Beschreibung
LED-Lampe
Die Erfindung betrifft eine Leuchtdioden (LED) -Lampe und ein Verfahren zum Herstellen einer LED-Lampe.
Trotz bekannter Vorteile der LED im Vergleich zu anderen Lichtquellen bezüglich Lebensdauer, Zuverlässigkeit, Robust- heit und Effizienz können LED-basierte Lichtquellen die traditionellen Lichtquellen bisher noch nicht in allen Anwendungsbereichen ersetzen. Nicht zuletzt liegt dies am thermischen Verhalten der Leuchtdioden: beim Überschreiten der maximal zulässigen Temperatur, der sogenannten Junction-Tempe- ratur, die typischerweise im Bereich von 120 - 160 0C liegt, werden die LEDs zerstört. Auch die Lebensdauer der LEDs hängt stark von der Betriebstemperatur ab. Deswegen benötigt man zusätzliche Maßnahmen, um das thermische Verhalten der LED- Systeme in den Griff zu bekommen. Außerdem können LEDs in der Regel nicht ohne weiteres am Netz betrieben werden, sondern benötigen spezielle Treiber bzw. Stromregler, da LEDs an sich stromgesteuerte Element sind. Ferner weichen bekannte LED- Strahler stark von der der Form einer konventionellen Glühbirne ab, was für eine Kundenakzeptanz nachteilig ist. Be- kannt ist beispielsweise eine LED-Lampe mit E27-Sockel zum
Betrieb bei 230 V, bei der die LEDs zur ausreichenden Kühlung freiliegend ohne Abdeckung auf einem flachen Träger montiert sind.
Aufgrund dieser Probleme gibt es noch keinen vollwertigen Ersatz zu Glühbirnen durch LED-Retrofits .
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einem Ersatz konventionellen Lampen, und speziell konventioneller Glühbirnen, durch Lampen auf LED-Basis näherzukommen.
Die Aufgabe wird durch eine LED-Lampe nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch 47 gelost. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind insbesondere den Unteransprüchen einzeln oder in Kombination entnehmbar.
Die LED-Lampe weist mindestens einen mit mindestens einer LED bestückten Träger auf, sowie einen Lampensockel bzw. eine Fassung zum Stromanschluss, und weiter mindestens eine dem Lampensockel und der mindestens einen LED zwischengeschaltete Schaltungskomponente zum Betreiben der mindestens einen LED. Ferner weist die LED-Lampe einen Lampenkörper aus lichtdurchlässigem, d. h., transparentem oder transluzentem, Material zur Aufnahme zumindest des Teils des Trägers, der die LED tragt,- auf,- wobei der Lampenkörper zur Kühlung der LED-Lampe durch Wärmekonvektion eine Oberflächenstrukturierung aufweist .
Durch die Oberflächenstrukturierung wird die Oberfläche der LED-Lampe bzw. Lampenkörpers vergrößert (je nach Form und Art der Strukturierung um bis zu mehr als das 100-fache im Vergleich zu einer Standardglühbirne vergleichbarer Leuchtstärke) , so dass eine Kühlung durch Verstärkung des Wärmetransports zwischen der Lampenoberfläche und der Umgebung durch freie Konvektion begünstigt wird. Die LED-Lampe kann in einem weiten Leistungsbereich ohne Verwendung externer passiver
Kühlkörper oder aktiver Kühlmittel betrieben werden, was den Einsatz solcher Lampen mit ausreichender Beleuchtung mit bereits vorhandenen Sockeln (z. B. Edison-Sockeln nach DIN 40400 wie E26/E27, E14 oder Bajonett-Sockeln wie B22d, und so weiter) erst möglich macht. Die Oberflächenvergrößerung durch die Oberflächenstrukturierung kann beispielsweise durch sog. 3D-Scanning mit nachfolgender Digitalisierung der Oberfläche des Objekts bestimmt werden.
