Aminosäureester-Prodrugs und ihre Verwendung
Die vorliegende Anmeldung betrifft Aminosäureester-Prodrug-Derivate von 2-Amino-6-({[2-(4- chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-4-(4-{[2,3-dihydroxypropyl]oxy}phenyl)pyridin- 3,5-dicarbonitrilen, Verfahren zu ihrer Herstellung, ihre Verwendung zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten sowie ihre Verwendung zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten, insbesondere von kardiovaskulären Erkrankungen.
Prodrugs sind Derivate eines Wirkstoffs, die in vivo eine ein- oder mehrstufige Biotransformation enzymatischer und/oder chemischer Art durchlaufen, bevor der eigentliche Wirkstoff freigesetzt wird. Ein Prodrug-Rest wird in der Regel genutzt, um das Eigenschaftsprofil des zugrunde liegenden Wirkstoffs zu verbessern [P. Ettmayer et al., J. Med. Chem. 47, 2393-2404 (2004)]. Um ein optimales Wirkprofϊl zu erreichen, muss dabei das Design des Prodrug-Restes ebenso wie der angestrebte Freisetzungsmechanismus sehr genau auf den individuellen Wirkstoff, die Indikation, den Wirkort und die Applikationsroute abgestimmt werden. Eine große Zahl von Arzneimitteln wird als Prodrugs verabreicht, die gegenüber dem zu Grunde liegenden Wirkstoff eine verbesserte Bioverfügbarkeit aufweisen, beispielsweise erzielt durch eine Verbesserung des physikochemischen Profils, speziell der Löslichkeit, der aktiven oder passiven Absorptionseigenschaften oder der gewebsspezifischen Verteilung. Aus der umfangreichen Literatur über Prodrugs sei beispielhaft genannt: H. Bundgaard (Ed.), Design of Prodrugs: Bioreversible derivatives for various functional groups and chemical entities, Elsevier Science Publishers B.V., 1985.
Adenosin, ein Purin-Nukleosid, ist in allen Zellen vorhanden und wird unter einer Vielzahl von physiologischen und pathophysiologischen Stimuli freigesetzt. Adenosin entsteht intrazellulär beim Abbau von Adenosin-5'-monophosphat (AMP) und S-Adenosylhomocystein als Zwischenprodukt, kann jedoch aus der Zelle freigesetzt werden und übt dann durch Bindung an spezifische Rezeptoren Wirkungen als hormonähnliche Substanz oder Neurotransmitter aus. Bekannt sind bisher die Rezeptor-Subtypen Al, A2a, A2b und A3 [vgl. K. A. Jacobson und Z.-G. Gao, NaL Rev. Drug Discover. 5, 247-264 (2006)].
Die Aktivierung von Al -Rezeptoren durch spezifische Al-Agonisten führt beim Menschen zu einer frequenzabhängigen Senkung der Herzfrequenz, ohne einen Einfluss auf den Blutdruck zu haben. Selektive Al-Agonisten könnten somit unter anderem für die Behandlung von Angina pectoris und Vorhofflimmern geeignet sein.
Die Aktivierung von A2b-Rezeptoren durch Adenosin oder spezifische A2b-Agonisten führt über die Erweiterung von Gefäßen zu einer Blutdrucksenkung. Die Blutdrucksenkung ist von einem
reflektorischen Herzfrequenzanstieg begleitet. Der Herzfrequenzanstieg kann durch die Aktivierung von Al -Rezeptoren durch spezifische Al-Agonisten reduziert werden.
Die kombinierte Wirkung von selektiven Al/A2b-Agonisten auf das Gefäßsystem und die Herzfrequenz resultiert somit in einer systemischen Blutdrucksenkung ohne relevanten Herzfrequenz- anstieg. Mit einem solchen pharmakologischen Profil könnten duale Al/A2b-Agonisten zur Behandlung z.B. der Hypertonie beim Menschen eingesetzt werden.
2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)-l ,3-oxazol-4-yl]methyl} sulfanyl)-4-(4- { [2,3-dihydroxypropyl]- oxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitrile der Formel (A)
in welcher
RA für Wasserstoff oder Methyl steht,
stellen potente und selektive Adenosin Al-Rezeptoragonisten mit einer gewissen dualen, A2b- agonistischen Wirkkomponente dar (siehe PCT-Anmeldung WO 2009/015776-A1). Die Verbindungen befinden sich gegenwärtig in vertiefter Untersuchung als mögliche neue Arzneimittelwirk- Stoffe für die Prävention und Therapie insbesondere von kardiovaskulären Erkrankungen. Von besonderer Bedeutung hierbei ist die Verbindung der Formel (A), in welcher RA für Wasserstoff steht und das C* -Kohlenstoffatom der Propan-l,2-diol-Gruppe eine R-Konfiguration besitzt.
Die Verbindungen der Formel (A) weisen jedoch nur eine begrenzte Löslichkeit in Wasser, physiologischen Medien und organischen Lösungsmitteln sowie eine nur geringe Bioverfügbarkeit nach oraler Applikation einer Suspension kristallinen Materials auf. Dies erlaubt einerseits eine intravenöse Applikation des Wirkstoffs nur in sehr geringen Dosierungen; Infusionslösungen auf Basis physiologischer Salzlösungen sind mit gebräuchlichen Lösungsvermittlern nur schwer herstellbar. Andererseits ist eine Formulierung in Tablettenform erschwert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war daher die Identifizierung von Derivaten oder Prodrugs von Verbindungen der Formel (A), die eine verbesserte Löslichkeit in den genannten Medien und/oder eine verbesserte Bioverfügbarkeit nach oraler Applikation besitzen und gleichzeitig nach Applikation eine kontrollierte Freisetzung des betreffenden Wirkstoffs im Körper des Patienten ermöglichen. Durch eine verbesserte intravenöse Applizierbarkeit könnten zudem weitere therapeutische Einsatzgebiete für diese Wirkstoffklasse erschlossen werden.
Eine Übersicht zu Prodrug-Derivaten auf Basis von Carbonsäureestern und möglichen Eigenschaften solcher Verbindungen ist beispielsweise in K. Beaumont et al., Curr. Drug Metab. 4, 461-485 (2003) gegeben.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
in welcher
RA für Wasserstoff oder Methyl steht
und
R für eine Gruppe der Formel
die Verknüpfungsstelle mit dem jeweiligen O-Atom bedeutet,
L1 eine Bindung oder -CH2- bedeutet,
L2 geradkettiges (C3-C6)-Alkandiyl bedeutet, welches bis zu zweifach, gleich oder verschieden, mit (Ci-C4)-Alkyl, Hydroxy und/oder (Ci-C4)-Alkoxy substituiert sein kann,
R1 und R2 gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander Wasserstoff oder (Cr C4)-Alkyl, das mit Hydroxy, (Ci-C4)-Alkoxy, Amino, Mono-(Ci-C4)-alkylamino oder Di-(Cj -C4)-alkylamino substituiert sein kann, bedeuten
oder
R1 und R2 miteinander verknüpft sind und zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen gesättigten Heterocyclus bilden, der ein weiteres Ring-Heteroatom aus der Reihe N und O enthalten und ein- oder zweifach, gleich oder verschieden, mit (Ci-C4)-Alkyl, Amino, Hydroxy und/oder (Cr C4)-Alkoxy substituiert sein kann,
R3 Wasserstoff oder die Seitengruppe einer natürlichen α-Aminosäure oder ihrer Homologe oder Isomere bedeutet
oder
R3 mit R1 verknüpft ist und beide zusammen mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen gesättigten Heterocyclus bilden, der ein- oder zweifach, gleich oder verschieden, mit (CrC4)-Alkyl, Amino, Hydroxy und/oder (Ci-C4)-Alkoxy substituiert sein kann,
R4 Wasserstoff oder Methyl bedeutet
oder
R3 und R4 miteinander verknüpft sind und zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 3- bis 6-gliedrigen gesättigten Carbocyclus bilden,
und
R5 und R6 gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander Wasserstoff oder (C1-
C4)-Alkyl, das mit Hydroxy, (Ci-C4)-Alkoxy, Amino, Mono-(Ci-C4)-alkylamino oder Di-(C rC4)-alkylamino substituiert sein kann, bedeuten,
sowie ihre Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Erfindungsgemäße Verbindungen sind die Verbindungen der Formel (I) und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze, die von Formel (I) umfassten Verbindungen der nachfolgend genannten Formeln und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze sowie die von Formel (I) umfassten, nachfolgend als Ausführungsbeispiele genannten Verbindungen und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze, soweit es sich bei den von Formel (I) umfassten, nachfolgend genannten Verbindungen nicht bereits um Salze, Solvate und Solvate der Salze handelt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Abhängigkeit von ihrer Struktur in stereoisomeren Formen (Enantiomere, Diastereomere) existieren. Die Erfindung umfasst deshalb die Enantiomeren oder Diastereomeren und ihre jeweiligen Mischungen. Aus solchen Mischungen von Enantiomeren und/oder Diastereomeren lassen sich die stereoisomer einheitlichen Bestandteile in bekannter Weise isolieren.
Sofern die erfindungsgemäßen Verbindungen in tautomeren Formen vorkommen können, umfasst die vorliegende Erfindung sämtliche tautomere Formen.
Als Salze sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung physiologisch unbedenkliche Salze der er- findungsgemäßen Verbindungen bevorzugt. Umfasst sind auch Salze, die für pharmazeutische Anwendungen selbst nicht geeignet sind, jedoch beispielsweise für die Isolierung oder Reinigung der erfindungsgemäßen Verbindungen verwendet werden können. Neben Mono-Salzen sind von der vorliegenden Erfindung auch gegebenenfalls mögliche Mehrfach-Salze wie Di- oder Tri-Salze eingeschlossen.
Physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen umfassen Säureadditionssalze von Mineralsäuren, Carbonsäuren und Sulfonsäuren, z.B. Salze der Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Ethan- sulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Naphthalindisulfonsäure, Essigsäure, Trifluor- essigsäure, Propionsäure, Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Malein- säure und Benzoesäure.
Physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen umfassen auch Salze üblicher Basen, wie beispielhaft und vorzugsweise Alkalimetallsalze (z.B. Natrium- und Kaliumsalze), Erdalkalisalze (z.B. Calcium- und Magnesiumsalze) und Ammoniumsalze, abgeleitet von Ammoniak oder organischen Aminen mit 1 bis 16 C- Atomen, wie beispielhaft und vorzugsweise Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Ethyldiisopropylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Cholin, Dicyclohexylamin, Dimethylaminoethanol, Prokain, Dibenzylamin, Mor- pholin, N-Methylmorpholin, Arginin, Lysin, Ethylendiamin, Piperidin und N-Methylpiperidin.
AIs Solvate werden im Rahmen der Erfindung solche Formen der erfindungsgemäßen Verbindungen bezeichnet, welche in festem oder flüssigem Zustand durch Koordination mit Lösungsmittelmolekülen einen Komplex bilden. Hydrate sind eine spezielle Form der Solvate, bei denen die Koordination mit Wasser erfolgt. Als Solvate sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Hydrate bevorzugt.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung haben die Substituenten, soweit nicht anders spezifiziert, die folgende Bedeutung:
(CVCV)-Alkyl steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methyl, Ethyl, n- Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl.
(dVCfiVAlkandiyl und (CVCsVAlkandiyl stehen im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen, α,ω-divalenten Alkylrest mit 3 bis 6 bzw. 3 bis 5 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Propan-l,3-diyl (1,3-Propylen), Butan- 1,4-diyl (1,4-Butylen), Pentan-l,5-diyl (1,5-Pentylen), Hexan-l,6-diyl (1,6-Hexylen).
(CVCdVAlkoxy steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen oder verzweigten Alkoxy- rest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, tert.-Butoxy.
Mono-rCVQValkylamino steht im Rahmen der Erfindung für eine Amino-Gruppe mit einem geradkettigen oder verzweigten Alkylsubstituenten, der 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist. Bei- spielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methylamino, Ethylamino, n-Propylamino, Isopropyl- amino, n-Butylamino, ter/.-Butylamino.
Di-(CVCa Valkylamino steht im Rahmen der Erfindung für eine Amino-Gruppe mit zwei gleichen oder verschiedenen geradkettigen oder verzweigten Alkylsubstituenten, die jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: N,N-Dimethylamino, N1N- Diethylamino, N-Ethyl-N-methylamino, N-Methyl-N-w-propylamino, N-Isopropyl-N-H-propyl- amino, N,N-Diisopropylamino, N-n-Butyl-N-methylamino, N-ter/.-Butyl-N-methylamino.
Ein 3- bis 6-gliedriger Carbocyclus steht im Rahmen der Erfindung für eine monocyclische, gesättigte Cycloalkyl-Gruppe mit 3 bis 6 Ring-Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl.
Ein 5- oder 6-gliedriger Heterocyclus steht im Rahmen der Erfindung für eine monocyclische, gesättigte Heterocycloalkyl-Gruppe mit insgesamt 5 oder 6 Ringatomen, die ein Ring-Stickstoff-
atom enthält und gegebenenfalls ein zweites Ring-Heteroatom aus der Reihe N und O enthalten kann. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Pyrrolidinyl, Piperidinyl, Piperazinyl, Mor- pholinyl.
Die Seitengruppe einer α-Aminosäure in der Bedeutung von R3 umfasst sowohl die Seitengruppen der natürlich vorkommenden α-Aminosäuren als auch die Seitengruppen von Homologen und Isomeren dieser α-Aminosäuren. Die α-Aminosäure kann hierbei sowohl in der L- als auch in der D- Konfϊguration oder auch als Gemisch der L- und D-Form vorliegen. Als Seitengruppen seien beispielhaft genannt: Methyl (Alanin), Propan-2-yl (Valin), Propan-1-yl (Norvalin), 2-Methylpropan- 1-yl (Leucin), 1-Methylpropan-l-yl (Isoleucin), Butan- 1-yl (Norleucin), tert. -Butyl (2-/ert.-Butyl- glycin), Phenyl (2-Phenylglycin), Benzyl (Phenylalanin), p-Hydroxybenzyl (Tyrosin), Indol-3-yl- methyl (Tryptophan), Imidazol-4-ylmethyl (Histidin), Hydroxymethyl (Serin), 2-Hydroxyethyl (Homoserin), 1-Hydroxyethyl (Threonin), Mercaptomethyl (Cystein), Methylthiomethyl (S- Methylcystein), 2-Mercaptoethyl (Homocystein), 2-Methylthioethyl (Methionin), Carbamoyl- methyl (Asparagin), 2-Carbamoylethyl (Glutamin), Carboxymethyl (Asparaginsäure), 2-Carboxy- ethyl (Glutaminsäure), 4-Aminobutan-l-yl (Lysin), 4-Amino-3-hydroxybutan-l-yl (Hydroxylysin), 3-Aminopropan-l-yl (Ornithin), 2-Aminoethyl (2,4-Diaminobuttersäure), Aminomethyl (2,3-Di- aminopropionsäure), 3-Guanidinopropan-l-yl (Arginin), 3-Ureidopropan-l-yl (Citrullin). Bevorzugte α-Aminosäure-Seitengruppen in der Bedeutung von R3 sind Methyl (Alanin), Propan-2-yl (Valin), 2-Methylpropan-l-yl (Leucin), Benzyl (Phenylalanin), Imidazol-4-ylmethyl (Histidin), Hydroxymethyl (Serin), 1 -Hydroxyethyl (Threonin), 4-Aminobutan-l-yl (Lysin), 3-Aminopropan- 1-yl (Ornithin), 2-Aminoethyl (2,4-Diaminobuttersäure), Aminomethyl (2,3-Diaminopropion- säure), 3-Guanidinopropan-l-yl (Arginin). Bevorzugt ist jeweils die L-Konfiguration.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung gilt, dass für alle Reste, die mehrfach auftreten, deren Bedeutung unabhängig voneinander ist. Wenn Reste in den erfindungsgemäßen Verbindungen sub- stituiert sind, können die Reste, soweit nicht anders spezifiziert, ein- oder mehrfach substituiert sein. Hierbei ist eine Substitution mit einem oder mit zwei gleichen oder verschiedenen Substi- tuenten bevorzugt; besonders bevorzugt ist die Substitution mit einem Substituenten.
Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen der Formel (I), in welcher
RA für Wasserstoff oder Methyl steht
und
R
PD für eine Gruppe der Formel
steht, worin
# die Verknüpfungsstelle mit dem jeweiligen O-Atom bedeutet,
L1 eine Bindung oder -CH2- bedeutet,
L2 geradkettiges (C3-C6)-Alkandiyl bedeutet,
R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methyl bedeuten,
R3 Wasserstoff, Methyl, Propan-2-yl, 2-Methylpropan-l-yl, Benzyl, Imidazol-4-yl- methyl, Hydroxymethyl, 1 -Hydroxyethyl, 4-Aminobutan-l-yl, 3-Aminopropan- 1-yl, 2-Aminoethyl, Aminomethyl oder 3-Guanidinopropan-l-yl bedeutet
oder
R3 mit R1 verknüpft ist und beide zusammen mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Pyrrolidin-Ring bilden,
R4 Wasserstoff bedeutet
und
R5 und R6 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methyl bedeuten,
sowie ihre Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Besonders bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen der Formel (I), in welcher
RA für Wasserstoff steht
und
R
PD für eine Gruppe der Formel
steht, worin
die Verknüpfungsstelle mit dem jeweiligen O- Atom bedeutet,
L eine Bindung bedeutet,
geradkettiges (C3-C5)-Alkandiyl bedeutet,
R1 und R2 jeweils Wasserstoff bedeuten,
R3 Wasserstoff, Methyl, Propan-2-yl, 2-Methylpropan-l-yl, Hydroxymethyl, 1-Hydroxyethyl, 4-Aminobutan-l-yl, 3-Aminopropan-l-yl, 2-Aminoethyl, Amino- methyl oder 3-Guanidinopropan-l-yl bedeutet,
R4 Wasserstoff bedeutet
und
R5 und R6 jeweils Wasserstoff bedeuten,
sowie ihre Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Die beiden Prodrug-Gruppen RPD in den Verbindungen der Formel (I) können innerhalb des oben angegebenen Bedeutungsumfangs gleich oder verschieden sein. Bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I) mit jeweils identischen Prodrug-Gruppen RPD.
Von besonderer Bedeutung sind die Verbindungen der Formeln (I-A) und (I-B)
in welchen RA und RPD die oben angegebenen Bedeutungen haben,
mit einer S- bzw. /?-Konfiguration am C*-Kohlenstoffatom der Propan-l,2,3-triyl-Gruppe sowie deren Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind die Verbindungen der Formel (I-A) mit einer S-Konfiguration am C*-Kohlenstoffatom der Propan-l,2,3-triyl-Gruppe sowie deren Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Besonders bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen der Formel (I-A), in welcher RA für Wasserstoff steht und die beiden Prodrug-Gruppen RPD jeweils identisch sind, sowie deren Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I), in welchen die beiden Prodrug-Gruppen RPD jeweils identisch sind, dadurch gekennzeichnet, dass man
[A] die Verbindung der Formel (A)
in welcher
RA für Wasserstoff oder Methyl steht,
in einem inerten Lösungsmittel mit zwei oder mehr Äquivalenten einer Verbindung der Formel (H)
in welcher L1, R3 und R4 die oben angegebenen Bedeutungen haben
und
Rla und R2a gleich oder verschieden sind und die oben angegebenen Bedeutungen von R1 bzw. R2 haben oder für eine temporäre Amino-Schutzgruppe stehen,
unter Aktivierung der Carboxyl-Gruppe in (H) zu einer Verbindung der Formel (HI)
in welcher L1, RA, Rla, R2a, R3 und R4 die oben angegebenen Bedeutungen haben,
kuppelt und anschließend gegebenenfalls vorhandene Schutzgruppen unter Erhalt einer Verbindung der Formel (I-C)
in welcher L , R , R , R , R und R die oben angegebenen Bedeutungen haben,
entfernt
beziehungsweise
[B] die Verbindung der Formel (A) in einem inerten Lösungsmittel mit zwei oder mehr Äquivalenten einer Verbindung der Formel (IV)
in welcher L2 die oben angegebene Bedeutung hat
und
R5a und R6a gleich oder verschieden sind und die oben angegebenen Bedeutungen von R5 bzw. R6 haben oder für eine temporäre Amino-Schutzgruppe stehen,
unter Aktivierung der Carboxyl-Gruppe in (FV) zu einer Verbindung der Formel (V)
in welcher L2, RA, R5a und R6a die oben angegebenen Bedeutungen haben,
kuppelt und anschließend gegebenenfalls vorhandene Schutzgruppen unter Erhalt einer Verbindung der Formel (I-D)
in welcher L 2 , r R>A , τ R> 5 und R die oben angegebenen Bedeutungen haben,
entfernt
und die resultierenden Verbindungen der Formel (I-C) bzw. (I-D) gegebenenfalls mit den entspre- chenden (i) Lösungsmitteln und/oder (ii) Säuren oder Basen in ihre Solvate, Salze und/oder SoI- vate der Salze überführt.
Die Verbindungen der Formeln (I-C) und (I-D) können bei der Herstellung nach den oben beschriebenen Verfahren auch direkt in Form von Salzen entstehen. Diese Salze können gegebenenfalls durch Behandlung mit einer Base bzw. Säure in einem inerten Lösungsmittel, über chromatographische Methoden oder mittels Ionenaustauscherharzen in die jeweiligen freien Basen bzw. Säuren überführt werden. Weitere Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen können gegebenenfalls auch durch Austausch von Gegenionen mit Hilfe der Ionenaustausch-Chromatographie, beispielsweise mit Amberlite®-Harzen, hergestellt werden.
In den Verbindungen der Formeln (II) und (IV) bzw. in den Resten R1, R2, R3, R5, R6 und/oder L2 gegebenenfalls vorhandene funktionelle Gruppen - wie insbesondere Amino-, Guanidino-, Hydroxy-, Mercapto- und Carboxylgruppen - können bei den zuvor beschriebenen Reaktionssequenzen, falls zweckmäßig oder erforderlich, auch in temporär geschützter Form vorliegen. Die Einführung und Entfernung solcher Schutzgruppen erfolgt hierbei nach üblichen, aus der Peptid- chemie bekannten Methoden [siehe z.B. T.W. Greene und P.G.M. Wuts, Protective Groups in Organic Synthesis, Wiley, New York, 1999; M. Bodanszky und A. Bodanszky, The Practice of Peptide Synthesis, Springer-Verlag, Berlin, 1984].
AIs Amino- und Guanidino-Schutzgruppe wird bevorzugt /erΛ-Butoxycarbonyl (Boc) oder Benzyl- oxycarbonyl (Z) verwendet. Als Schutzgruppe für eine Hydroxy- oder Carboxyl-Funktion wird vorzugsweise tert.-Butyl oder Benzyl eingesetzt. Die Abspaltung dieser Schutzgruppen wird nach üblichen Methoden, vorzugsweise durch Reaktion mit einer starken Säure wie Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff oder Trifluoressigsäure in einem inerten Lösungsmittel wie Dioxan, Dichlor- methan oder Essigsäure durchgeführt; gegebenenfalls kann die Abspaltung auch ohne ein zusätzliches inertes Lösungsmittel erfolgen. Im Falle von Benzyl und Benzyloxycarbonyl als Schutzgruppe können diese auch Hydrogenolyse in Gegenwart eines Palladium-Katalysators entfernt werden. Die Abspaltung der genannten Schutzgruppen kann gegebenenfalls simultan in einer Ein- topf-Reaktion oder in separaten Reaktionsschritten vorgenommen werden.
Inerte Lösungsmittel für die Kupplungsreaktion (Ester-Bildung) im Verfahrensschritt (A) + (IT) -> (IH) bzw. (A) + (IV) — > (V) sind beispielsweise Ether wie Diethylether, /er/.-Butyl-methylether, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethylether oder Diethylenglykoldimethylether, Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Hexan, Cyclohexan oder Erdölfraktionen, Halogenkohlenwasser- Stoffe wie Dichlormethan, Trichlormethan, Tetrachlormethan, 1 ,2-Dichlorethan, Trichlorethylen oder Chlorbenzol, oder andere Lösungsmittel wie Aceton, Ethylacetat, Pyridin, Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, N,N'-Dimethylpropylenharnstoff (DMPU), N-Methylpyrrolidon (ΝMP) oder Acetonitril. Ebenso ist es möglich, Gemische der genannten Lösungsmittel zu verwenden. Bevorzugt sind Dichlormethan, Dimethylformamid oder Gemische dieser beiden Lösungsmittel.
Zur Aktivierung der Carboxyl-Gruppe in Verbindung (H) bzw. (IV) bei diesen Kupplungsreaktionen eignen sich beispielsweise Carbodiimide wie NN'-Diethyl-, NN'-Dipropyl-, NN'-Diisopro- pyl-, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid (DCC) oder N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodi- imid-Hydrochlorid (EDC), Phosgen-Derivate wie NN'-Carbonyldiimidazol (CDI), 1 ,2-Oxazolium- verbindungen wie 2-Ethyl-5-phenyl-l,2-oxazolium-3-sulfat oder 2-tert.-Butyl-5-methylisoxazo- lium-perchlorat, Acylaminoverbindungen wie 2-Ethoxy-l-ethoxycarbonyl-l,2-dihydrochinolin, oder Isobutylchlorformiat, Propanphosphonsäureanhydrid, Cyanophosphonsäurediethylester, Bis- (2-oxo-3-oxazolidinyl)-phosphorylchlorid, Benzotriazol-l-yloxy-tris(dimethylamino)phospho- nium-hexafluorophosphat, Benzotriazol- 1 -yloxy-tris(pyrrolidino)phosphonium-hexafluorophos- phat (PyBOP), O-(Benzotriazol-l-yl)-NN,N',N'-tetramethyluronium-tetrafluoroborat (TBTU), O- (Benzotriazol-l-yl)-NNN',N'-tetramethyluronium-hexafluorophosphat (HBTU), 2-(2-Oxo-l-(2H)- pyridyl)- 1 , 1 ,3 ,3-tetramethyluronium-tetrafluoroborat (TPTU), O-(7-Azabenzotriazol- 1 -yl)- N,N,N',N'-tetramethyluronium-hexafluorophosphat (ΗATU) oder 0-(lH-6-Chlorbenzotriazol-l- yl)-l,l,3,3-tetramethyluroniurn-tetrafluoroborat (TCTU), gegebenenfalls in Kombination mit weiteren Ηilfsstoffen wie 1 -Ηydroxybenzotriazol (ΗOBt) oder N-Ηydroxysuccinimid (ΗOSu), sowie als Basen Alkalicarbonate, z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, oder organische Aminbasen wie
Triethylamin, N-Methylmorpholin, N-Methylpiperidin, NN-Diisopropylethylamin oder 4-N,N-Di- methylaminopyridin. Bevorzugt wird N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodiimid-Hydro- chlorid (EDC) in Kombination mit 4-NN-Dimethylaminopyridin verwendet.
Die Umsetzungen (A) + (II) -> (HI) und (A) + (FV) -> (V) werden im Allgemeinen in einem Tem- perarurbereich von 00C bis +500C, bevorzugt bei +100C bis +300C durchgeführt. Die Reaktionen können bei normalem, bei erhöhtem oder bei erniedrigtem Druck erfolgen (z.B. von 0.5 bis 5 bar). Im Allgemeinen arbeitet man bei Normaldruck.
Die Verbindungen der Formeln (II) und (IV) sind kommerziell erhältlich, literaturbekannt oder können nach literaturüblichen Methoden hergestellt werden. So können beispielsweise Verbindun- gen der Formel (II), in welcher L1 für -CH2- steht, nach bekannten Methoden zur Kettenverlängerung von Carbonsäuren, wie beispielsweise der Arndt-Eistert-Reaktion [Eistert et al., Ber. Dtsch. Chem. Ges. 60, 1364-1370 (1927); Ye et al., Chem. Rev. 94, 1091-1160 (1994); Cesar et al., Tetrahedron Leu. 42, 7099-7102 (2001)], ausgehend von Verbindungen der Formel (II), in welcher L1 für eine Bindung steht, erhalten werden.
Erfindungsgemäße Verbindungen der Formel (I), in welchen die beiden Prodrug-Gruppen RPD nicht identisch sind, können in Analogie zu dem oben beschriebenen Verfahren dadurch hergestellt werden, dass man die Verbindung der Formel (A) nacheinander mit jeweils einem Äquivalent von entsprechend unterschiedlichen Verbindungen der Formel (II) und/oder (IV) kuppelt und hierbei anfallende Produktgemische dann - gegebenenfalls vor oder nach der Abspaltung temporärer Schutzgruppen - in die einzelnen Komponenten auftrennt. Für eine solche Trennung werden bevorzugt chromatographische Methoden, wie die Chromatographie an Kieselgel oder Aluminiumoxid oder die HPLC-Chromatographie an Umkehrphasen, oder die Umkristallisation aus wässrigen oder nicht-wässrigen Lösungsmittel-Gemischen verwendet.
Die 2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)- 1 ,3-oxazol-4-yl]methyl } sulfanyl)-4-(4- { [2,3-dihydroxypro- pyl]oxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitrile der Formel (A) werden hergestellt, indem man zunächst den Benzaldehyd der Formel (VI)
(VI)
mit zwei Äquivalenten 2-Cyanothioacetamid in Gegenwart einer Base wie N-Methylmorpholin zum Pyridin-Derivat (VII)
kondensiert, dieses dann in Gegenwart einer Base wie Natriumhydrogencarbonat mit einem A- (Chlormethyl)-2-(4-chlorphenyl)-l ,3-oxazol der Formel (Vm)
in welcher RA die oben angegebene Bedeutung hat,
zu einer Verbindung der Formel (IX)
alkyliert und abschließend die Acetonid-Schutzgruppe mit Hilfe einer wässrigen Säure, wie Salzsäure oder Essigsäure, abspaltet [siehe auch das nachfolgende Reaktionsschema 2 sowie die Beschreibung der Intermediate 1 A-9A und 25A-28A im Experimentellen Teil].
Die Verbindung der Formel (VI) ihrerseits ist durch Umsetzung von 4-Hydroxybenzaldehyd mit dem 3-Chlor-l,2-propandiol-Acetonid der Formel (X)
in Gegenwart einer Base wie Kaliumcarbonat zugänglich. Werden hierbei die enantiomerenreinen, R- bzw. ^-konfigurierten 3-Chlor-l,2-propandiol-Acetonide eingesetzt, so lassen sich gemäß der oben beschriebenen Reaktionssequenz die entsprechenden Enantiomere der Wirkstoff-Verbindungen (A) sowie - aus diesen abgeleitet - die korrespondierenden Prodrug-Verbindungen der Formeln (I-A) und (I-B) erhalten.
Die 2-Phenyl-l,3-oxazol-Derivate der Formel (VHI) sind über literaturbekannte Kondensations- reaktionen herstellbar [siehe das nachfolgende Reaktionsschema 3].
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen (I) und der Wirkstoff-Verbindungen (A) kann durch die folgenden Syntheseschemata beispielhaft veranschaulicht werden:
Schema 1
Schema 3
[vgl. z.B. Y. Goto et al., Chem. Pharm. Bull. 1971, 19, 2050-2057].
Die erfindungsgemäßen Verbindungen und ihre Salze stellen nützliche Prodrugs der Wirkstoff- Verbindungen der Formel (A) dar. Sie weisen einerseits eine gute Stabilität bei verschiedenen pH- Werten auf und zeigen andererseits eine effiziente Konversion zur Wirksubstanz (A) bei einem physiologischen pH-Wert und insbesondere in vivo. Darüber hinaus besitzen die erfindungsgemäßen Verbindungen verbesserte Löslichkeiten in wässrigen oder anderen physiologisch verträglichen Medien, was sie für die therapeutische Anwendung insbesondere bei intravenöser Applikation geeignet macht. Außerdem ist die Bioverfügbarkeit aus Suspension nach oraler Applikation gegenüber der Muttersubstanz (A) verbessert.
