Beschreibung
Mobiltelefon oder mobiles Handteil eines Schnurlostelefons
Die Erfindung betrifft ein Mobiltelefon oder ein mobiles Handteil eines Schnurlostelefons gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 5.
Bei den heute im Handel erhältlichen Mobiltelefonen oder mo¬ bilen Handteilen eines Schnurlostelefons sind die Bildschirm¬ größen für eine optische Anzeige und Tastaturflächen für eine textliche und/oder numerische Eingabe relativ klein und un¬ praktisch in ihrer Benutzung. Es treten häufig Probleme bei- spielsweise beim Lesen oder Eingeben größerer Textmitteilun¬ gen oder Senden und Empfangen von E-Mails auf.
Als Beispiele derartiger Geräte seien die Mobiltelefone: Sie¬ mens SL55 und Nokia 9500, 6810 bzw. 6820 genannt, deren me- chanische Abmessungen auch als eine heute übliche Standard¬ größe angesehen wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Mobiltelefon oder ein mobiles Handteil eines Schnurlostelefons mit den heute standardüblichen Abmessungen, also mit den Abmessungen einer vorgegebenen Größe, wie sie beispielsweise durch die oben angegebenen Geräte von Siemens und Nokia vorgegeben sind, anzugeben, bei dem umfangreichere Texte besser lesbar und durch eine entsprechend verbesserte Tastatur leichter eingebbar sind, als es derzeit der Fall ist.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Mobiltelefon oder ei¬ nem mobilen Handteil eines Schnurlostelefons der eingangs ge¬ nannten Art erfindungsgemäß durch ein solches Mobiltelefon oder ein solches mobiles Handteil eines Schnurlostelefons ge¬ löst, das die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 oder 5 aufweist.
Danach ist das Mobiltelefon oder das mobile Handteil eines Schnurlostelefons entweder in einer ersten oder in einer zweiten Variante ausgebildet.
Gemäß der ersten Variante ist das Mobiltelefon oder das mobi¬ le Handteil eines Schnurlostelefons in der Weise ausgebildet, dass zwei aufeinander liegend angeordnete Gehäuseteile vorge¬ sehen sind, von denen das oben liegende Gehäuseteil eine aus Draufsicht sichtbare Bildschirmanzeigefläche und das darunter liegende Gehäuseteil auf seiner zum oben liegenden Gehäuse¬ teil gerichteten Oberflächenseite eine Tastatur hat. Die bei¬ den aufeinander liegend angeordneten Gehäuseteile sind dabei gegeneinander in eine Richtung verschieb- und spätestens nach einem vollständigen Verschieben gegeneinander rechtwinklig verdrehbar gelagert.
Gemäß der zweiten Variante ist das Mobiltelefon oder das mo¬ bile Handteil eines Schnurlostelefons in der Weise ausgebil- det, dass zwei Herauszieh-Gehäuseteile mit jeweiligen auf den herausgezogenen Oberflächen der Herauszieh-Gehäuseteile ange¬ ordneten Tastaturabschnitten einer sich aus beiden Tastatur¬ abschnitten ergebenden Gesamttastatur vorgesehen sind, die unterhalb eines oberhalb dieser Herauszieh-Gehäuseteile ange- ordneten Gehäuseteils mit einer aus Draufsicht sichtbaren
Bildschirmanzeigefläche angeordnet und gegenüber dem oberhalb angeordneten Gehäuseteil je in eine erste und zweite einander entgegengesetzt gerichtete seitliche Richtung unterhalb des oberhalb angeordneten Gehäuseteils hervorziehbar und spätes- tens im vollständig hervorgezogenen Zustand zueinander ge¬ richtet rechtwinklig verdrehbar bis zum nebeneinander ange¬ ordnet Sein der beiden Tastaturabschnitte der Herauszieh- Gehäuseteile zur gemeinsamen Bildung der Gesamttastatur gela¬ gert sind.
