Beschreibung
Mobiler Datenträger bzw. Schreib-Lese-Gerät mit einer Antennenanordnung mit einstellbarer Charakteristik, und dazugehö- rige Transportvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf einen mobilen Datenträger mit einer Antennenanordnung zum berührungslosen Austausch von Daten. Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf ein Schreib- Lese-Gerät mit einer Antennenanordnung zum berührungslosen
Austausch von Daten, insbesondere mit einem mobilen Datenträger. Die Erfindung bezieht sich schließlich auf eine Transportvorrichtung für Güter mit zumindest einem mobilen Datenträger bzw. zumindest einem Schreib-Lese-Gerät .
Mobile Datenträger und Schreib-Lese-Geräte werden insbesondere bei Identsystemen eingesetzt. Diese können vorteilhaft z.B. zur Verfolgung von Waren- und Güterströmen verwendet werden. So können beispielsweise in einer Fertigungsanlage für Kraftfahrzeuge die durchlaufenden Rohkarosserien mit mobilen Datenträgern versehen werden. Dabei wird z.B. vor dem Einlauf einer Rohkarosse in eine einzelne Fertigungsstation der aktuelle Inhalt des zugeordneten mobilen Datenträgers von einem dort platzierten Schreib-Lese-Gerät auf berührungslose Weise gelesen. Hierdurch ist es z.B. möglich, individuelle und ausschließlich die jeweils anstehende Rohkarosse betreffende Bearbeitungsvorgänge durchzuführen. Nach Abschluss dieser Bearbeitungsvorgänge wird der Dateninhalt des zugeordneten mobilen Datenträgers durch das lokale Schreib-Lese-Gerät aktualisiert und die Rohkarosse wird zu einer weiteren Fertigungsstation transportiert. Nun ist es möglich, den Dateninhalt des zugeordneten mobilen Datenträgers vor der anderen Fertigungsstation durch das dort platzierte Schreib-Lese-Gerät erneut zu Lesen. Es können der aktuelle Bearbeitungszu- stand und die nun anstehenden, gegebenenfalls vom Typ der jeweiligen Karosse abhängigen Bearbeitungsschritte erkannt und ausgeführt werden.
Bei einem anderen, beispielhaften Einsatz eines Identsystems sind Stückgüter, z.B. Pakete, Gepäckstücke, Transporteinheiten für Rohkarosserien und vieles mehr, jeweils mit einem mobilen Datenträger versehen. Darin können Daten gespeichert sein, welche z.B. die Art und das Transportziel des jeweiligen Stückgutes beschreiben. Durchlaufen derartige Stückgüter z.B. eine Verteilungsanlage, so können diese Daten an bestimmten Stellen der Anlage von dort platzierten Schreib-Le- se-Geräten erfasst werden. Nun ist es möglich einzelne Trans- portvorrichtungen in der Verteilungsanlage, z.B. Förderbänder, geeignet zu steuern. Das jeweilige Stückgut kann nun so vereinzelt werden, dass es das gewünschte Transportziel innerhalb der Verteilanlage erreicht oder unter Zuhilfenahme von zwischengeschalteten, weiteren Transportmitteln, wie z.B. Fahrzeugen, erreichen kann.
In der Regel durchlaufen Waren und Güter, die mit berührungslos lesbaren mobilen Datenträgern ausgerüstet sind, eine der obigen Anlagen mit möglichst hoher Geschwindigkeit. Um einen in jedem Falle fehlerfreien Datenaustausch mit den an ausgewählten Stellen der Anlage platzierten Schreib-Lese-Geräten zu gewährleisten, dürfen zumindest die maximal zulässigen Abstände zwischen den eingesetzten mobilen Datenspeichern und den dazugehörigen Schreib-Lese-Geräten nicht überschritten werden. Diese Abstände sind insbesondere abhängig von dem zwischen den mobilen Datenspeichern und Schreib-Lese-Geräten eines Systems verwendeten Übertragungsprinzip und den jeweils eingesetzten Sendeleistungen. Beruht die Übertragungsstrecke z.B. auf einer Funkübertragung, so wird der maximal zulässige Abstand auch durch das für die Datenübertragung eingesetzte Frequenzband bestimmt. Besondere Anforderungen liegen bei passiven mobilen Datenspeichern vor. Diese verfügen über keine eigene Energieversorgung, sondern werden ausschließlich über die Sendeenergie eines Schreib-Lese-Gerätes gespeist.
