AT11687U1 - Seilwickelvorrichtung mit führungsschlitten und seilspanner - Google Patents
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Abstract
Seilwickelvorrichtung (1) zum Auf- und Abwickeln eines Seiles (2) auf bzw. von einer Seiltrommel (3), wobei das Seil (2) durch einen Führungsschlitten (4) führbar ist, der insbesondere parallel zur Seiltrommelachse T durch einen Schlittenantrieb (5) bewegbar ist, wobei die Seilwickelvorrichtung (1) eine Messeinrichtung (6) und eine Steuer- und Regeleinheit (7) umfasst, wobei die Messeinrichtung (6) in einem vorgegebenen Bereich direkt oder indirekt die Winkelstellung (Wabs) des Seils (2) zur Führungsschlittenlängsachse F misst und entsprechende Signale (S) der Steuer- und Regeleinheit (7) zuführt und wobei die Bewegung des durch den Schlittenantrieb (5) angetriebenen Führungsschlittens (4) in Abhängigkeit der zugeführten Signale (S) durch die Steuer- und Regeleinheit (7) Steuer- und regelbar ist, wobei die Seilwickelvorrichtung (1) einen Seilspanner (11) umfasst, der in Abhängigkeit der Drehrichtung der Seiltrommel (3) das Seil (2) zwischen Seilspanner (11) und Seiltrommel (3) sowohl beim Abwickeln als auch beim Aufwickeln unter Zugspannung hält.
Description
österreichisches Patentamt AT 11 687 U1 2011-03-15
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seilwickelvorrichtung zum Auf- und Abwickeln eines Seiles auf bzw. von einer Seiltrommel, wobei das Seil durch einen Führungsschlitten führbar ist, der insbesondere parallel zur Seiltrommelachse durch einen Schlittenantrieb bewegbar ist, wobei die Seilwickelvorrichtung eine Messeinrichtung und eine Steuer- und Regeleinheit umfasst, wobei die Messeinrichtung in einem vorgegebenen Bereich direkt oder indirekt die Winkelstellung des Seils zur Führungsschlittenlängsachse misst und entsprechende Signale der Steuer- und Regeleinheit zuführt und wobei die Bewegung des durch den Schlittenantrieb angetriebenen Führungsschlittens in Abhängigkeit der zugeführten Signale durch die Steuer-und Regeleinheit Steuer- und regelbar ist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist bereits aus der EP 0 354 320 A1 bekannt, bei der ein Spulschlitten mit einem separaten Antrieb über eine Spindel betrieben wird, wobei der Antrieb über ein Steuerorgan entsprechend eines zur Trommelachse sich einstellenden Auflaufwinkels des Seiles zur Nachführung des Spulschlittens gesteuert wird. Der Auflaufwinkel des Seiles wird dabei durch ein zugeordnetes Messelement erfasst.
[0003] Ähnliche Vorrichtungen gehen auch aus der DE 2 054 357 und der NL 8200156 hervor.
[0004] Die in diesen Schriften beschriebenen Ausführungen von Seilwickelvorrichtungen sind nicht geeignet für Seile die nicht ständig automatisch unter Zug stehen. Insbesondere sind sie ungeeignet für den Einsatz bei Forstseilbahnmasten, da bei Forstseilbahnmasten ein schnelles Auf- und Abbauen durch ständigen Ortswechsel durchgeführt werden muss, um zu den einzelnen zu befördernden Holzstämmen zu gelangen. Beim Auf- und Abbau, wenn nichts befördert wird und beim Abspulen wird das Seil mit keinem oder geringem Gewicht belastet.
[0005] Wenn dann eine Seilaufwickelvorrichtung nach dem Stand der Technik eingesetzt werden würde, könnte die Messeinrichtung aufgrund des durch die nachlassende Spannung losen Seils keinen korrekten bzw. sinnvollen Wert der Winkelstellung zur Seiltrommelachse messen, was zu unnötigen Bewegungen des Führungsschlittens führen würde und somit keine korrekte Wicklung des Seiles möglich wäre.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Seilwickelvorrichtung anzugeben. Insbesondere soll die Seilwickelvorrichtung auch für das Auf- und Abwickeln von nicht ständig unter Zug stehenden Seilen geeignet sein, wobei dies insbesondere bei Seilwickelvorrichtungen für mobile Maschinen - wie beispielsweise Forstseilbahnmasten - nötig ist.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Seilwickelvorrichtung einen Seilspanner umfasst, der in Abhängigkeit der Drehrichtung der Seiltrommel das Seil zwischen Seilspanner und Seiltrommel sowohl beim Abwickeln als auch beim Aufwickeln unter Zugspannung hält. Dadurch wird gewährleistet, dass das Seil besonders im Bereich der Messeinrichtung immer unter Zug steht, wodurch ein geeigneter Winkel zur Verfügung steht, der von der Messeinrichtung erfassbar ist und sinnvoll für die Regelung und Steuerung der Führungsschlittenbewegung verwendet werden kann.
