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Landesgericht und Bezirksgericht Linz
Fotokerschi/Kerschbaummayr
Fotokerschi/Kerschbaummayr
Gericht

Bewaffneter von Polizist angeschossen: Prozess vertagt

Der Prozess gegen einen 62-Jährigen, der im September im Mühlviertel nach einer bewaffneten Flucht von einem Polizisten angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden war, ist am Donnerstag auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Der Verteidiger beantragte, die betroffenen Polizisten als Zeugen zu laden. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig.

Der Angeklagte habe sich am 11. September in St. Oswald bei Haslach (Bezirk Rohrbach) von der Polizei erschießen lassen wollen, führte der Verteidiger aus. Zuvor habe er vor den Augen einer Bekannten mit einem Revolver hantiert und dieser angekündigt, Suizid zu begehen. Danach sei er mit dem Pkw davongefahren.

Angeklagter von Polizisten angeschossen

Die Frau alarmierte die Polizei, die den bewaffneten Autofahrer auf einer Wiese stoppen konnte. Dort wurde der Angeklagte angeschossen. Der Verteidiger plädierte am Donnerstag im Landesgericht Linz auf einen Freispruch, da sein Mandant weder die Frau gefährlich bedroht noch Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet habe.

Ermittlungen gegen Beamten bereits eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen gefährlicher Drohung und Widerstands gegen die Staatsgewalt den Strafantrag gestellt. Das gesondert geführte Ermittlungsverfahren gegen den Beamten wurde von der Staatsanwaltschaft schon eingestellt. Dem Polizisten wurde kein Fehlverhalten nachgewiesen.