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WO2026027073A1 - Verfahren und vorrichtung zum verlegen einer leitung im boden - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum verlegen einer leitung im boden

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Publication number
WO2026027073A1
WO2026027073A1 PCT/EP2025/061917 EP2025061917W WO2026027073A1 WO 2026027073 A1 WO2026027073 A1 WO 2026027073A1 EP 2025061917 W EP2025061917 W EP 2025061917W WO 2026027073 A1 WO2026027073 A1 WO 2026027073A1
Authority
WO
WIPO (PCT)
Prior art keywords
bedding
trench
layer
groove
pipe
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
PCT/EP2025/061917
Other languages
English (en)
French (fr)
Inventor
Johannes Hermann Bergmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of WO2026027073A1 publication Critical patent/WO2026027073A1/de
Pending legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

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    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F5/00Dredgers or soil-shifting machines for special purposes
    • E02F5/02Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E02F5/145Component parts for trench excavators, e.g. indicating devices travelling gear chassis, supports, skids control and indicating devices
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G1/00Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines
    • H02G1/06Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for laying cables, e.g. laying apparatus on vehicle
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
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Abstract

Zum Verlegen einer Leitung (2) in einer aus Bettungsmaterial (5) gebildeten Bettungsschicht (6) in einem Graben (18), wobei die Leitung (2) in eine Nut der Bettungsschicht (6) gelegt wird, schlägt die Erfindung vor, dass die Nut (19) durch Entnahme von Bettungsmaterial (5) aus der Bettungsschicht (6) erzeugt wird und die Nut (19) mit einer Tiefe erzeugt wird, welche größer ist als der Durchmesser der Leitung (2). Weiterhin schlägt die Erfindung eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung vor.

Description

Verfahren und Vorrichtung zum Verlegen einer Leitung im Boden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verlegen einer Leitung im Boden sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Als Leitungen kommen sowohl Rohrleitungen in Frage, die zum Führen eines die Rohrleitung durchströmenden Mediums dienen, als auch Leitungen, die zur Übertragung elektrischer Energie mittels eines Kabels dienen und typischerweise einen elektrischen Leiter aufweisen, als auch Leitungen, die zum Übertragen von Informationen dienen und beispielsweise Glasfasern als Lichtwellenleiter für optisch codierte Informationen aufweisen oder elektrische Signalleiter für elektrisch codierte Informationen aufweisen. Schließlich kommen als Leitungen auch Leerrohre oder Kabelschutzrohre in Frage, so dass erst später, nach dem Verlegen dieser Leitung, die eigentliche Leitung, die nämlich zum Transport von Wärme, elektrischer Energie oder von Signalen dient, verlegt wird, indem sie in das Leer- oder Kabelschutzrohr eingezogen wird.
Nachfolgend wird vereinfachend allgemein von einer Leitung gesprochen und die Erfindung anhand des Beispiels der Verlegung eines elektrischen Erdkabels erläutert, ohne dass die Erfindung auf diesen Anwendungsfall und diesen Leitungstyp eingeschränkt ist. Erdkabel, die zur Übertragung elektrischer Energie dienen, werden aufgrund des Stromflusses erwärmt, was den inneren Widerstand des Erdkabels vergrößert. Es ist wünschenswert, die Wärme abzuführen, um den inneren Widerstand des Erdkabels möglichst gering zu halten und so die Effizienz der Energieübertragung zu verbessern.
Aus der Praxis ist es bekannt, in die Sohle eines Grabens eine Nut einzubringen, ohne Bettungsmaterial in den Graben einzufüllen. Die Leitung wird anschließend in die Nut eingelegt. Die unregelmäßige Ausgestaltung des natürlich vorkommenden Bodens im Bereich der Grabensohle kann problematisch sein, da beispielsweise keine gleichmäßige Wärmeableitung gewährleistet werden kann, wie sie für ein Erdkabel wünschenswert sein kann. Unterschiedlich feste oder lockere Bereiche innerhalb des Bodens können zudem dazu führen, dass entlang der Leitung bestimmte Bodenanteile durch Niederschläge ausgeschwemmt werden. Dies kann einerseits zu Verlagerungen der Leitung innerhalb des Bodens führen, nämlich in Form von Setzungen, und es kann dazu führen, dass bereichsweise der Kontakt zwischen der Leitung und dem umgebenden Boden unterbrochen wird, was für die erwähnte Wärmeableitung besonders nachteilig ist.
Auch bei einer zweiten, aus der Praxis bekannten Vorgehensweise wird eine Leitung in den natürlich vorkommenden Boden eingebracht, und zwar in Art eines Pflügevorgangs, bei welchem die Leitung unmittelbar in den Boden eingepflügt wird, ohne zuvor einen Graben zu schaffen. Auch hier kann die unregelmäßige Ausgestaltung des natürlich vorkommenden Bodens problematisch sein, beispielsweise hinsichtlich eventueller Setzungen oder einer angestrebten Wärmeableitung für die verlegte Leitung.
Aus der Praxis ist weiterhin ein Verfahren bekannt, welches den am nächsten kommenden Stand der Technik bildet und bei dem Bettungsmaterial auf die Sohle eines Grabens ausgebracht und verdichtet wird. Während das Bettungsmaterial im Graben zunächst als lockere Materialschüttung vorliegt, wird das Bettungsmaterial als Bettungsschicht bezeichnet, nachdem es verdichtet worden ist. Die Leitung wird anschließend auf dem Planum dieser Bettungsschicht abgelegt und mit einem Deckmaterial abgedeckt. Auch das Deckmaterial wird anschließend verdichtet, so dass im Boden eine so genannte Leitungszone aus dem verdichtetem Bettungsund Deckmaterial geschaffen wird, die mehrere Dezimeter hoch sein kann, beispielsweise etwa 70 cm. Unterhalb des Äquators der Leitung ergeben sich Zwickel, die häufig nur unvollständig mit Bettungsmaterial ausgefüllt sind und die insbesondere weniger stark verdichtet sind als das übrige Deckmaterial, so dass dadurch eine Wärmeableitung, wie sie für ein Erdkabel wünschenswert sein kann, beeinträchtigt ist.
Aus der Praxis ist es schließlich auch bekannt, eine Art Schlitten durch einen Graben zu ziehen. Der Schlitten weist mehrere Kammern auf: ein Bettungs mate rial wird aus einer ersten Kammer in den Graben gebracht, aus einer zweiten Kammer läuft die Leitung heraus, die auf das Bettungsmaterial aufgelegt wird, und aus einer dritten Kammer des Schlittens wird ein Deckmaterial in den Graben und auf die Leitung gebracht. Auch hier ergibt sich das Problem der nur unvollständig zu füllenden und zu verdichtenden Zwickel unterhalb des Leitungsäquators.
