Stützfachwerk zur Lagerung Filterpaketes eines Partikelfilters
Technisches Gebiet
Partikelfilter, die zum Ausfiltern von Partikeln aus strömenden Medien eingesetzt werden, können sowohl nach dem Wandflussprinzip (Wall Flow Filter) aufgebaut sein oder gemäß des Mattenprinzips aufgebaut werden. Im Gegensatz zu Wabenfiltern, die in der Regel extrudiert oder mit einem vergleichbaren Verfahren hergestellt werden, können nach dem Mattenprinzip aufgebaute Partikelfilter Mattenteile aus unterschiedlichen Materialien enthal¬ ten. Die Basismaterialien der eingesetzten Matten reichen von keramischen bis metallischen Substanzen, wobei im Falle von Keramiken, diese im noch nicht gesinterten, meist vorge- trockneten Zustand oder im Falle von metallischen Substanzen im fertigen Zustand verarbei¬ tet werden. Die aus metallischen Substanzen hergestellten Matten liegen im fertigen Zustand gesintert oder als Gewebe oder als eine Kombination davon vor.
Stand der Technik
Aus DE 36 37 516 Cl sind Filterelemente für Staubfilter bekannt. Die Filterelemente sind in einem Trenriboden zwischen der Staubgas- und der Reingasseite befestigt und von einem mit Staubgaseintrag, Reingasaustrag und Staübaustrag versehenen Gehäuse umgeben. Sie werden von den zu reinigenden Gasen von außen nach innen durchströmt. Von dem an der Außenfläche der Filterschicht anhaftenden Staub sind sie mittels einer mit Druckgas zu betä¬ tigenden Abreinigungsvorrichtung durch Rückblasen in periodischer Reihenfolge abreinig- bar. Bei Übernahme der guten Eigenschaften der Filterelemente in Schlauchform kann zugleich ein Vielfaches an Füterfläche auf gleichem Einbauraum untergebracht werden. Da- zu ist die zu filternde Außenfläche des Filterelements aus keilförmig verlaufenden, um die Mittelachse des Filterelements aneinander gereihten Zellen gestaltet, die an ihrem oberen Ende einem Schlauch ähnlich sind und an ihrem unteren Ende sternförmig auf einer Mittelli¬ nie zusammenlaufen. Diese ist in Richtung der einzelnen Zellenhalbierenden angeordnet.
Aus EP 0 764 455 A2 ist ein Filter zur Partikelfilterung im Abgas sowie eine Vorrichtung zum Behandeln von Abgasen mit diesem Partikelfilter bekannt. Der Filter kann z.B. an ei¬ nem Dieselmotor eingesetzt werden und weist zusätzlich zu einer hohen Durchsatzkapazität eine gute Haltbarkeit auf, ist darüber hinaus wirtschaftlich und weist hervorragende War¬ tungseigenschaften auf. Der Filter wird dadurch gefertigt, dass ein Endabschnitt eines auf¬ gewickelten Materials geschnitten wird. Bei dem in Spulenform vorliegenden Material han¬ delt es sich um einen hochtemperaturfesten Edelstahl, der eine gute Wärmebeständigkeit aufweist. Die durch Abtrennen von dem in Spulenform vorliegenden Material erhaltenen Fasern werden zu einem Band geformt, dieses Band wird in einem nachfolgenden Verarbei¬ tungsschritt gesintert, und anschließend wird das gesinterte Band wärmebehandelt. Bei der Wärmebehandlung wird ein Aluminiumfüm auf die gesinterten Fasern aufgebracht.
EP 1 256 369 A2 bezieht sich auf einen Filter zur Abgasnachbehandlung sowie ein Filte- rungsverfahren. Es wird ein Abgasnachbehandlungsfilter vorgeschlagen, der im Abgassys¬ tem einer Verbrennungskraftmaschine aufgenommen ist. Der Filter umfasst eine sich in axia¬ ler Richtung erstreckende zylindrische Filterrolle, welche ein Filtermedium enthält, welches eine Anzahl von sich in axialer Richtung erstreckender Kanäle definiert. Es ist eine erste Durchflusssektion vorgesehen mit Durchflusskanälen, sowie eine zweite Filterungssektion mit abwechselnd verschlossenen Kanälen, welche dem Abgas eine Strömung durch das Fil¬ termedium aufzwingen. Eine Kernsektion dient der Filter-Regeneration und erzeugt eine exotherme Reaktion. Ein katalytischer Konverter-Filter enthält eine erste katalytische Sekti¬ on, die mit einem Katalyten behandelt ist sowie eine zweite Filtersektion mit abwechselnd verschlossenen Kanälen.
