Fliehkraftpendel
Die Erfindung betrifft ein Fliehkraftpendel gemäß Patentanspruch 1.
Es sind Fliehkraftpendel mit einem Pendelflansch und an dem Pendelflansch angeordneten Pendelmassen bekannt. Die Pendelmassen sind dabei mittels einer Kulissenführung mit dem Pendelflansch gekoppelt. Um ein Anschlagen der Pendelmassen aneinander abzudämpfen, ist stirnseitig zwischen den Pendelmassen eine Dämpfungsvorrichtung vorgesehen, die einen Elastomerdämpfer aufweist. Über die Laufzeit bzw. die Laufzeit des Fahrzeugs, in dem das Fliehkraftpendel montiert ist, härtet der Elastomer der Dämpfungsvorrichtung aus und wird porös. Dies kann beim Anschlagen der Pendelmassen aneinander über die Dämpfungsvorrichtung zu einem Aufbrechen der Dämpfungsvorrichtung führen, sodass Partikel der Dämpfungsvorrichtung sich ablösen können.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Fliehkraftpendel bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird mittels eines Fliehkraftpendels gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein verbessertes Fliehkraftpendel, das drehbar um eine Drehachse lagerbar ist, dadurch bereitgestellt werden kann, dass das Fliehkraftpendel eine Pendelmasse und eine Dämpfungsvorrichtung umfasst, wobei die Dämpfungsvorrichtung wenigstens ein Dämpfungselement umfasst, wobei das Dämpfungselement ausgebildet ist, ein Anschlagen der Pendelmasse abzudämpfen, wobei die Dämpfungsvorrichtung eine Haltevorrichtung umfasst, wobei die Haltevorrichtung mit dem Dämpfungselement verbunden ist.
Auf diese Weise kann das Anschlagverhalten der Pendelmasse, in den Endlagen optimiert werden. Ferner kann eine Festigkeit des Dämpfungselements erhöht bzw. eine maximale Beanspruchung des Dämpfungselements begrenzt werden.
Die Haltevorrichtung weist einen in Umfangsrichtung verlaufenden Halteabschnitt und einen im Wesentlichen in axialer Richtung verlaufenden Befestigungsabschnitt auf. Der Halteabschnitt ist der Pendelmasse verbunden. Der Befestigungsabschnitt umfasst eine Innenfläche. Die Innenfläche ist auf einer dem Halteabschnitt zugewandten Seite des Befestigungsab-
schnitts angeordnet. Das Dämpfungselement ist an der Innenfläche des Befestigungsabschnitts angeordnet. Dadurch wird das Dämpfungselement bei einem Anschlagen der Dämpfungsvorrichtung an einer weiteren Pendelmasse vor einem direkten Berührkontakt mit der weiteren Pendelmasse geschützt, da hierbei der direkte Kontakt zwischen Dämpfungselement und Pendelmasse vermieden wird.
In einer weiteren Ausführungsform weist die Pendelmasse eine Aufnahme mit einer
Innenwand auf. Der Halteabschnitt greift in die Aufnahme ein und stellt eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung mit der Pendelmasse bereit. Dadurch kann die Haltevorrichtung besonders gut an der Pendelmasse fixiert werden.
In einer weiteren Ausführungsform weist der Halteabschnitt eine erste Durchgangsöffnung und die Pendelmasse eine zweite Durchgangsöffnung auf. Die Dämpfungsvorrichtung umfasst einen korrespondierend zu einer der beiden Durchgangsöffnungen ausgebildeten Durchgangsbolzen auf. Der Durchgangsbolzen erstreckt sich durch die erste und die zweite Durchgangsöffnung. Dadurch kann die Haltevorrichtung besonders gut und zuverlässig über die Lebensdauer des Fliehkraftpendels hinweg mit der Pendelmasse verbunden werden.
