AT120917B - Bremse für Anhängewagen. - Google Patents
Bremse für Anhängewagen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Bremse für Allhängewagen. Es ist bekannt, in Anhängern für Kraftwagen oder anderen Fahrzeugen, von deren Triebwerk Unteroder Überdruck erzeugt werden kann, durch diesen Unter- oder Überdruck die Bremsen zu lösen und gleichzeitig Arbeit aufzuspeichern, die, wenn freigegeben, die Bremsen anzieht. Diese Arbeit kann aufgespeichert werden, indem man den Unter-oder Überdruck auf einen Kolben einwirken lässt, der eine Feder spannt, ein Gewicht hebt u. dgl. Bei Wegnahme des auf den Kolben wirkenden Drucks wird die Federspannung, das Gewicht usw. frei und zieht die Bremsen an. Diese Bremsen haben den Vorteil, dass beim Reissen der Kupplung zwischen Zugwagen und Anhänger und dem dabei eintretenden Reissen des Verbindungssehlauehes der Unter-oder Überdruck in der Bremsleitung verschwindet, wodurch die Bremse sofort und ohne zusätzliche Vorrichtungen in Kraft tritt. Die Bremse stellt natürlich den Anhänger auch dann fest, wenn er vom Zugwagen abgekuppelt wird, weil auch dabei die Schlauchverbindung zwischen beiden Fahrzeugen gelöst wird. Um den abgekuppelten Anhänger wieder entbremsen zu können, verwendet man in bekannter Weise eine von Hand betätigte Vorrichtung, z. B. einen Sperrhebel, durch welchen die Bremse gelöst gehalten werden kann ; dabei muss natürlich von Hand die Bremsarbeit auch wieder aufgespeichert werden, indem die Hand eine Feder zusammendrÜckt, ein Gewicht hebt usw. Derartige Bremsen sind nachteilig dann. wenn beim Ankuppeln des entbremsten Anhängers vergessen wird, den die Bremse gelüftet haltenden Hebel zu lösen ; denn dann folgt zwar der Anhänger dem Zugwagen ungehemmt, aber er kann nicht gebremst werden. Erfindungsgemäss wird nun der Unter-oder Überdruck, der im Betrieb die Bremse gelüftet halten soll, dazu benutzt, die mechanische Bremslösevorrichtung selbsttätig zu entriegeln, sobald der Anhänger angekuppelt und der Unter-oder Überdruck im Zugwagen stark genug zum Gelösthalten der Anhängerbremse ist. Dieser Über- oder Unterdruck kann für den genannten Zweck in der Weise ausgenützt werden, dass man ihn in einem besonderen, an die Anhängerbremsleitung angeschlossenen Hilfszylinder auf einen Kolben wirken lässt, der mit der mechanischen Bremslösevorrichtung gekuppelt ist, oder es wird der im Bremszylinder selbst zum Lösen der Bremse erzeugte Über- oder Unterdruck und der dadurch hervorgerufen Hub des Bremskolbens zum Entriegeln dieser Vorrichtung benutzt. Einige Ausführungsbeispiele an Anhängerbremsen, die durch einen vom Zugwagenmotor erzeugten Unterdruck gelöst und durch Federkraft angezogen werden, sind in den Zeichnungen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Bremslösevorriehtung mit besonderem Hilfszylinder, Fig. 2 eine Vierradbremse mit Entriegelung durch den Bremskolbenhub, Fig. 3 einen Teil der mechanischen Bremslösevorriehtung, Fig. 4 ebenfalls eine Entriegelung durch den Bremskolbenhub, Fig. 5 und 6 weitere Ausführungen der Entriegelung nach Fig. 4. Die Anhängerbremsleitung 1 in Fig. 1 kommt von dem nicht gezeichneten Steuerventil im Zugwagen und führt zu dem Bremsliiftzylinder 2, in dem der Bremskolben 3 läuft. Diesen Kolben sucht eine am Gestänge 4 der Bremse. 5 angeschlossene Feder 6 nach rechts zu ziehen, wobei die Bremse angezogen wird. Anderseits zieht der Unterdruck im Bremslüftzylinder 2 den Kolben 3 wieder nach links, wenn der Fahrer vom Zugwagen aus die Unterdruekanhängerbremse auf Lösen schaltet. Die Feder 6 wird dabei gespannt. <Desc/Clms Page number 2> Mit einem Hebel 7 kann die Anhängerbremse auch von Hand gelöst werden. Der eine Arm dieses Hebels stösst gegen eine Nase 8 am Bremsgestänge 4 ; an dem andern Arm des Hebels 7 ist eine vom Hand- EMI2.1 Bremsen anziehen kann. Die gleiche Wirkung tritt ein, wenn die Kupplung zwischen Anhänger und Zugwagen abreisst. Soll die Bremse gelöst werden, so muss von neuem ein Unterdruck im Zylinder : 2 erzeugt werden, der die Feder 6 wieder spannt. Die Bremse des Anhängers muss aber auch am abgekuppelten Anhänger wieder gelöst werden können, wenn er verschoben oder von neuem an einen Zugwagen angekuppelt werden