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AT160119B - Verfahren zur Herstellung von Belägen, insbesondere Fußboden- oder Wandbelägen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Belägen, insbesondere Fußboden- oder Wandbelägen.

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Publication number
AT160119B
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AT
Austria
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parts
weight
coverings
oil
production
Prior art date
Application number
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English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
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Publication date
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Publication of AT160119B publication Critical patent/AT160119B/de

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Belägen, insbesondere Fussboden-oder Wandbelägen. 



   Die Erfindung hat einen Kunststoff zum Gegenstand, der sich in hervorragender Weise für die Herstellung von   Fussboden-und Wandbelägen,   von plastischen Massen u. dgl. eignet. 



   Der Kunststoff dieser Erfindung wird so hergestellt, dass ein Füllstoff einer wässerigen Emulsion eines flüssigen, durch Autoxydation trocknenden Natur-oder Kunstproduktes und/oder'einer Lösung eines Stoffes, der beim Verdunsten des Lösungsmittels einen Film bildet, einverleibt wird, wobei zur Herstellung dieser Emulsion ein Emulgator benutzt wird, der sowohl in Wasser als auch in Öl   löslich   ist. 



   Unter den zur Vereinigung mit dem Füllstoff geeigneten Produkten mögen trocknende Öle, wie Leinöl und Holzöl, namentlich auch in der Form von Standöl, genannt sein. Weiterhin können 01lacke verwendet werden, wie man sie z. B. durch Auflösen von Naturharzen, wie Kolophonium oder Kopalen, und deren Estern sowie von Kunstharzen, z. B. Cumaronharzen, oder den durch Kondensation mehrwertiger Alkohole, mehrbasischer und einbasischer Carbonsäuren erhaltenen Alkydharzen in trocknenden Ölen erhält. Weiterhin können auch Spirituslacke Verwendung finden, so z. B. die durch Auflösung von Weichkopal, Sandarak, Elemi oder Mastix in Spiritus erhältlichen Lacke, schliess- 
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 merisierter   Acryl-und Methacrylester, polymerisierter   und nachträglich chlorierter Vinylehloride, Lösungen von Chlorkautschuk oder anderer filmbildender Stoffe.

   Produkte dieser Art, die an sich bereits die nötige weiche bis flüssige Konsistenz besitzen, so z. B. Standöle und Alkydharze weicher Konsistenz, können auch ohne Verwendung von Lösungsmitteln als solche benutzt werden. Unter den genannten Stoffen sind namentlich diejenigen, die infolge eines Gehaltes an Resten trocknender Fettsäuren trocknende Eigenschaften besitzen, namentlich aber die trocknenden Alkydharze, für die Zwecke dieser Erfindung besonders wertvoll. 



   Die Trockenfähigkeit kann man gegebenenfalls durch Zusatz von Trockenstoffe, so z. B. Naphthenaten, Linoleaten oder Resinaten des Bleies, Mangans oder Kobalts steigern. Unter Umständen empfiehlt es sich, Weichmacher, wie z. B. Trikresylphosphat, Dibutylphthalat, Adipinsäure-und Phthalsäureester zuzusetzen. 



   Als Füllstoffe können alle gemahlenen Stoffe anorganischen oder organischen Ursprungs Verwendung finden, die sowohl in Wasser als auch im angewandten Bindemittel unlöslich sind. Als Beispiele seien namentlich genannt Steinmehl, Gips, Talkum, Kreide, Kieselgur, Asbestfaser, Asbestpulver, Lederpulver, Sägemehl, und Korkmehl. Den Füllern können Pigmente einverleibt werden, wie z. B. Ocker, Eisenrot, Eisengelb, Chromoxydgrün, Titanweiss, Zinkweiss und Lithopone. Die besten Ergebnisse erzielt man bei Verwendung von Mischungen anorganischer und organischer Füller. Im übrigen empfiehlt es sich, Gemische von anorganischen Füllern gröberer und feinerer Korngrösse anzuwenden. Dabei wendet man zweckmässig eine Korngrösse zwischen 1,   5-420     u.   und vorzugsweise eine Durchschnittskorngrösse von   3040, an.   



