Neue Chelatharze
Die vorliegende Erfindung betrifft aminoalkylphosphinsäurederivatehaltige Chelatharze, ein Verfahren zu deren Herstellung, sowie deren Verwendung zur Gewinnung und Aufreinigung von Metallen, bevorzugt von Schwermetallen, Edelmetallen und Seltenen Erden.
Die Entwicklung neuer Chelatharze besitzt weiterhin eine hohe Bedeutung im Bereich der Forschung. Diese können ein erhebliches Nutzungspotential für die Gewinnung von Metallen und im Bereich der Wasseraufreinigung aufweisen. Insbesondere die Zinkentfernung aus Nickel-Elektrolyten für die Herstellung von Batterie- Kathodenmaterialien bleibt ein relevantes Thema.
Aus der DE-A 102009047848 und der EP-A 1078690 sind aminoalkylphosphonsäuregruppenhaltige Chelatharze bekannt. Die DE-A 102009047848 beschreibt insbesondere die Verwendung dieser Harze für die Adsorption von Calcium.
Die DE-A 2848289 beschreibt die Herstellung von aminomethylhydroxymethylphosphinsäuregruppenhaltige Chelatharze durch Umsetzung eines chlormethylierten Polystyrolcopolymeren mit einem Polyamin und dessen nachfolgende Reaktion mit Formalin und einem Hypophosphit. Diese Harze werden zur Entfernung von Wolframionen eingesetzt.
Nachteilig an dem Stand der Technik ist, dass die Zinkkapazität der einsetzbaren Chelatharze nicht ausreichend ist. Weiterhin bestand daher Bedarf nach einem Chelatharz mit dem Zink in hohen Mengen adsorbiert wird. Es wurde jetzt überraschend gefunden, dass spezielle aminomethylphosphinsäurederivatehaltige Chelatharze für die Entfernung von Zink besonders geeignet sind.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Chelatharz enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I)
worin für das Polystyrol-Copolymergerüst steht und
R
1 und R
2 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder -CH2-PO(OR
3)R
4 stehen, wobei R
1 und R
2 nicht beide gleichzeitig Wasserstoff sein können und R
3 = Wasserstoff oder Cr Ci
5-Alkyl ist und R
4 für Ci-Ci
5-Alkyl, Ce-Cs ryl, C
7-Ci
5-Arylalkyl oder Cs-C -Alkenyl steht, die jeweils ein- oder mehrfach durch Ci-Cs-Alkyl substituiert sein können.
Bevorzugt sind R1 und R2 = -CH2-PO(OR3)R4.
Bevorzugt ist R3 = Wasserstoff und Ci-Cs-Alkyl. Besonders bevorzugt steht R3 für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-, i-, s- oder t-Butyl, Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, n- Hexyl, Cyclohexyl, n-Pentyl und Wasserstoff. Noch weiter bevorzugt ist R3 = Wasserstoff.
Bevorzugt ist R4 = Ci-Ci5-Alkyl oder Ce-Cs ryl, die ein- oder mehrfach durch Ci-Cs-Alkyl substituiert sein können. Besonders bevorzugt ist R4 = Ci-Cs-Alkyl, Phenyl und Benzyl, die durch ein, zwei oder drei Ci-Cs-Alkyl substituiert sein können. Ganz besonders bevorzugt ist R4 = Ci-Cs-Alkyl und Phenyl, die einfach, zweifach oder dreifach durch Methyl oder Ethyl substituiert sein können. Noch weiter bevorzugt ist R4 = Ethyl, 2,4,4-Trimethylpentyl, 2- Methylpentyl, Benzyl oder Phenyl.
Ci-Cis-Alkyl steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen, zyklischen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 15 (C1-C15), bevorzugt 1 bis 12 (C1-C12), besonders bevorzugt 1 bis 8 (Ci-Cs) Kohlenstoffatomen, noch weiter bevorzugt mit 1 bis 6 (Ci-Cs) Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise steht Ci-Cis-Alkyl für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-, i-, s- oder t-Butyl, Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, n-Hexyl, Cyclohexyl, n-Pentyl, 1 -Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1 -Ethylpropyl, cyclo-Hexyl, 2,4,4-Trimethylpentyl und 2-Methylpentyl. Besonders bevorzugt steht Ci-Cis-Alkyl für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-, i-, s- oder t-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl, 2,4,4- Trimethylpentyl und 2-Methylpentyl. Ganz besonders bevorzugt steht Ci-Ci5-Alkyl bzw. Ci- Cis-Alkyl bzw. Ci-Cs-Alkyl bzw. Ci-Cs-Alkyl für Ethyl, 2,4,4-Trimethylpentyl und 2- Methylpentyl.
Ce-C24-Aryl steht im Rahmen der Erfindung für einen aromatischen Rest mit 6 bis 24 Gerüstkohlenstoffatomen, in denen keines, ein, zwei oder drei Gerüstkohlenstoffatome pro Cyclus, im gesamten Molekül mindestens jedoch ein Gerüstkohlenstoffatom, durch Heteroatome, ausgewählt aus der Gruppe Stickstoff, Schwefel oder Sauerstoff, substituiert sein können, vorzugsweise jedoch für einen carbocyclischen aromatischen Rest mit 6 bis 24 Gerüstkohlenstoffatomen. Gleiches gilt für den aromatischen Teil eines Arylalkyl-Restes. Weiterhin können die carbozyklischen aromatischen oder heteroaromatischen Reste mit bis zu fünf gleichen oder verschiedenen Substituenten pro Zyklus substituiert sein, ausgewählt aus der Gruppe: Ci-Cs-Alkyl, Cs-C -Alkenyl und C7-Ci5-Arylalkyl. Bevorzugte
Ce-C24-Aryl sind Phenyl, o-, p-, m-Tolyl, Naphthyl, Phenanthrenyl, Anthracenyl oder Fluorenyl. Bevorzugte heteroaromatisches Ce-C24-Aryl in denen ein, zwei oder drei Gerüstkohlenstoffatome pro Cyclus, im gesamten Molekül mindestens jedoch ein Gerüstkohlenstoffatom, durch Heteroatome, ausgewählt aus der Gruppe Stickstoff, Schwefel oder Sauerstoff, substituiert sein können, sind Pyridyl, Pyrimidyl, Pyridazinyl, Pyrazinyl, Thienyl, Furyl, Pyrrolyl, Pyrazolyl, Imidazolyl, Thiazolyl, Oxazolyl oder Isoxazolyl, Indolizinyl, Indolyl, Benzo[b]thienyl, Benzo[b]furyl, Indazolyl, Chinolyl, Isochinolyl, Naphthyridinyl, Chinazolinyl, Benzofuranyl oder Dibenzofuranyl.