In einer weiteren Ausführungsform weist der Halteabschnitt einen ersten Bereich und einen an den ersten Bereich angrenzenden zweiten Bereich auf. Der erste Bereich ist axial gegenüber dem zweiten Bereich versetzt angeordnet. Vorzugsweise ist die erste Durchgangsöffnung im zweiten Bereich angeordnet. Dadurch kann auf einfache Weise der Halteabschnitt in der Aufnahme verspannt angeordnet werden.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst der Halteabschnitt einen dritten Bereich. Der zweite Bereich ist zwischen dem ersten Bereich und dem dritten Bereich angeordnet, wobei der erste und der dritte Bereich im Wesentlichen auf gleicher axialer Höhe angeordnet sind. Dadurch kann ein Verkippen der Haltevorrichtung in der Aufnahme vermieden werden.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Dämpfungsvorrichtung eine Rastvorrichtung. Der Rastvorrichtung fixiert das Dämpfungselement an der Haltevorrichtung. Auf diese Weise kann eine einfache formschlüssige Verbindung zwischen Dämpfungselement und Haltevorrichtung bereitgestellt werden.
ln einer weiteren Ausführungsform weist die Rastvorrichtung eine Rastnase und eine
Rastausnehmung auf. Die Rastausnehmung ist ausgebildet, die Rastnase aufzunehmen. Die Rastnase ist auf einer dem Befestigungsabschnitt abgewandten Seite des Dämpfungselements und die Rastausnehmung im Halteabschnitt angeordnet. Alternativ ist denkbar, dass die Rastnase im Halteabschnitt und die Rastausnehmung im Dämpfungselement angeordnet ist. Auf diese Weise kann eine einfache Verbindung zwischen Dämpfungselement und Haltevorrichtung gewährleistet werden, die einfach montierbar ist.
In einer weiteren Ausführungsform weist die Haltevorrichtung ein Bandmaterial auf, wobei das Bandmaterial im Halteabschnitt doppellagig geführt ist. Ferner umfasst der Befestigungsabschnitt einen ersten Steg und einen zweiten Steg. Der zweite Steg ist dabei axial entgegengesetzt zu dem ersten Steg ausgerichtet. Dadurch kann die Haltevorrichtung auf einfache Weise mittels eines Stanzbiegeverfahrens hergestellt werden.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Dämpfungselement einen ersten Dämpfungsabschnitt, einen zweiten Dämpfungsabschnitt und einen dritten Dämpfungsabschnitt. Der erste Dämpfungsabschnitt und der dritte Dämpfungsabschnitt sind in Umfangsrichtung verlaufend ausgerichtet und mittels des in axialer Richtung verlaufenden zweiten Dämpfungsabschnitts verbunden. Vorzugsweise ist die Haltevorrichtung dabei T- oder L-förmig ausgebildet, sodass die Haltevorrichtung zumindest teilweise durch den ersten Dämpfungsabschnitt und den dritten Dämpfungsabschnitt umgriffen werden kann. Besteht die Haltevorrichtung aus mehreren Teilen, können mittels des Dämpfungselements diese Teile miteinander fixiert werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische Draufsicht auf ein Fliehkraftpendel;
Figur 2 einen Halblängsschnitt durch das in Figur 1 gezeigte Fliehkraftpendel;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 bis 2 gezeigten Fliehkraftpendels mit einer Dämpfungsvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
Figur 4 eine perspektivische Ansicht der in Figur 3 gezeigten Dämpfungsvorrichtung;
Figur 5 eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels mit einer Dämpfungsvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform;
Figur 6 eine Draufsicht auf das in Figur 5 gezeigte Fliehkraftpendel;
Figur 7 eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 5 und 6 gezeigten Dämpfungsvorrichtung;
Figur 8 eine Seitenansicht der in Figur 7 gezeigten Dämpfungsvorrichtung;
Figur 9 eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 5 bis 8 gezeigten Dämpfungsvorrichtung in teilmontiertem Zustand;
Figur 10 eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels mit einer Dämpfungsvorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform;
Figur 1 1 eine Explosionsansicht der in Figur 10 gezeigten Dämpfungsvorrichtung;
Figur 12 eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 10 und 1 1 gezeigten Dämpfungsvorrichtung;
Figur 13 einen Ausschnitt der in Figur 12 gezeigten Dämpfungsvorrichtung;
Figur 14 eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 10 bis 13 gezeigten Dämpfungsvorrichtung in vormontiertem Zustand;
Figur 15 eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels mit einer Dämpfungsvorrichtung gemäß einer vierten Ausführungsform;
Figur 16 eine Explosionsdarstellung der in Figur 15 gezeigten Dämpfungsvorrichtung; und
Figur 17 eine Seitenansicht der in den Figuren 15 und 16 gezeigten Dämpfungsvorrichtung.
Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein Fliehkraftpendel 10. Figur 2 zeigt einen Längsschnitt durch das in Figur 1 gezeigte Fliehkraftpendel 10.
Das Fliehkraftpendel 10 ist drehbar um eine Drehachse 15 in einem Antriebsstrang (nicht dargestellt) eines Kraftfahrzeugs lagerbar. Der Antriebsstrang kann dabei einen Hubkolbenmotor umfassen, der ein mit Drehschwingungen behaftetes Antriebsdrehmoment bereitstellt. Das Fliehkraftpendel 10 dient dazu, die Drehschwingungen zumindest teilweise zu tilgen, um so einen besonders leisen Antriebsstrang bereitzustellen.
Das Fliehkraftpendel 10 umfasst einen Pendelflansch 20 und mehrere Pendelmassen 25, 30, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind. Die Pendelmassen 25, 30 sind jeweils mittels einer Kulissenführung 35, 40 mit dem Pendelflansch 20 gekoppelt, wobei die Kulissenführung 35, 40 die Pendelmassen 25, 30 entlang einer Pendelbahn in einer Pendelbewegung der Pendelmassen 25, 30 führt, sodass die Pendelmassen 25, 30 gegenüber dem Pendelflansch 20 beschränkt beweglich sind.
In Umfangsrichtung zwischen einer ersten Pendelmasse 25 und einer zweiten Pendelmasse 30 ist eine Dämpfungsvorrichtung 45 an der ersten Pendelmasse 25 und eine weitere Dämpfungsvorrichtung 45 an der zweiten Pendelmasse 30 angeordnet. Die Dämpfungsvorrichtung 45 dient dazu, ein Anschlagen der ersten Pendelmasse 25 an der zweiten Pendelmasse 30, beispielsweise beim Abstellen des Hubkolbenmotors oder bei Einleitungen von hohen Drehschwingungen in das Fliehkraftpendel 10, zu dämpfen, sodass üblicherweise beim Anschlagen der Pendelmassen 25, 30 aneinander entstehendes Klackergeräusch vermieden wird. Durch Anschlagen der Pendelmassen 25, 30 an der jeweiligen an den Pendelmassen 25, 30 angeordneten Dämpfungsvorrichtung 45 kann ferner in Umfangsrichtung die Pendelbahn der jeweiligen Kulissenführung 35, 40 bzw. der Pendelmassen 25, 30 begrenzt.
Die erste Pendelmasse 25 ist in Umfangsrichtung zur zweiten Pendelmasse 30 abwechselnd angeordnet. In der Ausführungsform sind beispielsweise vier Pendelmassen 25, 30 vorgesehen. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass eine andere Anzahl von Pendelmassen 25, 30 vorgesehen ist.
In der Ausführungsform umfassen die Pendelmassen 25, 30 jeweils ein erstes Pendelmassenteil 50 und ein zweites Pendelmassenteil 55 (vgl. Figur 2). Die Pendelmassenteile 50, 55 sind beidseitig des Pendelflanschs 20 angeordnet und mittels eines Abstandsbolzens 60 in axialer
Richtung miteinander verbunden. Der Abstandsbolzen 60 durchgreift dabei den Pendelflansch 20. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass der Pendelflansch 20 zwei axial beabstandete Pendelflanschabschnitte aufweist, wobei zwischen den Pendelflanschabschnitten die Pendelmasse 25, 30 angeordnet und mittels der Kulissenführung 35, 40 mit den Pendelflanschabschnitten verbunden ist.
Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels 10 mit der Dämpfungsvorrichtung 45 gemäß einer ersten Ausführungsform. Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der in Figur 3 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 45.
Der Pendelflansch 20 weist eine Ausnehmung 65 auf, in der die Dämpfungsvorrichtungen 45 angeordnet sind. In der Ausführungsform ist an jeweils einer Seitenfläche 70 der anderen Pendelmasse 25, 30 zugewandten Seitenfläche der Pendelmasse 25, 30 jeweils eine Dämpfungsvorrichtung 45 vorgesehen. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass an nur einer Seitenfläche 70 eine Dämpfungsvorrichtung 45 vorgesehen ist.