Die Art und Zahl der LEDs ist nicht beschränkt. So können ein oder mehrere einfarbige (einschließlich weißer) LEDs verwendet werden, oder verschiedenfarbige LEDs, z. B. mindestens
zwei LEDs unterschiedlicher Farben, vorzugsweise der RGB- Grundfarben, z. B. nach den Mustern RGB, RGGB, RRGB und so weiter. Auch können in Reihe geschaltete LEDs oder LED- Cluster verwendet werden, sog. LED-Ketten, oder parallel ge- schaltete LEDs.
Als Träger können eine gewöhnliche Platine, eine Metallkernplatine zur verbesserten Wärmeabfuhr oder andere geeignete Unterlagen verwendet werden. Die Metallkernplatine weist vor- zugsweise eine strukturierten Kupferschicht auf einem Dielektrikum, z.B. aus Polyimid oder Epoxydharz, und ein Substrat, z.B. aus Aluminium-, Kupfer- oder einem anderen Metall, auf. Dabei wird die auf der Platine erzeugte Wärme über die Querschnittsflache besonders effektiv abgegeben. Der Trä- ger ist vorzugsweise daraufhin optimiert, dass die beim Betrieb generierte Wärme gut im Inneren des Lampenkörpers verteilt wird.
Die Schaltungskomponente zum Betreiben der LED(s) umfasst vorzugsweise eine Treiberschaltung zur Schaltung antiparallel geschalteter LEDs, aufweisend einen einfachen Gleichrichter mit einer LED bzw. einer LED-Kette in einem jeweiligen Ast des Gleichrichters, und ferner einen Strombegrenzer (z. B. einen Widerstand und / oder einen Stromregler) , sowie ein Schaltnetzteil, vorzugsweise in Form eines Flyback- Converters .
Bevorzugt wird eine LED-Lampe, bei welcher sich der Umriss des Lampenkörpers in einen Umriss einer herkömmlichen Glüh- birne einpasst. Trotz der Oberflächenstrukturierung behält die LED-Lampe somit im Wesentlichen die vertrauten Konturen und Abmessungen bzw. Form der konventionellen Glühbirne (z. B. Edison-Bulb) bei, was für die Kundenakzeptanz eine wichtige Rolle spielen kann. Jedoch kann es bevorzugt sein, wenn der Lampenkörper sich auch in andere geometrische Formen außer der Edison-Bulb im Rahmen anderer genormter Umrisse bzw. Konturen (sog. Outlines) einpasst, z. B. vom Typ A19.
Bevorzugt wird eine LED-Lampe, bei der die Oberflächenstruku- rierung eine Vielzahl von Erhebungen bzw. Vertiefungen aufweist .
Vorzugsweise sind die Erhebungen jeweils in Form von Inseln ausgebildet .
Vorzugsweise weisen Inseln jeweils eine in Aufsicht runde o- der viereckige Grundform auf, wobei die viereckige Grundform zur vereinfachten Reinigung insbesondere mit abgerundeten E- cken ausgebildet ist.
Die Erhebungen können alternativ vorzugsweise jeweils eine längliche Grundform aufweisen.
Bevorzugt laufen die Erhebungen bzw. Vertiefungen entlang gekrümmter Trajektorien und beinhalten insbesondere S-förmige Abschnitte .
Alternativ können die Erhebungen jeweils eine ringförmige Grundform aufweisen. Dabei kann es bevorzugt sein, wenn die Erhebungen jeweils bezüglich einer Symmetrieachse, insbesondere Längsachse, z. B. optischen Achse, der LED-Lampe geneigt sind, insbesondere in einem Bereich von bis zu 45°, speziell um 45°.
Es kann auch bevorzugt sein, wenn die Erhebungen in Form von Lamellen vorliegen.
Dann kann es bevorzugt sein, wenn die Lamellen im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind. Alternativ kann es bevorzugt sein, wenn die Lamellen im Wesentlichen sternförmig ausgerichtet sind.