Bei dem Bettungsmaterial handelt es sich typischerweise um ein mineralisches Granulat, beispielsweise Sand. Durch die Verdichtung erhöht sich erstens die Festigkeit und somit die Formbeständigkeit der jeweiligen Bettungs- oder auch Deckschicht, zweitens wird der Kontakt mit der Leitung verbessert, indem das Material der Deckschicht an die Leitung angepresst wird, und schließlich wird auch das Porenvolumen des granulären Materials verringert und somit beispielsweise die thermische Leitfähigkeit verbessert, was für eine gewünschte Wärmeableitung im Falle eines Wärme abgebenden Erdkabels vorteilhaft sein kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren dahingehend zu verbessern, dass dieses einen raschen Verlegefortschritt ermöglicht und eine optimale Ummantelung der Leitung unter standardisierten Bedingungen im Boden.
Erfindungsgemäße Merkmale sind in den Ansprüchen 1 und 9 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung geht davon aus, dass ein Graben bereitgestellt ist, in welchem die Leitung abgelegt werden soll. Der Graben kann als natürlicher Graben vorliegen oder auch künstlich hergestellt worden sein, beispielsweise mittels einer Bodenfräse, eines Baggers oder dergleichen. Hinsichtlich der grundsätzlichen Überlegung, die Leitung in den natürlichen Boden oder in ein Bettungsmaterial abzulegen, schlägt die Erfindung die Verwendung einer Bettungsschicht vor. Im Unterschied dazu, die Leitung unmittelbar in den natürlich vorkommenden Boden zu legen, mit über die Leitungslänge wechselnden Eigenschaften, können durch die Verwendung von Bettungsmaterial definierte Umgebungsbedingungen für die Leitung innerhalb des Bodens sichergestellt werden. Für die bereits erwähnte Wärmeableitung bei Erdkabeln kann eine möglichst gute thermische Leitfähigkeit der Bettungsschicht wünschenswert sein, während beispielsweise für die Verlegung von Fernwärmeleitungen eine möglichst gute thermische Dämmwirkung der Bettungsschicht wünschenswert sein kann, so dass in diesem Fall ein anderes, dementsprechend geeignetes Bettungsmaterial verwendet werden kann, beispielsweise ein Granulat mit einem hohen Anteil an Porenvolumen. Definierte Umgebungsbedingungen für die Leitung zu schaffen, kann auch hinsichtlich anderer Parameter als der Wärmeleitfähigkeit für die Leitungen vorteilhaft sein. Erfindungsgemäß wird das Bettungsmaterial zunächst verdichtet und erst danach in das bereits verdichtete Bettungsmaterial, nämlich in die Bettungsschicht, eine Nut eingebracht, indem Bettungsmaterial aus der Bettungsschicht entnommen wird. Im Vergleich dazu, die Nut durch eine lokal begrenzte Nachverdichtung der Bettungsschicht zu erzeugen, kann eine erheblich tiefere Nut geschaffen werden. Die Entnahme von Bettungsmaterial aus der Bettungsschicht kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, beispielsweise durch einen Reißzahn, der zunächst bis auf die gewünschte Tiefe in die Bettungsschicht eingedrückt wird und anschließend in Längsrichtung des Grabens durch die Bettungsschicht bewegt wird, z.B. gezogen wird. Der Reißzahn kann ähnlich wie ein Pflug Leitflächen aufweisen, welche Bettungs mate rial aus der Bettungsschicht heraus nach oben fördern, so dass dieses nach oben geförderte Bettungsmaterial nun in der Bettungsschicht fehlt und die so geschaffene Fehlstelle die Nut bildet. Alternativ zu einem solchen Reißzahn, der abgesehen von der Längsbewegung, mit welcher er durch die Bettungsschicht bewegt wird, unbeweglich ist, kann Bettungsmaterial aus der Bettungsschicht mittels angetriebener, beweglicher Elemente entnommen werden, die beispielsweise mittels ihrer Bewegung Material aus der Bettungsschicht fördern, ähnlich wie dies bei einem Fräswerkzeug, einem Schaufelradbagger oder dergleichen der Fall ist.
Dabei wird erfindungsgemäß die Nut mit einer solchen Tiefe erzeugt, dass sie tiefer ist als der Durchmesser der Leitung, so dass dementsprechend die Leitung vollständig und nicht nur mit einem Teil ihres Durchmessers in der Nut abgelegt werden kann. In diese Nut wird die Leitung eingelegt und entweder jetzt oder in einem späteren Verfahrensschritt bis auf den Nutgrund gedrückt, so dass die Leitung in einer definierten Tiefe innerhalb der Bettungsschicht verläuft. Da die Tiefe der Nut größer ist als der Durchmesser der Leitung, verbleibt oberhalb der Leitung in der Nut ein Freiraum, in den später Deckmaterial eingebracht wird, welches die Leitung abdeckt. Falls sich das Deckmaterial von dem Bettungsmaterial unterscheidet, kann der Materialverbrauch für das Deckmaterial wirtschaftlich vorteilhaft möglichst gering gehalten werden, da das Deckmaterial nicht über die gesamte Breite der Bettungsschicht verteilt werden muss, sondern lediglich oberhalb der Leitung in die Nut eingefüllt werden muss. Falls das Bettungsmaterial und das Deckmaterial identisch sind, wirkt es sich auf den Arbeitsfortschritt positiv aus, dass nach dem Verlegen der Leitung nicht über die gesamte Breite der gewünschten Leitungszone das Deckmaterial in den Graben eingebracht und verdichtet werden muss, sondern lediglich das in die Nut eingebracht Deckmaterial verdichtet zu werden braucht.
In einer Ausgestaltung wird das Bettungs mate rial in einer solchen Schichtdicke in den Graben eingebracht, dass diese Schichtdicke die gesamte Leitungszone schafft. Obwohl sie somit praktisch monolithisch erzeugt wird, kann die Leitungszone gedanklich in eine untere Bettungsschicht und eine obere Deckschicht aufgeteilt werden, wobei die Bettungsschicht den Anteil der Leitungszone ausmacht, der sich von der Leitung nach unten erstreckt, und wobei die Deckschicht den Anteil der Leitungszone ausmacht, der sich oberhalb der Leitung befindet und somit die Leitung nach oben abdeckt. Dadurch, dass aus der Bettungsschicht Bettungsmaterial zur Schaffung der Nut entnommen wird, kann dieses entnommene Bettungsmaterial nach dem Verlegen der Leitung als Deckmaterial zum Verfüllen der Nut dienen. Es muss nicht wesentlich zur Höhe der Leitungszone beitragen, vielmehr wird sich, da ein Teil der Nut durch die Leitung ausgefüllt ist, ein geringer Materialüberschuss ergeben, wenn die Nut mit dem zuvor entnommenen Material verfällt wird, so dass dieses überschüssige Material auf der Oberfläche der Bettungsschicht verteilt werden kann und dabei die Höhe der Leitungszone nicht nennenswert verändert. Das Bettungsmaterial in einer solchen Schichtdicke in den Graben einzubringen, dass dadurch im Wesentlichen die gesamte Leitungszone geschaffen wird, vereinfacht den Verfahrensablauf und kann zu einem möglichst schnellen Arbeitsfortschritt beitragen. Zudem wird die erforderliche apparative Ausgestaltung der verwendeten Maschinen vereinfacht, weil keine separaten Zuführ- und Verteileinrichtungen für die Ausbringung einer vergleichsweise großen Materialmenge an Deckmaterial zum Aufbau einer nennenswert großen Deckschicht erforderlich sind.