[0008] Ein konkretes Ausführungsbeispiel des Seilspanners kann vorsehen, dass der Seilspanner einen Seilspannantrieb, bevorzugt in Form eines Motors, und eine durch den Seilspannantrieb antreibbare Seilrolle umfasst. In dieser Seilrolle ist das Seil vorzugsweise reibschlüssig geführt, wodurch die Bewegung der Seilrolle auf das Seil übertragen wird.
[0009] Eine bevorzugte Ausführungsvariante kann dazu vorsehen, dass der Seilspanner eine federnd beaufschlagte Gegenlaufrolle zur Seilrolle umfasst. Dies garantiert zusätzlich, dass die Seilrollenbewegung vom Seil übernommen wird.
[0010] Besonders bevorzugt kann weiters vorgesehen sein, dass der Seilspannantrieb die Seilrolle in Abhängigkeit der Drehrichtung der Seiltrommel bremst oder beschleunigt. Insbesondere ist dabei wichtig, dass die Seilrolle des Seilspanners das Seil beim Aufwickeln auf die 1/11 österreichisches Patentamt AT11 687U1 2011-03-15
Seiltrommel bremst und am Seil beim Abwickeln von der Seiltrommel zieht, da ansonsten das Seil vom losen, nicht unter Zugspannung stehenden Ende her sowohl beim Aufwickeln als auch beim Abwickeln schlaff bis zur Seiltrommel führen würde, wodurch das Winkelmessergebnis der Messeinrichtung verfälscht werden würde und die eigentliche Aufgabe der Seilwickelvorrichtung - einwandfreies, gesteuertes Auf- und Abwickeln des Seils - nicht mehr erfüllt werden könnte. Somit ist der Seilspanner in gewisser Weise ein Zwangsabspuler des Seils der in Abhängigkeit der Drehrichtung der Seiltrommel ständig das Seil bis zur Seiltrommel spannt.
[0011] Bevorzugt ist weiters vorgesehen, dass der Seilspanner bzw. dessen Motor beim Aufwickeln mit einer Kraft von ca. 50kg bremst und beim Abwickeln mit einer Kraft von ca. 130 kg am Seil zieht, wobei diese Werte je nach Ausführung anpassbar, veränderbar und einstellbar sind. Während vom Seil selbst eine Last bewegt wird, kann die Aufgabe des Seilspanners entfallen, da das Seil z.B. bei Forstseilbahnmasten bis zu einer Zugkraft von ca. 4000 kg gespannt ist. Wenn nun aber keine Last vorhanden ist oder diese plötzlich entfällt (z. B. abruptes Abbremsen der Seiltrommel, Abfallen der Last, Abwickeln ohne Last...), wird durch den Seilspanner eine Zugspannung durch Bremsen oder Ziehen am Seil bis hin zur Seiltrommel erreicht, wodurch ein optimales Auf- und Abwickelergebnis mithilfe des Führungsschlittens und der Messeinrichtung erreichbar ist.
[0012] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung kann vorsehen, dass die Messeinrichtung zusätzlich einen Drehzahl- und Drehrichtungssensor umfasst, der die Drehrichtung und/oder Drehzahl der Seiltrommel feststellt und entsprechende Signale der zentralen Steuer-und Regeleinheit zuführt. Es kann auch ein Drehzahlsensor allein vorgesehen sein, der sowohl direkt dem Seilspanner als auch bevorzugt indirekt über die Steuer- und Regeleinheit ein entsprechendes Signal an den Seilspanner weiterleitet. Generell kann der Drehzahl- und Drehrichtungssensor in Abstimmung mit der Messung der Winkelstellung ein noch exakteres Aufwickeln des Seils unter Rücksichtnahme auf die Änderung der Drehgeschwindigkeit der Seiltrommel gewährleisten.
