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Die Erfindung bezieht sich auf einen Fernsprech-Handapparat mit Nummernselhalter und bezweckt eine Verbesserung solcher Handapparate, um sie als Verkehrsmittel geeignet zu machen.
Die als normale Verkehrsmittel gebräuchlichen Fernsprechtischstationen für Selbstansehluss- betrieb unterscheiden sieh in solche mit einem Nummernschalter an der Station und einem abnehmbaren Mikrotelephon und in Stationen nach Art der amerikanischen Säulenstationen, bei welchen das Mikrophon, das Telephon und der Nummernschalter in einer von dem Fernspreehenden mit der Hand zu erfassenden und an den Körper heranzubringenden Apparatur vereinigt sind. Beide Arten von Stationen sind hinsichtlich bequemer Bedienung und Handlichkeit noch unvollkommen.
Die zuerst genannte Stationstype hat den Nachteil, dass zwecks guter Bedienung des Nummernsehalters die Station immer möglichst nahe an die zu bedienende Person heranzurüeken ist, wobei der Bedienende den Körper noch drehen und biegen muss, um den Handapparat zu erreichen oder den Nummernsrhalter zu betätigen.
Anderseits ist aber die Vereinigung des Mikrophons und des Telephons durch Verwendung eines Handapparates von Vorteil für die Bedienung. Die Säulenstation hat gegenüber dieser den Vorteil, dass der Standort des Apparates zum Bedienenden mit Rücksieht auf die Bedienung der Nummernseheibe ohne Bedeutung ist, da der Apparat zum Sprechen in die Hand genommen wird, besitzt jedoch den schwerwiegenden Mangel, dass man, da das Telephon nicht fest am Apparat angeordnet ist, beim Sprechen beide Hände benutzen muss. Verwendet man dagegen einen Handapparat mit Nummernschalter, so lassen sieh die vorstehend angeführten Nachteile zwecks Erzielung einer besonders einfachen Bedienung restlos beseitigen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Fernsprech-Handapparate mit einem Nummernschalter zu versehen, der sich entweder auf der Rückseite des Handapparates befindet oder bei Anordnungen auf der Sprechseite eine Lage am oberen Teil des. Handapparates einnimmt. Beide Arten von Handapparaten haben jedoch infolge der hiedurch bedingten Unhandlichkeit keinen Eingang als Teilnehmerapparat gefunden, sondern wurden insbesondere für Spezialzwecke, z. B. als Prüfapparat od. dgl., verwendet.
Es sind weiters Handapparate vorgeschlagen worden, bei denen der Nummernsehalter in der Nähe
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Nummernsehalteraehse parallel oder annähernd parallel zur Spreehrichtung und der Nummernschalter entweder auf einer Verlängerung des Griffes unterhalb des Mikrophons aufgesetzt oder er ist vor diesem angebracht. Der Handapparat wird also in diesen Fällen entweder um den Durchmesser des Nummern- sehalters in der Länge oder um die Breite des Nummernsehalters in einer Richtung senkrecht zur Griffachse vergrössert. Infolgedessen sind diese Handapparate ebenfalls unhandlich ; ferner wird der Nummernschalter von dem Atem beim Besprechen des Mikrophons getroffen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Verbesserung derartiger Handapparate und besteht darin,
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mikrophon die Fingerscheibe vom Munde des Benutzers abgekehrt ist. Der Winkel zwischen Nummern-, schalteraehse und Spreehrichtung ist dabei vorteilhaft 900 oder darÜber. Dadurch erhält man einen mit Nummernsehalter ausgerüsteten Handapparat, dessen Abmessungen auf ein Mindestmass beschränkt
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ist die Erfindung näher beschrieben.
Fig. 1 stellt einen gemäss der Erfindung ausgebildeten Handapparat in Seitenansicht und teilweise geschnitten dar. Fig. 2 zeigt den unteren Teil des Handapparates von oben gesehen. Fig. 3 ist eine Seitenansicht des unteren Teiles des Handapparates und Fig. 4 stellt eine Draufsicht des unteren Teiles des Handapparates mit geschnittenem Gehäuse in Richtung der Nummernsehalterachse dar mit daran angedeutetem Mikrophon und Anschlussklemmen. Fig. 5 ist die Seitenansicht eines andern Aus-
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der Linie A-B.