Verglichen mit einem herkömmlichen Verfahren zur Leitungsverlegung werden bei dieser Verfahrensweise zunächst sowohl die Bettungs- und die Deckschicht in den Graben eingebracht, also die Leitungszone über ihre gesamte Höhe geschaffen, und erst anschließend wird die Leitung in die Leitungszone gelegt.
In einer Ausgestaltung ist die Formgebung des Nutquerschnitts an die Geometrie des Leitungsquerschnitts angepasst, so dass der Kontakt zwischen Leitung und umgebender Bettungsschicht optimiert ist. Bei Verlegung einer Leitung mit einem kreisrunden Querschnitt bedeutet dies, dass eine Nut erzeugt wird, welche im Bereich ihres Nutgrunds annähernd gebogen verläuft, mit annähernd dem gleichen Radius, den auch die Leitung aufweist. Die Bettungsschicht liegt somit der Leitung besonders gut an, so dass dort sowohl eine Wärmeübertragung von der Leitung auf die Bettungsschicht als auch eine Führung oder Fixierung der Leitung in dem umgebenden Material der Leitungszone besonders gut ermöglicht ist. Dementsprechend kann der Nutquerschnitt optimal einen halbkreisförmig ausgestalteten Nutgrund aufweisen, dessen Radius mit dem Radius der Leitung identisch ist. Durch den halbkreisförmigen Nutquerschnitt liegt die Leitung unterhalb ihres Äquators vollständig der Bettungsschicht an und Zwickel, die nur schlecht mit Deckmaterial gefüllt und verdichtet werden können, werden vollständig vermieden.
Das aus der Bettungsschicht entnommene Bettungsmaterial kann beispielsweise in einen Vorratsbehälter zurückgeführt werden, aus welchem das Bettungsmaterial entnommen und in den Graben zur Erzeugung der Bettungsschicht eingebracht wird. Wenn das Bettungsmaterial und das Deckmaterial identisch sind, kann das aus der Bettungsschicht entnommene Bettungsmaterial in einen Vorratsbehälter geführt werden, aus welchem es nach dem Verlegen der Leitung als Deckmaterial oberhalb der Leitung in den Graben eingebracht wird. In einer Ausgestaltung wird jedoch das aus der Bettungsschicht entnommene Bettungs mate rial seitlich neben der Nut auf der Bettungsschicht abgelegt, also neben der Nut angehäuft. Nachdem die Leitung in die Nut eingelegt worden ist, wird dieses angehäufte Material wieder in die Nut eingebracht und kann dann, ggf. mit zusätzlichem weiteren Deckmaterial, verdichtet werden. Hierdurch wird nicht nur der Verfahrensablauf, sondern auch die dazu erforderliche apparative Ausstattung vereinfacht, da sowohl ggf. ein Vorratsbehälter und jedenfalls die Fördereinrichtungen entbehrlich sind, die ansonsten für den Transport des Materials erforderlich wären.
In einer Ausgestaltung wird nicht nur eine einzige Nut in der Bettungsschicht erzeugt, sondern es werden zwei Nuten nebeneinander erzeugt, und dementsprechend werden später zwei Leitungen, die dementsprechend nebeneinander verlaufen, in die beiden Nuten gelegt. Auf diese Weise wird ein schneller Arbeitsfortschritt unterstützt, indem derselbe Graben und dieselbe Bettungsschicht zur Aufnahme nicht nur einer einzigen Leitung, sondern zweier Leitungen genutzt werden können. Dadurch, dass während des Verfahrensschrittes der Nuterzeugung nicht nur eine, sondern beide Nuten erzeugt werden, ist sichergestellt, dass die zweite Nut nicht erstellt werden muss, wenn möglicherweise bereits eine erste Leitung verlegt worden ist. Die Gefahr, eine bereits verlegte Leitung bei weiteren Arbeiten zu beschädigen, ist daher minimiert, indem von vornherein beide Nuten geschaffen werden und anschließend in beiden Nuten eine Leitung gelegt wird, bevor das Deckmaterial in den Graben eingebracht wird. Im Sinne der Erfindung können auch mehr als zwei Nuten für mehrere Leitungen geschaffen werden.
Die beiden oder mehreren Nuten können unregelmäßig zueinander angeordnet sein. In einer als vorteilhaft erachteten Ausgestaltung werden sie jedoch in der Art erzeugt, dass die beiden Nuten parallel zueinander verlaufen. Die beiden Nuten können zur Aufnahme unterschiedlicher Leitungen dienen, wobei unterschiedliche Abstände der Leitungen zueinander unkritisch sind. Durch den parallelen Nutverlauf und somit einen gleichmäßigen Abstand der Leitungen zueinander werden jedoch vorteilhaft konstante Umgebungsbedingungen für jede der beiden Leitungen geschaffen. Bezogen auf die Verlegung eines elektrischen Erdkabels und die damit verbundene wünschenswerte Möglichkeit der Wärmeabgabe kann eine ausreichende Menge an Bettungsmaterial gewährleistet werden, die um die Leitung herum angeordnet ist und Wärme aufnehmen kann, ohne dass eine lokal begrenzte, zufällige Annäherung der benachbarten Leitung die Wärmeabgabe beeinträchtigen und zu einer unerwünschten lokalen Erwärmung des Erdkabels führen kann. Die Bettungsschicht kann nach und nach abschnittsweise erzeugt werden, beispielsweise in dem jeweils eine bestimmte Menge an Bettungs mate rial in den Graben eingebracht und anschließend weiter behandelt wird, nämlich verdichtet und mit einer Nut versehen wird. In einer Ausgestaltung wird jedoch die Bettungsschicht kontinuierlich erzeugt, so dass Trenn- oder Nahtstellen benachbarter Abschnitte der Bettungsschicht vermieden werden können und die Ausgestaltung einer möglichst homogenen Umgebung für die in der Leitungszone angeordnete Leitung unterstützt wird. Zu diesem Zweck werden bevorzugt ein Zwischenspeicher und eine Materialausgabe kontinuierlich entlang des Grabens verfahren.
Der Zwischenspeicher enthält Bettungsmaterial und kann beispielsweise in Art einer nach oben offenen Wanne ausgestaltet sein. Das Bettungsmaterial wird aus dem Zwischenspeicher zu der Materialausgabe gefördert, beispielsweise einfach mittels Schwerkraft, in dem der Zwischenspeicher höher angeordnet ist als die Materialausgabe, oder alternativ durch eigens vorgesehene, angetriebene Fördermittel wie z.B. ein Förderband oder dergleichen.
