AT13244U1 - Nebenaggregatbaugruppe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Nebenaggregatbaugruppe, insbesondere für eine Brennkraftmaschine (2) und/oder einen Antriebsstrang (1), mit zumindest einem über eine erste Triebwelle (21) angetriebenen ersten Nebenaggregat (20) und einem über eine zweite Triebwelle (31) angetriebenen zweiten Nebenaggregat (30), wobei die beiden Nebenaggregate koaxial hintereinander angeordnet sind. Um auf möglichst platz- und bauteilsparende Weise einen einfachen aber flexiblen Antrieb für Nebenaggregate zu schaffen, ist vorgesehen, dass die erste Triebwelle (21) als Hohlwelle ausgebildet ist und das erste Nebenaggregat (20) zumindest einen hohl ausgebildeten Rotor (23) aufweist, der mit der ersten Triebwelle (21) antriebsverbunden ist, und dass die zweite Triebwelle (31) zumindest teilweise innerhalb des Rotors (23) und der ersten Triebwelle (21) angeordnet ist.
Description
österreichisches Patentamt AT13 244U1 2013-09-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Nebenaggregatbaugruppe, insbesondere für eine Brennkraftmaschine, mit zumindest einem über eine erste Triebwelle angetriebenen ersten Nebenaggregat und einem über eine zweite Triebwelle angetriebenen zweiten Nebenaggregat, wobei die beiden Nebenaggregate koaxial hintereinander angeordnet sind.
[0002] Die DE 198 41 590 A1 beschreibt eine Anordnung und antriebsmäßige Anbindung von Nebenaggregaten an einer Brennkraftmaschine, wobei ein Planetengetriebe und wenigstens zwei verschiedene Antriebsaggregate zu einem vormontiert an der Brennkraftmaschine befestigten Modul zusammengefasst sind. Dabei ist das eine Nebenaggregat an einer Stirnseite des Planetengetriebes angeordnet und mit seiner Triebwelle drehfest mit dem Sonnenrad des Planetengetriebes verbunden, wobei das andere Nebenaggregat an der gegenüberliegenden Stirnseite des Planetengetriebes angeordnet und mit seiner Triebwelle drehfest mit der am Steg angeschlossenen Eingangswelle des Planetengetriebes verbunden, die in Anbaulage des Moduls über einen Triebstrang mit fester Übersetzung mit der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine in permanenter Antriebsverbindung steht.
[0003] Weiters ist aus den Veröffentlichungen DE 199 11 924 A1 und DE 199 11 925 A1 jeweils eine Anbindung von Nebenaggregaten an einer Brennkraftmaschine bekannt, wobei in einem Nebenaggregatmodul wenigstens zwei verschiedene Nebenaggregate und deren Antriebsverbindungen übereinander in zwei zueinander und zur Achse der Kurbelwelle parallelen Zentralachsen in bzw. an einem Modulgehäuse angeordnet sind, das seitlich außen an der Brennkraftmaschine sowie rückseitig am Schwungradgehäuse angeschlossen sind und außerdem einen Zahnradantrieb aufnimmt, über den die antriebsmäßige Verbindung von der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine zu den Antriebsverbindungen der Nebenaggregate hergestellt ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, auf möglichst platz- und bauteilsparende Weise einen einfachen, aber flexiblen Antrieb für Nebenaggregate zu schaffen. Eine weitere Aufgabe ist es, die Montage der Nebenaggregate an einer Brennkraftmaschine oder in einem Antriebsstrang eines Fahrzeuges zu erleichtern.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die erste Triebwelle als Hohlwelle ausgebildet ist und das erste Nebenaggregat zumindest einen hohl ausgebildeten Rotor aufweist, der mit der ersten Triebwelle antriebsverbunden ist, und dass die zweite Triebwelle zumindest teilweise innerhalb des Rotors und der ersten Triebwelle angeordnet ist, wobei vorzugsweise die zweite Triebwelle das erste Nebenaggregat in axialer Richtung durchdringt.
[0006] Die erste und die zweite Triebwelle ist dabei jeweils mit einer Abtriebseite einer ersten bzw. zweiten schaltbaren Wellenkupplung verbunden und können somit unabhängig voneinander aktiviert oder deaktiviert werden. Die schaltbaren Wellenkupplungen können beispielsweise elektromechanisch betätigbar sein.
