Stützelemente für ein optisches Element
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Für diese Anmeldung wird der Benefit nach 35 U. S. C. 1 19(e)(1 ) der US-Provisional Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 61/114,540 beansprucht, die am 14.11.2008 angemeldet wurde. Ferner wird die Priorität der deutschen Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen 10 2008 049 746.0 beansprucht, welche am 30.09.2008 angemeldet wurde.
Der Inhalt der US-Provisional Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 61/114,540, sowie der Inhalt der deutschen Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen 10 2008 049 746.0 ist jeweils Teil dieser Patentanmeldung und wird hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung eingeschlossen.
Diese Anmeldung umfasst durch Bezugnahme eingeschlossene Referenzen, die Teil dieser Anmeldung sind. Sollte eine Inkonsistenz zwischen der expliziten Offenbarung der vorliegenden Anmeldung und der Offenbarung einer durch Bezugnahme eingeschlossenen Referenz auftreten, so soll die Offenbarung der vorliegenden Anmeldung Vorrang haben.
Die vorliegende Erfindung betrifft Stützelemente für ein optisches Element sowie Verfahren zum Abstützen eines optischen Elements. Die Erfindung lässt sich im Zusammenhang mit beliebigen optischen Einrichtungen bzw. optischen Abbildungsverfahren anwenden. Insbesondere lässt sie sich im Zusammenhang mit der bei der Herstellung mikroelektronischer Schaltkreise verwendeten Mikrolithographie einsetzen.
Insbesondere im Bereich der Mikrolithographie ist es neben der Verwendung mit möglichst hoher Präzision ausgeführter Komponenten unter anderem erforderlich, die Position und Orientierung optischer Module der Abbildungseinrichtung, also beispielsweise der Module mit optischen Elementen wie Linsen, Spiegeln oder Gittern aber auch der verwendeten Masken und Substrate, im Betrieb möglichst präzise gemäß vorgegebenen Sollwerten einzustellen bzw. solche Komponenten in einer vorgegebenen Position bzw. Geometrie zu stabilisieren, um eine entsprechend hohe Abbildungsqualität zu erzielen (wobei im Sinne der vorliegenden Erfindung der Begriff optisches Modul sowohl optische Elemente alleine als auch Baugruppen aus solchen optischen Elementen und weiteren Komponenten, wie z. B. Fassungsteilen etc., bezeichnen soll).
Zu diesem Zweck werden häufig Stützeinrichtungen eingesetzt, bei denen mehrere Stützelemente nach Art einer Parallelkinematik zusammenwirken, um das optische Element in allen sechs Freiheitsgraden zu positionieren und zu orientieren. Ein typisches Beispiel für derartige Parallelkinematiken sind so genannte Hexapoden, bei denen sechs Stützelemente (meist in drei Zweiergruppen, so genannten Bipoden) das optische Element bezüglich einer größeren Stützeinheit in Form einer ringförmigen Halterung positionieren und orientieren. Häufig werden dabei für die Stützelemente einfache, blattfederartige Elemente eingesetzt, wie dies beispielsweise aus der WO 02/16993 A1 (Shibazaki) bekannt ist, deren gesamte Offenbarung hierin durch Bezugnahme eingeschlossen wird.
Diese Gestaltungen haben häufig den Nachteil, dass sie senkrecht zur Ebene der Halterung weist vergleichsweise hoch bauen, sodass die Manipulatoren bei einem Design des optischen Systems mit nahe beieinander liegenden optischen Elementen meist miteinander verschachtelt angeordnet werden müssen, um den gewünschten Abstand zwischen den optischen Elementen zu gewährleisten. Dies zieht den weiteren Nachteil nach sich, dass die optischen Elemente nur begrenzt (beispielsweise um die optische Achse des Systems) gegeneinander verdreht eingebaut werden können, sodass es häufig nicht möglich ist, zwei oder mehrere optische Elemente so zu kombinieren, dass sich (beispielsweise durch die Deformationen der Optiken bedingte) Abbildungsfehler der optischen Elemente kompensieren.
Aus der EP 1 632 799 A1 (Shibazaki), deren gesamte Offenbarung hierin durch Bezugnahme eingeschlossen wird, ist eine in Richtung der optischen Achse niedrig bauende Hexapod-
Struktur bekannt, bei der das optische Element über sechs Stützkörper abgestützt ist, die jeweils an beiden Enden über ein nach Art eines Kugelgelenks wirkendes Biegegelenk an den angrenzenden Bauteilen angelenkt sind. Die Verstellung des optischen Elements erfolgt hierbei, indem der der äußeren Stützstruktur zugeordnete Anlenkpunkt des Stützkörpers tangential zur Umfangsrichtung des optischen Elements verschoben wird, sodass der dem optischen Element zugeordnete Anlenkpunkt des Stützkörpers unter anderem in Richtung der optischen Achse des optischen Elements verschoben wird.
Durch die verwendete kugelgelenkartige Anlenkung lässt sich zwar auf kleinem Raum die gewünschte Stellkinematik erzielen, es besteht jedoch das Problem, dass die beiden Biegegelenke nur eine vergleichsweise geringe Querschnittsfläche aufweisen, sodass es schon unter statischer Belastung, vor allen Dingen aber unter dynamischer Belastung (mit hohen Beschleunigungen) zu relativ hohen Spannungen in den Biegegelenken kommt. Dies hat zur Konsequenz, dass zum einen die Standzeit der Manipulatorik des optischen Elements begrenzt ist bzw. nur vergleichsweise geringe Beschleunigungen zulässig sind und damit (bei einer vorgegebenen Regelbandbreite) nur relativ geringe Verstellwege realisiert werden können. Dies
ist angesichts der fortdauernden Tendenz zu steigenden Verfahrwegen bei steigender Regelbandbreite äußerst nachteilig.
Ein weiterer Nachteil dieser Gestaltung liegt darin, dass die im Bereich der Kugelgelenke möglichen Kippbewegungen zu einer Verfälschung der Position des dem optischen Element zugeordneten Anlenkpunkts in Richtung der optischen Achse und damit einer reduzierten Positioniergenauigkeit führen können.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Stützelement sowie ein Verfahren zum Abstützen eines optischen Elements zur Verfügung zu stellen, welche die oben genannten Nachteile nicht oder zumindest in geringerem Maße aufweisen und insbesondere auf einfache Weise eine hohe Genauigkeit sowie eine hohe Regelbandbreite bei der Positionierung und Orientierung des optischen Elements bei großen Verstellwegen (mithin also hohe Beschleunigungen am optischen Element) und bei hohen Standzeiten des Stützelements ermöglichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass man auf einfache Weise eine besonders hohe Genauigkeit sowie eine besonders hohe Regelbandbreite bei der Positionierung und Orientierung des optischen Elements bei großen Verstellwegen und hohen Standzeiten des Stützelements erzielen kann, indem man die Biegegelenke des Stützelements als quer zu ihrer Biegeachse langgestreckte Biegegelenke ausführt. Hiermit wird in einfacher Weise die Querschnittsfläche des jeweiligen Biegegelenks erhöht, sodass auch bei hohen dynamischen Belastungen vergleichsweise moderate Spannungen auftreten.
Diese Gestaltung hat zudem den Vorteil, dass die Biegegelenke so gestaltet werden können, dass die Bereiche, in denen Bewegungen in den unterschiedlichen Freiheitsgraden zugelassen bzw. eingeschränkt werden, klar unterschiedlichen Bereichen des Stützelements zugeordnet und einfacher erfasst werden können. So kann beispielsweise die Beweglichkeit des Stützelements im Bereich des Stützkörpers in vorteilhafter Weise stark auf Bewegungen in wenigen Freiheitsgraden eingeschränkt werden, während die Bewegungsentkopplung in den übrigen Freiheitsgraden an anderen Stellen des Stützelements erfolgt. Hierdurch sinkt die Komplexität des Regelungskonzepts und es ist eine Erhöhung der Genauigkeit bei der Positionierung und Orientierung des optischen Elements möglich.
Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung daher ein Stützelement für ein optisches Element, insbesondere für die Mikrolithographie, mit einem Stützkörper, einem ersten Anschlusselement zum Anschluss des Stützkörpers an eine äußere Stützeinheit und einem zweiten Anschlusselement zum Anschluss des Stützkörpers an dem optischen Element. Das Stützelement ist dazu ausgebildet, mit weiteren Stützelementen nach Art einer Parallelkinematik zum Positionieren und Orientieren des optischen Elements bezüglich der äußeren Stützeinheit in sechs Freiheitsgraden zusammenzuwirken.
