CH200498A - Vorrichtung zum Belüften und Trocknen von Schütt- oder Stapelgut. - Google Patents
Vorrichtung zum Belüften und Trocknen von Schütt- oder Stapelgut.Info
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Description
Vorrichtung zum Belüften und Trocknen von Schütt- oder Stapelgut. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Belüften und Trocknen von Sehütt- oder Stapelgut mit einer aus Einzelteilen zusam mengesetzten, dem Boden aufliegendenllaupt- luftleitung und an diese angeschlossenen, ebenfalls aus Einzelteilen zusammengesetz ten Verteilungskanälen mit Luftaustritts öffnungen.
Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, einen gleichmässigen Austritt der Luft aus den Luftaustrittsöffnungen und damit eine gleichmässige Durchdringung des zu behandelnden Gutes zu erzielen, was er findungsgemäss dadurch erreicht werden soll, dass die Verteilungskanäle an den Luftaus- trittsöffnungen entgegengesetzt der Strö mungsrichtung der Luft nach innen vor ragende Leitflächen aufweisen, welche die Luft aus der Strömungsrichtung zwangläufig in das zu belüftende Gut ableiten.
Die Leitflächen sind zweckmässig von Ab biegungen der den Luftaustrittsöffnungen be nachbarten Teile der Kanalwandung gebildet.
Vorteilhaft sind auch an den Abzweig stellen der Verteilungskanäle von der Haupt- luftleitung entgegen der Strömung der Luft gerichtete Leitflächen angeordnet, welche die durch die Hauptleitung strömende Luft zwangläufig in die Verteilungskanäle ab leiten.
Um zu verhindern, dass das zu behan delnde Gut zumal bei kleiner Korngrösse durch die Luftaustrittöffnungen in das In nere der Verteilungskanäle gelangt, sind die Luftaustrittsöffnungen zweckmässig in zum Kanalinnern geneigten Wandungen angeord net.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung, und zwar zeigt: Fig. 1 eine erfindungsgemäss ausgebildete Belüftungs- und Trockenanlage mit mehreren Hauptluftleitungen schematisch in Ansicht, Fig. 2 eine andere Belüftungs- und Trok- kenanlage für stark wasserhaltige Feld früchte,
Fig. ä einen Querschnitt durch die Haupt luftleitung der Vorrichtung nach Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt durch die Luft verteilungskanäle einer ähnlichen Vorrich tung, Fig. 5 einen Querschnitt durch etwas an ders angeordnete und ausgebildete Lufiver- teilungskanäle, Fig. 6 einen Querschnitt durch einen Luftverteilungskanal in grösserem Massstab,
Fig. 7 einen Querschnitt durch ein an deres Leitungsprofil, Fig. 8 einen Querschnitt durch ein Lei tungsprofil mit schräg nach innen gerichteten Rändern, Fig. 9 eine Ansicht zu Fig. 8, Fig. 10 einen Querschnitt durch ein ähn lich nach Fig. 8 und 9 ausgebildetes Lei tungsprofil, Fig. 11 eine Ansicht zu Fig. 10, Fig. 12 einen Horizontalschnitt nach Linie 10-10 der Fig. 11.
Fig. 13 einen Horizontalschnitt durch einen Verteilungskanal in der Nähe einer Luftaustrittsöffnung in grösserem Massstab, Fig. 14 die Stirnansicht eines zweiteiligen Leitungsprofils, Fig. 15 die Stapelung von Leitungsteilen ausser Gebrauch, Fig. 16 eine schematische Darstellung einer Hauptluftleitung mit abzweigenden Luftverteilungskanälen, Fig. 17 in Seitenansicht und Stirnansicht eine andere Ausführung eines Verteilungs kanals,
Fig. 18 einen Querschnitt durch einen Luftverteilungskanal ähnlich jenem nach Fig. 14, Fgi. 19 das gleiche Kanalprofil in Sei tenansicht, Fig. 20 und 21 ein weiteres Kanalprofil im Querschnitt und in Seitenansicht.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung mit meh reren Hauptluftleitungen in mehreren durch Wände 1 getrennten Abteilen (Boxen) eines Lagerraumes dargestellt. In den beiden lin ken Boxen ist das zu belüftende Gut 2 auf die am Boden verlegten Belüftungskanäle be reits aufgeschüttet, während die am weitesten rechts dargestellte Boxe die Belüftungsanlage nach ihrer Montage jedoch vor dem Auf- schtitten oder Stapeln des Gutes zeigt.
