Mehrkomponentenkartusche, Austraggerät für eine
Mehrkomponentenkartusche und System zum Mischen und Sprühen von fliessfahigen Komponenten
Die Erfindung betrifft eine Mehrkomponentenkartusche gemäss dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 , ein Austraggerät für eine
Mehrkomponentenkartusche gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 9 und ein System zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 1 .
In der WO 95/31 138 A1 und der EP 2 000 215 A2 wird ein System zum Ausbringen von fliessfähigen Komponenten mit einer
Mehrkomponentenkartusche und einem Austraggerät für die
Mehrkomponentenkartusche beschrieben. Das System weist zwei getrennte, parallel nebeneinander angeordnete Kartuschen zur Aufnahme zweier
Komponenten und einen separaten, zwischen den Kartuschen verlaufenden Druckluftkanal auf.
In der US 2004/0059283 A1 wird ein System zum Ausbringen von
fliessfähigen Komponenten mit einer Mehrkomponentenkartusche und einem Austraggerät für die Mehrkomponentenkartusche beschrieben. Das System weist zwei getrennte, parallel nebeneinander angeordnete Kartuschen zur Aufnahme zweier Komponenten und einen separaten, abschnittsweise parallel zu den Kartuschen verlaufenden Druckluftkanal auf.
In der US 201 1/0081499 A1 wird ein System zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten mit einer Mehrkomponentenkartusche und einem Austraggerät für die Mehrkomponentenkartusche beschrieben. Die
Mehrkomponentenkartusche weist einen ersten Behälter zur Aufnahme einer ersten Komponente und einen zweiten Behälter zur Aufnahme einer zweiten Komponente auf. Beide Behälter verfügen über je eine Kartuschen- Austrittsöffnung, über welche die Komponenten aus den Behältern austreten können. Die Mehrkomponentenkartusche kann in ein Aufnahmeelement des
Austraggeräts eingesetzt werden. Das Austraggerät weist ein erstes
Betätigungselement für einen ersten Kolben des ersten Behälters und ein zweites Betätigungselement für einen zweiten Kolben des zweiten Behälters auf. Mittels der Betätigungselemente können die Kolben in Richtung
Kartuschen-Austrittsöffnung verschoben und so die Komponenten aus den Behältern gedrückt werden. Über zwei flexible Schläuche werden die
Komponenten zu einer Mischvorrichtung geleitet. Die Mischvorrichtung verfügt über einen Handgriff zum Halten der Mischvorrichtung und über einen Sprühmischer, in welchem die Komponenten vor dem Versprühen vermischt werden. Der Mischvorrichtung wird über eine nicht weiter beschriebene Druckluftleitung Druckluft zugeführt, die über einen separaten, neben dem Sprühmischer verlaufenden Druckluftkanal zu einem distalen Mischer-Ende des Sprühmischers geführt wird. Unter Nutzung der Druckluft können die vermischten Komponenten aus einer Mischer-Aust ttsöffnung versprüht werden.
Derartige Systeme zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen
Komponenten werden insbesondere für das Aufbringen von Beschichtungen bei der Wartung von Schiffskörpern, Pipelines und Stahlkonstruktionen wie beispielsweise Brücken eingesetzt. Dabei ist es auch notwendig, schwer zugängliche Stellen zu beschichten. Bei der Beschichtung derartiger Stellen kann es dazu kommen, dass man mit Schläuchen oder Leitungen des
Beschichtungssystems an Vorsprüngen des zu beschichtenden Bauteils hängen bleibt. Dabei können zum einen die genannten Schläuche und Leitungen beschädigt werden, was zum Ausfall des Beschichtungssystems und damit zu Reparaturkosten und Verzögerungen bei den Wartungsarbeiten führt. Zum anderen muss ein Bediener des Beschichtungssystems an engen Stellen sehr vorsichtig und damit auch langsam arbeiten, was zu einem hohen Zeit- und damit auch Kostenaufwand bei der Verwendung des
Beschichtungssystems führen kann. Demgegenüber ist es insbesondere die Aufgabe der Erfindung, eine
Mehrkomponentenkartusche, ein Austraggerät für eine
Mehrkomponentenkartusche und ein System zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten vorzuschlagen, welches einfach handhabbar ist. Erfindungsgemäss wird die Aufgabe durch eine Mehrkomponentenkartusche mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , ein Austraggerät für eine
Mehrkomponentenkartusche mit den Merkmalen des Anspruchs 9 und ein System zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten mit den Merkmalen des Anspruchs 1 1 gelöst.
