Beschreibung
Strahlungsdetektor und bildgebendes System
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Strahlungsdetektor, mit dessen Hilfe eine elektromagnetische Strahlung, insbesondere Röntgen- bzw. Gammastrahlung, erfasst werden kann. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein bildgebendes System, umfassend einen solchen Strahlungsdetektor.
Bildgebende Systeme der Medizintechnik spielen heutzutage eine zunehmend bedeutende Rolle. Derartige Systeme werden dazu eingesetzt, zwei- oder dreidimensionale Bilddaten von Organen und Strukturen des menschlichen Körpers zu erzeugen, was zum Beispiel zur Diagnose von Krankheitsursachen, zur Durchführung von Operationen und zur Vorbereitung therapeutischer Maßnahmen herangezogen werden kann. Die Bilddaten können auf der Grundlage von Messsignalen erzeugt werden, welche mit Hilfe eines Strahlungsdetektors gewonnen werden.
Dies ist zum Beispiel der Fall bei Röntgen- und Computertomographie-Systemen (CT) . Bei derartigen Systemen wird der Körper bzw. ein Körperabschnitt eines zu untersuchenden Patienten mittels Röntgenstrahlung durchstrahlt, welche von einer Strahlungsquelle erzeugt wird. Der nicht absorbierte, trans- mittierte Strahlungsanteil wird mit einem Detektor erfasst.
Ein weiteres Beispiel ist eine Bilderzeugung mit Hilfe von Radionukliden, wie sie bei Positronen-Emissions-Tomographie- Systemen (PET) und Single-Photon-Emissions-Computer- Tomographie-Systemen (SPECT) zum Einsatz kommt. Hierbei wird dem zu untersuchenden Patienten ein Radiopharmakon injiziert, welches entweder direkt (SPECT) oder indirekt (PET) durch Emission von Positronen Gamma-Quanten erzeugt. Die Gammastrahlung wird mit einem entsprechenden Strahlungsdetektor erfasst .
Detektoren, welche zum energieaufgelösten Erfassen bzw. „Zählen" von Strahlungsquanten einsetzbar sind, können nach unterschiedlichen Messprinzipien arbeiten. Eine Strahlungserfassung kann entweder auf direkte Weise, d.h. durch direkte Umwandlung der Strahlungsenergie in elektrische Energie, oder auf indirekte Weise erfolgen. Bei der letztgenannten Variante kommt in der Regel ein sogenannter Szintillator zum Einsatz, welcher unter Einwirkung einer zu detektierenden Strahlung angeregt wird und die Anregungsenergie unter Aussendung einer niederenergetischeren elektromagnetischen Strahlung wieder abgibt. Lediglich die von dem Szintillator ausgesendete Strahlung wird hierbei in elektrische Messsignale umgesetzt. Im medizinischen Bereich verwendete und gemäß diesen Messprinzipien arbeitende, flächig aufgebaute Detektoren (sogenannte „Flachdetektoren") sind zum Beispiel in M. Spahn, „Fiat detectors and their clinical applications" , Eur Radiol (2005), 15: 1934 - 1947, beschrieben.
Das Umsetzen der von einem Szintillator ausgehenden Strahlung in ein elektrisches Signal kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Neben einer Verwendung eines mit einer Photokathode versehenen Photomultipliers in Form einer evakuierten Elektronenröhre besteht ein derzeit gängiges Konzept darin, einen sogenannten Silizium-Photomultiplier („SiPM") einzusetzen. Hierbei handelt es sich um eine auf einem gemeinsamen Substrat ausgebildete Matrix-Anordnung aus Lawinenphotodioden („avalanche photodiode", APD), bei welchen durch einfallende Photonen Elektronen erzeugt, und diese lawinenartig vervielfacht werden.
Ein Nachteil von Silizium-Photomultipliern besteht jedoch da- rin, dass nur ein Teil der für die Bestrahlung zur Verfügung stehenden Gesamtfläche als sensitive bzw. „aktive" Fläche genutzt werden kann. Ursache hierfür ist, dass zwischen den ak- tiven bzw. strahlungssensitiven Bereichen auch insensitive Bereiche existieren, in welchen Widerstände und Signalleitun- gen bzw. Verdrahtungsstrukturen angeordnet sind. Ein Silizi- um-Photomultiplier weist daher ein relativ geringes Verhält-
nis aus aktiver Fläche zu (bestrahlter) Gesamtfläche auf, welches auch als „Füllfaktor" bezeichnet wird. Nachteilig ist des Weiteren ein im Betrieb auftretendes Rauschen, sowie eine relativ hohe Dunkelrate bzw. Dunkelzählung („dark count"), d.h. das auch ohne Bestrahlung eine Signalerzeugung stattfindet .
Ein Detektor mit Szintillator und Silizium-Photomultiplier ist üblicherweise derart ausgebildet, dass der Silizium- Photomultiplier einer Stirnseite bzw. Rückseite des Szintil- lators gegenüberliegt. Eine entgegen gesetzte Stirnseite bzw. Vorderseite des Szintillators ist der zu detektierenden Strahlung zugewandt. Hierdurch kann der Silizium- Photomultiplier nur denjenigen Anteil der in dem Szintillator umgesetzten Strahlung erfassen, welcher an dessen Rückseite austritt. Ausgehend von dem jeweiligen Anregungs- bzw. Wechselwirkungsort in dem Szintillator wird die Szintillati- onsstrahlung jedoch nicht nur in Richtung der Rückseite, sondern auch in andere Richtungen abgestrahlt. Darüber hinaus unterliegt die Strahlung Verlustprozessen wie Reflexion, Absorption und Streuung. Insbesondere bei Szintillatoren mit einem hohen Aspektverhältnis, d.h. einem hohen Verhältnis aus Höhe zu Breite, wie es zum Beispiel der Fall bei einem PET- System sein kann, sind die Verluste daher relativ hoch. Im Falle eines Aspektverhältnisses größer als 7:1 kann der Anteil der aus einem Szintillator austretenden Strahlung lediglich 40-60% der erzeugten Gesamtstrahlung betragen. Zur Kompensation der Verluste kann zwar eine höhere Intensität der einfallenden Strahlung vorgesehen werden, wodurch ein Patient jedoch auch einer erhöhten Strahlungsdosis ausgesetzt wird.
Von Nachteil ist des Weiteren, dass sich anhand der an der Rückseite eines Szintillators austretenden Strahlung ein Wechselwirkungsort einer einfallenden Strahlung in dem Szintillator nicht oder nur sehr schwer erfassen lässt. Auch kann keine Information über die Höhe bzw. Tiefe einer Wechselwirkung in dem Szintillator gewonnen werden. Derartige Nachteile
beschränken daher die Auflösung eines mit einem solchen Detektoraufbau versehenen bildgebenden Systems.
Zur Bildverstärkung und zur Elektronenvervielfachung ist ferner der Einsatz von sogenannten Mikrokanalplatten („micro Channel plate", MCP) bekannt, welche eine Vielzahl an Kanälen aufweisen. Im Betrieb wird eine längs der Kanäle anliegende elektrische Spannung erzeugt, wodurch eintretende Elektronen innerhalb der Kanäle beschleunigt und durch Stöße mit den Kanalwänden vervielfacht werden können. Eine Verwendung einer Mikrokanalplatte in Zusammenhang mit einem Bildverstärker ist beispielsweise in US 2009/0256063 AI beschrieben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Lösung für eine verbesserte Strahlungserfassung im medizinischen Bereich anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch einen Strahlungsdetektor gemäß Anspruch 1 und durch ein bildgebendes System gemäß Anspruch 12 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß wird ein Strahlungsdetektor vorgeschlagen, welcher einen Szintillator zum Erzeugen einer elektromagnetischen Strahlung unter Einwirkung einer einfallenden Strahlung aufweist. Der Szintillator weist zwei sich gegenüberliegende Stirnseiten, und eine Seitenwand zwischen den Stirnseiten auf. Der Strahlungsdetektor weist des Weiteren einen auf der Seitenwand des Szintillators angeordneten Photokathodenabschnitt zum Erzeugen von Elektronen unter Einwirkung der von dem Szintillator erzeugten elektromagnetischen Strahlung, eine Mikrokanalplatte mit einer Mehrzahl an Kanälen zum Vervielfachen der von dem Photokathodenabschnitt erzeugten Elektronen, und eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen der mit der Mikrokanalplatte vervielfachten Elektronen auf.
Im Betrieb des Strahlungsdetektors kann der Szintillator mit einer der Stirnseiten der zu detektierenden Strahlung (insbe-
sondere Röntgen- bzw. Gammastrahlung) zugewandt sein. Die durch die einfallende Strahlung in dem Szintillator erzeugte und zu dessen Seitenwand kommende elektromagnetische Strahlung (beispielsweise sichtbares oder ultraviolettes Licht) kann unmittelbar von dem an dieser Stelle angeordneten Photokathodenabschnitt aufgenommen bzw. absorbiert, und damit auf direkte und schnelle Weise in Elektronen umgesetzt werden. Die Seitenwand kann im Vergleich zu den Stirnseiten des Szin- tillators einen relativ großen Flächeninhalt aufweisen, wodurch ein großer Teil der in dem Szintillator umgesetzten Strahlung für die Erzeugung von Elektronen genutzt werden kann. Dies gilt insbesondere bei einer möglichen Ausgestaltung des Szintillators mit einem hohen Aspektverhältnis. Aufgrund dieser Eigenschaften kann der Strahlungsdetektor eine hohe Zeitauflösung und einen hohen Wirkungsgrad aufweisen.
Von Vorteil ist des Weiteren, dass der Strahlungsdetektor gegenüber einem herkömmlichen Detektor mit Silizium- Photomultiplier ein (wesentlich) geringeres Rauschen sowie eine geringere Dunkelrate aufweisen kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ohne Strahlung des Szintillators keine Elektronen von dem Photokathodenabschnitt erzeugt werden, und infolgedessen (im Wesentlichen) keine Elektronenvervielfach- fachung in der Mikrokanalplatte stattfindet. Auch kann die zur Elektronenvervielfachung eingesetzte Mikrokanalplatte mit einer hohen Porosität ausgebildet werden, wodurch die Mikrokanalplatte einen hohen Füllfaktor (Verhältnis aus aktiver Fläche zu bestrahlter Gesamtfläche) besitzt, welcher (wesentlich) höher sein kann als bei einem herkömmlichen Silizium- Photomultiplier . Dies begünstigt ebenfalls einen hohen Wirkungsgrad des Strahlungsdetektors.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Szintillator quaderförmig ausgebildet und weist vier Seitenwände zwischen den Stirnseiten auf. Auf jeder der vier Seitenwände ist ein Photokathodenabschnitt zum Erzeugen von Elektronen angeordnet. Hierdurch kann ein wesentlicher Teil der in dem Szintillator erzeugten elektromagnetischen Strahlung in Elektronen
umgesetzt werden, was weiter von Vorteil ist für einen hohen Wirkungsgrad des Strahlungsdetektors .
Dies trifft in entsprechender Weise auf eine weitere bevorzugte Ausführungsform zu, gemäß derer ein weiterer Photokathodenabschnitt zum Erzeugen von Elektronen auf einer Stirnseite des Szintillators angeordnet ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Strahlungsdetektor des Weiteren eine Elektrodenanordnung zum Hervorrufen einer Bewegung von erzeugten Elektronen zu der Mikrokanalplatte auf. Hierdurch können die mit dem bzw. mit den Photokathodenabschnitt (en) erzeugten Elektronen auf zuverlässige Weise in Richtung der Mikrokanalplatte bewegt bzw. beschleunigt werden.
