Befestigungsanordnung mit Toleranzausgleich
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Bauteils B an einem Bauteil A mit selbsttätigem Ausgleich von Toleranzen im Abstand zwischen den beiden Bauteilen.
Derartige Befestigungsanordnungen mit Toleranzausgleich sind in großer Vielfalt bekannt. Sie bestehen üblicherweise aus einer Verstellbuchse mit einem sogenannten Mitschleppabschnitt, der mit einer Befestigungsschraube eine Reibschlussverbindung eingehen kann. Beim Drehen der Befestigungsschraube wird daher die Verstellbuchse mitgedreht, bis sie sich an eines der beiden Bauteile anlegt, worauf dann beim Weiterdrehen der Befestigungsschraube und entsprechende Erhöhung des Drehmomentes die Reibschlussverbindung überwunden wird, so dass dann die beiden Bauteile durch die Befestigungsschraube über die Verstellbuchse miteinander verspannt werden können.
Aus der europäischen Patentanmeldung EP 1 780 424 ist eine derartige Toleranzausgleichsanordnung bekannt. Diese Anordnung umfasst ein einstückig ausgebildetes Aufnahmeelement und ein einstückig ausgebildetes Verstellelement. Das Aufnahmeelement hat einen Befestigungsabschnitt mit einem selbstfurchenden und/oder -formenden Gewinde, das zum Herstellen einer Schraubverbindung in das eine Bauteil einschraubbar ist, wo- bei die Schraubverbindung eine Kunststoff-in-Kunststoff-Schraubverbindung ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsanordnung mit selbsttätigem Toleranzausgleich der angegebenen Gattung so weiterzubilden, dass die Montage der Befestigungsanordnung vereinfacht wird.
Die Befestigungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ist in Anspruch 1 definiert. Zudem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Einsetzen und Befestigen eines Aufnahmeelements der Befestigungsanordnung gemäß Anspruch 13 und ein Verfahren zum Entfernen des Aufnahmeelements aus dem Bauteil gemäß Anspruch 14.
Die Befestigungsanordnung dient dem Befestigen eines Bauteils B an einem Bauteil A mit selbsttätigem Ausgleich von Toleranzen im Abstand zwischen dem Bauteil B und dem Bauteil A. Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung weist die folgenden Merkmale auf: ein Aufnahmeelement und ein Verstellelement, das über eine erste Gewindepaarung einer ersten Gangrichtung mit dem Aufnahmeelement verschraubbar ist, während durch eine Öffnung von Aufnahmeelement und Verstellelement eine Befestigungsschraube einsetzbar ist, die über eine zweite Gewindepaarung einer der ersten entgegengesetzten zweiten Gangrichtung in das Aufnahmeelement einschraubbar und mit dem Verstellelement durch eine lösbare Mitschleppverbindung verbindbar ist, um beim Drehen der Befestigungsschraube das Verstellelement mitzudrehen und dadurch in Anlage mit dem Bauteil B zu bewegen, und deren Verstellelement aus einem innerhalb eines Gewindeelements drehfest und schwimmend angeordneten Mitschleppers besteht, so dass eine Fehlausrichtung der Befestigungsschraube beim Einsetzen in das Verstellelement ausgleichbar ist.
