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Spargelbauern Eferdinger Becken
ORF/Christian Schwarz
ORF/Christian Schwarz
Landwirtschaft

Spargelernte: Bauern kämpfen um Arbeitskräfte

Nicht nur die gestiegenen Energiepreise belasten die heimischen Bauern, sondern auch die Situation rund um Erntehelfer bleibt angespannt. Laut Landwirtschaftskammer liegt das Kontingent in unserem Bundesland bei bis zu 5.000 Arbeitskräften. Doch diese Zahl wird zunehmend schwer zu erreichen.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine: Viele ukrainische Arbeitskräfte, die bisher regelmäßig in der Landwirtschaft im Einsatz waren, fallen aus. Gleichzeitig verschärft eine Gesetzesänderung in Deutschland die Situation zusätzlich.

Konkurrenz aus Deutschland wächst

Wie Ewald Mayr, Obmann der oberösterreichischen Gemüse-, Erdäpfel- und Obstbauern, erklärt, habe Deutschland klare Vorteile: Dort unterstütze die Regierung gezielt den Gemüsebau und habe die mögliche Beschäftigungsdauer für Saisonarbeitskräfte von 70 auf 90 Tage ausgeweitet. In diesem Zeitraum können Betriebe Arbeitskräfte ohne zusätzliche Lohnnebenkosten beschäftigen.

Das hat direkte Auswirkungen auf die Bezahlung: Deutsche Betriebe können höhere Netto-Löhne anbieten und sind damit deutlich attraktiver für Erntehelfer. „Da haben wir einfach das Nachsehen hier in Oberösterreich“, so Mayr.

Suche nach Arbeitskräften wird schwieriger

Noch stehen ausreichend Erntehelfer auf den heimischen Feldern zur Verfügung. Doch die Suche nach ihnen wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Viele Betriebe müssen zunehmend neue Wege gehen, um ihren Bedarf zu decken.

Mittlerweile wird fast jeder zehnte Erntehelfer aus Südostasien angeworben – ein Trend, der sich in den kommenden Jahren weiter verstärken dürfte.