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Parkinson
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Medizin

Zahl der Parkinson-Patienten steigt

Am Samstag ist Welt-Parkinson-Tag. Parkinson ist eine Gehirnerkrankung, die von Zittern bis zu starken Bewegungs- und Denkstörungen reichen kann. In Oberösterreich leben rund 3.000 Menschen damit – Tendenz steigend.

Rund 500 Teilnehmende beim Parkinson-Kongress im Linzer Rathaus zeigen das große Interesse von Betroffenen und Angehörigen. Darunter ist auch die Pensionistin Doris Ellmer aus Ebensee. Vor sieben Jahren erhält sie die Diagnose Parkinson, als: „der rechte Fuß und die rechte Hand gezittert haben und steif waren. Momentan hilft mir mein Mann, wenn ich eine Steifigkeit am Morgen habe oder nicht so belastbar bin.“

Nervenzellen sterben nach und nach ab

Parkinson ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, sterben dabei nach und nach ab. Zu Frühsymptomen zählt neben Zittern und Steifigkeit auch Bewegungsverlangsamung, so Petra Schwingenschuh, Vizepräsidentin der österreichischen Parkinson-Gesellschaft: „Dass das Schreiben langsamer wird oder auch langsamer geht. Zum Beispiel gibt es aber auch nicht motorische Symptome, und die sind oft vorher schon vorhanden. Das kann eine Geruchsverminderung sein, oder dass man Probleme beim Schlafen hat. Verstopfung, Antriebsminderung, herabgesetzte Stimmungslage.“

Eindeutige Ursachen gibt es nicht

Parkinson tritt verstärkt ab dem 65. Lebensjahr und bei Männern auf. Eindeutige Ursachen gibt es nicht. Neben dem Verlust von Nervenzellen und genetischer Veranlagung werden auch Umweltfaktoren genannt, so Thomas Mitterling, Neurologe des Kepler-Universitätsklinikums Linz: „Herbizide, Pestizide, die sich einmal in großen epidemiologische Studien dargestellt haben, das Arbeiten in der Landwirtschaft, das das Risiko für eine Parkinson-Krankheit erhöht.“

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Mehrere Parkinson-Selbsthilfegruppen in Oberösterreich

In Oberösterreich gibt es mehrere Parkinson-Selbsthilfegruppen mit regelmäßigen Treffen und Gesprächen, so Michaela Steffelbauer, Präsidentin des Vereins „Parkinson Selbsthilfe OÖ“: „Es werden auch Ärzte eingeladen für Vorträge, oder auch Therapeuten. Es wird dann mit den Betroffenen gemeinsam Bewegungen gemacht, geturnt und trainiert.“

Aktuell wird Parkinson hauptsächlich medikamentös behandelt. Ergänzend dazu sind Physio- und Ergotherapie, sowie Logopädie und Psychotherapie wichtige Behandlungsformen, um die Lebensqualität von Betroffenen möglichst lange zu erhalten.

Der Neurologe Gerhard Ransmayr von der Österreichischen Parkinsongesellschaft war am Freitag zu Gast in „Oberösterreich heute“ zu diesem Thema: