Baugruppe für ein Heizgerät sowie Verfahren zur Herstellung derselben
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her- Stellung einer zumindest eine Brennstoffdüse und ein Brenn¬ kammerteil umfassenden Baugruppe für ein mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff betriebenes Heizgerät, insbesondere für ein Kraftfahrzeugheizgerät. Weiterhin betrifft die Er¬ findung eine Baugruppe für ein mit flüssigem oder gasförmi¬ gem Brennstoff betriebenes Heizgerät, insbesondere für ein Kraftfahrzeugheizgerät, wobei die Baugruppe zumindest eine Brennstoffdüse und ein Brennkammerteil umfasst. Derzeit werden beispielsweise die Brennkammern von mit gasförmigem und flüssigem Brennstoff betriebenen Heizgeräten aus Hoch¬ leistungsstählen hergestellt, die einerseits vom Material- preis her sehr teuer und andererseits von der Verarbeitung sehr aufwendig sind. Keramische Bauteile, wie zum Beispiel eine Zündeinrichtung in Form eines Glühstifts, oder einer Brennstoffdüse, müssen über sehr aufwendige Verbindungs- techniken mit den Stahlbauteilen gekoppelt werden. Derarti¬ ge Verbindungstechniken sind komplex, fehlerträchtig und teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemä¬ ßen Verfahren und Baugruppen derart weiterzubilden, dass auf die komplizierten Verbindungstechniken verzichtet wer-
den kann und gleichzeitig der Einsatz bei höheren Tempera¬ turen möglich wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen An- sprüche gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Er¬ findung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Das erfindungsgemäße Verfahren baut auf den gattungsgemäßen Stand der Technik dadurch auf, dass die Brennstoffdüse und das Brennkammerteil einstückig aus einem keramischen O- xid/Oxid-Faserverbundwerkstoff hergestellt werden. Wenn die Brennstoffdüse und das Brennkammerteil beziehungsweise die gesamte Brennkammer einstückig, vorzugsweise in einem Her¬ stellungsschritt, hergestellt werden, kann auf die nach¬ trägliche, komplizierte Verbindung dieser Bauteile verzich¬ tet werden. Weiterhin ermöglicht der Einsatz eines kerami¬ schen Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoffes, dass die Baugruppe Temperaturen von bis zu 1500 0C ausgesetzt wird. Dies ist bei den bekannten Brennkammern aus Stahl nicht möglich, da derartige Brennkammern nur Temperaturen bis zu ungefähr 1200 0C schadlos überstehen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorzugsweise vorge¬ sehen, dass der keramische Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff durch Anwenden eines Sinterprozesses auf ein hochfestes Fa¬ sergewebe und eine Matrix aus porösem Mullit hergestellt wird. Anstelle von Mullit können gegebenenfalls auch andere keramische Nanopartikel verwendet werden. Ein derartiger keramischer Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff ist beispiels¬ weise in der Dissertation "Kolloidale Herstellung und Ent-
wicklung eines neuen Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoffes" von R. Simon (Montana Universität Loben, 2004) beschrieben. Demgemäß kann das hochfeste Fasergewebe beispielsweise vom Typ Nextel 720 oder Nextel 610 sein. Zum Aufbau der Matrix wird eine kolloidale Suspension verwendet, die eine Mi¬ schung aus Nano- und Submikron-Pulvern enthält und beim Sintern eine feinporöse Struktur bildet. Das im Rahmen der genannten Dissertation entwickelte Herstellungsverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass es den Einsatz von einfa- chen und kostengünstigen, an sich bekannten Laminiertechni- ken ermöglicht, wie sie zur Herstellung von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen bekannt sind. Die kolloidale Herstellung führt zu homogenen, defektarmen Gefügen von ho¬ her chemischer Reinheit. Durch den Wegfall der sonst übli- chen Faserbeschichtung und Nachinfiltrationsschritte wird eine kostengünstige Herstellung des genannten Oxid/Oxid- Faserverbundwerkstoffs möglich.