Die Dämpfungsvorrichtung 45 ist in der Ausführungsform im Wesentlichen T-förmig ausgebildet und weist eine Haltevorrichtung 75 und ein Dämpfungselement 80 auf (vgl. Figur 4). Die Haltevorrichtung 75 weist einen in Umfangsrichtung verlaufenden Halteabschnitt 85 und einen im Wesentlichen in axialer Richtung verlaufenden Befestigungsabschnitt 90 auf. Der Halteabschnitt 85 ist etwa in mittiger Lage, in axialer Richtung gesehen, an dem dem Befestigungsabschnitt 90 angeordnet. Der Befestigungsabschnitt 90 weist eine Anschlagsfläche 95 auf, die der Seitenfläche 70 der in Umfangsrichtung gegenüberliegenden anderen Pendelmasse 30 bzw. der an der anderen (zweiten) Pendelmasse 30 angeordneten Dämpfungsvorrichtung 45 zugewandt ist. Auf einer der Seitenfläche 70 der ersten Pendelmasse 25 zugewandten Seite ist an dem Befestigungsabschnitt 90 eine erste Innenfläche 100 angeordnet. An der ersten Innenfläche 100 ist das Dämpfungselement 80 stoffschlüssig mit dem Befestigungsabschnitt 90 verbunden. Insbesondere ist denkbar, dass das Dämpfungselement 80 auf dem Befestigungsabschnitt 90 aufvulkanisiert ist. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass das Dämpfungselement 80, wie in den weiteren Figuren erläutert, andersartig an dem Befestigungsabschnitt 90 befestigt ist. Die Haltevorrichtung 75 kann beispielsweise mittels eines Druckgussverfahrens besonders einfach und kostengünstig hergestellt werden. Das Dämpfungselement 80 weist in der Ausführungsform einen Elastomer als Werkstoff auf. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass das Dämpfungselement 80 andersartig ausgebildet ist.
Um die Dämpfungsvorrichtung 45 an der Pendelmasse 25, 30 zu befestigen, weist dazu die Pendelmasse 25, 30 eine Aufnahme 105 auf. Die Aufnahme 105 wird in der Ausführungsform durch eine erste dem Pendelflansch 20 zugewandte erste Innenwand 1 10 des ersten Pendelmassenteils 50 und durch eine zweite dem Pendelflansch 20 zugewandte Innenwand 1 15 des zweiten Pendelmassenteils 55 ausgebildet. Der Halteabschnitt 85 greift in die Aufnahme 105 der ersten Pendelmasse 25 bzw. der zweiten Pendelmasse 30 ein. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Aufnahme in einer der Pendelmassenteile 50, 55 oder, insbesondere, wenn eine einteilige Pendelmasse 25, 30 vorgesehen ist, diese durch eine Ausnehmung 65 in der Pendelmasse 25, 30 ausgebildet wird.
Im Halteabschnitt 85 ist eine erste Durchgangsöffnung 120 vorgesehen. Die erste
Durchgangsöffnung 120 ist dabei langlochartig in Umfangsrichtung verlaufend ausgebildet. Ferner ist in der Pendelmasse 25, 30 etwa in Umfangsrichtung auf Höhe der Aufnahme 105 eine zweite Durchgangsöffnung 125 vorgesehen, die parallel zur Drehachse 15 verlaufend ausgerichtet ist. Die Durchgangsöffnungen werden mit einem Durchgangsbolzen 130 durchgriffen, der an seinen Längsenden, also auf der zum Pendelflansch 20 abgewandten Seite der Pendelmassenteile 55, 60, jeweils mit dem Pendelmassenteil 50, 55 vernietet ist. Der Durchgangsbolzen 130 übernimmt dabei ebenso die Funktion des oben beschriebenen Abstandsbolzens 60. Auf diese Weise kann die Haltevorrichtung 75 bzw. das Dämpfungselement 80 besonders einfach mit der Pendelmasse 25, 30 formschlüssig verbunden werden.
Besonders vorteilhaft ist, wenn an der Seitenfläche 70 der Pendelmassenteile 50, 55 radial etwa auf Höhe der zweiten Durchgangsöffnung 125 eine Ausbuchtung 135 vorgesehen ist, wobei das Dämpfungselement 80 mit seiner der Seitenflächen zugewandten zweiten Innenfläche 140 flächig an der Seitenfläche 70, insbesondere an der Ausbuchtung 135, anliegt. Dadurch kann ein Verkippen der Haltevorrichtung 75 bzw. des Dämpfungselements 80 vermieden werden.
