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AT212337B - Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels aus Aktivkohlefiltern in Viskosefabriken entstehen - Google Patents

Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels aus Aktivkohlefiltern in Viskosefabriken entstehen

Info

Publication number
AT212337B
AT212337B AT94959A AT94959A AT212337B AT 212337 B AT212337 B AT 212337B AT 94959 A AT94959 A AT 94959A AT 94959 A AT94959 A AT 94959A AT 212337 B AT212337 B AT 212337B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sulfur
alkali
activated carbon
recovery
produced
Prior art date
Application number
AT94959A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dipl Chem Dr Reichert
Herbert Stemmler
Original Assignee
Spinnfaser Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Spinnfaser Ag filed Critical Spinnfaser Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT212337B publication Critical patent/AT212337B/de

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  • Treating Waste Gases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels aus
Aktivkohlefiltern in Viskosefabriken entstehen 
Die Erfindung betrifft eine einfache Wiedergewinnung des Schwefels, der mit Hilfe von Alkalisulfiden aus Aktivkohle herausgelöst wird, auf der sich der Schwefel beim Reinigen von Abluft aus Fabriken zur Herstellung von Kunstfasern nach dem Viskoseverfahren (im folgenden kurz Viskosefabriken genannt) niedergeschlagen hatte. 



   Die Entfernung des Schwefels aus der Aktivkohle ist eine Notwendigkeit, um die Adsorptionsleistung des Kohlefilter wieder herzustellen und es ist bekannt, dass man den Schwefel mit Alkalisulfiden herauslösen kann, wobei Lösungen von Alkalipolysulfiden entstehen. Da sich die Aufarbeitung dieser Lösungen in der Regel nicht lohnt, gehen das Lösungsmittel und der gelöste Schwefel verloren. Darüber hinaus ist die Beseitigung der Polysulfide sogar noch mit zusätzlichen Kosten verbunden, denn bei ihrem Zusammentreffen mit sauren Abwässern entsteht   H,     S,   durch das die Nachbarschaft belästigt wird. Ausserdem fällt dabei Schwefel in teilweise kolloidaler Form an und wird daher von den Kläreinrichtungen nicht zurückgehalten, so dass er den Vorfluter verschmutzt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man diese Schwierigkeiten und zusätzlichen Kosten vermeiden und gleichzeitig sowohl den aus der Aktivkohle herausgelösten Schwefel als auch den des Lösemittels wieder gewinnen kann, wobei ausserdem der Alkaligehalt des Lösemittels ausgenutzt wird. 



   Die Erfindung bezieht sich demnach auf ein Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels mit Alkalisulfiden aus den zur Wiedergewinnung von   CS   in. Viskosefabriken dienenden Aktivkohlefiltern entstehen und besteht darin, dass die Alkalipoly-   sulfidlösungen   langsam der   Ferrihyèlroxydsuspension   zugegeben werden, mit der die Abluft aus Viskosefabriken von   H S   befreit wird, worauf der aus den Alkalipolysulfidlösungen abgeschiedene Schwefel zusammen mit dem bei der Abluftreinigung anfallenden Schwefel in bekannter Weise wiedergewonnen wird. 



   Die alkalische Suspension von Ferrihydroxyd wird somit zu zwei Zwecken benützt, nämlich zur Entfernung des   H, S   aus der Abluft der Viskosefabrik und dann zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, wobei die Reaktion nach folgenden Formeln verläuft : 
4   Fe (OH) 3   + 6 NazSx = 2   Fe, S,   + 12 NaOH + y S wobei y =   6x -. 6   ist, oder auch
4   Fe (OH) 3   + 6   Na'Sx   = 4 FeS + 12 Na (OH) + z S wobei z =   6x - 4   ist. 



   Durch den Sauerstoff, der mit der Abluft in die Suspension geblasen wird, werden die Eisen-Schwefel- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Verbindungen wieder in Ferrihydroxyd verwandelt : 
 EMI2.1 
 
302 + 6 H20 =aus dem   HS   der Abluft entstandenen Schwefel in bekannter Weise wiedergewonnen. Es entstehen also für die Wiedergewinnung des Schwefels aus den Polysulfiden keine zusätzlichen Kosten. 



   Die Oxydation des   H S verläuft   im sodaalkalischen Gebiet, wobei durch Bildung von Thiosulfat laufend Soda- bzw. Bikarbonatmengen verlorengehen, die durch Nachspeisung von Soda bzw. Natronlauge ergänzt werden müssen. Somit bedeutet die Entstehung von NaOH bei der Oxydation der Polysulfide eine Ersparnis an Soda bzw. Natronlauge. 



   Zur Ausführung werden Polysulfide, die stossweise anfallen, in Behältern gesammelt und von diesen kontinuierlich in den mit Ferrihydroxydsuspension beschickten Waschturm gegeben. 



   Beispiel : 50 m3 einer   NaS-Losung   mit 46,5 g   Na, S/l   nahmen bei der Regenerierung eines Kohlefilters 823 kg Schwefel auf, so dass der Gesamtschwefelgehalt der Polysulfidlösung 1776 kg betrug. Diese 50 m3 wurden über 50 Stunden, also mit 1   m/Std.,   in den 100   m 3 grossen Turm   gegeben, in dem zirka 100 m3 einer Suspension von etwa 3 % Fe (OH) s pro Stunde umgepumpt werden. Dabei wurden 1776 : 50= 35,5 kg Schwefel aus der Polysulfidlösung und etwa 60 kg Schwefel aus der Abluft pro Stunde abgeschieden und danach gemeinsam in bekannter Weise wiedergewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels mit Alkalisulfiden aus den zur Wiedergewinnung von CS in Viskosefabriken dienenden Aktivkohlefiltern entstehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkalipolysulfidlösungen langsam der Ferrihydroxydsuspension zugegeben werden, mit der die Abluft aus Viskosefabriken von H2S befreit wird, worauf der aus den Alkalipolysulfidlösungen abgeschiedene Schwefel zusammen mit dem bei der Abluftreinigung anfallenden Schwefel in bekannter Weise wiedergewonnen wird.
AT94959A 1958-06-04 1959-02-09 Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels aus Aktivkohlefiltern in Viskosefabriken entstehen AT212337B (de)

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AT212337B true AT212337B (de) 1960-12-12

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AT94959A AT212337B (de) 1958-06-04 1959-02-09 Verfahren zur Wiedergewinnung des Schwefels aus den Alkalipolysulfiden, die beim Herauslösen des Schwefels aus Aktivkohlefiltern in Viskosefabriken entstehen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0022197A1 (de) * 1979-06-30 1981-01-14 CASSELLA Aktiengesellschaft Verfahren zur Recyclisierung von Schwefel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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