000 claims description 8
- 239000003292 glue Substances 0.000 claims description 4
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 claims description 4
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 claims description 4
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 claims 2
- 229920001187 thermosetting polymer Polymers 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 6
- 239000000123 paper Substances 0.000 description 5
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 5
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 4
- 229920002522 Wood fibre Polymers 0.000 description 2
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 2
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 2
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 2
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 2
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 2
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 2
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 2
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 2
- 239000002025 wood fiber Substances 0.000 description 2
- 229920001807 Urea-formaldehyde Polymers 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 239000002131 composite material Substances 0.000 description 1
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 1
- 238000007731 hot pressing Methods 0.000 description 1
- 239000002655 kraft paper Substances 0.000 description 1
- ISWSIDIOOBJBQZ-UHFFFAOYSA-N phenol group Chemical group C1(=CC=CC=C1)O ISWSIDIOOBJBQZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229920001568 phenolic resin Polymers 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Laminated Bodies (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von mit Dekorfilmen veredelten Trägerschichten aus Faser-, Span- oder Sperrholzplatten EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Es ist auch bereits bekannt, bei gleichzeitig zu fertigendem Trägermaterial kunstharzgetränkte Pa- piere auf loses Spanmaterial unterDruck und Hitze aufzupressen. Diesem Verfahren haftet jedoch ebenfalls der Nachteil an, dass die unter der Presstemperatur erweichende Dekorfolie sich allen Unebenheiten des Untergrundes anpasst und dass sich Holzspäne in die Folie hineindrücken. Die Folge ist eine ungleichmässige und unruhige Oberfläche der Dekorfolie nach der Verpressung. Man hat auch versucht, diesen Nachteil da- durch zu beheben, dass man unter die Dekorfolie einen oder mehrere Unterlagsfilme gebracht hat. Aber auch diese Massnahme führte nicht zu einer einwandfreien Oberfläche, da die Unterlagsfilme bei der Heissverpressung ebenfalls erweichen und sich der inhomogenen Struktur des Spanmaterial anpassen. Wird mit mehreren Unterlagsfilmen gearbeitet, so besteht auch hier die Gefahr der Dampfblasenbildung innerhalb der Unterlagsfilmschichten. Als weiterer Nachteil kommt noch die Schrumpfung der Unterlagsfilme hin- zu, die zu einem starken Verziehen der Platte führt. Dieser Gefahr versucht man zu begegnen, indem man rückseitig die gleiche Menge an Folien aufbringt, was wieder einen erheblichen Aufwand an Ma- terial-und Lohnkosten verursacht. Das erfindungsgemässe Verfahren unterscheidet sich demgegenüber dadurch, dass man die Unterlagsfilme schon bei ihrer Herstellung oder vor ihrer Verwendung nahezu oder völlig aushärtet und sie in diesem Zustand zwischen denDekorfilm und das Trägermaterial einfügt. Da der ausgehärtete Unterlagsfilm nicht mehr selbstklebend ist, verwendet man in bekannter Weise zweckmässig unter bzw. zwischen den Unter- lagsfilmen z. B. einen Leimfilm oder ein anderes Klebemittel Der vorherausgehärtete Unterlagsfilm stellt eine Schicht dar, die nicht mehr verfliesst und sich deshalb nicht der Struktur der Unterlage anpasst. Der Unterlagsfilm erfährt auch bei der Behandlung unter Druck und Hitze keine Formveränderung mehr, sc dass auch die oben erwähnte sehr nachteilige Schrumpfung nicht mehr auftreten kann. Man erzielt auf diese Weise eine vollkommen plane, ruhige und ein- wandfreieoberfläche der mit demDekorfilm verpressten Holzfaser-, Span-oder Sperrholz-bzw. Verbund- schichtstoffplatie. Erfindungsgemäss werden als Unterlagsfilme vorzugsweise mit Phenol- oder Harnstoffharzen getränkte, dann getrocknete und anschliessend ausgehärtete Kraftpapier verwendet, die so viel Harz enthalten, dass eine Quellung und Spaltung der Papiere vermieden wird. Die Beharzung richtet sich nach der Papierbeschaffenheit, dem Papiergewicht und dem Verwendungszweck. Sie kann 20 - 130 % des Papiergewichtes betragen. Bei Verpressungen in der vorbeschriebenen Art kommt man im allgemeinen mit einem Unterlagsfilm aus. Will man zur Verstärkung der Kunstharzschicht mehrere Unterlagsfilme verwenden, so ist dies ohne weiteres möglich, da infolge der vorausgehenden Aushärtung der Filme keine Dampfblasenbildung auftreten kann. Es ist deshalb auch möglich, bei der Verpressung ohne Rückkühlung der Presse zu arbeiten, die sonst erforderlich ist, um Dampfblasenbildung zu vermeiden. Der ausgehärtete Unterlagsfilm kann auch nicht weiter schrumpfen, so dass-wenn überhaupt erforderlich-eine einfache Beschichtung auf der Rückseite der Platte ausreicht, um ein Verwerfen der Platte zu vermeiden. Es ist bekannt, in einem Zweistufenverfahren zuerst auf ein Trägermaterial, z. B. Sperrholz- oder Spanplatte, ein mit einem härtbaren Kunstharz getränktes Kraftpapier aufzupressen und diese Schicht dann