EP 1 270 886 Al bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reduzierung der Stickoxide in einem Abgassystem eines Dieselmotors. Gemäß dieses Verfahrens werden Ruß und andere Bestandteile an einem auf elektrischem Wege regenerierbaren Filter zu¬ rückgehalten und NOx an einem NOx-Adsorber adsorbiert. Das adsorbierte NOx wird später zu N2 reduziert, wozu thermische Energie, CO und Kohlenwasserstoff eingesetzt werden, die beim Regenerieren des Filters zur Verfügung gestellt werden.
Filterkonfigurationen, welche Faltungen bzw. Wellungen enthalten, sind aus EP 0 765 455 bekannt. Dort werden Mehrfachwellen eines Filtermaterialbandes beschrieben, ferner zeigt EP 1 270 886 das Mehrfachwellen eines Filtermaterials, wobei dieses in eine Kreisform ge¬ bracht wird. Wabenstrukturen können gemäß EP 1 256 369 als wellpappenartige Strukturen mit Verschluss der Wellen um eine imaginäre Achse ausgebildet werden. Nachteilig bei Fil¬ terelementen mit Wabenstrukturen sind vor allem die langen Kanäle. In Wabenstrukturen
ausgebildete Filter haben naturgemäß jeden zweiten Kanal verstopft, so dass der Eintritts¬ querschnitt auf mehr als 50 % des theoretisch denkbaren Eintrittsquerschnitts herabgesetzt wird, was einen nicht unerheblichen Druckverlust zur Folge hat. Ferner besteht bei dieser Bauweise das Risiko, dass sich die Einlassöfmungen der Kanäle einer Wabenstruktur mit Ruß zusetzen und bei langen Kanälen besteht zudem die Gefahr, dass sich diese von der Hinterseite her mit Asche füllen, was einen Flächenverlust hinsichtlich der effektiv nutzbaren Filterfläche nach sich zieht. Bei Wabenstrukturen kann eine radial unterschiedliche Russbe¬ ladung auftreten, die unterschiedliche Russabbrandzeiten zur Folge hat, wobei dieser Russ- äbbrand innen schnell und außen verzögert erfolgt, was wiederum Thermospannungen in- nerhalb des Füterbauteils nach sich zieht.
Bei Partikelfiltern werden in der Regel Filtereinsätze in rohrförmige Hohlräume eingebracht und mittels einer Stützscheibe abgestützt. Diese Stützscheibe wird als Blechrhombe ausge¬ schnitten. Anschließend werden aus dem Rohbauteil Blechrhombe entsprechende Ausbrüche ausgestanzt. Danach wird die Stützscheibe gebördelt beziehungsweise tiefgezogen. Dem Stanzverfehren wohnt prinzipbedingt ein hoher Abfallanteil inne, wodurch nicht unerhebli¬ che hohe Kosten aufgrund des nicht weiter verwendbaren, jedoch theoretisch nutzbaren Materials auftreten. Ferner treten hinsichtlich des verwendeten Rohmaterials für die Stütz¬ scheibe bei Einsatz höherwertiger Stahlsorten erhebliche Kosten auf.