Bei der Projektierung eines Identsystems ist somit zumindest darauf zu achten, dass die maximal zulässigen Abstände zwi-
sehen den mobilen Datenspeichern und den Schreib-Lese-Geräten des Systems nicht überschritten werden. Vielfach sind aber weitere Maßnahmen erforderlich, um die Übertragungsverhältnisse zwischen den entlang einer Transportvorrichtung ver- teilt angebrachten Schreib-Lese-Geräten und den auf der
Transportvorrichtung gemeinsam mit Transportgütern daran vorbei geförderten mobilen Datenspeichern zu optimieren. So können die Übertragungsverhältnisse für jedes einzelne Schreib- Lese-Gerät z.B. durch eine mittels manueller Justage opti- mierte Platzierung am Rande der Transportvorrichtung verbessert werden. Dies ist aber sehr aufwendig und nicht immer möglich, insbesondere bei Vorliegen von schwierigen Anbaubedingungen in Inneren eines komplexen Verteilungssystems oder einer Fertigungsanlage.
Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen mobilen Datenträger und/oder ein Schreib-Lese-Gerät anzugeben, womit eine anwendungsabhängige Optimierung von Übertragungsverhältnissen auf eine einfachere Weise möglich ist.
Die Aufgabe wird gelöst durch den im Anspruch 1 angegebenen mobilen Datenträger. Dieser weist eine Antennenanordnung zum berührungslosen Austausch von Daten insbesondere mit einem Schreib-Lese-Gerät auf. Erfindungsgemäß sind Mittel zur Ein- Stellung einer ausgewählten Charakteristik der Antennenanordnung des mobilen Datenträgers vorhanden.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch das in Anspruch 6 angegebene Schreib-Lese-Gerät. Dieses weist ebenfalls eine An- tennenanordnung zum berührungslosen Austausch von Daten insbesondere mit einem mobilen Datenträger auf. Erfindungsgemäß sind auch hier Mittel zur Einstellung einer ausgewählten Charakteristik der Antennenanordnung des Schreib-Lese-Geräts vorhanden.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass für alle z.B. in einem Identsystem eingesetzten mobilen Datenträger die Cha-
rakteristik der Antennenanordnung optimal voreingestellt werden kann. Bevorzugt kann diese Einstellung bei allen verfügbaren mobilen Datenträgern einheitlich z.B. in einem Konfek- tionierungs- oder Maschineneinrichtungsbereich vorgenommen werden. Es sind also keine Eingriffe im laufenden Betrieb einer Anlage mehr notwendig. Dies trifft besonders auch auf die Schreib-Lese-Geräte eines Identsystems zu. Auch die Charakteristik von deren Antennenanordnung kann abhängig von den in der jeweiligen Anlage vorliegenden Bedingungen mit Hilfe der Erfindung optimal eingestellt werden, bevor die Schreib-Lese- Geräte einer Anlage im Feld platziert und dort in Betrieb genommen werden .
Gemäß der Erfindung ist es bei einem mobilen Datenträger bzw. bei einem Schreib-Lese-Gerät besonders vorteilhaft, wenn die Mittel die Charakteristik so einstellen, dass die jeweilige Antennenanordnung ein Richtdiagramm mit zumindest einem Intensitätsmaximum der Empfangsfeldstärke aufweist. Diese Intensitätsmaxima können insbesondere bei den mobilen Datenträ- gern dann so eingestellt werden, dass die Richtdiagramme auf die am Rande z.B. einer Transportvorrichtung platzierten Schreib-Lese-Geräte fokussiert sind.
