Endoskop und Verfahren zur Montage eines Endoskops Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Endoskop gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines Endoskops gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Endoskope dienen zur Beobachtung eines Blickfelds, zu dem typischerweise nur eine kleine Öffnung Zugang ermöglicht. Das Endoskop weist eine Endoskopoptik mit einem Objektiv auf. Die Endoskopoptik kann als eigenständiger Bestandteil des Endoskops ausgebildet sein und in das Endoskop eingesetzt. In Endoskopen werden Lichtleitfasern eingesetzt, um das Blickfeld zu beleuchten. Typischerweise wird hierzu ein Bündel vieler Lichtleitfasern verwendet, also ein Faserbündel, um eine ausreichende Lichtstärke vorzusehen. Die Fasern strahlen an ihrem Endbereich das Licht in einem vergleichsweise großen Winkelbereich ab. Dennoch sollten möglichst alle Fasern mit ihrer (Haupt-)Strahlrichtung auf das Blickfeld ausgerichtet sein. Davon abweichende Fasern sorgen für störende Helligkeitsunterschiede im Blickfeld. Die Fasern erhalten dazu ihre entsprechende Ausrichtung während der Montage der Endoskopoptik. Zur Abdichtung und Fixierung ihrer Ausrichtung werden die Fasern am distalen Endbereich mittels eines Klebstoffs verklebt und anschließend poliert.
Aus der DE 10 2004 023024 B4 geht ein schrägblickendes Endoskop mit einer Endoskopoptik hervor, die ein Objektiv aufweist, das gegenüber der Längsachse der Endoskopoptik schräg abwärts gerichtet ist. Bei solchen Endoskopoptiken werden seitlich neben der eigentlichen Optik und oberhalb Lichtleitfasern angeordnet. Die seitlich angeordneten Fasern werden parallel zur Blickrichtung des Objektivs schräg nach unten blickend ausgerichtet. Das obere Faserbündel verläuft dagegen parallel zur Längserstreckung der Endoskopoptik. Die Lichtleitfasern sind dabei zwischen einem äußeren Hüllrohr beziehungsweise Außenrohr und einem inneren Faserrohr angeordnet. Das Faserrohr beinhaltet im Innern die eigentliche Optik mit dem distal schräg nach unten
blickenden Objektiv. Um die Lichtleitfasern auszurichten und in ihrer Position zu fixieren, sind Aussparungen am Außenbereich des Faserrohrs vorgesehen. In diese Aussparungen werden die Lichtleitfasern eingelegt, bevor dann das Außenrohr über den distalen Endbereich der Endoskopoptik gestülpt wird. Die Lichtleitfasern werden so durch das Außenrohr in die Aussparungen des Faserrohrs eingedrückt und ausgerichtet. Anschließend lassen sich die Lichtleitfasern am Endbereich der Endoskopoptik miteinander verkleben, abschneiden und stirnseitig polieren.
Aus der US 4850342 geht eine Endoskopoptik hervor, bei der ein Faserkanal zwischen Faserrohr und Außenrohr vorgesehen ist, der im Endbereich durch Zusammenbauen des Außenrohrs und des Faserrohrs eine Ausrichtung der Enden der Lichtleitfasern ermöglicht.
Die US 4576147 betrifft ebenfalls eine Endoskopoptik, bei der eine Ausrichtung durch Bildung eines Faserkanals zwischen einem inneren Faserrohr und einem Außenrohr erst beim Zusammenbau der Endoskopoptik erreicht wird.