Darstellung der Erfindung
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Stützfachwerk zum Abstützen eines Filterpakets in einem Filtergehäuse dient zu dessen Lagerung und ermöglicht sowohl einen Ausgleich der thermisch bedingten radialen und axial verlaufenden Ausdehnungen des Filterpakets. Die vorgeschlagen Stützkonstruktion zeichnet sich durch extreme Kostengünstigkeit aus und ist sehr filigran ausgebildet, was zur Gewichtsredüktion beiträgt. Durch die vorgeschlagene Stützkonstruktion, die ein an einer Festlagerstelle eingespanntes Filterpaket an ihrer Losla- ger-Stelle aufnimmt, werden günstige Schwingungseigenschaften des Gesamtsystems aus Filterpaket und Gehäuse erreicht, wobei die Steifigkeit nicht unerheblich verbessert wird. Aufgrund des filigranen Aufbaus der Stützkonstruktion wird bei geringst möglichem Mate¬ rialeinsatz eine sehr gute mechanische Festigkeit erhalten. Ferner wird durch die Schwei߬ barkeit ein Handling der vorgeschlagenen Stützkonstruktion in ihren verschiedenen Ausfüh- rungsvarianten in der Großserie erheblich verbessert.
Aufgrund des Auf baus der vorgeschlagenen Stützkonstruktion zum Abstützen eines Filter¬ paketes in einem GeMuse lässt sich dieses für Partikelfilter, so zum Beispiel Dieselpartikel¬ filter in beliebigen Querschnitten sehr leicht adaptieren.
Im Allgemeinen erfolgt die Filtrierung der Russpartikel im Wesentlichen durch ein Filterpa¬ ket, welches aus einzelnen nebeneinanderliegend angeordneten Taschen aufgebaut ist. Die¬ ses Füterpaket unterliegt prinzipbedingt einer hohen thermischen Belastung. Für die Losla¬ gerseite eines an einer Festlagerseite angeordneten Filterpaketes wird ein Stützfachwerk in Form eines Drahtfachwerkes in den verschiedensten Ausführungsvarianten eingesetzt.
In einer Ausführungsvariante können mehrere Stützelemente sternförmig um einen Innen¬ ring stoffschlüssig miteinander zusammengefügt werden. Ein sternförmig konfiguriertes erstes Fachwerkteil kann mit einem zweiten äußeren Ringfachwerk zusammenwirken und das Filterpaket an seiner Loslagerseite mit dem Innenrohr verbinden.
In einer weiteren Ausfuhrungsvariante kann eine sternförmig ausgebildete Fachwerkkon¬ struktion mit einem Innenring und einem Bördelrand des Innenrohres verbunden werden, wodurch die Aufhängung des Filterpaketes in die Mitte verlegt ist.
Ferner ist es in einer dritten Ausführungsvariante möglich, eine Abstützung über einen Durchmesser-kleineren Innenring, welcher von einem Stützring mittleren Durchmessers umgeben ist, zu realisieren.
In einer vierten Ausfuhrungsvariante kann das Innenrohr verkürzt ausgeführt werden und die Taschen des Filterpaketes können mit einem massiven Ring stoffschlüssig gefügt wer¬ den. Der massiv ausgebildete Ring und das Innenrohr sind in dieser vierten Ausfuhrungsva¬ riante über die Fachwerkkonstruktion miteinander verbunden. Das Schwingungsverhalten wird dadurch verbessert, dass ein massiv ausgebildeter Innenring in der mittleren Durch- gangsöfmung platziert wird.
In einer weiteren, fünften Ausfuhrungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lage¬ rung eines Filterpaketes an der Loslagerstelle kann die Abstützung der Filtertaschen gegen das Innenrohr mittels einer Sicke und einer Bördelung vorgenommen werden. Sowohl die Sicke als auch die Bördelung sind in axialer Richtung mit Ausbrüchen versehen, welche die einzelnen Filtertaschen des Filterpaketes aufnehmen. Diese werden mit der Bördelung ver¬ schweißt.
Zeichnung
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 eine Ausführungsvariante, bei welcher das Loslager des Filterpaketes über ein erstes sternförmiges Fachwerk und ein zweites, äußeres Ringfachwerk gebildet wird,
Figur 2 eine Ausfuhrungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung mit einem einzelnen Fachwerk mit mittiger Aufhängung des Filterpaketes,
Figur 3 eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lö¬ sung mit einem an einem Stützring stoffschlüssig verbundenen sternförmigen Fachwerk,
Figur 4 eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung mit einem verkürzten Innenrohr und einem mäanderförmig ausgebildeten, stoff¬ schlüssig mit einem Außenring verbundenen Fachwerk und
Figur 5 eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen L ö- sung mit einem Innenrohr, welches mit einer Sicke und einer Bördelkante verse¬ hen ist, wobei die Filtertaschen des Filterpaketes in Ausbrüchen an Sicke und Bördelkante gelagert werden.