Der Stützkörper umfasst eine Mehrzahl von ersten Biegegelenken, während das erste Anschlusselement und/oder das zweite Anschlusselement wenigstens ein zweites Biegegelenk aufweist, wobei jedes der ersten und zweiten Biegegelenke eine Biegeachse definiert. Über die Mehrzahl von ersten und zweiten Biegegelenken ist eine Bewegungseinschränkung des optischen Elements bezüglich der Stützeinheit in höchstens zwei Freiheitsgraden realisierbar. Jedes der ersten und zweiten Biegegelenke ist entlang der Biegeachse langgestreckt ausgebildet.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Stützelement für ein optisches Element, insbesondere für die Mikrolithographie, mit einem Stützkörper, einem ersten Anschlusselement zum Anschluss des Stützkörpers an eine äußere Stützeinheit und einem zweiten Anschlusselement zum Anschluss des Stützkörpers an dem optischen Element, wobei das Stützelement dazu ausgebildet ist, mit weiteren Stützelementen nach Art einer Parallelkinematik zum Positionieren und Orientieren des optischen Elements bezüglich der äußeren Stützeinheit in sechs Freiheitsgraden zusammenzuwirken. Das erste Anschlusselement ist dazu ausgebildet, dem Stützkörper an einem ersten Anschlussbereich zu dem ersten Anschlusselement eine Verschiebung in einer ersten Richtung aufzuprägen, um eine Verschiebung eines zweiten Anschlussbereichs des zweiten Anschlusselements an dem Stützkörper in einer zweiten Richtung zu erzeugen. Der Stützkörper umfasst eine Mehrzahl von ersten Biegegelenken, während das erste Anschlusselement und/oder das zweite Anschlusselement wenigstens ein zweites Biegegelenk aufweist. Die ersten Biegegelenke sind derart ausgebildet und angeordnet, dass sie eine Rotation des zweiten Anschlussbereichs bezüglich des ersten Anschlussbereichs um eine Drehachse verhindern, die in einer durch die erste Richtung und die zweite Richtung definierten Bewegungsebene liegt.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein optisches Modul, insbesondere für die Mikrolithographie, mit einem optischen Element, einer Mehrzahl von Stützelementen und einer äußeren Stützeinheit, wobei die Mehrzahl von Stützelementen das optische Element nach Art einer Parallelkinematik bezüglich der äußeren Stützeinheit in sechs
Freiheitsgraden positioniert und orientiert. Wenigstens eines der Mehrzahl von Stützelementen ein erfindungsgemäßes Stützelement.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung betrifft die Erfindung ein optisches Modul mit einer Stützeinheit, wenigstens einem Bipod zum Halten und/oder Positionieren eines optischen Elements einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage relativ zu der Stützeinheit, wobei der Bipod zwei Bipodstreben umfasst, die jeweils mit ihrem ersten Ende, dem Strebenfuß, direkt oder indirekt an der Stützeinheit angelenkt sind, und die jeweils mit ihrem zweiten Ende, dem Strebenkopf, direkt oder indirekt an einem optischen Element so angelenkt sind, dass wenigstens ein Strebenkopf mit einer die beiden Strebenfüße verbindenden Verbindungslinie eine Bipodebene aufspannt. Dabei ist optional der Abstand der Strebenfüße entlang der Verbindungslinie größer als der Abstand der Strebenköpfe zueinander. Alternativ ist der der Abstand der Strebenfüße entlang der Verbindungslinie kleiner oder gleich dem Abstand der Strebenköpfe zueinander. Ferner ist der Abstand der Strebenfüße zueinander mit wenigstens einem an einem Lager gehaltenen und über eine Gelenkeinheit an wenigstem einem Strebenfuß angreifenden, in wenigstens einer Bewegungsrichtung bewegbaren Hebel einstellbar, wobei wenigstens eine Bewegungsrichtung des Hebels außerhalb der Bipodebene liegt, und wobei die Gelenkeinheit wenigstens ein Biegegelenk mit genau einer Biegeebene aufweist, so dass das Biegegelenk senkrecht zu der Biegeebene steif ausgebildet ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine optische Abbildungseinrichtung, insbesondere für die Mikrolithographie, mit einer
Beleuchtungseinrichtung, einer Maskeneinrichtung zur Aufnahme einer ein Projektionsmuster umfassenden Maske, einer Projektionseinrichtung mit einer optischen Elementgruppe und einer
Substrateinrichtung zur Aufnahme eines Substrats. Die Beleuchtungseinrichtung ist zum
Beleuchten des Projektionsmusters ausgebildet, während die optische Elementgruppe zum Abbilden des Projektionsmusters auf dem Substrat ausgebildet ist. Die Beleuchtungseinrichtung und/oder die Projektionseinrichtung umfasst ein erfindungsgemäßes optisches Modul.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Abstützen eines optischen Elements, insbesondere für die Mikrolithographie, bei dem das optische Element über eine Mehrzahl von Stützelementen auf einer äußeren Stützeinheit abgestützt und nach Art einer Parallelkinematik bezüglich der äußeren Stützeinheit in sechs Freiheitsgraden positioniert und orientiert wird, wobei ein Stützelement einen Stützkörper aufweist, der über ein erstes Anschlusselement an die äußere Stützeinheit angebunden wird und über ein zweites Anschlusselement an das optische Element angebunden wird. Der Stützkörper umfasst eine Mehrzahl von ersten Biegegelenken, während das erste Anschlusselement und/oder das zweite Anschlusselement wenigstens ein zweites Biegegelenk aufweist, wobei jedes der ersten und
zweiten Biegegelenke eine Biegeachse definiert. Über die Mehrzahl von ersten und zweiten Biegegelenken wird eine Bewegungseinschränkung des optischen Elements bezüglich der Stützeinheit in höchstens zwei Freiheitsgraden realisiert, wobei für jedes der ersten und zweiten Biegegelenke ein Gelenk verwendet wird, das entlang der Biegeachse langgestreckt ausgebildet ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung schließlich ein Verfahren zum Abstützen eines optischen Elements, insbesondere für die Mikrolithographie, bei dem das optische Element über eine Mehrzahl von Stützelementen auf einer äußeren Stützeinheit abgestützt und nach Art einer Parallelkinematik bezüglich der äußeren Stützeinheit in sechs Freiheitsgraden positioniert und orientiert wird, wobei ein Stützelement einen Stützkörper aufweist, der über ein erstes Anschlusselement an die äußere Stützeinheit angebunden wird und über ein zweites Anschlusselement an das optische Element angebunden wird. Das erste Anschlusselement prägt dem Stützkörper an einem ersten Anschlussbereich zu dem ersten Anschlusselement eine Verschiebung in einer ersten Richtung auf, um eine Verschiebung eines zweiten Anschlussbereichs des zweiten Anschlusselements an dem Stützkörper in einer zweiten Richtung zu erzeugen. Der Stützkörper umfasst eine Mehrzahl von ersten Biegegelenken, während das erste Anschlusselement und/oder das zweite Anschlusselement wenigstens ein zweites Biegegelenk aufweist. Durch die ersten Biegegelenke wird eine Rotation des zweiten Anschlussbereichs bezüglich des ersten Anschlussbereichs um eine Drehachse verhindert, die in einer durch die erste Richtung und die zweite Richtung definierten Bewegungsebene liegt.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen bzw. der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, welche auf die beigefügten Zeichnungen Bezug nimmt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Figur 1 ist eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen optischen Abbildungseinrichtung, die ein erfindungsgemäßes optisches Modul mit einem erfindungsgemäßen Stützelement umfasst und mit der sich eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Abstützen eines optischen Elements durchführen lässt;
Figur 2 ist eine schematische Draufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen optischen Moduls der Abbildungseinrichtung aus Figur 1 ;
Figur 3 ist eine schematische Schnittdarstellung des optischen Moduls aus Figur 2 entlang Linie Ill-Ill aus Figur 2);
Figur 4 ist eine schematische Schnittdarstellung des optischen Moduls aus Figur 2 (entlang Linie IV-IV aus Figur 2);
Figur 5 ist eine schematische perspektivische Schnittdarstellung eines Teils einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements, welches in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommt;
Figur 6 ist eine schematische Draufsicht auf einen weiteren Teil des Stützelements aus Figur 5;
Figur 7 ist eine schematische Draufsicht auf einen weiteren Teil des Stützelements aus Figur 5;
Figur 8 ist ein Blockdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Abstützen eines optischen Elements, welches sich mit der optischen Abbildungseinrichtung aus Figur 1 durchführen lässt;
Figur 9A bis 9D sind schematische Schnittdarstellungen eines Teils weiterer bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen können;
Figur 10A und 10B sind schematische perspektivische Darstellungen eines Teils weiterer bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen können;
Figur 11 A ist schematische perspektivische Darstellung eines Teils einer weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen kann;
Figur 11 B ist eine schematische perspektivische Schnittdarstellung des Stützelements aus Figur 1 1A (entlang Linie XIB-XIB aus Figur 1 1A);
Figur 12 eine schematische perspektivische Darstellung eines Teils einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen kann;
Figur 13 eine schematische perspektivische Darstellung eines Teils einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen kann;
Figur 14A bis 14E sind schematische Schnittdarstellungen eines Teils weiterer bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen können;
Figur 15A bis 15D sind schematische Schnittdarstellungen eines Teils weiterer bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen können;
Figur 16 ist eine schematische Schnittdarstellung eines Teils einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen kann;
Figur 17A und 17B sind schematische Schnittdarstellungen eines Teils weiterer bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Stützelements, welche in dem optischen Modul aus Figur 2 zum Einsatz kommen können.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Erstes Ausführungsbeispiel
Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 8 wird im Folgenden eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen optischen Stützelements beschrieben, welches in einem erfindungsgemäßen optischen Modul einer erfindungsgemäßen optischen Abbildungseinrichtung für die Mikrolithographie zum Einsatz kommt. Hierbei wird zur Vereinfachung der nachfolgenden Beschreibung ein xyz- Koordinatensystem eingeführt, in welchem die z-Richtung die Vertikalrichtung bezeichnet. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung auch eine beliebige andere Ausrichtung der Komponenten der Abbildungseinrichtung im Raum vorgesehen sein kann.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen optischen Abbildungseinrichtung in Form einer
Mikrolithographieeinrichtung 101 , die mit Licht im UV-Bereich mit einer Wellenlänge von 193 nm arbeitet.