Nachteilig an den bekannten Endoskopoptiken ist, dass die endgültige Ausrichtung der Lichtleitfasern erst bei der endgültigen Positionierung des Außenrohrs als Umhüllung des Faserrohrs eingestellt wird. Der Zusammenbau ist daher sehr aufwendig und manuell durchzuführen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein gattungsgemäßes Endoskop mit das Blickfeld zielgerichtet ausleuchtenden Lichtleitfasern zu schaffen, bei dem der Zusammenbau erleichtert und die Ausrichtung verbessert wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Endoskop mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Demnach ist der distale Endbereich des Faserbündels in einem distalen Durchbruch im Faserrohr der Endoskopoptik angeordnet. Der Durchbruch ist dabei vorzugsweise rundum von Material des Faserrohrs umgeben, weist also insbesondere einen geschlossenen Rand auf. Dies bedeutet, dass das Faserrohr einen Durchbruch aufweist, in den die Lichtleitfasern eingesteckt werden können. Der Durchbruch durchtritt vorzugsweise eine Wand des Faserrohrs in einem Bereich mit einer Verdickung. Dabei durchtritt der Durchbruch vorzugsweise die Stirnfläche und/oder zumindest einen Teilabschnitt der Stirnfläche des Faserrohrs. Der Durchbruch ist insbesondere zur Aufnahme des gesamten Faserbündels ausgebildet. Durch Einbringen der Lichtleitfasern in den Durchbruch des Faserrohrs erfolgt
bereits die Ausrichtung der Fasern, insbesondere deren distaler Endbereiche. Damit wird bereits eine korrekte Ausrichtung der Faserenden nur im Faserrohr erreicht, ohne dass ein Aufschieben des Hüllrohrs erforderlich ist. Die Montage des Endoskops wird somit erheblich erleichtert.
Die Lichtleitfasern beziehungsweise das Faserbündel sind insbesondere im Durchbruch befestigt. Hierzu können die Lichtleitfasern beispielsweise durch eine Klemmwirkung, durch Reibungskräfte und/oder eine Verkantung befestigt sein. Diese Befestigung dient insbesondere dazu, ein Verrutschen der Lichtleitfasern bei der Montage der Endoskopoptik, insbesondere bei der Montage des Hüllrohrs zu verhindern. Die Befestigung erfolgt weiter bevorzugt dauerhaft. Hierzu kann insbesondere ein Klebstoff oder ähnliches verwendet werden, um so eine dauerhafte Fixierung und Abdichtung zu erreichen.
Vorzugsweise ist das Objektiv schräg unter einem Winkel zur Längsmittelachse des Faserrohrs abwärts durch die Öffnung blickend ausgerichtet. Ein solches schräg blickendes Endoskop kann zur Beobachtung eines abseits der Längsmittelachse des Endoskops liegenden Blickfeldes eingesetzt werden. Dies bietet den Vorteil einer optimierten Blickfeldausleuchtung. Gleichzeitig wird eine verbesserte Montage des Endoskops beziehungsweise der Endoskopoptik sichergestellt.
Bevorzugt sind die Längsmittelachse des Durchbruchs und die Längsmittelachse des distalen Endes des Faserbündels beziehungsweise der Lichtleitfasern zumindest im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet. Die Längsmittelachse des distalen Endes des Faserbündels entspricht insbesondere der Strahlrichtung der Lichtleitfasern. Dies bedeutet, dass der Durchbruch die Ausrichtung des distalen Endes der Fasern vorgibt. Durch die parallele oder zumindest nahezu parallele Ausrichtung der Längsmittelachsen von Faserbündel und Blickrichtung des Objektivs wird eine saubere Führung der Fasern ermöglicht. Hierzu muss insbesondere der Durchbruch eine hinreichende Längserstreckung aufweisen, um eine ausreichende Führung des Faserbündels zu erreichen. Vorzugsweise ist demnach der Durchbruch gegenüber der Längsmittelachse des Faserrohrs schräg verlaufend angeordnet.
Weiter bevorzugt weicht die Ausrichtung des Faserbündels, insbesondere dessen Längsmittelachse beziehungsweise Strahlrichtung, von der Längsmittelachse des Durchbruchs ab. Dies kann beispielsweise durch eine Biegung der Fasern hervorgerufen
werden. Eine solche Biegung tritt insbesondere bei einer Ausrichtung der Endbereiche der Fasern schräg zur Längserstreckung des Endoskops auf. Die schräge Ausrichtung ist typischerweise zur besseren Ausleuchtung des Blickfelds vorgesehen. Die Biegung der Fasern erfolgt vorzugsweise in einem Biegebereich. Kleine Abweichungen zwischen der Ausrichtung des Durchbruchs und der Faserenden können beispielsweise durch eine Vorspannung ausgeglichen werden.