Die Materialausgabe kann beispielsweise in Art einer Schütte ausgestaltet sein und dient dazu, das Bettungsmaterial in einer definierten Art und Weise in den Graben einzubringen, beispielsweise über eine bestimmte Breite verteilt und mit einer bestimmten Schichtdicke.
Der Zwischenspeicher dient als Pufferspeicher dazu, eine kontinuierliche Versorgung der Materialausgabe mit Bettungsmaterial sicherzustellen, während Zwischenspeicher und Materialausgabe kontinuierlich entlang des Grabens verfahren werden. Von außen wird der Zwischenspeicher mit frischem Bettungsmaterial befüllt, wobei als frisches Material solches bezeichnet wird, welches sich noch nicht in der Vorrichtung befindet oder befunden hat. Die Zufuhr des frischen Bettungsmaterials kann mittels einer ebenfalls mitfahrenden Einrichtung erfolgen, beispielsweise mittels eines Förderbandes, welches kontinuierlich während der Fahrt Bettungsmaterial in den Zwischenspeicher gibt. Der Zwischenspeicher dient in diesem Fall dazu, den Materialfluss des Bettungsmaterials vor der Materialausgabe zu vergleichmäßigen, unabhängig von eventuellen Mengenschwankungen, mit denen das Bettungsmaterial an den Zwischenspeicher herangeführt wird. Alternativ kann Zwischenspeicher diskontinuierlich, also chargenweise oder intervallweise, mit frischem Bettungsmaterial befüllt werden, beispielsweise aus einem Lkw mit einer Kippmulde, aus einem sogenannten Dumper oder dergleichen. Der apparative Aufwand an der Baustelle kann durch diese diskontinuierliche Beladung des Zwischenspeichers verringert werden, da keine Bettungsmaterial-Fördereinrichtung bereitgestellt und präzise gesteuert werden muss, welche mit dem Zwischenspeicher und der Materialausgabe mitfährt und kontinuierlich eine annähernd gleichmäßige Menge von Bettungsmaterial fördert. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung, die bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzt werden kann. Die Vorrichtung weist ein angetriebenes Fahrwerk auf, so dass sie in Längsrichtung des Grabens verfahren werden kann. Das Fahrwerk kann Räder und / oder Laufketten aufweisen. Die Vorrichtung kann auf einer Seite neben dem Graben fahren, oder das Fahrwerk kann eine so geringe Spurweite aufweisen, dass die Vorrichtung innerhalb des Grabens fahren kann, oder die Spurweite des Fahrwerks kann so groß sein, dass die Vorrichtung beiderseits neben dem Graben läuft. Weiterhin weist die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Nutformer auf, also ein Werkzeug, welches die Nut erzeugt, die zur Aufnahme der Leitung bestimmt ist, wobei die Nut in dem bereits verlegten und verdichteten Bettungsmaterial, also in der Bettungsschicht, durch Entnahme von Bettungsmaterial aus der Bettungsschicht erzeugt wird. In Anpassung an die zu verlegende Leitung ist der Nutformer so ausgestaltet, dass die Tiefe der Nut größer ist als der Durchmesser der Leitung.
In einer Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Vorrichtung auch den bereits oben erwähnten Zwischenspeicher auf, der dazu eingerichtet ist, das Bettungsmaterial aufzunehmen. Der Zwischenspeicher weist einen Auslass auf, durch welchen das Bettungsmaterial aus dem Zwischenspeicher herausgelangt.
In einer Weiterbildung der zuletzt beschriebenen Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Vorrichtung auch die weiter oben bereits erwähnte Materialausgabe auf, die dazu eingerichtet ist, das Bettungsmaterial, welches durch den Auslass aus dem Zwischenspeicher Austritt, aufzunehmen und dieses Bettungsmaterial in den Graben einzubringen. Während grundsätzlich das Bettungsmaterial einfach aus dem Zwischenspeicher durch dessen Auslass in den Graben fallen kann, wird durch die Materialausgabe eine besser definierte Einbringung des Bettungsmaterial in den Graben erreicht, beispielsweise wenn die Materialausgabe als Schütte ausgestaltet ist und das Bettungsmaterial in einer definierten Breite in den Graben ablegt. Weiterhin kann die Materialausgabe vorzugsweise auch Mittel für eine Dosierung der Menge des Bettungsmaterial aufweisen, welches in den Graben eingebracht wird, sodass eine definierte Schichthöhe des Bettungsmaterials erzielt werden kann.
In einer Ausgestaltung weist die Vorrichtung einen Verdichter auf. Der Verdichter dient dazu und ist dementsprechend eingerichtet, das Bettungsmaterial zu verdichten, welches in den Graben eingebracht worden ist, sodass mittels des Verdichters die aus dem verdichteten Bettungsmaterial bestehende Bettungsschicht geschaffen wird.
In einer Ausgestaltung weist die Vorrichtung eine Legeeinheit auf, die dazu eingerichtet ist, die zu verlegende Leitung zu führen, und zwar in der Art, dass die Leitung mittels der Legeeinheit in die Nut der Bettungsschicht abgelegt wird. Wenn die Vorrichtung mit einer Legeeinheit ausgestattet ist, kann die Vorrichtung auch als Leitungsleger bezeichnet werden.
In einer Ausgestaltung weist die Vorrichtung einen Deckleger auf. Der Deckleger ist dazu eingerichtet, die Leitung mit Deckmaterial abzudecken. Je nach Ausgestaltung der Nut kann der Deckleger dementsprechend unterschiedlich ausgestaltet sein: wenn die Leitung nicht vollständig in der Nut aufgenommen ist, kann der Deckleger ähnlich wie die für das Bettungsmaterial vorgesehene Materialausgabe das Deckmaterial über eine Breite verteilen, die deutlich größer ist als die Breite der Nut bzw. als der Durchmesser der Leitung. Beispielsweise kann in diesem Fall der Deckleger das Deckmaterial über die gesamte Breite der Bettungsschicht verteilen. Wenn die Leitung jedoch vollständig in der Nut aufgenommen ist, kann der Deckleger in derart ausgestaltet sein, dass er lediglich Deckmaterial in die Nut einfüllt, beispielsweise das Bettungsmaterial, welches zuvor durch den Nutformer aus der Bettungsschicht entnommen worden war.
In einer Weiterbildung dieser Ausgestaltung weist die mit einem Deckleger versehene Vorrichtung einen Verdichter auf, der dazu eingerichtet ist, das Deckmaterial zu verdichten und der daher zur Unterscheidung von dem weiter oben erwähnten Verdichter als Deckverdichter bezeichnet ist. Gegebenenfalls handelt es sich dabei um einen zweiten Verdichter der Vorrichtung, beispielsweise sofern die Vorrichtung auch einen separaten ersten Verdichter aufweist, der zur Verdichtung des Bettungsmaterials dient.