In der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung ist das Verstellelement zweiteilig ausgebildet. Diese zweiteilige Ausbildung bestehend aus Gewindeelement und Mitschlepper gewährleistet einen Ausgleich von Montagefehlern beim Einsetzen der Befestigungsschraube in die Befestigungsanordnung. Da der Mitschlepper innerhalb des Gewindeele- ments schwimmend angeordnet ist, ist er in der Lage, bezogen auf seine Längsachse radiale bzw. laterale Ausgleichsbewegungen innerhalb des Gewindeelements auszuführen. Bei einer entsprechenden Formgestaltung von Gewindeelement und Mitschlepper besteht ebenfalls bevorzugt die Möglichkeit, dass eine winklige Ausgleichsbewegung durch den Mitschlepper innerhalb des Gewindeelements ausgeführt wird. Das bedeutet, dass bezogen auf die Längsachse des Gewindeelements die Längsachse des Mitschleppers eine nicht parallele geneigte Position einnehmen kann. Basierend auf dieser konstruktiven Grundlage ist die Befestigungsschraube mit einer gewissen Orientierungsungenauigkeit in die Befestigungsanordnung einsetzbar, ohne dass die Befestigungsschraube innerhalb der Befestigungsanordnung blockiert wird. Zudem wird der Toleranzausgleich durch die Befestigungsanord- nung durch die fehlerhaft orientierte Befestigungsschraube nicht beeinträchtigt, da der Mitschlepper der Fehlorientierung der Befestigungsschraube innerhalb des Gewindeelements folgen kann. Er wird somit auch beim Drehen der Befestigungsschraube auf das Bauteil B zugestellt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Befestigungsanordnung umgibt ein Innenkanal des Gewindeelements derart den Mitschlepper, dass der Mitschlepper innerhalb des Gewindeelements lateral, insbesondere in radialer Richtung bezogen auf das Gewindeelement, versetzbar ist. Es ist zudem ergänzend oder alternativ bevorzugt, dass sich der In- nenkanal des Gewindeelements zumindest teilweise entlang seiner axialen Richtung verjüngt, so dass der Mitschlepper axial verkippt bezogen auf die Längsachse des Gewindeelements innerhalb des Gewindeelements anordenbar ist.
Das Gewindeelement der Befestigungsanordnung ist mit einem entsprechend den Anforde- rangen geformten Innenkanal ausgestattet. Dieser Innenkanal umfasst beispielsweise eine zylindrische Form mit einem Innendurchmesser, der größer ausgebildet ist als der aufzunehmende Bereich des Mitschleppers. Dies gewährleistet, dass aufgrund der schwimmenden Lagerang des Mitschleppers innerhalb des Gewindeelements dieser in radialer Richtung bezogen auf das Gewindeelement innerhalb des Innenkanals verschiebbar ist. Auf diese Weise können die bereits oben angesprochenen Fehlorientierungen der Befestigungsschraube ausgeglichen werden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist ebenfalls ein Ausgleich von winkligen Fehlorientierangen der Befestigungsschraube durch eine winklige Orientierung des Mitschleppers möglich. In dieser Alternative verjüngt sich der Innenkanal zumindest in einem Teilbereich, so dass er eine konische Kontur aufweist. Der konischen Kontur folgend kann der Mitschlepper eine Fehlausrichtung der Befestigungsschraube ausgleichen, so dass auch auf diese Weise eine erleichterte Installation der Befestigungsanordnung unterstützt wird.
Zur Gewährleistung der drehfesten Verbindung zwischen Mitschlepper und Gewindeele- ment weist der Mitschlepper bevorzugt mindestens eine in radialer Richtung vorstehende Haltenase auf, die in einer Vertiefung des Gewindeelements einrastbar ist.
Zudem umfasst der Mitschlepper einer weiteren Ausführungsfoπn eine oval geformte Transportsicherang, deren mindestens ein radial nach außen ragender Vorsprang an einer Innenseite des Aufnahmeelements verriegelbar ist. Diese oval geformte Transportsicherang ist gemäß einer Ausführungsform derart ausgebildet, dass beim Durchführen der Befestigungsschraube durch die oval geformte Transportsicherang der mindestens eine radial nach außen ragende Vorsprang durch eine radial nach innen gerichtete Verformungsbewegung der Transportsicherung aus der Innenseite des Aufnahmeelements entriegelbar ist.