   Das Mengenverhältnis des anorganischen Füllers zum organischen Füller kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Je höher der Gehalt an organischem Füller, wie z. B. Sägemehl, ist, um so besser ist die Isolation des aus dem Kunststoff hergestellten Fussboden-oder Wandbelages gegen Wärme und Schall. Besonders empfehlenswert sind   Füllstoffgemische,   die aus ungefähr 15-30 Gewichtsteilen eines organischen Füllers neben 100 Gewichtsteilen eines anorganischen Füllers bestehen. 



   Unter den oben erwähnten Emulgatoren, die sowohl in Wasser als in Öl löslich sind, mögen die Alkalisalze von Sulfonsäuren alkylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe erwähnt sein und insbesondere solche Emulgatoren, die gute   Öllöslichkeit   besitzen, wie z. B.   Triäthanolamin,   die Ammoniumsalze der Leinölfettsäuren und Ölsäuren und insbesondere die Produkte, die man beider Einwirkung von Äthylenoxyd auf Hydroxylderivate von Verbindungen mit längeren aliphatischen Ketten, wie z.   B.   Oktadecylalkohol, erhält. Besonders gute Ergebnisse erzielt man mit den Einwirkungsprodukten von Äthylenoxyd auf   Ricinusöl.   



   Die Verarbeitung des angefeuchteten Füllstoffes mit der weichen bis flüssigen Komponente wird in an sich bekannter Weise z. B. in einer Mischtrommel mit   Schaufelrührwerk vorgenommen.   



   Es empfiehlt sich, die Mengenverhältnisse vorzugsweise so zu wählen, dass man ein Produkt erhält, das   erdfeucht   ist, aber nicht klebrig. Die Verarbeitung eines solchen Produktes, z. B. zu einem Fussbodenbelag, wird so vorgenommen, dass das Pulver in   gleichmässig dicker Schicht   auf den gegebenenfalls vorher mit einem Lack vorgestrichenen Boden aufgebracht wird. Dann wird das Pulver mit einem geeigneten Werkzeug, so z. B. mit einer Walze oder Kelle, an den Boden angedrückt. Je nach der Art der verwendeten Ausgangsmaterialien ist ein solcher Belag nach drei bis fünf Tagen trittund nagelfest. 

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   Beispiel 1 : Eine Lösung von 70 Gewichtsteilen eines durch Kondensation von 270 Gewichtsteilen Leinölfettsäuren, 92 Gewichtsteilen Glycerin und 130 Gewichtsteilen   Phthalsäureanhydrid   erhältlichen Alkylharzes in 30 Gewichtsteilen Leinöl und 25 Gewichtsteilen Lackbenzin wird nach Zusatz von 3 Gewichtsteilen Blei-Mangan-Linoleat und 10 Gewiehtsteilen eines durch Einwirkung von Äthylenoxyd auf Rieinusöl   erhältlichen   Netzmittels mit   150-200   Teilen Wasser zu einer Emulsion verarbeitet. 



   Diese Emulsion lässt man in einer Mischvorrichtung zu einem Gemisch von 650 Gewichtsteilen Steinmehl, 100 Gewichtsteilen Talkum, 50 Gewichtsteilen Kreide, 150   Gewiehtsteilen   Holzmehl und 20 Gewichtsteilen Chromoxydgrün zulaufen, worauf das Gemisch innig verknetet wird. Man erhält so ein feuchtes, loses Pulver, das sich ohne weiteres verstreichen lässt. 



   Dieses Pulver kann in folgender Weise zu einem Fussbodenbelag verarbeitet werden :
Der Fussboden, z. B. ein Steinboden, wird mit einer Lösung von 70 Gewichtsteilen Cumaronharz in 10 Gewichtsteilen Leinöl und 20-30 Gewichtsteilen Solventnaphtha vorgestrichen. Dann wird das Pulver in gleichmässiger Schicht aufgebracht und mit einer Walze festgewalzt oder mit einer Kelle angedrückt und glattgestrichen. Nach etwa 4 Tagen ist der Belag trittfest. 