[0013] Dementsprechend kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Bewegung des Führungsschlittens sowohl in Abhängigkeit der gemessenen Winkelstellung des Seils als auch in Abhängigkeit der Drehzahl und Drehrichtung der Seiltrommel durch die Steuer- und Regeleinheit Steuer- und regelbar ist.
[0014] Eine konkrete Ausführungsform der hier vorliegenden Erfindung kann vorsehen, dass die Winkelstellung des Seils zwischen Führungsschlitten und Seiltrommel durch einen Tasthebel der Messeinrichtung messbar ist, wobei im Detail zusätzlich vorgesehen sein kann, dass der Tasthebel über einen Drehpunkt am Führungsschlittengelagert ist und die Winkelstellung des Seils zur Führungsschlittenlängsachse misst.
[0015] Bezüglich der optimalen Winkelstellung des Seils kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Winkelstellung des Seils beim Aufwickeln durch das gesteuerte bzw. geregelte Bewegen des Führungsschlittens in Bezug auf eine Normale zur Seiltrommelachse auf einen im Wesentlichen gleich bleibenden Winkelwert, der um weniger als 1,5°, bevorzugt um weniger als 1° von der Normalen zur Seiltrommelachse abweicht, einstellbar ist. Besonders bevorzugt ist hierbei ein Nachlaufwinkel des Seils der zwischen 0,8° und 1,2° von der Normalen abweicht. Dadurch läuft der Punkt an dem das Seil den Führungsschlitten verlässt immer leicht hinter dem Punkt an dem das Seil auf der Seiltrommel auftrifft hinterher.
[0016] Beim Abwickeln kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Winkelstellung des Seils beim Abwickeln durch das gesteuerte bzw. geregelte Bewegen des Führungsschlittens auf einen im Wesentlichen gleich bleibenden Winkelwert, der maximal um 0,5° von der Normalen zur Seiltrommelachse abweicht, vorzugsweise gar nicht von der Normalen abweicht, einstellbar ist. Weitere bevorzugte Ausführungsvarianten können vorsehen, dass die Seiltrommel durch einen Seiltrommelantrieb antreibbar ist und dass der Seiltrommelantrieb und der Führungsschlittenantrieb unabhängig voneinander ausgebildet sind. Diese letzte Ausführungsvariante ist besonders in Bezug auf aus dem Stand der Technik bekannte Seilwickelvorrichtungen, wie beispielsweise die DE 38 32 192 A1 und die WO 2006/027553 A1, von Vorteil, um die optimale 2/11 österreichisches Patentamt AT 11 687 U1 2011-03-15
Aufwicklung unabhängig vom Seilverschleiß bzw. von Durchmesseränderungen des Seiles zu erreichen.
[0017] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann weiters vorgesehen sein, dass je nach an die Steuer- und Regeleinheit zugeführtem Drehrichtungssignal der durch die Steuer- und Regeleinheit gesteuerte und geregelte Führungsschlitten in eine Position verfahrbar ist, in welcher der Aufwickelwinkelwert bzw. der Abwickelwinkelwert des Seils zur Führungsschlittenlängsachse im Wesentlichen einem in der Steuer- und Regeleinheit gespeicherten oder einem in die Steuer- und Regeleinheit eingebbaren Winkelwert entspricht. Bevorzugt beschreibt dieser eingebbare Winkelwert einen Winkelbereich zwischen zwei Grenzwerten, zwischen welchen das Aufwickelergebnis ideal ist.
[0018] Besondere wichtige Eigenschaften der hier vorliegenden Steuerung sind die, dass sie quasi in Echtzeit die Winkelstellung des Seiles misst und dass die Steuerung sowohl gedämpft als auch progressiv arbeitet. Das heißt, dass sie bei sehr schnellen Bewegungen, z.B. bei Vibrationen des Seiles, nicht unmittelbar reagiert, wodurch keine unnötigen ruckartigen Bewegungen des Führungsschlittens auftreten. Durch die progressive Steuerung wird ein stufenloses, geschwindigkeitsabhängiges Reagieren auf Seilbewegungsänderungen und Winkeländerungen ermöglicht, was bei dem aus dem Stand der Technik bekannten mechanischen Kupplungen schlecht funktioniert und zu ruckartigen Bewegungen ohne fließende Übergänge führt.