C7-Ci5-Arylalkyl bedeutet jeweils unabhängig voneinander einen geradkettigen, zyklischen oder verzweigten C7-Ci5-Alkyl-Rest nach vorstehender Definition, der einfach, mehrfach oder vollständig durch Aryl-Reste gemäß vorstehender Definition substituiert sein kann. Ein Vorzugsweise ist C7-Ci5-Arylalkyl = Benzyl.
C2-C -Alkenyl steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen, zyklischen oder verzweigten Alkenylrest mit 2 bis 10 (C2-C10), bevorzugt mit 2 bis 6 (C2-C6) Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise steht Alkenyl für Vinyl, Allyl, Isopropenyl und n-But-2-en-1 -yl.
Der Rahmen der Erfindung umfasst alle oben stehenden und im Folgenden aufgeführten, allgemeinen oder in Vorzugsbereichen genannten Restedefinitionen, Parameter und Erläuterungen untereinander, also auch zwischen den jeweiligen Bereichen und Vorzugsbereichen in beliebiger Kombination.
Als Polystyrol-Copolymere in dem Chelatharz enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) werden vorzugsweise Copolymere aus monovinylaromatischen Monomeren ausgewählt aus der Gruppe Styrol, Vinyltoluol, Ethylstyrol, a-Methylstyrol, Chlorstyrol, oder Chlormethylstyrol und Mischungen dieser Monomere mit polyvinylaromatischen Verbindungen (Vernetzern) ausgewählt aus der Gruppe Divinylbenzol, Divinyltoluol, Trivinylbenzol, Divinylnaphtalin und/oder Trivinylnaphtalin, eingesetzt.
Besonders bevorzugt wird als Polystyrol-Copolymergerüst ein Styrol/Divinylbenzol- Copolymer eingesetzt. Ein Styrol/Divinylbenzol-Copolymer ist ein durch die Verwendung von Divinylbenzol vernetztes Copolymer. Das Polymerisat des Chelatharzes weist vorzugsweise eine kugelförmige Form auf.
In dem Polystyrol-Copolymergerüst ist die -CH2-NR1R2 -Gruppe an einem Phenylrest gebunden.
Bevorzugt weisen die erfindungsgemäß verwendeten Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) eine makroporöse Struktur auf.
Die Begriffe mikroporös oder gelförmig bzw. makroporös sind in der Fachliteratur bereits, beispielsweise in Seidl, Malinsky, Dusek, Heitz, Adv. Polymer Sei., 1967, Vol. 5, S. 1 13 bis 213, eingehend beschrieben worden. Dort werden ebenfalls die möglichen Messmethoden zur Makroporosität, z.B. Quecksilberporosimetrie und BET Bestimmung, beschrieben. Im Allgemeinen und vorzugsweise weisen die Poren der makroporösen Polymerisate der erfindungsgemäß verwendeten Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) einen Durchmesser von 20 nm bis 100 nm auf.
Bevorzugt weisen die erfindungsgemäß verwendeten Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) eine monodisperse Verteilung auf.
Als monodispers werden in der vorliegenden Anmeldung solche Stoffe bezeichnet, bei dem mindestens 90 Volumen- oder Massen-% der Teilchen einen Durchmesser besitzen, der in dem Intervall mit der Breite von +/- 10 % des häufigsten Durchmessers um den häufigsten Durchmesser herum liegt.
Zum Beispiel bei einem Stoff mit häufigstem Durchmesser von 0,5 mm liegen mindestens 90-Volumen- oder Massen-% in einem Größenintervall zwischen 0,45 mm und 0,55 mm, bei einem Stoff mit häufigstem Durchmesser von 0,7 mm liegen mindestens 90 Volumenoder Massen-% in einem Größenintervall zwischen 0,77 mm und 0,63 mm.
Das Chelatharz enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) weist vorzugsweise einen Durchmesser von 200 bis 1500 pm auf.
Die Herstellung der in dem Verfahren eingesetzten Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) erfolgt bevorzugt dadurch, dass man: a) Monomertröpfchen aus wenigstens einer monovinylaromatischen Verbindung und wenigstens einer polyvinylaromatischen Verbindung und wenigstens einem Initiator umsetzt, b) das Polymer aus Schritt a) mit Phthalimid oder dessen Derivaten phthalimidomethyliert, c) das phthalimidomethylierte Polymerisat aus Schritt b) mit mindestens einer Säure oder mindestens einer Base umsetzt und
d) das aminomethylierte Polymerisat aus Schritt c) durch Umsetzung mit Formaldehyd oder dessen Derivaten in Gegenwart mindestens eines Suspensionsmediums und mindestens einer Säure und mindestens einer Verbindung der Formel (II) oder deren Salze,
wobei R
3 = Wasserstoff oder Ci-Ci
5-Alkyl ist und R
4 für Ci -Ci
5-Alkyl, C6-C24-Aryl, C
7- Ci
5-Arylalkyl oder Cs-C -Alkenyl steht, die ein- oder mehrfach durch Ci-Cs-Alkyl substituiert sein können, zu einem Chelatharz mit funktionellen Gruppen der Formel (I) funktionalisiert.
In Verfahrensschritt a) wird wenigstens eine monovinylaromatische Verbindung und wenigstens eine polyvinylaromatische Verbindung eingesetzt. Es ist jedoch auch möglich, Mischungen zweier oder mehrerer monovinylaromatischer Verbindungen und Mischungen zweier oder mehrerer polyvinylaromatischer Verbindungen einzusetzen.
Als monovinylaromatische Verbindungen im Sinne der vorliegenden Erfindung werden in Verfahrensschritt a) bevorzugt Styrol, Vinyltoluol, Ethylstyrol, a-Methylstyrol, Chlorstyrol, oder Chlormethylstyrol eingesetzt.
Die monovinylaromatischen Verbindungen werden bevorzugt in Mengen > 50 Gew.%, bezogen auf das Monomer oder dessen Mischung mit weiteren Monomeren, besonders bevorzugt zwischen 55 Gew. % und 70 Gew. % bezogen auf das Monomer oder dessen Mischung mit weiteren Monomeren eingesetzt.
Insbesondere bevorzugt wird Styrol oder Mischungen aus Styrol mit den vorgenannten Monomeren, bevorzugt mit Ethylstyrol, eingesetzt.
Bevorzugte polyvinylaromatische Verbindungen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind für Verfahrensschritt a) Divinylbenzol, Divinyltoluol, Trivinylbenzol, Divinylnaphthalin, oder Trivinylnaphtalin, insbesondere bevorzugt Divinylbenzol.