Die Verbindungen der Formel (I) sind allein oder in Kombination mit einem oder mehreren anderen Wirkstoffen zur Prophylaxe und/oder Behandlung verschiedener Erkrankungen geeignet, so beispielsweise insbesondere von Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems (kardiovaskulären Erkrankungen), zur Kardioprotektion nach Schädigungen des Herzens sowie von Stoffwechsel- Erkrankungen.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind unter Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems bzw. kardiovaskulären Erkrankungen beispielsweise die folgenden Erkrankungen zu verstehen: Hypertonie (Bluthochdruck), periphere und kardiale Gefaßerkrankungen, koronare Herzerkrankung, koronare Restenose wie z.B. Restenose nach Ballondilatation von peripheren Blutgefäßen, Myokardinfarkt, akutes Koronarsyndrom, akutes Koronarsyndrom mit ST-Erhebung, akutes Koronar- Syndrom ohne ST-Erhebung, stabile und instabile Angina pectoris, Herzmuskelschwäche, Prinz- metal-Angina, persistierende ischämische Dysfunktion ("hibernating myocardium"), vorübergehende postischämische Dysfunktion ("stunned myocardium"), Herzinsuffizienz, Tachykardien, atriale Tachykardie, Arrhythmien, Vorhof- und Kammerflimmern, persistierendes Vorhofflimmern, permanentes Vorhofflimmern, Vorhofflimmern mit normaler linksventrikulärer Funktion, Vorhofflimmern mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion, Wolff-Parkinson-White-Syn- drom, periphere Durchblutungsstörungen, erhöhte Spiegel von Fibrinogen und von LDL geringer Dichte sowie erhöhte Konzentrationen von Plasminogenaktivator-Inhibitor 1 (PAI-I), insbesondere Hypertonie, koronare Herzerkrankung, akutes Koronarsyndrom, Angina pectoris, Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt und Vorhofflimmern.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst der Begriff Herzinsuffizienz sowohl akute als auch chronische Erscheinungsformen der Herzinsuffizienz, wie auch spezifischere oder verwandte Krankheitsformen wie akute dekompensierte Herzinsuffizienz, Rechtsherzinsuffizienz, Linksherzinsuffizienz, Globalinsuffizienz, ischämische Kardiomyopathie, dilatative Kardiomyopathie, ange-
borene Herzfehler, Herzklappenfehler, Herzinsuffizienz bei Herzklappenfehlern, Mitralklappen- stenose, Mitralklappeninsuffizienz, Aortenklappenstenose, Aortenklappeninsuffizienz, Trikuspi- dalstenose, Trikuspidalinsuffizienz, Pulmonalklappenstenose, Pulmonalklappeninsuffizienz, kombinierte Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündung (Myokarditis), chronische Myokarditis, akute Myokarditis, virale Myokarditis, diabetische Herzinsuffizienz, alkoholtoxische Kardiomyopathie, kardiale Speichererkrankungen sowie diastolische und systolische Herzinsuffizienz.
Weiterhin eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen insbesondere auch zur Reduktion des von einem Infarkt betroffenen Myokardbereichs sowie zur Prophylaxe von Sekundärinfarkten.
Des weiteren sind die erfindungsgemäßen Verbindungen insbesondere zur Prophylaxe und/oder Behandlung von thromboembolischen Erkrankungen, Reperfusionsschäden nach Ischämie, mikro- und makrovaskulären Schädigungen (Vaskulitis), arteriellen und venösen Thrombosen, Ödemen,
Ischämien wie Myokardinfarkt, Hirnschlag und transitorischen ischämischen Attacken, zur Kardio- protektion bei Koronararterien-Bypass-Operationen (CABG), primären perkutan-transluminalen
Koronarangioplastien (PTCAs), PTCAs nach Thrombolyse, Rescue-PTCA, Herztransplantationen und Operationen am offenen Herzen, sowie zur Organprotektion bei Transplantationen, Bypass-
Operationen, Katheteruntersuchungen und anderen operativen Eingriffen geeignet.
Weitere Indikationsgebiete, für die die erfindungsgemäßen Verbindungen verwendet werden können, sind beispielsweise die Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen des Urogenitalbereiches, wie z.B. akutes Nierenversagen, Reizblase, urogenitale Inkontinenz, erektile Dysfunk- tion und weibliche sexuelle Dysfunktion, daneben aber auch die Prophylaxe und/oder Behandlung von inflammatorischen Erkrankungen, wie z.B. entzündliche Dermatosen und Arthritis, insbesondere rheumatische Arthritis, von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems und neurodegenera- tiven Störungen (Zustände nach Schlaganfall, Alzheimer'sche Krankheit, Parkinson'sche Krankheit, Demenz, Chorea Huntington, Epilepsie, Depressionen, Multiple Sklerose), von Schmerz- zuständen und Migräne, Leberfibrose und Leberzirrhose, von Krebserkrankungen und von Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit Krebstherapien, sowie zur Wundheilung.
Ein weiteres Indikationsgebiet ist beispielsweise die Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen der Atemwege wie beispielsweise Asthma, chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD, chronische Bronchitis), Lungenemphysem, Bronchiektasien, zystische Fibrose (Mukovis- zidose) und pulmonale Hypertonie, insbesondere pulmonale arterielle Hypertonie.
Schließlich kommen die erfindungsgemäßen Verbindungen auch für die Prophylaxe und/oder Behandlung von Stoffwechsel-Erkrankungen in Betracht, wie beispielsweise Diabetes, insbesondere Diabetes mellitus, Gestationsdiabetes, Insulin-abhängiger Diabetes und Nicht-Insulin-abhängiger
Diabetes, diabetische Folgeerkrankungen wie z.B. Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie, metabolische Erkrankungen wie z.B. Metabolisches Syndrom, Hyperglykämie, Hyperinsulinämie, Insulinresistenz, Glukose-Intoleranz und Fettsucht (Adipositas), sowie Arteriosklerose und Dys- lipidämien (Hypercholesterolämie, Hypertriglyceridämie, erhöhte Konzentrationen der postprandi- alen Plasma-Triglyceride, Hypoalphalipoproteinämie, kombinierte Hyperlipidämien), insbesondere von Diabetes, Metabolischem Syndrom und Dyslipidämien.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfϊndungsgemäßen Verbindungen zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen in einem Verfahren zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbeson- dere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen, unter Verwendung einer wirksamen Menge von mindestens einer der erfindungsgemäßen Verbindungen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können allein oder bei Bedarf in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt werden. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher Arzneimittel, enthaltend mindestens eine der erfindungsgemäßen Verbindungen und einen oder mehrere weitere Wirkstoffe, insbesondere zur Behandlung und/oder Prophylaxe der zuvor genannten Erkrankungen.
Als geeignete Kombinationswirkstoffe seien beispielhaft und vorzugsweise genannt: den Fettstoff- Wechsel verändernde Wirkstoffe, Antidiabetika, Blutdruck-Senker, durchblutungsfördernd und/ oder antithrombotisch wirkende Mittel, Antiarrhythmika, Antioxidantien, Chemokin-Rezeptor- Antagonisten, p38-Kinase-Inhibitoren, NPY-Agonisten, Orexin-Agonisten, Anorektika, PAF-AH- Inhibitoren, Antiphlogistika (COX-Inhibitoren, LTB4-Rezeptor-Antagonisten) sowie Analgetika wie beispielsweise Aspirin.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind insbesondere Kombinationen mindestens einer der erfindungsgemäßen Verbindungen mit mindestens einem den Fettstoffwechsel verändernden Wirk-
stoff, einem Antidiabetikum, einem blutdrucksenkenden Wirkstoff, einem Antiarrhythmikum und/oder einem antithrombotisch wirkenden Mittel.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können vorzugsweise mit einem oder mehreren
• den Fettstoffwechsel verändernden Wirkstoffen, beispielhaft und vorzugsweise aus der Gruppe der HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, Inhibitoren der HMG-CoA-Reduktase-Expression,
Squalensynthese-Inhibitoren, ACAT-Inhibitoren, LDL-Rezeptor-Induktoren, Cholesterin- Absorptionshemmer, polymeren Gallensäureadsorber, Gallensäure-Reabsorptionshemmer, MTP-Inhibitoren, Lipase-Inhibitoren, LpL-Aktivatoren, Fibrate, Niacin, CETP-Inhibitoren, PPAR-α-, PPAR-γ- und/oder PPAR-δ-Agonisten, RXR-Modulatoren, FXR-Modulatoren, LXR- Modulatoren, Thyroidhormone und/oder Thyroidmimetika, ATP-C itrat-Lyase-Inhibitoren,
Lp(a)- Antagonisten, Cannabinoid-Rezeptor 1 -Antagonisten, Leptin-Rezeptor-Agonisten, Bom- besin-Rezeptor-Agonisten, Histamin-Rezeptor-Agonisten sowie der Antioxidantien/Radikal- fanger;
• Antidiabetika, die in der Roten Liste 2004/π, Kapitel 12 genannt sind, sowie beispielhaft und vorzugsweise jenen aus der Gruppe der Sulphonylharnstoffe, Biguanide, Meglitinid-Derivate,
Glukosidase-Inhibitoren, Inhibitoren der Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-IV-Inhibitoren), Oxa- diazolidinone, Thiazolidindione, GLP 1 -Rezeptor- Agonisten, Glukagon- Antagonisten, Insulin- Sensitizer, CCK 1 -Rezeptor-Agonisten, Leptin-Rezeptor-Agonisten, Inhibitoren von Leberenzymen, die an der Stimulation der Glukoneogenese und/oder Glykogenolyse beteiligt sind, Modulatoren der Glukoseaufhahme sowie der Kaliumkanalöffner, wie z.B. denjenigen, die in
WO 97/26265 und WO 99/03861 offenbart sind;
• den Blutdruck senkenden Wirkstoffen, beispielhaft und vorzugsweise aus der Gruppe der Calcium-Antagonisten, Angiotensin Aü-Antagonisten, ACE-Hemmer, Renin-Inhibitoren, beta- Adrenozeptor-Antagonisten, alpha-Adrenozeptor-Antagonisten, Diuretika, Aldosteron-Antago- nisten, Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten, ECE-Inhibitoren sowie der Vasopeptidase-
Inhibitoren;
• antithrombotisch wirkenden Mitteln, beispielhaft und vorzugsweise aus der Gruppe der Thrombozytenaggregationshemmer oder der Antikoagulantien;
• Antiarrhythmika, insbesondere solchen zur Behandlung von supraventrikulären Arrhythmien und Tachykardien;
• Substanzen zur Prophylaxe und Behandlung von Ischämie- und Reperfusionsschäden;
• Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten;
• organischen Nitraten und NO-Donatoren;
• positiv-inotrop wirksamen Verbindungen;
• Verbindungen, die den Abbau von cyclischem Guanos inmonophosphat (cGMP) und/oder cyclischem Adenosinmonophosphat (cAMP) inhibieren, wie beispielsweise Inhibitoren der
Phosphodiesterasen (PDE) 1, 2, 3, 4 und/oder 5, insbesondere PDE 5-Inhibitoren wie Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil sowie PDE 3-Inhibitoren wie Milrinone;
• natriuretischen Peptiden, wie z.B. "atrial natriuretic peptide" (ANP, Anaritide), "B-type natri- uretic peptide" oder "brain natriuretic peptide" (BNP, Nesiritide), "C-type natriuretic peptide" (CNP) sowie Urodilatin;
• Agonisten des Prostacyclin-Rezeptors (IP-Rezeptors), wie beispielsweise Iloprost, Beraprost und Cicaprost;
• Calcium-Sensitizern, wie beispielhaft und vorzugsweise Levosimendan;
• Kalium-Supplements;
• NO- und Häm-unabhängigen Aktivatoren der Guanylatcyclase, wie insbesondere den in WO 01/19355, WO 01/19776, WO 01/19778, WO 01/19780, WO 02/070462 und WO 02/070510 beschriebenen Verbindungen;
• NO-unabhängigen, jedoch Häm-abhängigen Stimulatoren der Guanylatcyclase, wie insbesondere den in WO 00/06568, WO 00/06569, WO 02/42301 und WO 03/095451 beschriebenen Verbindungen;
• Inhibitoren der humanen neutrophilen Elastase (HNE), wie beispielsweise Sivelestat und DX- 890 (Reltran);
• die Signaltransduktionskaskade inhibierenden Verbindungen, wie beispielsweise Tyrosin- kinase-Inhibitoren, insbesondere Sorafenib, Imatinib, Gefitinib und Erlotinib;
• den Energiestoffwechsel des Herzens beeinflussenden Verbindungen, wie beispielweise Eto- moxir, Dichloracetat, Ranolazine und Trimetazidine;
• Schmerzmitteln; und/oder
• Substanzen zur Prophylaxe und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen
kombiniert werden.
Unter den Fettstoffwechsel verändernden Wirkstoffen werden vorzugsweise Verbindungen aus der Gruppe der HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, Squalensynthese-Inhibitoren, ACAT-Inhibitoren, Cholesterin-Absorptionshemmer, MTP-Inhibitoren, Lipase-Inhibitoren, Thyroidhormone und/oder Thyroidmimetika, Niacin-Rezeptor-Agonisten, CETP-Inhibitoren, PPAR-α-Agonisten, PPAR-γ- Agonisten, PPAR-δ-Agonisten, polymeren Gallensäureadsorber, Gallensäure-Reabsorptionshem- mer, Antioxidantien/Radikalfänger sowie der Cannabinoid-Rezeptor 1 -Antagonisten verstanden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor aus der Klasse der Statine, wie beispielhaft und vorzugsweise Lovastatin, Simvastatin, Pravastatin, Fluvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin, Cerivastatin oder Pitavastatin, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfϊndungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Squalensynthese-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise BMS-188494 oder TAK-475, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfϊndungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem ACAT-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Avasimibe, Melinamide, Pactimibe, Eflucimibe oder SMP-797, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem Cholesterin-Absorptionshemmer, wie beispielhaft und vorzugsweise Ezetimibe, Tiqueside oder Pamaqueside, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem MTP-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Implitapide, BMS-201038, R-103757 oder JTT- 130, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfϊndungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Lipase-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Orlistat, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Thyroidhormon und/oder Thyroidmimetikum, wie beispielhaft und vorzugsweise D-Thyroxin oder 3,5,3'-Triiodothyronin (T3), verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Agonisten des Niacin-Rezeptors, wie beispielhaft und vorzugsweise Niacin, Acipimox, Acifran oder Radecol, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem CETP-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Torcetrapib, JTT-705, BAY 60-5521, BAY 78-7499 oder CETP Vaccine (Avant), verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem PPAR-γ-Agonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Pio- glitazone oder Rosiglitazone, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem PPAR-δ-Agonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise GW- 501516 oder BAY 68-5042, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem polymeren Gallensäureadsorber, wie beispielhaft und vorzugs- weise Cholestyramin, Colestipol, Colesolvam, CholestaGel oder Colestimid, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Gallensäure-Reabsorptionshemmer, wie beispielhaft und vorzugsweise ASBT (= IBAT)-Inhibitoren wie z.B. AZD-7806, S-8921, AK-105, BARI-1741, SC-435 oder SC-635, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Antioxidans/Radikalfänger, wie beispielhaft und vorzugsweise Probucol, AGI-1067, BO-653 oder AEOL-10150, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Cannabinoid-Rezeptor 1 -Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Rimonabant oder SR- 147778, verabreicht.
Unter Antidiabetika werden vorzugsweise Insulin und Insulinderivate sowie oral wirksame hypo- glykämische Wirkstoffe verstanden. Insulin und Insulinderivate umfasst hierbei sowohl Insuline tierischen, menschlichen oder biotechnologischen Ursprungs als auch Gemische hieraus. Die oral wirksamen hypoglykämischen Wirkstoffe umfassen vorzugsweise Sulphonylharnstoffe, Biguanide, Meglitinid-Derivate, Glukosidase-Inhibitoren, DPP-IV-Inhibitoren und PPAR-γ-Agonisten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit Insulin verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Sulphonylharnstoff, wie beispielhaft und vorzugsweise ToI- butamid, Glibenclamid, Glimepirid, Glipizid oder Gliclazid, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Biguanid, wie beispielhaft und vorzugsweise Metformin, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem Meglitinid-Derivat, wie beispielhaft und vorzugsweise Repagli- nid oder Nateglinid, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Glukosidase-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Mig- litol oder Acarbose, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem DPP-IV-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Sitagliptin oder Vildagliptin, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem PPAR-γ-Agonisten beispielsweise aus der Klasse der Thiazoli- dindione, wie beispielhaft und vorzugsweise Pioglitazone oder Rosiglitazone, verabreicht.