Besonders vorteilhaft können dann die Intensitätsmaxima der Richtdiagramme bei den mobilen Datenträgern bzw. bei den
Schreib-Lese-Geräten in Richtung zu einer Hauptachse der Antennenanordnung verlaufen. Falls bei dieser Einstellung die mobilen Datenträger z.B. auf metallischen Gestellen montiert sind, welche als Transporteinheiten für Güter von einer Transporteinheit fortbewegt werden, so weist in diesem Fall das Richtdiagramm der Antenne eine nach vorne gerichtete keulenförmige Charakteristik auf. Es tritt also bei jedem mobilen Datenträger ein vorteilhaft in Bewegungsrichtung oder auf eine Seite der Transporteinheit orientiertes Intensitätsmaxi- mum der Empfangsfeldstärke auf. Hiermit ist es besonders dann, wenn die Schreib-Lese-Geräte eines Identsystems alle einheitlich auf einer bestimmten Seite der Transporteinheit
platziert sind, möglich, diese mit den Empfangsfeldstarkekeulen der mobilen Datenträger eindeutig zu überdecken. Es sind dann optimale Bedingungen für eine möglichst störungsfreie Datenübertragung zwischen den mobilen Datenträgern und den Schreib-Lese-Geräten selbst bei einem schnell laufenden System eingestellt.
Bei einer anderen Ausführung können die Intensitatsmaxima der Richtdiagramme bei den mobilen Datenträgern bzw. bei den Schreib-Lese-Geräten auch so eingestellt werden, dass diese orthogonal zu einer Hauptachse der Antennenanordnung verlaufen. Falls auch bei dieser Einstellung die mobilen Datenträger z.B. auf metallischen Gestellen montiert sind, welche als Transporteinheiten die Güter in einer Transportvorrichtung fortbewegen, so tritt in diesem Fall bei jedem mobilen Datenträger in Bewegungsrichtung eine auf beide Seiten der Transporteinheit orientierte doppelkeulenförmige Charakteristik auf. Die Richtdiagramme weisen somit zwei, nach rechts und links abgewinkelte Intensitatsmaxima der Empfangsfeldstärke auf. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn die
Schreib-Lese-Geräte eines Identsystems wechselseitig auf der einen und der anderen Seite der Transportvorrichtung platziert sind. Hiermit ist es möglich sicherzustellen, dass die darauf geförderten Transporteinheiten mit der rechtsseitigen oder linksseitigen "Teilkeule" der Empfangsfeldstärke eindeutig zu überdeckt werden. Es sind somit auch in diesem Falle optimale Bedingungen für eine möglichst störungsfreie Datenübertragung zwischen den mobilen Datenträgern und den Schreib-Lese- Geräten selbst bei einem schnell laufenden Sys- tem eingestellt.
Vorteilhaft sind die Mittel zur Einstellung einer ausgewählten Charakteristik der Antennenanordnung in Form einer Phasenschieberschaltung ausgeführt.
Weitere vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen mobilen Datenträgers und des erfindungsgemäßen Schreib-Lese-Ge-
räts sind in den Unteransprüchen angegeben. Weiterhin sind Ansprüche auf Transporteinrichtungen gerichtet, welche mit mobilen Datenträgern bzw. mit Schreib-Lese-Geräten gemäß der Erfindung ausgerüstet sind.
Die Erfindung wird weiterhin an Hand der in den nachfolgend kurz angeführten Figuren dargestellten Beispielen näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine beispielhafte Transportvorrichtung für Güter, die mit mobilen Datenträgern ausgerüstet sind, wobei das Richtdiagramm der Antennencharakteristik der mobilen Datenträger so eingestellt ist, dass ein nach vorne gerichtetes Intensitätsmaxi- mum für die Empfangsfeldstärke auftritt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine zweite beispielhafte Transportvorrichtung, wobei das Richtdiagramm der Antennencharakteristik der mobilen Datenträger so eingestellt ist, dass beidseitig der Bewegungsrichtung zwei Intensitatsmaxima für die Empfangsfeldstärke auftreten,
Fig. 3 das Blockschaltbild einer beispielhaften Phasenschieberschaltung zur Einstellung der Richtdiagramme der Antennencharakteristik von mobilen Datenträgern bzw. Schreib-Lese-Geräten,
Fig. 4 veranschaulicht beispielhaft die Bildung eines Richtdiagramms für die Antennencharakteristik gemäß dem Beispiel von Fig. 1, und
Fig. 5 veranschaulicht beispielhaft die Bildung eines Richtdiagramms für die Antennencharakteristik gemäß dem Beispiel von Fig. 2.