Die polyvinylaromatischen Verbindungen werden bevorzugt in Mengen von 1 -20 Gew.-%, besonders bevorzugt 2-12 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 4-10 Gew.-%, bezogen auf das Monomer oder dessen Mischung mit weiteren Monomeren eingesetzt. Die Art der
polyvinylaromatischen Verbindungen (Vernetzer) wird im Hinblick auf die spätere Verwendung des Polymerisats ausgewählt. Im Falle des Einsatzes von Divinylbenzol sind kommerzielle Divinylbenzolqualitäten, die neben den Isomeren des Divinylbenzols auch Ethylvinylbenzol enthalten, ausreichend.
Die Ausbildung makroporöser Polymerisate erfolgt vorzugsweise durch Zusatz von Inertmaterialien, bevorzugt wenigstens eines Porogens, zu der Monomermischung bei der Polymerisation, um im Polymerisat eine makroporöse Struktur zu erzeugen. Insbesonders bevorzugte Porogene sind Hexan, Octan, Isooctan, Isododecan, Pentamethylheptan, Methylethylketon, Butanol oder Octanol und deren Isomeren. Es sind vor allem organische Substanzen geeignet, die sich im Monomeren lösen, das Polymerisat aber schlecht lösen bzw. quellen (Fällmittel für Polymere), beispielsweise aliphatische Kohlenwasserstoffe (Farbenfabriken Bayer DBP 1045102, 1957; DBP 11 13570, 1957).
In US-B 4382124 werden als Porogen die ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt einzusetzenden Alkohole mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen zur Herstellung makroporöser Polymerisate auf Styrol/Divinylbenzol-Basis eingesetzt. Ferner wird eine Übersicht der Herstellmethoden makroporöser Polymerisate gegeben.
Porogene werden bevorzugt in einer Menge von 25 Gew. % bis 45 Gew.% bezogen auf die Menge der organische Phase eingesetzt.
Bevorzugt wird in Verfahrensschritt a) mindestens ein Porogen zugesetzt.
Die gemäß Verfahrensschritt a) hergestellten Polymerisate können in heterodisperser oder monodisperser Form hergestellt werden.
Die Herstellung heterodisperser Polymerisate geschieht nach allgemeinen, dem Fachmann bekannten Verfahren, z.B. mit Hilfe der Suspensionspolymerisation.
Bevorzugt werden monodisperse Polymerisate in Verfahrensschritt a) hergestellt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kommen in Verfahrensschritt a) mikroverkapselte Monomertröpfchen bei der Herstellung von monodispersen Polymerisaten zum Einsatz.
Für die Mikroverkapselung der Monomertröpfchen kommen die für den Einsatz als Komplexkoazervate bekannten Materialien in Frage, insbesondere Polyester, natürliche und synthetische Polyamide, Polyurethane oder Polyharnstoffe.
Als natürliches Polyamid wird bevorzugt Gelatine eingesetzt. Diese kommt insbesondere als Koazervat und Komplexkoazervat zur Anwendung. Unter gelatinehaltigen Komplexkoazervaten im Sinne der Erfindung werden vor allem Kombinationen von Gelatine mit synthetischen Polyelektrolyten verstanden. Geeignete synthetische Polyelektrolyte sind Copolymerisate mit eingebauten Einheiten von beispielsweise Maleinsäure, Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylamid und Methacrylamid. Besonders bevorzugt werden Acrylsäure und Acrylamid eingesetzt. Gelatinehaltige Kapseln können mit üblichen Härtungsmitteln wie beispielsweise Formaldehyd oder Glutardialdehyd gehärtet werden. Die Verkapselung von Monomertröpfchen mit Gelatine, gelatinehaltigen Koazervaten und gelatinehaltigen Komplexkoazervaten wird in der EP-A 0 046 535 eingehend beschrieben. Die Methoden der Verkapselung mit synthetischen Polymeren sind bekannt. Bevorzugt ist die Phasengrenzflächenkondensation, bei der eine im Monomertröpfchen gelöste Reaktivkomponente (insbesondere ein Isocyanat oder ein Säurechlorid) mit einer zweiten, in der wässrigen Phase gelösten Reaktivkomponente (insbesondere einem Amin), zur Reaktion gebracht wird.
Die heterodispersen oder gegebenenfalls mikroverkapselten, monodispersen Monomertröpfchen enthalten wenigstens einen Initiator oder Mischungen von Initiatoren (Initiatorkombination) zur Auslösung der Polymerisation. Für das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugte Initiatoren sind Peroxyverbindungen, insbesondere bevorzugt Dibenzoylperoxid, Dilauroylperoxid, Bis (p-chlorbenzoyl)peroxid, Dicyclohexylperoxydicarbonat, tert.-Butylperoctoat, tert.-Butylperoxy-2-ethyl-hexanoat, 2,5- Bis(2-ethylhexanoylperoxy)-2,5-dimethylhexan oder tert.-Amylperoxy-2-etylhexan, sowie Azoverbindungen, wie 2,2'-Azobis(isobutyronitril) oder 2,2'-Azobis(2-methylisobutyronitril).
Die Initiatoren werden bevorzugt in Mengen von 0,05 bis 2,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 1 ,5 Gew.-%, bezogen auf die Monomeren-Mischung, angewendet.
Das gegebenenfalls, monodisperse, mikroverkapselte Monomertröpfchen kann gegebenenfalls auch bis zu 30 Gew.-% (bezogen auf das Monomer) vernetztes oder unvernetztes Polymer enthalten. Bevorzugte Polymere leiten sich aus den vorgenannten Monomeren, besonders bevorzugt von Styrol, ab.
Bei der Herstellung von monodispersen Polymerisaten in Verfahrensschritt a) kann die wässrige Phase in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform einen gelösten Polymerisationsinhibitor enthalten. Als Inhibitoren kommen in diesem Fall sowohl anorganische als auch organische Stoffe in Frage. Bevorzugte anorganische Inhibitoren sind Stickstoffverbindungen, insbesondere bevorzugt Hydroxylamin, Hydrazin, Natriumnitrit und Kaliumnitrit, Salze der phosphorigen Säure wie Natriumhydrogenphosphit sowie
schwefelhaltige Verbindungen wie Natriumdithionit, Natriumthiosulfat, Natriumsulfit, Natriumbisulfit, Natriumrhodanid und Ammoniumrhodanid. Beispiele für organische Inhibitoren sind phenolische Verbindungen wie Hydrochinon, Hydrochinonmonomethylether, Resorcin, Brenzkatechin, tert.-Butylbrenzkatechin, Pyrogallol und Kondensationsprodukte aus Phenolen mit Aldehyden. Weitere bevorzugte organische Inhibitoren sind stickstoffhaltige Verbindungen. Insbesondere bevorzugt sind Hydroxylaminderivate wie beispielsweise N,N-Diethylhydroxylamin, N-Isopropyl- hydroxylamin sowie sulfonierte oder carboxylierte N-Alkylhydroxylamin- oder N,N- Dialkylhydroxylaminderivate, Hydrazinderivate wie beispielsweise N,N-Hydrazino- diessigsäure, Nitrosoverbindungen wie beispielsweise N-Nitrosophenylhydroxylamin, N- Nitrosophenylhydroxylamin-Ammoniumsalz oder N-Nitrosophenylhydroxylamin-Alumi- niumsalz. Die Konzentration des Inhibitors beträgt 5 - 1000 ppm (bezogen auf die wässrige Phase), vorzugsweise 10 - 500 ppm, besonders bevorzugt 10 - 250 ppm.