Es kann eine LED-Lampe bevorzugt sein, bei welcher der Trager flachig ausgebildet ist und eine Vielzahl von LEDs auf ihm verteilt montiert sind.
Es kann eine LED-Lampe bevorzugt sein, bei welcher die LEDs auf einer ebenen Oberflache des LED-Tragers montiert sind, wobei der LED-Trager sich von dem Lampensockel weg erstreckt.
Es kann alternativ eine LED-Lampe bevorzugt sein, bei welcher der Trager eine zylindrische Grundform aufweist
Es kann weiter alternativ eine LED-Lampe bevorzugt sein, bei welcher der Trager eine ebene, runde Grundform aufweist, von der sich ein gut wärmeleitender Kern entlang der Langsachse der LED-Lampe weg erstreckt.
Vorzugsweise weist der Kern Kohlenstoff, Aluminium und / oder Kupfer auf.
Vorzugsweise weist der Kern eine lichtreflektierende Oberflache, insbesondere mit Bariumsulfat, auf.
Bevorzugt weist die reflektierende Oberflache einen Leuchtstoff auf.
Es kann eine LED-Lampe bevorzugt sein, bei welcher der LED- Trager als Gerüst mit mehreren Verästelungen ausgebildet ist.
Es kann bevorzugt sein, wenn die Verästelungen zueinander pa- rallel angeordnet sind.
Es kann alternativ bevorzugt sein, wenn die Verästelungen in Aufsicht sternförmig zueinander angeordnet sind.
Der Lampenkorper weist als Material vorzugsweise Thermoplast, Polycarbonat , Teflon und / oder Epoxy-Harz auf, ist aber nicht darauf beschrankt.
Der Lampenkorper ist vorzugsweise als im sichtbaren Spektrum diffus streuendes optisches Medium ausgebildet. Dazu weist der Lampenkorper bevorzugt Streuzentren (z. B. Kugelchen und / oder Bläschen) auf. Die Streuzentren können sowohl im Lampenkorper als auch an dessen Oberflache vorgesehen sein.
Der Lampenkorper weist vorzugsweise einen Leuchtstoff auf. Der Leuchtstoff weist vorzugsweise durchsichtige organische Leuchtstoffe und / oder Selten-Erd-Komplexe mit organischem Phosphor, und so weiter, auf.
Bevorzugt wird ferner eine LED-Lampe, die einen Wärmeaustauscher zum Wärmeaustausch zwischen dem Trager und dem Lampen- korper aufweist. Der Wärmeaustauscher weist zur guten Warme- leitung bevorzugt Metall, eine Metallverbmdung, Graphit und / oder Nanorohrchen auf.
Der Wärmeaustauscher kann zumindest bis zur Oberflache des Lampenkorpers reichen, kann also auch aus dem Lampenkorper zumindest teilweise herausragen. Dabei sollten vorzugsweise genormte maximal zulassige Lampen-Outlmes eingehalten werden (z. B. A19) .
Bevorzugt wird eine LED-Lampe, welche ein fluidisches Kuhlme- dium zwischen dem Lampenkorper und dem Trager aufweist, insbesondere ein gut wärmeleitendes Kuhlmedium.
Das Fluid kann in unmittelbaren Kontakt mit der mindestens einen LED (gehaust oder ungehaust) stehen.
Als Kuhlmedium wird vorzugsweise Wasser, Ethanol, oder eine Ethanol-Wasser-Mischung verwendet, ist aber nicht darauf beschrankt. Alkohol ist ungiftig, niedrigviskos, transparent, hat eine verhältnismäßig hohe Wärmekapazität und einen niedrigen Gefrierpunkt. Glykol-, Ethylenglykol- und / oder Glyze- nn-Zusatze können ebenfalls vorteilhaft verwendet werden.
