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AT206026B - Katalysator-Sieb-Elektrode zur Elektrochemischen Ausnutzung aktiver Gase in Brennstoffelementen - Google Patents

Katalysator-Sieb-Elektrode zur Elektrochemischen Ausnutzung aktiver Gase in Brennstoffelementen

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Publication number
AT206026B
AT206026B AT84058A AT84058A AT206026B AT 206026 B AT206026 B AT 206026B AT 84058 A AT84058 A AT 84058A AT 84058 A AT84058 A AT 84058A AT 206026 B AT206026 B AT 206026B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
catalyst
gas
electrode
electrochemical
frit
Prior art date
Application number
AT84058A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ruhrchemie Ag
Steinkohlen Elektrizitaet Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie Ag, Steinkohlen Elektrizitaet Ag filed Critical Ruhrchemie Ag
Priority to AT84058A priority Critical patent/AT206026B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT206026B publication Critical patent/AT206026B/de

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  • Electrodes For Compound Or Non-Metal Manufacture (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Inert Electrodes (AREA)

Description


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    Katalysator-Sieb-Elektro de    . zur elektrochemischen Ausnutzung aktiver Gase in Brennstoffelementen 
Der Gegenstand der Erfindung ist eine vorzugsweise in Brennstoffelementen, welche die chemische Energie brennbarer Gase direkt in elektrische Energie umsetzen, verwendbare Gaselektrode zur elektrochemischen Ausnutzung aktiver Gase. Die aktiven Gase sind aufzuteilen in die oxydierenden Gase wie Sauerstoff und Halogene, und die brennbaren Gase wie Wasserstoff, Kohlenmonoxyd, gasförmige Paraffine und Olefine und Ammoniak. Bekannt ist, dass man hiefür   Gasdiffusions-oder Katalysator-Elektroden   oder   Gasdiffusions-Katalysatpr-Elektroden   verwendet, die sich durch eine grosse wirksame Obertläche der in ihnen verwendeten Katalysator-Materialien und/oder durch grosse Porosität der Elektrodenkörper auszeichnen.

   Beispielsweise ist in der österr. Patentschrift Nr. 191484 eine Doppelskelett-Katalysator-Gasdiffusions-Elektrode für die elektrochemische Umsetzung   vonBrenngasen im   alkalischen Elektrolyten beschieben. 



   Für die elektrochemische Nutzung direkt zugeführten Wasserstoffs besitzen solche Doppelskelett-Katalysator-Elektroden aus Nickel hervorragende Eigenschaften wie z. B. Dauerbelastbarkeiten von 200 bis 300   [mA/cm2]   bei Polarisationen von 100 bis 200 [mV], zwischen zwei Elektrodenregenerationen (österr. Patentschrift Nr. 199238) entnehmbare Ladungsmengen von etwa 100   [Ah/cmz] und   eine Lebensdauer von mehr als 700   [Ah/cm],   wenn sie bei 80  C im stark alkalischen Elektrolyten betrieben werden. 



   Die elektrochemische Nutzung kohlenstoffhaltiger Brenngase wie Kohlenmonoxyd oder Methan gelingt mit diesen Elektroden auch, aber ihre engen Poren verstopfen sich dann häufig nicht nur durch Aluminium- und/oder Nickelhydroxyd-Ausfällungen, sondern auch durch Alkalicarbonat und/oder Alkalibicarbonat. Nur der vom Elektrolyt-Brenngas-Gemisch ohne wesentliche Behinderung erreichbare Katalysator-es ist dies bei stark gasenden Doppelskelett-Katalysator-Elektroden der an der elektrolytseitigen Elektrodenoberfläche liegende-bleibt nach verhältnismässig kurzer Betriebszeit noch für die Umsetzung übrig. Aber gerade dieser Kontakt ist, wenn die   Doppelskelett-Katalysator-Elektrode   im BrennstoffElement betrieben wird, durch Sauerstoff-Bespülung besonders stark gefährdet. 