Insbesondere vorteilhaft kann die Vorrichtung als Leitungsleger sämtliche oben beschriebenen Komponenten enthalten, sodass mittels der Vorrichtung, die entlang eines bereitgestellten Grabens verfahren wird, das Bettungsmaterial in den Graben eingebracht, dieses zu einer Bettungsschicht verdichtet, die Nut in der Bettungsschicht erzeugt, die Leitung in der Nut abgelegt, die Leitung mittels einer Deckschicht abgedeckt und diese Deckschicht verdichtet werden kann. Mittels eines derart ausgestatteten Leitungslegers kann dementsprechend in einer einzigen Fahrt die komplette Leitungszone einschließlich der darin verlegten Leitung geschaffen werden. Dieser Vorgang kann kontinuierlich, entsprechend der Fahrgeschwindigkeit des Leitungslegers, durchgeführt werden.
Gemäß einer Weiterentwicklung kann die Vorrichtung mehrere sogenannte Arbeitseinheiten aufweisen, wobei eine Arbeitseinheit jeweils ein Fahrwerk aufweist und vorzugsweise jeweils eine oder mehrere Werkzeuge. Bspw. kann eine erste Arbeitseinheit dazu eingerichtet sein, eine Bettungsschicht bereitzustellen. Dazu kann die erste Arbeitseinheit insbesondere den erwähnten Verdichter aufweisen, um das in den Graben eingebrachte Bettungsmaterial zu verdichten. Bevorzugt kann eine zweite Arbeitseinheit dazu eingerichtet sein, die erwähnte Nut in die Bettungsschicht einzubringen, insbesondere in dem die zweite Arbeitseinheit den beschriebenen Nutformer umfasst. Weiterhin kann die erwähnte Legeeinheit das Werkzeug einer weiteren Arbeitseinheit schaffen, wobei vorzugsweise bspw. die zweite Arbeitseinheit sowohl den Nutformer als auch die Legeeinheit aufweisen kann. Die beschriebenen Arbeitseinheiten können selbstfahrend und vorzugsweise aufeinander abgestimmt regelbar ausgestaltet sein. Mehrere Arbeitseinheiten können die Flexibilität vor Ort auf der Baustelle wesentlich erhöhen, als dass bspw. Wartungsunterbrechungen einer ersten Arbeitseinheit nicht zwangsläufig die Unterbrechung der weiteren Arbeitseinheiten bedingen muss. Im Übrigen gestaltet sich der Transport mehrerer, vergleichsweise kleiner Arbeitseinheiten deutlich einfacher, indem bspw. mehrere Transportfahrzeuge jeweils eine Arbeitseinheit aufnehmen können, ohne dass es dafür etwaiger Sonderzulassungen oder dergleichen bedürfe.
In einer Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Vorrichtung vor der Materialausgabe einen Sensor auf, der den Verlauf der Grabensohle erfasst, beispielsweise einen mechanischen Sensor in Form eines auf der Grabensohle laufenden Stützrads oder einer Tastkufe, oder berührungslos in Form eines Ultraschallsensors oder dergleichen. Anhand der Sensorsignale oder einfach durch eine mechanische Kopplung z. B. mit dem mechanischen Sensor hält die Materialausgabe eine bestimmte Höhe über der Grabensohle bei und gewährleistet so die konstante Einhaltung einer gewünschten, einstellbaren Schichtdicke des Bettungsmaterials im Graben.
In einer dazu bevorzugt alternativen Ausgestaltung ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung, das Bettungsmaterial mit zwar definierten, aber wechselnden Schichtdicken auszubringen. So können Unregelmäßigkeiten der Grabentiefe ausgeglichen und ein bestimmtes Niveau beibehalten werden, in welchem sich die Oberseite des Bettungsmaterials befindet, so dass bezogen auf die Bodenoberfläche seitlich neben dem Graben die Oberseite der verdichteten Bettungsschicht stets in einer vorbestimmten Tiefe verläuft, und zwar unabhängig davon, ob die Grabensohle z. B. aufgrund unregelmäßiger Grabungsarbeiten in wechselnder Tiefe verläuft. So kann sichergestellt werden, dass die Leitung stets in einer vorbestimmten Bodentiefe unter der Oberfläche des Bodens verläuft, nachdem der Graben aufgefüllt und dessen Oberfläche an die umgebende Bodenoberfläche angeglichen worden ist.
Bei dieser Verfahrensweise, das Bettungs mate rial in unterschiedlicher Sichtdicke in den Graben einzubringen, wird ausgenutzt, dass die Vorrichtung auf der bereits verdichteten Bettungsschicht fährt und sich mit ihrem Schwerpunkt darüber befindet. Der vordere Bereich der Vorrichtung ragt über die verdichtete Bettungsschicht hinaus nach vorn und kann daher auch den Bodenkontakt zur Grabensohle verlieren, ohne dass die Vorrichtung nach vorn kippt. Dementsprechend ergeben sich je nach Höhenverlauf der Grabensohle unterschiedliche Abstände zwischen der Vorrichtung - beispielsweise deren Materialausgabe - und der Grabensohle. Aus der Materialausgabe wird während der Fahrt der Vorrichtung unterschiedlich viel Bettungsmaterial auf die Grabensohle ausgegeben, nämlich stets so viel, dass das Bettungsmaterial bis zu dem vorbestimmten Niveau reicht.
Das Erreichen des Niveaus kann automatisch mittels eines Sensors erfasst werden, beispielsweise mechanisch mittels einer Tastrolle oder Kufe, oder berührungslos mittels eines Ultraschallsensors oder dergleichen. Die Fahrgeschwindigkeit der Vorrichtung kann in Abhängigkeit von der auszubringenden Menge an Bettungsmaterial verändert werden, so dass durch eine verlangsamte Fahrt die Ausbringung einer ausreichenden Menge an Bettungsmaterial sichergestellt werden kann, wenn die Grabensohle vergleichsweise tiefer verläuft. Alternativ dazu kann die Fahrgeschwindigkeit konstant beibehalten werden, indem die jeweils pro Zeiteinheit ausgebrachte Menge an Bettungsmaterial verändert wird, in Abhängigkeit von dem sensorisch bestimmten Abstand zur Grabensohle. Beispielsweise kann eine angetriebene Dosiereinheit unterschiedlich schnell angetrieben werden, um den Strom von Bettungsmaterial zu beeinflussen.