Die Mehrkomponentenkartusche weist einen entlang der Behälter geführten Kartuschen-Druckluftkanal mit einem Kartuschen-Drucklufteingang und einem Kartuschen-Druckluftausgang auf. Über den Kartuschen-Druckluftkanal kann Druckluft, welche insbesondere über eine Kopplung des Kartuschen- Drucklufteingangs mit einem Geräte-Druckluftausgang eines Austragsgeräts zugeführt wird, an den Kartuschen-Druckluftausgang geführt werden, welcher beispielsweise mit einem Mischer-Drucklufteingang eines nachgeordneten Sprühmischers verbunden werden kann.
Der Kartuschen-Druckluftkanal ist damit ein integraler Bestandteil der
Mehrkomponentenkartusche. Es ist also kein separater Druckluftschlauch notwendig, mit dem die Druckluft zum Sprühmischer geleitet wird. Die
Mehrkomponentenkartusche und damit auch das ganze System zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten weist damit wenige separate Bauteile wie beispielsweise Schläuche auf, die sich irgendwo verhaken können. Damit ist die Gefahr, dass das System zum Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten, in welchem die erfindungsgemässe
Mehrkomponentenkartusche eingesetzt wird, während des Betriebs beschädigt wird, sehr gering.
Erfindungsgemäss sind der erste Behälter, der zweite Behälter und der Kartuschen-Druckluftkanal einstückig ausgeführt. Damit ist bei der Herstellung der Mehrkomponentenkartusche keine separate Montage der beiden Behälter und des Kartuschen-Druckluftkanals notwendig. Damit wird eine
kostengünstige Herstellung der Mehrkomponentenkartusche ermöglicht.
Ausserdem besteht die Mehrkomponentenkartusche aus nur einem Teil, was einen einfachen Transport, eine einfache Lagerhaltung und ein einfaches Einsetzen in ein Austraggerät ermöglicht.
Die Mehrkomponentenkartusche kann auch mehr als zwei, beispielsweise drei oder vier Behälter mit Komponenten aufweisen, die vermischt und versprüht werden können. Unter„Druckluft" ist hier ein gasförmiges
Zerstäubungsmedium zu verstehen. Bei dem Zerstäubungsmedium handelt es sich insbesondere um Luft, es kann aber auch beispielsweise ein Inertgas, wie beispielsweise Stickstoff oder Kohlendioxid verwendet werden. Der Sprühmischer kann als so genannter dynamischer Mischer und insbesondere als ein so genannter statischer Mischer ausgeführt sein. Ein dynamischer Mischer weist ein rotierendes Mischelement zum Mischen der Komponenten auf; ein statischer Mischer weist ein fest stehendes Mischelement auf, welches durch seine spezielle Geometrie eine effiziente Mischung der Komponenten ermöglicht.