Bei den optischen Elementen der optischen Elementgruppen handelt es sich im vorliegenden Beispiel um refraktive optische Elemente in Form von Linsen, Prismen, Platten oder dergleichen. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung auch jeweils alleine oder in beliebiger Kombination refraktive, reflexive und/oder diffraktive optische Elemente zum Einsatz kommen können.
Die Mikrolithographieeinrichtung 101 umfasst ein Beleuchtungssystem 102, eine Maskeneinrichtung 103, ein optisches Projektionssystem in Form eines Objektivs 104 und eine Substrateinrichtung 105. Das Beleuchtungssystem 102 beleuchtet eine Maske 103.1 , die auf einem Maskentisch 103.2 der Maskeneinrichtung 103 angeordnet ist, mit einem (nicht näher dargestellten) Projektionslichtbündel. Auf der Maske 103.1 befindet sich ein Projektionsmuster, welches mit dem Projektionslichtbündel über die im Objektiv 104 angeordneten optischen Elemente einer optischen Elementgruppe 106 auf ein Substrat in Form eines Wafers 105.1 projiziert wird, der auf einem Wafertisch 105.2 der Substrateinrichtung 105 angeordnet ist.
Das Beleuchtungssystem 102 umfasst neben einer Lichtquelle 102.1 unter anderem eine weitere optische Elementgruppe 107, über welche das Projektionslichtbündel geformt und geleitet wird. Wie im Folgenden beispielhaft anhand des optischen Elements 106.1 der optischen Elementgruppe 106 erläutert wird, werden einzelne oder alle optischen Elemente der optischen Elementgruppen 106 und 107 in einem erfindungsgemäßen optischen Modul 108 gehalten.
Wie insbesondere den Figuren 2 bis 4 zu entnehmen ist, umfasst das optische Modul 108 neben dem optischen Element 106.1 eine aus mehreren Komponenten aufgebaute Halterung 109 für das optische Element 106.1 oder für die optische Baugruppe 106, die mit dem Objektivgehäuse mechanisch verbunden ist, bzw. gegebenenfalls einen Teil des Objektivgehäuses bildet, und somit das Gewicht und die auf das optische Element 106.1 oder die optische Baugruppe 106 wirkenden statischen und dynamischen Lasten auf einer Bodenbzw. Grundstruktur abstützt.
Die Halterung 109 umfasst eine äußere Stützeinheit in Form eines Außenringes 1 10, der über eine Mehrzahl von erfindungsgemäßen Stützelementen 1 11 mit einer inneren Stützeinheit in Form eines Innenringes 112 verbunden ist.
Der Außenring 1 10, die Stützelemente 11 1 und der Innenring 112 sind im vorliegenden Beispiel monolithisch miteinander verbunden. Hierzu können sie beispielsweise mittels Drahterosion und gegebenenfalls weiteren Bearbeitungsverfahren aus einem massiven Block gefertigt worden sein. Es versteht sich jedoch, dass bei anderen Varianten der Erfindung auch aus mehreren
Bauteilen (über beliebige geeignete Fügeverfahren) zusammengefügte Halterungen verwendet werden können.
Die Halterung 109 umfasst im vorliegenden Beispiel sechs Stützelemente 11 1 , welche jeweils paarweise als Bipod 109.1 gruppiert sind. Die so gebildeten drei Bipoden 109.1 sind in Umfangsrichtung U gleichmäßig am Umfang des optischen Elements 106.1 verteilt, sodass sich eine nach Art einer Parallelkinematik gestaltete Stützstruktur in Form eines Hexapods ergibt, mit der eine statisch bestimmte Lagerung des optischen Elements 106.1 erzielt wird. Die
Bipoden 109.1 sind dabei (in einer Neutralstellung) jeweils symmetrisch zu einer durch das optische Element 106.1 definierten Radialebene angeordnet, welche die jeweils durch das optische Element 106.1 definierte optische Achse (z-Richtung) und Radialrichtung R enthält.
Die Stützelemente 11 1 sind so gestaltet, dass sie das an dem Innenring 1 12 in beliebiger herkömmlicher (hier nicht näher beschriebener) Weise befestigte optische Element 106.1 in allen sechs Freiheitsgraden (aktiv und/oder passiv) im Raum verstellbar positionieren bzw. orientieren können. Zu diesem Zweck weist jedes Stützelement 1 11 ein erstes Anschlusselement in Form eines an dem Außenring 110 angelenkten Hebels 1 13 auf. Der Hebel 113 ist in einem ersten Anschlussbereich mit einem Ende eines Stützköpers 114 verbunden, der an seinem anderen Ende in einem zweiten Anschlussbereich mit einem zweiten Anschlusselement 115 verbunden ist. Der zweite Anschlussbereich 1 15 ist wiederum mit dem Innenring 112 verbunden.
Allgemein umfasst das optische Modul 108 in den Ausführungen nach diesem Dokument eine Stützeinheit 1 10, vorzugsweise eine äußere Stützeinheit, wie z.B. einen Außenring 1 10. Ferner umfasst das optische Modul 108 wenigstens einen Bipod 109.1 zum Halten und/oder Positionieren eines optischen Elements 106.1 einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage 101 relativ zu der Stützeinheit 1 10, wobei der Bipod 109.1 zwei Bipodstreben, oder auch Stützkörper 114 genannt, umfasst, die jeweils mit ihrem ersten Ende, dem Strebenfuß, direkt oder indirekt an die Stützeinheit 110 angelenkt sind, und die jeweils mit ihrem zweiten Ende, dem Strebenkopf, direkt oder indirekt an einem optischen Element 106.1 angelenkt sind. Die Anlenkungen der Strebenköpfe und der Strebenfüße sind dabei so, dass wenigstens ein Strebenkopf mit einer die beiden Strebenfüße verbindenden Verbindungslinie eine Bipodebene aufspannt, wobei der Abstand der Strebenfüße entlang der Verbindungslinie größer ist als der Abstand der Strebenköpfe zueinander, und wobei der Abstand der Strebenfüße zueinander mit wenigstens einem, an einem Lager (1 13.1 in Fig. 6) gehaltenen, und über eine Gelenkeinheit an wenigstem einem Strebenfuß angreifenden, in wenigstens einer Bewegungsrichtung bewegbaren Hebel 1 13 einstellbar ist. Dabei liegt wenigstens eine Bewegungsrichtung des Hebels außerhalb der Bipodebene. Ferner weist die Gelenkeinheit
wenigstens ein Biegegelenk (z.B. 1 14.1 , 114.2 in Fig. 5) mit genau einer Biegeebene auf, so dass das Biegegelenk senkrecht zu der Biegeebene steif ausgebildet ist.
Alternativ kann der Abstand der Strebenfüße entlang der Verbindungslinie kleiner oder gleich dem Abstand der Strebenköpfe zueinander sein. Allgemein wird mit den Abständen und den damit definierten Schnittpunkten der Bipodstreben, bzw. der Schnittpunkte der entlang der Bipodstreben verlaufenden Geraden, die Lage von Kippachsen definiert, um die eine Verkippung (Drehung) einer Plattform (oder eines Körpers) erfolgt, wenn mehrere Bipodelemente nach Art einer Parallelkinematik (z.B. in Form eines Hexapods) auf eine im Raum auszurichtende Plattform oder auf eine Körper einwirken.
