Beschreibung
Lösbare Schlauchkupplung
Die Erfindung betrifft eine lösbare Schlauchkupplung aus Kunststoff mit einem Kupp¬ lungsstecker und einer zweiteilig aufgebaute Kupplungsmuffe, wobei die Kupplungsmuffe einen ersten Abschnitt zum Anschluss eines Schlauches und einen zweiten, mit dem ersten Abschnitt fest verbundenen Abschnitt zum Aufstecken auf den Kupplungsstecker umfasst.
Die DE 89 04 555 Ul zeigt eine Kupplung, deren Kupplungsmuffe einteilig aufgebaut ist. Die Kupplungsmuffe ist mittels einer Spange aus federndem Draht auf einem Anschluss¬ stutzen arretierbar. Die Dichtwirkung zwischen der Kupplungsmuffe und dem Anschluss- stutzen wird durch eine O-Ring-Dichtung erzielt, die durch eine Sicherungsscheibe in der Kupplungsmuffe festgehalten wird. Ein Schlauch ist auf dem geraden oder abgewinkelten Schlauchstutzen befestigbar.
Derartige Schlauchkupplungen sind in Form von Kühlwasser- oder Ladeluftkupplungen beispielsweise im Automobilbau vielfach im Einsatz. Sie weisen meist geometrisch ver¬ einheitlichte Anschlussstutzen oder Kupplungsstecker auf, die beispielsweise an einem Wasserkühler, einem Motorblock oder einem Ladeluftkühler eines Kraftfahrzeugs oder einem Schlauch angebracht sein können. Auf diese Anschlussteile sind die ebenfalls geo¬ metrisch standardisierten Kupplungsmuffen aufsteck- und arretierbar. An den Kupplungs- muffen ist jeweils ein Schlauch befestigt, wobei der Schlauchanschluss für den Schlauch in unterschiedlichen Winkelstellungen zur Muffenachse angeordnet sein kann.
Zur sicheren und dauerhaften Abdichtung zwischen Anschlussstutzen oder Kupplungsste¬ cker und Kupplungsmuffe ist es häufig erforderlich, eine Verdrehung zwischen Anschluss-
stutzen oder Kupplungsstecker und Kupplungsmuffe zu verhindern. Dazu dient im allge¬ meinen eine Verdrehsicherung, die meist an den Anschlussstutzen oder Kupplungssteckern angebracht ist und in eine entsprechende Ausnehmung in der Kupplungsmuffe eingreift. Die Verdrehsicherung ist jedoch aufgrund der meist in Kraftfahrzeugen vorherrschenden Enge der Einbauräume nicht beliebig platzierbar. Daher ist es erforderlich, Kupplungsmuf¬ fen mit einer gegenüber der Lage der Verdrehsicherung für jeden Anwendungsfall ange- passten axialen und radialen Winkellage des abgewinkelten Schlauchanschlusses einzuset¬ zen. Um Werkzeug- und Herstellkosten zu minimieren, lassen sich derartige Kupplungs¬ muffen aus zwei Teilen zusammenfügen. Die beiden Teile der Kupplungsmuffe sind unter Festlegung einer beliebigen radialen Winkelstellung von Abwinkelungsrichtung des
Schlauchanschlusses zur Verdrehsicherung meist formschlüssig fest miteinander verbun¬ den.
Die Arretierung der Kupplungsmuffe auf dem Anschlussstutzen oder Kupplungsstecker erfolgt üblicherweise mit einer U-förmigen Haltefeder, deren Schenkel in Ausnehmungen im Aufsteckabschnitt der Kupplungsmuffe angeordnet sind. Beim Aufstecken der Kupp¬ lungsmuffe auf den Anschlussstutzen oder Kupplungsstecker werden die Schenkel der Hal¬ tefeder beispielsweise durch eine Anschrägung des Anschlussteils auseinandergedrückt und schnappen im vollständig aufgesteckten Zustand in entsprechende Nuten des An- schlussstutzens oder Kupplungssteckers ein.
Derartige Schlauchkupplungen aus Kunststoff werden üblicherweise im Spritzgussverfah¬ ren hergestellt. An die Halbfertigteile werden anschließend in einem gesonderten Arbeits¬ gang noch die Haltefedern montiert.