Unter den Blutdruck senkenden Mitteln werden vorzugsweise Verbindungen aus der Gruppe der Calcium-Antagonisten, Angiotensin Aü-Antagonisten, ACE-Hemmer, Renin-Inhibitoren, beta- Adrenozeptor-Antagonisten, alpha-Adrenozeptor-Antagonisten und Diuretika verstanden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem Calcium-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Nifedipin, Amlodipin, Verapamil oder Diltiazem, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Angiotensin AH-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Losartan, Valsartan, Candesartan, Embusartan, Olmesartan oder Telmisartan, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem ACE-Hemmer, wie beispielhaft und vorzugsweise Enalapril, Captopril, Lisinopril, Ramipril, Delapril, Fosinopril, Quinopril, Perindopril oder Trandopril, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Renin-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Aliskiren, SPP-600 oder SPP-800, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem beta-Adrenozeptor-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugs- weise Propranolol, Atenolol, Timolol, Pindolol, Alprenolol, Oxprenolol, Penbutolol, Bupranolol, Metipranolol, Nadolol, Mepindolol, Carazalol, Sotalol, Metoprolol, Betaxolol, Celiprolol, Bisoprolol, Carteolol, Esmolol, Labetalol, Carvedilol, Adaprolol, Landiolol, Nebivolol, Epanolol oder Bucindolol, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem alpha- Adrenozeptor- Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Prazosin, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Diuretikum, wie beispielhaft und vorzugsweise Furosemid, Bumetanid, Torsemid, Bendroflumethiazid, Chlorthiazid, Hydrochlorthiazid, Hydroflumethiazid, Methyclothiazid, Polythiazid, Trichlormethiazid, Chlorthalidon, Indapamid, Metolazon, Quinetha- zon, Acetazolamid, Dichlorphenamid, Methazolamid, Glycerin, Isosorbid, Mannitol, Amilorid oder Triamteren, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Aldosteron- oder Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Spironolacton oder Eplerenon, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Conivaptan, Tolvaptan, Lixivaptan oder SR-121463, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem organischen Nitrat oder NO-Donator, wie beispielhaft und vorzugsweise Natriumnitroprussid, Glycerinnitrat, Isosorbidmononitrat, Isosorbiddinitrat, Molsidomin oder SIN-I, oder in Kombination mit inhalativem NO verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einer positiv-inotrop wirksamen Verbindung, wie beispielhaft und vorzugsweise Herzglycosiden (Digoxin) sowie beta-adrenergen und dopaminergen Agonisten, wie Isoproterenol, Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin oder Dobutamin, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit Antisympathotonika wie Reserpin, Clonidin oder alpha-Methyl-Dopa, oder in Kombination mit Kaliumkanal- Agonisten wie Minoxidil, Diazoxid, Dihydralazin oder Hydralazin verabreicht.
Unter antithrombotisch wirkenden Mitteln werden vorzugsweise Verbindungen aus der Gruppe der Thrombozytenaggregationshemmer oder der Antikoagulantien verstanden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Thrombozytenaggregationshemmer, wie beispielhaft und vorzugsweise Aspirin, Clopidogrel, Ticlopidin oder Dipyridamol, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbin- düngen in Kombination mit einem Thrombin-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Ximela- gatran, Melagatran, Bivalirudin oder Clexane, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem GPUb/IHa-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Tirofiban oder Abciximab, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Faktor Xa-Inhibitor, wie beispielhaft und vorzugsweise Riva- roxaban (BAY 59-7939), DU- 176b, Apixaban, Otamixaban, Fidexaban, Razaxaban, Fondaparinux, Idraparinux, PMD-3112, YM-150, KFA-1982, EMD-503982, MCM-17, MLN-1021, DX 9065a, DPC 906, JTV 803, SSR-126512 oder SSR-128428, verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit Heparin oder einem low molecular weight (LMW)-Heparin-Derivat verabreicht.
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in Kombination mit einem Vitamin K-Antagonisten, wie beispielhaft und vorzugsweise Coumarin, verabreicht.
Unter Antiarrhythmika werden vorzugsweise Substanzen aus der Gruppe der Klasse Ia-Anti- arrhythmika (z.B. Chinidin), der Klasse Ic-Antiarrhythmika (z.B. Flecainid, Propafenon), der Klasse II-Antiarrhythmika (z.B. Metoprolol, Atenolol, Sotalol, Oxprenolol und andere beta-Rezep- toren-B locker), der Klasse III-Antiarrhythmika (z.B. Sotalol, Amiodaron) und der Klasse IV-Anti- arrhythmika (z.B. Digoxin sowie Verapamil, Diltiazem und andere Calcium-Antagonisten) verstanden.
Besonders bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Kombinationen enthaltend mindestens eine der erfindungsgemäßen Verbindungen sowie einen oder mehrere weitere Wirkstoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statine), Diuretika, beta-Adrenozeptor- Antagonisten, alpha-Adrenozeptor- Antagonisten, organische Nitrate und NO- Donatoren, Calcium-Antagonisten, ACE-Inhibitoren, Angiotensin Aü-Antagonisten, Aldosteron- und Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten, Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten, Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulantien und Antiarrhythmika, sowie deren Verwendung zur Behandlung und/oder Prophylaxe der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel, die mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung, üblicherweise zusammen mit einem oder mehreren inerten, nichttoxischen, pharmazeutisch geeigneten Hilfsstoffen, enthalten sowie deren Verwendung zu den zuvor genannten Zwecken.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können systemisch und/oder lokal wirken. Zu diesem Zweck können sie auf geeignete Weise appliziert werden, wie z.B. oral, parenteral, pulmonal, nasal, sublingual, lingual, buccal, rectal, dermal, transdermal, conjunctivae otisch oder als Implantat bzw. Stent. Für diese Applikationswege können die erfindungsgemäßen Verbindungen in geeigneten Applikationsformen verabreicht werden.
Für die orale Applikation eignen sich nach dem Stand der Technik funktionierende, die erfin- dungsgemäßen Verbindungen schnell und/oder modifiziert abgebende Applikationsformen, die die erfindungsgemäßen Verbindungen in kristalliner und/oder amorphisierter und/oder gelöster Form enthalten, wie z.B. Tabletten (nicht-überzogene oder überzogene Tabletten, beispielsweise mit magensaftresistenten oder sich verzögert auflösenden oder unlöslichen Überzügen, die die Freisetzung der erfindungsgemäßen Verbindung kontrollieren), in der Mundhöhle schnell zerfallende Tabletten oder Filme/Oblaten, Filme/Lyophylisate, Kapseln (beispielsweise Hart- oder Weichgelatinekapseln), Dragees, Granulate, Pellets, Pulver, Emulsionen, Suspensionen, Aerosole oder Lösungen.
Die parenterale Applikation kann unter Umgehung eines Resorptionsschrittes geschehen (z.B. intravenös, intraarteriell, intrakardial, intraspinal oder intralumbal) oder unter Einschaltung einer Resorption (z.B. intramuskulär, subcutan, intracutan, percutan oder intraperitoneal). Für die parenterale Applikation eignen sich als Applikationsformen u.a. Injektions- und Infusionszubereitungen in Form von Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Lyophilisaten oder sterilen Pulvern.
Für die sonstigen Applikationswege eignen sich z.B. Inhalationsarzneiformen (u.a. Pulverinhalatoren, Nebulizer), Nasentropfen, -lösungen oder -sprays, lingual, sublingual oder buccal zu applizierende Tabletten, Filme/Oblaten oder Kapseln, Suppositorien, Ohren- oder Augenpräparationen, Vaginalkapseln, wäßrige Suspensionen (Lotionen, Schüttelmixturen), lipophile Suspensionen, Salben, Cremes, transdermale therapeutische Systeme (z.B. Pflaster), Milch, Pasten, Schäume, Streupuder, Implantate oder Stents.
Bevorzugt sind die orale oder parenterale Applikation, insbesondere die orale und die intravenöse Applikation.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in die angeführten Applikationsformen überführt werden. Dies kann in an sich bekannter Weise durch Mischen mit inerten, nichttoxischen, pharmazeutisch geeigneten Hilfsstoffen geschehen. Zu diesen Hilfsstoffen zählen u.a. Trägerstoffe (beispielsweise mikrokristalline Cellulose, Lactose, Mannitol), Lösungsmittel (z.B. flüssige PoIy- ethylenglycole), Emulgatoren und Dispergier- oder Netzmittel (beispielsweise Natriumdodecyl- sulfat, Polyoxysorbitanoleat), Bindemittel (beispielsweise Polyvinylpyrrolidon), synthetische und natürliche Polymere (beispielsweise Albumin), Stabilisatoren (z.B. Antioxidantien wie beispielsweise Ascorbinsäure), Farbstoffe (z.B. anorganische Pigmente wie beispielsweise Eisenoxide) und Geschmacks- und/oder Geruchskorrigentien.
Im Allgemeinen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, bei parenteraler Applikation Mengen von etwa 0.001 bis 1 mg/kg, vorzugsweise etwa 0.01 bis 0.5 mg/kg Körpergewicht zur Erzielung wirksamer Ergebnisse zu verabreichen. Bei oraler Applikation beträgt die Dosierung etwa 0.01 bis 100 mg/kg, vorzugsweise etwa 0.01 bis 20 mg/kg und ganz besonders bevorzugt 0.1 bis 10 mg/kg Körpergewicht.
Trotzdem kann es gegebenenfalls erforderlich sein, von den genannten Mengen abzuweichen, und zwar in Abhängigkeit von Körpergewicht, Applikationsweg, individuellem Verhalten gegenüber dem Wirkstoff, Art der Zubereitung und Zeitpunkt bzw. Intervall, zu welchem die Applikation erfolgt. So kann es in einigen Fällen ausreichend sein, mit weniger als der vorgenannten Mindestmenge auszukommen, während in anderen Fällen die genannte obere Grenze überschritten werden
muss. Im Falle der Applikation größerer Mengen kann es empfehlenswert sein, diese in mehreren Einzelgaben über den Tag zu verteilen.
Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele erläutern die Erfindung. Die Erfindung ist nicht auf die Beispiele beschränkt.
Die Prozentangaben in den folgenden Tests und Beispielen sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichtsprozente; Teile sind Gewichtsteile. Lösungsmittelverhältnisse, Verdünnungsverhältnisse und Konzentrationsangaben von flüssig/flüssig-Lösungen beziehen sich jeweils auf das Volumen.
A. Beispiele
Abkürzungen und Akronyme:
Ac Acetyl aq. wässrig, wässrige Lösung
Boc /e/-/.-Butoxycarbonyl
DMAP 4-NN-Dimethylaminopyridin
DMF NN-Dimethylformamid
DMSO Dimethylsulfoxid d. Th. der Theorie (bei Ausbeute)
EDC l-^-DimethylaminopropyO-S-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid
ESI Elektrospray-Ionisation (bei MS)
EtOH Ethanol ges. gesättigt h Stunde(n)
HOAc Essigsäure
HPLC Hochdruck-, Hochleistungsflüssigchromatographie konz. konzentriert
LC-MS Flüssigchromatographie-gekoppelte Massenspektrometrie min Minute(n)
MS Massenspektrometrie
NMM N-Methylmorpholin
NMR Kernresonanzspektrometrie
P para quant. quantitativ (bei Ausbeute)
RT Raumtemperatur
Rt Retentionszeit (bei HPLC) tert. tertiär
TFA Trifluoressigsäure
THF Tetrahydrofuran
UV Ultraviolett-Spektrometrie v/v Volumen-zu-Volumen-Verhältnis (einer Lösung)
Z Benzyloxycarbonyl
LC-MS-Methoden:
Methode 1 :
Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Merck Chromolith SpeedROD RP-18e 50 mm x 4.6 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 10% B -> 3.0 min 95% B → 4.0 min 95% B; Fluss: 0.0 min 1.0 ml/min → 3.0 min 3.0 ml/min → 4.0 min 3.0 ml/min; Ofen: 35°C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 2:
Instrument: Micromass Platform LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Thermo Hypersil GOLD 3μ 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 100% A → 0.2 min 100% A → 2.9 min 30% A → 3.1 min 10% A → 5.5 min 10% A; Ofen: 500C; Fluss: 0.8 ml/min; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 3:
Gerätetyp MS: Waters ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Phenomenex Onyx Monolithic Cl 8, 100 mm x 3 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 2 min 65% A → 4.5 min 5% A → 6 min 5% A; Fluss: 2 ml/min; Ofen: 400C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 4:
Instrument: Micromass Quattro LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; UV DAD; Säule: Phenomenex Gemini 3μ 30 mm x 3.00 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A -> 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min -→ 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 208-400 nm.
Methode 5:
Instrument: Micromass Quattro Premier mit Waters UPLC Acquity; Säule: Thermo Hypersil GOLD 1.9 μ 50 mm x 1 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 0.1 min 90% A → 1.5 min 10% A → 2.2 min 10% A; Fluss: 0.33 ml/min; Ofen:50°C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 6:
Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Phenomenex Syn- ergi 2.5 μ MAX-RP 100A Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A -> 0.1 min 90% A → 3.0 min 5% A → 4.0 min 5% A → 4.01 min 90% A; Fluss: 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 7:
Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: HP 1100 Series; UV DAD; Säule: Phenomenex Gemini 3μ 30 mm x 3.00 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A -» 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min -> 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 8:
Instrument: Waters Acquity SQD UPLC System; Säule: Waters Acquity UPLC HSS T3 1.8μ 50 mm x 1 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.25 ml 99%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.25 ml 99%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 1.2 min 5% A → 2.0 min 5% A; Fluss: 0.40 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210-400 nm.
Methode 9:
Gerätetyp MS: M-40 DCI (NH3); Gerätetyp HPLC: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml HClO4 (70%-ig) / Liter Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B → 6.5 min 90% B → 6.7 min 2% B → 7.5 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 300C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 10:
Instrument: Micromass Quattro Micro MS mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Thermo Hypersil GOLD 3μ 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 100% A → 3.0 min 10% A → 4.0 min 10% A → 4.01 min 100% A (Fluss 2.5 ml/min) → 5.00 min 100% A; Ofen: 500C; Fluss: 2 ml/min; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 11 :
Instrument: Micromass Quattro LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A -» 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min → 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 208-400 nm.
Methode 12:
Gerätetyp MS: Waters ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Merck Chromolith RP- 18e, 100 mm x 3 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Aceto- nitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min- 90% A → 2 min 65% A → 4.5 min 5% A → 6 min 5% A; Fluss: 2 ml/min; Ofen: 400C; UV-Detektion: 210 nm.
Ausgangsverbindungen und Intermediate:
Beispiel IA
4- { [(4S>2,2-Dimethyl- 1 ,3-dioxolan-4-yl]methoxy } benzaldehyd
12.5 g (102.4 mmol) 4-Hydroxybenzaldehyd wurden unter Argon in 166 ml trockenem DMF vorgelegt und bei RT mit 42.4 g (307.1 mmol) Kaliumcarbonat sowie 20.05 g (133.1 mmol) (R)-(-)-3- Chlor-l,2-propandiol-Acetonid versetzt. Es wurde 16 h bei 1600C gerührt. Der Ansatz wurde dann mit Wasser versetzt und zweimal mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden mit ges. wässriger Natriumchlorid-Lösung gewaschen und über Magnesiumsulfat getrock- net. Nach Filtration wurde das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand mittels Säulenchromatographie an Kieselgel gereinigt (Laufmittel: Cyclohexan/Ethylacetat 10:2).
Ausbeute: 20.0 g (82% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 9.89 (s, IH), 7.85 (d, 2H), 7.03 (d, 2H), 4.50 (q, IH), 4.22- 4.09 (m, 2H), 4.04 (dd, IH), 3.92 (dd, IH), 1.48 (s, 3H), 1.41 (s, 3H).
LC-MS (Methode 9): R. = 4.02 min; MS (ESIpos): m/z = 254 [M+NHJ*.
Beispiel 2A
A- { [(4R)-2,2-Dimethyl- 1 ,3-dioxolan-4-yl]methoxy} benzaldehyd
31.2 g (255.4 mmol) 4-Hydroxybenzaldehyd wurden in 400 ml trockenem DMF vorgelegt und bei RT mit 105.7 g (766.1 mmol) Kaliumcarbonat sowie 50.0 g (332.0 mmol) (S)-(-)-3 -Chlor- 1,2-pro- pandiol-Acetonid versetzt. Es wurde 16 h bei 160
0C gerührt. Der Ansatz wurde dann mit 4000 ml Wasser versetzt und dreimal mit je 500 ml Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Pha- sen wurden jeweils einmal mit 500 ml Wasser und 500 ml ges. wässriger Natriumchlorid-Lösung gewaschen. Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wurde das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand mittels Säulenchromatographie an Kieselgel 60 aufgereinigt (Laufmittel-Gradient: Ethylacetat/Petrolether 1 :9 → 2:8).