[0007] Eine sehr platzsparende Bauweise ergibt sich, wenn die erste und die zweite schaltbaren Wellenkupplung im Bereich derselben, dem zweiten Nebenaggregat abgewandten Stirnseite des ersten Nebenaggregates angeordnet sind und vorzugsweise in einer Doppelschaltkupplung als gemeinsamer Bauteil zusammengefasst sind.
[0008] Eine besonders kompakte Anordnung der Nebenaggregatbaugruppe ergibt sich, wenn die erste und die zweite schaltbare Wellenkupplung antriebsseitig mit einer Antriebswelle verbunden ist, wobei die erste und die zweite Triebwelle über die erste bzw. zweite schaltbare Wellenkupplung wahlweise mit der Antriebswelle verbindbar ist. Die Antriebswelle kann mit einer Brennkraftmaschine oder einer elektrischen Maschine als Antriebsquelle verbunden sein.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Antriebswelle durch die Motorwelle einer elektrischen Maschine gebildet ist. Dies ermöglicht eine einfache Steuerung der Drehzahlen der Nebenaggregate. Eine sehr platzsparende Lösung ergibt sich dabei, wenn die Nebenaggregate im Bereich derselben Stirnseite der elektrischen Maschine angeordnet sind. 1 /9 österreichisches Patentamt AT13 244U1 2013-09-15 [0010] Eine multifunktionelle Verwendung der elektrischen Maschine beim Einsatz in einem Antriebsstrang lässt sich auf einfache Weise verwirklichen, wenn die Motorwelle der elektrischen Maschine über das den Nebenaggregaten abgewandte Ende hinaus verlängert ist und über eine Kupplungseinrichtung mit der Brennkraftmaschine oder einem Antriebsstrang eines Fahrzeuges antriebsverbindbar ist.
[0011] Die elektrische Maschine weist somit auf jeder Stirnseite einen Abtrieb auf, wobei der eine Abtrieb mit der ersten und/oder zweiten Wellenkupplung, und der andere Abtrieb mit einer Brennkraftmaschine und/oder einem Antriebsstrang eines Fahrzeuges verbindbar ist. Zwischen der elektrischen Maschine und dem ersten Nebenaggregat befinden sich die schaltbaren Wellenkupplungen, um das erste und/oder zweite Nebenaggregat ein- oder abzuschalten.
[0012] Die Montage an einer Brennkraftmaschine und/oder in einem Antriebsstrang eines Fahrzeuges kann wesentlich vereinfacht werden, wenn das erste Nebenaggregat, das zweite Nebenaggregat, die erste Triebwelle und die zweite Triebwelle in einem vormontiert an der Brennkraftmaschine oder im Antriebsstrang befestigbaren Modul zusammengefasst sind, wobei vorzugsweise der Modul ein für alle Komponenten gemeinsames Modulgehäuse aufweist. Dabei können auch die erste und die zweite schaltbare Wellenkupplung und/oder die elektrische Maschine Teil des Moduls sein. Der Modul kann somit als vormontierte Baugruppe samt allen der Baugruppe angehörenden Bauteile als Block an der Brennkraftmaschine oder im Antriebsstrang montiert werden.
[0013] Das erste Nebenaggregat kann beispielsweise durch einen mechanischen Kompressor, vorzugsweise einen Schraubenkompressor, besonders vorzugsweise durch einen Ladeluftkompressor oder einen Klimakompressor gebildet sein. Das erste Nebenaggregat kann unabhängig von der Drehzahl der Brennkraftmaschine über die elektrische Maschine angetrieben werden, wenn die elektrische Maschine von der Brennkraftmaschine abgekoppelt ist. Zusätzlich kann das erste Nebenaggregat rein mechanisch über zwei Getriebeübersetzungen angetrieben werden, wenn die elektrische Maschine mit der Brennkraftmaschine verbunden und von dieser angetrieben wird.
[0014] Ist das erste Nebenaggregat durch einen Ladeluftkompressor gebildet, so kann bei angekoppeltem Ladeluftkompressor ein hoher Ladedruck bereits bei niedrigen Drehzahlen der Brennkraftmaschine erreicht werden. In mittleren Lastpunkten kann der Ladeluftkompressor sowohl elektrisch, als auch mechanisch betrieben werden -je nach Ladezustand der Fahrzeugbatterie - und unterstützt die Abgasturbine des Turboladers beim Ladedruckaufbau. Bei hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschine wird der Ladeluftkompressor abgekoppelt und die Abgasturbine erzeugt alleine den Ladedruck.