Die Polymerisation der gegebenenfalls mikroverkapselten monodispersen, Monomertröpfchen zum monodispersen Polymerisat erfolgt bevorzugt in Anwesenheit eines oder mehrerer Schutzkolloide in der wässrigen Phase. Als Schutzkolloide eignen sich natürliche oder synthetische wasserlösliche Polymere, bevorzugt Gelatine, Stärke, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure oder Copolymerisate aus (Meth)acrylsäure und (Meth)acrylsäureestern. Bevorzugt sind ferner Cellulosederivate, insbesondere Celluloseester und Celluloseether, wie Carboxymethylcellulose, Methylhydroxy- ethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose und Hydroxyethylcellulose. Insbesondere bevorzugt ist Gelatine. Die Einsatzmenge der Schutzkolloide beträgt im allgemeinen 0,05 bis 1 Gew.-% bezogen auf die wässrige Phase, vorzugsweise 0,05 bis 0,5 Gew.-%.
Die Polymerisation zum monodispersen Polymerisat kann in einer alternativen bevorzugten Ausführungsform in Anwesenheit eines Puffersystems durchgeführt werden. Bevorzugt werden Puffersysteme, die den pH-Wert der wässrigen Phase bei Beginn der Polymerisation auf einen Wert zwischen 14 und 6, vorzugsweise zwischen 12 und 8 einstellen. Unter diesen Bedingungen liegen Schutzkolloide mit Carbonsäuregruppen ganz oder teilweise als Salze vor. Auf diese Weise wird die Wirkung der Schutzkolloide günstig beeinflusst. Besonders gut geeignete Puffersysteme enthalten Phosphat- oder Boratsalze. Die Begriffe Phosphat und Borat im Sinne der Erfindung umfassen auch die Kondensationsprodukte der ortho-Formen entsprechender Säuren und Salze. Die Konzentration des Phosphats bzw. Borat in der wässrigen Phase beträgt vorzugsweise 0,5 - 500 mmol/l, besonders bevorzugt 2,5 - 100 mmol/l.
Die Rührgeschwindigkeit bei der Polymerisation zum monodispersen Polymerisat ist weniger kritisch und hat im Gegensatz zur herkömmlichen Polymerisation keinen Einfluss
auf die Teilchengröße. Es werden niedrige Rührgeschwindigkeiten angewandt, die ausreichen, die suspendierten Monomertröpfchen in Schwebe zu halten und die Abführung der Polymerisationswärme zu unterstützen. Für diese Aufgabe können verschiedene Rührertypen eingesetzt werden. Besonders geeignet sind Gitterrührer mit axialer Wirkung.
Das Volumenverhältnis von verkapselten Monomertröpfchen zu wässriger Phase beträgt vorzugsweise 1 : 0,75 bis 1 : 20, besonders bevorzugt 1 : 1 bis 1 : 6.
Die Polymerisationstemperatur zum monodispersen Polymerisat richtet sich nach der Zerfallstemperatur des eingesetzten Initiators. Sie liegt vorzugsweise zwischen 50 bis 180°C, besonders bevorzugt zwischen 55 und 130°C. Die Polymerisation dauert vorzugsweise 0,5 bis etwa 20 Stunden. Es hat sich bewährt, ein Temperaturprogramm anzuwenden, bei dem die Polymerisation bei niedriger Temperatur, vorzugsweise 60°C, begonnen wird und die Reaktionstemperatur mit fortschreitendem Polymerisationsumsatz gesteigert wird. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Forderung nach sicherem Reaktionsverlauf und hohem Polymerisationsumsatz sehr gut erfüllen. Nach der Polymerisation wird das monodisperse Polymerisat mit üblichen Methoden, beispielsweise durch Filtrieren oder Dekantieren, isoliert und gegebenenfalls gewaschen.
Die Herstellung der monodispersen Polymerisate mit Hilfe des Jetting Prinzipes oder des Seed-Feed-Prinzip ist aus dem Stand der Technik bekannt und z.B. in US-A 4 444 961 , EP- A 0 046 535, US 4 419 245 oder WO 93/12167 beschrieben.
Bevorzugt erfolgt die Herstellung der monodispersen Polymerisate mit Hilfe des Jetting Prinzips oder des Seed-Feed-Prinzips.
Bevorzugt wird in Verfahrensschritt a) ein makroporöses, monodisperses Polymerisat hergestellt.
Im Verfahrensschritt b) wird bevorzugt zunächst das Amidomethylierungsreagens hergestellt. Dazu wird vorzugsweise ein Phthalimid oder ein Phthalimidderivat in einem Lösungsmittel gelöst und mit Formaldehyd oder dessen Derivaten versetzt. Anschließend wird unter Wasserabspaltung hieraus ein Bis(phthalimido)ether gebildet. Bevorzugte Phthalimidderivate im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Phthalimid selber oder substituierte Phthalimide, wie vorzugsweise Methylphthalimid. Als Derivate von Formaldehyd im Sinne der Erfindung gelten auch beispielsweise und vorzugsweise wässrige Lösungen des Formaldehyds. Eine wässrige Lösung des Formaldehyds ist vorzugsweise Formalin. Formalin ist vorzugsweise eine Lösung von Formaldehyd in Wasser. Bevorzugte Derivate des Formaldehyds sind Formalin oder Paraformaldehyd. In
Verfahrensschritt b) könnte daher ebenfalls das Phthalimidderivat bzw. das Phthalimid in Gegenwart von Paraformaldehyd mit dem Polymerisat aus Schritt a) umgesetzt werden.
Im Allgemeinen liegt das molare Verhältnis der Phthalimidderivate zu den aromatischen Gruppen enthaltend im Polymerisat im Verfahrensschritt b) bei 0,15:1 bis 1 ,7:1 , wobei auch andere Stoffmengenverhältnisse gewählt werden können. Bevorzugt wird das Phthalimidderivat in einem Stoffmengenverhältnis von 0,7:1 bis 1 ,45:1 zu den aromatischen Gruppen enthaltend im Polymerisat in Verfahrensschritt b) eingesetzt.