Ausführungsvarianten
Der Darstellung gemäß Figur 1 ist ein Filterpaket 1 zu entnehmen, dessen Filtertaschen 2 an einem nicht näher dargestellten Festlager 3 eines Hohlkörpers 6 und an einem mit Bezugs¬ zeichen 4 gekennzeichneten Loslager des Hohlkörpers 6 gelagert sind. Der Hohlkörper 6 ist mit einer kreisrunden Strömungsöfmung 7 versehen und an einem Flansch 8 an einem weite¬ ren rohrförmigen Hohlkörper gelagert.
Am Loslager 4 des Filterpaketes 1 ist dieses mittels eines Drahtfachwerkes 5 abgestützt.
In der in Figur 1 dargestellten Ausführtmgsvariante umfasst das Drahtfachwerk ein stern¬ förmiges Fachwerk 13 sowie ein dieses umschließendes Ringfachwerk 14. Die einzelnen
Filtertaschen 2 des Filterpaketes 1 sind mit einem Innenring 10 und einem Außenring 11 stoffschlüssig verbunden. Die stoffschlüssige Verbindung kann beispielsweise durch Schweißen hergestellt werden. Eine erste Fügestelle zwischen dem sternförmigen Fachwerk 13 und dem Innenring 10 ist durch Bezugszeichen 15 bezeichnet, eine weitere, zweite Fü- gestehe zwischen dem sternförmigen Fachwerk 13 und dem Außenring 11 ist durch Be¬ zugszeichen 16 kenntlich gemacht. Bezugszeichen 12 markiert ein Innenrohr, welches mit einem Bördelrand 17 versehen ist. Das Rmgfachwerk 14 verbindet das Filterpaket 1 mit dem Innenrohr 12. Dazu kann das Ringfachwerk 14, welches das sternförmige Fachwerk 13 umschließt, an einer inneren Fügestelle 18 mit dem Außenring 11 stoffschlüssig verbunden, so zum Beispiel verschweißt, sein und an einer äußeren Fügestelle 19 mit dem Bördelrand 17 des Innenrohrs 12 verschweißt werden.
Durch die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante sind das Innenrohr 12 und der Au¬ ßenring 11 über das Ringfachwerk 14 stoffschlüssig miteinander verbunden, während der Außenring 11 und der Innenring 10 über das sternförmig ausgebildete Fachwerk 13 stoff¬ schlüssig miteinander verbunden sind. Aufgrund der sternförmigen Ausbildung des Fach¬ werks 13 ergeben sich mehrere konzentrisch angeordnete Abstützstellen, mit welchen die Filtertaschen 2 des Filterpaketes 1 im rohrförmig ausgebildeten Hohlkörper 6 an dessen Innenrohr 12 aufgenommen werden können. Die dargestellten Ausführungsvarianten des sternförmigen Fachwerks 13 sowie des dieses umschließenden Ringfachwerks 14 bieten eine enorm Gewicht sparende Konstruktion, die günstige Eigenschaften hinsichtlich des Schwin¬ gungsverhaltens des Gesamtsystems Filterpaket l/Hohlkörper 6 aufweist sowie durch einen minimalen Materialeinsatz gekennzeichnet ist, was jedoch nicht auf Kosten der erreichbaren Steifigkeit der Loslagerstelle 4 geht.
Figur 2 ist eine weitere Ausführungsvariante einer Lagerung der Loslagerstelle eines in ei¬ nem Hohlkörper aufgenommenen Filterpaketes mit mehreren radial angeordneten Filterta¬ schen zu entnehmen.