Mit derartigen Mobiltelefonen oder mobilen Handteilen von Schnurlostelefonen werden bei unveränderten mechanischen äu-
ßeren Abmessungen maximal große Bildschirmanzeigeflächen und Tastaturen möglich, die eine bessere Lesbarkeit und leichtere Eingabemöglichkeit zum Beispiel bei der Eingabe von Emails oder umfangreicheren Textmitteilungen bieten.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Danach werden die für die Bildschirmanzeige und die Tastatur zur Verfügung stehenden Flächen in vollem Umfang der zur Ver¬ fügung stehenden Flächen für die Bildschirmanzeige bzw. Tas¬ tatur genutzt.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Figuren 1 bis 3 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfin¬ dung, wobei
Figur 1 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Mo- biltelefon oder mobile Handteil eines
Schnurlostelefons im zusammengeschobenen Zu¬ stand zeigt,
Figur 2 eine Draufsicht auf das Gerät gemäß Figur 1 im gegeneinander verschobenen Zustand der Gehäuseteile zeigt, aus denen das Gerät be¬ steht, und
Figur 3 eine Draufsicht auf das Gerät gemäß Figur 1 im gegeneinander verschobenen und verdrehten Zustand der Gehäuseteile zeigt, aus denen das Gerät besteht,
Figuren 4 bis 8 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfin¬ dung, wobei
Figur 4 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Mo¬ biltelefon oder mobile Handteil eines Schnurlostelefons in einem AnfangsStadium des Hervorziehens von Hervorzieh-
Gehäuseteilen zeigt, die Teile des zugrunde liegenden Geräts sind,
Figur 5 eine Draufsicht auf das Gerät gemäß Figur 4 im Endstadium des Hervorziehens der besagten Hervorzieh-Gehäuseteile zeigt,
Figur 6 eine Draufsicht auf das Gerät gemäß Figur 4 in einem Endstadium des Hervorziehens und Verdrehens aufeinander zu gerichtet der be¬ sagten Hervorzieh-Gehäuseteile zeigt, Figur 7 eine Vorderansicht der Gerätesituation gemäß
Figur 5 zeigt, und
Figur 8 eine Vorderansicht der Gerätesituation gemäß
Figur 6 zeigt.
Das in den Figuren 1 bis 3 aufgezeigte Mobiltelefon oder mo¬ bile Handteil eines Schnurlostelefons 1 umfasst gemäß einer ersten Variante zwei Gehäuseteile 2, 3, während das in den Figuren 4 bis 8 aufgezeigte Mobiltelefon oder mobile Handteil eines Schnurlostelefons 1 gemäß einer zweiten Variante drei Gehäuseteile 4, 5, 6 umfasst.
Bei den Gehäuseteilen 2, 4 handelt es sich um ein oberhalb angeordnetes Gehäuseteil, das aus einer Draufsicht auf ein damit gebildetes Mobiltelefon oder mobiles Handteil eines Schnurlostelefons 1 sichtbar ist. Dabei weisen diese Gehäuse¬ teile 2, 4 wiederum auf ihren Oberflächenseiten, worunter je¬ weils diejenige Seite zu verstehen ist, die aus der schon an¬ gesprochenen Draufsicht sichtbar ist, eine Bildschirmanzeige¬ fläche 7 auf. Diese Bildschirmanzeigefläche 7 ist gemäß der gezeigten Ausführungsbeispiele jeweils über den gesamten O- berflächenbereich der genannten Oberflächenseiten ausgedehnt ausgeführt.
Bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 bis 3 handelt es sich bei dem zweiten Gehäuseteil 3 um ein unterhalb des ober¬ halb angeordneten Gehäuseteils 2 angeordnetes Gehäuseteil, welches einen Tastaturabschnitt 8 aufweist.
Wie in den Figuren 2 und 3 näher dargestellt, verbindet ein Zieh- und Drehmechanismus 9 die beiden Gehäuseteile 2, 3 zu dem besagten Mobiltelefon oder mobilen Handteil eines Schnur- lostelefons 1, wobei die beiden Gehäuseteile 2, 3 durch den Zieh- und Drehmechanismus 9 letztendlich aufeinander liegend verschieb- und verdrehbar gelagert sind.
Mit Hilfe des Zieh- und Drehmechanismuses 9 ist es möglich, das oben liegende Gehäuseteil 2 und das unten liegende Gehäu¬ seteil 3 gegeneinander zu verschieben, das heißt auseinander zu ziehen, und zu verdrehen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt das Verschieben in Richtung einer Längsachse 10 des zu Grunde liegenden Mo¬ biltelefons oder mobilen Handteils eines Schnurlostelefons 1. Das Verdrehen erfolgt um eine Hochachse 11 desselben Geräts. Das Verdrehen erfolgt dabei in einer solchen Weise, dass letztlich die beiden Gehäuseteile 2, 3 rechtwinklig zueinan- der zu liegen kommen, und zwar in einer T-Formation.
Der Tastaturabschnitt 8 ist in der Weise realisiert und ist auf einer solchen Oberflächenseite des unterhalb des oberhalb angeordneten Gehäuseteils 2 angeordneten Gehäuseteils 3 aus- gebildet, dass zumindest ein erster Teil der diesem Tastatur¬ abschnitt zugeordneten Tastatur 12 beim Auseinanderschieben der beiden Gehäuseteile 2, 3 bei der Draufsicht auf das zu Grunde liegende Mobiltelefon oder mobile Handteil eines Schnurlostelefons 1 sichtbar wird.