Jede Belüftungsanlage besteht. aus einer Haupt- luftleitung 3 mit von dieser abzweigenden Luftverteilungskanälen 4, welche Luftaus tritisöffnungen aufweisen. Das vordere Ende der Hauptleitung ist jeweils mit einem auf wärts gerichteten Stutzen 5 mit waagrechter Mündung 6 versehen, in welcher ein achsial wirkendes Gebläse 7 leicht lösbar, z. B. ab hebbar oder abziehbar, angeordnet ist.
Da in vielen Fällen nur in gewissen Zeitabstän- den eine Belüftung des Gutes erforderlich oder zweckmässig ist, ist gegebenenfalls für mehrere Abteile nur ein Gebläse vorgesehen, welches durch ein Kabel 8 mit einer an das Stromnetz angeschlossenen Steckdose 9 oder dergleichen mit Schalter verbunden ist. Das Gebläse kann natürlich auch mit einer elek trisch, gas-, dampf- oder feuerbeheizten Wärmequelle verbunden sein.
Fig. 2 bis 5 veranschaulichen die Ausbil dung der Vorrichtung bei Anwendung zum Belüften und Trocknen. von: wasserhaltigen Feldfrüchten, z. B. vd'. \futteflanzen. Auch diese Vorrichtung ist in allen Teilen ortsungebunden und kann nach Wunsch an beliebiger Stelle montiert. zum Beispiel irgendwo auf dem Felde in einer Feldscheune mit ebenem Boden aufgestellt werden.
Eine solche Belüftungs- und Trockenvorrichtung bezw. Darre kann das ganze Jahr, beginnend im Mai mit der Luzernetracknung bis zum Dezember schliessend mit der Rübenblatt trocknung unabhängig vom Wetter, betrieben werden und gewährleistet die Erhaltung von wertvollen Futtermitteln, die sonst durch Auswelken oder Nässe verloren gehen.
Durch die besondere Ausbildung der Vorrichtung wird eine gleichmässige Trocknung erzielt, ohne dass ein mehrmaliges oder überhaupt ein Umwenden des Trocknungsgutes während des Trockenprozesses erforderlich ist. Die dargestellte Vorrichtung besitzt vier durch lösbare Umrandungen 17 abgegrenzte Felder, deren Anzahl natürlich aber auch beliebig grösser oder kleiner sein kann.
Durch ein Ge bläse 7 (radial oder auch achsial wirkend) wird einem Wärmeerzeuger 11 Warmluft entnommen und durch eine Hauptluftleiftmg 3 den Verteilungskanälen 4 mit Luftaus trittsöffnungen zugeführt. In der Zeichnung sind zwei Felder vor dem Aufschütten des Trockengutes 2, jedoch nach der Montage der zum Tragen des Gutes dienenden Roste 12, Siebbleche oder dergleichen dargestellt, ein Feld nach der Montage der Luftverteilungs- kanäle 4 und vor der Anbringung der Roste und das vierte Feld mit aufgeschüttetem Trockengut gezeichnet.
Die Roste oder der gleichen können, wie in Fig. 4 veranschau licht ist, unmittelbar den Luftverteilungs- kanälen 4 aufgelegt oder auch gemäss Fig. 3 und 5 von besonderen Stützen 16 bezw. über die Hauptluftleitung 3 gelegten Bügeln 13 mit Winkeln 14 im Abstand von den Ver teilungskanälen 4 getragen werden. Gege benenfalls können die Luftverteilungskanäle 4 auch in rinnenförmigen Vertiefungen 15 des Bodens 18 ganz oder zum Teil versenkt liegen, wie Fig. 5 schematisch zeigt.
In den weiteren Abbildungen sind beson ders vorteilhafte Ausführungen der Haupt luftleitung 3 und insbesondere der Luftver- teilungskanäle 4 dargestellt, welche sowohl für Anlagen gemäss Fig. 1, als auch für An lagen gemäss Fig. 2 bis 5 in Betracht kommen und insbesondere den Vorteil einer möglichst gleichmässigen Luftverteilung bieten.