Die Elektrodenanordnung umfasst vorzugsweise eine im Bereich einer Stirnseite des Szintillators angeordnete erste Elektrode, und eine auf der Mikrokanalplatte angeordnete zweite Elektrode. Hierdurch kann der Strahlungsdetektor einen relativ kompakten Aufbau aufweisen.
Die zweite Elektrode ist vorzugsweise in Form einer strukturierten Schicht ausgebildet und weist Öffnungen auf, über welche Kanäle der Mikrokanalplatte freigelegt sind. In dieser Ausgestaltung können die von dem bzw. den Photokathodenabschnitt (en) emittierten Elektronen zu der zweiten Elektrode beschleunigt werden und auf dieser unter Freisetzen weiterer Elektronen auftreffen. Über die Öffnungen der zweiten Elektrode können die Elektronen in die Kanäle der Mikrokanalplatte eintreten und hier weiter vervielfacht werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Mikrokanalplatte zum Vervielfachen von mittels unterschiedlicher Photokathodenabschnitte erzeugter Elektronen ausgebildet. Zu diesem Zweck kann die Mikrokanalplatte insbesondere im Be reich einer Stirnseite des Szintillators angeordnet und mit größeren lateralen Abmessungen als der Szintillator versehen
sein. Auf diese Weise können von unterschiedlichen Photokathodenabschnitten kommende Elektronen zu Kanälen in unterschiedlichen Bereichen bzw. Segmenten der Mikrokanalplatte gelangen, und hier vervielfacht werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Erfassungseinrichtung für ein getrenntes Erfassen von mittels unterschiedlicher Photokathodenabschnitte erzeugter und vervielfachter Elektronen ausgebildet. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, den lateralen Ort einer Wechselwirkung eines mit dem Szintillator wechselwirkenden Strahlungsquants genau zu erfassen. Zu diesem Zweck kann die Erfassungseinrichtung insbesondere in unterschiedliche Bereiche bzw. Segmente unterteilt sein, wobei in jedem Segment eine oder mehrere Auffangelektroden angeordnet sind.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind der Szintillator, die Mikrokanalplatte und die Erfassungseinrichtung übereinander angeordnet. Hierdurch kann (ebenfalls) ein kompakter Detektoraufbau mit kleinen lateralen Abmessungen ermöglicht werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Strahlungsdetektor einen ersten und einen zweiten (jeweils) auf einer Seitenwand des Szintillators angeordneten Photokathodenabschnitt zum Erzeugen von Elektronen, und eine erste und eine zweite Mikrokanalplatte zum Vervielfachen von Elektronen auf. Weiter vorgesehen ist eine Elektrodenanordnung, welche ausgebildet ist, eine Bewegung von mittels des ersten Photokathodenabschnitts erzeugter Elektronen zu der ersten Mikrokanalplatte, und mittels des zweiten Photokathodenabschnitts erzeugter Elektronen zu der zweiten Mikrokanalplatte hervorzurufen. Darüber hinaus weist der Strahlungsdetektor eine erste Erfassungseinrichtung zum Erfassen von mit der ersten Mikrokanalplatte vervielfachter Elektronen, und eine zweite Erfassungseinrichtung zum Erfassen von mit der zweiten Mikrokanalplatte vervielfachter Elektronen auf. Diese Ausgestaltung des Strahlungsdetektors bietet die Möglichkeit, die
Höhe bzw. Tiefe einer Wechselwirkung in dem Szintillator zu erfassen. Im Hinblick auf eine quaderförmige Ausgestaltung des Szintillators mit vier Seitenwänden können beispielsweise zwei der (winkelig) aneinandergrenzenden Photokathodenabschnitte einen ersten Photokathodenabschnitt, und die anderen beiden (winkelig) aneinandergrenzenden Photokathodenabschnitte einen zweiten Photokathodenabschnitt darstellen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Strahlungsdetektor eine Anzahl an mehreren nebeneinander angeordneten Szintillatoren auf, auf deren Seitenwänden Photokathodenabschnitte zum Erzeugen von Elektronen angeordnet sind. Weiter vorgesehen sind eine Mikrokanalplatte zum Vervielfachen von mittels Photokathodenabschnitten der mehreren Szintillatoren erzeugten Elektronen, und eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen der mit der Mikrokanalplatte vervielfachten Elektronen. Eine solche modulartige Ausgestaltung, bei welcher die Mikrokanalplatte und die Erfassungseinrichtung den mehreren Szintillatoren zugeordnet sind, kann gegebenenfalls relativ kostengünstig verwirklicht werden.
Auch bei einer solchen modulartigen Ausgestaltung ist die Möglichkeit gegeben, mit einer entsprechenden Elektrodenanordnung unterschiedliche Bewegungen von an Seitenwänden der mehreren Szintillatoren emittierten Elektronen hervorzurufen, und den Szintillatoren vergleichbar zu der oben beschriebenen Ausführungsform eine erste und zweite Mikrokanalplatte, und eine erste und zweite Erfassungseinrichtung zuzuordnen.
Erfindungsgemäß wird des Weiteren ein bildgebendes System vorgeschlagen, welches einen Strahlungsdetektor gemäß einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen umfasst, und bei welchem daher ebenfalls die oben beschriebenen Vorteile zu Tage treten können. Ein solches bildgebendes System kann zum Beispiel ein Röntgen- bzw. Computertomographie-System o- der auch ein Positronen-Emissions-Tomographie- oder ein Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie-System sein. Im Hinblick auf derartige bildgebende Systeme kann vorgesehen
sein, dass der oben beschriebene Detektoraufbau bzw. eine der oben beschriebenen Ausführungsformen jeweils ein einzelnes Detektorelement bzw. einen „Pixel" eines zugehörigen Detektors darstellt, und dass eine Vielzahl derartiger Detektorelemente bzw. „Pixel" insbesondere flächig und/oder kreis- bzw. teilkreisförmig nebeneinander angeordnet sind.
Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Röntgensystems ;
Figur 2 eine schematische perspektivische Darstellung von
Bestandteilen eines Detektorelements, welches Photokathodenabschnitte an Seitenwänden eines Szintil- lators aufweist, mit einer Veranschaulichung von dessen Funktionsweise;
Figur 3 eine schematische perspektivische Darstellung eines gemäß den Komponenten von Figur 2 aufgebauten weiteren Detektorelements;
Figur 4 eine schematische seitliche Darstellung eines vergrößerten Ausschnitts des Detektorelements von Figur 3;
Figur 5 eine schematische perspektivische Darstellung eines weiteren Detektorelements, welches zum segmentweisen Erfassen von Elektronen ausgebildet ist, wobei die Elektronen mit unterschiedlichen Photokathodenabschnitten erzeugt werden;
Figur 6 eine schematische Draufsicht auf eine Elektrodenanordnung einer bei dem Detektorelement von Figur 5 eingesetzten Erfassungseinrichtung;
Figur 7 eine schematische perspektivische Darstellung von
Komponenten eines weiteren Detektorelements, welches ausgebildet ist, von unterschiedlichen Photokathodenabschnitten erzeugte Elektronen in unterschiedliche Richtungen zu bewegen;
Figur 8 eine schematische Draufsicht auf eine bei dem Detektorelement von Figur 7 zum Hervorrufen der unterschiedlichen Elektronenbewegungen eingesetzte Elektrodenanordnung;
Figur 9 eine schematische perspektivische Darstellung des gemäß den Komponenten der Figuren 7 und 8 aufgebauten Detektorelements;
Figur 10 eine schematische perspektivische Darstellung eines weiteren Detektorelements, welches mehrere nebeneinander angeordnete Szintillatoren aufweist;
Figur 11 eine schematische seitliche Darstellung der mehreren Szintillatoren des Detektorelements von Figur 10; und
Figur 12 eine schematische perspektivische Darstellung eines weiteren Detektorelements mit mehreren nebeneinander angeordneten Szintillatoren, wobei das Detektorelement zum Hervorrufen von Elektronenbewegungen in unterschiedliche Richtungen ausgebildet ist.
Anhand der folgenden Figuren werden Ausführungsformen eines Detektors bzw. Detektorelements beschrieben, mit dessen Hilfe eine elektromagnetische Strahlung, insbesondere eine hochenergetische Strahlung wie Röntgen- bzw. Gammastrahlung, er- fasst werden kann. Zur Herstellung der beschriebenen Ausfüh-
rungsformen können aus dem Gebiet der Halbleiter- und Detektortechnik bekannte Verfahrensprozesse durchgeführt werden sowie übliche Materialien zum Einsatz kommen, so dass hierauf nur teilweise eingegangen wird.
Das hier beschriebene Detektorkonzept ist für den Einsatz in Zusammenhang mit bildgebenden Systemen der Medizintechnik vorgesehen. Bei derartigen Systemen werden basierend auf Messsignalen, welche mit Hilfe eines entsprechenden Strah- lungsdetektors gewonnen werden, zwei- oder dreidimensionale
Bilddaten von Organen und Strukturen des menschlichen Körpers erzeugt .
Zur beispielhaften Veranschaulichung ist in Figur 1 ein Rönt- gensystem 110 dargestellt, welches für die diagnostische und interventionelle Bildgebung eingesetzt werden kann. Das Rönt- gensystem 110 umfasst eine Strahlungsquelle 111 zum Aussenden einer Röntgenstrahlung („Röntgenstrahler"), und einen dazugehörigen, flächig aufgebauten Detektor 100 („Flachdetektor") zum Erfassen der Strahlung. Strahlungsquelle 111 und Detektor 100 sind zueinander gegenüberliegend an den Enden einer ei¬ förmigen Halteeinrichtung 112 angeordnet. Aufgrund dieser Ausgestaltung wird diese Anordnung auch als „C-Bogen" oder „C-Arm" bezeichnet.
Ein zu untersuchender Patient befindet sich auf einem Patientenlagerungstisch 117, und ist dabei zwischen Strahlungsquelle 111 und Detektor 100 angeordnet. Im Betrieb des Röntgen- systems 110 wird der Körper bzw. ein Körperabschnitt des Pa- tienten mit der von der Strahlungsquelle 111 erzeugten Röntgenstrahlung durchstrahlt, und wird der nicht absorbierte, transmittierte Strahlungsanteil über den Detektor 100 er- fasst . Die Halteeinrichtung 112 ist des Weiteren an einem mit mehreren Achsen bzw. Gelenken versehenen Roboter 113 befestigt, mit dessen Hilfe die Strahlungsquelle 111 und der Detektor 100 in eine gewünschte Position in Bezug auf den Patienten
gebracht werden können. Zur Steuerung des Röntgensystems 110 sowie zum Verarbeiten und/oder Auswerten von Messsignalen des Detektors 100, insbesondere zum Erzeugen der gewünschten Bilddaten, weist das Röntgensystem 110 des Weiteren eine Steuer- bzw. Auswerteeinrichtung 114 auf. Diese ist mit einer entsprechenden Anzeigeeinrichtung bzw. einem Display verbunden, wie in Figur 1 angedeutet ist.
Neben dem Röntgensystem 110 von Figur 1 kann das nachstehend beschriebene Detektorkonzept auch im Zusammenhang mit anderen, nicht dargestellten bildgebenden Systemen zum Einsatz kommen. In Betracht kommen beispielsweise Systeme mit einem Ringtunnel („gantry"), wie zum Beispiel ein Computertomographie-System (CT) . Ein solches System kann einen kreisring- oder kreiszylinderförmigen Detektor und eine rotierbare Röntgenquelle umfassen. Weitere Anwendungsbeispiele mit Ringtunnel sind Positronen-Emissions-Tomographie-Systeme (PET) und Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie-Systeme (SPECT) . Hierbei wird dem zu untersuchenden Patienten ein Radiopharma- kon injiziert, welches entweder direkt (SPECT) oder indirekt (PET) durch Emission von Positronen Gamma-Quanten erzeugt. Diese können ebenfalls mit einem kreisring- oder kreiszylinderförmigen Detektor erfasst werden.