Die ovale Form der Transportsicherung ist somit an den Durchmesser der Befestigungsschraube derart angepasst, dass der im Durchmesser kleinere Bereich des Ovals kleiner ist als der Durchmesser der Befestigungsschraube und dass der im Durchmesser größere Bereich des Ovals größer ist als der Durchmesser der Befestigungsschraube. Durch diese Di- mensionierung der oval geformten Transportsicherung und der Befestigungsschraube drückt die Befestigungsschraube beim Einsetzen in die oval geformte Transportsicherung den schmaleren Bereich auseinander und zieht auf diese Weise den breiteren Bereich des Ovals zusammen, so dass sich die Transportsicherung in eine annähernd runde Form verformt. Diese Verformungsbewegung bewegt den verriegelnden Vorsprung von der Innen- seite des Aufnahmeelements weg, so dass das Verstellelement bestehend aus Mitschlepper und Gewindeelement innerhalb des Aufnahmeelements drehbar ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Befestigungsanordnung umfasst der Mitschlepper zwei gegenüber voneinander angeordnete und in axiale Richtung des Mit- Schleppers verlaufende Schleppstege, die federnd radial nach innen ragend eine Durchgangsöffnung für die Befestigungsschraube verengen. Die Schleppstege sind vorzugsweise bogenförmig ausgebildet. Sie verbinden zudem die oval geformte Transportsicherung mit einem Anlageabschnitt des Mitschleppers.
Wie oben bereits erwähnt worden ist, ist die Befestigungsschraube in ein Gewinde des Aufnahmeelements einschraubbar. Dieses Gewinde des Aufnahmeelements wird gemäß einer Ausführungsform durch eine Mutter bereitgestellt, die in eine Haltekammer des Aufnahmeelements einsetzbar ist. In dieser Haltekammer wird die Mutter beispielsweise durch Festklemmen befestigt. In Anpassung an die Befestigungsschraube ist es denkbar, dass die Mutter und die Befestigungsschraube jeweils ein zueinander passendes metrisches Gewinde aufweisen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung, den Zeichnungen und anhängenden Ansprüchen hervor.
Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch die bevorzugte Befestigungsanordnung ohne
Befestigungsschraube ,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch die bevorzugte Befestigungsanordnung mit Befestigungsschraube und installiert zwischen Bauteil A und B,
Fig. 3 a und b eine perspektivische Ansichten des Mitschleppers,
Fig. 4 a und b eine perspektivische Ansicht des Gewindeelements,
Fig. 5 a und b eine perspektivische Ansichten des Verstellelements bestehend aus Gewindeelement und Mitschlepper,
Fig. 6 eine Seitenansicht der Befestigungsanordnung,
Fig. 7 ein Schnitt entlang der Linie A-A aus Fig. 6,
Fig. 8 ein Schnitt entlang der Linie B-B aus Fig. 6,
Fig. 9 eine Ansicht von unten des Verstellelement bestehend aus Mitschlepper und Gewindeelement,
Fig. 10 eine Ansicht von oben des Verstellelements bestehend aus Gewindeelement und Mitschlepper,
Fig. 11 ein Schnitt entlang der Linie A-A aus Fig. 10,
Fig. 12 ein Schnitt entlang der Linie B-B aus Fig. 10,
Fig. 13 a bis c eine Zusammenbausequenz der Befestigungsanordnung mit Mutter und
Fig. 14 a bis c eine Installationssequenz der Befestigungsanordnung in einem Schlüsselloch im Bauteil A.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, besteht die Befestigungsanordnung aus einem Aufnahmeelement 10 und einem Verstellelement 20, 30. Das Aufnahmeelement 10 und das Verstellelement 20, 30 sind über eine erste Gewindepaarung 12, 32 miteinander verbunden. Das eine Gewinde 12 der ersten Gewindepaarung befindet sich an der Innenseite des Aufnah- meelements 10. Das andere Gewinde 32 befindet sich an der Außenseite eines Gewindeelements 30, das gemeinsam mit einem Mitschlepper 20 das Verstellelement 20, 30 bildet.
Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung der zwischen den Bauteilen A und B installierten Befestigungsanordnung. Durch das Einschrauben einer Befestigungsschraube 40 in die Befes- tigungsanordnung verlängert sich die Befestigungsanordnung soweit, bis ein Abstand S zwischen den Bauteilen A und B ausgeglichen ist. Beim Einschrauben der Befestigungsschraube 40 in ein Gewinde 52 des Aufnahmeelements 10 wird das Verstellelement 20, 30 aus dem Aufnahmeelement 10 herausgeschraubt. Diese selbsttätige Verstellbewegung der Befestigungsanordnung basiert darauf, dass die Gewindepaarung eines Gewindes 42 der Befestigungsschraube 40 und eines Gewindes 52 des Aufnahmeelements 10 eine der Gewindepaarung 12, 32 entgegengesetzte Gangrichtung aufweist.
Das Gewinde 52 des Aufnahmeelements 10 wird bevorzugt mit Hilfe einer Mutter 50 bereitgestellt. Die Mutter 50 ist in einer Haltekammer 16 des Aufnahmeelements 10 ange- ordnet. Gehalten wird die Mutter 50 in der Haltekammer 16 vorzugsweise über einen
Presssitz zwischen den Wänden oder einem Haltesteg und den Wänden der Haltekammer 16 oder über die Verbindung mit der Befestigungsschraube 40. Gemäß einer Ausführungsform vorliegender Erfindung sind die Gewinde 42 und 52 zueinander passende metrische Gewinde. Der Vorteil einer Befestigungsschraube 40 mit metrischem Gewinde im Ver- gleich zum Stand der Technik besteht darin, dass bei der metrischen Verschraubung das Gewinde 42 durch den Mitschlepper 20 durchgesteckt werden kann. Hierdurch hat ein Drücken des Werkers auf die Befestigungsschraube 40 während des Schraubvorgangs keinen Einfluss auf die Funktion der Befestigungsanordnung. Die Befestigungsschraube 40 kann bis zur Mutter 50 in die Befestigungsanordnung eingesteckt werden. Alle Druckkräfte werden ab diesem Zeitpunkt direkt über das Gewinde 52 an die Mutter 50 übertragen.
Gemäß einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform ist es ebenfalls bevorzugt, eine Befestigungsschraube 40 mit selbstschneidendem Gewinde 42 einzusetzen. Diese würde
sich innerhalb einer Öffnung eines Endbereichs des Aufnahmeelements 10 befestigen, der anstelle der Haltekammer 16 ausgebildet ist.
Das Verstellelement 20, 30 besteht aus dem Gewindeelement 30, in dessen Innenkammer 36 der Mitschlepper 20 angeordnet ist. In den Figuren 3a, b ist der Mitschlepper 20 dargestellt. Der Mitschlepper 20 umfasst einen Anlageabschnitt 29 zur Anlage am Bauteil B. Der Anlageabschnitt 29 weist Erhöhungen in Richtung des Bauteils B auf, die sich ins Bauteil B eingraben. Auf diese Weise bildet sich ein Formschluss zwischen dem Anlageabschnitt 29 und dem Bauteil B und somit ein besserer Halt zwischen der Befestigungsan- Ordnung und dem Bauteil B heraus. Zudem weist der Anlageabschnitt 29 eine zentrale Öffnung auf, durch die die Befestigungsschraube 40 eingesetzt wird.
Unterhalb des Anlageabschnitts 29 erstrecken sich in axialer Richtung des Mitschleppers 20 mindestens zwei Schleppstege 24. Die Schleppstege 24 sind gegenüber voneinander angeordnet. Zudem weisen sie einen bogenförmigen Verlauf auf, so dass sie federnd radial nach innen ragend einen Durchgangsbereich der Befestigungsschraube 40 durch den Mitschlepper verengen.