In Ausgestaltung der Erfindung ist der erste Behälter zylinderförmig
ausgeführt und weist eine erste Zylinderachse auf und der zweite Behälter ist ebenfalls zylinderförmig ausgeführt und weist eine zweite Zylinderachse auf, wobei die beiden Behälter achsparallel nebeneinander angeordnet sind. Die Mehrkomponentenkartusche ist damit als eine so genannte Side-by-Side- Kartusche ausgeführt. Der Kartuschen-Druckluftkanal ist zwischen der ersten und zweiten Zylinderachse angeordnet. Unter„zwischen" ist in diesem Sinne nicht zu verstehen, dass der Kartuschen-Druckluftkanal auf einer
Verbindungslinie zwischen den beiden Zylinderachsen angeordnet ist. Er kann auch in einem Abstand von der genannten Verbindungslinie angeordnet sein. Der Kartuschen-Druckluftkanal kann insbesondere mit beiden Behältern verbunden und damit fixiert sein. Der erste Behälter und der zweite Behälter sind insbesondere so angeordnet, dass sich zwischen ihnen eine parallel zu den Zylinderachsen verlaufende Kerbe ausbildet. Die beiden Behälter sind also in einem möglichst geringen Abstand zueinander angeordnet. Der Kartuschen-Druckluftkanal ist dann in der genannten Kerbe angeordnet. Der Kartuschen-Druckluftkanal ist in diesem Fall besonders geschützt zwischen den beiden Behältern angeordnet, so dass die Gefahr, dass sich der Kartuschen-Druckluftkanal irgendwo
verhakt, besonders gering ist. Dies ist insbesondere deshalb der Fall, da der Kartuschen-Druckluftkanal üblicherweise einen viel geringeren Durchmesser als die beiden Behälter aufweist und er so vollständig in der genannten Kerbe angeordnet werden kann. In Ausgestaltung der Erfindung weisen der erste Behälter und der zweite Behälter Füllöffnungen auf, welche nach erfolgter Füllung mit der jeweiligen Komponente mit dem Kolben zum Austragen der Komponenten verschlossen werden. Die beiden Füllöffnungen und der Kartuschen-Drucklufteingang sind in einer Ebene angeordnet. Damit ist ein besonders einfacher Anschluss an das Austraggerät möglich, da die zugehörigen Anschlüsse auch in einer Ebene angeordnet werden können. Ausserdem ist die
Mehrkomponentenkartusche in diesem Fall besonders einfach zu fertigen.
In Ausgestaltung der Erfindung sind der erste Behälter, der zweite Behälter und der Kartuschen-Druckluftkanal aus Kunststoff ausgeführt. Damit weist die Mehrkomponentenkartusche ein besonders geringes Gewicht auf und ist ausserdem kostengünstig herzustellen. Die Bauteile können beispielsweise aus Polypropylen, Polyamid, Polycaprolactam (Polyamid 6) oder
Polybutylenterephthalat bestehen. Es sind aber auch andere geeignete Kunststoffe möglich. Die Herstellung des einstückigen Bauteils erfolgt insbesondere mittels eines Spritzgussverfahrens. Es kann damit einfach in sehr grossen Stückzahlen und besonders kostengünstig hergestellt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung weist die Mehrkomponentenkartusche einen Kartuschen-Ausgangsanschluss auf, an welchem ein Sprühmischer zum Mischen der Komponenten anschliessbar ist. Der Kartuschen- Ausgangsanschluss umschliesst die wenigstens eine Kartuschen- Austrittsöffnung und zusätzlich den Kartuschen-Druckluftausgang. Damit können über den einen Kartuschen-Ausgangsanschluss sowohl die
Verbindungen für die zu mischenden Komponenten, als auch die Verbindung für die Druckluft hergestellt werden, was eine besonders einfache
Handhabung der Mehrkomponentenkartusche ermöglicht, da der
Sprühmischer und die Druckluft in einem Arbeitsschritt angeschlossen werden
können. Dazu ist ein besonders ausgestalteter Sprühmischer notwendig, der einen Mischer-Druckluftkanal mit einem Mischer-Drucklufteingang und einem Mischer-Druckluftausgang aufweist.
In Ausgestaltung der Erfindung weist der Kartuschen-Ausgangsanschluss getrennte Behälter-Aust ttsöffnungen für den ersten und den zweiten
Behälter auf. Damit wird eine besonders effektive Durchmischung der beiden Komponenten in dem nachgeordneten Sprühmischer ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss auch durch ein Austraggerät für eine Mehrkomponentenkartusche mit einem Aufnahmeelement für eine
Mehrkomponentenkartusche mit einem ersten Behälter zur Aufnahme einer ersten fliessfähigen Komponente und einem zweiten Behälter zur Aufnahme einer zweiten fliessfähigen Komponente gelöst. Das Austraggerät verfügt über ein erstes Betätigungselement für einen ersten Kolben des ersten Behälters und ein zweites Betätigungselement für einen zweiten Kolben des zweiten Behälters. Es weist ausserdem einen Geräte-Druckluftkanal mit einem
Geräte-Drucklufteingang und einem Geräte-Druckluftausgang auf, welcher so ausgeführt ist, dass er mit einem Kartuschen-Drucklufteingang der
Mehrkomponentenkartusche verbunden werden kann.