Formaldehyd oder dessen Derivate werden üblicherweise bezogen auf das Phthalimidderivat im Überschuss eingesetzt, es können aber auch andere Mengen eingesetzt werden. Bevorzugt wird pro mol Phthalimidderivat 1 ,01 bis 1 ,2 mol Formaldehyd oder dessen Derivate eingesetzt.
Im Allgemeinen kommen im Verfahrensschritt b) inerte Lösungsmittel zum Einsatz, die geeignet sind, das Polymer zu quellen, bevorzugt chlorierte Kohlenwasserstoffe, besonders bevorzugt Dichlorethan oder Methylenchlorid. Es sind aber auch Verfahren denkbar, die ohne Einsatz von Lösungsmitteln durchführbar sind.
Im Verfahrensschritt b) wird das Polymerisat mit Phthalimid oder dessen Derivaten und Formaldehyd kondensiert. Als Katalysator wird hierbei vorzugsweise Oleum, Schwefelsäure oder Schwefeltrioxid eingesetzt, um daraus ein SOs-Addukt des Phthalimidderivats im inerten Lösungsmittel herzustellen. Im Verfahrensschritt b) wird üblicherweise der Katalysator im Unterschuss zum Phthalimidderivat zugesetzt, wenngleich auch größere Mengen verwendet werden können. Bevorzugt ist das molare Verhältnis des Katalysators zu den Phthalimidderivaten 0,1 : 1 bis 0,45 : 1 . Besonders bevorzugt ist das molare Verhältnis des Katalysators zu den Phthalimidderivaten 0,2 : 1 bis 0,4 : 1.
Verfahrensschritt b) wird bei Temperaturen von vorzugsweise 20°C bis 120°C, besonders bevorzugt von 60°C bis 90°C durchgeführt.
Die Abspaltung des Phthalsäurerestes und damit die Freilegung der Aminomethylgruppe erfolgt im Verfahrensschritt c) durch Behandlung mit mindestens einer Base oder mindestens einer Säure. Vorzugsweise werden als Basen in Verfahrensschritt c) Alkalimetallhydroxide, Erdalkalimetallhydroxide, Ammoniak oder Hydrazin eingesetzt. Vorzugsweise werden als Säuren in Verfahrensschritt c) Salpetersäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Salzsäure, schwefelige Säure oder salpetrige Säure eingesetzt. Bevorzugt wird in Verfahrensschritt c) mindestens eine Base zur Abspaltung des Phthalsäurerestes und damit zur Freilegung der Aminomethylgruppe eingesetzt.
Besonders bevorzugt erfolgt die Abspaltung des Phthalsäurerestes und damit die Freilegung der Aminomethylgruppe im Verfahrensschritt c) durch Behandeln des phthalimidomethylierten Polymerisates mit wässrigen oder alkoholischen Lösungen eines Alkalihydroxids, wie vorzugsweise Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, bei Temperaturen von 100°C und 250°C, vorzugsweise von 120°C bis 190°C. Die Konzentration der Natronlauge beträgt vorzugsweise 20 Gew.% bis 40 Gew.-% bezogen auf die wässrige Phase. Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung aminoalkylgruppenhaltiger Polymerisate, vorzugsweise eines aminomethylgruppenhaltigen Polymerisates.
Das aminomethylierte Polymerisat wird im Allgemeinen mit voll entsalztem Wasser alkalifrei gewaschen. Es kann aber auch ohne Nachbehandlung eingesetzt werden.
Das in den Schritten a) bis c) beschriebene Verfahren ist als Phthalimidverfahren bekannt. Neben dem Phthalimidverfahren besteht ebenfalls die Möglichkeit mit Hilfe des Chlormethylierungsverfahrens ein aminomethyliertes Polymerisat herzustellen. Nach dem Chlormethylierungsverfahren, das z.B. in der EP-A 1 568 660 beschrieben wird, werden zunächst Polymerisate - meist auf Styrol/Divinylbenzol Basis - hergestellt, chlormethyliert und anschließend mit Aminen umgesetzt (Helfferich, Ionenaustauscher, Seite 46-58, Verlag Chemie, Weinheim, 1959) sowie EP-A 0 481 603). Der Ionenaustauscher enthaltend Chelatharz mit funktionellen Gruppen der Formel (I) kann nach dem Phthalimidverfahren oder dem Chlormethylierungsverfahren hergestellt werden. Bevorzugt erfolgt die Herstellung des erfindungsgemäßen Ionenaustauschers nach dem Phthalimidverfahren, gemäß Verfahrensschritte a) bis c), der dann gemäß Schritt d) zum Chelatharz funktionalisiert wird.
Die Umsetzung der im Verfahrensschritt c) erhaltenen aminomethylgruppenhaltigen, Polymerisate zu den Chelatharzen enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) erfolgt in Verfahrensschritt d) mit Formaldehyd oder dessen Derivaten in Gegenwart mindestens eines Suspensionsmediums und mindestens einer Säure, in Kombination mit mindestens einer Verbindungen der Formel (II) oder deren Salze
wobei R
3 = Wasserstoff oder Ci-Ci
5-Alkyl ist und R
4 = Ci-Ci
5-Alkyl, C6-C24-Aryl, C7-C15- Arylalkyl oder Cs-C -Alkenyl steht, die gegebenenfalls mehrfach durch Ci-Cs-Alkyl substituiert sein können.
Als Formaldehyd oder dessen Derivate werden vorzugsweise Formaldehyd, Formalin oder Paraformaldehyd in Verfahrensschritt d) eingesetzt. Besonders bevorzugt wird Formalin in Verfahrensschritt d) eingesetzt.
Bevorzugt werden als Verbindungen der Formel (II) in Verfahrensschritt d) Phenylphosphinsäure, 2,4,4-Trimethylpentylphosphinsäure, Ethylphosphinsäure oder 2- Methylpentylphosphinsäure oder Mischungen dieser Verbindungen eingesetzt. Die Verbindungen der Formel (II) können in Verfahrensschritt d) auch in der Salzform eingesetzt werden. Als Salze werden bevorzugt die Natrium, Kalium oder Lithiumsalze eingesetzt.
Die Verbindungen der Formel (II) sind gewerblich erhältlich oder können nach dem Fachmann bekannten Verfahren hergestellt werden.