An ihrem dem Anlageabschnitt 29 abgewandten Ende sind die Schleppstege 24 über eine ringförmige Struktur miteinander verbunden. An der ringförmigen Struktur ist mindestens eine in radialer Richtung nach außen vorstehende Haltenase 22 angeordnet. Die Haltenase 22 greift in eine an sie angepasste Vertiefung 34 an der gegenüberliegenden Innenseite des Gewindeelements 30 ein. Indem die Haltenase 22 in der Vertiefung 34 einrastet, entsteht eine drehfeste Verbindung zwischen dem Mitschlepper 20 und dem Gewindeelement 30. Bevorzugt sind zwei Haltenasen 22 um 90° versetzt von den Schleppstegen 24 angeordnet.
Um ein einfacheres und lagegenaues Einsetzen des Mitschleppers 20 in das Gewindeelement 30 zu gewährleisten, sind Führungsnuten 38 für die Haltenasen 22 an der Innenseite des Gewindeelements 30 ausgebildet. Wird der Mitschlepper 20 an das Gewindeelement 30 eingesetzt, gleiten die Haltenasen 22 entlang der Führungsnuten 38 und rasten dann in den Vertiefungen 34 ein. Dies ist in den Figuren 8, 9, 11, 12 veranschaulicht.
Der Innenkanal 36 des Gewindeelements 30 weist einen größeren Durchmesser als der im Innenkanal 36 aufzunehmende Teil des Mitschleppers 20 auf. In gleicher Weise sind die
Vertiefungen 34 in lateraler Richtung größer ausgebildet als die aufzunehmenden Haltenasen 22, so dass sich diese darin bewegen können. Die Überdimensionierung des Innenkanals 36 und der Vertiefungen 34 im Vergleich zum Mitschlepper 20 führt zu einer schwimmenden Lagerung des Mitschleppers 20 am Gewindeelement 30. Auf dieser Grundlage kann sich der Mitschlepper 20 beim Einsetzen der Befestigungsschraube 40 innerhalb des Gewindeelements 30 schwimmend in radialer Richtung, also lateral, verschieben, um Fehlausrichtungen der Befestigungsschraube 40 auszugleichen. In Fig. 8, dem Schnitt entlang der Linie B-B aus Fig. 6, ist erkennbar, dass trotz einer nicht mittigen Anordnung des Mitschleppers 20 die Installation der Befestigungsschraube 40 gewährleis- tet ist.
Gemäß einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform hat der Innekanal 36 anstelle der zylindrischen Form in Fig. 4a, b eine zumindest teilweise konische Form. Die konische Form verläuft derart, dass der Bereich des Innenkanals 36 mit dem größten Durchmesser an den Anlageabschnitt 29 des Mitschleppers 20 angrenzt. Die konische Form des Innenkanals 36 gewährleistet ein Verkippen des Mitschleppers 20 innerhalb des Gewindeelements 30. Auf diese Weise ist der Mitschlepper 20 axial verkippt bezogen auf die Längsachse des Gewindeelements 30 innerhalb des Gewindeelements 30 anordenbar. Zu diesem Zweck verjüngt sich der Innenkanal 36 beispielsweise konisch beginnend am Anlageab- schnitt 29 bis zu seinem Ende nahe den Vertiefungen 34. Es ist ebenfalls denkbar, dass der Innenkanal 36 als Doppelkonus ausgebildet ist, der sich beginnend an beiden Enden des Innenkanals 36 in Richtung auf einen Punkt nahe der Innenkanalmitte verjüngt.
Mit Hilfe der oben beschriebenen Konstruktionen wird eine schwimmende Anordnung des Mitschleppers 20 im Gewindeelement 30 realisiert, durch die der Mitschlepper 20 lateral versetzbar und/oder axial verkippbar in Bezug auf das Gewindeelement 30 angeordnet ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Befestigungsanordnung eine Transportsicherung 26. Diese dient dazu, ein Lösen der Befestigungsanordnung im vormontierten Zustand zu verhindern. Die Transportsicherung 26 ist angrenzend an die ringförmige Struktur des Mitschleppers 20 angeordnet. Sie wird durch einen oval geformten Ring 26 gebildet, der vorzugsweise über Stege an der ringförmigen Struktur des Mitschleppers 20 befestigt ist.