In den Figuren bedeutet 1 den Körper des Handapparates und 2 die Abschlussmuschel des in dem oberen Gehäuse eingebauten, nicht gezeigten Telephons. Der Gehäusekörper 1 bildet an seinem unteren Teil einen Hohlraum 5 zur Aufnahme des Mikrophons 4, des Nummernschalters 8 und der Anschlussklemmen 3 für die Schnurverbindungen der Anschlussschnur 6. Der Gehäusekörper 1 ist an seinem die Einsprache 9 für das Mikrophon bildenden Teil mit Aussparungen 7 zum Durchtritt der Schallwellen versehen. Abgeschlossen wird der untere Hohlraum des Handapparates durch den Nummernschalter 8.
Diese Anordnung hat zur Folge, dass im Gegensatz zu solchen Ausführungen von Handapparaten mit Nummemsehaltem, in denen sich letztere auf der Rückseite des Handapparates oder bei einer Anordnung an der Vorderseite am oberen Teil des Handapparates befinden, die Bedienung wesentlich erleichtert wird. Bei einer Anordnung des Nummernschalters auf der Rückseite des Handapparates wird bei der Bedienung des Nummernschalters eine Umdrehung des Handapparates zwecks Einstellung des Nummernschalters erforderlich, was ungünstig ist.
Befindet sich aber der Nummernschalter im oberen Teil der Vorderseite des Handapparates, so behindert er infolge seiner Lage zur Hörmusehel den Bedienenden
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der Nummernschalter, wie die Ausführungsbeispiele erkennen lassen, eine solch günstige Lage erhalten, dass eine besonders bequeme Bedienung des Nummernschalters ermöglicht wird, ohne dass der Handapparat irgendeine besondere Lage zur Bedienung des Nummernschalters einnehmen muss. Wie ferner aus den Ausführungsbeispielen zu entnehmen ist, nimmt der Nummernschalter 8 eine solche Lage zur Einsprache 9 ein, dass seine Fingerscheibe vom Munde des Sprechenden abgekehrt ist, wobei die Achsrichtung a des Nummernschalters mit der Spreehrichtung b einen Winkel, grösser als 90 , bildet.
Dieser Winkel kann auch eine andere Grösse besitzen. Wesentlich ist, dass die Einstellscheibe bei Besprechen des Mikrophons vom Munde des Sprechenden abgekehrt ist. Auf diese Weise ist es vermieden, dass der feuchte Hauch des Sprechenden auf den Nummernsehalter gelangt, zugleich aber auch erreicht, dass lediglich ein leichtes Rüekwärtsneigen und-drehen des in die Hand genommenen Handapparates genügt, um die Fingerscheibe des Nummernschalters 8 für die Betätigung zugänglich zu machen. Hiebei ergibt sich eine leicht herzustellende Form, indem die Achse des Nummernsehalters 8 in der Symmetrieebene der Einspraehe 9 liegt.
Die räumliche Anordnung des Mikrophons 4, der Einsprache 9 und der Anschlussklemmen 5 ist, wie aus den Fig. 3 und 4 der Zeichnung ersichtlich, zu dem Nummernschalter so gewählt, dass der hiezu erforderliche Raum zur Aufnahme der Einzelapparate in der Richtung der Nummernschalterachse proji-
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Anordnung erzielt, die mit dazu beiträgt, die Fabrikation derartiger Handapparatkörper zu verbilligen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigen die Fig. 5 und (), bei denen die Drehachse des Nummernschalters 8 gegen die Symmetrieebene der Einsprache 9 geneigt ist. Der mit dieser Anordnung erzielte Vorteil besteht darin, dass die Richtung, in welche der Apparat zum Teilnehmer geneigt werden muss, um eine leichte Betätigung der Nummernscheibe zu ermöglichen, günstiger ist, da hiedurch der Apparat lediglich etwas schräg nach hinten gelegt werden muss.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernsprech-Handapparat, bei dem der Nummernschalter in der Nähe der Mikrophoneinspraehe auf der Anlegeseite der Hörmuschel angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Nummernschalter (8) derart zu der Mikrophoneinsprache angeordnet ist, dass bei Besprechung des mikrophon (4) die Fingerseheibe des Nummernschalters vom Munde des Benutzers abgekehrt ist.