Bei der beschriebenen allgemeinen Ausführungsform des optischen Moduls 108 kann beispielsweise eine Bipodstrebe eines Bipods direkt mit einem Außenring (oder der Stützeinheit) verbunden sein, wogegen die zweite Bipodstrebe des Bipods, wie oben beschrieben, indirekt z.B. über den Hebel 1 13 mit dem Außenring 1 10 verbunden ist. Alternativ können beide Bipodstreben indirekt, z.B. über jeweilige Hebel 1 13 (oder allgemein über Aktoren) mit dem Außenring (mit einer Stützeinheit 110) verbunden sein. Dabei ergibt sich vorteilhaft, dass bei Abstandsänderung der Strebenfüße und/oder bei Änderung der Position der Strebenfüße relativ zur Stützeinheit 110, sich die Strebenköpfe des Bipods abhängig von der Position der Strebenfüße in mehrere Richtungen bewegen können. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, ein direkt oder indirekt an den Strebenköpfen angelenktes optisches Element in mehreren Freiheitsgraden zu bewegen. Dabei hängt die Zahl der Freiheitsgrade zusätzlich von den weiteren Fassungselementen ab, die das optische Element halten. Vorzugsweise umfasst das optische Modul 108 drei Bipods, die, wie oben beschrieben, einen Hexapod ausbilden. In diesem Falle umfasst das optisches Modul 108 drei entsprechend dem wenigstens einen Bipod vorzugsweise jeweils gleich ausgebildeten Bipoden, die zum Halten und/oder Positionieren des optischen Elements relative zu der Stützeinheit eine Hexapodstruktur bilden, wobei jedem Bipod entsprechend dem wenigstens einen Bipod jeweils entsprechende Hebel und Gelenkeinheiten zugeordnet sind. Die durch den Hexapod ausgebildete Parallelkinematik, bei der das optische Element in bis zu 6 Freiheitsgraden weitgehend frei von Zwangskräften positionierbar ist, hat den Vorteil, dass alle Aktoren (Hebel) unmittelbar auf die gleiche bewegte Plattform wirken. Dabei ist die Plattform die Einheit oder die Baugruppe, die mit den Strebenköpfen der Bipoden verbunden ist. Dies kann z.B. das optische Element selbst sein (bei direkter Anlenkung der Strebenköpfe der Bipodstreben), oder z.B. ein innerer Fassungsring für das optische Element, der zusätzlich die unten näher beschriebenen Anschlusselemente umfassen kann.
Der Vorteil einer Parallelkinematik ist unter anderem, dass diese eine geringere Masse aufweist als eine Seriellkinematik, bei der jeder Aktor auf eine eigene Stellplattform mit jeweils einer zusätzlichen Masse wirkt. Durch die geringere Gesamtmasse der Parallelkinematik ergibt sich für diese vorteilhaft ein Eigenfrequenzspektrum, dessen kleinste Eigenfrequenz üblicherweise deutlich höher ist, als die kleinste Eigenfrequenz bei Seriellkinematiken, da diese in erster Näherung mit der Quadratwurzel aus dem Kehrwert der Masse skaliert. Durch die höhere Eigenfrequenz kann eine Vibrationsanregung des optischen Moduls verhindert werden. Dies ist bei optischen Modulen, wie sie in einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage eingesetzt werden von wesentlicher Bedeutung, da ansonsten die hohe optische Auflösung nicht erreicht wird. Aufgrund der geringeren Masse weist die Parallelkinematik auch bessere dynamische Eigenschaften auf als eine Seriellkinematik. Ein weiterer Vorteil der Parallelkinematik ist, dass keine bewegten elektrischen Leitungen erforderlich sind, wodurch das Risiko von Zwangskräften durch Kabel nicht auftritt. Ferner lassen sich Parallelkinematiken flacher und damit kompakter bauen als Seriellkinematiken. Auch dies ist in einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage ein wesentlicher Vorteil, da dort die optischen Elemente häufig sehr dicht aneinander angeordnet sind, insbesondere, wenn auf optische Elemente mit teuren Freiformflächen als brechende und/oder reflektierende Flächen verzichtet wird. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt bei Präzisionsoptiken, wie sie in mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlagen eingesetzt werden, ist, dass bei Parallelkinematiken, wie z.B. dem genannten Hexapod, sich keine Führungsfehler addieren, wie dies bei Seriellkinematiken der Fall ist. Damit wird mit Parallelkinematiken die höchste Stellgenauigkeit und damit die beste Positioniergenauigkeit für das optische Element in dem optischen Modul 108 erreicht.
Bei der beschriebene allgemeine Ausführungsform des optischen Moduls 108 kann ferner, wie erwähnt, eine Bipodstrebe des Bipods mit ihrem Strebenkopf direkt an einem optischen
Element angreifen. Alternativ dazu greift der Strebenkopf indirekt am optischen Element an, wobei zwischen dem Strebenkopf und dem optischen Element ein unten näher ausgeführtes
Anschlusselement 1 15 vorgesehen sein kann, oder wobei das optische Element zusätzlich in einer Fassung, z.B. einem inneren Fassungsring gehalten sein kann. Üblicherweise, aber nicht notwendigerweise greifen beide Strebenköpfe eines Bipods in gleicher Art und Weise am optischen Element an, insbesondere dann, wenn das optische Element im optischen Modul mittels eines Hexapods gehalten ist.
Dadurch, dass in der allgemeinen Ausführung des optischen Moduls 108 wenigstens eine
Bewegungsrichtung des Hebels außerhalb der Bipodebene liegt, lässt sich das Modul 108 in Richtung senkrecht zur Verbindungslinie der Strebenfüße flacher und damit kompakter gestalten. Damit wird der Vorteil der kompakten Bauweise von Parallelkinematiken, wie z.B. der
genannten Hexapod, weiter optimiert. Die kompakteste Bauweise wird erreicht, wenn die Bewegungsrichtung des Hebels senkrecht zur Bipodebene erfolgt, da dann die Bewegung des Hebels in Richtung senkrecht zur Verbindungslinie der Strebenfüße keinen Raum benötigt.
Damit der Abstand der Strebenfüße bei der allgemeinen Ausführung des optischen Moduls 108 variierbar wird oder eingestellt werden kann, muss wenigstens ein Strebenfuß über eine Gelenkeinheit mit dem bewegbaren Hebel verbunden sein. Dies ergibt sich unter anderem daraus, weil bei Abstandsänderung der Strebenfüße sich notwendigerweise eine Änderung des Winkels zwischen der mittels des Hebels bewegten Bipodstrebe und dem Hebel ergibt, denn die Bipodstreben sind üblicherweise starr ausgebildet, d.h., dass sich deren Länge in guter Näherung nicht ändert. Dabei umfasst die Gelenkeinheit wenigstens ein erstes Biegegelenk. Um die Vorteile einer mittels des optische Moduls 108 gebildeten Parallelkinematik hinsichtlich Positioniergenauigkeit bei der Verwendung von Biegegelenken, wie z.B. Festkörpergelenken, voll auszuschöpfen, weist das Biegegelenk genau eine Biegeebene auf. Dadurch wird verhindert, dass durch eine parasitäre Biegung des Biegegenlenks, in eine Richtung die von der Biegeebene abweicht, der an der Gelenkeinheit angreifende Strebenfuß in eine nicht gewünschte parasitäre Richtung verstellt wird. Letzteres hätte zur Folge, dass auch der zugehörige Strebenkopf des Bipods eine nichtgewünschte parasitäre Bewegung ausführt, wodurch die Positioniergenauigkeit beeinträchtigt wäre. Damit das Biegegelenk genau eine Biegeebene aufweist muss es in Richtungen außerhalb der Biegeebene, z.B. in Richtung senkrecht zur Biegeebene steif ausgebildet sein.
Unter dem relativen Begriff „steif soll verstanden werden, dass das Biegegelenk in Richtung der Biegeebene ein erstes Widerstandsmoment und senkrecht zur Biegeebene ein zweites Widerstandsmoment aufweist, wobei das zweite Widerstandsmoment wenigstens doppelt so groß wie das erste Widerstandsmoment ist. Unter Widerstandsmoment in Richtung einer Biegeebene soll das Widerstandsmoment verstanden werden, welches bei Biegebeanspruchung des Biegegelenks in Richtung der Biegeebene maßgeblich ist. Analog soll unter dem zweiten Widerstandsmoment jenes verstanden werden, welche bei Biegebeanspruchung eines Biegegelenks in Richtung senkrecht zur Biegeebene maßgeblich ist. Allgemein gilt, je höher das zweite Widerstandsmoment ist, desto steifer ist die Ausbildung des Biegegelenks in Richtung senkrecht zur Biegeebene. Diese Betrachtung gilt allgemein für eine beliebige Richtung und ist nicht auf die Richtung senkrecht zur Biegeebene beschränkt. Abhängig von der geforderten Positioniergenauigkeit des optischen Elements und der Geometrie des Bipods, insbesondere der Länge der Bipodstreben und ihre Ankopplung an das optische Element unter Beachtung etwaiger weiterer Biegegelenke, ergeben sich unter Umständen höhere Steifigkeitsanforderungen. So kann es erforderlich sein, dass das zweite
Widerstandsmoment wenigstens 5-mal größer oder wenigstens 10-mal größer ist als das erste Widerstandsmoment.