Insbesondere weist das erste Betätigungselement eine erste
Betätigungsstange und das zweite Betätigungselement eine zweite
Betätigungsstange auf, wobei der Geräte-Druckluftausgang zwischen der ersten Betätigungsstange und der zweiten Betätigungsstange angeordnet ist. Unter„zwischen" ist in diesem Sinne nicht zu verstehen, dass der Geräte- Druckluftausgang auf einer Verbindungslinie zwischen den beiden
Betätigungsstangen angeordnet ist. Er kann auch in einem Abstand von der genannten Verbindungslinie angeordnet sein.
Die Aufgabe wird ausserdem erfindungsgemäss durch ein System zum
Mischen und Sprühen von fliessfähigen Komponenten gelöst. Das System verfügt über eine Mehrkomponentenkartusche mit einem ersten Behälter zur Aufnahme einer ersten Komponente, einem zweiten Behälter zur Aufnahme
einer zweiten Komponente und wenigstens einer Austrittsöffnung, über welche die Komponenten aus den Behältern austreten können. Das System weist ausserdem ein Austraggerät auf, mit einem Aufnahmeelement für die Mehrkomponentenkartusche, einem ersten Betätigungselement für einen ersten Kolben des ersten Behälters und einem zweiten Betätigungselement für einen zweiten Kolben des zweiten Behälters. Zusätzlich verfügt das System über einen mit der Austrittsöffnung der Mehrkomponentenkartusche verbundenen Sprühmischer. Die Mehrkomponentenkartusche weist einen Kartuschen-Druckluftkanal mit einem Kartuschen-Drucklufteingang und einem Kartuschen-Druckluftausgang auf und das Austraggerät verfügt über einen Geräte-Druckluftkanal mit einem Geräte-Drucklufteingang und einem Geräte- Druckluftausgang, wobei der Kartuschen-Drucklufteingang und der Geräte- Druckluftausgang so ausgeführt sind, dass sie dann, wenn die
Mehrkomponentenkartusche in das Aufnahmeelement des Austragsgeräts eingesetzt ist, miteinander verbunden sind.
Der Sprühmischer kann dabei insbesondere direkt an den Kartuschen- Ausgangsanschluss der Mehrkomponentenkartusche angeschlossen werden. Es ist aber auch möglich, dass die Verbindung mittels eines geeigneten Verbindungselements, beispielsweise in Form von passenden Schläuchen erfolgt.
Der Mischer-Drucklufteingang ist insbesondere am Mischer-Anfang
angeordnet. Damit erstreckt sich der Mischer-Druckluftkanal vom Mischer- Anfang zum Mischer-Ende entlang des Sprühmischers. Im Betrieb des Sprühmischers ist dieser an der Mehrkomponentenkartusche angeordnet und ragt von dieser weg. Durch die Anordnung des Mischer-Drucklufteingangs am Mischer-Anfang ist keine Druckluftzuführung zum Mischer-Ende und damit kein Schlauch zum Mischer-Ende notwendig. Damit kann der Sprühmischer auch in enge Zwischenräume eingeführt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich ein Druckluftschlauch irgendwo verhakt. Innerhalb des Mischeraussengehäuses ist insbesondere ein
Mischerinnengehäuse angeordnet, welches das Mischelement aufnimmt. Der Mischer-Druckluftkanal ist zwischen Mischerinnengehäuse und
Mischeraussengehäuse ausgebildet. Das Mischeraussengehäuse und das
Mischerinnengehäuse sind also so ausgeführt, dass sich im montierten Zustand zwischen beiden ein Zwischenraum ausbildet, der als Mischer- Druckluftkanal genutzt wird. Damit ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau des Sprühmischers. Es ist aber auch möglich, dass der Druckluftkanal anders ausgeführt ist. Er kann beispielsweise als ein separates Rohr ausgeführt sein, das parallel zum Mischeraussengehäuse verläuft.
In Ausgestaltung der Erfindung weist der Sprühmischer einen am Mischer- Anfang angeordneten Mischer-Eingangsanschluss auf, welcher an den Kartuschen-Ausgangsanschluss einer Mehrkomponentenkartusche anschliessbar ist. Der Mischer-Eingangsanschluss verfügt über wenigstens eine Mischer-Eintrittsöffnung, über welche die Komponenten zugeführt werden können. Er umfasst ausserdem den Mischer-Drucklufteingang. Damit können über den einen Mischer-Eingangsanschluss sowohl die Verbindungen für die zu mischenden Komponenten, als auch die Verbindung für die
Druckluft hergestellt werden, was eine besonders einfache Handhabung des Sprühmischers ermöglicht, da zum Anschliessen des Sprühmischers an die Mehrkomponentenkartusche nur ein Arbeitsschritt notwendig ist.