[0015] Ist das erste Nebenaggregat durch einen Klimakompressor gebildet, so kann der Klimakompressor im Start-Stopp-Betrieb elektrisch betrieben werden. Bei gestarteter Brennkraftmaschine kann der Klimakompressor - je nach Ladezustand der Fahrzeugbatterie - elektrisch und/oder mechanisch betrieben, oder auf Fahrerwunsch komplett abgeschaltet werden.
[0016] Das zweite Nebenaggregat kann beispielsweise durch eine Kühlmittelpumpe gebildet sein. Durch die Ankoppelung über die hohle erste Triebwelle an die elektrische Maschine kann der Motorwarmlauf optimiert werden. Im Kaltstart ist dabei die Kühlmittelpumpe abgeschaltet. Bei Volllast im Bereich der Überhitzung kann die Kühlmittelpumpe mit hoher Drehzahl über die elektrische Maschine angetrieben werden. Die Kühlmittelpumpe kann bei abgeschalteter Brennkraftmaschine auch als Nachlaufpumpe betrieben werden, um nach Volllastfahrt thermisch kritische Bauteile wie Zylinderkopf oder Abgasturbine vor Überhitzung zu schützen. Zusätzlich kann bei Start-Stop-Betrieb diese abgeführte Wärme zur Innenraumheizung verwendet werden. Bisher eingesetzte zusätzliche Kühlmittelpumpen können damit entfallen.
[0017] Durch die Kombination der elektrischen Maschine mit einem als Ladeluftkompressor oder Klimakompressor ausgebildeten ersten Nebenaggregat und einem durch eine Kühlmittelpumpe gebildeten zweiten Nebenaggregat kann durch Betriebspunktverschiebung und optimales Thermomanagement der Gesamtwirkungsgrad der Brennkraftmaschine gesteigert werden. 2/9 österreichisches Patentamt AT 13 244 Ul 2013-09-15 [0018] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
[0019] Es zeigen schematisch [0020] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Nebenaggregatbaugruppe als Detail I in Fig. 2, [0021] Fig. 2 einen Antriebsstrang mit dieser Nebenaggregatbaugruppe, [0022] Fig. 3 das Detail III aus Fig. 2 und [0023] Fig. 4 den Antriebsstrang in einem Schnitt gemäß der Linie IV - IV in Fig. 3.
[0024] Der Antriebstrang 1 weist eine Brennkraftmaschine 2 mit einem oder mehreren, beispielsweise drei, Zylindern 3 auf, deren Kurbelwelle 4 über ein als Stirnradgetriebe 5' mit Stirnrädern 5a, 5b ausgebildetes mechanisches Getriebe 5, zumindest ein einstufiges Planetengetriebe 6 und einer Doppelkupplung 7 mit einer ersten elektrischen Maschine 8 antriebsverbindbar ist. Die eine erste Kupplungseinrichtung K1 bildende Doppelkupplung 7 weist eine erste Schaltkupplung 9 und eine zweite Schaltkupplung 10 auf, um die erste elektrische Maschine 8 mit verschiedenen Übersetzungsverhältnissen mit der Antriebswelle 4 zu verbinden. Mit der ersten Schaltkupplung 9 kann dabei unter Umgehung des Planetengetriebes 6 über die mit dem mechanisches Getriebe 5 verbundene Zwischenwelle 11 eine direkte Drehverbindung mit der Motorwelle 12 der ersten elektrischen Maschine 8 hergestellt werden.
[0025] Dadurch, dass das mechanische Getriebe 5 als Formschlussgetriebe ausgebildet ist, kann durch die erste elektrische Maschine 8 ein sicheres Hochlaufen der Brennkraftmaschine 2 auch unter kalten Umgebungsbedingungen gewährleistet werden. Ein zusätzlicher Hilfsstarter ist nicht erforderlich.
[0026] Über die Doppelkupplung 7 und das Planetengetriebe 6 kann die durch die erste elektrische Maschine 8 gebildete Schwungmasse mit verschiedenen Drehzahlübersetzungen mit dem mechanische Getriebe 5 verbunden werden. Durch die Anpassung der Drehzahl der Schwungmasse kann ein optimaler Drehschwingungsausgleich für unterschiedliche Betriebsbereiche der Brennkraftmaschine erzielt werden.
[0027] Die Doppelkupplung 7 weist mit den Kupplungen 9, 10 vorteilhafterweise doppeltwirkende Schaltelemente auf, wobei die Betätigung der Schaltkupplungen 9, 10 elektromagnetisch oder hydraulisch, beispielsweise motorölgesteuert, erfolgen kann.