Die Reaktion erfolgt in Verfahrensschritt d) in einem Suspensionsmedium. Als Suspensionsmedium wird Wasser oder Alkohole, oder Gemische dieser Lösungsmittel eingesetzt. Als Alkohole werden vorzugsweise Methanol, Ethanol oder Propanol eingesetzt. Bevorzugt werden als Säuren anorganische Säuren eingesetzt. Es können aber auch organische Säuren eingesetzt werden. Bevorzugt werden als anorganische Säuren Salzsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure oder Mischungen dieser Säuren eingesetzt. Bevorzugt werden die anorganischen Säuren in Konzentrationen von 10 bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt von 40 bis 80 Gew.-% eingesetzt.
In Verfahrensschritt d) werden vorzugsweise 1 bis 4 mol der Verbindung der Formel (II) je mol Aminomethylgruppen des aminomethylierten Polymerisats aus Verfahrensschritt c) eingesetzt.
In Verfahrensschritt d) werden vorzugsweise 2 bis 8 mol Formaldehyd je mol Aminomethylgruppen des aminomethylierten Polymerisats aus Verfahrensschritt c) eingesetzt.
In Verfahrensschritt d) werden vorzugsweise 2 bis 12 mol anorganische Säure je mol Aminomethylgruppen des aminomethylierten Polymerisats aus Verfahrensschritt c) eingesetzt.
Die Umsetzung des aminomethylgruppenhaltigen Polymerisates zu Chelatharzen enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) in Verfahrensschritt d) erfolgt bevorzugt bei Temperaturen im Bereich von 70 bis 120°C, besonders bevorzugt bei Temperaturen im Bereich zwischen 85 und 110°C .
In einer Ausführungsform der Erfindung kann Verfahrensschritt d) so erfolgen, dass das aminomethylierte Polymerisat und die Verbindung der Formel (II) in Wasser vorgelegt werden. Dann erfolgt die Zugabe von Formaldehyd oder dessen Derivate, bevorzugt unter Rühren. Dann wird die anorganische Säure zugegeben. Anschließend wird auf Reaktionstemperatur erwärmt. Nach Abschluss der Reaktion wird das Reaktionsgemisch abgekühlt, die flüssige Phase abgetrennt und das Harz vorzugsweise mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann Verfahrensschritt d) so erfolgen, dass das aminomethylierte Polymerisat, die Verbindung der Formel (II) und Formaldehyd oder dessen Derivate in Wasser vorgelegt werden und bei der Reaktionstemperatur anschließend die anorganischen Säuren zugegeben werden. Nach Abschluss der Reaktion wird das Reaktionsgemisch abgekühlt, die flüssige Phase abgetrennt und das Harz vorzugsweise mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird in Verfahrensschritt d) das aminomethylierte Polymerisat, die anorganische Säure und Formaldehyd oder dessen Derivate in Wasser vorgelegt und anschließend, bei der Reaktionstemperatur, die Verbindung der Formel (II) zuzugeben. Nach Abschluss der Reaktion wird das Reaktionsgemisch abgekühlt, die flüssige Phase abgetrennt und das Harz vorzugsweise mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird in Verfahrensschritt d) das aminomethylierte Polymerisat, die Verbindung der Formel (II), Formaldehyd oder dessen Derivate und die anorganischen Säure in Wasser vorgelegt und anschließend auf Reaktionstemperatur erwärmt. Nach Abschluss der Reaktion wird das Reaktionsgemisch abgekühlt, die flüssige Phase abgetrennt und das Harz vorzugsweise mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
Vorzugsweise wird in allen Ausführungsformen der Erfindung das Reaktionsgemisch etwa 3 bis 15 Stunden bei der Reaktionstemperatur gerührt. Ggfs. ist auch eine Überführung des in Verfahrensschrittes d) hergestellten Harzes in die Salzform möglich. Dies kann
vorzugsweise durch Umsetzung mit Alkalihydroxiden erfolgen. Besonders bevorzugt werden als Alkalihydroxide Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid oder Lithiumhydroxid und die entsprechenden wässrigen Lösungen eingesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird in Verfahrensschritt d) das aminomethylierte Polymerisat in Wasser suspendiert. Zu dieser Suspension wird die Verbindung der Formel (II) und die anorganische Säuren gegeben. Das auf diese Weise erhaltene Reaktionsgemisch wird auf die Reaktionstemperatur erwärmt und bei dieser Temperatur langsam, unter Rühren, mit Formaldehyd oder dessen Derivate versetzt. Nach beendeter Zugabe vom Formaldehyd oder dessen Derivaten wird das Reaktionsgemisch noch etwa 3 bis 15 Stunden bei der Reaktionstemperatur gerührt. Anschließend wird das Reaktionsgemisch abgekühlt, die flüssige Phase abgetrennt und das Harz mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
Der durchschnittliche Substitutionsgrad des erfindungsgemäßen Chelatharzes kann zwischen 0 und 2 liegen. Der durchschnittliche Substitutionsgrad gibt das statistische Molverhältnis zwischen nicht-substituierten, mono-substituierten und disubstituierten Aminomethylgruppen im Harz an. Bei einem Substitutionsgrad von 0 würde keine Substitution stattgefunden haben und die Aminomethylgruppen des Strukturelementes (I) würden als primäre Aminogruppen im Harz vorliegen. Bei einem Substitutionsgrad von 2 würden sämtliche Aminogruppen im Harz disubstituiert vorliegen. Bei einem Substitutionsgrad von 1 würden statistisch betrachtet sämtliche Aminogruppen im erfindungsgemäßen Chelatharz monosubstituiert vorliegen.
Der durchschnittliche Substitutionsgrad der Aminomethylgruppen des erfindungsgemäßen Chelatharzes enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) beträgt vorzugsweise 0,5 bis 2,0. Besonders bevorzugt beträgt der durchschnittliche Substitutionsgrad der Amingruppen des erfindungsgemäßen Chelatharzes enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) 1 ,0 bis 1 ,5.
Die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) eignen sich hervorragend für die Gewinnung und Aufreinigung von Metallen, bevorzugt von Schwermetallen, Edelmetallen und Seltenen Erden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eignen sich die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) zur Adsorption von Seltenen Erden ausgewählt aus der Gruppe: Scandium, Lanthan, Yttrium, Cer, Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium. In einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung eignen sich die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) zur Adsorption von Eisen, Vanadium, Kupfer, Zink, Aluminium, Cobalt, Nickel, Mangan, Magnesium, Calcium, Blei, Cadmium, Uran, Quecksilber, Elementen der Platingruppe sowie Gold oder Silber.
Ganz besonders bevorzugt sind die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) zur Adsorption von Zink, Eisen, Vanadium, Aluminium, Wolfram, Mangan, Magnesium, Calcium, Cobalt und Nickel geeignet. Noch weiter bevorzugt werden die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) zur Adsorption von Zink, Cobalt und Nickel verwendet.