Darüber hinaus wird für das erfindungsgemäße Verfahren be- vorzugt, dass es den Einsatz einer Laminiertechnik umfasst. Derartige Laminiertechniken sind beispielsweise aus dem Be¬ reich der Herstellung von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen bekannt.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Baugruppe weiterhin ei¬ ne Zündeinrichtung umfasst, und dass die Zündeinrichtung während der Herstellung der Baugruppe über einen Fügepro- zess in noch zähen Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff einge- schoben wird. Diese Lösung stellt eine besonders einfache Verbindung der Zündeinrichtung, beispielsweise in Form ei¬ nes Glühstifts, und der Brennkammer dar, so dass auch dies-
bezüglich auf aufwendige Verbindungstechniken verzichtet werden kann.
Im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird weiterhin bevorzugt, dass die Brennstoffdüse eine Venturi- düse ist. Der Einsatz einer derartigen Venturidüse ermög¬ licht eine besonders gute Vermischung des der Düse über ei¬ ne Brennstoffnadel zugeführten Brennstoffes mit der Düse ebenfalls zugeführter Brennluft.
Die erfindungsgemäße Baugruppe baut auf den gattungsgemäßen Stand der Technik dadurch auf, dass die Brennstoffdüse und das Brennkammerteil einstückig aus einem keramischen O- xid/Oxid-Faserverbundwerkstoff hergestellt sind. Dadurch ergeben sich die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläuterten Eigenschaften und Vorteile in glei¬ cher oder ähnlicher Weise, weshalb zur Vermeidung von Wie¬ derholungen auf die entsprechenden Ausführungen im Zusam¬ menhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwiesen wird.
Gleiches gilt sinngemäß für die folgenden bevorzugten Aus¬ führungsformen der erfindungsgemäßen Baugruppe, wobei auch diesbezüglich auf die entsprechenden Erläuterungen im Zu- sammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwiesen wird.
Auch für die erfindungsgemäße Baugruppe wird bevorzugt, dass der keramische Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff durch Anwenden eines Sinterprozesses auf ein hochfestes Faserge¬ webe und eine Matrix aus porösem Mullit hergestellt ist.
Anstelle von Mullit können gegebenenfalls auch andere kera¬ mische Nanopartikel verwendet werden.
Weiterhin wird es als vorteilhaft erachtet, dass das Brenn- kammerteil die Brennkammer im Wesentlichen bildet. Selbst¬ verständlich ist es ebenfalls möglich, dass weitere im Be¬ reich der Brennkammer vorgesehene Komponenten ebenfalls aus einem keramischen Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff herge¬ stellt sind.
Weiterhin wird es als vorteilhaft erachtet, dass die Bau¬ gruppe weiterhin eine Zündeinrichtung umfasst, und dass die Zündeinrichtung während der Herstellung der Baugruppe über einen Fügeprozess in noch zähen Oxid/Oxid-Faserverbundwerk- stoff eingeschoben wurde. Andererseits ist die Keramik auch im gesinterten Zustand zäh und nicht alle Zündeinrichtungen sind dazu geeignet, einem Sinterprozess ausgesetzt zu wer¬ den. Daher kann alternativ das Einschieben der Zündeinrich¬ tung in die fertige Keramik als Presspassung vorgesehen sein.
Auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Baugruppe wird es als vorteilhaft erachtet, dass die Brennstoffdüse eine Venturidüse ist.
Jedes mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff betriebene Heizgerät, insbesondere jedes mit flüssigem oder gasförmi¬ gem Brennstoff betriebene Kraftfahrzeugheizgerät, das eine erfindungsgemäße Baugruppe aufweist, fällt in den Schutzbe- reich der zugehörigen Ansprüche.