Vorzugsweise ist das Kuhlmedium diffus lichtstreuend und / oder milchig weiß und / oder teilweise transparent.
Vorzugsweise enthalt das Kuhlmedium einen Leuchtstoffzusatz, insbesondere eine Phosphor-Verbindung, und so weiter.
Vorzugsweise ist das Kuhlmedium niedrigviskos, um den Wärmeaustausch zwischen dem Lampenkorper und dem LED-Modul durch Konvektion zu begünstigen. Es weist vorzugsweise eine hohe
Wärmekapazität und / oder eine hohe Umwandlungswarme bei einem Übergang von einer Phase in eine andere Phase auf.
Das LED-Modul bzw. LED-Trager kann vorzugsweise derart ausge- bildet sein, dass je nach Orientierung der LED-Lampe die War- me-Quelle(n) eine für die Konvektion des Fluids gunstige Position einnehmen. Dies kann dadurch gewährleistet sein, dass der LED-Trager ausreichende Flexibilität besitzt, somit er bei einer Änderung der Orientierung der LED-Lampe der Schwer- kraft nachgibt und auf diese Weise die ggf. räumlich verteilte Wärmequelle (n) , typischerweise die LEDs und ggf. Schaltungskomponenten, nach unten versetzt.
Es kann auch bevorzugt sein, wenn die LED-Lampe zusätzlich oder alternativ als Oberflachenstrukturierung mindestens einen Luftdurchlass zwischen der Ausnehmung zur Aufnahme des LED-Moduls und der Außenseite des Lampenkorpers ermöglicht; der Lampenkorper also luftdurchlässig ist.
Vorzugsweise sind in der Ausnehmung Kuhlrippen angeordnet, die thermisch zumindest an die LEDs gut angekoppelt sind, vorzugsweise auch an Elektronikkomponenten. Die Ankopplung geschieht vorzugsweise unter Verwendung gut wärmeleitender Materialien und / oder durch Warmerohre ("Heat Pipes"), es sind aber auch andere Ankopplungsarten möglich. Die Kuhlrippen sind bevorzugt so angeordnet, dass sie oder jeweils eini-
ge von ihnen in jeder Brennlage der Lampe ausreichend wirksam sind.
Vorzugsweise weist die Oberflächenstrukturierung zumindest eine Öffnung durch den Lampenkörper auf.
Bevorzugt kann eine LED-Lampe sein, die ein Drahtnetz aufweist, dessen Zwischenräume zumindest teilweise offen sind.
Bevorzugt kann die mindestens eine Schaltungskomponente so eingerichtet ist, dass die LED-Lampe mittels Phasenanschnitt- und / oder Phasenabschnitt-Dimmern dimmbar ist.
Vorzugsweise kann die LED-Lampe über eine Steuerung verfügen, die Dimming und/oder eine Steuerung der Farbtemperatur ermöglicht. Beispielsweise kann dies durch spezielle Knöpfe bzw. Schalter an oder in der LED-Lampe geschehen, die z. B. durch Wippen des Lampenkörpers in Bezug auf den Sockel aktiviert werden können.
Alternativ oder zusätzlich kann die LED-Lampe über Schall, Ultraschall, Funkwellen und / oder Infrarotstrahlung ferngesteuert werden.
Vorzugsweise ist die mindestens eine Schaltungskomponente so eingerichtet, dass über sie eine Farbtemperatur steuerbar ist.
Bevorzugt wird ferner zur einfachen Herstellung und zum ein- fachen Zusammenbau eine LED-Lampe, bei welcher der Träger und der Lampensockel ein LED-Modul bilden.
Bevorzugt wird für eine kompakte Bauweise ferner eine LED- Lampe, bei welcher der Träger sowohl mit mindestens einer LED als auch mit mindestens einer Schaltungskomponente bestückt ist. Alternativ können die Schaltungskomponenten z. B. auch auf einem separaten Trägen montiert sein.