Figur 2 zeigt in einer schematischen perspektivischen Darstellung einen prinzipiellen Aufbau eines Detektorelements 101, welches zum Erfassen einer einfallenden hochenergetischen Strahlung eingesetzt werden kann. Die weiter unten anhand der anderen Figuren beschriebenen Ausführungsformen von Detektorelementen sind basierend auf dem hier gezeigten Detektorprinzip aufgebaut, so dass die im Folgenden beschriebenen Aspekte auch auf diese Ausführungsformen zutreffen können. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass ein Strahlungsdetektor eines bildgebenden Systems, zum Beispiel der Detektor 100 des Systems 110 von Figur 1, eine Vielzahl von derartig aufgebauten Detektorelementen umfassen kann, wobei diese in Form von „Pixeln" matrixartig nebeneinander angeordnet sein können. Hierbei können insbesondere flächige, aber
auch kreisring- bzw. teilkreisringförmige Anordnungen vorliegen. Auf der Grundlage der von den einzelnen Pixeln bzw. Detektorelementen eines Detektors erzeugten Messsignale können die jeweils gewünschten Bilddaten erzeugt werden.
Wie in Figur 2 dargestellt ist, weist das Detektorelement 101 einen Szintillator 120 auf, welcher dazu dient, die zu detek- tierende hochenergetische Strahlung in eine niederenergetische (re) Strahlung umzuwandeln. Der Szintillator 120 ist qua- derförmig ausgebildet und weist zwei sich gegenüberliegende Stirnseiten 121, 122, sowie vier in einem rechten Winkel aneinander grenzende Seitenwände 123 zwischen den beiden Stirnseiten 121, 122 auf. Die in Figur 2 nach oben gerichtete Stirnseite 122 wird im Folgenden auch als „Vorderseite", und die nach unten gerichtete Stirnseite 121 als „Rückseite" des Szintillators 120 bezeichnet. Vorder- und Rückseite 122, 121 sind am Umfang bzw. Rand über die Seitenwände 123 miteinander verbunden . Wie des Weiteren in Figur 2 angedeutet ist, besitzt der Szintillator 120 ein hohes Aspektverhältnis, d.h. ein hohes Verhältnis aus Höhe (Abstand zwischen den Stirnseiten 121, 122) zu Breite (laterale Abmessung bzw. Abstand zwischen zwei sich gegenüberliegenden Seitenwänden 123), welches größer bzw. we- sentlich größer als eins ist. Auf diese Weise kann eine hohe Absorption der zu detektierenden hochenergetischen Strahlung, welche in Figur 2 anhand eines Strahlungsquants 200 angedeutet ist, in dem Szintillator 120 erzielt werden. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die in Figur 2, aber auch in den anderen Figuren dargestellten Komponenten und deren Abmessungen nicht maßstabsgetreu dargestellt sein können. Beispielsweise ist es möglich, dass der Szintillator 120 eine größere Höhe bzw. ein größeres Aspektverhältnis aufweist .
Im Betrieb des Detektorelements 101 ist der Szintillator 120 mit der Vorderseite 122 der zu detektierenden Strahlung zugewandt, so dass die Strahlung über die Vorderseite 122 in den
Szintillator 120 einfallen bzw. eingekoppelt werden kann. Ein Strahlungsquant 200 (insbesondere Röntgenquant oder Gamma- quant) der einfallenden Strahlung kann beim Durchgang durch den Szintillator 120 lokal eine Anregung hervorrufen. Die bei diesem Vorgang deponierte bzw. absorbierte Anregungsenergie gibt der Szintillator 120 in Form von niederenergetischeren Strahlungsquanten bzw. Photonen 202 wieder ab. Die Anzahl der emittierten Photonen 202 kann dabei proportional zur ursprünglichen Energie des mit dem Szintillatormaterial wech- seiwirkenden Strahlungsquants 200 sein. Auf den hierbei stattfindenden Szintillationsmechanismus wird nicht näher eingegangen. Bei der von dem Szintillator 120 erzeugten Szin- tillationsstrahlung kann es sich insbesondere um sichtbares oder ultraviolettes Licht handeln.
Neben einer Strahlungsemission in Richtung der Stirnseiten 121, 122 des Szintillators 120 wird ein wesentlicher Teil der in dem Szintillator 120 erzeugten Szintillationsstrahlung bzw. Photonen 202 in Richtung der Seitenwände 123 ausgesen- det . Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Szintillator 120 wie vorliegend ein hohes Aspektverhältnis aufweist, und die Seitenwände 123 folglich im Vergleich zu den Stirnseiten 121, 122 des Szintillators 120 einen relativ großen Flächeninhalt aufweisen. Bei dem Detektorelement 101 ist vorgesehen, insbesondere diesen wesentlichen Strahlungsanteil an den Seitenwänden 123 zur Strahlungsdetektion auszunutzen, wodurch sich ein hoher Wirkungsgrad erzielen lässt.
Das Detektorelement 101 weist zu diesem Zweck an allen vier Seitenwänden 123 jeweils einen Photokathodenabschnitt 130 auf, über welche zu den Seitenwänden 123 abgestrahlte und an den Seitenwänden 123 austretende Photonen 202 unter Ausnutzung des photoelektrischen Effekts in Elektronen 204 (Photoelektronen) umgesetzt werden können. Für jedes auf einen Pho- tokathodenabschnitt 130 auftreffende und hier absorbierte Photon 202 kann der betreffende Photokathodenabschnitt 130 ein Elektron 204 emittieren.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Figur 2 lediglich drei an Seitenwänden 123 vorgesehene Photokathodenabschnitte 130 dargestellt. Diese sind ferner zur Unterscheidung mit den Bezugszeichen 130a, 130b und 130c versehen, welche zum Teil auch in den anderen Figuren verwendet werden. Hierbei bezieht sich der Zusatz „a" auf den links angeordneten Abschnitt 130, der Zusatz „b" auf den in Bezug auf die Zeichenebene nach hinten versetzten Abschnitt 130, und der Zusatz „c" auf den rechts angeordneten Abschnitt 130. Für einen in Figur 2 nicht gezeigten vierten Photokathodenabschnitt 130, welcher in der Zeichenebene vorne angeordnet ist, ist hingegen in den anderen Figuren die Bezeichnung „d" vorgesehen.
Jeder der Photokathodenabschnitte 130 ist - abweichend von der beabstandeten Darstellung in Figur 2 - direkt auf einer jeweiligen Seitenwand 123 des Szintillators 120 angeordnet. Die schichtförmigen Photokathodenabschnitte 130 weisen vorzugsweise im Wesentlichen den gleichen Flächeninhalt wie die betreffenden Seitenwände 123 auf, so dass sämtliche Seiten- wände 123 im Wesentlichen vollständig von den Photokathodenabschnitten 130 bedeckt sind. Die Photokathodenabschnitte 130 können hierbei in Form einer zusammenhängenden und den Szin- tillator 120 (umfangsseitig) umschließenden Schicht vorliegen .
Die Photokathodenabschnitte 130 stellen semitransparente Photokathoden bzw. Transmissionsphotokathoden dar, welche trans- mittiv arbeiten. Dabei werden die Photokathodenabschnitte 130 an der dem Szintillator 120 zugewandten bzw. an dessen Sei- tenwänden 123 anliegenden Seite bestrahlt, und erfolgt die
Emission von Elektronen 204 an einer hierzu entgegen gesetzten Seite der Photokathodenabschnitte 130. Dies ist in Figur 2 anhand des rechten Photokathodenabschnitts 130c veranschaulicht .
Die direkte Anordnung der Photokathodenabschnitte 130 auf den Seitenwänden 123 des Szintillators 120 trägt ebenfalls zur hohen Effizienz des Detektorelements 101 bei. In dieser Aus-
gestaltung kann erreicht werden, dass die zu den Seitenwänden 123 kommende bzw. an den Seitenwänden 123 austretende Szin- tillationsstrahlung unmittelbar von den Photokathodenabschnitten 130 aufgenommen bzw. absorbiert und in Elektronen 204 umgesetzt wird. Eine Strahlungsreflexion und ein „Hin- und Herreflektieren" der Strahlung in dem Szintillator 120, verbunden mit entsprechenden Verlustprozessen, kann hierbei (weitgehend) vermieden werden. Anders ausgedrückt, kann der erste „Kontakt" eines Photons 202 mit einer Seitenwand 123 zur Erzeugung eines Elektrons 204 führen.
Die Ausgestaltung des Szintillators 120 mit den Photokathodenabschnitten 130 auf den Seitenwänden 123 bietet somit die Möglichkeit, auf kürzestem Weg einen schnellen Zugang zu ei- ner großen Anzahl an Szintillationsphotonen 202 zu erhalten. Auf diese Weise kann das Detektorelement 101 einen hohen Wirkungsgrad und eine hohe Zeitauflösung aufweisen. Diese Vorteile gelten in entsprechender Weise auch für einen aus mehreren derartigen Detektorelementen 101 aufgebauten Detektor und damit für ein zugehöriges bildgebendes System. Hierdurch ist insbesondere die Möglichkeit gegeben, einen zu untersuchenden Patienten lediglich einer geringen Strahlungsdosis auszusetzen . Neben dem Szintillator 120 und den hieran angeordneten Photokathoden 130 weist das Detektorelement 101 des Weiteren eine Anordnung aus zwei Elektroden 140, 150, eine Mikrokanalplatte 161 mit einer Vielzahl an Mikrokanälen, und eine Erfassungseinrichtung 171 auf. Mithilfe der beiden Elektroden 140, 150 wird ein elektrisches Feld E erzeugt, um eine Bewegung der an den Seitenwänden 123 des Szintillators 120 photoelektrisch erzeugten Elektronen 204 zu der Mikrokanalplatte 161 hervorzurufen. Dies ist in Figur 2 ebenfalls lediglich anhand der rechten und mit dem Photokathodenabschnitt 130c versehenen Seitenwand 123 veranschaulicht. Die Elektrode 140 kann hierbei eine Kathode, und die andere Elektrode 150 eine dazugehörige Anode bzw. Dynode darstellen, auf welcher die Elektronen 204 unter Freisetzung weiterer Elektronen 204 auftreffen kön-
nen . Die Elektroden 140, 150 sind ferner vorzugsweise derart ausgebildet und zueinander positioniert, dass die Richtung des elektrischen Feldes E parallel zur Längsachse des Szin- tillators 120 verläuft.
Damit die Elektronen 204 zu der unterhalb der Elektrode 150 angeordneten Mikrokanalplatte 161 gelangen können, kann die Elektrode 150 mit entsprechenden Öffnungen versehen sein (nicht dargestellt in Figur 2) . Auch ist vorzugsweise vorge- sehen, dass die Elektrode 150 (abweichend von der Darstellung in Figur 2) direkt auf der Mikrokanalplatte 161 angeordnet ist. Die zu der Mikrokanalplatte 161 gelangenden Elektronen 204 können auf schnelle Weise in deren Kanälen vervielfacht, und nachfolgend mithilfe der unterhalb der Mikrokanalplatte 161 angeordneten Erfassungseinrichtung 171, bzw. mit Hilfe einer oder mehreren hier vorgesehenen und als Anoden dienenden Ausleseelektroden („readout päd"), aufgefangen und er- fasst werden. Hierauf basierend kann ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt werden. Die Erfassungseinrichtung 171 kann (abweichend von der Darstellung in Figur 2) direkt mit der Mikrokanalplatte 161 verbunden sein. Auf diese und weitere mögliche Details zu den Komponenten 140, 150, 161, 171 und deren Funktionsweise wird in Zusammenhang mit den Figuren 3 und 4 noch näher eingegangen.