Besonders bevorzugt erfolgt die Adsorption aus konzentrierten Nickel- und Cobalt- Konzentratlösungen zur Reinigung von Batteriechemikalien.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Chelatharze zur Aufreinigung von anorganischen Säuren herangezogen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eignen sich die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) für die Entfernung von Erdalkalimetallen, z.B. Calcium, Magnesium, Barium oder Strontium, aus wässrigen Solen, wie sie z.B. in der Chloralkalielektrolyse verwendet werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eignen sich die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) für die Adsorption und Desorption von Eisen(lll) Kationen. Es hat sich gezeigt, dass Eisen(lll)-Kationen durch Säuren von den erfindungsgemäßen Chelatharzen enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) wieder in hoher Menge desorbiert werden können.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eignen sich die erfindungsgemäßen Chelatharze enthaltend funktionelle Gruppen des Strukturelements (I) in einem Verfahren zur Herstellung und Aufreinigung von Silizium, bevorzugt von Silizium mit einer Reinheit von größer 99,99 %.
Des Weiteren können die erfindungsgemäßen Chelatharze vorzugsweise zur Entfernung von Metallen aus Wasser zur Wassereinigung eingesetzt werden.
Mit den erfindungsgemäßen Chelatharzen werden neue Harze mit guten Adsorptionseigenschaften für Metalle, insbesondere zur Adsorption von Zinkionen bereitgestellt.
Bestimmung der Menge an basischen Gruppen
100 ml des aminomethylierten Polymerisates werden auf dem Stampfvolumeter eingerüttelt und anschließend mit vollentsalztem Wasser in eine Glassäule gespült. In 1 Stunde und 40 Minuten werden 1000 ml 2 gew.-%ige Natronlauge überfiltriert. Anschließend wird vollentsalztes Wasser überfiltriert bis 100 ml Eluat mit Phenolphthalein versetzt einen Verbrauch an 0,1 N (0,1 normaler) Salzsäure von höchstens 0,05 ml haben.
50 ml dieses Harzes werden in einem Becherglas mit 50 ml vollentsalztem Wasser und 100 ml 1 N Salzsäure versetzt. Die Suspension wird 30 Minuten gerührt und anschließend in eine Glassäule gefüllt. Die Flüssigkeit wird abgelassen. Es werden weitere 100 ml 1 N Salzsäure über das Harz in 20 Minuten filtriert. Anschließend werden 200 ml Methanol überfiltriert. Alle Eluate werden gesammelt und vereinigt und mit 1 N Natronlauge gegen Methylorange titriert.
Die Menge an Aminomethylgruppen in 1 Liter aminomethyliertem Harz errechnet sich nach folgender Formel: ( 200 - V ) ■ 20 = mol Aminomethylgruppen pro Liter Harz, worin V für Volumen der bei der Titration verbrauchten 1 N Natronlauge steht.
Die Stoffmenge der basischen Gruppen entspricht der Molmenge der Aminomethylgruppen im Chelatharz.
Bestimmung Zn-Totalkapazität
50 ml des Harzes werden auf dem Stampfvolumeter eingerüttelt und anschließend mit vollentsalztem Wasser in eine Glassäule gespült. Anschließend werden mittels Tropftrichter 150 ml 5 Gew.-%ige Schwefelsäure auf das Harz aufgegeben. Danach wird mit 250 ml vollentsalztem Wasser die Säure aus dem Filter verdrängt. Es werden dann 500 ml Zinkacetatlösung (15 g Zn(CH3COO)2 werden in 950 ml vollentsalztem Wasser gelöst, mit konz. Essigsäure auf pH= 5 eingestellt und mit vollentsalztem Wasser auf 1000 ml aufgefüllt) auf das Harz aufgetragen und mit 250 ml VE-Wasser nachgespült. Das adsorbierte Zink wird mit 250 ml 5 Gew.-%ige Schwefelsäure eluiert. Es wird mit 200 ml vollentsalztem Wasser nachgespült. Das gesammelte Eluat wird in einem 500 ml Messkolben aufgefangen und gegebenenfalls mit vollentsalztem Wasser bis zur Marke aufgefüllt. Aus den 500 ml Säureeluat wird die Zn-Konzentration mittels ICP-OES bestimmt und auf die Zn-Totalkapazität umgerechnet.
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Beispiele
Beispiel 1
1 a) Herstellung des monodispersen, makroporösen Polymerisates auf der Basis von Styrol, Divinylbenzol und Ethylstyrol
In einem 10 I Glasreaktor werden 3000 g vollentsalztes Wasser vorgelegt und eine Lösung aus 10 g Gelatine, 16 g di-Natriumhydrogenphosphatdodekahydrat und 0,73 g Resorcin in 320 g entionisiertem Wasser hinzugefüllt und durchmischt. Die Mischung wird auf 25°C temperiert. Unter Rühren wird anschließend eine Mischung aus 3200 g von mikroverkapselten Monomertröpfchen mit enger Teilchengrößenverteilung aus 3,1 Gew.-% Divinylbenzol und 0,6 Gew.-% Ethylstyrol (eingesetzt als handelsübliches Isomerengemisch aus Divinylbenzol und Ethylstyrol mit 80 % Divinylbenzol), 0,4 Gew.-% Dibenzoylperoxid, 58,4 Gew.-% Styrol und 37,5 Gew.-% Isododekan (technisches Isomerengemisch mit hohem Anteil an Pentamethylheptan) gegeben, wobei die Mikrokapsel aus einem mit Formaldehyd gehärteten Komplexkoazervat aus Gelatine und einem Copolymer aus Acrylamid und Acrylsäure besteht, und 3200 g wässriger Phase mit einem pH-Wert von 12 zugesetzt.
Der Ansatz wird unter Rühren durch Temperaturerhöhung nach einem Temperaturprogramm bei 25°C beginnend und bei 95°C endend auspolymerisiert. Der Ansatz wird abgekühlt, über ein 32 pm-Sieb gewaschen und anschließend im Vakuum bei 80°C getrocknet.
Man erhält 1893 g eines Polymerisates mit monodisperser Teilchengrößenverteilung.
1 b) Herstellung eines amidomethylierten Polymerisates
Bei Raumtemperatur werden 1779 g 1 ,2-Dichlorethan, 588,5 g Phthalimid und 340,3 g 36 gew.-%iges Formalin vorgelegt. Der pH-Wert der Suspension wird mit Natronlauge auf 5,5 bis 6 eingestellt. Anschließend wird das Wasser destillativ entfernt. Dann werden 43,2 g Schwefelsäure (98 Gew.%) zudosiert. Das entstehende Wasser wird destillativ entfernt. Der Ansatz wird abgekühlt. Bei 30°C werden 157,7 g 65 %iges Oleum und anschließend 422,8 g monodisperses Polymerisat, hergestellt nach Verfahrensschritt 1 a) eindosiert. Die Suspension wird auf 65°C erhitzt und weitere 6,5 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Die Reaktionsbrühe wird abgezogen, voll entsalztes Wasser wird hinzudosiert und Restmengen an 1 ,2-Dichlorethan werden destillativ entfernt.