Unter dem Widerstandsmoment sei hier der Quotient aus axialem Flächenmoment 2. Grades
(oder Flächenträgheitsmoment) und dem größten Abstand einer Randfaser zur neutralen Faser des Biegegelenks verstanden. Mit dem Widerstandsmoment ergibt sich die maximale
Spannungsbelastung bei gegebener Biegebeanspruchung (bei gegebenem Biegemoment) als
Quotient aus Biegemoment und Widerstandsmoment. Um auch etwaige maximale
Tangentialspannungen bei Torsionsbeanspruchungen zu berücksichtigen, tritt an die Stelle des
Widerstandsmoments das polare Widerstandsmoment, oder auch Torsionswiderstandsmoment genannt.
Um obige Anforderungen an die Steifigkeit in einer von der Biegeebene abweichenden Richtung, z.B. senkrecht dazu, zu erfüllen ist es häufig ausreichend, wenn das Biegegelenk eine langgestreckten Biegeachse senkrecht zur Biegeebene aufweist, und dabei die Länge des Biegegelenks in Richtung der Biegeachse wenigstens das doppelte einer senkrecht zur Biegeachse in Biegerichtung verlaufenden maximalen Querschnittsdimension des wenigstens einen Biegegelenks der Gelenkeinheit beträgt. Ist beispielsweise das Biegegelenk als blattfederartiges Gelenk mit quadratischem Querschnitt senkrecht zur Biegeebene ausgebildet, so ist diese Bedingung verletzt. Ist dagegen das Biegegelenk mit rechteckigem Querschnitt senkrecht zur Biegeebene ausgestattet, wobei die lange Seite des Querschnittsrechtecks senkrecht zur Biegeebene ist, so ist die Bedingung erfüllt, wenn das Querschnittsrechteck ein Kantenlängenverhältnis von zwei aufweist.
Der jeweilige Stützkörper 1 14 (welcher eine Bipodstrebe ausbildet) erstreckt sich im vorliegenden Beispiel der Fig. 2 bis 4 etwa parallel zu der zugehörigen Tangentialrichtung T (die durch die Tangente an das optische Element 106.1 am Ort der dem jeweiligen Bipod 109.1 zugordneten Radialebene definiert ist). Jeder Stützkörper 114 weist in dieser Ausführung vier erste Biegegelenke 1 14.1 bis 114.4 auf (Fig. 5), die jeweils eine erste Biegeachse definieren. Die Biegeachsen der Biegegelenken 1 14.1 und 114.3 bzw. 1 14.2 und 114.4 verlaufen dabei paarweise parallel zueinander, während die Biegeachsen der beiden Paare 114.1 , 114.3 und 1 14.2, 1 14.4 quer (hier genauer gesagt senkrecht) zueinander verlaufen.
Wie in Fig. 5 ersichtlich und beschrieben, kann die Gelenkeinheit der allgemeinen Ausführung des optischen Moduls 108 ein weiteres Biegegelenk 1 14.2 mit einer weiteren Biegeebene umfassen, die etwa senkrecht zur Biegeebene des wenigstens einen Biegegelenks 114.1 ist. Das weitere Biegegelenk 1 14.2 weist vorzugsweise eine weitere Biegeachse senkrecht zur weiteren Biegeebene auf. Damit ist der mittels der Gelenkeinheit an den Hebel 1 13 angelenkte
Strebenfuß 1 14 des Bipods 109.1 mittels der bezüglich ihrer Drehachsen gekreuzten Biegegelenke gelagert, wodurch der Strebenfuß und damit die zugehörige Bipodstrebe in zwei Freiheitsgraden entkoppelt ist ist. Bei geeigneter Anordnung der gekreuzten Biegegelenke kann durch diese ein Kugelgelenk angenähert werden, insbesondere wenn der Abstand der gekreuzten Drehachsen im Bereich der Ausdehnung eines Biegegelenks senkrecht zur Biegeachse ist, oder gar kleiner.
Um wieder die Vorteile einer mittels des optische Moduls 108 gebildeten Parallelkinematik hinsichtlich Positioniergenauigkeit bei der Verwendung von Biegegelenken, wie z.B. Festkörpergelenken, voll auszuschöpfen, ist auch das weitere Biegegelenk 1 14.2 senkrecht zu der weiteren Biegeebene vorzugsweise steif ausgebildet. Dabei hat das weitere Biegegelenk in Richtung der weiteren Biegeebene ein erstes Widerstandsmoment und senkrecht zur weiteren Biegeebene ein zweites Widerstandsmoment, wobei das zweite Widerstandsmoment wenigstens doppelt so groß wie das erste Widerstandsmoment ist. Das oben im Zusammenhang mit dem wenigstens einen Biegegelenk bezüglich seiner Steifigkeit dargelegte gilt für das weitere Biegegelenk analog.
Um auch bei etwaigen Torsionsbeanspruchungen der Bipodstrebe 114, die in einer Torsion der Biegegelenke resultieren kann, einen möglichst geringen parasitäre Bewegung des an die Beigegelenke angelenkten Strebenfußes zu erhalten, ist das weitere Biegegelenk 1 14.2 bezogen auf eine Torsionsachse senkrecht zur weiteren Biegeachse so ausgebildet, dass das polare Widerstandsmoment bezogen auf diese Torsionsachse wenigstens das Doppelte des Widerstandsmoments in Richtung der weiteren Biegeebene ist.
Bei der allgemeinen Ausführung des optischen Moduls 108 kann dieses so gestaltet sein, dass die Biegeebene des wenigstens einen Biegegelenks der Gelenkeinheit parallel zu einer Symmetrieebene des optischen Elements oder parallel zu einer Ebene senkrecht zu einer optischen Achse innerhalb der Projektionsbelichtungsanlage ist. In diesem Fall erstreckt sich die Biegeachse des Biegegelenks parallel zur optischen Achse. In den Ausführungen nach den Figuren 2 bis 5 entspricht ein solches Biegegelenk dem Gelenk 114.1. Umfasst die Ausführung des optischen Moduls eine Gelenkeinheit mit einem weiteren Biegegelenk, so ist die weitere Biegeebene des weiteren Biegegelenks vorzugsweise senkrecht zu einer Symmetrieebene des optischen Elements, oder die weitere Biegeebene ist parallel zu einer optischen Achse innerhalb der Projektionsbelichtungsanlage. Ein solches weiteres Biegegelenk ist in den Ausführungen nach den Figuren 2 bis 5 das Gelenk 114.2. Hierbei ist die weitere Biegeebene des weiteren Biegegelenks parallel zur Bipodebene, insbesondere dann, wenn das optische Modul 108 eine oben beschriebene Hexapodstruktur bildet.
Fig. 6 zeigt, dass der jeweils zum Stützkörper 1 14 zugehörige Hebel 1 13 über ein zweites Biegegelenk 113.1 an dem Außenring 1 10 angelenkt ist. Das zweite Biegegelenk 1 13.1 definiert eine zweite Biegeachse und damit einer Drehachse des Hebels 1 13, die (in der Neutralstellung der Halterung 109) parallel zu der optischen Achse des optischen Elements 106.1 verläuft.
Bei einer derartigen Lage des Biegegelenks 113.1 in dem optischen Modul 108 ist die Bewegungsrichtung des Hebels zur Bipodebene senkrecht, wenn die Bipodebene parallel zur optischen Achse verläuft. Allgemein kann unabhängig von einer optischen Achse die Bewegungsrichtung des Hebels senkrecht zu der Bipodebene erfolgen. Dabei ist dann die Biegeebene des wenigstens einen Biegegelenks 1 14.1 senkrecht zur Bipodebene. Die Biegeachse des wenigstens einen Biegegelenks 114.1 ist dann parallel zur Bipodebene.
Der Hebel 1 13 kann durch eine (nachfolgend noch näher erläuterte) Stelleinrichtung 116 um seine durch das Biegegelenk 113.1 definierte Drehachse verdreht werden. Hierbei erfährt der erste Anschlussbereich 1 14.5 des Stützkörpers 1 14 eine Verschiebung in der zugehörigen Tangentialrichtung T (x-Richtung). Diese Bewegung wird durch die in Richtung der optischen Achse des optischen Elements 106.1 versetze Anordnung der ersten Biegegelenke 114.2 und 114.4 und die Widerlagerkraft des im Bipod 109.1 zugeordneten weiteren Stützelements 1 11 in eine Bewegung des zweiten Anschlussbereichs 1 14.6 umgesetzt, die zumindest teilweise in Richtung der optischen Achse des optischen Elements 106.1 (z-Richtung) verläuft.
In einem optisches Modul 108 nach den hier beschriebenen Ausfuhrungsformen ist das wenigstens eine Biegegelenk 114.1 oder das weitere Biegegelenk 114.2 der Gelenkeinheit als Blattfeder ausgebildet, wie es in Fig. 5 angedeutet ist. Ferner kann auch das Lager des dem jeweiligen Bipod 109.1 zugeordneten Hebels 113 als Biegegelenk 113.1 ausgebildet sein, welches den Hebel 113 an die Stützeinheit 110 anlenkt.