[0028] Das Planetengetriebe 6 weist ein Sonnenrad 6a, Planetenräder 6b auf, welche auf einem Steg 6c gelagert sind, und ein Hohlrad 6d auf. Sonnenrad 6a, Hohlrad 6d und Steg 6c mit Planetenrädern 6b werden hier als Planetengetriebeelemente bezeichnet. Im Ausführungsbeispiel ist der Steg 6c mit der Zwischenwelle 11 starr verbunden. Die zweite Schaltkupplung 10 ist mit dem Sonnenrad 6a drehverbunden. Durch Einkuppeln der zweiten Schaltkupplung 10 kann die Motorwelle 12 über das Sonnenrad 6 die Planetenräder 6b und den Planetenträger 6c mit der Zwischenwelle 11 drehverbunden werden. Das Hohlrad 6d wird über eine Bremseinrichtung 13 abgebremst bzw. fixiert. Durch Einkuppeln der zweiten Schaltkupplung 10 und gleichzeitigem Auskuppeln der ersten Schaltkupplung 9 läuft die Motorwelle 12 somit mit geringerer Drehzahl um, als die Zwischenwelle 11. Alternativ oder zusätzlich zur Bremseinrichtung 13 kann das Hohlrad 6d auch mit einer nicht weiter dargestellten zweiten elektrischen Maschine verbunden sein. Weiters kann eine zusätzliche Schwungmasse in das Hohlrad 6d integriert sein.
[0029] Wie in den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, ist die Motorwelle 12 der elektrischen Maschine 8 über das der Doppelkupplung 7 abgewandte Ende hinaus verlängert und fungiert als Antriebswelle A für ein erstes Nebenaggregat 20, wobei die Motorwelle 12 mit einer ersten Triebwelle 21 des ersten Nebenaggregates 20 über eine zweite Kupplungseinrichtung K2 drehverbindbar ist. Die erste Kupplungseinrichtung K1 und die zweite Kupplungseinrichtung K2 sind an unterschiedlichen Stirnseiten der elektrischen Maschine 8 angeordnet. Das erste Nebenaggregat 20 kann beispielsweise durch einen Schraubenkompressor 22, beispielsweise einen Ladeluftkompressor oder einen Klimakompressor gebildet sein. Das erste Nebenaggregat 20 kann unabhängig von der Drehzahl der Brennkraftmaschine 2 über die elektrische Maschine 8 angetrieben werden, wenn die elektrische Maschine 8 von der Brennkraftmaschine 2 abgekoppelt ist. 3/9 österreichisches Patentamt AT13 244U1 2013-09-15
Zusätzlich kann das erste Nebenaggregat 20 rein mechanisch über zwei Getriebeübersetzungen angetrieben werden, wenn die elektrische Maschine 8 mit der Brennkraftmaschine 2 verbunden und von dieser angetrieben wird.
[0030] Ist das erste Nebenaggregat 20 durch einen Ladeluftkompressor gebildet, so kann bei angekoppeltem Ladeluftkompressor ein hoher Ladedruck bereits bei niedrigen Drehzahlen der Brennkraftmaschine 2 erreicht werden. In mittleren Lastpunkten kann der Ladeluftkompressor sowohl elektrisch, als auch mechanisch betrieben werden - je nach Ladezustand der Fahrzeugbatterie - und unterstützt die Abgasturbine des Turboladers beim Ladedruckaufbau. Bei hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschine 2 wird der Ladeluftkompressor abgekoppelt und die Abgasturbine erzeugt alleine den Ladedruck.
[0031] Ist das erste Nebenaggregat 20 durch einen Klimakompressor gebildet, so kann der Klimakompressor im Start-Stopp-Betrieb elektrisch betrieben werden. Bei gestarteter Brennkraftmaschine 2 kann der Klimakompressor - je nach Ladezustand der Fahrzeugbatterie -elektrisch und/oder mechanisch betrieben, oder auf Fahrerwunsch komplett abgeschaltet werden.