Schlauchkupplungen der geschilderten Art haben die Nachteile, dass eine Haltefeder in einem separaten Arbeitsgang montiert werden muss. Außerdem ist die Demontage einer derartigen Kupplung nachteilig damit verbunden, dass die Haltefeder meist mit einem Werkzeug aus der Kupplungsmuffe herausgezogen werden muss, wodurch eine einhändige Demontage ohne Werkzeug erschwert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schlauchkupplung der eingangs be¬ schriebenen Art zu schaffen, die eine leichte Montage ermöglicht und eine zuverlässige Verdrehsicherung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst,
- dass die Kupplungsmuffe an ihrem zweiten Abschnitt mindestens zwei sich axial über das Ende des zweiten Abschnittes hinaus erstreckende Verbindungshaken aufweist, die auf dem Umfang einer an diesem Ende angeordneten Öffnung des zweiten Abschnittes verteilt sind, - dass an dem Ende der Verbindungshaken radial nach außen ragende Haltenasen angeord¬ net sind,
- dass in Umfangsrichtung die Summe der Bogenlängen aller Verbindungshaken kleiner ist als die Hälfte des gesamten Außenumfanges der Öffnung der Kupplungsmuffe,
- dass der Kupplungsstecker mindestens zwei von seinem der Kupplungsmuffe zugewand- ten Ende beabstandete, auf seiner Außenfläche angeordnete radial nach außen weisende
Verriegelungsstege aufweist,
- dass die Verriegelungsstege an ihrem nach außen weisenden Ende axial auf das der Kupplungsmuffe zugewandte Ende des Kupplungssteckers zurückragende, hakenförmig nach innen weisende Haltebögen aufweisen, - dass durch die Verriegelungsstege und die hakenförmig nach innen weisenden Haltebö¬ gen radial nach außen mindestens teilweise geschlossene, radial nach innen geöffnete Nu¬ ten in Umfangsrichtung der Verriegelungsstege gebildet werden,
- dass die Nuten an einem Ende in Umfangsrichtung geschlossen sind,
- dass die Summe der Bogenlängen der Verriegelungsstege kleiner ist als die Hälfte des Gesamtumfanges der Außenoberfläche des Kupplungssteckers,
- dass bei auf den Kupplungsstecker aufgesteckter Kupplungsmuffe die Haltenasen der Verbindungshaken des zweiten Abschnittes der Kupplungsmuffe mit den Nuten der Ver¬ riegelungsstege des Kupplungssteckers in axialer Richtung korrespondieren und die Hal¬ tenasen durch Verdrehung um die gemeinsame Achse von Kupplungsstecker und Kupp- lungsmuffe in die Nuten der Verriegelungsstege einschiebbar sind, bis sie an die in Um¬ fangsrichtung geschlossenen Enden anschlagen.
Vorteilhafterweise ermöglicht eine derartige Vorrichtung nach Art eines Bajonettver¬ schlusses eine sichere Verbindung zwischen Kupplungsmuffe und Kupplungsstecker ohne eine Haltefeder. In Verbindung mit dem zweiteiligen Aufbau der Kupplungsmuffe ergibt sich der Vorteil, dass die Verbindungshaken der Kupplungsmuffe einfach herstellbar sind, da sie am vereinheitlichten Aufsteckabschnitt angeordnet sind und der Aufsteckabschnitt für alle Kupplungsmuffen eines Nenndurchmessers gleich sein kann. Daher ist für die Kupplungsmuffen pro Nenndurchmesser nur jeweils ein Spritzgusswerkzeug notwendig.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist im Bereich der Nuten an den Verriegelungsstegen des Kupplungssteckers jeweils ein in axialer Richtung vorspringender Ansatz angebracht, durch die die in die Nuten eingreifenden Haltenasen der Verbindungshaken der Kupp¬ lungsmuffe axial an die Haltebögen angepresst werden.
Diese Vorsprünge bewirken eine erhöhte Reibungskraft zwischen den Haltenasen und den Haltebögen der Verriegelungsstege, so dass ein versehentliches Zurückdrehen der Kupp¬ lungsmuffe gegen den Kupplungsstecker vorteilhafterweise vermieden wird.
Eine derartige Schlauchkupplung vereint die Vorteile der eingangs beschriebenen bekann¬ ten zweiteiligen Ausführung einer Kupplungsmuffe mit einer leicht handhabbaren Monta- ge ohne zusätzliche Bauteile. Die erfindungsgemäße Schlauchkupplung ist ohne Werkzeug demontierbar, auf eine zusätzliche Haltefeder kann verzichtet werden.