Ausbeute: 40.4 g (63% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSO-(I6): δ = 9.90 (s, IH), 7.85 (d, 2H), 7.03 (d, 2H), 4.50 (q, IH), 4.22- 4.09 (m, 2H), 4.04 (dd, IH), 3.92 (dd, IH), 1.48 (s, 3H), 1.41 (s, 3H).
LC-MS (Methode 9): R, = 3.97 min; MS (ESIpos): m/z = 254 [M+NHJ*.
Beispiel 3A
2-Amino-4-(4-{[(4iS)-2,2-dimethyl-l,3-dioxolan-4-yl]methoxy}phenyl)-6-mercaptopyridin-3,5- dicarbonitril
44.0 g (186.2 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA und 37.3 g (372.5 mmol) Cyanothioacetamid wurden in 800 ml Ethanol vorgelegt. Das Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur mit 37.6 g (372.5 mmol) 4-Methylmorpholin versetzt und 3 h unter Rühren zum Rückfluss erhitzt. Nach Ab- kühlen auf RT wurde weitere 16 h bei dieser Temperatur nachgerührt. Der ausgefallene Niederschlag wurde abgesaugt, mit Ethanol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Produkt wurde ohne weitere Reinigung in der Folgereaktion eingesetzt.
Ausbeute: 22.8 g (32% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSO-(I6): δ = 7.69-7.37 (br. s, 2H), 7.42 (d, 2H), 7.10 (d, 2H), 4.48-4.39 (m, IH), 4.15-4.02 (m, 2H), 3.78 (dd, IH), 3.66 (dd, IH), 2.77-2.68 (br. s, IH), 1.37 (s, 3H), 1.31 (s, 3H).
LC-MS (Methode 1): R4 = 1.75 min; MS (ESIpos): m/z = 383 [M+H]+.
Beispiel 4A
2-Amino-4-(4-{[(4i?)-2,2-dimethyl-l,3-dioxolan-4-yl]methoxy}phenyl)-6-mercaptopyridin-3,5- dicarbonitril
40.4 g (171.0 mmol) der Verbindung aus Beispiel 2A und 34.2 g (342.0 mmol) Cyanothioacetamid wurden in 700 ml Ethanol vorgelegt. Das Reaktionsgemisch wurde mit 34.5 g (342.0 mmol) 4-Methylmorpholin versetzt und 3 h unter Rühren zum Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen auf RT wurde weitere 16 h bei dieser Temperatur nachgerührt. Der ausgefallene Niederschlag wurde abgesaugt, mit ca. 100 ml Ethanol gewaschen und im Trockenschrank getrocknet. Das Produkt wurde ohne weitere Reinigung in der Folgereaktion eingesetzt.
Ausbeute: 19.5 g (29% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 7.63-7.31 (br. s, 2H), 7.41 (d, 2H), 7.09 (d, 2H), 4.49-4.38 (m, IH), 4.15-3.99 (m, 2H), 3.78 (dd, IH), 3.66 (dd, IH), 2.77-2.68 (br. s, IH), 1.37 (s, 3H), 1.32 (s, 3H).
LC-MS (Methode 11): R, = 1.95 min; MS (ESIpos): m/z = 424 [M+H+CH3CN]+.
Beispiel 5A
4-(Chlormethyl)-2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol
123.8 g (795.5 mmol) 4-Chlorbenzolcarboxamid und 101.0 g (795.5 mmol) 1,3-Dichloraceton wurden eine Stunde bei 135°C gerührt. Es bildete sich eine Schmelze. Der Ansatz wurde danach unter Rühren auf RT abgekühlt, bei dieser Temperatur vorsichtig mit 200 ml konz. Schwefelsäure ver- setzt und 30 min gerührt. Die erhaltene Suspension wurde auf Eiswasser gegossen und weitere 30 min gerührt. Der entstandene Niederschlag wurde dann abgesaugt, mit Wasser gewaschen und mittels Flashchromatographie an Kieselgel gereinigt (Laufmittel: Dichlormethan). Das Lösungsmittel wurde am Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand im Vakuum getrocknet. Es wurden 95.5 g (53% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.30 (s, IH), 7.99 (d, 2H), 7.62 (d, 2H), 4.75 (s, 2H).
LC-MS (Methode 2): R, = 3.78 min; MS (ESIpos): m/z = 228 [M+H]+.
Beispiel 6A
2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-4-(4-{[(4S)-2,2-dimethyl-l,3- dioxolan-4-yl]methoxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitril
150 mg (0.39 mmol) der Verbindung aus Beispiel 3 A und 98 mg (0.43 mmol) der Verbindung aus Beispiel 5 A wurden zusammen mit 99 mg (1.18 mmol) Natriumhydrogencarbonat in 2 ml trockenem DMF suspendiert. Das Reaktionsgemisch wurde 20 h bei RT gerührt. Der Ansatz wurde danach direkt mittels präparativer HPLC aufgereinigt (Säule: YMC GEL ODS-AQ S-5 / 15 μm; Laufmittel-Gradient: Acetonitril/Wasser 10:90 → 95:5).
Ausbeute: 147 mg (65% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSO-Cl6): δ = 8.37 (s, IH), 8.29-7.91 (br. s, 2H)5 7.97 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.47 (d, 2H), 7.12 (d, 2H), 4.48-4.39 (m, IH), 4.42 (s, 2H), 4.16-4.03 (m, 3H), 3.77 (dd, IH), 1.37 (s, 3H), 1.31 (s, 3H).
LC-MS (Methode 3): R, = 4.23 min; MS (ESIpos): m/z = 574 [M+H]+.
Beispiel 7A
2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)- 1 ,3-oxazol-4-yl]methyl } sulfanyl)-4-(4- { [(4R)-2,2-dimethyl- 1 ,3- dioxolan-4-yl]methoxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitril
70 mg (0.18 mmol) der Verbindung aus Beispiel 4A und 46 mg (0.20 mmol) der Verbindung aus Beispiel 5A wurden zusammen mit 46 mg (0.55 mmol) Natriumhydrogencarbonat in 1.9 ml trockenem DMF suspendiert. Das Reaktionsgemisch wurde 20 h bei RT gerührt. Der Ansatz wurde danach am Rotationsverdampfer vom Lösungsmittel befreit und der Rückstand mittels präparativer HPLC gereinigt (Säule: YMC GEL ODS-AQ S-5 / 15 μm; Laufrnittel-Gradient: Acetonitril/Was- ser 10:90 → 95:5).
Ausbeute: 79 mg (75% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.37 (s, IH), 8.30-8.01 (br. s, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 7.48 (d, 2H), 7.12 (d, 2H), 4.48-4.40 (m, IH), 4.42 (s, 2H), 4.16-4.03 (m, 3H), 3.78 (dd, IH), 1.37 (s, 3H), 1.31 (s, 3H).
LC-MS (Methode 7): R, = 2.99 min; MS (ESIpos): m/z = 574 [M+H]+.
Beispiel 8A
2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)- 1 ,3-oxazol-4-yl]methyl } sulfanyl)-4-(4- { [(2R)-2,3-dihydroxy- propyl]oxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitril
127.1 g (221.4 mmol) der Verbindung aus Beispiel 6A wurden in 800 ml Ethanol suspendiert und mit 800 ml 37%-iger Salzsäure versetzt. Das Gemisch wurde über Nacht unter Rückfluss gerührt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde der entstandene Niederschlag abgesaugt, mit Ethanol gewaschen und bei 500C im Vakuum über Nacht getrocknet. Es wurden 108.3 g (92% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.37 (s, IH), 8.30-7.89 (br. s, 2H), 7.98 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.48 (d, 2H), 7.10 (d, 2H), 5.00 (d, IH), 4.70 (t, IH), 4.42 (s, 2H), 4.09 (dd, IH), 3.98-3.92 (m, IH), 3.81 (q, IH), 3.50-3.43 (m, 2H).
LC-MS (Methode 4): R, = 2.51 min; MS (ESIpos): m/z = 534 [M+H]+.
Beispiel 9A
2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-4-(4-{[(25)-2,3-dihydroxy- propyl]oxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitril
400 mg (0.70 mmol) der Verbindung aus Beispiel 7A wurden in 17 ml Essigsäure vorgelegt und anschließend vorsichtig mit 8.6 ml Wasser versetzt. Es wurde 12 h bei RT gerührt. Nach Einengen
des Reaktionsgemisches am Rotationsverdampfer wurde der Rückstand direkt mittels präparativer HPLC gereinigt (Säule: YMC GEL ODS-AQ S-5 / 15 μm; Laufinittel-Gradient: Acetonitril/Was- ser 10:90 — > 95:5). Nach Entfernen des Lösungsmittels am Rotationsverdampfer erhielt man das Produkt als weißen Feststoff.
Ausbeute: 340 mg (91% d. Th.)
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.37 (s, IH), 8.27-7.91 (br. s, 2H), 7.98 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 7.47 (d, 2H), 7.10 (d, 2H), 5.00 (d, IH), 4.70 (t, IH), 4.42 (s, 2H), 4.09 (dd, IH), 3.96 (dd, IH), 3.70 (q, IH), 3.46 (t, 2H).
LC-MS (Methode 7): R, = 2.48 min; MS (ESIpos): m/z = 534 [M+H]+.
Beispiel IQA
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2'5)-bis{2-[(/er/.-butoxycarbonyl)amino]propanoat}
5 g (9.36 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A, 7.09 g (37.45 mmol) N-Boc-L-Alanin, 8.975 g (46.82 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 1.144 g (9.36 mmol) 4-NN-Dimethylaminopyridin wurden in 500 ml Dichlormethan zusammengegeben und 30 min lang im Ultraschallbad behandelt. Der Ansatz wurde danach mit 10%-iger Zitronensäure- Lösung und anschließend mit 10%-iger Νatriumhydrogencarbonat-Lösung ausgeschüttelt, bis kein N-Boc-L-Alanin in der organischen Phase mehr nachweisbar war. Die organische Phase wurde dann über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wurde in Di-
chlormethan aufgenommen und mit Diethylether versetzt. Der entstandene Niederschlag wurde abgesaugt. Nach Trocknung des Feststoffs verblieben 6.01 g (73% d. Th.) der Titelverbindung.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.36 (s, IH), 8.33-8.02 (br. m, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 7.48 (d, 2H), 7.30 (m, 2H), 7.12 (d, 2H), 5.34 (m, IH), 4.42 (s, 2H), 4.38-4.21 (m, 4H), 4.03 (m, 2H), 1.36 (s, 18H), 1.26- 1.22 (m, 6H).
LC-MS (Methode 5): R, = 1.61 min; MS (ESIpos): m/z = 876 [M+H]+.
Beispiel IIA
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-bis { [{tert. -butoxycarbonyl)amino]acetat}
300 mg (0.562 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A wurden in 20 ml Dichlormethan vorgelegt und mit 217 mg (1.236 mmol) N-(tert. -Butoxycarbonyl)glycin, 237 mg (1.236 mmol) 1-(3-Di- methylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 7 mg (0.056 mmol) 4-NN-Dimethyl- aminopyridin versetzt. Das Gemisch wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungs- mittel wurde danach im Vakuum abgezogen und das Rohprodukt direkt mittels präparativer HPLC gereinigt. Es wurden 448 mg (94% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 7): R. = 3.07 min; MS (ESIpos): m/z = 848 [M+H]+.
Beispiel 12A
(25)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-bis{5-[(ter/.-butoxycarbonyl)amino]pentanoat}
150 mg (0.281 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A wurden in 10 ml Dichlormethan vorgelegt und mit 183 mg (0.843 mmol) 5-[(terf.-Butoxycarbonyl)amino]pentansäure, 162 mg (0.843 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 3.4 mg (0.028 mmol) 4-NN- Dimethylaminopyridin versetzt. Das Gemisch wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde danach im Vakuum abgezogen und das Rohprodukt direkt mittels präpara- tiver HPLC gereinigt. Es wurden 201 mg (77% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 10): R, = 2.96 min; MS (ESIpos): m/z = 932 [M+H]+.
Beispiel 13A
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(25',2'5)-bis{2,5-bis[(/er/.-butoxycarbonyl)amino]pentanoat}
Die Herstellung der Titelverbindung erfolgte analog zur Herstellung von Beispiel 12A ausgehend von der Verbindung aus Beispiel 8A und käuflich erhältlichem N^N'-Bist/er/.-butoxycarbonyty-L- ornithin.
Ausbeute: 85% d. Th.
LC-MS (Methode 10): R, = 3.11 min; MS (ESIpos): m/z = 1162 [M+H]+.
Beispiel 14A
(2iS)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2\S)-bis{2,4-bis[(/e^-butoxycarbonyl)amino]butanoat}
200 mg (0.375 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A wurden in 15 ml Dichlormethan vorgelegt und mit 412 mg (0.824 mmol) (2>S)-2,4-Bis[(/e^.-butoxycarbonyl)amino]butansäure-Dicyclohexyl- amin-Salz, 158 mg (0.824 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 4.6 mg (0.037 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin versetzt. Das Gemisch wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Danach wurden weitere 187 mg (0.375 mmol) (2S)-2,4-Bis[(tert.- butoxycarbonyOaminoJbutansäure-Dicyclohexylamin-Salz sowie 72 mg (0.375 mmol) 1-(3-Di- methylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid hinzugefügt. Nach zweistündigem Rühren bei Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen und das Rohprodukt mittels präparativer HPLC gereinigt. Es wurden 262 mg (62% d.Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 7): R, = 3.31 min; MS (ESIpos): m/z = 1134 [M+H]+.
Beispiel 15A
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-bis { 3-[(tert. -butoxycarbonyl)amino]propanoat}
200 mg (0.375 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A wurden in 10 ml Dichlormethan/DMF (1 : 1) vorgelegt, mit 213 mg (1.124 mmol) N-(ter/.-Butoxycarbonyl)-ß-alanin, 215 mg (1.124 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 4.6 mg (0.037 mmol) 4-NN- Dimethylaminopyridin versetzt und über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung wurde danach direkt mittels präparativer HPLC aufgereinigt (Acetonitril/Wasser- Gradient 10:90 → 95:5). Es wurden 126 mg (38% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 6): R, = 2.67 min; MS (ESIpos): m/z = 876 [M+H]+.
Beispiel 16A
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2\S)-bis{2,5-bis[(ter/.-butoxycarbonyl)amino]pentanoat}
374 mg (1.124 mmol) Ni,N5-Bis(ter/.-butoxycarbonyl)-L-ornithin wurden in 3 ml DMF vorgelegt und zunächst mit 93 mg (0.487 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydro- chlorid und 23 mg (0.187 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin versetzt, bevor 200 mg (0.375 mmol) der Verbindung aus Beispiel 9A zugegeben wurden. Das Gemisch wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Danach wurden erneut 93 mg (0.487 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)- 3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 23 mg (0.187 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin hinzugefügt. Nach dreistündigem Rühren bei Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung direkt mittels präparativer HPLC aufgereinigt (Acetonitril/Wasser-Gradient 10:90 — > 95:5). Es wurden 344 mg (79% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 6): R, = 2.90 min; MS (ESIpos): m/z = 1163 [M+H]+.
Beispiel 17A
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2R,27?)-bis{2-[(ter/.-butoxycarbonyl)amino]propanoat}
1.063 g (5.618 mmol) N-(te/γ.-Butoxycarbonyl)-D-alanin wurden in 10 ml DMF vorgelegt und mit 448 mg (2.341 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 114 mg (0.936 mmol) 4-NN-Dimethylaminopyridin versetzt. Nach 5 min Rühren wurden 500 mg (0.936 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A hinzugefügt und die Mischung 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Produkt wurde danach mittels präparativer HPLC isoliert (Acetonitril/Wasser-Gradient 10:90 → 95:5). Es wurden 676 mg (82% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 8): R, = 1.42 min; MS (ESIneg): m/z = 874 [M-H]".
Beispiel 18A
(2/?)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2\S)-bis{2-[(te/-/.-butoxycarbonyl)amino]-3-methylbutanoat}
16.3 mg (0.075 mmol) N-(/er/.-Butoxycarbonyl)-L-valin wurden in 10 ml Dichlormethan vorgelegt und nacheinander mit 15.8 mg (0.082 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid- Hydrochlorid, 0.5 mg (0.004 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin sowie 20 mg (0.037 mmol) der Verbindung aus Beispiel 9A versetzt. Anschließend wurde die Mischung über Nacht bei Raum- temperatur gerührt. Das Produkt wurde danach mittels präparativer HPLC isoliert. Es wurden 24 mg (69% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 7): R, = 3.43 min; MS (ESIneg): m/z = 930 [M-H]".