Durch die langlochförmige Ausgestaltung der ersten Durchgangsöffnung 120 kann ferner ein Toleranzaugleich zwischen der Dämpfungsvorrichtung 45 und den Pendelmassen 25, 30, die üblicherweise gestanzt hergestellt werden, bereitgestellt werden.
Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels 10 mit einer Dämpfungsvorrichtung 200 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Figur 6 zeigt eine Draufsicht auf das in Figur 5 gezeigte Fliehkraftpendel 10. Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 5 und 6 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 200 und Figur 8 zeigt eine Seitenansicht der in Figur 7 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 200. Figur 9 zeigt eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 5 bis 8 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 200 in teilmontiertem Zustand. Nachfolgend sollen die Figuren 5 bis 9 gemeinsam erläutert werden.
Die Dämpfungsvorrichtung 200 ist ähnlich zu der in Figuren 3 und 4 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 45 ausgebildet. Abweichend dazu weist der Halteabschnitt 85 einen ersten Bereich 205, einen zweiten Bereich 210 und einen dritten Bereich 215 auf. Die Bereiche grenzen aneinander in Umfangsrichtung aneinander an.
Der erste Bereich 205 und der dritte Bereich 215 sind axial etwa auf gleicher Höhe
angeordnet. Der zweite Bereich 210, der in Umfangsrichtung zwischen dem ersten und dem dritten Bereich 205, 215 angeordnet ist, ist axial zu dem ersten bzw. dritten Bereich 205, 215 angeordnet. Dabei ist in der Ausführungsform im zweiten Bereich 210 die erste Durchgangsöffnung 120 vorgesehen.
Die Dämpfungsvorrichtung 200 ist ausgebildet, mittels eines Stanzbiegeverfahrens hergestellt zu werden. Dazu weist die Haltevorrichtung 75 ein erstes Haltevorrichtungsteil 220 und ein zweites Haltevorrichtungsteil 225 auf. Die Haltevorrichtungsteile 220, 225 sind L-förmig ausgebildet.
Der erste Bereich 205 des ersten Haltevorrichtungsteils 220 weist eine erste Anlagefläche 221 , der zweite Bereich 210 des ersten Haltevorrichtungsteils 220 eine zweite Anlagefläche
222 und der dritte Bereich 215 des ersten Haltevorrichtungsteils 220 eine dritte Anlagefläche
223 auf. Der erste Bereich 205 des zweiten Haltevorrichtungsteils 225 weist eine vierte Anlagefläche 226, der zweite Bereich 210 des zweiten Haltevorrichtungsteils 225 eine fünfte Anlagefläche 227 und der dritte Bereich 215 des zweiten Haltevorrichtungsteils 225 eine sechste Anlagefläche 228 auf.
Die erste, dritte vierte und sechste Anlagefläche sind axial auf gleicher Höhe angeordnet, wobei die erste Anlagefläche 221 in montiertem Zustand an der vierten Anlagefläche 226 und die dritte Anlagefläche 223 an der sechsten Anlagefläche 228 anliegt.
Die zweite und vierte Anlagefläche 222, 224 sind axial jeweils auf entgegengesetzten Seiten des Halteabschnitts 85 angeordnet. Werden die beiden Haltevorrichtungsteile 220, 225 in die Aufnahme 105 zwischen den Pendelmassenteilen 50, 55 eingeschoben, so kann bei entsprechender Abstimmung des zweiten Bereichs 210 zu dem ersten bzw. dritten Bereich 205, 215 224 in ihrer axialen Anordnung oder anders ausgedrückt bei entsprechender Abstimmung eines axialen Abstands der zweiten zu der vierten Anlagefläche 222, zu der axialen Erstreckung der Aufnahme 105 eine kraftschlüssige Verbindung des zweiten Bereichs 210 zu den Innenwänden 1 10, 1 15 der Aufnahme 105 bereitgestellt werden. Dabei liegen die zweite und vierte Anlagefläche 222, 224 an der ersten bzw. zweiten Innenwand 1 10, 1 15 der Aufnahme 100 an und der zweite Bereich 210 presst diese gegen die Innenwände 1 10, 1 15.