Um zu gewährleisten, dass sich die Oberseite der verdichteten Bettungsschicht stets in einer vorbestimmten Bodentiefe befindet, und abhängig davon die Leitung ebenfalls in einer anderen, aber ebenfalls bestimmten Tiefe, kann entweder mittels Sensorsignalen, beispielsweise von Ultraschall- oder Radarsensoren, oder mittels GPS-Signalen die Höhe der den Graben umgebenden Bodenoberfläche als Referenzhöhe bestimmt werden und in Bezug auf diese Referenzhöhe das Niveau bestimmt werden, bis zu welchem das Bettungsmaterial in den Graben eingebracht wird. Diese Bestimmung der Referenzhöhe und die oben beschriebenen, daran anschließenden Schritte werden entweder kontinuierlich oder in Intervallen wiederholt, während die Leitung in dem Graben verlegt wird. Während des Arbeitsfortschritts entlang des Grabens wird somit die Verlegetiefe der Leitung stets an die lokal benachbarte Bodenhöhe angepasst.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der rein schematischen Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf einen Leitungsleger bei der Verlegung einer Leitung in einer Bettungsschicht,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Leitungsleger von Fig. 1 innerhalb einer Baustelle, wobei dem Leitungsleger Bettungsmaterial von außen zu geführt wird, und die
Fig. 3 und 4 perspektivische Ansichten aus unterschiedlichen Blickrichtungen auf die Situation von Fig. 2. In Fig. 1 ist eine als Leitungsleger 1 bezeichnete Vorrichtung während des Verlegens zweier Leitungen 2 dargestellt. Der Leitungsleger 1 ist als selbstfahrendes Fahrzeug ausgestaltet und weist einen Antriebsmotor auf sowie ein angetriebenes Fahrwerk 3, welches bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit Laufketten 4 auf dem Untergrund fährt, wobei die Fahrtrichtung in Fig. 1 nach links gerichtet ist. Den Untergrund bildet dabei eine aus verdichtetem Bettungsmaterial 5 bestehende Bettungsschicht 6, die von dem Leitungsleger 1 während der Fahrt selbst geschaffen wird, wie noch näher erläutert wird.
Das schüttfähige Bettungsmaterial 5 wird zunächst in einen Zwischenspeicher 7 des Leitungslegers 1 eingefüllt, wobei in Fig. 1 der Zwischenspeicher 7 als nach oben offene Wanne ausgestaltet ist und der schematisch angedeutete Schütthaufen aus Bettungsmaterial 5 über die Oberkante des Zwischenspeichers 7 hinausragt. Aus dem Zwischenspeicher 7 rutscht das Bettungsmaterial 5 durch einen Auslass 8 auf eine Materialausgabe 9, welche das Bettungsmaterial 5 auf die Sohle eines Grabens ausbringt. In Fig. 1 ist schematisch eine Schüttrampe als vorderes Ende dieses in den Graben ausgebrachten Bettungsmaterials 5 angedeutet. Der Auslass 8 kann wahlweise mittels einer Verschlussklappe 10 geschlossen werden, um ein unkontrolliertes Ausströmen des Bettungsmaterials 5 aus dem Zwischenspeicher 7 zu verhindern, beispielsweise wenn sich der Leitungsleger 1 nicht in Betrieb befindet. Während der Verlegearbeiten, wenn der Leitungsleger 1 in Betrieb ist, dient die in ihre Offenstellung geschwenkte Verschlussklappe 10 als Rutsche, über welche das Bettungsmaterial 5 vom Auslass 8 schwerkraftunterstützt zu der Materialausgabe 9 gelangt.
Ein vor der Materialausgabe 9 auf der Grabensohle laufendes Stützrad 11 hält die Materialausgabe auf einer bestimmten Höhe über der Grabensohle und gewährleistet so die Einhaltung einer gewünschten Schichtdicke des Bettungsmaterials 5 im Graben. Die Materialausgabe 9 ist mitsamt dem Stützrad 11 über einen Parallelogrammbeschlag 12 höhenbeweglich mit dem Fahrwerk 3 verbunden, so dass die gewünschte Schichtdicke des Bettungsmaterials 5 eingestellt werden kann. Das Stützrad 11 folgt in diesem Fall dem Verlauf der Grabensohle, so dass auf der Grabensohle das Bettungsmaterial 5 mit einer konstanten Schichtdicke ausgebracht werden kann.
Abweichend von dieser beschriebenen Betriebsweise des Leitungslegers 1 kann jedoch wahlweise das Bettungsmaterial 5 mit wechselnder Schichtdicke ausgebracht werden, um Unregelmäßigkeiten der Grabentiefe auszugleichen. So kann ein bestimmtes Niveau beibehalten werden, bis zu welchem das Bettungsmaterial 5 in den Graben eingebracht wird, Nach dem Verdichten verläuft die Oberseite der Bettungsschicht 6 dementsprechend stets in einer vorbestimmten Tiefe, bezogen auf die Bodenoberfläche seitlich neben dem Graben, unabhängig davon, ob die Grabensohle z. B. aufgrund unregelmäßiger Grabungsarbeiten in wechselnder Tiefe verläuft. Bei dieser Betriebsweise wird ausgenutzt, dass sich der Leitungsleger 1 mit seinem Schwerpunkt über der bereits verdichteten Bettungsschicht 6 befindet. Der vordere Bereich des Leitungslegers 1 einschließlich des Stützrads 11 kann daher auch den Bodenkontakt zur Grabensohle verlieren, ohne dass sich die Ausrichtung des gesamten Leitungslegers 1 ändert, der Leitungsleger 1 beispielsweise nicht nach vorn kippt. Für die Verlegearbeiten in einem Graben, der eine unregelmäßige Tiefe aufweist, indem die Grabensohle über die Länge des Grabens in unterschiedlicher Tiefe verläuft, bedeutet dies, dass aus der Materialausgabe 9 während der Fahrt des Leitungslegers 1 unterschiedlich viel Bettungsmaterial 5 ausgegeben wird, nämlich stets so viel, dass das Bettungsmaterial 5 bis zu einer bestimmten Höhe reicht, nämlich bis zu dem vorbestimmten Niveau. Das Erreichen des Niveaus kann automatisch mittels eines Sensors erfasst werden, beispielsweise mechanisch mittels einer Tastrolle oder Kufe, oder berührungslos mittels eines Ultraschallsensors oder dergleichen. Die Fahrgeschwindigkeit des Leitungslegers 1 kann konstant beibehalten werden, indem die jeweils ausgebrachte Menge an Bettungsmaterial 5 verändert wird. Dies kann beispielsweise mittels einer Dosierwalze erreicht werden, die im Bereich des Auslasses 8 angeordnet ist, so dass Bettungs mate rial 5 nicht unkontrolliert aus dem Zwischenspeicher 7 auf die als Rutsche dienende Verschlussklappe 10 gelangt, sondern je nach Drehgeschwindigkeit der Dosierwalze ein unterschiedlich großer Materialstrom aus Bettungsmaterial 5 aus dem Zwischenspeicher 7 entnommen wird.
Um die Einhaltung der Oberseite der Bettungsschicht 6 auf dem gewünschten Niveau sicherzustellen, welches in Bezug auf die den Graben umgebende Bodenoberfläche bestimmt ist, wird anhand von Sensorsignalen die Höhe umgebenden Bodenoberfläche automatisch erfasst, beispielsweise anhand von GPS-Signalen oder den Signalen eines Radar- oder ähnlichen Sensors. Die Höhe umgebenden Bodenoberfläche wird als Referenzhöhe bestimmt, so dass in Bezug auf diese Referenzhöhe das oben erwähnte Niveau als Höhe bestimmt wird, bis zu welcher das Bettungsmaterial 5 in den Graben eingebracht wird.