Ausbeute an amidomethyliertem Polymerisat : 1900 ml
1 c) Herstellung eines aminomethylierten Polymerisates
Zu 1884 ml amidomethyliertem Polymerisat aus 1 b) werden 904,3 g 50 gew.-%ige Natronlauge und 1680 ml vollentsalztes Wasser bei Raumtemperatur zudosiert. Die Suspension wird in 2 Stunden auf 180°C erhitzt und 8 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Das erhaltene Polymerisat wird mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
Ausbeute an aminomethyliertem Polymerisat : 1760 ml
Bestimmung der Menge an basischen Gruppen : 2,05 mol/ Liter Harz
1 d) Umsetzung aminomethyliertes Harz mit Phenylphosphinsäure
In einem Reaktor werden 100 ml vollentsalztes Wasser und 100 ml aminomethyliertes Polymerisat (0,21 mol Aminomethylgruppen) aus Beispiel 1 vorgelegt. Anschließend werden 76,5 g Phenylphosphinsäure (99%-ig, 0,53 mol) portionsweise zugegeben und anschließend 15 min gerührt. Innerhalb von 2 Stunden werden 164 g 98%-ige Schwefelsäure (1 ,64 mol) zugetropft und anschließend wird die Suspension auf 95°C erhitzt. Bei dieser Temperatur werden innerhalb von 1 Stunde 59,8 g 36%-ige Formalin- Lösung (0,72 mol) zugegeben und danach 4 h bei 95°C gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Harz auf einem Sieb mit vollentsalztem Wasser neutral gewaschen, in eine Glassäule überführt und mit 4%-iger Natronlauge in die Na-Form überführt.
Harzausbeute in Na-Form: 260 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung (getrocknetes Harz):
Stickstoff= 3,4%
Phosphor= 1 1%
Substitution am Stickstoff (aus Elementaranalyse, Verhältnis P:N): 1 ,47
Zn-Totalkapazität (H-Form): 36,7 g/l
Beispiel 2
Umsetzung aminomethyliertes Harz mit Ethylphosphinsäure
In einem Reaktor werden 100 ml vollentsalztes Wasser und 100 ml aminomethyliertes Polymerisat (0,21 mol Aminomethylgruppen) aus Beispiel 1c) vorgelegt. Anschließend werden 55,2 g Ethylphosphinsäure (91%-ig, 0,53 mol) portionsweise zugegeben und anschließend 15 min gerührt. Innerhalb von 2 Stunden werden 164 g 98%-ige Schwefelsäure (1 ,64 mol) zugetropft und anschließend wird die Suspension auf 95°C erhitzt. Bei dieser Temperatur werden innerhalb von 1 Stunde 59,8 g 36%-ige Formalin- Lösung (0,72 mol) zugegeben und danach 4 h bei 95°C gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Harz auf einem Sieb mit vollentsalztem Wasser neutral gewaschen, in eine Glassäule überführt und mit 4%-iger Natronlauge in die Na-Form überführt.
Harzausbeute in Na-Form: 216 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung (getrocknetes Harz):
Stickstoff= 4,2%
Phosphor= 11%
Substitution am Stickstoff (aus Elementaranalyse, Verhältnis P:N): 1 ,19
Zn-Totalkapazität (H-Form): 32,8 g/l
Beispiel 3
Umsetzung aminomethyliertes Harz mit 2-Methylpentylphosphinsäure
In einem Reaktor werden 40 ml vollentsalztes Wasser und 40 ml aminomethyliertes Polymerisat (0,08 mol Aminomethylgruppen) aus Beispiel 1c) vorgelegt. Anschließend werden 34 g 2-Methylpentylphosphinsäure (94%-ig, 0,21 mol) portionsweise zugegeben und anschließend 15 min gerührt. Innerhalb von 2 Stunden werden 66 g 98%-ige Schwefelsäure (0,66 mol) zugetropft und anschließend wird die Suspension auf 95°C erhitzt. Bei dieser Temperatur werden innerhalb von 1 Stunde 23,9 g 36%-ige Formalin- Lösung (0,29 mol) zugegeben und danach 4 h bei 95°C gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Harz auf einem Sieb mit vollentsalztem Wasser neutral gewaschen, in eine Glassäule überführt und mit 4%-iger Natronlauge in die Na-Form überführt.
Harzausbeute in Na-Form: 91 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung (getrocknetes Harz):
Stickstoff= 4,0%
Phosphor= 9,1%
Substitution am Stickstoff (aus Elementaranalyse, Verhältnis P:N): 1 ,03
Zn-Totalkapazität (H-Form): 21 ,8 g/l
Verqleichsbeispiel zu DE-A 2848289
Umsetzung ami nomethyliertes Harz mit Phosphinsäure
In einem Reaktor werden 50 ml vollentsalztes Wasser und 100 ml aminomethyliertes Polymerisat (0,21 mol Aminomethylgruppen) aus Beispiel 1c) vorgelegt. Anschließend werden 71 ,4 g Phosphinsäure (50%-ig in Wasser, 0,54 mol) portionsweise zugegeben und anschließend 15 min gerührt. Innerhalb von 2 Stunden werden 167 g 98%-ige Schwefelsäure (1 ,66 mol) zugetropft und anschließend wird die Suspension auf 95°C erhitzt. Bei dieser Temperatur werden innerhalb von 1 Stunde 60,7 g 36%-ige Formalin- Lösung (0,73 mol) zugegeben und danach 4 h bei 95°C gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Harz auf einem Sieb mit vollentsalztem Wasser neutral gewaschen, in eine Glassäule überführt und mit 4%-iger Natronlauge in die Na-Form überführt.
Harzausbeute in Na-Form: 130 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung (getrocknetes Harz):
Stickstoff= 6,7%
Phosphor= 10%
Substitution am Stickstoff (aus Elementaranalyse, Verhältnis P:N): 0,68
Zn-Totalkapazität (H-Form): 15 g/L
Ergebnis
Tabelle 1 :
R
3 ist in den Beispielen = Wasserstoff.
Die Beispiele 1 bis 3 zeigen, dass die beanspruchten Verbindungen überraschenderweise eine deutlich höhere Zn-Totalkapazität (TK) aufweisen, als das Harz, dass aus der DE-A 2848289 bekannt ist und mit Phosphinsäure hergestellt wurde.