Bevorzugt wird insbesondere eine LED-Lampe bei welcher durch die Oberflachenstrukturierung die Oberflache des Lampenkor- pers um bis zu mehr als das 100-fache im Vergleich zu einem nicht oberflachenstrukturierten Lampenkorper entsprechenden Umrisses vergrößert wird, insbesondere bis zu 20-fach, speziell zwei- bis zehnfach.
Die Aufgabe wird auch gelost mittels eines Verfahrens zum Herstellen von LED-Leuchtmodulen bzw. LED-Lampen, insbesondere von LED-Lampen wie hierin beschrieben, das die folgenden Schritte aufweist: Bestucken eines Tragers mit mindestens einer LED; Eintauchen des Tragers mindestens teilweise in ein Bad mit einer Umhullmasse und Aushartenlassen der ümhullmas- se. Die Umhullmasse ist zumindest im ausgeharteten Zustand lichtdurchlässig.
Diesem geht vorzugsweise ein Bereitstellen eines Tragers / Tragersystems / Gerüsts aus (Teil-) Tragern, z. B. in Form ei- ner üblichen Leiterplatte, z. B. mit Metall, z. B. als Me- tallkernplatme, aber auch aus Kunststoff oder Keramik, voran.
Bevorzugt weist das Verfahren nach dem Schritt des Bestuckens des Tragers einen Schritt eines Formens des Tragers auf.
Bevorzugt weist das Verfahren nach dem Schritt des Bestuckens des Tragers einen Schritt eines Aufsetzens eines Sockels auf den Trager auf.
Vorzugsweise wird der Trager mit LEDs unterschiedlicher Farben bestuckt.
Vorzugsweise wird der Trager mit mindestens einer Schaltungs- komponente (Treiber- und / oder Steuerkomponente) zum Betreiben der mindestens einen LED bestuckt.
Bevorzugt weist die Umhullmasse ein Thermoplast und / oder ein Epoxymaterial auf.
Die Umhullmasse kann vorzugsweise diffus lichtstreuend, mil- chig weiß und / oder mit Streuzentren (z. B. Kugelchen / Bläschen) versehen sein und / oder Leuchtstoffe (z. B. grünen Phosphor und oder gelben Phosphor) aufweisen.
Bevorzugt wird ein thermisches, chemisches oder durch UV- Licht hervorgerufenes Ausharten der Umhullmasse. Der Sockel kann sowohl vor als auch nach dem Ausharten aufgesetzt werden.
Das Verfahren ergibt unter anderem die folgenden Vorteile:
Die optischen Eigenschaften des Lampenkorpers können leicht modifiziert werden, indem man der sich im flussigen Zustand befindlichen Umhullmasse entsprechende Zusätze beimischt. Die gewünschte Form der LED-Lampe mit vergrößerter Oberflache kann ferner durch die Anpassung der Viskosität der Benetzbarkeit der Umhullmasse bezuglich des mit den LED bestuckten Gerüsts erreicht werden. Wärmequellen können nah an der Oberflache des Lampenkorpers platziert werden, wodurch der Wärmeaustausch mit der Umgebung begünstigt wird.
In den folgenden Ausfuhrungsbeispielen wird die Erfindung schematisch genauer dargelegt. Gleiche oder gleichwirkende Bauelemente können über mehrere Figuren hinweg mit gleichen Bezugszeichen versehen sein.
FIG 1-2 zeigen in Seitenansicht jeweils eine andere Ausfuhrungsform einer erfmdungsgemaßen LED-Lampe;
FIG 3 zeigt in Schragansicht noch eine andere Ausfuh- rungsform einer erfmdungsgemaßen LED-Lampe;
FIG 4 zeigt in Seitenansicht noch eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen LED-Lampe;
FIG 5 zeigen in Schrägansicht noch eine andere Ausfüh- rungsform einer erfindungsgemäßen LED-Lampe;
FIG 6 zeigt in Aufsicht die LED-Lampe aus FIG 5;
FIG 7 zeigt in perspektivischer Ansicht noch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen LED-Lampe;
FIG 8 zeigt in Vorderansicht einen Querschnitt durch die LED-Lampe aus FIG 7;
FIG 9-11 zeigen jeweils unterschiedliche Ausführungsformen eines LED-Moduls;
FIG 12-13 zeigen als Schnittdarstellung in Vorderansicht jeweils noch eine weitere Ausführungsform einer er- findungsgemäßen LED-Lampe.