Dabei weist jedes Haltevorrichtungsteil 220, 225 zur Ausbildung des Befestigungsabschnitts 90 einen Steg 230, 235 auf. Dabei weist das erste Haltevorrichtungsteil 220 einen ersten Steg 230 auf, der axial in entgegengesetzter Richtung sich zu einem zweiten Steg 235 des zweiten Haltevorrichtungsteils 225 erstreckt. An der ersten Innenfläche 100 der Stege 230, 235 ist jeweils ein Dämpfungselementteil 245, 250 angeordnet. Die Dämpfungselementteile 245, 250 weisen im Wesentlichen eine quaderförmige Ausgestaltung auf.
In der Ausführungsform sind die Haltevorrichtungsteile 220, 225 in axialer Richtung angrenzend aneinanderliegend am ersten und dritten Bereich 205, 215 angeordnet. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass nur ein Haltevorrichtungsteil 220, 225 in der Aufnahme 105 angeordnet ist. Dabei verspannt sich dann der erste und dritte Bereich 205, 215 an der ersten Innenwand 1 10 gegenüber dem zweiten Bereich 210 an der zweiten Innenwand 1 15. Auch ist denkbar, dass das erste Haltevorrichtungsteil 220 mit dem zweiten Haltevorrichtungsteil 225 im ersten und/oder dritten Bereich 205, 215 stoffschlüssig verbunden ist. So ist beispielsweise denkbar, den ersten und/oder dritten Bereich 205, 215 punktzuschweißen, um so eine Verbindung zwischen den beiden Haltevorrichtungsteilen 220, 225 bereitzustellen.
Figur 10 zeigt eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels 10 mit einer Dämpfungsvorrichtung 300 gemäß einer dritten Ausführungsform. Figur 1 1 zeigt eine Explosionsansicht der in Figur 10 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 300. Figur
12 zeigt eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 10 und 1 1 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 300. Figur 13 zeigt einen Ausschnitt der in Figur 12 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 300. Figur 14 zeigt eine perspektivische Ansicht der in den Figuren 10 bis 13 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 300 in vormontiertem Zustand.
Die Dämpfungsvorrichtung 300 ist ähnlich zu der in den Figuren 7 bis 10 gezeigten
Ausführungsform der Dämpfungsvorrichtung 200 ausgebildet. Zusätzlich weist die Dämpfungsvorrichtung 300 eine Rastvorrichtung 305 auf. Mittels der Rastvorrichtung 305 wird das Dämpfungselement 80 an der Haltevorrichtung 75 fixiert. Die Rastvorrichtung 305 weist in der Ausführungsform auf einer dem Befestigungsabschnitt 90 abgewandten Seite eine Rastnase 310 an dem Dämpfungselement 80 auf. Die Rastnase 310 ist in der Ausführungsform als Ausbuchtung im Dämpfungselement 80 ausgebildet. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Rastnase 310 eine andersartige Ausgestaltung aufweist. Ferner ist im Halteabschnitt 85 eine Rastausnehmung 315 vorgesehen. Die Rastausnehmung 315 weist eine Einschnürung 320 auf, die die Rastnase 310 im montierten Zustand hintergreift. Dadurch wird die Rastfunktion der Rastnase 310 in der Rastausnehmung 315 gewährleistet.
Das Dämpfungselement 80 weist einen ersten Dämpfungsabschnitt 325, einen zweiten Dämpfungsabschnitt 330 und einen dritten Dämpfungsabschnitt 335 auf. Der erste Dämpfungsabschnitt 325 und der dritte Dämpfungsabschnitt 335 verlaufen im Wesentlichen in Um- fangsrichtung während hingegen der zweite Dämpfungsabschnitt 330 im Wesentlichen in axialer Richtung verläuft. Der zweite Dämpfungsabschnitt 330 verbindet den ersten Dämpfungsabschnitt 325 mit dem dritten Dämpfungsabschnitt 330. Dabei ist in dem zweiten Dämpfungsabschnitt 330 die Rastnase 310 angeordnet. Durch die U-förmige Ausgestaltung kann das erste Haltevornchtungsteil 220 und das zweite Haltevornchtungsteil 225 durch den ersten Dämpfungsabschnitt 325 und den dritten Dämpfungsabschnitt 335 axial aneinandergedrückt werden, sodass für die Montage der Dämpfungsvorrichtung 300 in der Aufnahme 105 der Pendelmasse 25, 30 keine zusätzlichen Verbindungsschritte zum Fixieren der beiden Halte- vorrichtungsteile 220, 225 notwendig sind.
