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AT159831B - Entladungsrohr zum Nachweis und/oder zur Messung von Strahlungsenergie. - Google Patents

Entladungsrohr zum Nachweis und/oder zur Messung von Strahlungsenergie.

Info

Publication number
AT159831B
AT159831B AT159831DA AT159831B AT 159831 B AT159831 B AT 159831B AT 159831D A AT159831D A AT 159831DA AT 159831 B AT159831 B AT 159831B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
counter tube
tube according
photocathode
cathode
counter
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Otto Dr Kiepenheuer
Original Assignee
Aeg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg filed Critical Aeg
Application granted granted Critical
Publication of AT159831B publication Critical patent/AT159831B/de

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Landscapes

  • Common Detailed Techniques For Electron Tubes Or Discharge Tubes (AREA)
  • Photometry And Measurement Of Optical Pulse Characteristics (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Entladungsrohr zum Nachweis und/oder zur Messung von Strahlungsenergie. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Gemäss Fig. 2 fällt das nachzuweisende Licht von rechts auf die durchsichtige Kathode   8,   die mit Hilfe der   Durchführung   9 auf eine negative Spannung von einigen Kilovolt gegen den, auf dem   ultraviolettdurehlässigen   Fenster 10 niedergeschlagenen, elektrisch leitenden, jedoch nahezu durchsichtigen Silberspiegel gebracht ist. Auf diesem Silberspiegel ist eine   dünne     Fluoreszenzschicht,   z. B. 



  Zinksulfid, aufgebracht. Lösen die auftretenden Photoelektronen nun eine Fluoreszenz in Zinksulfid aus, so vermag der ultraviolette Anteil derselben das Fenster 10 zu durchdringen. Er gelangt auf die Innenwand des Zylinders 11 (z. B. aus Kupfer), wo er wiederum Photoelektronen auslöst. Der Zylinder liegt auf gleichem Potential wie der das Zinksulfid tragende Silberspiegel, während der Zähldraht 12 (z. B.   ein Wolframdraht von 0#1 nun #) etwa   auf plus 400 Volt gegen den Zylinder aufgeladen ist. Jedes Photoelektron löst dann   zwischen Zylinder und   Draht eine Entladung aus (als Füllgas kann z. B. 



  Wasserstoff von 15   MM ! Druck dienen),   die infolge des Widerstandes   1. 3   (etwa   109 Q)   sofort wieder abreisst. 



   An den Widerstand   M ist das   zum Zählen dienende Elektrometer 14 bzw. der Eingangskreis einer für Zählrohre bekannten Verstärkeranordnung angeschlossen. 



   Der Fluoreszenzschirm (Fenster) ist so geformt. dass ein   möglichst   grosser Teil des Fluoreszenzlichtes in den Zylinder hineingelangt. 



   Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens, bei der die beiden Räume durch eine elektronendurchlässige, jedoch für Jonen undurchlässige Scheidewand getrennt sind, u. zw. ist der   Kathodenraum   und der   Zählrohrentladungsraum durch   eine   nichtmetallisehe   Folie getrennt, und die Photoelektronen werden durch elektronenoptische Mittel auf dem Zähldraht gebündelt. 



   Eine solche Anordnung erweist sich besonders dann als zweckmässig, wenn aus technischen oder ändern Gründen eine ausgedehnte Photokathode verwendet wird. 



   Die Anordnung ist folgende : Das nachzuweisende Licht trifft von rechts durch das Fenster   1. j,   durch die   Bohrungen ? und 77   des   Zählrohrzvlinders   18, durch die Glasfolie 19 auf die Photokathode : ?, die aus einer planen, unmagnetischen Metallplatte, z. B. aus Silber, Kupfer oder   Molybdän,   besteht. 



  Diese Metallplatte kann durch den   Ansatz 21 mit   einer entsprechenden liehtelektrischen Substanz, z. B. 



  Cäsium, bedampft werden, nachdem sie verlier in bekannter Weise mit einer geeigneten Oberflächenschicht, z. B.   Oxydschicht,   versehen ist. 



   Die durch das Licht an der Photokathode   ausgelösten   Photoelektronen werden dann durch das   Xetz homogen   und parallel beschleunigt, durchlaufen die drei eine elektrische Sammellinse bildenden Lochblende   25, , J,   die auf ein solches Potential gebracht sind, dass alle von der Kathode   : ? kom-   
 EMI2.1 
 schirmt das   schädliche   Feld der   Aufladungen   der Glaswand nach innen ab. Damit man mit einer Be-   schleunigungsspannung   von nur einigen 1000 Volt (z. B. 2000 Volt) auskommt, ist es notwendig, dass die Glasfolie nur eine geringe Stärke von zirka   O'o u.   besitzt.

   Da der   Kathodenraum,   um von der Pumpe entlüftet werden zu können, weitgehend durch Ausheizung entgast werden muss, so muss die Glasfolie mit den Wänden verschmolzen werden und darf nicht verkittet sein. 