Wesentlich für die Erfindung ist die Erkenntnis, dass mo¬ derne Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoffe, die insbesondere als Thermalschütz von Raumfahrzeugen oder als Radom von Hy¬ perschallflugkörpern entwickelt wurden, auch im Zusammen- hang mit brennstoffbetriebenen Heizgeräten besonders vor¬ teilhaft eingesetzt werden können, wobei insbesondere die Anwendung von Formschluss-Fügeprozessen zu einer deutlichen Senkung der Herstellungskosten führt. Als Formschluss-Fü- geprozess kommen beispielsweise die folgenden Befestigungs- möglichkeiten in Betracht: Verschrauben, Klipsen, Rasten, Presspassung, direktes Verbinden bei der Herstellung (Lami- nierung) der Faserkeramik im Grünzustand und insbesondere Klemm-Fügeprozesse. Im Zusammenhang mit einer Verschraubung kann zusätzlich oder alternativ zum Einsatz herkömmlicher Schrauben in besonders vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass einzelne Komponenten mit Außengewinden versehen sind, die mit in anderen Komponenten zusammenwirkenden Innenge¬ winden zusammenwirken. Beim Stand der Technik ist die Ver¬ bindung zwischen Stahl und Keramik sehr aufwendig, da sich insbesondere bei Vibrationsbeanspruchung des Bauteils die Verbindung zwischen der härteren Keramik und dem weicheren Stahlfügepartner lockert (Abrassion/Abnutzung) und der Ke¬ ramik - da spröde - eine Beschädigung droht. Die Zähig¬ keit/Elastizität der erfindungsgemäß eingesetzten Keramik erlaubt die oben genannten Fügeprozesse, da durch die elas¬ tische Vorspannung immer eine einstückige Verbindung der Fügepartner gewährleistet wird. Damit ist ein sich Freiar¬ beiten der Keramik bei Vibrationen ausgeschlossen. Durch den Einsatz der genannten Werkstoffe wird die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Baugruppen erhöht, wobei die Herstel¬ lungskosten gleichzeitig sinken.
Die Erfindung kann in Verbindung mit allen Brennertypen eingesetzt werden, die eine Brennstoffdüse aufweisen, also insbesondere mit Injektions- oder Zerstäuberbrennern. So¬ fern auch bei einem Verdampferbrenner eine Düse zur Brenn- StoffZuführung vorgesehen ist, kann die Erfindung selbst¬ verständlich ebenfalls zum Einsatz kommen.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfol¬ gend anhand der zugehörigen Zeichnungen beispielhaft erläu- tert.
Es zeigen:
Figur 1 einen eine erste Ausführungsform der erfindungs- gemäßen Baugruppe aufweisenden Brenner für ein mit flüssigem Brennstoff betriebenes Heizgerät, und
Figur 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Baugruppe.
Figur 1 zeigt schematisch einen Brenner für ein mit flüssi¬ gem Brennstoff betriebenes Heizgerät 10, das als solches lediglich als Block angedeutet ist. Der Brenner umfasst ei- ne insgesamt mit 120 bezeichnete Brennkammer, die durch ein Brennkammerteil 34 und ein weiteres Brennkammerteil 122 ge¬ bildet wird. In der Brennkammer 120 ist eine unter anderem zur Verdampfung vorgesehene Prallscheibe 16 angeordnet. Die Prallscheibe 16 weist Prallscheibendurchbrüche 30 auf, von denen lediglich zwei dargestellt sind. Eine aus dem kerami¬ schen Material hergestellte Prallscheibe kann durch die Po¬ rosität des Materials auch teilweise eine Verdampferfunkti-
