Ein aktueller Labortest der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt: Pesto Rosso ist nicht gleich Pesto Rosso. Die untersuchten Produkte unterscheiden sich teils deutlich in ihrer Qualität und Belastung. Positiv fällt auf: Alle getesteten Bio-Produkte sowie ein konventionelles Pesto waren frei von Pestiziden. Vier Bio-Pestos enthielten zudem keinerlei gesundheitsschädliche Rückstände. Pesto Rosso sollte vor allem aus getrockneten Tomaten, Olivenöl, Parmesan und Pinienkerne bestehen.
Schimmelpilze in vier Pestos
Anders sieht es bei einem Großteil der konventionellen Produkte aus. In fast allen wurden Spuren von Pestiziden gefunden – wenn auch in geringen Mengen. Laut AK sind diese zwar nicht akut giftig, über mögliche Wechselwirkungen mehrerer Rückstände sei jedoch noch wenig bekannt.
In vier Pestos wurden außerdem erhöhte Mengen sogenannter Alternariatoxine festgestellt. Diese Schimmelpilzgifte entstehen häufig auf Tomaten und stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend zu sein. Verbindliche Grenzwerte gibt es in der EU derzeit nicht, allerdings wurden in einzelnen Produkten die empfohlenen Richtwerte zu einem großen Teil ausgeschöpft.
Hormonelle Stoffe in fünf Proben
Zusätzlich hat das Labor in fünf konventionellen Pestos Spuren von Bisphenol A – kurz BPA – nachgewiesen. Der Stoff wirkt hormonell und kann etwa die Fruchtbarkeit oder das Immunsystem beeinflussen. Laut aktueller Bewertung der europäischen Gesundheitsbehörde könnte bereits der regelmäßige Verzehr kleiner Mengen ausreichen, um den empfohlenen Grenzwert zu überschreiten.
Fortpflanzungsschädigendes Pestizid entdeckt
Auch einzelne besonders bedenkliche Pestizide wurden gefunden: darunter ein Fungizid, das als fortpflanzungsschädigend gilt, sowie ein Insektizid, das schwer abbaubar ist und Wasserorganismen schädigen kann.