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Einrichtung zum Belüften von Schutt-und Stapelgut, insbesondere in Lagerspeieher, Silos od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine zum Belüften von Schutt-und Stapelgut, insbesondere in Lagerspeichern, Silos od. dgl., dienende Einrichtung mit am Boden verlegten und aus einzelnen Teilen lösbar zusammengesetzten Belüftungskanälen mit Luftaustrittsöffnungen.
Bei den bereits bekannten Einrichtungen dieser Art hat sieh gezeigt, dass die von einem Gebläse
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tritt. Der Luftaustritt ist in der Nähe des hinteren Endes der jeweiligen Belüftungskanäle, da sich hier die vom Gebläse kommende Luft staut, wesentlich stärker als in den Teilen der Belüftungskanäle, die dem Gebläse näher liegen, da in diesen Teilen die Luft zum grössten Teil an den Luftaustrittsöffnungen vorbeistreicht, ohne aus diesen in das zu belüftende Gut seitlich auszutreten. Der ungleichmässige Austritt der Belüftungsluft wird dadurch noeh ungunstiger, dass bei den bekannten Einrichtungen die Luftaustrittsöffnungen zumal bei feinkörnigem Gut häufig verstopft werden, das Gut in die Belüftungskanäle eindringt und deren lichte Weite stellenweise verengt.
Die Erfindung bezweckt, die Luftaustrittsöffnungen in den Belüftungskanälen derart auszubilden und anzuordnen, dass die Luft das zu behandelnde Gut besonders gleichmässig durchdringt und anderseits das Gut äuch bei kleiner Korngrösse nicht durch die Luftaustrittsöffnungen in die Belüftungskanäle eindringen und den Luftstrom hemmen kann. Dies ist erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Belüftungskanäle nahe den Luftaustrittsöffnungen Leitfläehen aufweisen, welche die Luft aus der
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gebildet.
Um den gleichmässigen Austritt der Luft noch zu verbessern, können erfindungsgemäss auch an den Abzweigstellen der Belüftungskanäle von der Hauptluftleitung Leitflächen angeordnet sein, welche die durch die Hauptleitung strömende Luft teilweise zwangläufig in die Belüftungskanäle ableiten.
Die Luftaustrittsöffnungen mit ihren Leitflächen sind erfindungsgemäss in zum Kanalinnern geneigten Wandungen oder auch an der Unterseite der Belüftungskanäle, wenn diese ein ringsum geschlossenes Profil besitzen und auf Füssen angeordnet sind, vorgesehen, um das Eindringen des zu behandelnden Gutes in die Belüftungskanäle und die dadurch eintretenden Hemmungen des Luftstromes zu verhindern.
Weitere Merkmale der Erfindung und Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht die Zeichnung. Es zeigt Fig. 1 eine Belüftungsanlage schematisch in Ansieht ; Fig. 2 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungskanal ; Fig. 3 eine Ansicht zu Fig. 2 ; Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch einen Belüftungskanal nach Linie 10-10 der Fig. 3 ; Fig. 5 die Kanalwandung in der Nähe eine Luftaustrittsöffnung in grösserem Massstab im Längsschnitt ; Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Hauptluftleitung mit abzweigenden Belüftungskanälen ; Fig. 7 ein zweiteiliges Kanalprofil ; Fig. 8 die Stapelung einer Anzahl von zweiteiligen Kanalstüeken gemäss Fig. 7 ausser Gebrauch ;
Fig. 9 in Seitenansicht und in Stirnansicht eine andere Ausführung eines zweiteiligen Kanalprofils ; Fig. 10 einen Querschnitt durch einen Belüftungskanal mit einem
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In Fig. 1 ist ein Lagerraum od. dgl. mit mehreren durch Wände 1 getrennten Boxen dargestellt, welche je eine Belüftungsanlage für Schütt- oder Stapelgut zeigen. In den beiden linken Boxen ist das zu belüftende Gut 2 auf die am Boden verlegten Belüftungskanäle bereits aufgeschüttet, wogegen
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rechter Zündung 6 versehen, auf welcher ein durch ein Kabel 8 mit einer Steckdose 9 verbundenes Gehläse 7 leicht lösbar anzuordnen ist.
Sowohl die Hauptluftleitung als auch die mit Luftaustrittsöffnungen versehenen Verteilungs- kanäle 4 bestehen aus aneinandergereihten bzw. ineinandergesteckten Einzelteilen. Die einzelnen
Kanalteile können z. B. in der Weise lösbar verbunden werden, dass die teleskopartig ineinandersteckbar sind. Um die Rinen- bzw. Kanalteile sämtlich gleich und auf ihrer ganzen Länge mit gleicher lichter
Weite auszubilden, werden jedoch die einzelnen Kanalstücke zweckmässig bündig aneinandergesetzt.
Zur Überhrückung des Zwischenraumes ist an jedem Rinnenteil an dem einen Ende eine den benaeh- barten Rinnenteil übergreifende : Manschette 20 (Fig. 9, 11, 13) vorgesehen, welche z. B. durch Niete 21 befestigt ist.
In allen dargestellten Ausführungsbeispielen weisen die Belüftungskanäle nahe den Luft- austrittsöffnungen 22 erfindungsgemäss Leitflächen 24 auf, welche der Strömungsrichtung der Luft entgegengesetzt gerichtet sind und die Luft aus der Strömungsrichtung zwangläufig in das zu belüftende
Gut seitlich ableiten. Die Leitflächen sind hiebei zweckmässig unmittelbar aus Abbiegungen der den
Luftöffnungen 22 benachbarten Ränder der Kanalwandung gewonnen. In den Fig. 4 und 5 ist die
Strömungsrichtung der Luft durch Pfeile 31 angedeutei, und es ist ohne weiteres ersichtlich, dass die
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geschlossenen Profils vorgesehen.
Die Kanalstücke des ringsum geschlossenen Profils bestehen hiebei aus zwei in Längsrichtung lösbar verbundenen Teilen. Derartige zweiteilige Kanalstücke veranschaulichen die Fig. 7-13. Die lösbare Verbindung ist bei den gezeichneten Ausführungen derart ausgebildet,
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schiebbar sind. Nach Gebrauch werden die Bodenplatten 25 abgezogen, so dass die Rinnenoberteile 4 und Bodenplatten 25 entsprechend Fig. 8 gestapelt werden können. Gemäss Fig. 9 sind an der Bodenplatte 25 mittels Niete 29 befestigt Füsse 28 vorgesehen, um die die Luftaustrittsöffuungen 22 mit Leitflächen aufweisende Bodenplatte 2J im Abstand vom Fussboden zu halten.
In Fig. 12 und 13 sind die Luftaustrittsöffnungen 22 mit Leitflächen 24 ebenfalls in der Bodenplatte 2J, jedoch in schräg gerichteten Rändern 30 vurgesehen, so dass sieh Füsse od. dgl. an der Bodenplatte 2J erübrigen.
PATENT-ANSPRÜCHE:
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od. dgl., mit am Boden verlegten und aus einzelnen Teilen zusammengesetzten Belüftungskanälen mit Luftaustrittsöffnungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungskanäle nahe den Luftaustritts- öffnungen (22) Leitflächen (24) aufweisen, welche in die Kanäle entgegengesetzt der Strömungsrichtung der Luft vorragen und die Luft aus der Strömungsrichtung zwangläufig in das zu belüftende Gut ableiten.