[0019] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen: [0020] Fig. 1 eine schematische Darstellung der Seilwickelvorrichtung, [0021] Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Seiltrommel, [0022] Fig. 3 eine schematische Darstellung des Führungsschlittens und der Seiltrommel, [0023] Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf den Führungsschlitten, [0024] Fig. 5 eine 3-D-Ansicht des Führungsschlittens und [0025] Fig. 6 eine schematische Darstellung des Steuer- und Regelkreislaufes.
[0026] In Fig. 1 ist im oberen Bereich der Seilspanner 11 schematisch dargestellt, wobei das Seil 2 um die Seilrolle 21 um 90°, bevorzugt jedoch um mehr als 90° (abhängig von den jeweiligen Einsatzbedingungen) abgelenkt geschlungen ist. Die Seilrolle 21 wird durch den Seilspannantrieb 20 angetrieben. Das Seil 2 wird zusätzlich von der Gegenlaufrolle 22 gegen die das Seil 2 antreibende Seilrolle 21 gedrückt.
[0027] Die Seilwickelvorrichtung 1 weist in weiterer Folge den Führungsschlitten 4 auf, welcher an einem Schlittenführungselement 13 geführt ist. Der Führungsschlitten 4 wird durch die Zugmittel 14, die durch die Zugmittelräder 15 angetrieben werden, entlang dem Schlittenführungselement 13 bewegt. Bevorzugt ist dieses Zugmittel 14 in Form einer Rollenkette mit dazugehörigen Kettenrädern (Zugmittelräder 15), einem Schneckgetriebe sowie einem Ölmotor ausgeführt. Die Linearbewegung des Führungsschlittens 4 kann allerdings auch durch andere geeignete elektrische oder hydraulische Antriebe erfolgen.
[0028] Der Führungsschlitten 4 weist zusätzlich zwei Führungsrollen 12 auf, durch welche das durch den Seilspanner 11 gespannte Seil 2 zur Seiltrommel 3 hindurchführt. Am Führungsschlitten 4 ist weiters ein Tasthebel 9 über den Drehpunkt D gelagert. Am Tasthebel 9 sind wiederum zwei Tasthebelrollen 16 angeordnet, zwischen welchen das Seil 2 hindurchführt, wobei die Winkelabweichung des Seils 2 über den Tasthebel 9 durch ein entsprechendes Messgestänge 17 zur Messeinrichtung 6 mechanisch weitergeleitet wird, wo ein sogenannter Winkelgeber 23 die absolute Winkelstellung Wabs des Seiles ermittelt. Diese absolute Winkelstellung Wabs wird dann in Bezug auf die Führungsschlittenlängsachse F bzw. in Bezug auf die Normale N zur Seiltrommelachse T gesetzt.
[0029] Die Seiltrommel 3 weist auf ihren Seiten Trommelwände 18 (auch genannt Bordschei- 3/11 österreichisches Patentamt AT 11 687 U1 2011-03-15 ben) auf. Zusätzlich ist eine Drehzahl- und/oder Drehrichtungssensor 8 vorgesehen, der die Drehzahl bzw. die Drehrichtung der Seiltrommel misst. In Fig. 1 ist erkennbar, dass das Seil 2 in einem gewissen Nachlaufwinkel zum Anliegepunkt des Seils 2 auf der Seiltrommel 3 steht. Wenn nun das Seil 2 weiter aufgewickelt wird, bewegt sich der Führungsschlitten 4 unter Einhaltung des Nachlaufwinkels nach links bis das Seil 2 die Trommelwand 18 berührt, wodurch das Seil 2 in die nächste Lage aufsteigt und sich automatisch wieder nach rechts weiter aufwickelt. Wenn nun bei dieser Rechtsbewegung des Seiles 2 der Winkel zum Führungsschlitten 4 in die andere Richtung als bei der Bewegung nach links neigt, wird aufgrund des geänderten und gemessenen Winkels Wabs ein Signal erzeugt, wodurch sich der Führungsschlitten 4 auch nach rechts unter Einhaltung eines bestimmten bzw. festlegbaren Nachlaufwinkels zu bewegen beginnt. Auch wenn sich die Drehrichtung der Seiltrommel 3 oftmals ändern sollte, kann der Führungsschlitten 4 durch den ermittelten Winkelwert Wabs an die jeweils optimale Winkelstellung Wauf beim Auf- oder Abwickeln angepasst werden.