   Die Herstellung einer extrem diinnen Glasfolie, die mit der Glaswand verschmolzen ist, kann 
 EMI2.2 
 auf der einen Seite auf einen   Innendurchmesser   von 1 bis   2 mm.   Die äusseren Enden von 47 und 49 verbindet man derart mit   Blasesrhläuchen.   dass man kommunizierend in beide Rohre hineinblasen kann. 
 EMI2.3 
 deren Wandstärke um so geringer ist, je kleiner der   Ausgangsdurchmesser ass.   je dünner die Stirnfläche der Kugel 48 und je weiter das Rohr aufgeblasen wurde. 



   Auf diese Weise lassen sieh bei Durchmessern von 15 bis 50   Mm   Folien bis herunter zu Stärken von   0'1     jj.   herstellen, die ohne Gefahr thermisch entgast, d. h. ausgeheizt werden können. 



   Wird als trennende Folie eine Metallfolie verwendet, so kann sie nach einem weiteren Erfindungsgedanken so ausgebildet werden, dass sie schon Elektronen verhältnismässig kleiner Geschwindigkeiten (in der   Grössenordnung   von 10 Volt) durchlässt. 



     Eine Ausführungsform   dieses Gedankens besteht darin, dass die Metallfolie äusserst dünn (zirka 1000   A) gewählt   wird. Es können aber auch dickere Folien Verwendung finden, wenn sie in besonderer Weise hergestellt werden, z. B. auf   chemischem   Wege durch Niederschlagen. Wird z. B. ein dünner 
 EMI2.4 
 grösserer Dicke als 1000 A eine gute   Durchlässigkeit   für Elektronen geringer Geschwindigkeit. 



   Bei Verwendung der Folien ist es dann-insbesondere wenn die Folie an die Photokathode genügend dicht herangebracht wird z. B.   # mm # nicht   mehr nötig, den Kathodenraum zu evakuieren, vielmehr kann er dieselbe Gasfüllung wie der Entladungsraum besitzen. Die Folie braucht also nicht 
 EMI2.5 
 

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 keit von einigen 10 Volt zu erhalten brauchen, mit der Betriebsspannung zu gleichen Werten wie bei   gewöhnlichen   Photozellen. Die für den praktischen Betrieb unbequeme Hochspannung zur Beschleunigung der Photoelektronen wird   ÜberflÜssig.   



   Bei der Anordnung nach Fig. 3 kann ebenso, wie im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben, ein 
 EMI3.1 
 



   Die Anordnung gemäss Fig. 3 kann, wie in Fig. 3 a dargestellt, derart abgeändert werden, dass die Verwendung einer Elektronenoptik entbehrlich ist. 



   Die Anordnung, die besonders für das sichtbare Spektralgebiet brauchbar ist, ist folgende :
Das Licht trifft von oben durch den Rohransatz 2. 9 auf die inwendig   aufgedampfte,   durchsichtige Photokathode. 30, welche mit einer nach aussen geführten Stromzuführung 31 versehen ist. 



  Die Glasfolie 32, welche beiderseitig durch Aufdampfen versilbert ist   (schwach   blau durchscheinend), ist durch die Durchführung 33 nach aussen geführt und auf einige Kilovolt gegen die Photokathode aufgeladen, so dass die Photoelektronen die Folie durchdringen können. Sie treffen sodann auf den Zähl-   draht.'14   und zünden zwischen der   Platte. 33,   die mit der Folie 32 auf gleichem Potential liegt, und den   Zähldraht 3 Entladungen. An dem Widerstand. 36 treten alsdann Spannungsstösse auf, die registriert werden können.   



   Eine weitere   Ausführungsform   zeigt Fig. 4. Es ist hier im   Zählrohrentladungsraum     eine Hilfs-   elektrode vorgesehen, die gegenüber der negativen Zählrohrelektrode auf einem derartigen Potential gehalten wird, dass die in der   Zählrohrentladung   entstandenen Ionen von der Photokathode ferngehalten werden. 
 EMI3.2 
 wirksamen Substanz in bekannter Weise versehen, während das Hilfsgitter 41 eine möglichst hohe Austrittsarbeit besitzen möge, z. B. aus in bekannter Weise mit Sauerstoff behandeltem Wolfram bestehen möge. 



   Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende : Löst das von rechts   kommende   Licht an der   Innenwand   des   Zylinders- ?   ein Photoelektron aus, so gelangt dieses durch das Gitter 41 zum Zähl-   draht 42   (Zylinder und Gitter liegen zunächst, da sie durch den   Widerstand :, 7 miteinander   verbunden sind, auf gleichem Potential) und zündet eine Entladung zwischen dem Zähldraht einerseits und der Kathode und dem Hilfsgitter anderseits. Das hat zur Folge, dass das Potential am Gitter und an der Kathode absinkt, u. zw. zuerst das an der Kathode liegende, so dass der Hauptteil der   Entladung zum   Gitter und nicht zur Kathode brennt. 