Die oben beschriebene Funktionsweise des Detektorelements 101 erfordert das Vorliegen einer evakuierten Atmosphäre bzw. eines Vakuums (zumindest) in demjenigen Bereich, in welchem freie Elektronen 204 vorliegen, d.h. ab der Erzeugung an den Seitenwänden 123 des Szintillators 120 mit den Photokathodenabschnitten 130 bis zu der Erfassung mit Hilfe der Erfassungseinrichtung 170. In Figur 2, sowie auch in den weiteren Figuren, ist anhand von gestrichelten Linien das Vorliegen einer solchen evakuierten Umgebung bzw. eines Vakuums 190 an- gedeutet. Das Bereitstellen der evakuierten Umgebung 190 kann insbesondere mit einem entsprechenden Gehäuse (nicht dargestellt) ermöglicht werden.
Figur 3 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Detektorelements 102, welches aus den vorstehend beschriebenen Bestandteilen aufgebaut ist. Figur 4 veranschaulicht eine schematische seitliche Darstellung eines vergrö- ßerten Ausschnitts des Detektorelements 102, anhand derer weitere mögliche Details des Detektorelements 102 deutlich werden. Wie in Figur 3 dargestellt ist, sind die Elektrode 140, der mit den Photokathoden 130 beschichtete Szintillator 120, die andere Elektrode 150, die Mikrokanalplatte 161 und die Erfassungseinrichtung 171 bei dem Detektorelement 102 zueinander übereinander angeordnet. Auf diese Weise kann das Detektorelement 102 einen relativ kompakten Aufbau mit kleinen lateralen Abmessungen besitzen. Die Elektrode 140, welche in Form einer rechteckförmigen oder quadratischen Platte ausgebildet sein kann, ist im Bereich der Vorderseite 122 bzw. auf der Vorderseite 122 des quaderförmigen Szintillators 120 angeordnet. Die andere Elektrode 150 ist wie in Figur 4 gezeigt in Form einer strukturierten Schicht ausgebildet, welche auf einer der Rückseite 121 des Szintillators 120 gegenüberliegenden Seite der Mikrokanalplatte 161 angeordnet ist. Diese Seite der Mikrokanalplatte 161 wird im Folgenden auch als „Vorderseite" der Mikrokanalplatte 161 bezeichnet. Beide Elektroden 140, 150 erstrecken sich wie in Figur 3 dargestellt (im Wesentlichen) parallel zueinander, und stehen seitlich über die Seitenwände 123 des Szintillators 120 (bzw. durch die Seitenwände 123 vorgegebene Ebenen) hervor. Die beiden Elektroden 140, 150 können die gleichen oder vergleichbare Außenabmessungen aufweisen.
Durch die parallele Anordnung der Elektroden 140, 150 und deren seitliches Hinausragen über die Seitenwände 123 des Szintillators 120 verläuft ein mit Hilfe der beiden Elektroden 140, 150 erzeugtes elektrisches Feld E (auch) seitlich der Seitenwände 123 parallel zur Längsachse des Szintillators
120. Über das elektrische Feld E können an den Seitenwänden 123 von den Photokathodenabschnitten 130 bzw. 130a, 130b, 130c, 130d unter Einwirkung der Szintillationsstrahlung emit-
tierte Elektronen 204 zuverlässig zu der Elektrode 150 hin abgelenkt und in Richtung der Elektrode 150 beschleunigt werden. Für das Erzeugen des elektrischen Feldes E werden entsprechende, aufeinander abgestimmte elektrische Potentiale an die beiden Elektroden 140, 150 angelegt. Hierzu weist das Detektorelement 102 eine geeignete, nicht dargestellte Anschlussstruktur auf. Die Potentialdifferenz zwischen den Elektroden 140, 150 kann insbesondere im Hochspannungsbereich liegen .
Die an der Rückseite 121 des Szintillators 120 angeordnete bzw. der Rückseite 121 gegenüberliegende Mikrokanalplatte 161 weist einen plattenförmigen Grundkörper auf, welcher von einer Vielzahl (zum Beispiel einigen tausend) mikroskopisch feiner Kanäle 165 durchsetzt ist (siehe Figur 4) . Die Kanäle 165 können in einem engen Abstandsraster pixelartig zueinander angeordnet, und zueinander parallel verlaufend ausgebildet sein. Die Mikrokanalplatte 161 weist vergleichbar zu den beiden Elektroden 140, 150 (ebenfalls) größere laterale Ab- messungen als der Szintillator 120 auf und erstreckt sich seitlich über dessen Seitenwände 123 (bzw. durch die Seitenwände 123 vorgegebene Ebenen) , wodurch von den Seitenwänden 123 emittierte Elektronen 204 zu der Mikrokanalplatte 161 gelangen und in dieser vervielfacht werden können.
Die mit der Elektrode 150 „beschichtete" Vorderseite der Mikrokanalplatte 161 kann wie in Figur 4 gezeigt (wenigstens) in dem hier veranschaulichten Bereich in einem Abstand zu der Rückseite 121 des Szintillators 120 angeordnet sein. Hiervon abweichend kann an einer oder mehreren anderen Stellen ein direktes Aneinandergrenzen von Szintillator 120 und Mikrokanalplatte 161 vorgesehen sein, so dass der Szintillator 120 auf der Vorderseite der Mikrokanalplatte 161 aufgesetzt ist. Zu diesem Zweck kann die Mikrokanalplatte 161 an der Vorder- seite beispielsweise eine oder mehrere hervorstehende Stützbzw. Abstandsstrukturen aufweisen, auf welchen der Szintillator 120 aufliegen kann (nicht dargestellt) . An derartigen
Stützstellen ist keine Beschichtung der Mikrokanalplatte 161 mit der Elektrode 150 vorgesehen.
Anhand von Figur 4 wird weiter deutlich, dass die auf der Vorderseite der Mikrokanalplatte 161 angeordnete Elektrode 150 in Form einer strukturierten Schicht ausgebildet ist und Löcher bzw. Öffnungen 159 aufweist. Über die Öffnungen 159 sind die Kanäle 165 der Mikrokanalplatte 161 freigelegt, so dass Elektronen 204 an der Vorderseite der Mikrokanalpatte 161 in die Kanäle 165 eintreten können. Die Mikrokanalplatte 161 ist an der Vorderseite ferner mit einem strukturierten Oberflächenprofil versehen, und weist Erhebungen 166 zwischen den Kanälen 165 mit einer sich verkleinernden Form bzw. Kontur, beispielsweise Trapez- oder Tetraederform, auf. Auf die- se Weise besitzt die hier angeordnete Elektrode 150 ebenfalls eine entsprechend strukturierte bzw. profilierte Oberflächenform mit insbesondere schräg aufeinander zulaufenden, beispielsweise trapez- oder tetraederförmigen Abschnitten. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass von den Photokathodenab- schnitten 130 in Richtung der Elektrode 150 emittierte Elektronen 204 (Primärelektronen) auf der Elektrode 150 auftreffen und hier weitere Elektronen 204 (Sekundärelektronen) herausschlagen bzw. freisetzen können, wobei die Elektronen 204 nachfolgend über die Öffnungen 159 in die Kanäle 165 der Mik- rokanalplatte 161 eintreten und wie in Figur 4 angedeutet weiter vervielfacht werden können.
Zu diesem Zweck ist im Betrieb des Detektorelements 102 zwischen der Vorderseite und einer der Vorderseite gegenüberlie- genden Rückseite der Mikrokanalplatte 161 (ebenfalls) eine elektrische (Hoch- ) Spannung angelegt, wodurch ein elektrisches Feld entlang der Kanäle 165 vorliegt. An der Vorderseite der Mikrokanalplatte 161 in einen Kanal 165 eintretende Elektronen 204 werden infolge des elektrischen Feldes in Richtung der Rückseite der Mikrokanalplatte 161, und damit in Richtung der in diesem Bereich vorgesehenen Erfassungseinrichtung 171 bewegt bzw. beschleunigt. Die kleinen lateralen Abmessungen der Kanäle 165 bewirken hierbei, dass die Elekt-
ronen 204 bei dieser Bewegung mehrfach an die Wand des betreffenden Kanals 165 stoßen können. Bei jedem Stoß können aus der Kanalwand weitere Elektronen 204 herausgelöst bzw. herausgeschlagen werden, welche ihrerseits ebenfalls inner- halb des Kanals 165 beschleunigt und durch Stöße mit der Kanalwand weitere Elektronen 204 freisetzen können. Dieser Vorgang setzt sich über die Länge des Kanals 165 fort, und ist daher wie in Figur 4 veranschaulicht mit einer lawinen- bzw. kaskadenartigen Zunahme von Elektronen 204 verbunden.
Die gemäß dieses Prozesses in den Kanälen 165 der Mikrokanal- platte 161 vervielfachten Elektronen 204 treffen an der Rückseite der Mikrokanalplatte 161 auf die Erfassungseinrichtung 171, und werden von dieser erfasst. Hierbei kann durch die Erfassungseinrichtung 171 ein entsprechendes elektrisches
Ausgangssignal (zum Beispiel Spannungsabfall über einen Widerstand) erzeugt werden. Ein solches Ausgangssignal ist abhängig von der Anzahl bzw. Gesamtladung der in der Erfassungseinrichtung 171 aufgesammelten Elektronen 204, und damit von der ursprünglich in dem Szintillator 120 deponierten Anregungsenergie .
Die Erfassungseinrichtung 171 kann wie in Figur 3 gezeigt größere laterale Abmessungen als die Mikrokanalplatte 161 aufweisen. Auch kann die Erfassungseinrichtung 171 wie in Figur 4 dargestellt mit der Mikrokanalplatte 161 bzw. mit deren Rückseite verbunden sein, und pro Kanal 165 jeweils eine entsprechende Elektrode 175 zum Auffangen bzw. Aufsammeln von vervielfachten Elektronen 204 umfassen. Alternativ ist es auch möglich, dass die Erfassungseinrichtung 171 mit größeren bzw. breiteren Elektroden versehen ist, welche mehreren Kanälen 165 zugeordnet sind. Möglich ist auch eine Ausgestaltung mit einer einzelnen bzw. großflächigen Elektrode zum Auffangen der in sämtlichen Kanälen 165 der Mikrokanalplatte 161 vervielfachten Elektronen 204.
Das Vorliegen einer Beschleunigungsspannung und damit eines elektrischen Feldes entlang der Kanäle 165 der Mikrokanal-
platte 161 erfordert das Anlegen entsprechender elektrischer Potentiale an deren Vorder- und Rückseite. An der Vorderseite der Mikrokanalplatte 161 kann dies durch die hier angeordnete Elektrode 150 erfolgen. Im Hinblick auf die Rückseite kann dies mit Hilfe der Erfassungseinrichtung 171 bzw. deren Elektrode (n) 175 vorgenommen werden.