   Die Herstellung solcher kompakten, hochporösen, einen Katalysator in einem   Stiltzskelett   enthalten-   den Elektrodenkörper   ist zeitraubend, kostspielig und gelang bisher wegen technischer Schwierigkeiten nur für einige Metalle wie Nickel, Kupfer, Eisen und Silber.

   Wünschenswert sind jedoch Gaselektroden, die den Einsatz sämtlicher Katalysator-Materialien ohne Schwierigkeiten ermöglichen, deren Katalysator durch   Gegengasbespülung nichtgefährdetwird, diemöglichst aktiv, vonlanger Lebensdauer, korrosionsfest, in jeder    Grösse herstellbar, bequem und billig regenerierbar sind, einen   hohenGasumsatzwirkungsgrad besitzel1.   grosse mechanische Festigkeit und gute elektrische Leitfähigkeit aufweisen und vor allen Dingen dem flüssigen Elektrolyten einen wenig behinderten Konzentrationsausgleich ermöglichen, ohne dabei gleichzeitig das aktive, elektrochemisch zu nutzende Gas preiszugeben. Diese Anzahl oftmals schlecht zu vereinigender Forderungen ist schwer mit einem einzigen kompakten Elektrodenkörper zu erfüllen. 



   Um diesenSchwierigkeiten auszuweichen, wurde das Prinzip   des"kompakten Elektrodenkörpers"ver-   lassen und eine   gleichsam nachdem"Baukasten-Prinzip"zusammengesetzte Katalysator-Sieb-Gaselek-   

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 rode entwickelt. Diese stellt eine Abart einer Katalysator-SieD-Elektrode für Vorrichtungen zur elektlo- : hemischen Umsetzung flüssiger Stoffe dar, die aus zwei Metallisch leitenden,   flüssigkeitsdurchlässigen     'leben   besteht, zwischen denen gekörntes oder pulverförmiges, elektrisch leitendes katalytisch aktives Material liegt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man in Brennstoffelementen zur direkten Umsetzung gasförmiger oder lüssiger Brennstoffe in elektrische Energie zur elektrochemischen Nutzung aktiver Gase mit Votteil Ka-   alysator-Sieb-Gaselektroden   benutzt, die aus einer katalytisch wirksamenoderunwirksamenGasvereilungsfritte und einem hiezu parallelen, mit einer Strom zuführung versehenen Sieb bestehen, zwischen   lenen   gekörntes oder pulverförmiges, elektrisch leitendes, katalytisch wirksames Material   liegt.   



   Die Öffnungen des Siebes können trichterförmig oder konisch verengt ausgebildet und die trichterförnigen Öffnungen beziehungsweise die konischen Verengungen der Fritte zugewandt sein, sie können kreis- 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
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U = Umfang des   Lochque1schnittes.   



   Die Gasverteilungsfritten sollen mechanisch sehr   feste, hochporöse Sinterkörper   mit mittleren Porendurchmessern von 1 bis 100   ju,   vorzugsweise   10-50 1 seni.   



   Als katalytisch wirksame Fritte kann ein Doppelskelett-Katalysator-Körper benutzt werden, der aus einem katalytisch wenig wirksamen Metallskelett mit fest eingelagertem feinkörnigen Raney-Katalysator besteht. Derartige   Doppelskelett-Materialien   bilden den Gegenstand   de. österr.   Patentes Nr. 191484. 



   Der Elektrodenkörper kann hiebei eine beliebige Gestalt haben, beispielsweise kann man Fritte und Sieb als koaxiale Zylinder ausbilden, die durch obere und untere   Verschlussplatten   vereinigt sind. Der Ka-   talysator   befindet sich hiebei im Ringraum zwischen den beiden Zylindern. Man kann aber auch scheiben -   förmige   Elektroden beliebiger Gestalt herstellen. 



   Die Zeichnung veranschaulicht den Bau einer solchen scheibenförmigen Elektrode, bei der die Siebjffnungen trichterartige Fortsätze aufweisen. Sie stellt einen Schnitt durch den   Elektrodenkörper   dar. 