Die Längsmittelachse des Durchbruchs und die Blickrichtung des Objektivs beziehungsweise die Längsmittelachse des Faserbündels schließen im Bereich vor dem Objektiv vorzugsweise einen spitzen Winkel ein. Dies bedeutet, dass der Durchbruch beziehungsweise die Fasern etwas stärker schräg gegenüber der Längsmittelachse des Endoskops ausgerichtet sind als das Objektiv beziehungsweise dessen Blickrichtung. Damit wird eine verbesserte Ausrichtung der Fasern in Sollrichtung erreicht. Die Sollrichtung liegt vorzugsweise parallel zur Blickrichtung des Objektivs zur optimalen Ausleuchtung des Blickfeldes, insbesondere in einem Bereich dicht vor dem Objektiv. Insbesondere ist die Hauptrichtung des Durchbruchs schräger ausgerichtet als diejenige des Objektivs. So erhalten die gebogenen Fasern eine optimale Ausrichtung. Dies ist erforderlich, da Lichtleitfasern bei einer gebogenen Anordnung typischerweise von der Idealausrichtung abweichen.
Bevorzugt beträgt der Winkel zwischen der Längsmittelachse des Durchbruchs beziehungsweise des Faserbündels, insbesondere dessen Strahlrichtung, und der Blickrichtung des Objektivs weniger als 20°, vorzugsweise zwischen 1 ° und 20°, besonders bevorzugt zwischen 2° und 6°. Eine derart geringe stärkere Neigung genügt in der Regel bereits, um eine entsprechende Rückbiegung der Fasern zu kompensieren. Damit wird eine optimale Ausleuchtung des Blickfelds erreicht.
Weiter bevorzugt ist der Durchbruch zumindest im Wesentlichen als halbrunde oder halbmondförmige Fräsung ausgebildet. Eine solche geometrische Form bietet ein möglichst breites Beleuchtungsfeld bei gleichzeitig optimaler Anpassung an die in der Regel runde äußere Form der Endoskopoptik. Gleichzeitig wird hierbei der zur Verfügung stehende Platz optimal ausgenutzt. Vorzugsweise ist der Durchbruch oberhalb der Optik beziehungsweise des Objektivs vorgesehen.
Das Faserbündel endet weiter bevorzugt mit dem distalen Endbereich im Durchbruch. Ebenso kann das Faserbündel bündig mit der Vorderkante des Faserrohrs abschließen. Beide Ausrichtungen führen dazu, dass der distale Endbereich des Faserbündels beziehungsweise der Lichtleitfasern an der optimalen Position angeordnet ist. Gleichzeitig wird ein größtmöglicher Schutz der empfindlichen Stirnfläche der Fasern erreicht.
Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung beziehungsweise Montage eines Endoskops beziehungsweise einer Endoskopoptik für ein Endoskop, wie sie oben beschrieben wurde. Das Verfahren ist durch die folgenden Schritte gekennzeichnet:
a) das Faserbündel wird endseitig in den Durchbruch im Faserrohr eingeführt,
b) das Faserrohr wird in das Außenrohr eingeführt, insbesondere zur Fixierung des
Faserbündels, und
c) das Faserbündel wird im Durchbruch verklebt und stirnflächenseitig geschliffen
und/oder poliert.
Eine solche Vorgehensweise vereinfacht die Montage gegenüber dem Stand der Technik erheblich. Hierbei wird das Faserbündel beziehungsweise werden die Lichtleitfasern bereits beim Einführen in den Durchbruch im Faserrohr richtig ausgerichtet. Die Montage des Außenrohrs beziehungsweise Hüllrohrs beeinflusst die Ausrichtung der Fasern praktisch nicht mehr. Allenfalls wird für eine zusätzliche Fixierung des Faserbündels im Bereich zwischen dem Faserrohr und dem Hüllrohr beziehungsweise Außenrohr gesorgt.
Grundsätzlich können erfindungsgemäß sowohl geradeaus blickende als auch schräg blickende Endoskope verwendet werden.
Im Folgenden wird anhand der Figuren der Zeichnungen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Endoskopoptik für ein
Endoskop im montierten Zustand,
Fig. 2 eine perspektivische Rückansicht eines Faserrohrs der Endoskopoptik,
Fig. 3 eine Frontansicht auf das Objektiv der Endoskopoptik,
Fig. 4 eine seitliche Schnittansicht der Endoskopoptik beim Einführen des Faserbündels, und
Fig. 5 eine seitliche Schnittansicht mit eingesetztem Faserbündel.