soll, der dann ungehindert anfahren können soll. Zu diesem Zweck wird der Handhebel 7 umgelegt. Der kurze Arm dieses Hebels wirkt dabei auf den Zapfen 8 und verschiebt den Kolben 3 nach links, wobei die Feder 6 gespannt wird. In der Endstellung-entsprechend der Lösestellung der Bremsen-stellt sich der Handhebel durch die Klinke 9 fest. Der Hebel würde aber, wenn er dauernd verriegelt bliebe, ein Anziehen der Bremsen unmöglich machen. Muss der Hebel von Hand entriegelt werden, so kann dies leicht einmal vergessen werden, und der Führer des Motorwagens kann dann den Anhängewagen nicht bremsen. Dies wird verhütet dadurch, dass der vom Motor erzeugte Unterdruck nicht nur im Bremszylinder 2, sondern auch auf den Kolben 13 des Hilfszylinders 14 wirkt. Unter dem Einfluss der Luftverdünnung im Zylinder geht der Kolben 13 nach links und hebt dabei die Klinke 9 des Hebels 7 aus. Der Hilfszylinder 14 muss so bemessen sein, dass die Klinke 9 erst ausgehoben wird, wenn in der Saugleitung ein zum Festhalten des Kolbens 3 in der Bremslösestellung ausreichender Unterdruck herrscht. In Fig. 2 sind an die vom Zugwagen kommende Saugleitung 1 zwei Bremslüftezylinder 2 und 2' für die Vorder-und Hinterradbremse des Anhängers angeschlossen. Die einzelnen Teile der Hinterrad- bremse sind-soweit sie eine sinngemässe Wiederholung der Vorderradbremse bedeuten-mit der betreffenden Bezugsziffer und dem Zeichen'versehen. Die Federn 6 und 6'zum Anziehen der Bremsen sind Druckfedern und unmittelbar in den Zylindern 2 und S'untergebracht. Die Stangen 4 und 4'der Kolben :, und 3'sind mit den Bremsweges 16 und 16'verbunden, von denen aus die Bremskraft auf die Bremsbacken 5 und 5'übertragen wird. Die Wellen 16 und 16'haben je einen Hebel 17 und 17', von deren Enden aus Seile 18'und 1 $' über Rollen 19 zu einer Schere 20 führen. Die Seile 18 und 18'werden zweckmässig nicht unmittelbar an den kurzen Hebelarmen der Schere befestigt, sondern an den mittleren Gelenkpunkt eines mit seinen andern Enden an diese Hebelarme angelenkten Laschenpaares 21. An dem freien Ende jedes Seheren- arms ist je die eine Hälfte einer geteilten Mutter 22 angebracht, deren Gewinde mit jenem einer Spindel 2. - ; übereinstimmt. Das Gewinde ist sdbsthemmend, und die Mutter ist gegen Verdrehung gesichert (Fig. 3). Eine Feder 24 ist bestrebt, die beiden Mutterhälften ausser Eingriff zu bringen und an in Richtung der Spindelachse verlaufende Führungsstücke 25 anzulegen. An jeder Mutterhälfte ist ein Handgriff 26 befestigt. Durch Gegeneinanderdrücken dieser Handgriffe kann die Mutter geschlossen werden. Der Hub der Mutter ist durch einen Anschlag 27 begrenzt. Die Spindel 2. 3 ist drehbar, jedoch in ihrer Längsrichtung nicht verschiebbar an einer gut zugänglichen Stelle des Fahrzeugrahmens befestigt. EMI2.2 abhängende innere Endstellung gezogen worden. Sollen nun die Bremsen wieder gelöst werden, so druck man die beiden Handgriffe 26 an den Mutterhälften so weit gegeneinander, bis die Gewindekämme der Mutter 2 in das Spindelgewinde eingegriffen haben. Dreht der Bedienungsmann die Handkurbel der Spindel, so wandert die Mutter 22 nach aussen und zieht die Schere 20 und die Seile 18 und 18'nach sich. Diese drehen dann die Wellen 16 und 16' so, dass die Kolben 3 und 3'in die Zylinder 2 und 2'hineingedrUckt werden und dabei die Federn 6 und 6' zusammenpressen. Nach einem bestimmten Hub schlägt die Mutter 22 an einen Anschlag 27 an. wodurch die mechanische Bremslüftung beendet ist. Die Spannung der Feder 24 ist so gewählt, dass sie auch bei geschlossener Mutter schwächer ist als die unter dem Zug der Seile 18 auftretende Seherkraft an den Enden der langen Hebelarme von 20. Wird der Anhänger jetzt mit dem Motorwagen gekuppelt, so dringt der vom Motor erzeugte Unterdruck in die Bremszylinder 2 und 2'und zieht die Kolben 3 und-T noch etwas weiter, als bereits durch die mechanische Bremsluftung geschehen, in die Zylinder hinein. Dadurch drehen sich auch die Hebel 17 und 1,'der Wellen 16 und 16', so dass die Seile 18 und 18'Etwas schlaff werden. Da nun die Schere 20 entlastet ist, kann die Feder 22 die Mutterhälften von der Spindel abheben. Die Anhängerbremsen können EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- <Desc/Clms