[0032] Weiters wird über die verlängerte Motorwelle 12 zusätzlich noch ein zweites Nebenaggregat 30 angetrieben. Dabei ist ein mit der ersten Triebwelle 21 verbundener Rotor 23 des zweiten Nebenaggregates 30, sowie die erste Triebwelle 21 selbst hohl ausgebildet. Innerhalb des Rotors 23 und innerhalb der ersten Triebwelle 21 ist eine zweite Triebwelle 31 angeordnet, welche das erste Nebenaggregat 20 in axialer Richtung durchdringt. Die erste Triebwelle 21 ist dabei über eine erste schaltbare Wellenkupplung 24 und die zweite Triebwelle 31 über eine zweite schaltbare Wellenkupplung 25 der durch eine elektromechanische Doppelschaltkupplung 26 gebildeten zweiten Kupplungseinrichtung K2 mit der Motorwelle 12 drehverbindbar.
[0033] Das zweite Nebenaggregat 30 kann beispielsweise durch eine Kühlmittelpumpe 32 gebildet sein. Durch die Ankoppelung über die hohle erste Triebwelle 21 an die elektrische Maschine 8 kann der Motorwarmlauf optimiert werden. Im Kaltstart ist dabei die Kühlmittelpumpe 32 abgeschaltet. Bei Volllast im Bereich der Überhitzung kann die Kühlmittelpumpe 32 mit hoher Drehzahl über die elektrische Maschine 8 angetrieben werden. Die Kühlmittelpumpe 32 kann bei abgeschalteter Brennkraftmaschine 2 auch als Nachlaufpumpe betrieben werden, um nach Volllastfahrt thermisch kritische Bauteile wie Zylinderkopf oder Abgasturbine vor Überhitzung zu schützen. Zusätzlich kann bei Start-Stop-Betrieb diese abgeführte Wärme zur Innenraumheizung verwendet werden. Bisher eingesetzte zusätzliche Kühlmittelpumpen können damit entfallen.
[0034] Alle Baiteile der Nebenaggregatbaugruppe, insbesondere das erste Nebenaggregat 20, das zweite Nebenaggregat 30, die erste Triebwelle 21 und die zweite Triebwelle 31, die erste und die zweite schaltbare Wellenkupplung 24, 25, die elektrische Maschine 8 können zu einem vormontierten Modul M zusammengefasst werden, welcher besonders einfach als Block an der Brennkraftmaschine 2 oder im Antriebsstrang 1 montiert werden kann.
[0035] Die Kurbelwelle 4 ist über eine dritte Schaltkupplung 15 mit einem beispielsweise als manuelles, automatisiertes oder automatisches Schaltgetriebe ausgebildetes Verstellgetriebe 16 verbunden, wobei das Stirnradgetriebe 5' zwischen der Brennkraftmaschine 2 und dem Verstellgetriebe 16 angeordnet ist.
[0036] Zusätzlich zur dritten Schaltkupplung 15 kann zwischen der Brennkraftmaschine 2 und dem mechanischen Getriebe 5 eine nicht weiter dargestellte vierte Schaltkupplung angeordnet sein, um rein elektrisches Fahren zu ermöglichen.
[0037] Durch die Doppelkupplung 7 mit der ersten und der zweiten Schaltkupplung 9, 10 und dem Planetengetriebe 6 lassen sich in der beschriebenen Anordnung des Antriebstranges 1 verschiedene Betriebsstrategien realisieren. Durch Einkuppeln der ersten Schaltkupplung 9 wird ein Antrieb der ersten elektrischen Maschine 8 durch die Brennkraftmaschine 2 mit hoher Drehzahl ermöglicht, wodurch ein hohes Trägheitsmoment entsteht. Diese Betriebsart ist besonders geeignet, um im Vollastbetrieb bei niedriger Drehzahl der Brennkraftmaschine 2 Drehungleich- 4/9 österreichisches Patentamt AT 13 244 Ul 2013-09-15 förmigkeiten zu vermindern.
[0038] Bei höherer Drehzahl und geringer Last wird die erste Schaltkupplung 9 ausgekuppelt und die zweite Schaltkupplung 10 eingekuppelt, wodurch nun die erste elektrische Maschine 8 mit relativ geringer Drehzahl angetrieben wird, und somit ein geringeres Massenträgheitsmoment entsteht.
[0039] Während des Startens der Brennkraftmaschine 2 wird diese durch die erste elektrische Maschine 8 gedreht. Ein ausrechend hohes Startmoment wird erzeugt, wenn die erste Schaltkupplung 9 eingekuppelt und die zweite Schaltkupplung 10 ausgekuppelt wird.