Der Mischer-Eingangsanschluss ist insbesondere in Richtung der Mischer- Längsachse orientiert. Darunter ist zu verstehen, dass die Komponenten und die Druckluft in Richtung der Mischer-Längsachse durch den Mischer- Eingangsanschluss fliessen. Damit wird ein besonders kompakter Aufbau des Sprühmischers erreicht.
Das Mischelement ist insbesondere als ein statisches Mischelement ausgeführt. Im Gegensatz zu einem dynamischen Mischer, welcher ein rotierendes Mischelement zum Mischen der Komponenten aufweist, verfügt ein statischer Mischer über ein fest stehendes Mischelement, welches durch seine spezielle Geometrie eine effiziente Mischung der Komponenten
ermöglicht. Dies ermöglicht einen besonders kostengünstigen Aufbau des Sprühmischers.
Das Mischelement und der Mischer-Eingangsanschluss sind insbesondere einstückig ausgeführt. Damit weist der Sprühmischer besonders wenige Einzelteile auf, was seine Herstellung und seine Montage besonders einfach und kostengünstig macht.
Es ist aber auch möglich, dass das Mischelement und der Mischer- Eingangsanschluss als zwei getrennte Bauteile ausgeführt sind.
Das Mischeraussengehäuse, das Mischerinnengehäuse und das
Mischelement sind insbesondere aus Kunststoff ausgeführt. Damit weist der Sprühmischer ein besonders geringes Gewicht auf und ist ausserdem kostengünstig herzustellen. Dazu können ebenfalls die oben genannten Kunststoffe verwendet werden.
Die Herstellung des Mischeraussengehäuses, des Mischerinnengehäuses und des Mischelements erfolgt insbesondere mittels eines
Spritzgussverfahrens. Die Bauteile können damit einfach in sehr grossen Stückzahlen und besonders kostengünstig hergestellt werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen, in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Mehrkomponentenkartusche zur Aufnahme von
fliessfähigen Komponenten mit aufgestecktem Sprühmischer, Fig. 2 einen an eine Mehrkomponentenkartusche angeschlossenen
Sprühmischer und
Fig. 3 ein Austraggerät für eine Mehrkomponentenkartusche aus Fig. 1
Gemäss Fig. 1 weist eine Mehrkomponentenkartusche 10 einen ersten Behälter 1 1 zur Aufnahme einer ersten Komponente und einen zweiten Behälter 12 zur Aufnahme einer zweiten Komponente auf. Der erste und der zweite Behälter 1 1 , 12 haben eine zylinderförmige Grundform mit einer ersten Zylinderachse 13 und einer zweiten Zylinderachse 14. Die beiden Behälter 1 1 , 12 sind achsparallel nebeneinander angeordnet. Die Behälter 1 1 , 12 sind miteinander verbunden und weisen einen minimalen Abstand zueinander auf. Damit ergibt sich zwischen den beiden Behältern eine Kerbe 15, die parallel zu den beiden Zylinderachsen 13, 14 verläuft. Die
Mehrkomponentenkartusche 10 ist damit als eine so genannte Side-by-Side- Kartusche ausgeführt. Die Behälter 1 1 , 12 der Mehrkomponentenkartusche 10 weisen einen selben Durchmesser auf. Ein Mischungsverhältnis der Komponenten beim Austragen aus den Behältern 1 1 , 12 beträgt damit 1 :1 . Es sind aber auch andere Durchmesser- und damit Mischungsverhältnisse, wie beispielsweise 1 :2, 1 :4, 1 :10 oder höher möglich.