FIG 1 zeigt eine LED-Lampe 1 mit einem LED-Modul mit einem Träger (ohne Abb.) und einer mit dem Träger verbundenen Lampenfassung bzw. Lampensockel 2 in Form eines Edisonsockels, aufweisend einen Außenkontakt 3 und einen Fußkontakt 4.
Der Träger ist mit mindestens einer LED und mindestens einer dem Lampensockel und der mindestens einen LED zwischengeschalteten Schaltungskomponente zum Betreiben der LED bestückt (ohne Abb.) . Die LED-Lampe 1 weist ferner einen Lam- penkörper 5 mit einer Ausnehmung zur Aufnahme zumindest des Teils des Trägers, der die mindestens eine LED trägt, auf (ohne Abb.) . Der Lampenkörper 5 weist zur Kühlung der LED- Lampe 1 durch Wärmekonvektion eine Oberflächenstrukturierung auf. Die Oberflächenstrukturierung umfasst eine Vielzahl von in Aufsicht runden Erhebungen 6 bzw. Vertiefungen 7 auf. Diese sind weitgehend über die Oberfläche gleichverteilt.
Trotz der Strukturierung entspricht die Form des Leucht- bzw. Lampenkorpers 5 bzw. LED-Lampe im Wesentlichen der Form einer konventionellen Glühbirne. Zur Verdeutlichung ist der Umriss 8 eingezeichnet, der im Wesentlichen die Form einer konventi- onellen Glühbirne wiedergibt.
Auf diese Weise kann die Oberflache des Lampenkorpers 5 um ein Mehrfaches vergrößert werden. Außerdem ist der Leuchtkor- per 5 leicht zu reinigen. Durch die gezeigte Strukturierung 6 bzw. 7 kann die Oberflache je nach Anzahl und Hohe der Erhebungen 6 bzw. Vertiefungen 7 zwei- bis zehnmal ohne weiteres vergrößert werden. Bei einer stärkeren Strukturierung kann sogar eine mehr als zwanzigfache Oberflachenvergroßerung erreicht werden.
FIG 2 zeigt eine weitere LED-Lampe 9 mit dem Lampenkorper 10, der Erhebungen 11 in Form von in viereckigen abgeflachten Inseln und Vertiefungen 12 m Form von die Inseln voneinander trennenden Kanälen aufweist. Auch eine solche Oberflachen- strukturierung kann eine mehrfache Vergrößerung der Oberflache im Vergleich mit einer glatten Oberflache bewirken. Um die Handhabung und Reinigung solcher Lampenkorper 10 zu erleichtern, können die viereckigen Strukturen 11 an den Ecken abgerundet sein
FIG 3 zeigt eine weitere LED-Lampe 13 mit einem Lampenkorper 14, der längliche Erhebungen 15 und längliche Vertiefungen 16 an seiner Oberflache aufweist. Die länglichen Erhebungen 15 und Vertiefung 16 verlaufen entlang gekrümmter Trajektoπen, sodass sie S-formige Abschnitte aufweisen. Diese Anordnung ist besonders gut geeignet, um einen ausreichenden Wärmeaustausch mit der Umgebung unabhängig von der Orientierung der LED-Lampe 13 zu ermöglichen.