Aus der Darstellung gemäß Figur 2 geht hervor, dass an der Loslagerstelle 4 des Filterpake¬ tes 1, welches mehrere Filtertaschen 2 umfasst, ein sternförmiges Fachwerk 20 aufgenom¬ men ist. Das sternförmig ausgebildete Fachwerk 20 ist an einer Fügestelle 21 mit dem In¬ nenring 10 stoffschlüssig verbunden, so zum Beispiel verschweißt, und an einer weiteren Fügestelle 22 mit dem Bördehand 17 des Innenrohres 12 stoffschlüssig verbunden, so zum Beispiel ebenfalls verschweißt. Das sternförmig konfigurierte Fachwerk 20 ist in der Strö- mungsöffhung 7 des Hohlkörpers 6 aufgenommen und bietet der in das Filterpaket 1 ein¬ strömenden partikelbeladenen Gasströmung einen sehr geringen Strömungswiderstand. In der in Figur 2 dargestellten Ausführungsvariante kann auf das in Figur 1 dargestellte Ring-
fachwerk 14 verzichtet werden; durch die in Figur 2 dargestellte Austuhrungsvariante wird erreicht, dass die Aufhängung des Filterpaketes 2 in Bezug auf den rohrförmig ausgebilde¬ ten Hohlkörper 6 in dessen Mitte verlegt ist und als mittige Aufhängung bezeichnet werden kann.
Der Bördelrand 17 des Innenrohres 12 umschließt die Fügestellen 22 des sternförmig aus¬ gebildeten Fachwerkes 20, was ein leichtes, auch automatisiert durchführbares stoffschlüs¬ siges Verbinden der sechs Abstützstellen des sternförmig ausgebildeten Fachwerkes 20 mit dem Bördelrand 17 des Innenrohres 12 erleichtert. Die in die Mitte des Filterpaketes 1 ver- legte Aufhängung ist durch Bezugszeichen 23 in Figur 2 kenntlich gemacht.
Der Darstellung gemäß Figur 3 ist eine weitere Ausführungsvariante eines Drahtfachwerkes zu entnehmen, mit welchem ein Filterpaket an seiner Loslagerseite mit einem rohrförmig ausgebildeten Hohlkörper stoffschlüssig, Radial- und Axialdehnungen kompensierend, auf- genommen sein kann.
Aus der Darstellung gemäß Figur 3 geht hervor, dass auch gemäß dieser Ausfuhrungsvari¬ ante das Innenrohr 12 des Hohlkörpers 6 mit einem Bördelrand 17 versehen ist. Der in ei¬ nem kleineren Durchmesser ausgebildete Innenring 30 gemäß dieser Ausführungsvariante ist von einem im Durchmesser etwas größeren Stützring 31 umgeben. Der Stützring 31 ist mit einer jeden der Filtertaschen 2 des Füterpaketes 1 stoff schlüssig verbunden, so zum Beispiel verschweißt. Als stoffschlüssiges Fügeverfahren kommt zum Beispiel auch das Hartlöten in Frage.
Daneben ist es selbstverständlich auch möglich, den Stützring 31 über Fügeverfahren wie zum Beispiel mittels Schrauben oder durch Vernieten zu verbinden.
Das Polygonfachwerk 33 ist an sechs Fügestellen 34 mit dem Stützring 31 stoffschlüssig verbunden und an weiteren sechs Fügestellen 35 mit dem Bördelrand 17 des Innenrohres 12 stoffschlüssig verbunden, so zum Beispiel verschweißt oder hartgelötet. Wenngleich das in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellte sternförmige Fachwerk 13, 20 beziehungsweise 33 sechs Abstützstellen zwischen dem Bördelrand 17 und dem Filterpaket 1 bietet, so ist es selbst¬ verständlich auch möglich, die sternförmigen Fachwerke 13 beziehungsweise 20 sowie das Polygon-Fachwerk 33 auch in anderer Teilung in Umfangsrichtung auszubilden, so dass sich an Stelle der in Figur 1, 2 und 3 dargestellten jeweils sechs Abstützstellen zwischen dem Filterpaket 1 und dem Bördelrand 17 lediglich fünf oder nur vier Abstützstellen einstellen. Entsprechend ändert sich bei einer Abwandlung der in den Figuren 1 und 2 dargestellten,
stern- oder polygonförmig ausgebildeten Fachwerke 13, 20 beziehungsweise 33 deren Tei¬ lung in Umfangsrichtung 60°, etwa 70° oder 90° beträgt.