Anhand der Zeichnung wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schlauchkupplung in montiertem Zustand, Fig. 2 eine erfindungsgemäße Kupplungsmuffe als Längsschnitt und Fig. 3 einen erfindungsgemäßen Kupplungsstecker als Längsschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Schlauchkupplung 1 weist eine Kupplungsmuffe 2 und einen Kupplungsstecker 2 auf. Der Kupplungsstecker 3 trägt auf seiner Außenfläche 4 zwei Ver¬ riegelungsstege 5 mit jeweils einem Haltebogen 6, von denen hier nur einer sichtbar ist. Die Haltebögen 6 sind von den Verriegelungsstegen 5 axial beabstandet und über einen
teilweise offenen Boden 7 mit den Verriegelungsstegen verbunden. Zwischen den Verrie- gelungsstegen 5 und den Haltebögen 6 sind Nuten 8 angeordnet, von denen ebenfalls nur eine sichtbar ist. In die Nuten 8 greifen Haltenasen 9 ein, die am Ende von hier nicht ge¬ zeigten Verbindungshaken der Kupplungsmuffe 2 radial nach außen ragen. Ansätze 10 an den Verriegelungsstegen 5 pressen die Haltenasen 9 gegen die Haltebögen 6. Auch von diesen Bauteilen ist jeweils nur eines sichtbar.
Die Verbindung der Kupplungsmuffe 2 mit dem Kupplungsstecker 3 wird dadurch er¬ reicht, dass die Kupplungsmuffe 2 in der Weise auf den Kupplungsstecker gesteckt wird, dass die Nuten 8 axial in einer Umfangsebene mit den Haltenasen 9 zu liegen kommen und die Haltenasen 9 durch Verdrehung von Kupplungsmuffe 2 und Kupplungsstecker 3 um ihre gemeinsame Achse in die Nuten 8 eingeführt werden.
Fig. 2 zeigt die Kupplungsmuffe 2 in einem Längsschnitt. Sie weist einen Schlauchan- Schluss- Abschnitt 11 und einen Auf steck- Abschnitt 12 auf, wobei diese beiden Abschnitte thermisch und formschlüssig fest miteinander verbunden sind. Eine Dichtung 13 wird von einem Sperrring 14 in Position gehalten. Der Aufsteckabschnitt 12 ist für die Verbindung der Kupplungsmuffe 2 mit dem Kupplungsstecker 3 vorgesehen.
An dem dem Kupplungs Stecker 3 zugeordneten Ende 15 der Kupplungsmuffe 2 sind zwei Verbindungshaken 16 angeordnet, an denen jeweils eine axial vom Ende 15 der Kupp¬ lungsmuffe um die Breite der Haltebögen 6 beabstandete Haltenase 9 radial nach außen weist.
Die Fig. 3 zeigt den Kupplungsstecker 3 in einem Längsschnitt. Die Verriegelungsstege 5 sind gegenüberliegend auf der Außenfläche 4 radial nach außen weisend angeordnet und bilden mit den zwei Haltebögen 6 die Nuten 8. Zwischen der inneren Begrenzung 17 der Haltebögen 6 und der Außenfläche 4 des Kupplungssteckers 3 ist ein Spalt 18 angeordnet, durch den die hier nicht gezeigten Verbindungshaken 16 in die Nuten 8 hineinragen. Die Nuten 8 nehmen die hier ebenfalls nicht gezeigten Haltenasen 9 der Verbindungshaken 16 der Kupplungsmuffe 2 auf.
Bezugszeichenliste
1 Schlauchkupplung
2 Kupplungsmuffe
3 Kupplungsstecker
4 Außenfläche des Kupplungssteckers
5 Verriegelungsstege
6 Haltebögen
7 Boden der Verriegelungsstege
8 Nuten
9 Haltenasen
10 Ansätze an den Verriegelungsstegen
11 Schlauchanschluss - Abschnitt der Kupplungsmuffe 2
12 Aufsteckabschnitt der Kupplungsmuffe 2
13 Dichtung
14 Sperrring
15 Ende der Kupplungsmuffe
16 Verbindungshaken
17 innere Begrenzung der Haltebögen 6
18 Spalt