FIG 4 zeigt eine weitere LED-Lampe 17 mit einem Lampenkorper 18, der ringförmige Strukturen ausweist. Die ringförmigen Erhebungen 19 bzw. Vertiefungen 20 sind bezuglich der Langsach-
se der LED-Lampe 17 um ca. 45° geneigt. Dies hat den Vorteil, dass die Kühlung durch die Konvektion bei waagerechter oder senkrechter Anordnung der LED-Lampe 17 gleichermaßen gut funktioniert .
FIG 5 zeigt eine weitere LED-Lampe 21 mit einem Lampenkorper 22, bei dem für eine besonders gute Kühlung die Strukturierung der Oberflache eine lamellenartige Struktur ergibt. In diesem Ausfuhrungsbeispiel sind die Lamellen 23 zueinander parallel angeordnet.
FIG 6 zeigr die LED-Lampe 21 aus FIG 5 in Aufsicht. Zusätzlich zu den Merkmalen aus FIG 5 sind in dieser Darstellung die Durchgangslocher 24 im Lampenkorper 22 erkennbar.
FIG 7 und FIG 8 zeigen eine weitere LED-Lampe 25 mit einem Lampenkorper 26, bei dem die Strukturierung der Oberflache ebenfalls eine lamellenartige Struktur ergibt. FIG 8 zeigt schematisch einen Querschnitt durch den Lampenkorper ungefähr in der mittleren Hohe. In diesem Ausfuhrungsbeispiel sind die Lamellen 27 allerdings sternförmig angeordnet. Wie aus FIG 7 zu erkennen, entspricht der Umriss m Seitenansicht dem einer herkömmlichen Glühbirne.
Die Emkopplung des LED-Lichts in den Lampenkorper kann auf verschiedene Weise erfolgen. Dazu zeigen FIG 9 bis FIG 11 Beispiele von LED-Modulen, die in den obigen Lampenkorper eingesetzt werden können. Die LED-Module weisen einen mit Leuchtdioden bestuckten Trager auf. Als Trager kann eine ub- liehe Leiterplatte, eine Metallkernplatme, oder jede andere geeignete Unterlage benutzt werden. Eine Metallkernplatme weist bevorzugt eine strukturierte Kupferschicht auf einem Dielektrikum, z.B. aus Polyimid oder Epoxydharz, auf sowie ein Substrat, z.B. aus Aluminium-, Kupfer- oder einem anderen Metall, auf. Dabei wird die auf der Platine erzeugte Warme über die Querschnittsflache besonders effektiv abgegeben.
Im Einzelnen zeigt FIG 9 ein LED-Modul 28 mit einem flachen LED-Trager 29, der sich weg von der Gewindefassung bzw. Lampensockel 2 erstreckt. LEDs 30 sind beidseitig auf dem Trager 29 angebracht.
FIG 10 zeigt ein LED-Modul 31 mit einem zylindrischen Trager 32, an dessen Umfang LEDs 30 regelmäßig angebracht sind.
FIG 11 zeigt ein LED-Modul 33 mit einem flachen, runden (scheibenförmigen) Trager 34, auf dem LEDs 30 ringförmig montiert sind, und mit einem gut wärmeleitenden, zylinderförmigen Kern 35. Der Kern 35 erstreckt sich entlang der Langsachse der LED-Lampe. Der Kern 35 kann beispielsweise Kohlenstoff, Aluminium und / oder Kupfer aufweisen. Der Kern 35 ist mit einer lichtreflektierenden Oberflache (z. B. Schicht bzw. Folie [ohne Bezugszeichen] ) versehen, um die Lichtausbeute zu verbessern. Diese reflektierende Schicht kann Bariumsulfat , Leuchtstoffe oder andere geeignete Inhaltsstoff aufweisen. Der Kern 35 ist so dimensioniert, dass er m die dafür vorge- sehene Ausnehmung in einen Lampenkorper eingesetzt werden kann.
In einigen Ausfuhrungsformen können LED-Trager Verästelungen aufweisen. Dies kann vorteilhaft sowohl für die Warmevertei- lung als auch für die Verteilung des von den LEDs emittierten Lichtes innerhalb des Lampenkorpers sein.