völlig eben zu schleifen. Anschliessend wird darauf in einem zweiten Arbeitsgang in üblicher Weise ein Dekorfilm unter Druck und Wärme aufgepresst. Dieses Zweistufenverfahren ist langwierig und hat sich nicht als wirtschaftlich erwiesen. Auch ist es bekannt, bei der Herstellung von Tischlerplatten aus einem an sich bekannten Rost aus Stäben als Mittellage geringwertigen Werkstoffes und einer schauseitigen furnierähnlichen Deckschicht als Deckschicht ein aus chemisch veränderter Cellulose, wie Pergament oder Vulkanfiber, bestehendes Material zu verwenden. Die Deckschicht wird mit Hilfe eines Leimes auf die Mittellage geklebt. Eine solche Schicht besitzt bei der Herstellung von Tischlerplatten eine ausreichende Festigkeit, um Zwischenräume zwischen den Roststäben zu überbrücken. Die Verwendung solcher aus Pergament oder Vulkanfiber bestehenden Deckschichten als Unterlagsfilme bei dem erfindungsgemässen Verfahren führt aber zu einem Misserfolg, weil die bei der Verpressung auftretende Feuchtigkeit das Pergament bzw. das Vulkanfiber erweicht und sich dieses Material dann ebenso wie nicht ausgehärtete, mit Kunstharz getränkte Unterlagsfilme. den Unebenheiten des Trägermaterials anpasst. Man erhält keine glatten Oberflächen. Die erfindungsgemässen Unterlagsfilme zeichnen sich dagegen bei Einwirkung der Presshitze durch eine hervorragende Steifigkeit aus, so dass sie sich nicht in die Unebenheiten und Poren des Unterlagsmaterials hineinlegen, sondern diese als starre Deckschicht überbrücken. In diese Unterlagsfilme können sich Holzspäne nicht eindrücken.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von mit Dekorfilmen veredelten Trägerschichten aus Faser-, Spanoder Sperrholzplatten, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die mit wärmehärtbaren Kunstharzen imprägnierten und getrockneten Dekorf1lme und dem vorgefertigten Trägermaterial ein oder mehrere harte, bei der Verpressung unter Druck und Wärme hart bleibende, die Unebenheiten des Trägermaterials überbrückende Unterlagsfilme als Sperr- oder Pufferschicht eingefügt werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei gleichzeitig zu fertigendem Trägermaterial die als Sperr- und Pufferschicht dienenden Unterlagsfilme zwecks Verhinderung des Durchdrückens von Spänen zwischen die Dekorfilme und dem zu verpressenden spanförmigen Trägermaterial eingefügt werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Unterlagsfilme zur Verbindung mit dem Trägermaterial bzw. untereinander vor ihrer Verwendung in bekannter Weise mit einem Leim, z. B. einem Leimfilm, versieht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE223800T | 1958-04-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT223800B true AT223800B (de) | 1962-10-10 |
Family
ID=29593566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT279359A AT223800B (de) | 1958-04-16 | 1959-04-13 | Verfahren zur Herstellung von mit Dekorfilmen veredelten Trägerschichten aus Faser-, Span- oder Sperrholzplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT223800B (de) |
-
1959
- 1959-04-13 AT AT279359A patent/AT223800B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE10220501B4 (de) | Direkt laminierte Platte | |
| EP1125971A1 (de) | Verfahren zur Herstellung dekorativer plattenförmiger Verbundwerkstoffe mit Reliefstruktur | |
| DE2806905A1 (de) | Bahnfoermiges ueberzugsmaterial und verfahren zu dessen herstellung sowie verwendung | |
| EP0009813A1 (de) | Mit einer Oberflächenstruktur versehene dekorative Schichtstoffplatte | |
| DE69131547T2 (de) | Holzähnliches Brett | |
| DE60129539T2 (de) | Bodenlaminat und herstellungsverfahren von diesem | |
| AT223800B (de) | Verfahren zur Herstellung von mit Dekorfilmen veredelten Trägerschichten aus Faser-, Span- oder Sperrholzplatten | |
| EP2008806A1 (de) | Dekorplatte sowie deren Herstellungsverfahren | |
| DE1131388B (de) | Verfahren zur Herstellung von mit Kunstharz- bzw. Dekorfolien beschichteten Holzwerkstoff- und Verbundschichtstoffplatten | |
| DE2529676C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Schichtstoffplatte | |
| DE2425059A1 (de) | Schichtpressplatte und verfahren zu deren herstellung | |
| DE968825C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Verbundplatte mit hoher mechanischer Widerstandsfaehigkeit | |
| DE2550768C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Schichtstoffplatte | |
| DE1220586B (de) | Stempel zum Praegen von Kunststoffoberflaechen mit Holzcharakter und Verfahren zum Herstellen dieses Stempels | |
| AT204788B (de) | Verfahren zur Herstellung von geschichteten Gegenständen mit einer Zierschicht | |
| AT250656B (de) | Verfahren zur Herstellung von Preßplatten | |
| DE2216713A1 (de) | Holzplatte, insbesondere holzspanplatte | |
| AT256434B (de) | Verfahren zur Herstellung von Preßplatten | |
| CH367317A (de) | Verfahren zur Herstellung von mit Kunstharzfolien beschichteten Holzwerkstoffplatten | |
| DE7403378U (de) | Presse zur Herstellung von mit Melaminharz und einem textlien Gewebe beschichteten Gegenständen | |
| DE2137558C3 (de) | Dekorationsfolie oder -Tapete und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE605756C (de) | Traegerlose glutinhaltige Klebefolie | |
| DE1813662C (de) | Verfahren zum Herstellen eines furnierten Formteile | |
| DE923505C (de) | Verfahren zur Herstellung von dicken Kunstharzpressholzplatten | |
| AT164761B (de) | Verfahren zur Herstellung künstlicher Furniere |