Fig. 1 zeigt eine Endoskopoptik 10 für ein Endoskop im zusammengebauten Zustand in einer seitlichen Schnittansicht. Eine solche Endoskopoptik 10 wird in ein hier nicht dargestelltes Endoskop eingesetzt und damit zusammen verwendet. Hierzu weist das Endoskop eine entsprechende Aufnahme für die Endoskopoptik 10 auf.
Die Endoskopoptik 10 weist ein Faserrohr 11 auf, das von einem Außenrohr 12 umgeben ist. Schräg zur Längsmittelachse der Endoskopoptik 10 ist die Stirnfläche 14 der Endoskopoptik 10 angeordnet. Diese Stirnfläche 14 weist eine Öffnung, wie eine Fensteröffnung 15 auf, die beispielsweise zur Aufnahme eines runden Fensters 16 ausgebildet ist. Eine nicht dargestellte Optik ist im Innern des Faserrohrs 11 angeordnet. Diese Optik blickt schräg nach unten durch das Fenster 16.
Das Hüllrohr beziehungsweise Außenrohr 12 umgibt die gesamte Endoskopoptik 10 zumindest im distalen Bereich, insbesondere mit Ausnahme der Stirnfläche 14. Im oberen Bereich der Endoskopoptik 10 ist ein Faserbündel 17 angeordnet. Das Faserbündel 17 endet mit einem distalen Endbereich 18 an der Stirnfläche 14 der Endoskopoptik 10. Die Faserenden 18 treffen im Wesentlichen zumindest in einem nahezu rechten Winkel auf die Stirnfläche 14. Am proximalen Endbereich des Faserbündels 17 eingekoppeltes Licht durchläuft das Faserbündel 17 und tritt aus dessen Stirnfläche 19 zur Beleuchtung des Blickfeldes der Endoskopoptik 10 aus.
Die Optik weist im Bereich hinter dem Fenster 15 ein Objektiv 22 auf. Der Winkel, unter dem das Objektiv 22 mit seiner Blickrichtung 21 ausgerichtet ist, kann beispielsweise bei rund 30° liegen. Dieser Winkel kann je nach Anwendungsgebiet der Endoskopoptik 10 gewählt sein. Die Stirnfläche 14 mit dem in die Fensteröffnung 15 eingebauten Fenster 16 ist dazu in der Regel unter demselben Winkel angeordnet. Gegebenenfalls kann stattdessen auch eine geradeaus blickende Optik verwendet werden.
Der Lichtaustritt aus dem Faserende 18 verläuft damit hauptsächlich in einer Strahlrichtung 20. Die Optik beziehungsweise das Objektiv 22 blickt dementsprechend in eine Blickrichtung
21. Um eine ausreichende Beleuchtung des Blickfeldes der Optik zu erreichen, sind die Strahlrichtung 20 und die Blickrichtung 21 zumindest im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Um eine bessere Ausleuchtung direkt vor dem Objektiv 22 der Optik zu erreichen, kann die Strahlrichtung 20 gegenüber der Blickrichtung 21 leicht geneigt angeordnet sein. In diesem Fall schneiden sich die Strahlrichtung 20 und die Blickrichtung 21 im Bereich vor der Stirnfläche 14 der Endoskopoptik 10 in einem spitzen Winkel. Der Winkel beträgt dabei üblicherweise weniger als 20°, insbesondere weniger als 10°, vorzugsweise zwischen 2° und 6°. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, verläuft das Faserbündel 17 in weiten Teilen geradlinig und parallel zur Längsmittelachse 13 der Endoskopoptik 10. Lediglich im distalen Endbereich derselben verläuft das Faserbündel 17 in Strahlrichtung 20 zur Beleuchtung des Blickfeldes.
Um eine Ausrichtung der Faserenden 18 zur Beleuchtung des Blickfeldes des Objektivs 22 zu erreichen, vollzieht das Faserbündel 17 eine Biegung in einem Biegebereich 23. Das Faserbündel 17 besteht aus einer Vielzahl einzelner Lichtleitfasern 24, die sich dementsprechend auf einfache Weise biegen lassen. Die Fasern 24 verlaufen dazu parallel zueinander. Die Lichtleitfasern 24 des Faserbündels 17 werden zur Biegung zwischen einer unteren Anlagefläche 25 und einer oberen Anlagefläche 26 des Durchbruchs 27 im Faserrohr 1 1 festgehalten. Die untere Anlagefläche 25 ist hier wie auch im Stand der Technik Bestandteil des Faserrohrs 11. Im Stand der Technik ist jedoch die obere Anlagefläche 26 am Außenrohr 12 befestigt. Dementsprechend kann durch Verschieben des Außenrohrs 12 gegenüber dem Faserrohr 11 im Stand der Technik der Abstand zwischen der unteren Anlagefläche 25 und der oberen Anlagefläche 26 für die Montage vergrößert werden. Die Montage erfolgt dann durch Zusammenschieben von Faserrohr 1 1 und Außenrohr 12 in der richtigen Position.