[0030] In Fig. 2 ist nochmals der Auftreffwinkel Wabs der in Bezug auf die Normale N gemessen ist, gezeigt. Beim Aufwickeln des Seiles 2 auf die Seiltrommel 3 kann dabei ein optimaler Aufwickelwinkelbereich WaUf eingehalten werden, der in einem bestimmten Bereich um den vorgebba-ren Winkelwert Wflx liegt. Durch die progressive Ausführung der Steuer- und Regeleinheit 7 muss das Seil 2 nicht ständig beim vorgegebenen Winkelwert WFix bleiben, sondern kann innerhalb das Aufwickelwinkelbereichs Wauf schwanken bzw. pendeln. Wenn jedoch dieser Aufwickelwinkelbereich Wauf überschritten wird bzw. eine Annäherung an dessen Grenzen erfolgt, wird die Bewegung des Führungsschlittens 4 derart beschleunigt oder abgebremst, dass der gemessene Winkel Wabs wieder annähernd dem vorgegebenen Winkelwert Wfix entspricht. In gleicher Art und Weise ist dies in Bezug auf den Abwickelwinkelbereich Wab vorgesehen.
[0031] Die Fig. 3 und 4 zeigen nochmals in schematischer Darstellung Teile der Seilwickelvorrichtung 1.
[0032] In Fig. 5 ist eine 3-D-Ansicht des Führungsschlittens 4 dargestellt, der entlang der beiden Schlittenführungselemente 13 geführt ist. Der Abstand zwischen den Führungsrollen 12 kann durch den Rollenabstandseinsteller 19 verändert werden und an die Dicke des jeweils verwendeten Seiles 2 angepasst werden.
[0033] Der in Fig. 6 dargestellte Steuer- und Regelkreislauf gibt ausgehend von Drehzahl- und Drehrichtungssensor 8 und dem Tasthebel 9 mit Winkelsensor 23, die zusammen aber bevorzugt baulich getrennt die Messeinrichtung 6 bilden, Signale S an die Steuer- und Regeleinheit 7 weiter. Diese Steuer- und Regeleinheit 7 enthält einen eingebbaren oder vorgegebenen Winkelwert Wfix der in Abhängigkeit des gemessenen Winkels Wabs, der Drehrichtung und Drehzahl und beispielsweise auch der Position des Führungsschlittens 4 ein Schlittenpositioniersignal P generiert, welches den Schlittenantrieb 5 zugeführt wird, wodurch sich der Führungsschlitten 4 entsprechend bewegt. Dadurch wird auch wiederum der Winkel Wabs verändert, wodurch die Messeinrichtungen 6 wiederum quasi in Echtzeit den veränderten Winkelwert Wabs messen und gegebenenfalls darauf reagieren. Weiters wird auch der Seilspannerantrieb 20 des Seilspanners 11 von der Steuer- und Regeleinheit 7 in Abhängigkeit des jeweiligen Betriebszustandes gesteuert.
[0034] Somit ist durch die hier vorliegende Erfindung eine Seilwickelvorrichtung gezeigt, die insbesondere für den Einsatz bei Forstseilbahnmasten geeignet ist, bei welchen das Seil beim Auf- und Abwickeln nicht ständig unter ausreichender Zugspannung steht. Mithilfe der Winkelmesseinrichtung und der Steuer- und Regeleinheit und dem daraus ermittelten Bewegen des Führungsschlittens kann ein optimales Auf- und Abwickeln des Seils von bzw. auf die Seiltrommel erreicht werden, wodurch der Seilverschleiß sehr gering ist. 4/11
Claims (14)
- österreichisches Patentamt AT 11 687 U1 2011-03-15 Ansprüche 1. Seilwickelvorrichtung zum Auf- und Abwickeln eines Seiles auf bzw. von einer Seiltrommel, wobei das Seil durch einen Führungsschlitten führbar ist, der insbesondere parallel zur Seiltrommelachse durch einen Schlittenantrieb bewegbar ist, wobei die Seilwickelvorrichtung eine Messeinrichtung und eine Steuer- und Regeleinheit umfasst, wobei die Messeinrichtung in einem vorgegebenen Bereich direkt oder indirekt die Winkelstellung des Seils zur Führungsschlittenlängsachse misst und entsprechende Signale der Steuer- und Regeleinheit zuführt und wobei die Bewegung des durch den Schlittenantrieb angetriebenen Führungsschlittens in Abhängigkeit der zugeführten Signale durch die Steuer- und Regeleinheit Steuer- und regelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilwickelvorrichtung (I) einen Seilspanner (11) umfasst, der in Abhängigkeit der Drehrichtung der Seiltrommel (3) das Seil (2) zwischen Seilspanner (11) und Seiltrommel (3) sowohl beim Abwickeln als auch beim Aufwickeln unter Zugspannung hält.