Der Materialausgabe 9 nachgeschaltet ist in Fahrtrichtung vor den Laufketten 4 ein Verdichter 13 angeordnet, der auf das im Graben liegende Bettungsmaterial 5 einwirkt und es verdichtet. Aufgrund der rein schematischen Darstellung ist die unverdichtete Schicht von Bettungsmaterial 5 vor dem Verdichter 13 genauso hoch dargestellt wie die verdichtete Bettungsschicht 6 hinter dem Verdichter 13. Die Laufketten 4 laufen auf der Bettungsschicht 6, so dass der Leitungsleger 1 auf dem von ihm selbst erzeugten Untergrund fährt.
In Fahrtrichtung hinter dem Fahrwerk 3 sind an dem Leitungsleger 1 zwei Nutformer 14 angebracht, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils ein starres Werkzeug aufweisen, welches in Form eines Pflugs oder Reißzahns ausgestaltet ist. Abweichend von dem dargestell- ten Ausführungsbeispiel kann der Nutformer 14 jedoch auch ein bewegliches Werkzeug aufweisen, welches beispielsweise in Art eines Fräsers ausgestaltet sein kann. Jeder Nutformer 14 ist an einem Ausleger 15 höhenbeweglich gelagert, so dass er wahlweise in eine Ruhestellung angehoben oder aber, wie in Fig. 1 dargestellt, in die Bettungsschicht 6 eingesenkt werden kann. Dabei können beide Nutformer 14 an einem gemeinsamen Ausleger 15 gemeinsam höhenbeweglich sein, eine separate Anordnung jedes Nutformers 14 an einem eigenen Ausleger 15 erlaubt hingegen, wahlweise nur einen der beiden Nutformer 14 in eine Ruhestellung anzuheben und somit den Leitungsleger 1 zur Schaffung einer einzigen Nut zu verwenden. Durch den Nutformer 14 wird Bettungsmaterial 5 aus der Bettungsschicht 6 nach oben geführt, so dass eine Nut in der Bettungsschicht 6 geschaffen wird. Der Nutformer 14 weist dabei für das Bettungsmaterial 5 Leitflächen auf, die so geformt sind, dass das aus der Bettungsschicht 6 entnommene Bettungsmaterial 5 aufwärts geführt und neben der Nut, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel beiderseits der Nut, auf der Oberfläche der Bettungsschicht 6 abgelegt wird.
Dem Nutformer 14 nachgeschaltet wird von dem Leitungsleger 1 eine Legeeinheit 16 gezogen, die anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert wird und die dazu dient, die Leitungen 2 in die zuvor geschaffenen Nut einzulegen sowie die Leitungen 2 anschließend mit Deckmaterial abzudecken. Die beiden Leitungen 2 werden in Fahrtrichtung vor dem Leitungsleger 1 bereitgestellt, entweder indem vergleichsweise starre Leitungen 2 in oder neben dem Graben lang ausgelegt werden, oder indem vergleichsweise flexiblere Leitungen 2 auf einer drehbaren Spule bereitgestellt werden. Die beiden Leitungen 2 werden beiderseits des Zwischenspeichers 7 geführt, wobei das dargestellte Ausführungsbeispiel des Leitungslegers 1 hierzu ringförmige Führungsösen 17 aufweist, durch welche die Leitungen 2 hindurchgeführt sind.
Fig. 2 zeigt in einer Draufsicht den bereits erwähnten Graben, der in Fig. 2 mit 18 gekennzeichnet ist, zwei Nuten 19 aufweist, und in welchem der Leitungsleger 1 fährt, wobei die Fahrtrichtung in Fig. 2 nach oben gerichtet ist. Die Legeeinheit 16 weist zwei längliche, rinnenförmige Abschnitte 20 auf, von denen jeder in eine der beiden Nuten abgesenkt ist, wie auch aus Fig. 1 ersichtlich ist. In jedem rinnenförmigen Abschnitt 20 sind mehrere Führungsrollen 21 in unterschiedlicher Höhe angeordnet, so dass die Leitungen 2 mittels der Führungsrollen 21 innerhalb der rinnenförmigen Abschnitte 20 tief in die Nuten 19 geführt werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Tiefe der Nuten 19 deutlich größer ist als der Durchmesser der Leitungen 2. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden die Leitungen 2 so tief in die Bettungsschicht 6 eingebracht, dass sie sich im Abstand von der Oberseite der Bettungsschicht 6 befinden. Fig. 2 zeigt am in Fahrtrichtung hinteren Ende der Legeeinheit 16 einen Deckleger 22 über jeder der beiden Nuten 19. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeder der beiden Deckleger 22 in Art eines aufrecht ausgerichteten und in Fahrtrichtung geöffneten, annähernd V-för- migen Blechs ausgestaltet, so dass das Bettungsmaterial 5, welches durch den Nutformer 14 beiderseits der Nut 19 angehäuft worden ist, in die Nut 19 geführt wird und somit die dort abgelegte Leitung 2 abdeckt. Der Deckleger 22 ist über eine Kufe 23 auf der Bettungsschicht 6 abgestützt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, das gleiche Material sowohl als Bettungsmaterial 5 zur Schaffung der Bettungsschicht 6 zu verwenden als auch als Deckmaterial, mit welchem die Leitungen 2 abgedeckt werden. Abweichend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, ein Deckmaterial zu verwenden, welches sich von dem Bettungsmaterial 5 unterscheidet. In diesem Fall würde der Leitungsleger 1 einen zweiten Speicher ähnlich dem Zwischenspeicher 7 aufweisen.
Aus Fig. 2 ist weiterhin ersichtlich, dass der Leitungsleger 1 in Fahrtrichtung hinter dem Zwischenspeicher 7 nicht nur einen Technikraum 24 aufweist, in welchem beispielsweise der Antriebsmotor für das Fahrwerk 3 sowie ein Kraftstofftank und / oder ein elektrischer Energiespeicher angeordnet sind. Hinter dem Technikraum 24 ist ein in Fig. 1 nicht dargestellter Steuerstand 25 als Teil des der Leitungslegers 1 angeordnet, der beweglich und insofern verstellbar gelagert ist, so dass eine Bedienperson wahlweise rechts oder links am Zwischenspeicher 7 entlang in Fahrtrichtung nach vorn blicken kann oder auch aus unterschiedlichen Blickrichtungen die Funktion der Legeeinheit 16 und der Deckleger 22 überwachen kann.