Das jeweilige erste Biegegelenk 114.1 bis 114.4 sowie das jeweilige zweite Biegegelenk 1 13.1 ist dabei so gestaltet, dass es im Gegensatz zu den aus der eingangs zitierten EP 1 632 799 A1 (Shibazaki) entlang seiner Biegeachse langgestreckt ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, dass hierdurch die Querschnittsfläche des Biegegelenks 1 14.1 bis 114.4 bzw. 1 13.1 vergrößert wird, sodass es im Betrieb auch unter hohen dynamischen Lasten am jeweiligen Biegegelenk 1 14.1 bis 1 14.4, 113.1 nur zu moderaten Spannungen innerhalb des Biegegelenks 114.1 bis 114.4, 113.1 kommt.
Gegenüber den bekannten Gestaltungen bringt dies im Falle einer aktiven Positionierung/Orientierung des optischen Elements 106.1 den Vorteil mit sich, dass wegen der geringeren Spannungen in den Gelenken 114.1 bis 114.4, 113.1 größere Beschleunigungen
zulässig sind und damit bei einer vorgegebenen Regelbandbreite der Verstellung des optischen Elements 106.1 größere Verstellwege realisiert werden können, ohne dass dies zu einer (gegebenenfalls langfristigen) Überlastung des Biegegelenks 1 14.1 bis 114.4 bzw. 1 13.1 führt.
Ein weiterer Vorteil dieser Gestaltung liegt darin, dass die Bewegungen in den einzelnen Freiheitsgraden klar unterschiedlichen Biegegelenken zugeordnet sind. Hierdurch vereinfacht sich eine gegebenenfalls vorgesehene Erfassung der Stellbewegungen an dem jeweiligen Stützkörper.
Schließlich bringt die quer zu seiner Biegeachse kurze Gestaltung des zweiten Biegegelenks 1 13.1 , also seine Gestaltung als reines Drehgelenk den Vorteil mit sich, dass es höchstens zu einer geringen Verkippung des Hebels 1 13 um eine Achse quer zur Biegeachse des zweiten Biegegelenks 113.1 kommen kann. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Genauigkeit der Position und Orientierung des optischen Elements 106.1 sowie die Stabilität der Position und Orientierung des optischen Elements 106.1 unter dynamischen Lasten, da eine solche Verkippung als Ursache für eine Abweichung von der Sollposition wegfällt.
Um solche Verkippungen zu reduzieren, kann das Lager für den Hebel 113 bildende Biegegelenk 1 13.1 genau eine Biegeebene haben, so dass das Biegegelenk des Lagers senkrecht zu seiner Biegeebene steif ausgebildet ist. Diese Ausführung wird insbesondere in den hier beschriebenen Ausführungsformen des optischen Moduls 108 aufgrund der oben beschriebenen Vorteile bevorzugt. Auch hier soll unter dem Begriff „steif" verstanden werden, das dass Biegegelenk des Lagers in Richtung seiner Biegeebene ein erstes Widerstandsmoment und senkrecht zu seiner Biegeebene ein zweites Widerstandsmoment aufweist, wobei das zweite Widerstandsmoment wenigstens doppelt so groß wie das erste Widerstandsmoment ist. Es ist häufig ausreichend, die Steifigkeit dadurch zu erzielen, dass das Biegegelenk des Lagers eine langgestreckten Biegeachse senkrecht zu seiner Biegeebene aufweist, wobei die Länge des Biegegelenks des Lagers in Richtung seiner Biegeachse wenigstens das doppelte einer senkrecht zur Biegeachse des Lagers in Biegerichtung verlaufenden maximalen Querschnittsdimension des Biegegelenks des Lagers ist. Bei den optischen Modulen 108 nach den hier beschriebenen Ausführungsformen kann die Biegeachse 1 13.1 des Lagers parallel zu der Bipodebene sein, dessen Bipod mit dem durch das Lager gehaltenen Hebel 1 13.1 einstellbar ist.
Um das Ausmaß der oben beschriebenen Verkippung noch weiter zu reduzieren, ist der jeweilige Hebel 1 13 in vorliegenden Beispiel weiterhin über eine als Stützgelenk wirkende Biegegelenkeinrichtung 1 17 an dem Außenring angelenkt. Die Biegegelenkeinrichtung 1 17 ist als (in der xy-Ebene) im Wesentlichen U-förmiger Stützarm mit drei weiteren zweiten
Biegegelenken 1 17.1 ausgebildet, deren Biegeachsen jeweils parallel zu der Biegeachse des zweiten Biegegelenks 113.1 verläuft. Hierdurch kann er der Drehbewegung des Hebels 1 13 folgen und gleichzeitig als Stütze gegen die oben beschriebene Verkippung des Hebels 1 13 dienen.
Der Stützarm 1 17 ist bezüglich des ersten Anschlussbereichs 114.5 dem zweiten Biegegelenk 1 13.1 gegenüberliegend angeordnet, wodurch eine besonders gute Abstützung gegen eine Verkippung des Hebels erzielt werden kann. Es versteht sich jedoch, dass die Kippabstützung des Hebels aber auch an beliebiger geeigneter anderer Stelle angeordnet werden kann.
Soll eine besonders gute Kippabstützung erzielt werden, kann gegebenenfalls auch vorgesehen sein, den (nahezu frei auskragenden) Teil des Außenringes 1 10, an dem der Stützarm 117 angeordnet ist, durch eine verstärkende (besipielsweise verschraubte) Stützplatte mit dem jenseits des Hebels 1 13 liegenden Teil des Außenringes 110 zu verbinden, wie dies in Figur 2 durch die gestrichelte Kontur 118 angedeutet ist.
Es versteht sich weiterhin, dass die zusätzliche Kippabstützung des Hebels bei anderen Varianten der Erfindung auch anderweitig gestaltet sein kann. Gegebenenfalls kann sie aber auch vollständig fehlen, sofern durch das zweite Biegegelenk eine ausreichende Abstützung bei den zu erwartenden statischen und dynamischen Lasten gewährleistet ist.
Zur Reduktion der oben beschriebenen Verkippung des Hebels 1 13 kann in den beschriebenen Ausführungsformen des optischen Moduls 108 der Hebel über wenigstens ein weiteres Biegegelenk mit der Stützeinheit 1 10 verbunden ist. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn das weitere Biegegelenk des Hebels genau eine Biegeebene aufweist die parallel zur Biegeebene des Biegegelenks 1 13.1 des Lagers ist. Ferner ist vorzugsweise das weitere Biegegelenk des Hebels senkrecht zu seiner Biegeebene ebenfalls steif ausgebildet. Weiter vorteilhaft ist, wenn das weitere Biegegelenk in einer Entfernung vom Lager angeordnet ist, die kleiner als die doppelte Länge des Lastarms des Hebels ist. Hierdurch wird bei den üblichen großen Wegübersetzungsverhältnissen von Kraft- zu Lastarm, von häufig größer als 5, durch das weitere den Hebel abstützende Biegegelenk lediglich ein relativ kleiner Wegausgleich am weiteren Biegegelenk erforderlich, weshalb dieses weitere Biegegelenk ebenfalls steif ausgebildet werden kann. Allgemein kann der Hebel 1 13 als einseitiger oder zweiseitiger Hebel ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann der Hebel zur Reduktion der Verkippung über ein Biegegelenk 914.1 an der Bipodstrebe 914 angelenkt sein, insbesondere wenn diese wieder an der Stützeinheit 1 10 über ein Biegegelenk 913.2 abgestützt ist (siehe Fig. 16).
Wie insbesondere Figur 7 zu entnehmen ist, ist der Hebel 1 13 an seinem dem Stützkörper 113 abgewandten freien Ende mit einer Stelleinrichtung 116 verbunden, über welche die Verdrehung des Hebels 113 um seine Drehachse eingestellt werden kann. Im gezeigten Beispiel handelt es sich hier um eine an sich bekannte passive Einrichtung, bei der über unterschiedliche Mittel (Verschraubungen und Passscheiben) eine Grob- und Feineinstellung der Verdrehung des Hebels erfolgen kann. Es versteht sich hier, dass zusätzlich zu oder anstelle dieser passiven Stelleinrichtung wie erwähnt auch eine aktive (nach beliebigen Wirkprinzipien oder Wirkprinzipkombinationen arbeitende) Stelleinrichtung vorgesehen sein kann.
Besonders vorteilhaft bei der vorliegenden Gestaltung ist jedoch die anders als bei den bekannten Gestaltungen (z. B: der eingangs genannten EP 1 632 799 A1 ) vorgenommene Integration der Vorspanneinrichtung 1 19 für den Hebel 1 13 in die Schwenkebene des Hebels 113. Die Vorspanneinrichtung 119 ist hier als einfache Blattfeder gestaltet, die in den Spalt zwischen dem Außenring 1 10 und dem Hebel 1 13 integriert ist. Dies hat den Vorteil, dass durch die Vorspannkraft kein zusätzliches Kippmoment auf den Hebel 113 ausgeübt wird. Zudem kann die Blattfeder 1 19 selbst (aufgrund ihrer hohen Steifigkeit in ihrer Erstreckungsebene) noch als Kippabstützung des Hebels 1 13 dienen bzw. diese unterstützen.
