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Schallplatten - Wiedergabe-Apparat.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Schallplatten-Wiedergabe-Apparat, bei dem Elektromotor und Geschwindigkeitsregler in einem Gehäuse mit als Plattenteller ausgebildetem Gehäusedeckel untergebracht ist, das so flach bemessen ist, dass es in jede Sprechmaschine nach Entfernen des alten Plattentellers ohne irgendwelche Änderungen der Sprechmaschine eingesetzt werden kann.
Das Neue gemäss der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, dass dieser Apparat unabhängig von jeder Sprechmasehine auch für elektrische Tonwiedergabe verwendet werden kann. Erfindungsgemäss sind die für die elektrische Tonwiedergabe erforderlichen Teile leicht lösbar am Gehäuse befestigt und können durch einen einzigen Handgriff mit dem Gehäuse in Verbindung gebracht werden, wobei gleichzeitig der elektrische Stromkreis geschlossen wird. Ausserdem sind Vorrichtungen vorgesehen, die eine störungsfreie Tonwiedergabe der Schalldose gestatten und durch Funkenbildung etwa auftretende Rundfunkstörungen ausschalten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. l zeigt den Apparat in Ansicht und teilweisem Schnitt 1-B, Fig. 2 eine Draufsicht mit abgenommener
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ausgebildeten Gehäusedeckel 11, der auf einem Zapfen 26 drehbar angeordnet ist. Dieser Zapfen ist auf der Unterseite in bekannter Weise mit einer Bohrung 27 versehen, die ein Einführen des Plattenstiftes der Sprechmaschine gestattet, für den Fall. dass der Apparat in eine bereits vorhandene Sprech- maschine eingesetzt werden soll. Der Elktromotor 2 besteht aus einem Anker 423 und Magneten 44 und 45, die durch einen Rahmen 32 miteinander verbunden sind.
Am Rahmen sind Nasen 46 und-/7 angebracht. um die unter Zwischenschaltung einer Isolationsschicht 48 federnde Halter 49 und 50 greifen. Die Halter sind in ihrer Mitte unter Zwischenschaltung von Isolationsscheiben 51 und ? mit dem Gehäuseboden-M
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tierenden Geräusche nicht mitiibertragen werden.
Der Anker 42 ist durch eine elastische Welle 56 mit dem Fliehkraftregler 12 verbunden. der an einem Rahmen 57 fest am Gehäuseboden angeordnet ist. Durch Verwendung der Übertragungswelle 56
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das Gehäuse restlos ausgeschaltet wird. Die Einstellung des Reglers erfolgt in bekannter Weise durch eine Stellschraube 59, die gegen eine Druckfeder 60 wirkt und ein Verschieben des Sehraubenstiftes 61 bewirkt. Dieser Stift steuert über einen im Zapfen 62 drehbar gelagerten Doppelhebel 63 den Bund.' ? des Fliehkraftreglers.
Auf der Ankerwelle 64 des Motors sitzt der aus beispielsweise acht Lamellen bestehende Kollektor 6J, an den Bürsten 66 und 67 angreifen. Diese Bürsten sind an ihrem vorderen Ende so breit ausgebildet, dass sie jeweils mindestens zwei Lamellen des Kollektors überdecken, wodurch für den Rundfunk nachteilige Funkenbildungen vermieden werden. Eine weitere Sicherung gegen Störungen des Rundfunkes durch die bei eventueller Funkenbildung entstehenden Hochfrequenzströme wird dadurch erreicht,
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dass der die Magnete verbindende Rahmen 32 elektrisch mit dem Gehäuse 1 verbunden ist. das über Kondensatoren 68 mit dem Netz parallel geschaltet ist.
Die elektrische Verbindung findet im Ausführung- beispiel dadurch statt, dass im Gehäuseboden, 58 eine Feder 69 aus elektrisch leitendem Metall festgeschraubt ist, deren freies Ende den Motorrahmen berührt. Die Kondensatoren 68 sind mit dem Netz parallel geschaltet, d. h. jeder der vom Anschlussstecker 7C kommenden Leitungsdrähte ist mit einem oder mehreren Kondensatoren 68 verbunden, die ihrerseits mit dem Gehäuse in metallischer Verbindung stehen. Die Kondensatoren wirken als Widerstände gegenüber der Netzspannung, so dass der Netzstrom nicht in das Gehäuse gelangt.
Dagegen werden die im Motor gegebenenfalls entstehenden, hochfrequenten Ströme über den Kontakt 69 in das Gehäuse geleitet und von hier durch die Kondensatoren, die derartigen Hoehfrequenzströmen keinen Widerstand bieten, in das Netz zurückgeführt.
Zwischen den vom Anschlussstecker 70 kommenden Stromzuführungsdrähten und dem Motor ist ein von Hand zu betätigender Se halter'l1 sowie ein selbsttätig wirkender Ausschalter 72 zwischengeschaltet. Dieser Schalter besteht in bekannter Weise aus einem Drahtbügel 73, der mit seinem freien Ende 74 an den Arm 75 der elektrischen Schalldose 76 stösst, mit seinem andern Ende in eine elektrische Schalldose 77 einmündet. Der Sehalldosenarm'75 sowie die selbsttätige Schalldose 71 sitzen an einem Halter 78, der durch Bajonettverschluss mit dem Gehäuse in Verbindung gebracht wird.
Zu diesem Zweck befindet sieh an der Aussenwand des Gehäuses 1 eine Ansatzfläche 79, die mit einer Bohrung 80 versehen ist, an deren beiden Seiten Aussparungen 81 und 82 vorgesehen sind. Der Halter 78 weist einen der Bohrung 80 entsprechenden Zapfen 83 auf, an dem sich den Aussparungen 81, 82 entsprechende
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in die Bohrung ? ein, wobei man die Nasen in die dazu gehörenden Aussparungen einschiebt. Ist der Halter so weit eingeschoben, dass die Stirnfläche 86 an die Passfläche 79 anstösst, so dreht man den gesamten Halter um 90 , wodurch dieser am Herausfallen verhindert wird. Der Schalldosenarm sowie der elektrische Schalter können mit dem Halter in fester Verbindung stehen oder lösbar an diesem angeordnet sein.
Von der Schalldose 77 gehen zweckmässigerweise im Innern des Halters 18 Leitungsdrähte nach
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schalter nicht im Betrieb ist bzw. die Schalldose nicht in der Mitte des Plattentellers anlangt, ist der elektrische Stromkreis über die Kontaktstellen 89, 90 kurz geschlossen. Um die vom Motor erzeugten magnetischen Kraftlinien nach Möglichkeit der elektrischen Sehalldose fernzuhalten, ist das Gehäuse durch ein Dynamoblech 91 abgedeckt, während auf dem Plattenteller 11, unterhalb des Plüsch-oder Filzbezuges 92, ein oder mehrere Dynamobleehe 93 angeordnet sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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der Sprechmaschine eingesetzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Apparat unabhängig von der Sprechmaschine für elektrische Tonwiedergabe verwendet werden kann.