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Veränderlicher Kondensator mit keramischem Material als Dielektrikum.
Es sind neuerdings keramische Materialien bekanntgeworden, die sich infolge ihres geringen Verlustwinkels und ihrer hohen Dielektrizitätskonstante besonders gut als Dielektrum für Kondensatoren eignen. Dieses Material erfordert jedoch die Ausbildung besonderer Kondensatorformen, um die an Kondensatoren zu stellenden Anforderungen zu erfüllen. Insbesondere bereitet es, wenn man die heute gebräuchlichen Kondensatoren einfach mit Zwischenlagen aus keramischem Material versieht, Schwierigkeiten, die erforderlichen hohen Durchsehlagsspannungen zu erreichen, da dann ein gemischtes Dielektrikum aus festem Material und Luft vorliegt.
Es ist daher bereits der Vorschlag gemacht worden, den Kondensator aus Platten keramischen Materials aufzubauen, die aufeinander eingeschliffen sind und an den von den Schleifflächen abgewandten,
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Nachteil, der darin besteht, dass Sprüherscheinungen an den Kanten der Kondensatorplatten auftreten können. Kondensatoren mit keramischem Material werden nämlich für verhältnismässig hohe Spannungen verwendet.
Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, dass die Kondensatorbeläge auf den äusseren Flächen von aufeinander eingeschliffenen keramischen Platten in Aussparungen dieser Platten angebracht sind, so dass die Beläge durch Wülste aus keramischem Material eingefasst sind. Hiedurch werden Sprüherscheinungen usw. wirksam vermieden.
In der Zeichnung ist ein Beispiel des neuen Kondensators dargestellt. Fig. 1 ist eine Stirnansicht, Fig. 2 eine Schnittansicht des Kondensators.
Der Kondensator hat zwei kreisförmige Platten 1, 2, die aus keramischem Material bestehen und mit Achsen 3,4 versehen sind, und die an ihren Flächen 7 aufeinandergeschliffen sind, so dass zwischen den Platten 1, 2 in ähnlicher Weise wie bei Adhäsionsplatten keine Lufteinschlüsse vorhanden sind. Mittels der Achsen 3, 4 können die Platten 1, 2 gegeneinander gedreht werden. Der Kondensator ist auf diese Art einstellbar. Die Metallbeläge , 6 sind auf den äusseren Flächen der Platten 1, 2 so angeordnet, dass sie diese Flächen teilweise bedecken. Sie sind in der bei Kreisplattenkondensatoren üblichen Art auf die Platten 1, 2 aufgeschmolzen oder galvanisch auf einer Unterlage niedergeschlagen, welche auf die Platten 1, 2 aufgeschmolzen ist.
Da bei 7 keramisches Material auf gleichfalls keramischem Material schleift, ist nicht zu befürchten, dass die Platten 1, 2 abgenutzt werden und so Lufteinschlüsse zwischen ihnen entstehen. Die Metall- beläge J, 6 sind in Höhlungen 8 der Platten 1, 2 enthalten. Die Ränder dieser Höhlungen sind in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise einwärts gewendet, so dass sie am Rande jedes Belages 5, 6 eine Art Wulst 9 bilden. Diese Wulste dienen zur Vermeidung von Glimm-und Sprühentladungen sowie von Überschlägen und vor allem von Durchschlägen am Rande der Beläge 5,6. Die so geschaffene elektrische Festigkeit ist an jeder Stelle des Randes der Beläge 5, 6 wirksam, weil diese vollkommen von den Wulsten 9 umschlossen sind.
Kondensatoren mit keramischen Platten, die gegeneinander drehbar sind, sind an sich bekannt.
Dabei handelt es sich aber nur um einfache Vorrichtungen, die für verhältnismässig geringe Spannungen bestimmt sind, z. B. Spannungen, wie sie bei Rundfunkempfängern auftreten. Diesen bekannten
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