Wie in der vergrößerten Ausschnittsdarstellung von Figur 4 dargestellt ist, weist das Detektorelement 102 neben den an den Seitenwänden 123 des Szintillators 120 vorgesehenen Photokathodenabschnitten 130 einen weiteren (optionalen) semitransparenten Photokathodenabschnitt 131 auf, welcher auf der Rückseite 121 des Szintillators 120 angeordnet ist. Dabei können sämtliche Photokathodenabschnitte 130, 131 in Form ei- ner zusammenhängenden Beschichtung des Szintillators 120 vorliegen .
Durch den Photokathodenabschnitt 131 ist die Möglichkeit gegeben, zusätzlich einen zu der Rückseite 121 gelangenden An- teil der in dem Szintillator erzeugten Szintillationsstrah- lung zu nutzen und unmittelbar in Photoelektronen 204 umzusetzen. Über das (auch) in diesem Bereich vorliegende, mit Hilfe der Elektroden 140, 150 hergestellte und parallel zur Längsachse des Szintillators 120 orientierte elektrische Feld E können die an der Rückseite 121 emittierten Elektronen 204 ebenfalls in Richtung der Elektrode 150 beschleunigt werden. Hieran können sich erneut die oben beschriebenen Vorgänge anschließen, d.h. Auftreffen der Elektronen 204 auf der Elektrode 150 unter Freisetzen weiterer Elektronen 204, Eintreten der Elektronen 204 in Kanäle 165 der Mikrokanalplatte 161 und Vervielfachen derselben, und Erfassen der vervielfachten Elektronen 204 mit Hilfe der Mikrokanalplatte 171. Für weitere Details hierzu wird auf die obige Beschreibung Bezug genommen. Hinsichtlich Details zu dem Photokathodenabschnitt 131 wird auf die obigen Ausführungen zu den anderen Photokathodenabschnitten 130 verwiesen, welche hier analog gelten.
Neben der oben beschriebenen Nutzung der insbesondere zu den Seitenwänden 123 des Szintillators 120 abgestrahlten Szintillationsstrahlung trägt auch die Verwendung der zur Elektronenvervielfachung eingesetzten Mikrokanalplatte 161 zu einer hohen Detektionseffizienz bei. Insbesondere kann das Detektorelement 102 (sowie 101) einen geringen Rauschanteil und eine geringe Dunkelrate aufweisen. Dies liegt daran, dass das Hervorrufen von Elektronenlawinen in den Kanälen 165 der Mikrokanalplatte 161 und damit das Erzeugen eines entsprechenden Signals in der Erfassungseinrichtung 171 (im Wesentlichen) nur dann stattfindet, wenn der Szintillator 120 eine Strahlung aussendet und die Photokathodenabschnitte 130, 131 unter Einwirkung der Szintillationsstrahlung Photoelektronen 204 erzeugen. Auch kann die Mikrokanalplatte 161 mit kleinen Ab- ständen zwischen den Mikrokanälen 165, und infolgedessen mit einer hohen Porosität ausgebildet sein. Hiermit verbunden ist ein hoher Füllfaktor, welcher (wesentlich) höher sein kann als bei einem herkömmlichen Silizium-Photomultiplier . Für die Bestandteile des Detektorelements 102 (sowie 101) können aus der Halbleiter- und Detektortechnik bekannte Materialien verwendet werden. Beispielsweise sind die Elektroden 140, 150 aus einem elektrisch leitfähigen bzw. metallischen Material ausgebildet. Die auf der Mikrokanalplatte 161 ange- ordnete Elektrode 150 weist vorzugsweise ein Material mit hoher Sekundärelektronenemission auf, wodurch das Auftreffen von Photoelektronen 204 auf der Elektrode 150 mit einem Freisetzen einer Vielzahl an (weiteren) Elektronen 204 und damit einer hohen Elektronenvervielfachung verbunden sein kann.
Für den Szintillator 120 kommt die Verwendung eines anorganischen Materials bzw. eines Kristalls in Betracht. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um einen „schnellen" Szintillator 120, bei welchem der Szintillationsmechanismus , d.h. die Um- Setzung der einfallenden hochenergetischen Strahlung in die niederenergetischere Szintillationsstrahlung in einer geringen Zeitdauer stattfindet. Ein hierfür in Betracht kommendes Material ist zum Beispiel CsF oder LSO. Im Hinblick auf eine
mögliche Größe des Szintillators 120 kommen zum Beispiel laterale Abmessungen bzw. eine Breite im Bereich von einigen lOOym bis zu einigen mm, und eine Höhe im Bereich von einigen mm bis zu einigen 10mm in Betracht. Der Szintillator 120 weist dabei ein Aspektverhältnis (wesentlich) größer als eins auf, welches im Hinblick auf PET-Anwendungen beispielsweise größer als 7:1 betragen kann.
Für die Photokathodenabschnitte 130, 131 kommen Materialien wie zum Beispiel Csl, CsTe, Cs3Sb, Diamant und GaN in Betracht. Die Photokathodenabschnitte 130, 131 und der Szintillator 120 bzw. deren Materialien sind dabei derart aufeinander abgestimmt, dass die von dem Szintillator 120 kommende Szintillationsstrahlung in den Photokathodenabschnitten 130, 131 in freie Elektronen 204 umgesetzt werden kann. Da die
Photokathodenabschnitte 130, 131 wie oben beschrieben trans- mittiv arbeiten, sind die Photokathodenabschnitte 130, 131 auch mit einer relativ kleinen Dicke bzw. Schichtdicke, beispielsweise im Bereich von einigen lOnm, auf dem Szintillator 120 ausgebildet.
Die Mikrokanalplatte 161 weist vorzugsweise ein Halbleitermaterial wie insbesondere Silizium auf. Auf diese Weise kann die Mikrokanalplatte 161 auf einfache Weise, insbesondere mit Hilfe eines lithographischen Strukturierungs- und Ätzverfahrens, hergestellt werden. Die Mikrokanalplatte 161 kann des Weiteren derart ausgebildet sein, dass die Mikrokanalplatte 161 neben einem Grund- oder Ausgangsmaterial, insbesondere einem Halbleitermaterial wie Silizium, zusätzlich noch weite- re Materialien bzw. Schichten umfasst (nicht dargestellt) . Beispielsweise kann innerhalb der Kanäle 165 eine Beschich- tung mit hoher Sekundärelektronenemission vorgesehen sein, um bei Wandstößen von Elektronen 204 eine Vielzahl an weiteren Elektronen 204 freisetzen zu können. Die Mikrokanalplatte 161, welche (wie die Elektroden 140, 150) größere laterale Abmessungen als der Szintillator 120 besitzt, kann zum Beispiel eine Höhe (Abstand zwischen Vorder- und Rückseite) im Bereich von einigen lOOym bis zu einigen mm besitzen. Die Po-
ren bzw. Kanäle 165 der Mikrokanalplatte 161 können eine Breite bzw. einen Durchmesser von einigen ym bis zu einigen lOym aufweisen.
Im Hinblick auf die Kanäle 165 kann des Weiteren vorgesehen sein, dass diese entgegen der Darstellung in Figur 4 schräg verkippt gegenüber einer Normale einer durch die Mikrokanalplatte 161 (bzw. durch deren Vorder- und/oder Rückseite) vorgegebenen Ebene angeordnet sind. Dabei kann zum Beispiel ein Winkel in einem Bereich von 10° zwischen der Plattennormale und einer Längsachse der Kanäle 165 vorgesehen sein. Hierdurch kann erzielt werden, dass die Elektronen 204 unabhängig von deren Eintrittswinkel beim Eintreten in die Kanäle 165 mehrfach an die Kanalwände stoßen und infolgedessen weitere Elektronen 204 freisetzen können.
Auch für die Erfassungseinrichtung 171 sind eine Reihe unterschiedlicher Ausgestaltungen möglich. Die Erfassungseinrichtung 171, welche wie in Figur 3 gezeigt größere laterale Abmessungen als die Mikrokanalplatte 161 aufweisen kann, kann zum Beispiel wie die Mikrokanalplatte 161 in Form eines Halbleiter- bzw. Siliziumsubstrats mit einer oder mehreren Elektroden 175 aus einem leitfähigen bzw. metallischen Material ausgebildet sein. Auf diese Weise kann zum Verbinden dieser beiden Komponenten 161, 171 ein aus der Halbleitertechnik bekanntes Bondverfahren durchgeführt werden. Alternativ kann die Erfassungseinrichtung 171 auch zum Beispiel in Form eines mit einer oder mehreren Elektroden 175 versehenen Keramikträgers ausgebildet sein.
Bei einer Ausgestaltung der Erfassungseinrichtung 171 mit mehreren Elektroden 175 können diese beispielsweise in Form von Zeilen und Spalten bzw. in Form einer Matrixanordnung vorliegen. Alternativ sind jedoch auch andere Ausgestaltungen von Elektroden möglich, beispielsweise in Form von gekreuzt angeordneten Streifenleitern bzw. streifenförmigen Elektroden („transmission line System") .
Die Erfassungseinrichtung 171 kann darüber hinaus auch in Form einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung („application specific integrated circuit", ASIC) vorliegen. Auf diese Weise kann die Erfassungseinrichtung 171 nicht nur zum Erfassen bzw. Auslesen einer Gesamtladung einer Elektronenlawine sowie zum Erzeugen eines hierauf basierenden Ausgangssignals, sondern auch zur (wenigstens teilweisen) Aufarbeitung bzw. Auswertung derselben ausgebildet sein. Eine mögliche Abwandlung des Detektorelements 102 der Figuren 3 und 4 besteht darin, lediglich auf den Seitenwänden 123 des Szintillators 120 Photokathodenabschnitte 130 zum photoelektrischen Erzeugen von Elektronen 204 vorzusehen, und den auf der Rückseite 121 des Szintillators 120 angeordneten Photoka- thodenabschnitt 131 wegzulassen. Auf diese Weise können die im Folgenden beschriebenen, nicht dargestellten Ausgestaltungen zusätzlich in Betracht kommen, welche sowohl zusammen als auch (gegebenenfalls) unabhängig voneinander verwirklicht werden können. Beispielsweise ist die Möglichkeit gegeben, anstelle einer ganz- bzw. großflächigen Beschichtung der Mik- rokanalplatte 161 mit der Elektrode 150 die Elektrode 150 nur in einem rahmenförmigen Bereich, d.h. seitlich der Seitenwände 123 des Szintillators 120, auf der Vorderseite der Mikro- kanalplatte 161 auszubilden, da Photoelektronen 204 lediglich von den Seitenwänden 123 emittiert werden. Eine rahmenförmige Ausgestaltung ist in gleicher Weise für die andere Elektrode 140 möglich. Auch kann die Mikrokanalplatte 161 lediglich in einem der rahmenförmigen Elektrode 150 entsprechenden rahmen- förmigen Bereich mit Kanälen 165 versehen sein. Gleiches trifft auf die Erfassungseinrichtung 171 zu, welche ebenfalls lediglich in einem rahmenförmigen Bereich eine oder mehrere Auffangelektroden 175 umfassen kann. Darüber hinaus kann auch vorgesehen sein, dass der Szintillator 120 über die gesamte Rückseite 121 direkt auf der Mikrokanalplatte 161 aufgesetzt ist, und daher (abweichend von Figur 4) kein Abstand zwischen dem Szintillator 120 und der Mikrokanalplatte 161 besteht.
Anhand der folgenden Figuren werden weitere mögliche Ausgestaltungen von Detektorelementen beschrieben. Dabei wird darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf bereits beschriebene Details, welche sich auf gleichartige oder übereinstimmende Aspekte und Komponenten, eine Funktionsweise, einsetzbare Materialien, Größenabmessungen, mögliche Vorteile usw. beziehen, auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen wird.