Fig. 2 zeigt schließlich auch noch, dass seitlich neben dem Graben 18 eine Baustraße 26 verläuft, über welche weiteres Bettungsmaterial 5 mittels eines LKWs 27 herangeführt wird. Der Lkw 27 fährt auf eine Rampe 28, die ebenfalls über ein Raupenfahrwerk mit Laufketten 4 verfügt und somit parallel und synchron zum Leitungsleger 1 verfahrbar ist. Die Rampe 28 ist mit einer schwenkbaren Plattform 29 ausgestattet, so dass der Lkw 27 zunächst in Längsrichtung der Baustraße 26 auf die Rampe 28 und deren Plattform 29 gefahren werden kann und anschließend zusammen mit der Plattform 29 quer zur Baustraße 26 in seine in Fig. 2 dargestellte Stellung geschwenkt werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Lkw 27 mit einer Kippmulde ausgestattet, die in Fig. 2 in ihrer angehobenen Stellung dargestellt ist, so dass Bettungsmaterial 5 vom Lkw 27 in den Zwischenspeicher 7 eingefüllt werden kann. Auf diese Weise ist ein kontinuierlicher Betrieb des Leitungslegers 1 möglich.
Fig. 3 zeigt die Situation von Fig. 2 aus einer anderen Blickrichtung und lässt die Ausgestaltung der Rampe 28 und der Legeeinheit 16 einschließlich der Deckleger 22 besser erkennen, wobei aus Übersichtlichkeitsgründen nicht sämtliche weiter oben beschriebenen Elemente mit Bezugszeichen versehen sind.
Fig. 4 zeigt die Situation von Fig. 2 aus einer noch anderen Blickrichtung, wobei der in Fahrt- richtung vorderen Bereich des Leitungslegers 1 ersichtlich ist.
Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeic enliste
1 Leitungsleger
2 Leitung
3 Fahrwerk
4 Laufkette
5 Bettungsmaterial
6 Bettungsschicht
7 Zwischenspeicher
8 Auslass
9 Materialausgabe
10 Verschlussklappe
11 Stützrad
12 Parallelogrammbeschlag
13 Verdichter
14 Nutformer
15 Ausleger
16 Legeeinheit
17 Führungsöse
18 Graben
19 Nut
20 rinnenförmiger Abschnitt
21 Führungsrolle
22 Deckleger
23 Kufe
24 Technikraum
25 Steuerstand
26 Baustraße
27 Lkw
28 Rampe
29 Plattform

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zum Verlegen einer Leitung (2) im Boden, wobei a) zunächst ein Graben (18) im Boden bereitgestellt wird, b) ein Bettungsmaterial (5) in den Graben (18) eingebracht wird, c) und das Bettungsmaterial (5) zu einer Bettungsschicht (6) verdichtet wird, d) in Längsrichtung des Grabens (18) eine Nut (19) in die Bettungsschicht (6) eingebracht wird, e) die Leitung (2) in die Nut (19) gelegt wird, f) und die verlegte Leitung (2) mit einem Deckmaterial abgedeckt wird, wobei die Bettungsschicht (6) und das Deckmaterial zusammen eine so genannte Leitungszone in dem Graben (18) bilden dadurch gekennzeichnet, dass g) die Nut (19) durch Entnahme von Bettungsmaterial (5) aus der Bettungsschicht (6) erzeugt wird h) und die Nut (19) mit einer Tiefe erzeugt wird, welche größer ist als der Durchmesser der Leitung (2).
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Nut (19) an die Geometrie des Querschnitts der Leitung (2) angepasst ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das aus der Bettungsschicht (6) entnommene Bettungsmaterial (5) seitlich neben der Nut (19) auf der Bettungsschicht (6) abgelegt wird, und später, nachdem die Leitung (2) in die Nut (19) gelegt worden ist, als Deckmaterial in die Nut (19) eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Nuten (19) nebeneinander in der Bettungsschicht (6) erzeugt und später zwei Leitungen (2) nebeneinander in die Nuten (19) gelegt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (19) parallel zueinander verlaufend erzeugt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bettungsschicht (6) kontinuierlich erzeugt wird, wobei ein Bettungsmaterial (5) enthaltender Zwischenspeicher (7) und eine Materialausgabe (8) kontinuierlich entlang des Grabens (18) verfahren werden, und wobei das Bettungsmaterial (5) aus dem Zwischenspeicher (7) zu der Materialausgabe (8) gefördert wird, und das Bettungsmaterial (5) aus der Materialausgabe (8) in den Graben (18) eingebracht wird, und wobei frisches Bettungsmaterial (5) kontinuierlich oder chargenweise dem Zwischenspeicher (7) zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bettungsschicht (6) mit einer Schichtdicke erzeugt wird, welche im Wesentlichen der Schichtdicke der Leitungszone entspricht.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch, die folgenden Verfahrensschritte: i. die Höhe der den Graben (18) umgebenden Bodenoberfläche neben dem Bereich, wo Bettungsmaterial (5) in den Graben eingebracht werden soll, wird als Referenzhöhe bestimmt, ii. es wird bestimmt, in welcher Tiefe die Oberseite der Bettungsschicht im Boden verlaufen soll, iii. abhängig von dieser bestimmten Tiefe wird ein Niveau in Bezug auf das Referenzniveau bestimmt, bis zu welchem Niveau Bettungsmaterial (5) in den Graben eingebracht wird, derart, dass sich nach dem Verdichten des Bettungsmaterials (5) die Oberseite der Bettungsschicht (6) in der bestimmten Tiefe befindet, iv. Bettungsmaterial (5) wird in den Graben (18) eingebracht, bis dieses das vorbestimmte Niveau erreicht, v. das Bettungsmaterial (5) wird verdichtet, derart, dass eine Bettungsschicht (6) geschaffen wird, deren Oberseite sich in der bestimmten Tiefe befindet, vi. die Schritte i bis v werden während des Arbeitsfortschritts entlang des Grabens (18) wiederholt.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung aufweist:
• ein angetriebenes Fahrwerk (3), das dazu eingerichtet ist, die Vorrichtung in Längsrichtung des Grabens (18) zu verfahren,
• und einen Nutformer (14), der dazu eingerichtet ist, in die Bettungsschicht (6) einzudringen und durch Entnahme von Bettungsmaterial (5) aus der Bettungsschicht (6) eine Nut (19) mit einer Tiefe zu erzeugen, welche größer ist als der Durchmesser der Leitung (2).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen Zwischenspeicher (7), der dazu eingerichtet ist, Bettungsmaterial (5) aufzunehmen, und der einen Auslass (8) für das Bettungsmaterial (5) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Materialausgabe (9), die dazu eingerichtet ist, Bettungs mate rial (5) aus dem Auslass (8) des Zwischenspeichers (7) aufzunehmen und in den Graben (18) einzubringen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , gekennzeichnet durch einen Verdichter (13), der dazu eingerichtet ist, in den Graben (18) eingebrachtes Bettungsmaterial (5) zu verdichten und so eine Bettungsschicht (6) zu schaffen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, gekennzeichnet durch eine Legeeinheit (16), die dazu eingerichtet ist, eine Leitung (2) zu führen und in der Nut (19) abzulegen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch einen Deckleger (22) , der dazu eingerichtet ist, die in die Nut (19) eingelegte Leitung (2) mit Deckmaterial abzudecken.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, gekennzeichnet durch einen Deckverdichter, der dazu eingerichtet ist, das auf die Leitung (2) ausgebrachte Deckmaterial zu verdichten.
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