Die oval geformten Transportsicherung 26 umfasst einen Bereich größeren und einen Bereich kleineren Durchmessers. Die oval geformte Transportsicherung 26 ist derart dimensioniert, dass der kleinere Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Befestigungsschraube 40 und dass der größere Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Befesti- gungsschraube 40. Basierend auf dieser Dimensionierung erfolgt beim Einschrauben der Befestigungsschraube in den Mitschlepper 20 ein Aufdrücken der oval geformten Transportsicherung 26. Dieses Aufdrücken des Bereichs kleineren Durchmessers erfolgt auf Kosten des Bereichs größeren Durchmessers, so dass die oval geformte Transportsicherung 26 nach dem Einschrauben der Befestigungsschraube 40 eine annähernd kreisförmige Ges- talt aufweist.
Im Bereich größeren Durchmessers der Transportsicherung 26 ist mindestens ein radial nach außen ragender Vorsprung 28 angeordnet. Zum Herstellen einer Transportsicherung greift der Vorsprung 28 in Kanäle, Fenster oder Vertiefungen 14 an der Innenseite des Aufnahmeelements 10 ein. Wird die Befestigungsschraube 40 in die oval geformte Transportsicherung 26 eingeschraubt, wird der Bereich kleineren Durchmessers aufgeweitet, während sich gleichzeitig der Bereich größeren Durchmessers in seinem Durchmesser verkleinert. Dies erzeugt eine radial nach innen gerichtete Verformungsbewegung des Bereichs größeren Durchmessers, so dass der mindestens eine Vorsprung 28 aus der Verrie- gelung in dem Kanal 14 gelöst wird. Nachdem dies erfolgt ist, kann ein Verstellen des Verstellelements 20, 30 über das Drehen der Befestigungsschraube 40 stattfinden.
Es ist ebenfalls denkbar, die oval geformte Transportsicherung 26 von außen über die Kanäle 14 zu lösen. Über die Kanäle 14 durch das Aufnahmeelement 10 sind die Vorsprünge 28 von außen zugänglich und können radial nach innen gedrückt werden. Dies kann beispielsweise durch ein darauf angepasstes Werkzeug erfolgen. Bei diesem Vorgehen ist es nicht erforderlich, dass diese Funktion über die Befestigungsschraube 40 realisiert wird.
Die Figuren 13 a bis c zeigen die Herstellung der Befestigungsanordnung im vormontierten Zustand. Zu diesem Zweck wird die Mutter 50 in die Haltekammer 16 eingesetzt. Danach wird das Verstellelement 20, 30 in das Aufnahmeelement 10 eingeschraubt, bis die oval geformte Transportsicherung 26 das Verstellelement 20, 30 in dem Aufnahmeelement 10 hält. Nachdem dieser Schritt abgeschlossen ist, liegt die vormontierte Befestigungsanordnung vor, wie sie in Fig. 13 c dargestellt ist.
Die Bauteile A und B bestehen vorzugsweise aus Kunststoff. Das Bauteil A besteht beispielsweise aus einem glasfaserverstärkten PP, während das Bauteil B aus einem weicheren Kunststoff, beispielsweise einem PP mit Talkum besteht. Es ist ebenfalls bevorzugt, das Bauteil A aus Metall oder anderen Werkstoffen herzustellen. Wie man in Fig. 14a erkennen kann, umfasst das Bauteil A ein Schlüsselloch 90, in dem das Aufnahmeelement 10 aufnehmbar und befestigbar ist. Das Schlüsselloch 90 ist annähernd komplementär zur Silhouette des Aufnahmeelements 10 innerhalb einer ersten Radialebene ausgebildet. In der ersten Radialebene liegen beispielsweise zwei Haltevorsprünge 19. Ist eine andere An- zahl von Haltevorsprüngen 19 vorgesehen, ist die Form des Schlüsselloch 90 entsprechend angepasst, um ein Einsetzen des Aufnahmeelements 10 in das Schlüsselloch 90 zu gewährleisten. Der innere Durchmesser des Schlüssellochs 90 ist zudem kleiner als der Außendurchmesser eines oberen Flansches oder Rands des Aufnahmeelements 10, damit das Aufnahmeelement 10 formschlüssig im Bauteil A gehalten werden kann.