   1 ist die metallische Halterung mit der Gaszuführung, 2 die katalytisch wirksame oder unwirksame Fritte, 3 das gekörnte oder pulverförmige, katalytisch wirksame Material, 4 das Sieb. 



   Der Katalysator sowie das Sieb werden aus Materialien hergestellt, die den jeweils umzusetzenden Gasen sowie dem Elektrolyten, den   Reaktionszwischen- und   Endprodukten gegenüber beständig sind und keine unerwünschten Nebenreaktionen bewirken. 



   Beispielsweise benutzt man für die elektrochemische Umsetzung von Wasserstoff, Kohlenoxyd und/oder Methan im alkalischen   oderamalisch   hydrolysierten Elektrolyten Siebe aus Wickel und körnigem RaneyNickel-Katalysator oder im sauren oder alkalischen bzw. sauer hydrolysierten oder alkalisch hydrolysierten Elektrolyten Siebe aus Platin und Platin- oder Palladium Schwamm oder Aktivkohle, die mit Platin oder Palladium aktiviert ist, als Katalysator.   Für die   elektrochemische Umsetzung von Kohlenoxyd im alkalischen oder alkalisch hydrolysierten Elektrolyten kann man weiterhin beispielsweise Kupfer-Siebe und körnigen   Raney-Kupfer-Katalysator   verwenden.

   Für die elektrochemische Umsetzung von'Sauerstoff im alkalischen oder alkalisch hydrolysierten Elektrolyten kann man beispielsweise Silber-Siebe und körnigen   hoch porösen   Silber-Katalysator oder Aktivkohle, die durch fein verteiltes   Silber aktiviert ist, vejf   wenden. 



   Die Fritten können unter der Voraussetzung, dass sie gegenüber dem verwendeten Gas, dem verwendeten Elektrolyten sowie den Zwischen-und Endprodukten der Reaktion bei vorgegebenen Betriebsbedingungen beständig sind und zu keinerlei unerwünschten chemischen Nebenreaktionen führen, aus allen Materialien hergestellt werden, die sich zu Sinterkörpern mit den erwähnten Eigenschaften verarbeiten lassen. Die Wahl elektrisch leitender oder nicht-leitender und gleichzeitig katalytisch wirksamer oder unwirksamer Gasvprteilungsfritten richtet sich danach, ob man gewisse Einzelschritte der Elektrodenreaktion fördern oder hemmen oder ob man gewisse störende Einflüsse anderer Art ausschalten will. An einigen Beispielen möge dies erläutert werden. 



   Katalytisch unwirksame   Gasvertel1ungsfritten   wird man insbesondere für die elektrochemische Nutzung kohlenstoffhaltiger Brenngase wie Kohlenoxyd oder Methan im alkalischen Elektrolyten verwenden. 

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    Man vermeidet durch die Verhinderung des Ablaufs der Oxydationsreaktion, im Inn'3rn der engen Poren eine schnelle Verstopfung durch Alkalicarbonat beziehungsweise Bicarbonat. Bei der elektrochemischen Umsetzung von Kohlemnonoxyd im indirekten stark alkalischen Brennstoff-Element kann man das Kohlenmonoxyd quantitativ ausnutzen, wenn man es in die als Elektrolyt dienende Alkalilauge einführt, so dass es in Alkaliformiat umgesetzt wird. Letzteres wird an der Brennstoff-Elektrode katalytisch dehydriert und der frei werdende Wasserstoff elektrochemisch umgesetzt. Hier haben die Gasverteilungsfrittenneben der Gasverteilung, insbesondere die Aufgabe, Alkaliformiat zu bilden, ohne das in ihnen gebildete Formiat gleich selbst zu dehydrieren und Carbonat beziehungsweise Bikarbonat zu bilden und damit zu verstopfen.

   Das aus der Fritte herausdiffundierende Formiat wird erst am körnigen Raney-Nickel-Katalysator, der zwischen Fritte und Sieb gelagert ist, dehydriert, wo ein bequemer Konzentrationsausgleich mit dem äusseren Elektrolyten möglich ist. 