FIG 12 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine solche LED-Lampe 36. Der Trager liegt in Form eines Gerüsts 37 vor, das im Wesentlichen die Konturen der LED-Lampe 36 aufweist, jedoch streng die genormten Outlines einhält. Das Gerüst weist einen senkrechten, mit LEDs 30 bestuckten Abschnitt auf, von dem hier seitlich Verästelungen 38 abgehen. Das Gerüst 37 ist mit LEDs 30 und ggf. mit der notigen Trei- ber- und Steuerelektronik (ohne Abb.) versehen. Das Gerüst 37 ist in dem Lampenkorper 39 der LED-Lampe 36 eingebettet. Der Lampenkorper 39 bildet im Bereich der Verästelungen 38 Lamel-
len, die sich in die Ebene senkrecht zur Blattrichtung erstrecken.
FIG 13 zeigt ein weiteres Ausfuhrungsbeispiel einer LED-Lampe 40 mit einem Lampenkorper 41 mit einem Trager in Form eines sternförmigen Gerüsts bzw. mit sternförmig abgehenden Verästelungen 42. Der Lampenkorper 40 bildet auch hier im Bereich der Verästelungen 42 Lamellen, die sich in die Ebene senkrecht zur Blattrichtung erstrecken.
Die LED-Lampen nach FIG 12 und FIG 13 können so hergestellt werden, dass zunächst der Trager mit mindestens den LEDs bestuckt wird, danach der Trager mindestens teilweise für eine bestimmte Zeit in ein Bad mit einer den Lampenkorper bildenen Umhullmasse eingetaucht wird und dann die Umhullmasse ausgehartet wird. Der Lampensockel wird dem Bestucken des Tragers aufgesetzt. Die Umhullmasse ist aus Thermoplast und / oder einem Epoxymateπal . Die Umhullmasse streut Licht diffus, indem gezielt Streuzentren eingebracht werden. Die Umhullmasse ist ferner milchig weiß. Das Ausharten geschieht thermisch, chemisch und / oder unter Einsatz von UV-Licht.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die gezeigten Ausfuhrungsformen beschrankt.
In einigen Ausfuhrungsformen der Erfindung kann das LED-Modul beispielsweise passgenau in eine entsprechende Ausnehmung im Lampenkorper eingesetzt werden.
Optional oder zusatzlich kann das LED-Modul mittels eines Gewindes mit dem Lampenkorper verbunden sein.
In einigen Ausfuhrungsformen der Erfindung können LEDs auf einem flexiblen Trager (z. B. einer sogenannten Flex-Platine) angeordnet sein.
Vorzugsweise weisen die Trager eine gut lichtreflektierende Oberflache auf. Die Oberflache des Tragers kann allgemein BaSO4, Leuchtstoffe, eine Metallisierung und vieles mehr aufweisen. Die LEDs können flachig angeordnet sein.
Bezugszeichenliste
1 LED-Lampe
2 Lampensockel 3 Außenkontakt
4 Fußkontakt
5 Lampenkorper
6 Erhebung
7 Vertiefung 8 Umriss
9 LED-Lampe
10 Lampenkorper
11 Erhebung
12 Vertiefung 13 LED-Lampe
14 Lampenkorper
15 Erhebung
16 Vertiefung
17 LED-Lampe 18 Lampenkorper
19 Erhebung
20 Vertiefung
21 LED-Lampe
22 Lampenkorper 23 Lamelle
24 Durchgangsloch
25 LED-Lampe
26 Lampenkorper
27 Lamelle 28 LED-Modul
29 Trager
30 LED
31 LED-Modul
32 Trager 33 LED-Modul
34 Trager
35 Kern
LED-Lampe Gerüst Verästelung Lampenkorper LED-Lampe Lampenkorper Verästelung