   Wählt man ausserdem die Spannung 43 nur einige Zehntelvolt über der   Zündspannung   des Rohres, so erreicht man, dass nur sehr wenige Ionen der   Zählrohrentladung   auf die Kathode treffen. Die Eigenerregung kann auf diese Weise, insbesondere bei Verwendung eines   hochmolekularen Füll-   gases, z. B. Alkoholdampf (kleine Ionengesehwindigkeiten) weitgehend heruntergesetzt werden, so   dass eine störende Eigenerregung nicht mehr auftritt. 



  Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens, bei der durch Einbau eines Brems-   
 EMI3.3 
 Die Photoelektronen müssen, um die Folie 46 zu durchdringen, zunächst durch das   Gitter hindurch-   kommen. Da letzteres ein wenig negativ gegen die Kathode aufgeladen ist, so müssen die Elektronen eine gewisse Mindestenergie besitzen, um durch das Gitter gelangen zu können. Das bedeutet, dass nur Licht von einer bestimmten Wellenlänge ab (die bestimmt ist durch die an   4. 5   gelegte negative Vorspannung) die Anordnung   zum   Ansprechen bringt. Im übrigen arbeitet die Anordnung wie im Zusammenhang mit Fig. 3 a beschrieben ist. 



   Eine weitere Ausführungsform des   Erfindungsgedankens   besteht darin, dass das   Fiillgas   für den   Entladungsraum   eine derartige Zusammensetzung aufweist, dass es gegenüber der Kathode inert ist. Auch hiedurch kann eine   Eigenerregung   des Rohres vermieden werden. Es empfiehlt sich beispielsweise folgende Kombination von Füllgas und Kathodenmaterial : 
 EMI3.4 
   3.10#4 mm Quecksilber,   Kathode : Kalium auf Kupfer niedergeschlagen. 
 EMI3.5 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 die Möglichkeit, das Entladungsrohr als Photozelle für Strahlung aller Wellenlängen (z. B. für Tonfilm und Fernsehen) zu benutzen.

   Die erreichbaren Photoströme betragen ohne äussere   Verstärkung   etwa das   1010-fauche   der mit gewöhnlichen Photokathoden erreichbaren Photozellenströme. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zählrohr zum Nachweis   und/oder   zur Messung von sichtbarer und/oder ultraroter Strahlung, dadurch gekennzeichnet, dass das Zählrohr in einen Zählrohrentladungsraum und einen Raum, in dem die die Entladung zündenden Elektronen durch die Strahlung ausgelöst werden, räumlich oder elektrisch derart getrennt ist, dass die eigenerregende Wirkung der aus der Zählrohrentladung stammenden Ionen verhindert wird. 
 EMI4.1 


Claims (1)

  1. wand getrennt sind, die für kurzwellige, insbesondere ultraviolette Strahlung durchlässig ist, und auf der dem Zählrohrentladungsraum abgewandten Seite eine in dem spektralen Durchlässigkeitsbereich . der Scheidewand strahlende Fluoreszenzsubstanz (10) trägt (Fig. 2).
    3. Zählrohr nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Räume durch eine elek- tronendurchlässige, jedoch für Ionen undurchlässige Scheidewand (19), insbesondere Folie aus Metall, Glas, Glimmer od. dgl., getrennt sind (Fig. 3).
    4. Zählrohr nach Anspruch 3 mit einer Scheidewand aus Metall, dadurch gekennzeichnet, dass eine Metallfolie Verwendung findet, die derartig ausgebildet ist, dass sie Elektronen kleiner Geschwindigkeiten (in der Grössenordnung von 10 Volt) durchlässt. EMI4.2 ebenen Photokathode so weit genähert ist, dass die Photoelektronen auf ihrem Wege von der Photokathode der Folie keine Ionen bilden.
    R. Zählrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie bei Verwendung einer im sichtbaren Spektralbereich wirksamen Photokathode, z. B. Cäsiumkathode, mit der Wandung des Zählrohres verschmolzen ist.
    7. Zählrohr nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass im Zählrohrentladungsraum eine Hilfselektrode (41) vorgesehen ist, die gegenüber der negativen Zählrohrelektrode auf einem derartigen Potential gehalten wird, dass die in der Zählrohrentladung entstandenen Ionen von der Photokathode ferngehalten werden (Fig. 4).
    8. Zählrohr nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode als ein den Zähldraht konzentrisch umgebenes Gitter (41) ausgebildet ist (Fig. 4).
    9. Zählrohr nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Aussonderung eines Spektralbereiches aus der auffallenden Gesamtstrahlung für den Nachweis bzw. die Messung ein Bremsfeld vor der Kathode vorgesehen ist, dessen Grösse so gewählt ist, dass nur die durch diesen Spektralbereieh ausgelösten Elektronen das Bremsfeld durchlaufen können. EMI4.3
AT159831D 1937-03-19 1938-03-17 Entladungsrohr zum Nachweis und/oder zur Messung von Strahlungsenergie. AT159831B (de)

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