Wie aus der Figur 3 zu erkennen ist, wird bei den in den Fi¬ guren 1 bis 3 gewählten Abmessungen und Ausbildungen der Ge¬ häuseteile 2, 3 beim Verdrehen der Gehäuseteile 2, 3, hier bereits um 90 Grad geschehen, ein weiterer, an sich auch für die Tastatur 12 verwendbarer Abschnitt oberhalb des schon vorab sichtbar gewordenen Tastaturabschnitts 8 sichtbar. Vor¬ teilhafter Weise sind die Abmessungen und das Maß für die
Weite des möglichen Auseinanderschiebens der Gehäuseteile 2, 3 in der Weise gewählt, dass durch das Verdrehen der Gehäuse¬ teile 2, 3 gegeneinander um 90 Grad der beim Auseinander¬ schieben der beiden Gehäuseteil 2, 3 sichtbar werdende Tasta- turabschnitt nicht wieder verdeckt wird.
Die Ausführungsform gemäß den Figuren 1 bis 3 bietet vor al¬ lem eine große Bildschirmanzeigefläche, weil diese frei von einem Tastaturabschnitt ist, weswegen hier insbesondere eine verbesserte Lesbarkeit von Textmitteilungen erzielt ist.
Bei der Ausführungsform gemäß der Figuren 4 bis 8 handelt es sich bei dem zweiten und dritten Gehäuseteil 13, 14 um ein jeweilig unterhalb des oberhalb angeordneten Gehäuseteils 4 angeordnetes Gehäuseteil, welches jeweils einen Tastaturab¬ schnitt 15, 16 aufweist. Die beiden unterhalb angeordneten Gehäuseteile 13, 14 befinden sich dabei zueinander in einer gleichen Ebene.
Zwischen den Gehäuseteilen 4 und 13 sowie 4 und 14 befindet sich jeweils ein Zieh- und Drehmechanismus 17, 18, der in seiner jeweiligen Funktionalität jeweils der Funktionalität des Zieh- und Drehmechanismuses 9 entspricht, der im Zusam¬ menhang mit der ersten Variante eines Mobiltelefons oder mo- bilen Handteils eines Schnurlostelefons 1 gemäß der Figuren 1 bis 3 erläutert ist.
Durch die Zieh- und Drehmechanismen 17, 18 lassen sich die Gehäuseteile 13, 14 seitlich unterhalb des oberhalb angeord- neten Gehäuseteils 4 in jeweils entgegengesetzter Richtung herausziehen. Dabei kommen aus Draufsicht des zu Grunde lie¬ genden Mobiltelefons oder mobilen Handteils eines Schnurlos¬ telefons 1 jeweils Oberflächenseiten zum Vorschein, auf denen einer der oben erwähnten jeweiligen Tastaturabschnitte 15, 16 angeordnet ist. Außerdem lassen sich durch die Zieh- und
Drehmechanismen 17, 18 die Gehäuseteile 13, 14 spätestens im vollständig herausgezogenen Zustand zueinander um 90 Grad
verdrehen, so dass letztlich die beiden Gehäuseteile 13, 14 und wiederum damit die beiden darauf angeordneten Tastaturab¬ schnitte 15, 16 nebeneinander zu liegen kommen. Die beiden Tastaturabschnitte 15, 16 bilden dann eine gemeinsame, zum Beispiel in den Tasten vergrößerte Gesamttastatur 19, die ne¬ ben einer verbesserten Lesbarkeit der Bildschirmanzeige wegen eines großen bereitstellbaren Bildschirmanzeigebereichs auf dem oberhalb der herauszieh- und verdrehbaren Gehäuseteile 13, 14 angeordneten Gehäuseteil 4 auch eine erleichterte Ein- gäbe zum Beispiel von Textmitteilungen ermöglicht. In jedem Fall ergibt sich eine vergrößerte Tastaturfläche, die es er¬ möglicht, wenigstens nahezu eine homogene Tastatur mit ver¬ besserten Eigenschaften zu realisieren.
Bezüglich des beim Herausziehen bzw. Herausziehen und Verdre¬ hen der unteren Gehäuseteile 13, 14 sich jeweils ergebenden sichtbaren Oberflächenbereichs, auf dem ein jeweiliger Tasta¬ turabschnitt 15, 16 angeordnet ist, und der Nutzung dieser sich ergebenden sichtbaren Oberflächenbereiche wenigstens na- hezu im gesamten Umfang für die Realisierung der Tastaturab¬ schnitte 15, 16 darauf gilt prinzipiell das Gleiche, was im Zusammenhang mit der ersten Variante gesagt ist.
Zumindest bezüglich der zweiten Variante ist vorausgesetzt, dass ein Umschalten der Bildschirmanzeige auf der Bildschirm¬ anzeigefläche 7 von einer horizontalen zu einer vertikalen Darstellung bzw. umgekehrt möglich ist, damit die durch He¬ rausziehen und Verdrehen der Gehäuseteile 13, 14 sich erge¬ bende Gesamttastatur 19 und die Bildschirmanzeige auf der Bildschirmanzeigefläche 7 in gleicher Richtung benutzbar sind.