An einer Stirnseite der Behälter 1 1 , 12 weisen diese jeweils eine Füllöffnung 16, 17 auf, die sich über die gesamte Stirnseite der Behälter 1 1 , 12 erstreckt. Über die Füllöffnungen 16, 17 können die Behälter 1 1 , 12 mit einer
entsprechenden fliessfähigen Komponente befüllt werden. Die Füllöffnungen 16, 17 sind in der Darstellung der Fig. 1 mit jeweils einem Kolben 18, 19 verschlossen. Die Kolben 18, 19 werden nach dem Befüllen der Behälter 1 1 , 12 eingesetzt. Durch Verschieben der Kolben 18, 19 von den Füllöffnungen 16, 17 weg können die Komponenten über zwei Kartuschen- Austrittsöffnungen, die auf einer den Füllöffnungen 16, 17 gegenüber liegenden Seite der Mehrkomponentenkartusche 10 angeordnet sind, ausgetragen werden. Die Kartuschen-Aust ttsöffnungen sind in der
Darstellung der Fig. 1 nicht zu sehen.
In der Kerbe 15 zwischen den beiden Behältern 1 1 , 12 verläuft ein
Kartuschen-Druckluftkanal 20. Der Kartuschen-Druckluftkanal 20 weist einen kreisrunden Querschnitt auf und verläuft von einem Kartuschen- Drucklufteingang 21 zu einem in der Fig. 1 nicht dargestellten Kartuschen-
Druckluftausgang. Der Kartuschen-Drucklufteingang 21 ist in einer Ebene mit den Füllöffnungen 16, 17 der Behälter 1 1 , 12 angeordnet. Der Kartuschen- Druckluftausgang befindet sich im Bereich der Kartuschen-Austrittsöffnungen. Der Kartuschen-Druckluftkanal 20 verläuft damit über die gesamte Länge der Behälter 1 1 , 12 und damit auch der Mehrkomponentenkartusche 10.
Der erste Behälter 1 1 , der zweite Behälter 12 und der Druckluftkanal 20 sind einstückig ausgeführt. Ausserdem sind für die nicht dargestellten Kartuschen- Austrittsöffnungen und den Kartuschen-Druckluftausgang ebenfalls keine separaten Bauteile notwendig, so dass damit die gesamte
Mehrkomponentenkartusche 10 einstückig ausgeführt ist. Die
Mehrkomponentenkartusche 10 wird mittels eines Spritzgussverfahrens aus Kunststoff hergestellt. Dazu kann beispielsweise Polypropylen, Polyamid, Polycaprolactam (Polyamid 6) oder Polybutylenterephthalat verwendet werden. Auf der den Füllöffnungen 16, 17 gegenüber liegenden Seite der
Mehrkomponentenkartusche 10 ist ein Sprühmischer 22 angeordnet. Der Sprühmischer 22 ist über einen in der Fig. 1 nicht dargestellten Kartuschen- Ausgangsanschluss so an die Mehrkomponentenkartusche 10
angeschlossen, dass Verbindungen zu den Kartuschen-Austrittsöffnungen und zum Kartuschen-Druckluftausgang bestehen. Mit dem Sprühmischer 22 werden die aus den Behältern 1 1 , 12 ausgetragenen Komponenten vermischt und mittels der über den Kartuschen-Druckluftkanal 20 zugeführten Druckluft zerstäubt und versprüht. Der Aufbau des Sprühmischers 22 ist in Fig. 2 genauer dargestellt. Der Sprühmischer 22 zum Mischen und Sprühen von mindestens zwei fliessfähigen Komponenten ist in der Fig. 2 in einer Schnittdarstellung dargestellt. Der Schnitt verläuft bezüglich der Fig. 1 zwischen den beiden Behältern 1 1 , 12 parallel zu den Zylinderachsen 13, 14. In der Fig. 2 ist ausserdem noch ein kleiner Teil der Mehrkomponentenkartusche 10 dargestellt. Ein Teil des Behälters 1 1 der Mehrkomponentenkartusche 10, der hinter der Schnitteebene liegt, ist zum besseren Verständnis gepunktet dargestellt.
Der Sprühmischer 22 verfügt über ein hauptsächlich rohrförmiges
Mischeraussengehause 23, das sich in Richtung einer Mischer-Längsachse 24 von einem Mischer-Anfang 25 bis zu einem distalen Mischer-Ende 26 erstreckt. Am Mischer-Anfang 25 ist der Sprühmischer 22 mit der
Mehrkomponentenkartusche 10 verbunden.