- 2. Seilwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilspanner (II) einen Seilspannantrieb (20), bevorzugt in Form eines Motors, und eine durch den Seilspannantrieb (20) antreibbare Seilrolle (21) umfasst.
- 3. Seilwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilspanner (11) eine federnd beaufschlagte Gegenlaufrolle (22) zur Seilrolle (21) umfasst.
- 4. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilspannantrieb (20) die Seilrolle (21) in Abhängigkeit der Drehrichtung der Seiltrommel (3) bremst oder beschleunigt.
- 5. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilrolle (21) des Seilspanners (11) das Seil (2) beim Aufwickeln auf die Seiltrommel (3) bremst und am Seil (2) beim Abwickeln von der Seiltrommel (3) zieht.
- 6. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (6) zusätzlich einen Drehzahl- und Drehrichtungssensor (8) umfasst, der die Drehrichtung und/oder Drehzahl der Seiltrommel (3) feststellt und entsprechende Signale (S) der zentralen Steuer- und Regeleinheit (7) zuführt.
- 7. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Führungsschlittens (4) sowohl in Abhängigkeit der gemessenen Winkelstellung (Wabs) des Seils (2) als auch in Abhängigkeit der Drehzahl und Drehrichtung der Seiltrommel (3) durch die Steuer- und Regeleinheit (7) Steuer- und regelbar ist.
- 8. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelstellung (Wabs) des Seils (2) zwischen Führungsschlitten (4) und Seiltrommel (3) durch einen Tasthebel (9) der Messeinrichtung (6) messbar ist.
- 9. Seilwickelvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Tasthebel (9) über einen Drehpunkt (D) am Führungsschlitten (4) gelagert ist und die Winkelstellung (Wabs) des Seils (2) zur Führungsschlittenlängsachse (F) misst.
- 10. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelstellung (Wabs) des Seils (2) beim Aufwickeln durch das gesteuerte bzw. geregelte Bewegen des Führungsschlittens (4) in Bezug auf eine Normale (N) zur Seiltrommelachse (T) auf einen im Wesentlichen gleich bleibenden Aufwickelwinkelbereich (WaUf), der um weniger als 1,5°, bevorzugt um weniger als Γ von der Normalen (N) zur Seiltrommelachse (T) abweicht, einstellbar ist.
- 11. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelstellung (Wabs) des Seils (2) beim Abwickeln durch das gesteuerte bzw. geregelte Bewegen des Führungsschlittens (4) auf einen im Wesentlichen gleich bleibenden Abwickelwinkelbereich (Wab), der maximal um 0,5° von der Normalen (N) zur Seiltrommelachse (T) abweicht, vorzugsweise gar nicht von der Normalen (N) abweicht, einstellbar ist. 5/11 österreichisches Patentamt AT 11 687 U1 2011-03-15
- 12. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiltrommel (3) durch einen Seiltrommelantrieb (10) antreibbar ist.
- 13. Seilwickelvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Seiltrommelantrieb (10) und der Führungsschlittenantrieb (5) unabhängig voneinander ausgebildet sind.
- 14. Seilwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass je nach an die Steuer- und Regeleinheit (7) zugeführtem Drehrichtungssignal der durch die Steuer- und Regeleinheit (7) gesteuerte und geregelte Führungsschlitten (4) in eine Position verfahrbar ist, in welcher der Aufwickelwinkelwert (WaUf) bzw. der Abwickelwinkelwert (Wab) des Seils (2) zur Führungsschlittenlängsachse (F) im Wesentlichen einem in der Steuer- und Regeleinheit (7) gespeicherten oder einem in die Steuer- und Regeleinheit (7) eingebbaren Winkelwert (Wfix Entspricht. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen 6/11
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