Figur 4 zeigt eine weitere Ausfuhrungsvariante einer Fachwerkkonstruktion zur Abstützung eines Filterpaketes auf dessen Loslagerseite an einem Innenrohr.
Das in Figur 4 dargestellte Innenrohr 12 stellt ein gekürzt ausgebildetes Innenrohr 40 dar. Die Filtertaschen 2 des Filterpaketes 2 sind im Bereich der Strömungsöffhung 7 des rohr- fδrmig ausgebildeten Hohlkörpers 6 mit einem massiven Ring 41 verschweißt. Der Ring 41 und das gekürzt ausgeführte Innenrohr 40 sind über ein Mäanderfachwerk 42 miteinander verbunden. Bezugszeichen 43 bezeichnet die Fügestelle des gekürzt ausgeführten Innenroh¬ res 40 mit dem Mäanderfachwerk 42, während durch Bezugszeichen 44 die Fügestelle des Mäanderfachwerks 42 mit dem Außenring 41 bezeichnet ist. Aus schwingungstechnischen Gründen befindet sich in der Strömungsöffnung 7 des rohrförmig ausgebildeten Hohlkör- pers 6 ein massiv ausgebildeter Innenring 45. Die erwähnten Fügestellen 43 beziehungswei¬ se 44 zwischen dem Mäanderfachwerk 42 und dem gekürzten Innenrohr 40 beziehungswei¬ se zwischen dem Mäanderfachwerk 42 und dem massiven Ring 41 werden bevorzugt stoff¬ schlüssig gestaltet, so zum Beispiel durch Schweißen hergestellt.
Aus der Darstellung gemäß Figur 5 geht eine weitere Ausführungsvariante einer Lagerung eines Filterpaketes in einem rohrförmig ausgebildeten Hohlkörper an dessen Loslagerende in Bezug das Filterpaket näher hervor.
Gemäß dieser Ausfuhrungsvariante ist das Innenrohr 12 mit einer umlaufenden Sicke 50 versehen und weist eine Bördelung 51 auf, die ebenfalls in Umfangsrichtung im Bereich der Strömungsöffhung 7 im Innenrohr 12 ausgebildet ist.
Die Sicke 50 am Innenrohr 12 und die Bördelung 51 sind jeweils mit Axialausbrüchen 52 versehen, die sich in radiale Richtung erstrecken.
Die Axialausbrüche 52 verlaufen in Strömungsrichtung des gasförmigen Mediums durch die Strömungsöffhung 7 parallel zum strömenden Medium. Die die Aufnahme 53 für die Filter¬ taschen 2 des Filterpaketes 1 bildenden Axialausbrüche 52 verlaufen durch die Sicke 50, die im Rohmaterial des Hohlkörpers 6 ausgebildet sind. Die umlaufende Bördelung 51 im Be- reich der Stirnseite der Sicke 50 am Hohlkörper 6 ist hingegen zur Verbesserung der Stei¬ figkeit ohne Axialausbrüche 52 ausgebildet. Die im Hohlkörper 6 ausgebildete umlaufende Sicke 50, die in der umlaufenden Bördelung 51 ausläuft, umschließt die der Strömungsöff¬ nung 7 zuweisenden äußeren Enden der Filtertaschen 2 des Filterpaketes 1. Die einzelnen
Filtertaschen 2 des Filterpaketes 1 werden mit der umlaufenden Bördelung 51 stoffschlüssig verbunden, so zum Beispiel verschweißt. Die jeweiligen Fügestellen zwischen den Filterta¬ schen 2 und der umlaufend ausgebildeten Bördelung 51 sind durch Bezugszeichen 54 ge¬ kennzeichnet. Am stirnseitigen Ende des Filterpaketes 1 weist dieses einen massiv ausgebil- deten Innenring 30 auf, der aus schwingungstechnischen Gründen in der mittleren Durch- gangsöffhung des die einzelnen Filtertaschen 2 enthaltenden Filterpakete 1 eingelassen ist. Der Einsatz bei einem variablen Querschnitt ist möglich, d.h. der Hohlkörper 6 könnte zum Beispiel auch oval ausgeformt werden, so dass sich bei gleichen Längen der Filtertaschen 2 demgemäß auch eine ovale Innenrohrgeometrie einstellt. Vorstehend wird unter variablem Querschnitt auch ein Querschnitt des rohrförmig ausgebildeten Hohlkörpers 6 mit unter¬ schiedlichen Durchmessern verstanden, aus denen sich demzufolge eine entsprechende In¬ nenrohrgeometrie ergibt.