Das Mischeraussengehäuse 23 weist in einem mittleren Bereich einen konstanten Querschnitt auf und verjüngt sich ein wenig zum Mischer-Ende 26 hin. Auf der gegenüberliegenden Seite zum Mischer-Anfang 25 weitet sich das Mischeraussengehäuse 23 auf und bildet einen Teil eines Mischer- Eingangsanschlusses 27, mittels welchem der Sprühmischer 22 an einen Kartuschen-Ausgangsanschluss 28 der Mehrkomponentenkartusche 10 angeschlossen ist.
Innerhalb des Mischeraussengehäuses 23 ist ein Mischerinnengehäuse 29 angeordnet, welches eine der Kontur des Mischeraussengehäuses 23 korrespondierende Aussenkontur aufweist, so dass sich zwischen dem Mischeraussengehäuse 23 und dem Mischerinnengehäuse 29 ein
ringförmiger Hohlraum ergibt, der als ein Mischer-Druckluftkanal 30 dient. Dem Mischer-Druckluftkanal 30 kann über einen Mischer-Drucklufteingang 31 , der ebenfalls einen Teil des Mischer-Eingangsanschlusses 27 bildet, Druckluft zugeführt werden. Der Mischer-Drucklufteingang 31 ist damit am Mischer-Anfang 25 angeordnet. Die Druckluft wird über den Mischer- Druckluftkanal 30 zu einem Mischer-Druckluftausgang 32 geleitet, der sich am Mischer-Ende 26 befindet.
Innerhalb des Mischerinnengehäuses 29 ist ein statisches Mischelement 33 angeordnet, das zum Mischen der beiden Komponenten dient. Das
Mischelement 33 ist einstückig mit einer Mischer-Eintrittsöffnung 34 ausgeführt, über welche eine erste Komponente dem Sprühmischer 22 zugeführt werden kann. Das Mischelement 33 weist noch eine zweite
Mischer-Eintrittsöffnung auf, über die eine zweite Komponente zugeführt werden kann. Diese liegt aber nicht in der dargestellten Schnittebene,
weshalb diese zweite Mischer-Eintrittsöffnung in der Fig. 2 nicht dargestellt ist. Die Mischer-Eintrittsöffnung 34 weist einen kreisrunden Querschnitt auf und bildet ebenfalls einen Teil des Mischer-Eingangsanschlusses 27.
Die beiden Mischer-Eintrittsöffnungen sind mit korrespondierenden
Kartuschen-Austrittsöffnungen verbunden, wobei in der Fig. 2 nur eine Kartuschen-Austrittsöffnung 36 zu sehen ist, die mit der Mischer- Eintrittsöffnung 34 verbunden ist. Die Kartuschen-Austrittsöffnung 36 ist Teil des Kartuschen-Ausgangsanschlusses 28.
Am Mischer-Ende 26 weist das Mischerinnengehäuse 29 eine Mischer- Austrittsöffnung 35 auf, über welche die durch das Mischelement 33 gemischten Komponenten das Mischerinnengehäuse 29 verlassen können. Der Mischer-Druckluftausgang 32 ist um die Mischer-Austrittsöffnung 35 herum angeordnet. Damit werden die aus der Mischer-Austrittsöffnung 35 austretenden gemischten Komponenten vernebelt und versprüht. Im Bereich der Mischer-Austrittsöffnung 35 und des Mischer-Druckluftausgangs 32 können auch zusätzlich Nuten oder ähnliches angeordnet sein, die für eine Verwirbelung der Druckluft und damit zu einer effektiven Vernebelung der gemischten Komponenten sorgen.
Der Mischer-Drucklufteingang 31 ist mit einem Kartuschen-Druckluftausgang 37 der Mehrkomponentenkartusche 10 verbunden, welcher vom Kartuschen- Druckluftkanal 20 mit Druckluft versorgt. Der Kartuschen-Druckluftkanal 20 knickt dazu in Richtung Mischer-Längsachse 24 ab. Der Mischer- Drucklufteingang 31 und der Kartuschen-Druckluftausgang 37 weisen einen ringförmigen Querschnitt auf und sind um die Mischer-Eintrittsöffnungen 34 und Kartuschen-Austrittsöffnungen 36 angeordnet. Der Mischer- Drucklufteingang 31 ist dabei ein Teil des Mischer-Eingangsanschlusses 27 und der Kartuschen-Druckluftausgang 37 ein Teil des Kartuschen- Ausgangsanschlusses 28.