Figur 15 zeigt eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fliehkraftpendels 10 mit einer Dämpfungsvorrichtung 400 gemäß einer vierten Ausführungsform. Figur 16 zeigt eine Explosionsdarstellung der in Figur 15 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 400 und Figur 17 zeigt eine Seitenansicht der in den Figuren 15 und 16 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 400.
Die Dämpfungsvorrichtung 400 ist im Wesentlichen identisch zu der in den Figuren 5 bis 9 gezeigten Dämpfungsvorrichtung 200 ausgebildet. Abweichend dazu ist anstatt einer stoffschlüssigen Verbindung zwischen dem Dämpfungselement 80 und der Haltevorrichtung 75 das Dämpfungselement 80 mittels einer formschlüssigen Verbindung 405 verbunden. Die formschlüssige Verbindung 405 weist in den Stegen 230, 235 Aussparungen 410 auf. Korrespondierend zu den Aussparungen 410 umfasst das Dämpfungselement 80 Zapfen 415, die in montiertem Zustand in die Aussparungen 410 eingreifen. Zusätzlich ist auch denkbar, dass ein Außendurchmesser des Zapfens 415 größer gewählt ist als ein Innendurchmesser der Aussparung 410, sodass die formschlüssige Verbindung 405 durch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Zapfen 415 und der Aussparung 410 unterstützt wird. Ferner ist denkbar, dass, wie in den Figuren 5 bis 9 erläutert, die Dämpfungselementteile 245, 250 ebenso zusätzlich stoffschlüssig mit den Stegen 230, 235 verbunden sind.
In den Figuren 5 bis 17 weist die Haltevorrichtung 75 ein Bandmaterial auf. Dabei ist das Bandmaterial im Halteabschnitt 85 doppellagig geführt, wobei im Befestigungsabschnitt 90 der erste Steg 230 und der zweite Steg 235 in axialer Richtung entgegengesetzt auseinander ausgerichtet sind. Durch das Bandmaterial kann die Haltevorrichtung 75 auf einfache Weise mittels eines Stanzbiegeverfahrens hergestellt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Dämpfungsvorrichtung 45, 200, 300, 400 auch andersartig ausgebildet sein kann. Dabei können die Merkmale der in den Figuren 1 bis 17 gezeigten Ausführungsformen der Dämpfungsvorrichtung 45, 200, 300, 400 selbstverständlich miteinander kombiniert werden. Dabei ist insbesondere denkbar, dass die Dämpfungsvorrichtung 45, 200, 300, 400 auch am Pendelflansch 20 angeordnet ist.
Bezuqszeichenliste
Fliehkraftpendel
Drehachse
Pendelflansch
Erste Pendelmasse
Zweite Pendelmasse
Erste Kulissenführung
Zweite Kulissenführung
Dämpfungsvorrichtung (erste Ausführungsform)
Erstes Pendelmassenteil
Zweites Pendelmassenteil
Abstandsbolzen
Ausnehmung
Seitenfläche
Haltevorrichtung
Dämpfungselement
Halteabschnitt
Befestigungsabschnitt
Anschlagsfläche
Erste Innenfläche
Aufnahme
Erste Innenwand
Zweite Innenwand
Erste Durchgangsöffnung
Zweite Durchgangsöffnung
Durchgangsbolzen
Ausbuchtung
Zweite Innenfläche Dämpfungsvorrichtung
Erster Bereich
Zweiter Bereich
Dritter Bereich
Erstes Haltevorrichtungsteil
Zweite Haltevorrichtungsteil
Erster Steg
Zweiter Steg
245 Dämpfungselementteil
250 Dämpfungselementteil
300 Dämpfungsvorrichtung
305 Rastvorrichtung
310 Rastnase
315 Rastausnehmung
320 Einschnürung
325 Erster Dämpfungsabschnitt
330 Zweiter Dämpfungsabschnitt
335 Dritter Dämpfungsabschnitt
400 Dämpfungsvorrichtung
405 Formschlüssige Verbindung
410 Aussparung
415 Zapfen