Figur 5 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines weiteren Detektorelements 103, welches vergleichbar zu dem Detektorelement 102 von Figur 3 aufgebaut ist. Das Detektorelement 103 bzw. dessen Erfassungseinrichtung 171 ist dazu ausgebildet, Elektronen 204, welche mit Hilfe von unterschiedlichen an Seitenwänden 123 angeordneten Photokathoden- abschnitten 130 erzeugt und nachfolgend vervielfacht werden, getrennt voneinander zu erfassen.
Zur Veranschaulichung dieser Funktionsweise ist in Figur 5 eine Unterteilung der Elektrode 150 in trapezförmige Elektro- denbereiche bzw. Segmente 150a, 150b, 150c, 150d angedeutet, welche seitlich der Seitenwände 123 des Szintillators 120 vorliegen. Die Elektrode 150 kann (entsprechend zu Figur 4) auf der Mikrokanalplatte 161 und mit Öffnungen 159 ausgebildet sein. Die einzelnen Segmente 150a, 150b, 150c, 150d sind den an den unterschiedlichen Seitenwänden 123 des Szintillators 120 angeordneten Photokathodenabschnitten 130a, 130b, 130c, 130d zugeordnet. Die gezeigte Unterteilung der Elektrode 150, welche lediglich fiktiv sein kann, soll verdeutlichen, dass die an den unterschiedlichen Seitenwänden 123 emittierten Elektronen 204 aufgrund des mit den Elektroden
140, 150 erzeugten und parallel zur Längsachse des Szintillators 120 liegenden elektrischen Feldes E zu den unterschiedlichen Segmenten bzw. Quadranten 150a, 150b, 150c, 150d abgelenkt werden können. Hierbei werden Elektronen 204 von dem Photokathodenabschnitt 130a zu dem Segment 150a, von dem Photokathodenabschnitt 130b zu dem Segment 150b, von dem Photokathodenabschnitt 130c zu dem Segment 150c, und von dem Photokathodenabschnitt 130d zu dem Segment 150d beschleunigt.
In entsprechender Weise werden die auf die unterschiedlichen Segmente 150a, 150b, 150c, 150d auftreffenden und hier freigesetzten Elektronen 204 getrennt voneinander bzw. in ent- sprechenden (fiktiven) Segmenten der Mikrokanalplatte 161 vervielfacht. Hierdurch ist es möglich, die vervielfachten Elektronen 204 auch separat voneinander mit der (entsprechend zu Figur 4) an der Rückseite der Mikrokanalplatte 161 angeordneten Erfassungseinrichtung 171 zu erfassen.
Zu diesem Zweck ist vorgesehen, dass die Erfassungseinrichtung 171 separate Elektrodenbereiche 176a, 176b, 176c, 176d aufweist, wie anhand der schematischen AufSichtsdarstellung von Figur 6 veranschaulicht ist. Die Elektrodenbereiche 176a, 176b, 176c, 176d sind den einzelnen Seitenwänden 123 des Szintillators 120 bzw. den Photokathodenabschnitten 130a, 130b, 130c, 130d, und damit den „Vervielfachungssegmenten" der Mikrokanalplatte 161 und den Elektrodenbereichen 150a, 150b, 150c, 150d der Elektrode 150 zugeordnet, und können da- her trapezförmig ausgebildet sein. Jeder Elektrodenbereich
176a, 176b, 176c, 176d kann jeweils eine großflächige Elektrode, oder auch eine Mehrzahl an Elektroden, beispielsweise entsprechend der in Figur 4 gezeigten Struktur, aufweisen. Über die Elektrodenbereiche 176a, 176b, 176c, 176d können die getrennt voneinander erzeugten und vervielfachten Elektronen 204 separat erfasst werden. Hierauf basierend können anhand der mit den einzelnen Elektrodenbereichen 176a, 176b, 176c, 176d erfassten Ladungsmengen entsprechende Ausgangssignale erzeugt werden.
Das getrennte und segmentweise Erfassen von mittels unterschiedlicher Photokathodenabschnitte 130a, 130b, 130c, 130d erzeugter und vervielfachter Elektronen 204 bietet die Möglichkeit, den lateralen Ort der Wechselwirkung („x/y- Position") eines den Szintillator 120 anregenden Strahlungsquants 200 in dem Szintillator 120 auf einfache und genaue Weise zu bestimmen. Dabei kann ausgenutzt werden, dass der Zeitpunkt bzw. die zeitliche Entwicklung und/oder die Größe
der mit den Elektrodenbereichen 176a, 176b, 176c, 176d gewonnenen Ladungssignale von der Nähe der Wechselwirkung zu den jeweiligen Seitenwänden 123 abhängt. Zur Bestimmung des lateralen Wechselwirkungsorts können beispielsweise Summen- und/oder Differenzsignale aus den einzelnen Signalen gebildet werden. Insbesondere bei einer möglichen Ausgestaltung der Erfassungseinrichtung 171 in Form eines ASIC-Schaltkreises kann dies durch die Erfassungseinrichtung 171 selbst durchgeführt werden .
Das Ermöglichen eines Ermitteins eines lateralen Wechselwirkungsorts in einem Szintillator 120 erweist sich als günstig für ein bildgebendes System, bei dem der zugehörige Detektor aus einer Mehrzahl derartig aufgebauter Detektorelemente 103 aufgebaut ist. Neben einem hohen Wirkungsgrad und einer hohen Zeitauflösung kann der betreffende Detektor hierdurch selbst bei relativ großen lateralen Szintillatorabmessungen eine hohe laterale Ortsauflösung besitzen. Auch bei dem Detektorelement 103 kann vergleichbar zu dem Detektorelement 102 ein optionaler Photokathodenabschnitt 131 auf der Rückseite 121 des Szintillators 120 vorgesehen sein, so dass eine Anordnung wie in Figur 4 gezeigt vorliegen kann. In entsprechender Weise können die an der Rückseite 121 emit- tierten Elektronen 204 zu einem von den Segmenten 150a, 150b, 150c, 150d umschlossenen, rechteckigen Bereich der Elektrode 150 beschleunigt werden, hier unter Freisetzung weiterer Elektronen 204 auftreffen, und können die Elektronen 204 erneut separat (d.h. getrennt von den Elektronen 204 der ande- ren Segmente 150a, 150b, 150c, 150d) in der Mikrokanalplatte 161 vervielfacht werden. Auch diese Elektronen 204 können mit der Erfassungseinrichtung 171 separat erfasst werden. Zu diesem Zweck kann die Erfassungseinrichtung 171 einen (optionalen) von den Elektrodenbereichen 176a, 176b, 176c, 176 um- schlossenen rechteckigen Elektrodenbereich 177 aufweisen, wie in Figur 6 angedeutet ist. Der „zentrale" Elektrodenbereich 177 kann wie die anderen Elektrodenbereiche 176a, 176b, 176c, 176d eine großflächige Elektrode, oder auch eine Mehrzahl an
Elektroden zum Erfassen von vervielfachten Elektronen 204 aufweisen .
Bei den vorstehend beschriebenen Detektorelementen 102, 103 ist die Anordnung aus Mikrokanalplatte 161 (mit Elektrodenbe- schichtung 150) und Erfassungseinrichtung 171 im Bereich der Rückseite 121 des Szintillators 120 vorgesehen. Alternativ ist jedoch auch eine hierzu symmetrische Ausgestaltung der Detektorelemente 102, 103 möglich, wobei die Anordnung aus Mikrokanalplatte 161 und Erfassungseinrichtung 171 im Bereich der Vorderseite 122 des Szintillators 120 vorgesehen ist. Die als Kathode dienende Elektrode 140 ist in dieser Ausgestaltung an bzw. auf der Rückseite 121 des Szintillators 120, und ein optionaler Photokathodenabschnitt 131 auf der Vorderseite 122 des Szintillators 120 angeordnet. Dabei kann die zu de- tektierende hochenergetische Strahlung (ohne Wechselwirkung) durch die Erfassungseinrichtung 171, die Mikrokanalplatte 161 (einschließlich der Elektrode 150) und den optionalen Photokathodenabschnitt 131 transmittiert werden und anschließend in den Szintillator 120 einfallen, wobei erneut die oben beschriebenen Prozesse auftreten können.
Eine weitere mögliche Variante besteht in einem Vorsehen von Mikrokanalplatten und Erfassungseinrichtungen an unterschied- liehen Seiten, insbesondere an den beiden Stirnseiten 121,
122 des Szintillators 120, und einem Hervorrufen von Elektronenbewegungen in unterschiedliche bzw. einander entgegen gesetzte Richtungen. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, auch die Höhe bzw. Tiefe einer Wechselwirkung in dem Szintil- lator 120 zu erfassen. Eine mögliche Ausgestaltung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert.
Figur 7 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung von Bestandteilen eines weiteren Detektorelements 104. Neben dem quaderförmigen Szintillator 120, auf dessen vier Seitenwänden 123 (erneut) jeweils Photokathodenabschnitte 130a, 130b, 130c, 130d zum photoelektrischen Erzeugen von Elektronen 204 angeordnet sind, weist das Detektorelement 104 eine
spiegelsymmetrische Elektrodenanordnung zum Hervorrufen unterschiedlicher Elektronenbewegungen auf.
Die Elektrodenanordnung umfasst zwei L-förmige Elektroden 141, 142 im Bereich der Vorderseite 122 des Szintillators 120, und zwei weitere L-förmige Elektroden 151, 152 im Bereich der Rückseite 121 des Szintillators 120. Dabei bilden die beiden Elektroden 141, 142, welche seitlich über den Rand der Vorderseite 122 des Szintillators 120 hervorstehen bzw. (wenigstens) in einem Bereich seitlich der Seitenwände 123 vorliegen, eine rahmenförmige Struktur. In gleicher Weise bilden die beiden anderen Elektroden 151, 152, welche seitlich über den Rand der Rückseite 121 des Szintillators 120 hervorstehen bzw. (wenigstens) in einem Bereich seitlich der Seitenwände 123 vorliegen, ebenfalls eine rahmenförmige Struktur .
Sowohl die Elektroden 141, 151, als auch die Elektroden 142, 152 sind zueinander parallel und übereinander angeordnet. Des Weiteren ist das Elektrodenpaar 141, 151 im Bereich der Photokathodenabschnitte 130a, 130d, und das andere Elektrodenpaar 142, 152 im Bereich der Photokathodenabschnitte 130b, 130c angeordnet. Dieser Zusammenhang ist auch in der schematischen AufSichtsdarstellung von Figur 8 dargestellt.
Wie ferner in Figur 7 angedeutet ist, kann über die beiden sich gegenüberliegenden Elektroden 141, 151 ein elektrisches Feld E in Richtung der unteren Elektrode 151 hergestellt sein, wobei die Elektrode 141 eine Kathode, und die andere Elektrode 151 eine Anode bzw. Dynode darstellen kann. Auf diese Weise können die über die Photokathodenabschnitte 130a, 130d erzeugten Elektronen 204 nach unten in Richtung der Elektrode 151 beschleunigt werden. Über die beiden anderen sich gegenüberliegenden Elektroden 142, 152 kann hingegen ein elektrisches Feld E in der entgegen gesetzten Richtung, d.h. in Richtung der oberen Elektrode 142, hergestellt sein, wobei hier die Elektrode 152 eine Kathode, und die andere Elektrode 142 eine Anode bzw. Dynode darstellen kann. Auf diese Weise
können die von Photokathodenabschnitten 130b, 130c emittierten Elektronen 204 nach oben in Richtung der Elektrode 142 beschleunigt werden. Die mit den Elektrodenpaaren 141, 151 und 142, 152 erzeugten elektrischen Felder E sind erneut pa- rallel zur Längsachse des Szintillators 120 orientiert.