In weiteren Ausführungsformen der hier beschriebenen optischen Module 108 kann der Hebel eine Vorspanneinrichtung und eine Stelleinrichtung, z.B. entsprechend der oben beschriebenen, umfassen.
Wie insbesondere Figur 5 zu entnehmen ist, sind die ersten Biegegelenke 114.1 und 114.3 im vorliegenden Beispiel quer zu ihrer Biegeachse kurz und damit als reine Drehgelenke gestaltet, während die beiden ersten Biegegelenke 1 14.2 und 1 14.4 auch quer zu ihrer Biegeachse als langgestreckte Blattfederelemente ausgebildet sind. Diese Gestaltung bringt es mit sich, dass die beiden ersten Biegegelenke 114.2 und 1 14.4 auch eine Torsion um eine Achse (hier: die x- Achse) quer zu ihrer Biegeachse aufnehmen können.
Hierdurch kann beispielsweise eine Verkippung des optischen Elements 106.1 um eine quer zu seiner optischen Achse verlaufende Achse durch die Stützelemente 11 1 kompensiert werden. Folglich erfolgt beim vorliegenden Beispiel durch den Stützkörper 1 14 eine Bewegungseinschränkung des optischen Elements 106.1 bezüglich des Außenrings in genau einem Freiheitsgrad (nämlich der Translation in der x-Richtung).
Es versteht sich jedoch, dass bei bestimmten Varianten der Erfindung (beispielsweise bei einer rein translatorischen Verstellung des optischen Elements) die Möglichkeit einer solchen
Verkippungskompensation auch fehlen kann. In diesen Fällen können beispielsweise alle vier ersten Biegegelenke als (quer zur Biegeachse kurze) reine Drehgelenke ausgeführt sein. In diesem Fall erfolgt dann eine Bewegungseinschränkung des optischen Elements 106.1 bezüglich des Außenrings in zwei Freiheitsgraden (nämlich der Translation in der x-Richtung und der Rotation um die X-Richtung).
Figur 8 zeigt ein Ablaufdiagramm einer bevorzugten Variante eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Abstützung des optischen Elements 106.1 , welches mit der Mikrolithographieeinrichtung 101 durchgeführt wird.
Zunächst werden in einem Schritt 120.1 die Komponenten des optischen Moduls 108 zu Verfügung gestellt, wie sie oben beschrieben wurden.
In einem Schritt 120.2 werden dann das optische Element 106.1 und die Halterung 109 miteinander verbunden.
Anschließend werden einem Schritt 120.3 über die Stelleeinrichtungen 1 16 die Position und die Orientierung des optischen Elements in der oben beschriebenen Weise eingestellt
Zweites Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2 und 9A ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 211 beschrieben. Das Stützelement 211 kann an Stelle des Stützelements 1 11 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 21 1 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 1 11 aus Figur 2, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 100 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Die Figur 9A zeigt einen Schnitt im Bereich des Stützkörpers 214. Der einzige Unterschied des Stützelements 21 1 zum Stützelement 1 11 besteht darin, dass die ersten Biegegelenke 214.2 und 214.4 des Stützkörpers 214 als quer zur x-Richtung verlaufende Blattfederelmente ausgebildet sind. Hierdurch wird ebenfalls eine Bewegungseinschränkung in genau einem Freiheitsgrad realisiert (nämlich der Rotation um die x-Achse), sodass auch hier eine statisch bestimmte Lagerung des optischen Elements 106.1 erzielt wird.
Die Figuren 9B bis 9D zeigen weitere Varianten der Anordnung und Gestaltung der ersten Biegegelenke 214.1 bis 214.4. Es versteht sich hierbei, dass die Gestaltung und Anordnung der Biegegelenke 214.1 bis 214.4 grundsätzlich beliebig gewählt werden kann. So zeigt beispielsweise die Figur 9B eine Abwandlung der Anordnung des ersten Ausführungsbeispiels, bei der die Biegegelenke 214.1 bis 214.4 eine in Richtung des Kraftflusses vertauschte Abfolge aufweisen.
Die Anordnung der Biegegelenke richtet sich dabei in der Regel nach der gewünschten Kinematik bzw. steifigkeitsunabhängigen Bedingungen, wie Herstellbarkeit und/oder Montierbarkeit. Insbesondere richtet sich die Bewegungsübersetzung zwischen der Verschiebung in den ersten Anschlussbereich 214.5 und dem zweiten Anschlussbereich 214.6 nach dem Abstand der beiden ersten Biegegelenke 214.2 und 214.4.
Die Figur 9C zeigt einen bereits oben im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschriebene Variante, bei der alle Biegegelenke als quer zur Biegeachse kurze Gelenke und damit als reine Drehgelenke ausgeführt sind.
Bei der Variante aus Figur 9D sind die beiden blattfederartigen Biegegelenke 214.2 und 214.4 in Richtung der Kraftflussrichtung K ausgerichtet. Mithin sind also ihre Biegeachsen koplanar zu der Kraftflussrichtung K angeordnet. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die Gestaltung aus Figur 9C. Hierdurch ergibt sich eine gegebenenfalls gewünschte Aufteilung bzw. Einstellung der Art der unter Last auftretenden Spannungen (beispielsweise Reduktion der Biegespannungen, Auftreten reiner Zug/Druckspannungen).
In einem optisches Modul 108 nach den hier beschriebenen Ausführungsformen können die Bipodstreben in ihrer Längsrichtung parallel zu einer Fläche der Stützeinheit angeordnet sein, wobei die Strebenfüße und die Strebenköpfe der Bipodstreben über jeweils wenigstens ein Biegegelenk 214.2, 214.4 diametral derart miteinander verbunden sind, dass deren Verbindungslinie die Fläche der Stützeinheit unter einem Winkel schneidet.
Drittes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2 und 10A ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 311 beschrieben. Das
Stützelement 31 1 kann an Stelle des Stützelements 11 1 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 31 1 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und
seiner Funktionsweise dem Stützelement 1 11 aus Figur 2, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 200 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Die Figur 10A zeigt einen Schnitt im Bereich des Stützkörpers 314. Der einzige Unterschied des Stützelements 311 zum Stützelement 11 1 besteht darin, dass das erste Biegegelenk 314.1 des Stützkörpers 314 als (in x-Richtung verlaufendes) Blattfederelement ausgebildet sind, während ein Biegegelenk ähnlich dem Biegegelenk 1 14.3 fehlt. Das Biegegelenk 314.1 integriert dabei mit anderen Worten zum einen die Funktion der beiden Biegegelenke 114.1 und 114.3 und stellt zudem über seine Torsion eine Entkopplung von Kippbewegungen des optischen Elements 106.1 (um eine zu der optischen Achse quer verlaufende Kippachse) zur Verfügung. Hierdurch wird ebenfalls eine Bewegungseinschränkung in genau einem Freiheitsgrad realisiert (nämlich der Translation entlang der x-Achse), sodass auch hier eine statisch bestimmte Lagerung des optischen Elements 106.1 erzielt wird.
Die Figur 10B zeigt eine der Gestaltung aus Figur 10A in Gestalt und Funktion ähnliche Gestaltung, bei der anstelle einer langen Blattfeder zwei kurze Blattfedern 314.1 und 314.3 unmittelbar benachbart angeordnet sind.
Viertes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2, 1 1A und 1 1 B ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 41 1 beschrieben. Das Stützelement 411 kann an Stelle des Stützelements 11 1 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 31 1 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 1 11 aus Figur 2, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 300 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Bei dieser Gestaltung weist der Stützkörper 414 lediglich die beiden ersten Biegegelenke 414.1 und 414.3 auf (deren Biegeachsen parallel zur y-Richtung verlaufen), sodass im Bereich des
Stützkörpers 414 eine Bewegungseinschränkung in vier Freiheitsgraden erfolgt. Die
Entkopplung in zwei weiteren Freiheitsgraden erfolgt bei dieser Variante im Bereich des zweiten
Anschlusselements 415. hierzu sind zwei wiederum entlang ihrer Biegeachsen langgestreckte zweite Biegegelenke 415.1 und 415.2 des zweiten Anschlusselements 415 vorgesehen.
Während das Biegegelenk 415.1 Kippbewegungen des optischen Elements 106.1 um eine quer zu der optischen Achse verlaufende Kippachse entkoppelt, stellt das Biegegelenk 415.2 eine Entkopplung von Drehbewegungen des optischen Elements um seine optische Achse zur Verfügung.