on einnehmen, indem das Material Brennstofftröpfchen aus der Düse zwischenspeichert und einer kontrollierten Ver¬ dampfung zuführt, was zu einer guten Brennstoff- Aufbereitung und damit zu einer sehr sauberen Verbrennung führt. Im Falle einer Stahl-Prallscheibe können diese Tröpfchen unter Umständen durch den xx-Effekt von der hei¬ ßen, glatten Oberfläche abspringen und durch die Brennluft in den stromabwärtigen Teil des Brenners geführt werden. Dies kann zu einer unvollständigen Verbrennung und schlech- ten Abgaswerten führen. Darüber hinaus ist der Prallscheibe 16 eine Startkammer 28 zugeordnet, in die in an sich be¬ kannter Weise eine Zündeinrichtung 18 ragt. Bezogen auf die Darstellung von Figur 1 ist links neben der Brennkammer 120 ein Flammrohr 22 angeordnet, das einen Sekundärbrennraum bildet und über einen Brennkammerauslass 48 mit der Brenn¬ kammer 120 in Verbindung steht. Ein Sekundärbrennraumaus- lass 50 steht mit einer hier nicht näher dargestellten Ab¬ gasanlage in Verbindung, die zumindest teilweise ebenfalls aus einem keramischen Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff ge- bildet sein kann. Rechts von der Prallscheibe 16 ist eine Brennstoffdüse 20 in Form einer Venturidüse dargestellt. Durch eine Fertigung der Venturidüse aus dem porösen Mate¬ rial kann gegebenenfalls eine gewisse Verdampfereigenschaft der Düsenwände bezüglich Brennstoffniederschlagen vorteil- haft verwirklicht werden. In die Brennstoffdüse 20 ragt ei¬ ne hier nicht näher interessierende Brennstoffnadel 26, wie dies an sich ebenfalls bekannt ist. Bei der in Figur 1 ge¬ zeigten, durch das erfindungsgemäße Verfahren herstellbaren Baugruppe sind die Brennstoffdüse 20 und ein Brennkammer- teil 34 in Form eines Kragens einstückig aus einem kerami¬ schen Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff hergestellt. Dabei bildet die Baugrippe weiterhin einen Hitzeschild 24, der in
den zylindrischen Brennkammerteil 34 übergeht. Obwohl dies nicht dargestellt ist, kann der Hitzeschild bei bestimmten Ausführungsformen eine Sekundärluftbelochung aufweisen, um der Brennkammer neben der durch die Düse zugeführten Brenn- luft Sekundärluft zuzuführen, insbesondere verdrallte Se¬ kundärluft.
Obwohl dies nicht zwingend erforderlich ist, wird bevor¬ zugt, dass die gesamte Brennkammer 120, die Prallscheibe 16 sowie das Flammrohr 22 ebenfalls aus einem keramischen O- xid/Oxid-Faserverbundwerkstoff hergestellt sind. Im darge¬ stellten Fall sind sämtliche der genannten Komponenten durch einen als Klemm-Fügeprozess ausgeführten Formschluss- Fügeprozess miteinander verbunden, wie dies nachfolgend noch näher erläutert wird.
Um zu dem in Figur 1 dargestellten Brenner zu gelangen, kann wie folgt vorgegangen werden. Zunächst wird die erfin¬ dungsgemäße Baugruppe, die im in Figur 1 dargestellten Fall den Brennkammerteil 34, die Brennstoffdüse 20 und den Hit¬ zeschild 24 umfasst, aus einem keramischen Oxid/Oxid- Faserverbundwerkstoff hergestellt, insbesondere dem ein¬ gangs näher erläuterten Werkstoff. Dabei können an sich be¬ kannte Laminiertechniken eingesetzt werden. Als Besonder- heit ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, das die Zünd¬ einrichtung 18 über einen Fügeprozess direkt in die zähe Faserkeramik eingeschoben wurde, derart, dass sich ein Durchbruch 52 in dem Bauteil ergibt. Daher können auch diesbezüglich aufwendige Verbindungstechniken entfallen. Das Flammrohr 22 sowie die Prallscheibe 16 werden ebenfalls aus einem Oxid/Oxid-Faserverbundwerkstoff hergestellt.