[0040] Die erste elektrische Maschine 8 und/oder die zweite elektrische Maschine 14 können auch im Rekuperationsbetrieb eingesetzt werden. Dazu wird je nach Ladezustand des elektrischen Speichers und abhängig von der Drehzahl der Brennkraftmaschine 2 die erste Schaltkupplung 9 oder die zweite Schaltkupplung 10 eingekuppelt, wobei jeweils die andere Schaltkupplung 10 bzw. 9 ausgekuppelt wird. Falls keine Ladung des elektrischen Speichers erforderlich ist, so können auch beide Kupplungen 9, 10 ausgekuppelt und somit die elektrischen Maschinen 8, 14 von der Brennkraftmaschine 2 getrennt werden. 5/9
Claims (15)
- österreichisches Patentamt AT13 244U1 2013-09-15 Ansprüche 1. Nebenaggregatbaugruppe, insbesondere für eine Brennkraftmaschine (2) und/oder einen Antriebsstrang (1), mit zumindest einem über eine erste Triebwelle (21) angetriebenen ersten Nebenaggregat (20) und einem über eine zweite Triebwelle (31) angetriebenen zweiten Nebenaggregat (30), wobei die beiden Nebenaggregate koaxial hintereinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Triebwelle (21) als Hohlwelle ausgebildet ist und das erste Nebenaggregat (20) zumindest einen hohl ausgebildeten Rotor (23) aufweist, der mit der ersten Triebwelle (21) antriebsverbunden ist, und dass die zweite Triebwelle (31) zumindest teilweise innerhalb des Rotors (23) und der ersten Triebwelle (21) angeordnet ist.
- 2. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Triebwelle (31) das erste Nebenaggregat (20) in axialer Richtung durchdringt.
- 3. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Triebwelle (21) mit einer Abtriebseite einer ersten schaltbaren Wellenkupplung (24) verbunden ist.
- 4. Nebenaggregatbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Triebwelle (31) mit einer Abtriebsseite zweiten schaltbaren Wellenkupplung (25) verbunden ist.
- 5. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite schaltbaren Wellenkupplung (24, 25) im Bereich derselben, dem zweiten Nebenaggregat (20) abgewandten Stirnseite des ersten Nebenaggregates (20) angeordnet sind.
- 6. Nebenaggregatbaugruppe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite schaltbaren Wellenkupplung (24, 25) eine vorzugsweise elektromechanische Doppelschaltkupplung (26) ausbilden.
- 7. Nebenaggregatbaugruppe nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite schaltbare Wellenkupplung (24, 25) antriebsseitig mit einer Antriebswelle (A) verbunden ist, wobei die erste und die zweite Triebwelle (21, 31) über die erste bzw. zweite schaltbare Wellenkupplung (24, 25) wahlweise mit der Antriebswelle (A) verbindbar ist.
- 8. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (A) durch die Motorwelle (12) einer elektrischen Maschine (8) gebildet ist.
- 9. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Nebenaggregate (20, 30) im Bereich derselben Stirnseite der elektrischen Maschine (8) angeordnet sind.
- 10. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 8 oder 9, für eine Brennkraftmaschine und/oder einen Antriebsstrang (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (12) der elektrischen Maschine (8) über das den Nebenaggregaten (20, 30) abgewandte Ende hinaus verlängert ist und über eine Kupplungseinrichtung (K1) mit der Brennkraftmaschine (2) und/oder mit dem Antriebsstrang (1) antriebsverbindbar ist.
- 11. Nebenaggregatbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Nebenaggregat (20) durch einen mechanischen Kompressor, vorzugsweise einen Schraubenkompressor (22), besonders vorzugsweise durch einen Ladeluftkompressor oder einen Klimakompressor, gebildet ist.
- 12. Nebenaggregatbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Nebenaggregat (30) durch eine Kühlmittelpumpe (32) gebildet ist. 6/9 österreichisches Patentamt AT 13 244 Ul 2013-09-15
- 13. Nebenaggregatbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Nebenaggregat (20), das zweite Nebenaggregat (30), die erste Triebwelle (21) und die zweite Triebwelle (31) in einem vormontiert an der Brennkraftmaschine (2) o-der im Antriebsstrang (1) befestigbaren Modul (M) zusammengefasst sind, wobei vorzugsweise der Modul (M) ein für alle Komponenten gemeinsames Modulgehäuse aufweist.
- 14. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite schaltbare Wellenkupplung (24, 25) Teil des Moduls (M) sind.
- 15. Nebenaggregatbaugruppe nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine (8) Teil des Moduls (M) ist. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 7/9
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MM01 | Lapse because of not paying annual fees |
Effective date: 20170630 |