Spritpreisbremse: E-Control mit positiver Zwischenbilanz
Eine Woche nach dem Start der Spritpreisbremse hat die E-Control heute positive Zwischenbilanz gezogen. Laut Chefvolkswirt Johannes Mayer sind die Preise für Diesel im Gesamtschnitt um 10,5 Cent und für Superbenzin um 18 Cent gesunken. Damit habe die Verordnung wesentliche Ziele erreicht und vor allem das befürchtete Phänomen extrem schneller Preissprünge beendet.
Kern der Verordnung ist eine Margenbegrenzung bei Treibstoffpreisen, deren Überprüfung bei der E-Control liegt. Dass die Lage trotzdem angespannt bleibt, zeigen die neuen Preise von heute Mittag: Sowohl bei Diesel als auch bei Benzin gab es durchschnittlich wieder einen Preisanstieg.
Höhere Preisreduktion bei großen Ketten
Die Regierung hatte als Ziel der Spritpreisbremse eine Reduktion der Treibstoffpreise an den Zapfsäulen um zehn Cent pro Liter ausgegeben. Dies konnte bei Benzin übertroffen, bei Diesel nahezu erreicht werden. In der Analyse zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede je nach Tankstellentyp.
Bei den großen Marken- und Kettentankstellen (Gruppe 1), die der Verordnung voll unterliegen, verzeichnete die E-Control die stärksten Rückgänge: Hier sank Diesel im Median um 18 Cent und Super um 21 Cent. Die Gruppe 2 umfasst Tankstellen, bei denen Pächter bekannte Tankstellenmarken nutzen. Hier sanken die Preise bei Diesel um fünf Cent, bei Benzin um 16 Cent.
Die rund 1.300 kleinsten Tankstellen im Land (Gruppe 3), die von der Preisbremse ausgenommen sind, reduzierten ihre Preise hingegen nur minimal um drei Cent bei Diesel und zehn Cent bei Super.