Beispiel 19A
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2'5)-bis{2-[(/erΛ-butoxycarbonyl)amino]propanoat}
CH3
53 mg (0.28 mmol) N-(/er/.-Butoxycarbonyl)-L-alanin wurden in 37 ml Dichlormethan vorgelegt und nacheinander mit 59 mg (0.309 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydro- chlorid, 1.7 mg (0.014 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin sowie 75 mg (0.14 mmol) der Verbin- düng aus Beispiel 9A versetzt. Anschließend wurde das Gemisch über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde danach in eine Mischung aus gesättigter wässriger Ammoniumchlorid- Lösung und Ethylacetat gegossen. Die organische Phase wurde abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer HPLC gereinigt (Aceto- nitril/Wasser-Gradient 10:90 — > 95:5). Es wurden 77 mg (63% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 6): R, = 2.71 min; MS (ESIneg): m/z = 874 [M-H]".
Beispiel 2OA
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-bis{4-[(/er/.-butoxycarbonyl)amino]butanoat
57 mg (0.281 mmol) 4-[(ter/.-Butoxycarbonyl)amino]butansäure wurden in 37 ml Dichlormethan vorgelegt und nacheinander mit 59 mg (0.309 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbo- diimid-Hydrochlorid, 1.7 mg (0.014 mmol) 4-NN-Dimethylaminopyridin sowie 75 mg (0.14 mmol) der Verbindung aus Beispiel 9A versetzt. Anschließend wurde das Gemisch über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde danach in eine Mischung aus gesättigter wässriger Ammoniumchlorid-Lösung und Ethylacetat gegossen. Die organische Phase wurde abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer HPLC gereinigt (Acetonitril/Wasser-Gradient 10:90 → 95:5). Es wurden 78 mg (61% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 5): R, = 1.59 min; MS (ESIneg): m/z = 903 [M-H]".
Beispiel 21 A
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(25',2'5)-bis{2,6-bis[(/e/-/.-butoxycarbonyl)amino]hexanoat}
649 mg (1.873 mmol) N2,N5-Bis(te/-/.-butoxycarbonyl)-L-lysin wurden in 200 ml Dichlormethan vorgelegt und nacheinander mit 449 mg (2.341 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbo- diimid-Hydrochlorid, 5.7 mg (0.047 mmol) 4-NN-Dimethylaminopyridin sowie 250 mg (0.468 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A versetzt. Anschließend wurde das Gemisch 5 h bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde danach zweimal mit 10%-iger Zitronensäure-Lösung und dreimal mit 10%-iger Νatriumhydrogencarbonat-Lösung ausgeschüttelt. Die organische Phase wurde abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer HPLC gereinigt. Es wurden 425 mg (76% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 5): R, = 1.76 min; MS (ESIpos): m/z = 1190 [M+H]+.
Beispiel 22A
(2iS)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-bis{4-[(ter/.-butoxycarbonyl)amino]butanoat
342.5 mg (1.685 mmol) 4-[(ter/.-Butoxycarbonyl)amino]butansäure wurden in 30 ml Dichlor- methan vorgelegt und nacheinander mit 323 mg (1.685 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethyl- carbodiimid-Hydrochlorid, 34 mg (0.281 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin sowie 300 mg (0.562 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A versetzt. Anschließend wurde das Gemisch 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde danach mit 100 ml Dichlormethan verdünnt und einmal mit 10%-iger Zitronensäure-Lösung und dreimal mit 10%-iger Νatriumhydrogencarbonat- Lösung ausgeschüttelt. Die organische Phase wurde abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer HPLC gereinigt. Es wurden 290 mg (57% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 7): R, = 3.18 min; MS (ESIpos): m/z = 904 [M+H]+.
Beispiel 23A
(21S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-bis{6-[(tert.-butoxycarbonyl)amino]hexanoat
390 mg (1.685 mmol) 6-[(ter/.-Butoxycarbonyl)amino]hexansäure wurden in 30 ml Dichlormethan vorgelegt und nacheinander mit 323 mg (1.685 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbo- diimid-Hydrochlorid, 34 mg (0.281 mmol) 4-NN-Dimethylaminopyridin sowie 300 mg (0.562 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A versetzt. Anschließend wurde das Gemisch 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde danach mit 100 ml Dichlormethan verdünnt und einmal mit 10%-iger Zitronensäure-Lösung und dreimal mit 10%-iger Νatriumhydrogencarbonat-Lösung ausgeschüttelt. Die organische Phase wurde abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer HPLC gereinigt. Es wurden 279 mg (52% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 7): R, = 3.30 min; MS (ESIpos): m/z = 960 [M+H]+.
Beispiel 24A
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,3i?,2W,3'R)-bis{3-re/-/.-butoxy-2-[(?er?.-butoxycarbonyl)amino]- butanoat
1.293 g (2.421 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A wurden in 26 ml Dichlormethan/DMF (1 :1) vorgelegt und nacheinander mit 2.00 g (7.262 mmol) N-(ter/.-Butoxycarbonyl)-O-ter/.-butyl-L- threonin, 1.625 g (8.474 mmol) l-P-DimethylaminopropyO^-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid so- wie 59 mg (0.484 mmol) 4-NN-Dimethylaminopyridin versetzt. Das Gemisch wurde über Nacht bei RT gerührt. Danach wurden nochmals 0.667 g (2.42 mmol) N-(tert.-Butoxycarbonyl)-O-tert.- butyl-L-threonin hinzugefügt und der Ansatz weitere 8 h bei RT gerührt. Die Reaktionsmischung wurde dann mit Wasser und Dichlormethan verdünnt und die Phasen getrennt. Die wässrige Phase wurde zweimal mit Dichlormethan rückextrahiert. Die vereinten organischen Phasen wurden ein- mal mit Wasser gewaschen, über Νatriumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatographie an Kieselgel gereinigt (Laufmittel: Cyclohexan/Ethylacetat 7:3). Es wurden 2.17 g (85% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 6): R, = 3.29 min; MS (ESIneg): m/z = 1047 [M-H]".
Beispiel 25A
2-(4-Chlorphenyl)-4,5-dimethyl-l ,3-oxazol-3-oxid
1.00 g (9.89 mmol) Diacetylmonoxim und 1.53 g (10.88 mmol) 4-Chlorbenzaldehyd wurden in 2 ml (34.94 mmol) Eisessig vorgelegt. Dann wurde 30 min lang Chlorwasserstoff-Gas unter Eis-
kühlung des Reaktionsgemisches eingeleitet. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch mit 10 ml Diethylether versetzt. Es fiel ein Niederschlag aus, der abgesaugt und zweimal mit je 2 ml Diethyl- ether gewaschen wurde. Der Niederschlag wurde in ca. 5 ml Wasser re-suspendiert und die Suspension mit Ammoniak basisch gestellt. Es wurde dann viermal mit je 10 ml Dichlormethan ex- trahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Der Rückstand wurde ohne weitere Reinigung in der Folgereaktion eingesetzt.
Ausbeute: 1.85 g (84% d. Th.)
LC-MS (Methode 12): R, = 2.29 min; MS (ESIpos): m/z = 224 [M+H]+.
Beispiel 26A
4-(Chlorrnethyl)-2-(4-chlorphenyl)-5-methyl-l,3-oxazol
1.00 g (4.47 mmol) der Verbindung aus Beispiel 25A wurden in 15 ml Chloroform vorgelegt und vorsichtig mit 1.5 ml (16.10 mmol) Phosphorylchlorid versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 30 min unter Rühren zum Rückfluss erhitzt. Der Ansatz wurde anschließend auf 00C abgekühlt und durch Zugabe von Ammoniak schwach basisch gestellt. Das Gemisch wurde dreimal mit je 20 ml Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden zweimal mit je 5 ml Wasser gewaschen und anschließend über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde am Rotationsverdampfer entfernt. Der Rückstand wurde ohne weitere Reinigung in der Folgereak- tion eingesetzt.
Ausbeute: 1.33 g (96% d. Th., 78% Reinheit)
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 7.95 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 4.77 (s, 2H), 2.44 (s, 3H).
Beispiel 27A
2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-5-methyl-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-4-(4-{[(4i?)-2,2- dimethyl-l,3-dioxolan-4-yl]methoxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitril
4.00 g (10.46 mmol) der Verbindung aus Beispiel 4A und 2.79 g (11.51 mmol) der Verbindung aus Beispiel 26A wurden zusammen mit 2.64 g (31.38 mmol) Natriumhydrogencarbonat in 50 ml trockenem DMF suspendiert. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht bei RT gerührt. Der Ansatz wurde danach mit Wasser versetzt und für 30 min weiter gerührt. Der entstandene Niederschlag wurde abgesaugt und mit Dichlormethan/Methanol (3:1) gewaschen. Das Filtrat wurde eingeengt und der Rückstand mit Dichlormethan/Methanol (3:1) verrührt. Der verbliebene Feststoff wurde abgesaugt, mit dem zuvor erhaltenen Niederschlag vereinigt und getrocknet. Es wurden so 5.0 g (81% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-(I6): δ = 8.19-7.97 (br. s, 2H), 7.94 (d, 2H), 7.58 (d, 2H), 7.49 (d, 2H), 7.12 (d, 2H), 4.51 (s, 2H), 4.48-4.41 (m, IH), 4.16-4.03 (m, 3H), 3.79 (dd, 2H), 2.46 (s, 3H), 1.37 (s, 3H), 1.32 (s, 3H).
LC-MS (Methode 7): R1 = 3.06 min; MS (ESIpos): m/z = 588 [M+H]+.
Beispiel 28A
2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-5-methyl-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-4-(4-{[(2S)-2,3-di- hydroxypropyl]oxy}phenyl)pyridin-3,5-dicarbonitril
5.00 g (8.50 mmol) der Verbindung aus Beispiel 27A wurden in 800 ml Essigsäure vorgelegt und anschließend vorsichtig mit 100 ml Wasser versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 h bei 700C gerührt. Nach Entfernen des Lösungsmittels am Rotationsverdampfer wurde der Rückstand im Hochvakuum getrocknet. Es wurden 4.78 g (99% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.27-7.96 (br. s, 2H), 7.93 (d, 2H), 7.58 (d, 2H), 7.49 (d, 2H), 7.10 (d, 2H), 5.00 (d, IH), 4.70 (t, IH), 4.51 (s, 2H), 4.09 (dd, IH), 3.96 (dd, IH), 3.84-3.78 (m, IH), 3.47 (t, 2H), 2.49 (s, 3H).
LC-MS (Methode 7): R, = 2.50 min; MS (ESIpos): m/z = 548 [M+H]+.
Beispiel 29A
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-5-methyl-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5- dicyanopyridin-4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2'S)-bis{2-[(/er/.-butoxycarbonyl)amino]- propanoat}
CH3
2.07 g (10.95 mmol) N-(/ert.-Butoxycarbonyl)-L-alanin wurden in 17.5 ml DMF vorgelegt und nacheinander mit 910 mg (4.74 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydro- chlorid, 223 mg (1.83 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin sowie 1.00 g (1.83 mmol) der Verbindung aus Beispiel 28A versetzt. Die Mischung wurde 2 h bei RT gerührt und dann mit Wasser versetzt. Das Gemisch wurde dreimal mit Ethylacetat extrahiert, und die vereinten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels prä- parativer HPLC gereinigt. Es wurden 771 mg (43% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 5): R, = 1.65 min; MS (ESIneg): m/z = 888 [M-H]".
Ausführungsbeispiele:
Beispiel 1
(25)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2>S',2'S)-bis(2-aminopropanoat)-Dihydrochlorid
In eine Lösung von 6014 mg (6.862 mmol) der Verbindung aus Beispiel 1OA in 500 ml Dichlor- methan wurde über 30 min Chlorwasserstoff-Gas eingeleitet, wobei die Temperatur unter +200C gehalten wurde. Der ausgefallene Feststoff wurde abgesaugt, mit Dichlormethan und mit Diethyl- ether gewaschen und über Nacht im Hochvakuum bei +800C getrocknet. Es wurden 5080 mg (99% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.7 (br. s, 6H), 8.4 (s, IH), 8.0 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 7.50 (d, 2H), 7.15 (d, 2H), 5.5 (m, IH), 4.60-4.50 (m, 2H), 4.44 (s, 2H), 4.40 (d, 2H), 4.15 (m, 2H), 1.5-1.4 (m, 6H).
LC-MS (Methode 7): R, = 1.53 min; MS (ESIpos): m/z = 676 [M+H]+.
Beispiel 2
(2iS)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy} propan- 1 ,2-diyl-(2S,2'S)-bis(2-aminopropanoat)-Bis(trifluoressigsäure)-Salz
6.520 g (7.440 mmol) der Verbindung aus Beispiel 1OA wurden in 45 ml Dichlormethan vorgelegt, mit 5.732 ml (74.396 mmol) Trifluoressigsäure versetzt und über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und der Rückstand zweimal mit Di- chlormethan aufgeschlämmt und erneut eingeengt. Der Rückstand wurde dann mit Diethylether verrührt, der verbliebene Feststoff abfiltriert, mit Diethylether gewaschen und im Hochvakuum getrocknet. Es wurden 4.8 g (69% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.42 (br. s, 4H), 8.36 (s, IH), 8.19 (m, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 7.50 (d, 2H), 7.13 (d, 2H), 5.52-5.47 (m, IH), 4.59-4.50 (m, 2H), 4.41 (s, 2H), 4.39-4.31 (m, 2H), 4.19-4.15 (m, 2H), 1.42-1.34 (m, 6H).
LC-MS (Methode 5): R. = 0.94 min; MS (ESIpos): m/z = 676 [M+H]+.
Beispiel 3
(25)-3- {4-[2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)- 1 ,3-oxazol-4-yl]methyl } sulfanyl)-3 ,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-bis(aminoacetat)-Dihydrochlorid
440 mg (0.519 mmol) der Verbindung aus Beispiel I IA wurden mit 5 ml einer 4 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Dioxan versetzt und zwei Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der ausgefallene Feststoff wurde abgesaugt und vier Tage lang bei +50°C im Vakuum getrocknet. Es wur- den 300 mg (79% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.47 (br. m, 6H), 8.39 (s, IH), 8.32-8.02 (br. s, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.50 (d, 2H), 7.14 (d, 2H), 5.51 (m, IH), 4.52 (d, 2H), 4.42 (s, 2H), 4.35 (d, 2H), 3.88 (m, 4H).
LC-MS (Methode 5): R, = 0.98 min; MS (ESIpos): m/z = 648 [M+H]+.
Beispiel 4
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-bis(5-aminopentanoat)-Dihydrochlorid
200 mg (0.214 mmol) der Verbindung aus Beispiel 12A wurden in 1.8 ml Dichlormethan vorgelegt und tropfenweise mit 2.2 ml einer 2 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Diethylether versetzt. Es wurde eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt und der ausgefallene Feststoff dann abfiltriert. Dieser wurde mit Dichlormethan gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es wurden 137 mg (79% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.39 (s, IH), 8.35-8.02 (br. s, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.93 (br. m, 6H), 7.61 (d, 2H), 7.49 (d, 2H), 7.13 (d, 2H), 5.36 (m, IH), 4.42 (s, 2H), 4.40 (d, 2H), 4.37 (d, 2H), 2.77 (m, 4H), 2.38 (m, 4H), 1.57 (m, 8H).
LC-MS (Methode 6): R, = 1.20 min; MS (ESIpos): m/z = 732 [M+H]+.
Beispiel 5
(2S)-3- {4-[2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)- 1 ,3-oxazol-4-yl]methyl} sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2\S)-bis(2,5-diaminopentanoat)-Tetrakis(trifluoressigsäure)-Salz
276 mg (0.237 mmol) der Verbindung aus Beispiel 13A wurden in 2 ml Dichlormethan vorgelegt und tropfenweise mit 2.2 ml einer 2 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Diethylether versetzt. Es wurde eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt und der ausgefallene Feststoff dann abfiltriert. Dieser wurde mit Dichlormethan gewaschen und anschließend mittels präparativer HPLC gereinigt (Eluent: Acetonitril/Wasser + 0.1% Trifluoressigsäure). Es wurden 96 mg (33% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-(I6): δ = 8.56 (br. m, 6H), 8.37 (s, IH), 8.26-8.06 (br. s, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.87 (br. m, 6H), 7.61 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 7.13 (d, 2H), 5.47 (m, IH), 4.54 (dd, IH), 4.47- 4.30 (m, 5H), 4.16 (br. m, 2H), 2.81 (br. m, 4H), 1.93-1.55 (m, 8H).