Sowohl die Hauptluftleitungen 3, als auch die mit Luftaustrittsöffnungen ver- sehenen Verteilungskanäle 4 bestehen aus leicht lösbaren Einzelteilen, welche beispiels weise dach-, Winkel- oder rinnenförmig pro filiert und beispielsweise nach unten offen sind, wie Fig. 6 bis 11 veranschaulichen.
Um die einzelnen Kanalteile sämtlich gleich aus zubilden und unerwünschte Zwischenräume am Boden zu verhindern, werden die einzel nen Kanalteile zweckmässig bündig aneinan- dergesetzt. Zur Überbrückung des Zwischen raumes ist an jedem Kanalteil an dem einen Ende eine den benachbarten Kanalteil über greifende Manschette 20 oder dergleichen vorgesehen, welche zum Beispiel durch Niete 21 befestigt ist. Eine solche Verbindungs- art ist in den Fig. 17, 19, 21 dargestellt.
Die mit Leitflächen versehenen Luftaus trittsöffnungen 22 der Verteilungskanäle 4 können verschiedenartig ausgebildet und an geordnet sein. Bei dem Profil gemäss Fig. 6 sind die Luftöffnungen in der Nähe der untern Ränder der Kanalteile angeordnet und allseitig vom Material der Kanalwandung be grenzt. Bei den Profilen nach Fig. 7 bis 13 sind die Luftöffnungen 22 jeweils zum Teil in nach innen gerichteten Zonen 23 der Ver teilungskanäle 4 angeordnet und nach Fig. 10 bis 13 zum Teil als Randausschnitte aus- gebildet.
In allen Fällen weisen die Luftvertei- lungskanäle 4 nahe den Luftöffnungen 22 der Strömungsrichtung der Luft entgegen gesetzt gerichtete Leitflächen 24 auf, welche die Luft aus der Strömungsrichtung zwang läufig in das zu belüftende Gut ableiten. Die Leitflächen 24 können aus Abbiegungen der den Luftöffnungen 22 benachbarten Ränder der Kanalteile bestehen.
Die normale Strö- mungsrichtung der Luft ist in den Fig. 12, 13, 16 durch Pfeile 31 angedeutet. Fig. 16 veranschaulicht, dass auch an den Abzweig stellen der Verteilungskanäle 4 von der Hauptleitung 3 Leitflächen 24' vorgesehen sein können, welche die durch die Haupt leitung strömende Luft teilweise zwangläufig in die Verteilungskanäle abzweigen. Durch diese Massnahmen wird eine besonders gleich mässige Durchdringung des Gutes durch die Luft oder sonstige Behandlungsgase gewähr leistet.
Die Luftverteilungskanäle 4 brauchen nicht nach unten offen zu sein, sondern kön nen auch ein ringsum geschlossenes Profil haben, welches gegebenenfalls aus zwei in Längsrichtung lösbar verbundenen Teilen zu sammengesetzt ist.
Gemäss Fig. 14 bestehen die die Luftverteilungskanäle 4 bildenden Elemente aus einem dachförmig oder ähnlich profilierten Teil 4 und einer an diesem lös bar befestigten Bodenplatte 25, welche mit umgebogenen Rändern 27 auf die Ränder 26 des Teils 4 aufschiebbar ist. Nach Gebrauch werden die Bodenplatten 25 abgezogen, so dass eine Stapelung der Einzelteile ausser Gebrauch entsprechend Fig. 15 möglich ist.
Fig. 17 veranschaulicht ein den Fig. 14, 15 ähnliches Kanalprofil, jedoch sind in diesem Falle an der Bodenplatte 25 Füsse 28, z. B. durch Niete 29, befestigt und die Luftaus- trittsöffnungen 22 mit Leitflächen 24 in der Bodenplatte vorgesehen. Auch Kanäle nach Fig. 18, 19 entsprechen im wesentlichen jenen nach Fig. 14, 15, nur sind bei ihnen die Luft austrittsöffnungen 22 schräg gerichtet.