Figur 9 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung des Detektorelements 104 mit zusätzlichen Bestandteilen zum Erfassen der in unterschiedliche Richtungen bewegten Elektro- nen 204. Das Detektorelement 104 weist eine erste und zweite Mikrokanalplatte 161, 162, und eine erste und zweite Erfassungseinrichtung 171, 172 auf. Diese Komponenten 161, 162, 171, 172 können wie oben anhand der Detektorelemente 101, 102 beschrieben aufgebaut sein.
Wie in Figur 9 gezeigt ist, ist die erste Mikrokanalplatte 161 im Bereich der Rückseite 121 des Szintillators 120 bzw. der Rückseite 121 gegenüberliegend angeordnet. Auch sind die beiden Elektroden 151, 152 auf der Vorderseite der Mikroka- nalplatte 161 angeordnet. Hierbei kann ein Aufbau vergleichbar zu Figur 4 vorliegen, d.h. dass die Elektroden 151, 152 ein zu der Elektrode 150 vergleichbares Oberflächenprofil und Kanäle der Mikrokanalplatte 161 freilegende Öffnungen umfassen können. Des Weiteren können der Szintillator 120 und die Mikrokanalplatte 161 direkt aneinandergrenzen, wobei die Mikrokanalplatte 161 zum Beispiel eine oder mehrere hervorstehende Stützstrukturen umfassen kann. Die an der Rückseite der Mikrokanalplatte 161 vorgesehene Erfassungseinrichtung 171 kann direkt mit der Mikrokanalplatte 161 verbunden sein, und eine oder mehrere Auffangelektroden zum Erfassen von in der Mikrokanalplatte 161 vervielfachten Elektronen 204 umfassen.
Eine hierzu symmetrische Ausgestaltung ist für die zweite Mikrokanalplatte 162 und die zweite Erfassungseinrichtung 172 vorgesehen. Die zweite Mikrokanalplatte 162 ist im Bereich der Vorderseite 122 des Szintillators 120 bzw. der Vorderseite 122 gegenüberliegend angeordnet. Auch sind die beiden anderen Elektroden 141, 142 auf der Vorderseite der Mikrokanal-
platte 162 angeordnet. Hierbei kann ebenfalls ein Aufbau vergleichbar zu Figur 4 vorliegen, d.h. dass die Elektroden 141, 142 ein zu der Elektrode 150 vergleichbares Oberflächenprofil und Kanäle der Mikrokanalplatte 162 freilegende Öffnungen um- fassen können. Des Weiteren können der Szintillator 120 und die Mikrokanalplatte 162 direkt aneinandergrenzen, wobei die Mikrokanalplatte 162 ebenfalls zum Beispiel eine oder mehrere hervorstehende Stützstrukturen umfassen kann. Die an der Rückseite der Mikrokanalplatte 162 vorgesehene Erfassungsein- richtung 172 kann (entgegen der Darstellung in Figur 9) direkt mit der Mikrokanalplatte 162 verbunden sein, und eine oder mehrere Auffangelektroden zum Erfassen von in der Mikrokanalplatte 162 vervielfachten Elektronen 204 umfassen.
Im Betrieb des Detektorelements 104 kann der Szintillator 120 mit der Vorderseite 122 der zu detektierenden hochenergetischen Strahlung zugewandt sein, wobei die Strahlung die Erfassungseinrichtung 172 und die Mikrokanalplatte 162 trans- mittieren und anschließend in den Szintillator 120 einfallen kann. Die infolge einer Wechselwirkung erzeugte Szintillati- onsstrahlung kann an den Seitenwänden 123 des Szintillators über die Photokathodenabschnitte 130a, 130b, 130c, 130d in Elektronen 204 umgesetzt werden, welche in der oben anhand der Figuren 7, 8 beschriebenen Weise abhängig von dem jeweils emittierenden Photokathodenabschnitt 130a, 130b, 130c, 130d in unterschiedliche Richtungen und zu unterschiedlichen Elektroden 142 oder 151 beschleunigt werden. Die auf die Elektroden 142, 151 auftreffenden Elektronen 204 können weitere Elektronen 204 freisetzen. Die Elektronen 204 werden ferner in den zugehörigen Mikrokanalplatten 161, 162 vervielfacht, und von den zugehörigen Erfassungseinrichtungen 171, 172 erfasst.
Dabei werden von den Photokathodenabschnitten 130a, 130d er- zeugte Elektronen 204 über die Elektroden 141, 151 zu der unteren Mikrokanalplatte 161 beschleunigt, hier vervielfacht und mit der Erfassungseinrichtung 171 erfasst. Die von den Photokathodenabschnitten 130b, 130c erzeugten Elektronen 204
werden hingegen über die Elektroden 152, 142 zu der oberen Mikrokanalplatte 162 beschleunigt, hier vervielfacht und mit der Erfassungseinrichtung 172 erfasst. Das Erfassen von Elektronen 204 bzw. Elektronenlawinen in unterschiedlichen Richtungen bietet die Möglichkeit, die Höhe bzw. Tiefe („z-Position") einer Wechselwirkung eines den Szintillator 120 anregenden Strahlungsquants 200 zu ermitteln. Dabei kann ausgenutzt werden, dass der Zeitpunkt bzw. die zeitliche Entwicklung und/oder die Größe der mit den Erfassungseinrichtungen 171, 172 erfassten Ladungssignale abhängig ist von der Nähe der Wechselwirkung zu der Vorderbzw. Rückseite 122, 121 des Szintillators 120. Auch hierbei können entsprechende Summen- und/oder Differenzsignale aus einzelnen mit den Erfassungseinrichtungen 171, 172 gewonnenen Messsignalen gebildet werden.
Wie oben beschrieben ist, können sämtliche Elektroden 141, 142, 151, 152 des Detektorelements 104 ein strukturiertes Oberflächenprofil und Öffnungen zum Freilegen von Kanälen der jeweiligen Mikrokanalplatten 161, 162 umfassen. Auf diese Weise ist die Möglichkeit gegeben, dass die Elektroden der beiden Elektrodenpaare 141, 142 und 151, 152 wechselweise sowohl als Kathode als auch als Dynode (zu welcher Elektronen 204 beschleunigt werden) einsetzbar sind. Beispielsweise kann auch vorgesehen sein, entgegen der Darstellung in den Figuren 7 und 9 mit dem Elektrodenpaar 141, 151 ein nach oben in Richtung der Mikrokanalplatte 162, und mit dem Elektrodenpaar 142, 152 ein nach unten in Richtung der Mikrokanalplatte 161 gerichtetes elektrisches Feld E zu erzeugen, was abhängig von der an den Elektrodenpaaren 141, 151 bzw. 142, 152 jeweils angelegten Spannung festgelegt werden kann. Auch kann gegebenenfalls in Betracht kommen, Elektronen 204 lediglich in einer Richtung zu vervielfachen und zu erfassen, wobei mit den Elektrodenpaaren 141, 151 und 142, 152 „gleichgerichtete" elektrische Felder E erzeugt werden. Bei einer Funktion als Dynode können die zu der betreffenden Elektrode beschleunigten Elektronen 204 auf dieser auftreffen und weitere Elektro-
nen 204 freisetzen, wobei die Elektronen 204 nachfolgend über die Öffnungen in die Kanäle der jeweiligen Mikrokanalplatte 161, 162 eintreten und vervielfacht werden können. Anstelle einer solchen flexiblen Betriebsweise kann für die Elektrodenpaare 141, 151 und 142, 152 auch eine fest vorgegebene Funktion als Kathode und Dynode vorgesehen sein. Eine als Kathode betriebene Elektrode bedarf hierbei keiner strukturierten Oberfläche und auch keiner Öffnungen, da zu einer solchen Elektrode auch keine Elektronen 204 beschleunigt werden. Auch ist es nicht erforderlich, dass eine Mikrokanalplatte im Bereich einer solchen Elektrode mit Kanälen versehen ist. Im Hinblick auf eine solche fest vorgegebene Betriebsweise der Elektrodenpaare 141, 151 und 142, 152 kann daher abweichend von der obigen Beschreibung vorgesehen sein, dass eine als Kathode betriebene Elektrode ohne Oberflächenprofil und ohne Öffnungen, und damit eine zugehörige Mikrokanalplatte in diesem Bereich gegebenenfalls auch keine Kanäle umfasst. Die als Kathode betriebene Elektrode kann hierbei als ebene zusammenhängende Schicht vorliegen.
Im Hinblick auf das Detektorelement 104 von Figur 9 ist ferner die Möglichkeit gegeben, dass vergleichbar zu dem Detektorelement 102 eine weitere (optionale) Photokathodenschicht auf einer der Stirnseiten 121, 122 des Szintillators 120 vorgesehen ist. Möglich ist es auch, gegebenenfalls beide Stirnseiten 121, 122 (teilweise) mit einer Photokathode zu beschichten. Bei derartigen Ausgestaltungen kann das Detektorelement 104 eine entsprechende Elektrodenanordnung aufweisen, mit deren Hilfe auch die an der bzw. an den Stirnseiten 121, 122 emittierten Elektronen 204 in Richtung der zugehörigen Mikrokanalplatte 161 bzw. 162 beschleunigt werden können. Hierzu kann die in den Figuren 7 bis 9 gezeigte Elektrodenanordnung mit den Elektroden 141, 142, 151, 152 derart abgewan- delt sein, dass auch in den von den Elektroden 141, 142 und den Elektroden 151, 152 rahmenförmig umschlossenen Bereichen entsprechende Elektroden bzw. Elektrodenschichten angeordnet sind. Auch derartige Elektroden können auf den Mikrokanal-
platten 161, 162 angeordnet sein und (gegebenenfalls) ein Oberflächenprofil und Öffnungen umfassen.
Anstelle ein Detektorelement mit lediglich einem einzelnen Szintillator 120 auszubilden, sind auch modulartige Ausgestaltungen von Detektorelementen mit mehreren nebeneinander angeordneten Szintillatoren 120 möglich, welche gemäß den oben aufgezeigten Ansätzen aufgebaut sein können. Mögliche Ausführungsbeispiele, welche sich gegebenenfalls kostengüns- tig verwirklichen lassen und welche auf den oben beschriebenen Detektorelementen 102, 103, 104 basieren, werden im Folgenden näher beschrieben. Dabei wird darauf hingewiesen, dass in Bezug auf Details zu gleichartigen oder übereinstimmenden Aspekten und Komponenten auf die obigen Ausführungen zu den Detektorelementen 102, 103, 104 Bezug genommen wird.
Figur 10 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines weiteren Detektorelements 105, welches vergleichbar zu dem Detektorelement 102 von Figur 3 aufgebaut ist und drei nebeneinander angeordnete Szintillatoren 120 umfasst. Die quaderförmigen Szintillatoren 120 sind an (sämtlichen) Seitenwänden 123 mit Photokathodenabschnitten 130 versehen. Möglich ist auch eine weitere Photokathodenbeschichtung an den Rückseiten 121 der Szintillatoren 120.