Page number 4> mit dem Zugwagen von dem auf diesem erzeugten Unter- oder Überdruck selbsttätig entriegelt wird, sobald er zum Gelösthalten der Bremse hinreicht.2. Bremse für Anhängewagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entriegeln EMI4.1 wird (Fig. 1).3. Bremse für Anhängewagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch l'ber- oder Unterdruck hervorgerufene Hub des Bremskolbens des Anhängers zum Entriegeln der mechanischen Bremslesevorrichtung ausgenutzt wird (Fig. 2 bis 6).4. Bremse für Anhängewagen nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Verbindung des Bremskolbens mit seiner Verriegelung derart, dass diese Verbindung solange wirksam ist, bis der Bremskolben EMI4.25. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der durch das Lüften der Bremse von Hand erreichbare Hub des Bremskolbens durch einen Anschlag begrenzt wird.6. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet. dass die mechanische Bremslösevorriehtung aus einer Schere (20) besteht, an deren einem Paar von Hebelarmen eine mit einer Spindel (2) 1) zusammenarbeitende, längsversehiebbare, aber nicht drehbare, nach ihrer Längsachse geteilt Mutter (22) angebracht ist, deren Hälften eine Feder (24) von der Spindel abzuheben sucht, während an dem andern Paar von Hebelarmen ein oder mehrere Zugseile (18) befestigt sind, die zu dem Gestänge eines oder mehrerer Bremskolben führen.7. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (18) und (18') an dem mittleren Gelenkpunkt eines Laschenpaares (21) befestigt sind, dessen andere Enden an ein Hebelarmpaar der Schere (20) angelenkt sind.8. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde der Spindel (20) und der Mutter (22) selbsthemmend ist.9. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der Druekfeder (24) auch bei geschlossener Mutter schwächer ist als die an den Hebelarmen der Schere (20) auftretenden Kräfte.10. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Mutterhälften mit einem Handgriff (26) versehen ist, um die : Mutter (22) leicht mit der Spindel (2. 3) in Eingriff bringen zu können.11. Bremse für Anhängewagen nach Anspruch 1. 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Lüften der Bremse von Hand ein Hebel verwendet und so angeordnet ist, dass er vom Bremskolben her durch die Kraft, die beim Lösen der Bremse aufgespeichert wird, ein Drehmoment erhält, das ihn an einen seine Verriegelungsstellung begrenzenden Anschlag drückt und dort festhält.12. Bremse für Anhängewagen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel durch eine Feder in seine Entriegelungsstellung gebracht wird, sobald der zum Lösen der Bremse dienende Über-oder Unterdruck den Bremskolben in Löserichtung über die beim Lüften von Hand erreichbare Stellung hinausbewegt.13. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (29) mit der Bremswelle (16) oder dem Bremskolben (.'3) durch ein Zugseil (28) verbunden ist, dessen Befestigungspunkt beim Umlegen des Hebels über den Totpunkt hinüberwandert, so dass der Hebel an einen Anschlag (.'31) gedrÜckt und dort entgegen der Wirkung einer Rückführfeder (. ) festgehalten wird (Fig. 4).14. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (29) nach Entspannung des Seils (28) durch den von einem Über-oder Unterdruck hervorgerufenen Resthub des Bremskolbens (.'3) in Bremslöseriehtung von der Feder (32) in seine der Bremsstellung entsprechende Anfangslage zurückgelegt wird.15. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der EMI4.3 Spindel C) wandernden Mutter (. 37) gedrÜckt und von einer am Hebel angreifenden Feder (42 bzw. 46) ausgerückt wird, sobald der Zug im Seil (28) verschwindet (Fig. 5 und 6).16. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 11,12 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass EMI4.4 eine besondere Feder (47, Fig. 6) in seine der Bremsstellung entsprechende Anfangslage zurückgeführt wird.17. Bremse für Anhängewagen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. dass bei Vierradbremsen die Bremsarbeit für je ein Räderpaar gesondert aufgespeichert, aber für beide Räderpaare EMI4.5
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