Erfindungsgemäß sind aber hier sowohl die untere Anlagefläche 25 als auch die obere Anlagefläche 26 Teil des Faserrohrs 11. Dazu ist im Faserrohr 11 ein Durchbruch 27 vorgesehen. Der Durchbruch 27 ist im Ausführungsbeispiel als bogenförmiger Schlitz beziehungsweise Öffnung ausgebildet. Er bildet damit eine untere Anlagefläche 25 und eine obere Anlagefläche 26 für die Lichtleitfasen 24 aus.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Montieren des Endoskopoptik läuft wie folgt:
Die Lichtleitfasern 24 des Faserbündels 17 werden in den Durchbruch 27 des Faserrohrs 11 eingesteckt. Dies ist insbesondere in Fig. 4 dargestellt. Dieses Einbringen des Faserbündels 17 kann dabei auf mehr oder weniger geradem Wege erfolgen.
Zum weiteren Zusammenbau werden dann die Lichtleitfasern 24 des Faserbündels 17 etwas nach unten gebogen und so auf der Oberseite des Faserrohrs 11 abgelegt. Hierdurch kommt es im Bereich der Biegestelle 23 zu einer Biegung der Fasern 24 aufgrund eines in diesem Bereich vorgesehenen gekrümmten Übergangsbereiches. Dieser Bereich befindet sich zwischen der unteren Anlagefläche 25 und einer faserrohrseitigen Aussparung als Teil eines Faserkanals 28 zur Aufnahme der Lichtleitfasern 24. Dieser Faserkanal 28 wird nach dem vollständigen Zusammenbau der Endoskopoptik 10 einerseits durch die Oberseite des Faserrohrs 11 und andererseits durch die Innenseite des Außenrohrs 12 gebildet. Indem die Lichtleitfasern 24 des Faserbündels 17 im Innern des Faserkanals 28 geführt werden, wird die Biegung an der Biegestelle 23 aufrecht erhalten.
Außerdem wird so für eine ortsfeste Lagerung der Lichtleitfasern 24 im Durchbruch 27 gesorgt. Dies erfolgt insbesondere, da die Fasern 24 gebogen werden und am Faserrohr 11 beziehungsweise Außenrohr 12 anliegen. Zur Fixierung der Lichtleitfasern 24 im Durchbruch 27 werden diese üblicherweise zusätzlich mittels eines Klebstoffs vergossen. Außerdem werden über die Stirnfläche 14 hinaus überstehende Fasern abgeschnitten und mit einer Politur in der Ebene der Stirnfläche 14 versehen. Somit wird eine Stirnfläche 19 der Fasern 24 ausgebildet. Diese liegt typischerweise in einer Ebene mit der Stirnfläche 14.
Typischerweise bietet der Faserkanal 28 hinreichend Platz für eine mehr oder weniger lockere Führung der Lichtleitfasern 24 des Faserbündels 17. Währenddessen sind die Lichtleitfasern 24 im Durchbruch 27 eng gefasst, sodass dadurch eine stabile Ausrichtung der Faserenden 18 erreicht wird.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele wie auch weitere erfindungsgemäße Ausführungen können sowohl mit geradeaus als auch mit schräg blickenden Endoskopen verwirklicht werden.
Bezugszeichenliste
10 Endoskopoptik
11 Faserrohr
12 Außenrohr/Hüllrohr
13 Längsmittelachse
14 Stirnfläche
15 Fensteröffnung
16 Fenster
17 Faserbündel
18 Faserende
19 Stirnfläche
20 Strahlrichtung
21 Blickrichtung
22 Objektiv
23 Biegebereich
24 Lichtleitfasern
25 untere Anlagefläche
26 obere Anlagefläche
27 Durchbruch
28 Faserkanal
*****