Die in den Figuren 1 bis 5 im einzelnen dargestellten Fachwerkstrukturen 13, 14, 20, 33 beziehungsweise 42 lassen sich allesamt sehr kostengünstig aus einem temperaturfesten drahtförmigen Material fertigen. Aufgrund ihrer geringen Bauraumbeanspruchung stellen die Fachwerkstrukturen 13, 14, 20, 33 beziehungsweise 42 in Bezug auf den partikelbelade- nen Gasstrom keinen nennenswerten Strömungswiderstand dar. Je nach Einsatzzweck und Durchmesser des am loslagerseitigen Ende 4 abzustützenden Filterpaketes 1 mit den einzel- nen Filtertaschen 2 können die Fachwerkstrukturen 13, 14, 20, 33 und 42 in Bezug auf die sternförmig ausgebildeten Fachwerkstrukturen vier, fünf oder sechs Abstützstellen aufwei¬ sen, an denen die jeweiligen Fachwerkstrukturen mit dem Bördelrand 17 beziehungsweise der radial umlaufenden Bördelung 51 in Bezug auf die Darstellung in Figur 5, stoffschlüssig miteinander verbunden und Abstützstellen bildend ausgebildet werden können. Je nach An- zahl der Stützstellen, was abhängig vom Durchmesser des abzustützenden Filterpaketes 1 sein kann, können vier, fünf oder sechs Abstützstellen ausgebildet werden. Je mehr Abstütz¬ stellen vorhanden sind, desto günstiger ist dies hinsichtlich des Schwingungsverhaltens des vom rohrförmig ausgebildeten Hohlkörper 6 umschlossenen, die einzelnen Filtertaschen 2 aufweisenden Filterpaketes 1.
Durch die Ausbildung der Fachwerkstrukturen 13, 14, 20, 33 und 42 aus einem drahtförmi¬ gen Material kann eine extrem kostengünstige Fertigung realisiert werden, die sich insbe¬ sondere durch geringste Abfallmengen auszeichnet. Ferner lässt sich durch die erfindungs¬ gemäß vorgeschlagene Lösung der Abstützung eines Filterpaketes 1 in einem rohrförmigen Körper 6 eine enorme Gewichtsreduzierung erreichen. In fertigungstechnisch einfachster Weise können die dargestellten Fachwerkstakturen 13, 14, 20, 33 beziehungsweise 42 an unterschiedlichste Durchmesser, je nach Baugröße eines Partikelfilters und des mit diesem einzulassenden Filterpaketes 1 angepasst werden.
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Bezugszeichenliste
1 Filterpaket 45 Innenring
2 Filtertaschen
3 Festlager 50 Umlauf Sicke Innenrohr
4 loslagerseitiges Ende 51 Umlauf Bördelung Innenrohr
5 Drahtfachwerk 52 Axialausbrüche
6 Hohlkörper 53 Aufnahme für Filtertaschen 2
7 Strömungsöfrhung 54 Fügestelle Filtertaschen 2 mit Börde¬
8 Flansch lung 51
55 Durchgangsöfrhung
10 Innenring
11 Außenring
12 Innenrohr
13 sternförmiges Fachwerk
14 Ringfachwerk
15 erste Fügestelle
16 zweite Fügestelle
17 Bördelrand Innenrohr 12
18 innere Fügestelle
19 äußere Fügestelle
20 sternförmiges Fachwerk
21 Fügestelle Innenring
22 Fügestelle Außenring
23 mittige Aufhängung
30 Innenring
31 Stützring
32 Fügestelle Filtertaschen
33 Polygonfachwerk
34 Fügestelle Stützring
35 Fügestelle Bördelrand
40 gekürztes Innenrohr
41 massiver (Außen)ring
42 Mäanderfachwerk
43 Fügestelle Innenrohr
44 Fügestelle massiver Ring