Zur Montage des Brenners wird zunächst die Prallscheibe 16 in das weitere Brennkammerteil 122 eingeführt, derart, dass sie an einem von dem weiteren Brennkammerteil 122 gebilde¬ ten umlaufenden Steg 32 anliegt. Anschließend wird das die Düse 20, das Brennkammerteil 34 und den Hitzeschild 24 bil¬ dende Bauteil, das bereits die Zündeinrichtung 18 trägt, mit dem Kragen 34 in das weitere Brennkammerteil 122 einge¬ setzt. Die Abmessungen sind dabei so gewählt, dass der Kra¬ gen 34 die Prallscheibe 16 im Zusammenwirken mit dem Steg 32 festklemmt. Anschließend wird eine erste Klemmvorrich¬ tung 44 in Form eines ersten Spannrings verwendet, um einen ersten Flansch 36 des weiteren Brennkammerteils 122 mit ei¬ nem dritten Flansch 40 zu verbinden, der im dargestellten Fall ebenfalls von der erfindungsgemäßen Baugruppe gebildet wird und sich senkrecht zu dem Kragen 34 erstreckt. Der erste Spannring 44 kann gegebenenfalls zumindest leicht V- förmig ausgebildet sein, um den ersten Flansch 36 und den dritten Flansch 40 aufeinander zu vorzuspannen. Anschlie¬ ßend wird das Flammrohr 22 befestigt, ebenfalls über einen Klemm-Fügeprozess. Zu diesem Zweck weist die Brennkammer 12 einen zweiten Flansch 38 auf, der mit einem durch das Brennrohr 22 gebildeten vierten Flansch 42 zusammenwirkt, indem der zweite Flansch 38 und der vierte Flansch 42 über einen zweiten Spannring 46 aufeinander zu vorgespannt wer- den.
Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsge¬ mäßen Baugruppe. Gemäß der Darstellung von Figur 2 ist die Brennkammer 12 einstückig mit einer Brennstoffdüse 20 und einem als Hitzeschild 24 wirkenden Abschnitt ausgebildet, und zwar aus einem keramischen Oxid/Oxid-Faserverbundwerk¬ stoff, insbesondere dem eingangs näher erläuterten Werk-
stoff. Zur Erzeugung der dargestellten Geometrie können an sich bekannte Laminierverfahren eingesetzt werden. Eine me¬ chanische Nachbearbeitung durch Bohren, Fräsen, Sägen, Fei¬ len, Gewindeschneiden und so weiter kann in diesem wie auch in allen anderen Fällen ebenfalls vorgenommen werden, wenn dies erforderlich ist. Als Besonderheit ist auch in diesem Fall hervorzuheben, dass die Zündeinrichtung 18 direkt in die zähe Faserkeramik eingeschoben wurde, ohne aufwendige Verbindungstechniken einzusetzen. Durch das Einschieben der Zündeinrichtung 18 ergibt sich im Bereich des Hitzeschilds 24 ein Brennkammerdurchbruch 54. Hinter dem Brennkammeraus- lass 48 erstreckt sich vorzugsweise ein nicht dargestelltes Flammrohr, das einen Sekundärbrennraum bilden kann.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste:
10 Heizgerät
12 Brennkammer
14 Verdampfer-Vlies
14a erster Abschnitt
14b zweiter Abschnitt
16 PrallScheibe
18 Zündeinrichtung
20 Brennstoffdüse
22 Sekundärbrennbereich/Flammrohr
24 Hitzeschild
26 Brennstoffnadel
28 Startkammer
30 Prallscheibendurchbrüche
32 Steg
34 Kragen 36 erster Flansch '-
38 zweiter Flansch
40 dritter Flansch
42 vierter Flansch
44 erste Klemmvorrichtung/erster Spannring 46 zweiter Spannring
48 Brennkammerauslass
50 Sekundärbrennraumauslass
52 Durchbruch
54 Brennkammerdurchbruch 56 Brennstoffleitung
120 Brennkammer
122 Brennkammerteil