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Nicht einfrierende Durchschlagsicherung für Behälter zur Lagerung von flüssigen
Brennstoffen
Die Erfindung bezieht sich auf eine nicht einfrierende Durchschlagsicherung für Behälter zur Lagerung von flüssigen Brennstoffen.
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Bei Lagerbehältern hat ein derartiges Einfrieren der Sicherung in der Belü ! ftungsleitung eine Erhöhung des Luftdruckes im Behälter bei seiner Füllung und eine Verminderung des Druckes bei der Entleerung zur Folge. Diese Druckänderungen sind bei unterirdischen Behältern, die gewöhnlich kleinere Abmessungen aufweisen und aus stärkeren Blechen verfertigt sind, nicht gefährlich. Bei aus schwächeren Blechen hergestellten oberirdischen Behältern würden derartige Druckveränderungen im Inneren des Behälters eine Beschädigung derselben, insbesondere an der Decke oder im Boden verursachen.
Deshalb wurden diese olberirdischen Behälter in Gegenden, wo im Winter die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinkt, bisher nicht mit durchschlagsfesten Sicherungen versehen und waren dann. der Gefahr eines Flammen- rückschlages in den Behälter und einer Explosion ausgesetzt. Diese Gefahr ist grösser bei einer Gruppe von Behältern, wo der Brand eines Behälters auch sukzessive zur Explosion der andern Behälter führen kann.
Diese Gefahr beseitigt die vorliegende Erfindung, bei welcher mit einer durchschlagsfesten Sicherung von beliebiger Ausführung an den Belüftungsstutzen des Behälters ein hydraulisches Ober- und Unterdrudkventil parallel angeschlossen ist, welches im Falle einer gemeinsamen Be- ltiliftungsleitun, g mit einer mechanischen Klappe versehen ist.
Dieses bei jeder Temperatur verlässlich arbeitende Ventil gestattet den Durchgang der erforderlichen Luftmenge in den und aus dem Behälter, sobald der Widerstand einer normalen .Sicherung den der Festigkeit des Behälters entsprechenden zulässigen Wert überschreitet.
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der Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 die Gruppe, bestehend aus einer Durchschlagsicherung mit einem hydraulischen Ventil, Fig. 2 den Durchschnitt eines hydraulischen über-und Unterdruckventils und Fig. 3 die Schaltung der Gruppen in eine gemeinsame Belüftungsleitung veranschaulicht.
Die Gruppe gemäss Fig. 1 ist an der höchsten Stelle des Behälters 1 angeordnet und enthält eine kapillare Durchschlagsicherung 2 einer beliebigen Konstruktion, ferner ein hydraulisches Über- und Unterdruckventil 3, einen Abzweig- stutzen 4 und einen Endogen 5 mit einem
Schutzsieb 6 gegen das Eindringen von gröberen
Verunreinigungen.
Solange die Sicherung 2 nicht verstopft ist, tritt Luft gemäss dem Pfeil 7 hindurch, da dieser Weg dem Luftdurchgang einen kleineren Widerstand leistet. Wenn jedoch der Widerstand über den Wert des Ütber- und Unterdruckventils 3 anwächst, beginnt ein grösserer oder kleinerer Luftanteil durch das Ventil 3 in der Richtung der Pfeile 8 hindurchzutreten. Bei einer völligen Verstopfung der Sicherung tritt dann die gesamte Luft durch das Ventil 3 hindurch. Sobald die Sicherung freigesetzt ist (beim Einfrieren infolge der Erwärmung durch das Sonnenlicht) findet wieder ein normaler Luftdurchgang durch die Sicherung 2 statt. Auch beim Luftdurchtritt durch das hydraulische Ventil bleibt der Behälter gegen den Rückschlag der Flamme geschützt, da das hydraulische Ventil einen Syphonverschluss bildet.
Das in Fig. 2 veranschaulichte hydraulische Ober-und Unterdruckventil 3 besteht aus einem um das Rohr 10 angeordneten zylindrischen Gefäss 9. Der Innenraum desselben ist teilweise durch eine zylindrische Wand 11 vom Durchmesser D in zwei Teile derart unterteilt, dass die Oberfläche des Flüssigkeitsspiegels zwischen dem Rohr 10 und dem Zylinder 11 zu der Grösse der Oberfläche des Flüssigkeitsspiegels zwischen den Zylindern 9 und 11 indirekt proportional zu dem zulässigen überdruck-und Unterdruck in dem betreffenden Behälter ist. In der rechten Hälfte
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des in Fig. 2 veranschaulichten Querschnittes sind die Flüssigkeitsspiegel im Ventil bei der Entstehung eines überdruckes in dem Behälter (z. B. beim Schliessen) und im linken Teil bei der Entstehung eines Unterdruckes (z.
B. beim Entleeren des Behälters) dargestellt.
In den Räumen zwischen dem Rohr 10 und dem zylindrischen Teil 9 befinden sich mehrere perforierte Bleche 12 und 13, die das Mitreissen der Flüssigkeit durch den Luftstrom verhindern. Die zylindrische Zwischenwand 11 ist mit dem Deckel 14 dichtend verbunden, welch letzterer mit mehreren Schrauben 15 an dem Mantel 9 befestigt ist. In dem Mantel 9 sind oben mehrere öffnungen 16 für den Luftdurchtritt vorgesehen, die von der Seite mit dem zylindrischen Rand des Deckels 14 zugedeckt sind.
Falls die Vorrichtung an eine gemeinsame Lüftungsleitung angeschlossen ist, wird am Deckel 14 eine um den Zapfen 18 drehbare mechanische Klappe 17 angeordnet. Die Klappe öffnet sich bei einer eventuellen Explosion des Behälters und entlastet dadurch die durchschlagsfeste Sicherung von dem entstandenen überdruck. In dem Deckel 14 ist eine Füllöffnung 19 und im Mantel 9 sind Kontrolllöffnungen 20 zur Erreichung der geforderten Höhe des Flüssigkeitsspiegels vorgesehen.
Im Boden befindet sich die Auslassöffnung 21. Als Füllung des hydraulischen Ventils wird natürlich eine Flüssigkeit verwendet, die unter normalen atmosphärischen Bedingungen nicht gefriert.
Beim Schalten von zwei oder mehreren Behältern 22,23 an eine gemeinsame Lüftungslei- tung 24 (Fig. 3) wird die gemeinsame Leitung an Stutzen der Durchschlagssicherungen 2 angeschlossen und an einer Stelle 25 wird eine gemäss Fig. 1 aus einer Durchschlagsicherung und einem hydraulischen Ventil bestehende weitere Gruppe angeordnet. In diesem Falle werden die Ventile mit mechanischen Klappen 17 versehen.
Die beschriebene Durchschlagsicherung in Kombination mit einem hydraulischen Über- und Unterdruckventil gestattet unter jedwelchen Bedingungen die brennbare Flüssigkeiten enthaltenden Behälter gegen den Rückschlag der Flamme zu schützen, ohne dass im Behälter ein gefährlicher Überdruck oder Unterdruck infolge des Verstopfens der Kapillareinlage der Sicherung in der Lüftungsleitung des Behälters entstünde. Dies ist natürlich von grosser Bedeutung insbesondere für einen ungefährdeten Betrieb von grossen oberirdischen Behältern.