LC-MS (Methode 7): R, = 1.31 min; MS (ESIpos): m/z = 762 [M+H]+.
Beispiel 6
(25)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2\S)-bis(2,4-diaminobutanoat)-Tetrakis(trifluoressigsäure)-Salz
255 mg (0.225 mmol) der Verbindung aus Beispiel 14A wurden in 2 ml Dichlormethan vorgelegt und tropfenweise mit 2.3 ml einer 2 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Diethylether versetzt. Es wurde eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt und der ausgefallene Feststoff dann abfϊltriert. Dieser wurde mit Dichlormethan gewaschen und anschließend mittels präparativer HPLC gereinigt (Eluent: Acetonitril/Wasser + 0.1% Trifluoressigsäure). Es wurden 44 mg (21% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.66 (br. m, 6H), 8.37 (s, IH), 8.32-8.12 (br. s, 2H), 8.00 (br. m, 6H), 7.97 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 7.13 (d, 2H), 5.49 (m, IH), 4.54 (dd, IH), 4.49 (dd, IH), 4.42 (s, 2H), 4.40-4.23 (m, 4H), 3.00 (m, 4H), 2.18 (m, 2H), 2.09 (m, 2H).
LC-MS (Methode 6): R, = 0.88 min; MS (ESIpos): m/z = 734 [M+H]+.
Beispiel 7
(2S)-3- {4-[2-Amino-6-( { [2-(4-chlorphenyl)- 1 ,3-oxazol-4-yl]methyl } sulfanyl)-3 ,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-bis(3-aminopropanoat)-Dihydrochlorid
123 mg (0.140 mmol) der Verbindung aus Beispiel 15A wurden in 2 ml Dichlormethan vorgelegt und mit 1.4 ml (2.807 mmol) einer 2 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Diethylether versetzt. Nach 1 h Rühren wurde der ausgefallene Feststoff abfiltriert, mit Dichlormethan und Diethylether gewaschen und im Vakuum getrocknet. Man erhielt 79 mg (75% d. Th.) der Zielverbindung.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.38 (s, IH), 8.34-8.12 (br. s, 2H), 8.03 (br. m, 6H), 7.97 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.49 (d, 2H), 7.14 (d, 2H), 5.40 (m, IH), 4.42 (s, 2H), 4.41-4.29 (m, 4H), 3.04 (br. m, 4H), 2.75 (br. m, 4H).
LC-MS (Methode 6): R, = 1.17 min; MS (ESIpos): m/z = 676 [M+H]+.
Beispiel 8
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2\S)-bis(2,5-diaminopentanoat)-Tetrahydrochlorid
233 mg (0.201 mmol) der Verbindung aus Beispiel 16A wurden in 1.9 ml Dichlormethan vorgelegt und tropfenweise mit 2.01 ml (4.015 mmol) einer 2 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Di- ethylether versetzt. Es wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt und dann das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Der Rückstand wurde zweimal nacheinander mit Dichlormethan versetzt und das Lösungsmittel jeweils im Vakuum wieder abgezogen. Das Rohprodukt wurde in 2 ml Wasser gelöst und lyophilisiert. Es wurden 165 mg (91% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.82 (br. m, 6H), 8.40 (s, IH), 8.15 (br. m, 8H), 7.98 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.50 (d, 2H), 7.19 (d, 2H), 5.53 (m, IH), 4.53 (d, 2H), 4.45-4.41 (m, 4H), 4.19 (m, 2H), 2.81 (m, 4H), 2.03-1.64 (m, 8H).
LC-MS (Methode 5): R, = 0.73 min; MS (ESIpos): m/z = 762 [M+H]+.
Beispiel 9
(2iy)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-(2/?,27?)-bis(2-aminopropanoat)-Dihydrochlorid
675 mg (0.770 mmol) der Verbindung aus Beispiel 17A wurden in 8 ml Dichlormethan vorgelegt und mit 15.4 ml einer 1 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Diethylether versetzt. Nach 4 h Rühren wurde der ausgefallene Feststoff abgesaugt, mit Dichlormethan und Diethylether gewa- sehen und im Vakuum getrocknet. Es wurden 577 mg (quant.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.55 (br. m, 6H), 8.38 (s, IH), 8.33-8.02 (br. s, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.50 (d, 2H), 7.13 (d, 2H), 5.51 (m, IH), 4.56-4.44 (m, 2H), 4.42 (s, 2H), 4.39- 4.33 (m, 2H), 4.16 (m, 2H), 1.44 (d, 3H), 1.39 (d, 3H).
LC-MS (Methode 8): R, = 0.87 min; MS (ESIpos): m/z = 676 [M+H]+.
Beispiel 10
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2'5)-bis(2-amino-3-methylbutanoat)-Dihydrochlorid
H3C^CH3
Eine Lösung von 48 mg (0.051 mmol) der Verbindung aus Beispiel 18A in 1 ml Dichlormethan wurde mit 20 ml einer gesättigten Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Dichlormethan versetzt und 2 h bei RT gerührt. Danach wurde das Gemisch eingeengt und der Rückstand mit Diethylether verrührt. Der verbliebene Feststoff wurde abgesaugt, mit Dichlormethan und mit Diethylether gewaschen und über Nacht im Hochvakuum bei +800C getrocknet. Es wurden 28 mg (65% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.75-8.6 (br. s, 6H), 8.4 (s, IH), 7.96 (d, 2H), 7.60 (d, 2H), 7.50 (d, 2H), 7.1 (d, 2H), 5.6 (m, IH), 4.53 (d, 2H), 4.50-4.35 (m, 4H), 4.1-3.9 (m, 2H), 2.2 (m, 2H), 1.05-0.95 (m, 6H).
LC-MS (Methode 7): R. = 1.62 min; MS (ESIpos): m/z = 732 [M+H]+.
Beispiel 11
(2i?)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2iS,2'S)-bis(2-aminopropanoat)-Dihydrochlorid
1090 mg (1.244 mmol) der Verbindung aus Beispiel 19A wurden mit 125 ml einer gesättigten Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Dichlormethan versetzt und 2 h im Ultraschallbad behandelt. Danach wurde das Gemisch eingeengt und der Rückstand mit Diethylether verrührt. Der verblie- bene Feststoff wurde abgesaugt, zweimal mit Diethylether gewaschen und über Nacht im Hochvakuum bei +800C getrocknet. Es wurden 770 mg (79% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.7-8.5 (br. s, 6H), 8.35 (s, IH), 8.45 (d, 2H), 7.6 (d, 2H), 7.5 (d, 2H), 7.13 (d, 2H), 5.5 (m, IH), 4.59-4.30 (m, 6H), 1.45 (d, 3H), 1.40 (d, 3H).
LC-MS (Methode 5): R, = 0.99 min; MS (ESIpos): m/z = 676 [M+H]+.
Beispiel 12
(2R)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-bis(4-aminobutanoat)-Dihydrochlorid
70 mg (0.077 mmol) der Verbindung aus Beispiel 2OA wurden mit 10 ml einer gesättigten Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Dichlormethan versetzt und 2 h im Ultraschallbad behandelt. Danach wurde das Gemisch eingeengt und der Rückstand mit Diethylether verrührt. Der verbliebene Feststoff wurde abgesaugt, zweimal mit Diethylether gewaschen und über Nacht im Hochvakuum bei +80
0C getrocknet. Es wurden 47 mg (75% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-(I6): δ = 8.4 (s, IH), 8.1-8.0 (br. s, 6H), 7.95 (d, 2H), 7.6 (d, 2H), 7.45 (d, 2H), 7.1 (d, 2H), 5.4 (m, IH), 4.45-4.25 (m, 6H), 2.9-2.8 (m, 4H), 2.5-2.4 (m, 4H), 1.9-1.8 (m, 4H).
LC-MS (Methode 7): R, = 1.47 min; MS (ESIpos): m/z = 704 [M+H]+.
Beispiel 13
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,2'S)-bis(2,6-diaminohexanoat)-Dihydrochlorid
m eine Lösung von 425 mg (0.357 mmol) der Verbindung aus Beispiel 21A in 200 ml Dichlor- methan wurde über 1 h Chlorwasserstoff-Gas eingeleitet, wobei die Temperatur unter +200C gehalten wurde. Anschließend wurde die Mischung noch 2 h bei RT nachgerührt. Daraufhin wurde im Vakuum eingeengt und der verbliebene Rückstand in 200 ml Wasser aufgenommen. Es wurde je zweimal mit Dichlormethan und Ethylacetat ausgeschüttelt. Die wässrige Phase wurde filtriert und dann im Vakuum auf die Hälfte ihres Volumens aufkonzentriert. Nach Lyophilisation der Lösung wurden 277 mg (83% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-(I6): δ = 8.9-8.7 (m, 6H), 8.38 (s, IH), 8.2-8.0 (m, 6H), 7.9 (d, 2H), 7.6 (d, 2H), 7.48 (d, 2H), 7.15 (d, 2H), 5.5 (m, IH), 4.6-4.4 (m, 6H), 4.1-4.0 (m, 2H), 2.8-2.7 (m, 4H), 1.9-1.8 (m, 4H), 1.7-1.4 (m, 8H).
LC-MS (Methode 7): R, = 1.01 min; MS (ESIpos): m/z = 790 [M+H]+.
Beispiel 14
(2ιS)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlorphenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-bis(4-aminobutanoat)-Dihydrochlorid
In eine Lösung von 290 mg (0.321 mmol) der Verbindung aus Beispiel 22A in 500 ml Dichlor- methan wurde über 1 h Chlorwasserstoff-Gas eingeleitet, wobei die Temperatur unter +200C gehalten wurde. Anschließend wurde das Gemisch noch 6 h bei RT nachgerührt. Daraufhin wurde im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wurde in 10 ml Acetonitril/Wasser (1 :5) aufgenommen und mittels präparativer HPLC gereinigt. Die Produktfraktionen wurden vereinigt und eingeengt. Der Rückstand wurde in Salzsäure, die auf pH 3 eingestellt war, aufgenommen und die Lösung an- schließend lyophilisiert. Es wurden 90 mg (36% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.38 (s, IH), 8.0 (br. s, 6H), 7.95 (d, 2H), 7.6 (d, 2H), 7.45 (d, 2H), 7.1 (d, 2H), 5.38 (m, IH), 4.45-4.25 (m, 6H), 2.85-2.75 (m, 4H), 1.9-1.8 (m, 4H).
LC-MS (Methode 7): R1 = 1.51 min; MS (ESIpos): m/z = 704 [M+H]+.
Beispiel 15
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-bis(6-aminohexanoat)-Dihydrochlorid
In eine Lösung von 275 mg (0.286 mmol) der Verbindung aus Beispiel 23A in 500 ml Dichlor- methan wurde über 1 h Chlorwasserstoff-Gas eingeleitet, wobei die Temperatur unter +2O0C gehalten wurde. Anschließend wurde das Gemisch noch 6 h bei RT nachgerührt. Daraufhin wurde im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wurde in 10 ml Acetonitril/Wasser (1:5) aufgenommen und mittels präparativer HPLC gereinigt. Die Produktfraktionen wurden vereinigt und eingeengt. Der Rückstand wurde in Salzsäure, die auf pH 3 eingestellt war, aufgenommen und die Lösung anschließend lyophilisiert. Es wurden 187 mg (78% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 8.4 (s, IH), 7.95 (d, 2H), 7.9-7.7 (br. s, 6H), 7.6 (d, 2H), 7.45 (d, 2H), 7.1 (d, 2H), 5.35 (m, IH), 4.45-4.2 (m, 6H), 2.8-2.7 (m, 4H), 2.32 (t, 4H), 1.6-1.5 (m, 8H), 1.35-1.25 (m, 4H).
LC-MS (Methode 7): R, = 1.58 min; MS (ESIpos): m/z = 760 [M+H]+.
Beispiel 16
(2S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(25',2'5)-bis(2-amino-3-methylbutanoat)-Bis(trifluoressigsäure)-Salz
H3C^CH3
400 mg (0.75 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A, 651 mg (3 mmol) N-Boc-L-Valin, 718 mg (3.745 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 91.5 mg (0.75 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin wurden unter Argon in 40 ml Dichlormethan zusammengege- ben und 30 min im Ultraschallbad behandelt. Der Ansatz wurde dann viermal mit je 20 ml 50%- iger Νatriumhydrogencarbonat-Lösung und anschließend viermal mit je 20 ml 0.5 M Zitronensäure-Lösung ausgeschüttelt. Die organische Phase wurde über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wurde mit Cyclohexan verrührt und der verbliebene Feststoff abgesaugt. Dieser wurde in Dichlormethan gelöst und erneut mit Cyclohexan ausgefällt. Der Niederschlag wurde abermals abgesaugt und im Vakuum getrocknet. Es wurden 801 mg des Boc-geschützten Intermediats erhalten.
Dieses Intermediat wurde in 70 ml Dichlormethan aufgenommen, tropfenweise mit 7 ml wasserfreier Trifluoressigsäure versetzt und 30 min bei RT gerührt. Danach wurde das Gemisch im Hochvakuum eingeengt. Der Rückstand wurde mit Methyl-tert.-butylether verrührt, der Feststoff abge- saugt und anschließend aus heißem Isopropanol umkristallisiert. Nach erneutem Absaugen und Trocknen des Filterrückstands im Hochvakuum wurden 360 mg (47% d. Th.) der Titelverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 6): R, = 1.24 min; MS (ESIpos): m/z = 732 [M+H]+.
Beispiel 17
(2
1S)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy } propan- 1 ,2-diyl-(2<S,2\S)-bis(2-amino-4-rnethylpentanoat)-Bis(trifluoressigsäure)- SaIz
400 mg (0.75 mmol) der Verbindung aus Beispiel 8A, 693 mg (3 mmol) N-Boc-L-Leucin, 718 mg (3.745 mmol) l-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid sowie 91.5 mg (0.75 mmol) 4-N,N-Dimethylaminopyridin wurden unter Argon in 40 ml Dichlormethan zusammengege- ben und 30 min im Ultraschallbad behandelt. Der Ansatz wurde dann fünfmal mit je 20 ml 0.5 M Zitronensäure-Lösung und anschließend fünfmal mit je 20 ml 50%-iger Νatriumhydrogencarbonat- Lösung ausgeschüttelt. Die organische Phase wurde über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wurde in Dichlormethan aufgenommen und mit Cyclohexan ausgefällt. Der Niederschlag wurde abgesaugt und im Vakuum getrocknet. Es wurden 715 mg des Boc-geschütz- ten Intermediats erhalten.
Dieses Intermediat wurde in 70 ml Dichlormethan aufgenommen, tropfenweise mit 7 ml wasserfreier Trifluoressigsäure versetzt und 75 min bei RT gerührt. Danach wurde das Gemisch im Hochvakuum eingeengt. Der Rückstand wurde 2 Tage lang in 50 ml Methyl-tert.-butylether verrührt, der Feststoff dann abgesaugt und anschließend aus heißem Isopropanol umkristallisiert. Nach er- neutem Absaugen und Trocknen des Filterrückstands im Hochvakuum wurden 512 mg (69% d. Th.) der Titelverbindung erhalten.
LC-MS (Methode 5): R, = 1.08 min; MS (ESIpos): m/z = 760 [M+H]+.
Beispiel 18
(2iS)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chlθφhenyl)-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-dicyanopyridin- 4-yl]phenoxy}propan-l,2-diyl-(2S,3/?,2'S,3'Ä)-bis(2-amino-3-hydroxybutanoat)-Bis(trifluoressig- säure)-Salz
916 mg (0.873 mmol) der Verbindung aus Beispiel 24A wurden in 10 ml Dichlormethan vorgelegt, mit 1.35 ml (17.47 mmol) Trifluoressigsäure versetzt und über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und der Rückstand mittels präparativer HPLC gereinigt (Eluent: Acetonitril/Wasser + 0.1% Trifluoressigsäure). Es wurden 574 mg (68% d. Th.) der Zielverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.42-8.25 (m, 5H), 8.15 (br. s, 2H), 7.98 (d, 2H), 7.61 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 7.12 (d, 2H), 5.68 (br. s, IH), 5.50 (quint, IH), 4.50 (d, 2H), 4.42 (s, 2H), 4.38-4.32 (m, 2H), 4.24-3.95 (m, 5H), 1.24-1.18 (m, 6H).
LC-MS (Methode 7): R. = 1.45 min; MS (ESIpos): m/z = 736 [M+H]+.