  Katalytisch aktive Gasverteiluugsfritten, wie sie z. B. stark gasende Doppelskelett-Katalysator-Elek-   
 EMI3.1 
 
191484sche Umsetzung von Wasserstoff (Nickel-Doppelskelett-Katalysator-Elektroden) oder von Sauerstoff (Silber-Doppelskelett-Katalysator-Elektroden) verwenden. Durch die erfindungsgemässe Anordnung von einem durch ein Mikrosieb gehaltenen, katalytisch wirksamen Material wird die Aktivität solcher Elektrodengesteigert und der Gasumsatzwirkungsgrad wesentlich erhöht. 



   Nicht-leitende, inaktive Gasverteilungsfritten wird man Lnsbesondere dann benutzen, wenn man die Verstopfung ihrer Poren durch kolloidale oder gelartige Ausfällungen (Aluminium-, Eisen-, Nickel-usw. 



  Hydroxyde, Kieselsäure usw. ) zu erwarten hat, die unter Umständen als Ladungsträger auftreten, unter dem Einfluss des elektrochemischen Feldes zwischen den Elektroden des Brennstoff-Elementes wandern, sich dort entladen und absetzen   können..   



   Beim Betrieb der Elektrode wird das umzusetzende Gas, durch die Gasverteilungsfritte sehr fein verteilt, in das vom Elektrolyten umspült Katalysator-Schüttgut geblasen. Da die Öffnungen des Siebes so bemessen und/oder so ausgebildet und/oder so angeordnet sind, dass sie im Vergleich zum flüssigen   Elet   trolyten   des Gasbläschens gegenüber eint ;

   n hohen   Strömungswiderstand entgegensetzen, steigt das Gas unter dem Einfluss der Auftriebskräfte in   Bläschenform   im katalytisch wirksamen Schüttgut auf, berührt die Katalysator-Oberfläche auf seinem Wege sehr oft und bildet viele für die elekuochemische Umsetzung notwendige   Dreiphasengrenzen (Elektrolyt-Katalysator-Gas).   Die Menge des pro Zeit-und Flächeneinheit einzublasenden Gases richtet sich nach der angelegten anodischen (im Falle von Brenngasen) beziehungsweise kathodischen (im Falle von oxydierenden Gasen) Belastung. Der Weg des Gases durch das Katalysator-Schüttgut muss so lang sein, dass das Gas durch die angelegte Belastung möglichst quantitativ umge setzt werden kann. 



   Aus diesem Grunde ordnet man die Fritte zweckmässigerweise nur im unteren Teil des senKrecht ste-   henden   Elektrodenkörpers an (s. Zeichnung), so dass das Gas in den unteren Abschnitt der zwischen Sieb 4 und Halterung 1 beziehungsweise Flitte 2 gelagerten Katalysatorschüttung 3 eintritt. 



    PATENT ANSPRÜCHE :    
1. Katalysator-Sieb-Elektrode zur elektrochemischen Ausnutzung aktiver Gase in   Brennstoffelemen-   ten zur direkten Umsetzung chemischer Energie in elektrische Energie, bestehend aus einer katalytisch wirksamen oder unwirksamen Fritte und einem hiezu etwa parallelen, mit einer   Stromzufühiung versehe-   len Sieb, zwischen denen gekörntes oder pulverförmiges, elektrisch   leitendes, katalyu. sch   wirksames Material liegt.

Claims (1)

  1. 2. Katalysator-Sieb-Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen des liebes trichterförmig oder konisch verengt und die trichterförmigen Öffnungen oder die konischen Veren- ungen der Fritte zugewandt sind.
    3. Katalysator-Sieb-Elektrode nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als kataLytisch wirksame Fritte eine Doppelskelett-Katalysator-Elektrode, bestehend aus einem katalytisch wenig wirksamen Metallskelett mit fest eingelagertem, feinkörnigem Raney-Metall-Katalysator, benutzt wird.
AT84058A 1958-02-06 1958-02-06 Katalysator-Sieb-Elektrode zur Elektrochemischen Ausnutzung aktiver Gase in Brennstoffelementen AT206026B (de)

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