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Bergretter der Bergrettung Landeck bei Sucheinsatz nach einer Lawine mit Lawinenhund
Bergrettung Landeck / Robert Grüner
Bergrettung Landeck / Robert Grüner
Einsätze

Erneut Sportler von Lawinen erfasst

Auch am Sonntag sind die Einsatzkräfte wieder gefordert. Bis zum frühen Nachmittag wurden 16 Lawinen gemeldet, davon sechs mit Personenbeteiligung. In Tux wurden zwei Personen von einer Lawine erfasst und verletzt, Entwarnung gab es nach einer Rutschung auf eine Piste in See im Paznaun.

Trotz der weiterhin enorm angespannten Lawinensituation, eines aufrechten AT-Alerts des Landes und der eindringlichen Appelle des Lawinenwarndienstes waren am Sonntag erneut Wintersportler abseits der gesicherten Pisten im freien Skiraum unterwegs.

Die Leitstelle Tirol zählte bis zum frühen Nachmittag sechs Lawinen, bei denen zumindest abgeklärt werden musste, ob Personen erfasst wurden. In mehreren Gebieten hatte das Großeinsätze zur Folge – einen davon gegen Mittag in Tux. Im freien Skiraum nahe des Hintertuxer Gletschers ging gegen 12.00 Uhr eine Lawine ab.

Vater und Sohn von Lawine erfasst

Laut Auskunft der Leitstelle Tirol wurde ein Vater mit seinem Sohn von der Lawine erfasst und teilweise verschüttet. Die beiden wurden laut Leitstelle nicht lebensbedrohlich verletzt und mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus Schwaz geflogen. Eine dritte Person blieb unverletzt.

Lawineneinsatz Skigebiet See im Paznaun
TVB Paznaun-Ischgl
Im Skigebiet See im Paznaun rutschte ein Schneebrett auf eine Piste

Gegen 13.30 Uhr wurde dann gemeldet, dass sich an einem Skiweg im Skigebiet See im Paznaun ein Schneebrett gelöst hatte. Einsatzkräfte, Skilehrer, Bergretter sowie ein Notarzthubschrauber standen innerhalb kürzester Zeit im Einsatz. Der betroffene Bereich wurde gesperrt und systematisch sondiert. Kurze Zeit später kam die Entwarnung des Skigebiets: Es wurden keine Personen verletzt oder verschüttet.

Variantenfahrer löste Großeinsatz aus

In Reith bei Seefeld wurde von der Rosshütte aus ein Lawinenabgang am Härmelekopf beobachtet. Die Bergrettung rückte aus, auch der Notarzthubschrauber C1 wurde angefordert. In Obergurgl löste ein Variantenfahrer im freien Skiraum eine Lawine aus und sorgte für einen Großeinsatz, an dem ein Hubschrauber, eine Lawinenhundestaffel und die örtliche Bergrettung beteiligt waren.

Erkundungsflug Schneeprobe Lawinen Tirol Lawinenwarndienst
Lawinenwarndienst/Nairz
Das Team des Lawinenwarndienstes war am Sonntag wieder im Gelände unterwegs

Der Wintersportler, der die Lawine ausgelöst hatte, wurde nicht verschüttet und meldete den Abgang. Dieser hatte sich aber im Bereich einer äußerst beliebten Variantenabfahrt ereignet, weshalb die Situation vorerst unübersichtlich war. Nach Sondierungen am Nachmittag wurde die Suche beendet, es gab keine Verschütteten. Entwarnung gab es auch im Skigebiet Axamer Lizum, wo im Bereich „Hoadl“ eine Lawine abgegangen war.