Beispiel 19
(2Λ)-3-{4-[2-Amino-6-({[2-(4-chloφhenyl)-5-methyl-l,3-oxazol-4-yl]methyl}sulfanyl)-3,5-di- cyanopyridin-4-yl]phenoxy} propan- 1 ,2-diyl-(21S',2'S)-bis(2-aminopropanoat)-Dihydrochlorid
CH3
3.1 g (3.48 mmol) der Verbindung aus Beispiel 29A wurden in 32 ml Dichlormethan vorgelegt und tropfenweise mit 17 ml einer 2 M Lösung von Chlorwasserstoff-Gas in Diethylether versetzt. Das Gemisch wurde sechs Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der ausgefallene Feststoff wurde ab- filtriert, mit Dichlormethan gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es wurden 2.65 g (98% d. Th.) der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.80-8.50 (m, 6H), 8.10 (br. s, 2H), 7.92 (d, 2H), 7.59 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 7.14 (d, 2H), 5.56-5.48 (m, IH), 4.58-4.32 (m, 6H), 4.22-4.09 (m, 2H), 2.55 (s, 3H), 1.45 (d, 3H), 1.41 (d, 3H).
LC-MS (Methode 7): R, = 1.73 min; MS (ESIpos): m/z = 690 [M+H]+.
B. Bestimmung von Löslichkeit. Stabilität und Freisetzungsverhalten
a) Bestimmung der Löslichkeit;
Die Prüfsubstanz wird in Wasser oder verdünnter Salzsäure (pH 4) bzw. in 5%-iger wässriger Dextrose-Lösung suspendiert. Diese Suspension wird 24 h bei Raumtemperatur geschüttelt. Nach Ultra-Zentrifugation bei 224000g für 30 min wird der Überstand mit DMSO verdünnt und per HPLC analysiert. Quantifiziert wird über eine Zwei-Punkt-Kalibrationskurve der Testverbindung in DMSO.
HPLC-Methode für Säuren:
Agilent 1100 mit DAD (G1315A), quat. Pumpe (Gl 31 IA), Autosampier CTC HTS PAL, Degaser (G1322A) und Säulenthermostat (G1316A); Säule: Phenomenex Gemini C18, 5 μm, 50 mm x 2 mm; Temperatur: 400C; Eluent A: Wasser/Phosphorsäure pH 2, Eluent B: Acetonitril; Flussrate: 0.7 ml/min; Gradient: 0-0.5 min 85% A, 15% B; Rampe 0.5-3 min 10% A, 90% B; 3-3.5 min 10% A, 90% B; Rampe 3.5-4 min 85% A, 15% B; 4-5 min 85% A, 15% B.
HPLC-Methode für Basen:
Agilent 1100 mit DAD (G 1315 A), quat. Pumpe (G 1311 A), Autosampier CTC HTS PAL, Degaser (G1322A) und Säulenthermostat (G1316A); Säule: VDSoptilab Kromasil 100 C18, 3.5 μm, 60 mm x 2.1 mm; Temperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Flussrate: 0.75 ml/min; Gradient: 0-0.5 min 98% A, 2% B; Rampe 0.5-4.5 min 10% A, 90% B; 4.5-6 min 10% A, 90% B; Rampe 6.5-6.7 min 98% A, 2% B; 6.7-7.5 min 98% A, 2% B.
In Tabelle 1 sind die Löslichkeitswerte repräsentativer Ausführungsbeispiele in verdünnter Salzsäure (pH 4) dargestellt:
Tabelle 1
In Tabelle 2 sind die Löslichkeitswerte repräsentativer Ausführungsbeispiele in 5%-iger wässriger Dextrose-Lösung dargestellt:
Tabelle 2
Eine Zersetzung der Beispielverbindungen in diesen Lösungen wurde nicht beobachtet.
Die Löslichkeit der Wirksubstanz aus Beispiel 8A wurde in 0.1 M Salzsäure mit < 0.1 mg/Liter und in 5%-iger wässriger Dextrose-Lösung mit < 1.2 mg/Liter bestimmt.
b) Stabilität in Puffer bei verschiedenen pH- Werten:
0.3 mg der Prüfsubstanz werden in einem 2 ml-HPLC-Vial eingewogen und mit 0.5 ml Acetonitril bzw. Acetonitril/DMSO (9:1) versetzt. Zum Lösen der Substanz wird das Probengefäß für ca. 10 Sekunden ins Ultraschallbad gegeben. Anschließend werden 0.5 ml der jeweiligen (Puffer-) Lösung zugefügt und die Probe erneut im Ultraschallbad behandelt.
Eingesetzte (Puffer-)Lösungen:
pH 4: 1 Liter Millipore- Wasser wird mit 1 N Salzsäure auf pH 4.0 eingestellt;
pH 5: 0.096 Mol Zitronensäure und 0.2 Mol Natriumhydroxid ad 1 Liter Wasser;
pH 7.4: 90.0 g Natriumchlorid, 13.61 g Kaliumdihydrogenphosphat und 83.35 g 1 N Natronlauge ad 1 Liter Wasser; diese Lösung wird dann noch 1 :10 mit Millipore- Wasser weiter verdünnt;
pH 8: 0.013 Mol Borax und 0.021 Mol Salzsäure ad 1 Liter Wasser.
Über einen Zeitraum von 24 Stunden bei 37°C werden stündlich jeweils 5 μl der Probenlösung per HPLC auf ihren Gehalt an unveränderter Testsubstanz bzw. an zugrunde liegender Muttersubstanz der Formel (A) analysiert. Quantifiziert wird über die Flächenprozente der entsprechenden Peaks.
HPLC-Methode für Beispiel 1 :
Agilent 1100 mit DAD (G1315B), binärer Pumpe (G1312A), Autosampier (G1329A), Säulenofen (G1316A), Thermostat (G1330B); Säule: Kromasil 100 C18, 125 mm x 4 mm, 5 μm; Säulentemperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 90% A → 2.0 min 70% A → 18.0 min 70% A → 20.0 min 10% A → 21.0 min 10% A → 23.0 min 90% A → 26.0 min 90% A; Flussrate: 2.0 ml/min; UV-Detektion: 294 nm.
HPLC-Methode für Beispiel 3:
Agilent 1100 mit DAD (Gl 314A), binärer Pumpe (Gl 312A), Autosampier (G 1329A), Säulenofen (G1316A), Thermostat (G1330A); Säule: Kromasil 100 C18, 125 mm x 4 mm, 5 μm; Säulentemperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 90% A → 2.0 min 64% A → 18.0 min 64% A → 20.0 min 10% A → 21.0 min 10% A → 23.0 min 90% A → 26.0 min 90% A; Flussrate: 2.0 ml/min; UV-Detektion: 294 nm.
HPLC-Methode für Beispiel 11 :
Agilent 1100 mit DAD (G1315B), binärer Pumpe (G1312A), Autosampier (G1329A), Säulenofen (G1316A), Thermostat (G1330B); Säule: Kromasil 100 C18, 125 mm x 4 mm, 5 μm; Säulentemperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 90% A → 2.0 min 64% A → 18.0 min 64% A → 20.0 min 10% A → 21.0 min 10% A → 23.0 min 90% A → 26.0 min 90% A; Flussrate: 2.0 ml/min; UV-Detektion: 294 nm.
HPLC-Methode für Beispiel 14:
Agilent 1100 mit DAD (G1315B), binärer Pumpe (G1312A), Autosampier (G1329A), Säulenofen (G1316A), Thermostat (G1330B); Säule: Kromasil 100 C18, 250 mm x 4 mm, 5 μm; Säulen- temperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 90% A → 7.0 min 52% A → 18.0 min 52% A → 20.0 min 10% A → 21.0 min 10% A → 23.0 min 90% A → 26.0 min 90% A; Flussrate: 2.0 ml/min; UV-Detektion: 288 nm.
HPLC-Methode für Beispiel 18:
Agilent 1100 mit DAD (G1315A), binärer Pumpe (G1312A), Autosampier (G1329A), Säulenofen (G1316A), Thermostat (G1330A); Säule: Kromasil 100 C18, 125 mm x 4 mm, 5 μm; Säulen-
temperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 90% A → 6.0 min 61% A → 18.0 min 61% A → 20.0 min 10% A → 21.0 min 10% A → 23.0 min 90% A → 26.0 min 90% A; Flussrate: 2.0 ml/min; UV-Detektion: 294 nm.
In Tabelle 3 sind zu repräsentativen Ausfuhrungsbeispielen die Verhältnisse der Peakflächen (F) zu den jeweiligen Zeitpunkten in Relation zu den Peakflächen beim Startzeitpunkt dargestellt:
Tabelle 3
In diesem Test wurde gleichzeitig mit einer Abnahme des Gehalts an Testsubstanz eine Zunahme der betreffenden Wirkstoff-Verbindung aus Beispiel 8A bzw. 9A festgestellt.
c) In v/Vro-Stabilität in Ratten- und Humanplasma;
1 mg der Prüfsubstanz wird in einem 2 ml-HPLC-Vial eingewogen und mit 1.5 ml DMSO und 1 ml Wasser versetzt. Zum Lösen der Substanz wird das Probengefäß für ca. 10 Sekunden ins Ultraschallbad gestellt. Zu 0.5 ml dieser Lösung werden 0.5 ml 37°C warmes Ratten- bzw. Humanplasma gegeben. Die Probe wird geschüttelt und für eine erste Analyse ca. 10 μl entnommen (Zeitpunkt to). Im Zeitraum bis zu 2 Stunden nach Inkubationsbeginn werden 4-6 weitere Aliquote zur
Quantifizierung entnommen. Die Probe wird über die Prüfzeit bei 37°C gehalten. Charakterisierung und Quantifizierung erfolgen per HPLC.
HPLC-Methode:
Agilent 1100 mit DAD (G1314A), binärer Pumpe (G1312A), Autosampier (G1329A), Säulenofen (G1316A), Thermostat (G1330A); Säule: Kromasil 100 C18, 250 mm x 4 mm, 5 μm; Säulentemperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/Liter, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0- 8.0 min 53% A, 47% B; 8.0-18.0 min 53% A, 47% B; 18.0-20.0 min 90% A, 10% B; 20.0-21.0 min 90% A, 10% B; 21.0-22.5 min 98% A, 2% B; 22.5-25.0 min 98% A, 2% B; Flussrate: 2 ml/min; UV-Detektion: 294 nm.
In Tabelle 4 sind für repräsentative Ausführungsbeispiele die jeweiligen Zeiten angegeben, bei denen nach Inkubation mit Rattenplasma 50% der maximal möglichen Menge an Wirkstoff- Verbindung (Beispiel 8A bzw. 9A) entstanden sind (tso%A)- Zur Auswertung wurde jeweils das Verhältnis der Peakflächen zu den einzelnen Zeitpunkten gegenüber dem Startzeitpunkt herangezogen.
Tabelle 4
d) i.v.-Pharmakokinetik in Wistar-Ratten:
Am Tag vor der Substanzgabe wird den Versuchstieren (männliche Wistar-Ratten, Körpergewicht 200-250 g) unter Isofluran®-Narkose ein Katheter für die Blutgewinnung in die Vena jugularis im- plantiert.
Am Versuchstag wird eine definierte Dosis der Prüfsubstanz als Lösung mit einer Hamilton®- Glasspritze in die Schwanzvene appliziert (Bolusgabe, Applikationsdauer < 10 s). Innerhalb von 24 h nach Substanzgabe werden sequentiell Blutproben (8-12 Zeitpunkte) über den Katheter entnommen. Zur Plasmagewinnung werden die Proben in heparinisierten Röhrchen zentrifugiert. Pro Zeitpunkt wird ein definiertes Plasmavolumen zur Proteinfällung mit Acetonitril versetzt. Nach Zentrifugation werden Prüfsubstanz und gegebenenfalls bekannte Spaltprodukte der Prüfsubstanz im Überstand mit einer geeigneten LC/MS-MS-Methode quantitativ bestimmt.
Die Berechnung pharmakokinetischer Kenngrößen der Prüfsubstanz bzw. der daraus freigesetzten Wirkstoff-Verbindung (A) wie AUC, Cm3x, T1/2 (Halbwertszeit) und CL (Clearance) erfolgt aus den gemessenen Plasmakonzentrationen.
Nach i.v.-Applikation der Verbindung aus Beispiel 1 konnte die Substanz bereits zum ersten Messpunkt nicht mehr im Plasma detektiert werden. Lediglich der Wirkstoff (Beispiel 8A) war auch bis zum Zeitpunkt von 8 Stunden detektierbar.
e) Hamodvnamische Messungen an narkotisierten Ratten:
Wistar-Ratten (250-300 g Körpergewicht; Fa. Harlan- Winkelmann) werden mit 5% Isofluran® narkotisiert. Die Narkose wird mit 2% Isofluran® und Druckluft in einer Narkosemaske aufrecht erhalten. Die A. carotis wird frei präpariert, und ein Tip-Katheter (Miliar Micro-Tip-Transducer, 2 French; Fa. HSE) wird eingeführt und bis in den linken Ventrikel vorgeschoben. Anschließend wird ein zweiter Katheter in die V. jugularis eingeführt. Über diesen Katheter werden Placebo- Lösung und Testsubstanz-Lösungen in aufsteigender Konzentration in die Tiere infundiert. Gleichzeitig erfolgt die Messung der Herzfunktion (wie Herzfrequenz, linksventrikulärer Druck, Kontrak- tilität (dp/dt), linksventrikulärer enddiastolischer Druck) durch den linksventrikulären Katheter. Durch Zurückziehen des Katheters aus dem linken Ventrikel in die Aorta kann auch noch der systemische Blutdruck gemessen werden.
C. Ausführungsbeispiele für pharmazeutische Zusammensetzungen
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können beispielsweise folgendermaßen in pharmazeutische Zubereitungen überführt werden:
Tablette:
Zusammensetzung:
100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung, 50 mg Lactose (Monohydrat), 50 mg Maisstärke (nativ), 10 mg Polyvinylpyrrolidon (PVP 25) (Fa. BASF, Ludwigshafen, Deutschland) und 2 mg Magnesiumstearat.
Tablettengewicht 212 mg. Durchmesser 8 mm, Wölbungsradius 12 mm.
Herstellung:
Die Mischung aus erfϊndungsgemäßer Verbindung, Lactose und Stärke wird mit einer 5%-igen Lösung (m/m) des PVPs in Wasser granuliert. Das Granulat wird nach dem Trocknen mit dem Magnesiumstearat 5 Minuten gemischt. Diese Mischung wird mit einer üblichen Tablettenpresse verpresst (Format der Tablette siehe oben). Als Richtwert für die Verpressung wird eine Presskraft von 15 kN verwendet.
Oral applizierbare Suspension:
Zusammensetzung:
1000 mg der erfϊndungsgemäßen Verbindung, 1000 mg Ethanol (96%), 400 mg Rhodigel® (Xanthan gum der Firma FMC, Pennsylvania, USA) und 99 g Wasser.
Einer Einzeldosis von 100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung entsprechen 10 ml orale Suspension.
Herstellung:
Das Rhodigel wird in Ethanol suspendiert, die erfindungsgemäße Verbindung wird der Suspension zugefügt. Unter Rühren erfolgt die Zugabe des Wassers. Bis zum Abschluß der Quellung des Rhodigels wird ca. 6 h gerührt.
Oral applizierbare Lösung:
Zusammensetzung:
500 mg der erfindungsgemäßen Verbindung, 2.5 g Polysorbat und 97 g Polyethylenglycol 400. Einer Einzeldosis von 100 mg der erfϊndungsgemäßen Verbindung entsprechen 20 g orale Lösung.
Herstellung:
Die erfindungsgemäße Verbindung wird in der Mischung aus Polyethylenglycol und Polysorbat unter Rühren suspendiert. Der Rührvorgang wird bis zur vollständigen Auflösung der erfindungsgemäßen Verbindung fortgesetzt.
i.v.-Lösung:
Die erfindungsgemäße Verbindung wird in einer Konzentration unterhalb der Sättigungslöslichkeit in einem physiologisch verträglichen Lösungsmittel (z.B. isotonische Kochsalzlösung, Glucose- lösung 5% und/oder PEG 400-Lösung 30%, die jeweils auf einen pH- Wert von 3-5 eingestellt sind) gelöst. Die Lösung wird gegebenenfalls steril filtriert und/oder in sterile und pyrogenfreie Injektionsbehältnisse abgefüllt.