Diese Gestaltung hat den Vorteil, dass die Entkopplung der Kipp- und Drehbewegungen des optischen Elements 106.1 unmittelbar in der Nähe des optischen Elements 106.1 erfolgt, sodass hieraus resultierende eventuelle Abweichungen in der Position des optischen Elements von ihrem Sollwert geringer ausfallen als bei einer in Richtung des Kraftflusses weit von dem optischen Element 106.1 entfernten Anordnung der Entkopplungselemente.
Die Ausführungsformen der hier beschriebenen optischen Module 108 können analog zum vierten Ausführungsbeispiel wenigstens eine Gelenkeinheit umfassen, die ein Strebenkopf einer Bipodstrebe eines Bipods direkt oder indirekt an das optische Element anlenkt, wobei die Gelenkeinheit wenigstens ein Biegegelenk 414.3 umfasst, dessen Biegeebene parallel zur Bipodebene des entsprechenden Bipods ist. Ferner kann in einem optischen Modul 108 alternativ oder zusätzlich eine Gelenkeinheit zur Anlenkung des optischen Elements wenigstens ein Biegegelenk umfassen, dessen Biegeebene senkrecht zur Bipodebene des entsprechenden Bipods ist.
In weiteren Ausführungsformen der hier beschriebenen optischen Module 108 können die Strebenköpfe des Bipods über die Gelenkeinheit zur Anlenkung an das optische Element mit einem das optische Element haltenden Fassungselement 1 12 jeweils über ein Verbindungselement 415 verbunden sein. Dabei kann das Fassungselement 1 12 oder das Verbindungselement 415 wenigstens ein weiteres Biegegelenk 415.1 , 415.2 umfassen. Hierbei kann das weitere Biegegelenk 415.1 , 415.2 eine Biegeebene aufweisen, die senkrecht zur Bipodebene in Richtung einer optischen Achse des optischen Elements ist, und/oder die senkrecht zur Bipodebene in Richtung senkrecht zu einer optischen Achse des optischen Elements ist.
Fünftes und sechstes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2, 12 und 13 weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Stützelements 51 1 und 61 1 beschrieben. Die
Stützelemente 511 von 611 können an Stelle des Stützelements 41 1 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 511 und 61 1 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 41 1 aus Figur 1 1A, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 100 bzw. 200 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Der Unterschied des Stützelements 51 1 zu dem Stützelement 41 1 besteht darin, dass über ein blattfederartiges zweites Biegegelenk 515.1 eine Entkopplung in drei Freiheitsgraden zur Verfügung gestellt wird, nämlich neben der Entkopplung der Kipp- und Drehbewegungen des optischen Elements 106.1 auch eine Entkopplung von radialen Bewegungen des optischen Elements 106.1 (also Bewegungen in seiner Radialrichtung).
Bei dieser Gestaltung stellen also der Stützkörper 514 und das zweite Anschlusselement 515 eine Bewegungseinschränkung des optischen Elements 106.1 bezüglich des Außenringes 1 10 in genau einem Freiheitsgrad (nämlich der Translation in der x-Richtung) zur Verfügung.
Eine ähnliche Bewegungseinschränkung ergibt sich bei dem Stützelement 61 1 aus Figur 13, wobei die Blattfeder 615.1 hinsichtlich der Entkopplung von Drehbewegungen des optischen Elements 106.1 um seine optische Achse steifer ist.
Siebtes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2 und 14A ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 711 beschrieben. Das Stützelement 71 1 kann an Stelle des Stützelements 411 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 711 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 411 aus Figur 11 A, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 300 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Der Unterschied des Stützelements 71 1 zu dem Stützelement 41 1 besteht darin, dass über ein L-förmiges blattfederartiges zweites Biegegelenk 715.1 eine Entkopplung in drei Freiheitsgraden zur Verfügung gestellt wird, nämlich neben der Entkopplung der Kipp- und Drehbewegungen des optischen Elements 106.1 auch eine Entkopplung von radialen Bewegungen des optischen Elements 106.1 (also Bewegungen in seiner Radialrichtung).
Die Figuren 14B bis 14D zeigen weitere Varianten der Gestaltung dieses Biegegelenks 715.2, wobei jeweils der in einer Schnittebene senkrecht zur Biegeachse abgeknickte Verlauf des Querschnitts des Biegegelenks 715.2 das entscheidende, die mehrfache Entkopplung sicherstellende Merkmal ist.
In der Figur 14E ist dann noch eine Variante dargestellt, mit der das Problem eventueller parasitärer Bewegungen des optischen Elements in der x-Richtung über zusätzliche Blattfederelemente 715.3 gelöst werden kann.
Achtes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2, 15A ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 811 beschrieben. Das
Stützelement 811 kann an Stelle des Stützelements 111 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 81 1 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 1 11 aus Figur 2, sodass hier lediglich auf die
Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 700 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Der Unterschied zu dem Stützelement 11 1 besteht hierbei lediglich in der Gestaltung des zweiten Biegegelenks 813.1 , über welches der Hebel 813 an dem Außenring 1 10 angelenkt ist. Im vorliegenden Beispiel ist zur Verbesserung der Kippabstützung des Hebels 813 das Biegegelenk 813.1 aus zwei blattfederartigen Elementen gebildet, deren Achsen sich schneiden und so den Momentandrehpol der Drehbewegung des Hebels 813 definieren.
Die Figuren 15B bis 15D zeigen weitere Varianten dieser Gestaltung mit einer unterschiedlichen Anordnung der beiden das Biegegelenk 813.1 bildenden blattfederartigen Elemente.
In weiteren Ausführungsformen der hier beschriebenen optischen Module108 kann das Biegegelenk 813.1 des Lagers mehrere Biegegelenke mit jeweils parallelen Biegeebenen umfassen, die einen Drehpol ausbilden. Bevorzugt sind dabei die Biegegelenke zur Ausbildung des Drehpols senkrecht zu ihren jeweiligen Biegeebenen steif ausgebildet.
Neuntes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2, 16 ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 911 beschrieben. Das
Stützelement 91 1 kann an Stelle des Stützelements 1 11 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 911 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 1 11 aus Figur 2, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 800 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Der Unterschied zu dem Stützelement 1 11 besteht hier in der Gestaltung der zusätzlichen Kippabstützung des Hebels 913. Im vorliegenden Beispiel ist nicht der Hebel 913 unmittelbar zusätzlich abgestützt, sondern es ist ein zusätzliches blattfederartig gestaltetes Biegegelenk 913.2 vorgesehen, über welches der Stützkörper 914 (in Richtung der z-Achse) zusätzlich abgestützt ist, um eine Verkippung des Hebels 913 und damit des Stützkörpers 114 (um die x- Achse) zu vermeiden.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das erste Biegegelenk 914.1 ebenfalls blattfederartig ausgebildet ist. Die Achsen der blattfederartigen Biegegelenke 914.1 und 913. zwei schneiden einander, sodass hiermit der Momentandrehpol der Ausgleichbewegung zwischen dem Hebel 913 und im Stützkörper 914 bei einer Drehbewegung des Hebels 913 definiert ist.
Zehntes Ausführungsbeispiel
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 , 2, 17A ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützelements 101 1 beschrieben. Das Stützelement 101 1 kann an Stelle des Stützelements 1 11 in der Abbildungseinrichtung 101 eingesetzt werden. Das Stützelement 1011 entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau und seiner Funktionsweise dem Stützelement 1 11 aus Figur 2, sodass hier lediglich auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Insbesondere sind gleichartige Komponenten mit um den Wert 900 erhöhten Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nichts anderes ausgeführt wird, wird hinsichtlich der Merkmale dieser Komponenten ausdrücklich auf die obigen Ausführungen verwiesen.
Der Unterschied zu dem Stützelement 1 1 1 besteht hierbei lediglich in der Gestaltung der Vorspanneinrichtung 1019, über welche der Hebel 1013 mit einer Vorspannung beaufschlagt wird. Im vorliegenden Beispiel ist die Blattfeder 1019 im Bereich des Biegegelenks 1013.1 angeordnet, über welches der Hebel 1013 an dem Außenring 1 10 angelenkt ist.
Die Figur 17B zeigt eine weitere Variante dieser Gestaltung, bei der Vorspanneinrichtung 1019 unmittelbar in das Biegegelenk 1013.1 integriert ist. Hierzu ist ein blattfederartiges Element mit (in der xy-Ebene) U-förmigem Querschnitt monolithisch mit dem Hebel 1013 verbunden. Die Vorspannung kann über eine Stellschraube 1019.1 (oder ein vergleichbares Stellmittel) eingestellt werden, welche mit dem Außenring 1 10 verbunden ist.
Die vorliegende Erfindung wurde vorstehend weiterhin ausschließlich anhand von Beispielen aus dem Bereich der Mikrolithographie mit Licht der Wellenlänge 193 nm beschrieben. Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Erfindung ebenso auch für beliebige andere Anwendungen bzw. Abbildungsverfahren, insbesondere bei beliebigen Wellenlängen des zur Abbildung verwendeten Lichts, eingesetzt werden kann.
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