Nach dem Einsetzen des Aufnahmeelements 10 in das Schlüsselloch 90 in passender Ausrichtung, sind ein Federelement 17 und der Flansch des Aufnahmeelements 10 oberhalb des Bauteils A und der Haltevorsprung 19 unterhalb des Bauteils A angeordnet. Wird das Aufnahmeelement 10 in Richtung des Bauteils A gedrückt und nachfolgend um seine Längsachse gedreht, werden die Haltevorsprünge 19 von den Öffnungen 93 zum Einsetzen weg bewegt. Aufgrund dieser Drehung entsteht eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Bauteil A und dem Aufnahmeelement 10.
Wie in Fig. 14a zu erkennen ist, sind das Federelement 17 und der Haltevorsprung 19 um- fänglich um 90° versetzt zueinander angeordnet. Andere winklige Anordnungen sind ebenfalls denkbar, die in Abstimmung mit dem Bauteil A realisierbar sind. Nach dem Einsetzen des Aufnahmeelements 10 in das Schlüsselloch 90, wobei die Haltevorsprünge 19 in Ausrichtung mit der Öffnung 93 sind, wie es in Fig. 14b gezeigt ist, wird das Aufnahmeelement 10 um seine Längsachse gedreht. Vorzugsweise wird das Aufnahmeelement 10 um einen Winkel von 90° um seine Längsachse gedreht, so dass die durch die Oberfläche des Bauteils A vorgespannten Federelemente 17 in die Öffnungen 93 einschnappen (siehe Fig. 14c). Es ist ebenfalls möglich, Vertiefungen oder Verriegelungsöffnungen auf/in der Oberfläche des Bauteils A vorzusehen, die nicht mit den Einsetzöffnungen 93 der Haltevorsprünge 19 identisch sind. Diese Vertiefungen oder Verriegelungsöffnungen (nicht gezeigt)
dienen dann lediglich dem Verriegeln/Einschnappen der Federelemente 17 und nicht dem Einsetzen der Haltevorsprünge 19.
Die Federelemente 17 im verriegelten Zustand sind in Fig. 14c dargestellt. Das Bauteil A ist in diesem Zustand zwischen dem Flansch des Aufnahmeelements 10 und dem Haltevor- sprung 19 eingeklemmt, so dass eine form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Bauteil A und dem Aufnahmeelement 10 vorliegt.
In Zusammenfassung der obigen Beschreibung ist somit das Einsetzen und Befestigen des Aufnahmeelements im Bauteil A mit folgenden Schritten beschreibbar: a) Ausrichten von Schlüsselloch 90 und Aufnahmeelement 10 zueinander, b) Einsetzen des Aufnahmeelements 10 in das Schlüsselloch 90, c) Drehen des Aufnahmeelements 10 um seine Längsachse, so dass das Bauteil A zwischen dem Flansch und dem Haltevorsprung 19 gehalten wird. In gleicher Weise kann das Entfernen des Aufnahmeelements 10 mit folgenden Schritten zusammengefasst werden: a) Drehen des Aufnahmeelements 10 um seine Längsachse, wodurch verriegelnde Federelemente 17 entfernt werden, b) Ausrichten des Aufnahmeelements 10 zum Schlüsselloch 90 und c) Entfernen des Aufnahmeelements 10 aus dem Schlüsselloch 90.