Eine als Kathode eingesetzte plattenförmige Elektrode 140 ist im Bereich der Vorderseiten 122 bzw. auf den Vorderseiten 122 der Szintillatoren 120 angeordnet, und erstreckt sich seitlich über deren Ränder. Eine andere Elektrode 150 ist auf ei- ner den drei Szintillatoren 120 zugeordneten Mikrokanalplatte 161 angeordnet, wobei die Mikrokanalplatte 161 im Bereich der Rückseiten 121 der Szintillatoren 120 bzw. den Rückseiten 121 gegenüberliegend angeordnet ist. Die Elektrode 150 und die Mikrokanalplatte 161 erstrecken sich seitlich über die Ränder der Rückseiten 121 der Szintillatoren 120. Die Mikrokanalplatte 161 und die Elektrode 150 können eine Ausgestaltung entsprechend zu Figur 4 besitzen, so dass in Bezug auf weitere Details auf die obigen Ausführungen verwiesen wird. Dies
gilt in gleicher Weise auch für eine an der Mikrokanalplatte 161 angeordnete Erfassungseinrichtung 171.
Über die Elektroden 140, 150 kann erneut ein elektrisches Feld E parallel zu den Längsachsen der Szintillatoren 120 erzeugt werden, wodurch an den Seitenwänden 123 der Szintillatoren photoelektrisch erzeugte Elektronen 204 zu der Elektrode 150 beschleunigt werden können. Auch (gegebenenfalls) an den Rückseiten 121 emittierte Elektronen 204 können zu der Elektrode 150 beschleunigt werden. Hier können die Elektronen 204 erneut aus der Elektrode 150 weitere Elektronen 204 herausschlagen, in der Mikrokanalplatte 161 (weiter) vervielfacht, und mit der Erfassungseinrichtung 171 erfasst werden. Eine Elektronenbewegung findet auch in den Spalten zwischen den einzelnen Szintillatoren 120 statt. Zur Veranschaulichung zeigt Figur 11 eine schematische seitliche Darstellung der drei nebeneinander angeordneten Szintillatoren 120 des Detektorelements 105 von Figur 10. Die Szintillatoren 120 können relativ nah zueinander angeordnet sein, wodurch ein Verlust in Form von sich zwischen den Szintillatoren 120 bewegenden und damit nicht mit den Szintillatoren 120 wechselwirkenden Strahlungsquanten 200 (weitgehend) vermieden werden kann. Beispielsweise sind relativ kleine Abstände im Bereich von einigen lOym bis einigen lOOym zwischen den Szintillatoren
120 möglich. Wie in Figur 11 angedeutet ist, können die mittels der Photokathodenabschnitte 130 an den Seitenwänden 123 erzeugten Elektronen 204 in den Lücken zwischen den Szintillatoren 120 (ebenfalls) zu der Elektrode 150 bzw. zu der Mik- rokanalplatte 161 beschleunigt werden.
Im Hinblick auf das Detektorelement 105 ist die Möglichkeit gegeben, sämtliche von den Szintillatoren 120 kommende bzw. photoelektrisch erzeugte und in der Mikrokanalplatte 161 vervielfachte Elektronen 204 gemeinsam mit der Erfassungseinrichtung 171 zu erfassen. Alternativ ist es auch möglich, von den einzelnen Szintillatoren 120 kommende und vervielfachte Elektronen 204 unabhängig bzw. getrennt voneinander zu erfas-
sen. Hierzu kann die Erfassungseinrichtung 171 den einzelnen Szintillatoren 120 zugeordnete Elektrodenbereiche aufweisen.
Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, das Detektorele- ment 105 bzw. dessen Erfassungseinrichtung 171 vergleichbar zu dem Detektorelement 103 für ein getrenntes Erfassen von mit unterschiedlichen Photokathoden 130 bzw. an unterschiedlichen Seitenwänden 123 eines Szintillators 120 erzeugten und vervielfachten Elektronen 204 auszubilden, so dass auch hier- bei ein lateraler Wechselwirkungsort in einem Szintillator 120 ermittelt werden kann. Zu diesem Zweck kann die Erfassungseinrichtung 171 mit mehreren Elektrodenbereichen bzw. Segmenten pro Szintillator 120 versehen sein, welche den einzelnen Photokathodenabschnitten 130 der Szintillatoren 120 zugeordnet sind.
Bei einer modulartigen Ausgestaltung eines Detektorelements mit mehreren Szintillatoren 120 kann auch ein Hervorrufen von Elektronenbewegungen in unterschiedliche Richtungen in Be- tracht kommen. Zur beispielhaften Veranschaulichung ist in
Figur 12 in einer schematischen perspektivischen Darstellung ein weiteres Detektorelement 106 mit drei nebeneinander angeordneten Szintillatoren 120 dargestellt, welches vergleichbar zu dem Detektorelement 104 von Figur 9 aufgebaut ist. Das De- tektorelement 106 weist daher erneut eine Elektrodenanordnung aus übereinander angeordneten bzw. sich gegenüberliegenden Elektroden 145, 155 auf, wobei die Elektroden 155 auf der Vorderseite einer ersten Mikrokanalplatte 161, und die anderen Elektroden 145 auf der Vorderseite einer zweiten Mikroka- nalplatte 162 vorgesehen sind. Die erste Mikrokanalplatte 161 ist im Bereich der Rückseiten 121, und die zweite Mikrokanalplatte 162 im Bereich der Vorderseiten 122 der Szintillatoren 120 angeordnet. Der ersten Mikrokanalplatte 161 ist eine erste Erfassungseinrichtung 171, und der zweiten Mikrokanalplat- te 162 eine zweite Erfassungseinrichtung 172 zugeordnet.
Über die sich paarweise gegenüberliegenden Elektroden 145, 155, welche zum Teil L-förmig und zum Teil T-förmig ausgebil-
det sind, und welche an unterschiedlichen Seitenwänden 123 bzw. Photokathodenabschnitten 130 der Szintillatoren 120 angeordnet sind, können erneut elektrische Felder E in unterschiedlichen bzw. einander entgegen gesetzten Richtungen hergestellt werden. Auf diese Weise können an unterschiedlichen Seitenwänden 123 der Szintillatoren 120 emittierte Elektronen 204 erneut in unterschiedliche Richtungen, und damit entweder zu der ersten oder der zweiten Mikrokanalplatte 161, 162 beschleunigt werden. Die hier vervielfachten Elektronen 204 können mit den jeweiligen Erfassungseinrichtungen 171, 172 erfasst werden, wodurch sich hierauf basierend eine Tiefe bzw. Höhe von Wechselwirkungen in den Szintillatoren 120 ermitteln lässt.
Die anhand der Figuren erläuterten Ausführungsformen stellen bevorzugte bzw. beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung dar. Neben den beschriebenen und abgebildeten Ausführungsformen sind weitere Ausführungsformen vorstellbar, welche weitere Abwandlungen und/oder Kombinationen von beschriebenen Merkmalen umfassen können. Auch können die anhand der Figuren erläuterten Detektoren bzw. Detektorelemente neben den gezeigten und beschriebenen Strukturen auch weitere, nicht dargestellte Strukturen umfassen. Ein mögliches Beispiel ist eine Anschlussstruktur, welche mit einem oder mehreren Photokathodenabschnitten verbunden ist, um die photoelektrische Emission von Elektronen durch Aufladen des Photokathodenabschnitts oder der mehreren Photokathodenabschnitte wieder „auszugleichen" .
Des Weiteren ist es möglich, für ein Detektorelement bzw. dessen Komponenten andere als die oben angegebenen Materialien zu verwenden. Im Hinblick auf alternative Materialien kann zum Beispiel anstelle eines Halbleitermaterials bzw. anstelle von Silizium ein Glasmaterial (als Grundmaterial) für eine Mikrokanalplatte in Betracht kommen.
Auch kann ein Detektorelement bzw. können dessen Komponenten andere als die oben angegebenen Abmessungen aufweisen, und
kann ein Detektorelement bzw. können dessen Komponenten mit anderen Geometrien ausgebildet sein, welche von den in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen abweichen. Andere Geometrien können beispielsweise für Elektrodenanordnungen, insbesondere für Elektrodenanordnungen zum Hervorrufen von Elektronenbewegungen in entgegen gesetzte Richtungen, in Betracht kommen .
Des Weiteren kann ein Szintillator 120 anstelle einer Quaderform eine andere Form mit zwei sich gegenüberliegenden Stirnseiten und (wenigstens) einer Seitenwand zwischen den Stirnseiten aufweisen, wobei die Stirnseiten über die Seitenwand miteinander verbunden sind, und ein Photokathodenabschnitt auf der Seitenwand vorgesehen sein kann. Ein mögliches Beispiel ist ein Szintillator mit einer Zylinder- bzw. Kreiszylinderform. Hierbei kann ein Photokathodenabschnitt auf einer Seitenwand (Mantel) zwischen den Stirnseiten des Szintilla- tors vorgesehen sein, welcher den Szintillator insbesondere vollständig umschließen kann, um eine zu der Seitenwand abgestrahlte Szintillationsstrahlung auf effiziente Weise in Elektronen umzusetzen.
Im Hinblick auf einen Szintillator mit zwei sich gegenüberliegenden Stirnseiten und mehreren dazwischen befindlichen Seitenwänden kann ferner vorgesehen sein, nur auf einer einzelnen Seitenwand einen Photokathodenabschnitt oder nur auf einem Teil der Seitenwände Photokathodenabschnitte anzuordnen, so dass eine oder mehrere Seitenwände unbeschichtet sind. Möglich ist es auch, bei einem Szintillator mit einer oder mehreren zwischen zwei Stirnseiten angeordneten Seitenwänden eine oder mehrere Seitenwände nicht vollständig, sondern lediglich in einem Teilbereich mit einem Photokathodenabschnitt zu versehen. Auch kann vorgesehen sein, Photokathodenabschnitte lediglich auf Seitenwänden von Szintillatoren auszubilden, und die Stirnseiten der Szintillatoren unbeschichtet zu lassen. Bei derartigen Ausgestaltungen kann eine Mikrokanalplatte derart ausgebildet sein, dass Mikrokanäle nur in denjenigen Teilbereichen vorliegen, zu welchen auch zu
vervielfachende Elektronen bewegt werden. In entsprechender Weise kann eine auf einer Mikrokanalplatte angeordnete und als Dynode fungierende Elektrode, zu welcher Photoelektronen beschleunigt werden, nur in einem Teilbereich auf der betreffenden Mikrokanalplatte (bzw. deren Vorderseite) ausgebildet sein. Hierzu vergleichbar kann eine Erfassungseinrichtung eine oder mehrere Auffangelektroden nur in einem (Teil- ) Bereich umfassen, in welchem Kanäle bzw. zur Elektronenvervielfachung genutzte Kanäle einer zugehörigen Mikrokanalplatte vorliegen.
Auch bei derartigen Geometrien, Ausgestaltungen und Beschich- tungen eines Szintillators können die oben angegebenen Ansätze in analoger Weise in Betracht kommen, um zum Beispiel mit unterschiedlichen Photokathodenabschnitten oder mit unterschiedlichen Teilabschnitten eines Photokathodenabschnitts erzeugte Elektronen separat zu vervielfachen und zu erfassen, und gegebenenfalls in unterschiedliche Richtungen abzulenken bzw. beschleunigen, usw.
Bei einer modulartigen Ausgestaltung eines Detektorelements können anstelle von drei nebeneinander angeordneten Szintil- latoren 120 (siehe Figuren 10, 12) auch andere Anzahlen an nebeneinander angeordneten Szintillatoren 120 vorgesehen sein. Dabei besteht ferner die Möglichkeit, dass die Szintillatoren 120 beispielsweise matrixförmig in Form von Zeilen und Spalten nebeneinander angeordnet sind. Hierbei erweist sich die in den Figuren gezeigte quaderförmige Ausgestaltung der Szintillatoren 120 als vorteilhaft, um die Szintillatoren 120 relativ nah und mit kleinen Lücken nebeneinander anzuordnen .
Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.