Ka näle nach Fig. 20 und 21 unterscheiden sich dadurch von jenen nach Fig. 18, 19, dass die Bodenplatte 25 schräg nach aussen gerichtete Ränder 30 und in diesen die Luftöffnungen 22 mit Leitflächen 24 aufweist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Belüften und Trocknen von Schütt- oder Stapelgut mit mindestens einer aus Einzelteilen zusammengesetzten, dem Boden aufliegenden Hauptluftleitung und an diese angeschlossenen, ebenfalls aus Ein zelteilen zusammengesetzten Verteilungs kanälen mit Luftaustrittsöffnungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungskanäle an den Luftaustrittsöffnungen entgegengesetzt der Strömungsrichtung der Luft nach innen vorragende Leitflächen aufweisen,welche die Luft aus der Strömungsrichtung zwangläufig in das zu belüftende Gut ableiten. IINTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Leit- flächen aus Abbiegungen der den Luft austrittsöffnungen benachbarten Teile der Kanalwandung bestehen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auch an den Abzweigstellen der Verteilungskanäle von der Hauptluftleitung entgegen der Strömung der Luft gerichtete Leitflächen angeordnet sind, welche die durch die Hauptleitung strömende Luft zwang läufig in die Verteilungskanäle ableiten. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Luftaus- trittsöffnungen der Verteilungskanäle in zum Kanalinnern geneigten Wandungen angeordnet sind. 4. Vorrichtung nach Patentansprueh und Unteranspruch 3, gekennzeiehnet durch dachförmige Profilierung der Vertei lungskanäle, welche unten schräg nach innen gerichtete, die Luftaustrittsöffnun- gen aufweisende Längsränder besitzen. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kanalstücke der Verteilungskanäle aus zwei in Längsrichtung lösbar verbun denen Teilen bestehen, so dass gleich artige Teile der Kanalstücke ausser Ge brauch ineinanderschachtelbar sind. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass die Kanalstücke aus einem dachförmig profilierten Teil und einer an diesen lösbar befestigten Bodenplatte be stehen. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 'aand 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Luftaustrittsöff- nungen in der Bodenplatte vorgesehen sind. B. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftaustrittsöff- nungen in schräg nach aussen gerichteten Rändern der Bodenplatte vorgesehen sind. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die einzelnen Kanalstücke bün dig aneinanderstossen und jeweils an dem einen Ende eine das benachbarte Kanal stück übergreifende Manschette auf weisen.10. Vorrichtung nach Patentanspruch mit mehreren Hauptluftleitungen, dadureh gekennzeichnet, dass diese in einzelnen Bogen eines Lagerraumes angeordnet und je mit angeschlossenen Luftverteilungs- kanälen versehen sind, wobei die Mün dung jeder Hauptluftleitung zur lösbaren Anbringung eines Gebläses ausgebildet ist.11. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass. für mehrere Boxen nur ein wahlweise an den einzelnen Hauptluft leitungen lösbar anbringbares Gebläse vorgesehen ist. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Belüften und Trocknen von wasserhaltigen Feld- früchten, z. t. von Grünfutterpflanzen, über den mit Luftaustrittsöffnungen und Leitflächen versehenen Verteilungskanä len Roste oder Siebbleche angeordnet sind.1ä. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass die Roste oder Siebbleche den Verteilungskanälen unmittelbar auf liegen.
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Cited By (2)
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| DE1058437B (de) * | 1957-07-15 | 1959-05-27 | Geraetebau Schwarting K G | Trockner fuer Lagergut mit Abteilungen mit Siebboeden |
| AT500988A1 (de) * | 2004-07-16 | 2006-05-15 | Cona Handelsgesellschaft M B H | Vorrichtung zum trocknen von rieselfähigem brennstoff, insbesondere aus nachwachsenden rohstoffen |
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1938
- 1938-01-22 CH CH200498D patent/CH200498A/de unknown
Cited By (3)
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| DE1058437B (de) * | 1957-07-15 | 1959-05-27 | Geraetebau Schwarting K G | Trockner fuer Lagergut mit Abteilungen mit Siebboeden |
| AT500988A1 (de) * | 2004-07-16 | 2006-05-15 | Cona Handelsgesellschaft M B H | Vorrichtung zum trocknen von rieselfähigem brennstoff, insbesondere aus nachwachsenden rohstoffen |
| AT500988B1 (de) * | 2004-07-16 | 2006-08-15 | Cona Handelsgesellschaft M B H | Vorrichtung zum trocknen von rieselfähigem brennstoff, insbesondere aus nachwachsenden rohstoffen |
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