Die Komponenten und die Druckluft strömen vom Kartuschen- Ausgangsanschluss 28 zum Mischer-Eingangsanschluss 27 entlang der
Mischer-Längsachse 24. Sie sind damit in Richtung der Mischer-Längsachse 24 orientiert.
Die Verbindung zwischen dem Mischer-Eingangsanschluss 27 und dem Kartuschen-Ausgangsanschluss 28 wird durch eine Überwurfmutter 38 gesichert, die um den Mischer-Drucklufteingang 31 und den Kartuschen- Druckluftausgang 37 herum angeordnet ist. Statt der Überwurfmutter sind auch andere Sicherungen, wie beispielsweise ein Bajonett-Verschluss möglich.
Die einzelnen Bauteile des Sprühmischers 22 werden mittels eines
Spritzgussverfahrens aus Kunststoff hergestellt. Dazu kann beispielsweise ebenfalls Polypropylen, Polyamid, Polycaprolactam (Polyamid 6) oder Polybutylenterephthalat verwendet werden.
Um die Komponenten aus den Behältern 1 1 , 12 der
Mehrkomponentenkartusche 10 auszutragen, wird die
Mehrkomponentenkartusche 10 in ein Austraggerät eingesetzt. In der Fig. 3 ist schematisiert ein Austraggerät 40 in einer Schnittdarstellung dargestellt. Das Austraggerät 40 verfügt über ein Aufnahmeelement 41 zur Aufnahme einer Mehrkomponentenkartusche. Das Aufnahmeelement 41 weist einen rechteckigen Querschnitt auf. Über eine nicht dargestellte Öffnung des Aufnahmeelements 41 kann eine Mehrkomponentenkartusche von oben in das Aufnahmeelement 41 eingesetzt werden. An einer Vorderseite 42 des Austraggeräts 40 weist das Aufnahmeelement 41 eine Öffnung 43 auf, welche so positioniert ist, dass der Kartuschen-Ausgangsanschluss der
Mehrkomponentenkartusche durch die Öffnung 43 hindurch ragen kann.
Das Austraggerät 40 weist ein erstes Betätigungselement 44 und ein zweites Betätigungselement 45 auf. Das erste Betätigungselement 44 ist so angeordnet, dass es bei eingesetzter Mehrkomponentenkartusche den Kolben des ersten Behälters verschieben und damit betätigen kann. Das zweite Betätigungselement 45 ist so angeordnet, dass es bei eingesetzter Mehrkomponentenkartusche den Kolben des zweiten Behälters verschieben und damit betätigen kann. Die beiden Betätigungselemente 44, 45 weisen
jeweils eine Betätigungsstange 46, 47 auf, die mittels Druckluft in Richtung der Öffnung 43 verschoben werden können.
Zwischen den beiden Betätigungsstangen 46, 47, aber in einer anderen Ebene angeordnet, weist das Austraggerät 40 einen Geräte-Druckluftausgang 48 auf. Da der Geräte-Druckluftausgang 48 in einer anderen Ebene angeordnet ist, ist er in der Fig. 3 gestrichelt dargestellt. Der Geräte- Druckluftausgang 48 ist so angeordnet, dass er bei eingesetzter
Mehrkomponentenkartusche mit dem Kartuschen-Drucklufteingang
verbunden ist. Der Geräte-Druckluftausgang 48 ist mittels eines Geräte- Druckluftkanals 49 mit einem Geräte-Drucklufteingang 50 verbunden. Über den Geräte-Drucklufteingang 50 kann das Austraggerät 40 an eine übliche Druckluftversorgung angeschlossen werden.
Der Geräte-Drucklufteingang 50 ist an einem Geräte-Griff 51 angeordnet, der mit dem Aufnahmeelement 41 verbunden ist. Der Geräte-Griff 51 dient dazu, dass ein Bediener das Austraggerät 40 sicher halten kann. Ausserdem ist am Austraggerät 51 ein Aktivierungsknopf 52 angeordnet, mittels welchem der Bediener das Austragen, Mischen und Sprühen der Komponenten auslösen kann.