   Beispiel 2 : Eine Lösung von 100 Gewichtsteilen des im Beispiel 1 erwähnten Alkydharzes in 25 Gewichtsteilen Lackbenzin oder Petroleum wird nach Zusatz von 4 Gewichtsteilen Blei-ManganLinoleat und 10 Gewichtsteilen des im Beispiel 1 angewandten Emulgators mit   50   Teilen Wasser zu einer Emulsion verarbeitet. Diese Emulsion lässt man in einer geeigneten Mischvorrichtung zu einem innigen Gemenge von 440 Gewichtsteilen Steinmehl, 30 Gewichtsteilen Eisenoxydrot und 90 Gewichtsteilen Holzmehl zulaufen. Die Weiterverarbeitung des Produktes wird in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise vorgenommen. 



   Beispiel 3 : Eine Lösung von 150 Gewichtsteilen des in Beispiel 1 genannten Alkydharzes in 70   Gewiehtsteilen   Solventnaphtha wird nach Zusatz von 3---4 Gewichtsteilen Blei-Linoleat und 3 Gewichtsteilen naphthensaurem Zink mit zirka 160 Teilen Wasser emulgiert, das 16-20 Gewichtsteile des in Beispiel 1 angewendeten Netzmittels enthält. Die Emulsion wird in einer geeigneten Mischmaschine mit 1000 Gewichtsteilen einer   Füllstoffmisehung   verarbeitet, die man zweckmässig mit etwa 400 Teilen Wasser vornetzt. Der Füllstoff besteht aus 760 Gewichtsteilen Steinmehl, 30 Gewichtsteilen Kieselgur, 50 Gewichtsteilen Eisenoxydrot und 160 Gewichtsteilen Holzmehl.

   Der Zusatz der Kieselgur zur Füllmasse verleiht derselben eine erhöhte Plastizität und Verstreichbarkeit ; eine   ähnliche   Wirkung erzielt man durch Verwendung von löslicher Kartoffelstärke und andern Stärkeabbauprodukten zur Emulsion. 



   Beispiel 4 : Man ersetzt in Beispiel 3 das Alkydharz durch eine Lösung von 100 Gewichtsteilen Cumaronharz in einem Gemisch von 40 Gewichtsteilen Leinöl und 10 Gewichtsteilen Leinöl-HolzölStandöl und verfährt im übrigen wie in Beispiel 3. 



   Beispiel 5 : Man ersetzt in Beispiel 3 das Alkydharz durch 150 Gewichtsteile eines Kopallackes, der mit 35 Gewichtsteilen Terpentinöl verdünnt ist. Der Kopallack enthält zweckmässig auf 2 Gewichtsteilen ausgeschmolzenem Kopal einen Gewichtsteil trocknendes Öl. 



   Beispiel 6 : Man ersetzt in Beispiel 2 das Alkydharz durch eine Lösung von 150 Gewichtsteilen Kolophoniumglycerinester in 70 Gewichtsteilen Solventnaphtha und verfährt im übrigen wie in Beispiel 3 angegeben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Belägen, insbesondere Fussboden-oder Wandbelägen, aus einer Mischung einer mit Hilfe von an sich bekannten, sowohl in Wasser als auch in Öl löslichen Emulgatoren bewirkten Emulsion eines Bindemittels, das aus an sich bekannten. weichen bis flüssigen,   wasserunlöslichen, sich an   der Luft oxydierenden oder polymerisierenden Natur-oder Kunstprodukten und/oder einer Lösung von an sich bekannten Stoffen besteht, die beim Verdunsten des Lösungsmittels einen wasserbeständigen, trockenen Film bilden, mit vorzugsweise einer solchen Menge von Füllstoffen, dass ein pulveriges, erdfeuchte, nicht klebendes Produkt entsteht, welches auf eine Unterlage aufgebracht, angedrückt und von selbst erhärten gelassen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines trocknenden Alkydharzes.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Füller ein Gemisch aus organischen und anorganischen Stoffen verwendet wird.
AT160119D 1935-11-07 1936-10-19 Verfahren zur Herstellung von Belägen, insbesondere Fußboden- oder Wandbelägen. AT160119B (de)

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AT160119D AT160119B (de) 1935-11-07 1936-10-19 Verfahren zur Herstellung von Belägen, insbesondere Fußboden- oder Wandbelägen.

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