In den Fig. 1 und 2 ist beispielhaft ein Ausschnitt aus einer Transportvorrichtung 10 bzw. 20 für Güter gezeigt. Hierbei
kann es sich jeweils um ein Fließband z.B. für Stückgüter o- der um eine Hängeförderanlage z.B. in einer Montagelinie einer Automobilfertigung handeln. Die beiden Transportvorrichtungen 10, 20 weisen beispielhaft die Transportrichtung 11 auf. In diese Richtung werden im Beispiel der Fig. 1 die beiden Transporteinheiten 14, 15 und im Beispiel der Fig. 2 gezeigten die Transporteinheiten 12, 13 gefördert. Bei diesen Transporteinheiten 12 bis 15 kann es sich z.B. um sogenannte SKID Fördereinrichtungen oder um Hängefördereinheiten an- dein, die jeweils eine Kraftfahrzeugkarosserie tragen.
Bei der in Fig. 1 ausschnittsweise dargestellten Transportvorrichtung 10 sind die Schreib-Lese-Geräte eines Identsystems alle einheitlich auf der rechten Seite der Transportvor- richtung 10 positioniert. Es sind ein erstes bzw. zweites Lesegerät L30 bzw. L40 gezeigt. Diese verfügen über jeweils eine Antennenanordnung L31 bzw. L41. Die davon erzeugten Richtdiagramme L32 bzw. L42 für die Empfangs- bzw. Sendefeldstärke sind keulenförmig und seitlich direkt auf die Transportvor- richtung 10 ausgerichtet. Dabei überdecken jeweils die Spitzen der Keulen der Richtdiagramme L32 und L42 in Transportrichtung 11 gesehen, einen annähernd auf der rechten Hälfte von dessen Oberfläche liegenden Bereich.
Demgegenüber sind aber bei der in Fig. 2 ausschnittsweise dargestellten Transportvorrichtung 20 die Schreib-Lese-Geräte des Identsystems nicht alle einheitlich auf einer Seite der Transportvorrichtung positioniert. So ist beispielsweise ein drittes Lesegerät L10 bzw. viertes Lesegerät L20, wiederum in Transportrichtung 11 gesehen, auf der linken bzw. der rechten Seite der Transportvorrichtung 20 positioniert. Diese verfügen über jeweils eine Antennenanordnung Lll bzw. L21. Die davon erzeugten Richtdiagramme L12 bzw. L22 für die Empfangsbzw. Sendefeldstärke sind ebenfalls keulenförmig und auch seitlich direkt auf die Transportvorrichtung 20 ausgerichtet. Allerdings überdecken jeweils die Spitzen der Keulen der Richtdiagramme L12 und L22, in Transportrichtung 11 gesehen,
einen annähernd auf der linken bzw. auf der rechten Hälfte von dessen Oberfläche liegenden Bereich.
Jeder der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Transporteinhei- ten 14, 15 und 12, 13 ist jeweils mit einem mobilen Datenträger M30, M40 und MIO, M20 ausgerüstet. Am Beispiel dieser mobilen Datenträger wird nachfolgend das Prinzip und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Einstellung einer ausgewählten Charakteristik der Antennenanordnung näher er- läutert. Grundsätzlich kann dieses auch auf die Schreib-Lese- Geräte eines Identsystems angewendet werden. In besonderen Fällen können sowohl die mobilen Datenträger als auch die Schreib-Lese-Geräte gemäß der Erfindung eingestellt werden.
Im Beispiel der Fig. 1 überdecken, wie oben bereits ausgeführt, die Spitzen der Keulen der Richtdiagramme L32 und L42 nur einen annähernd auf der rechten Hälfte der Oberfläche der Transportvorrichtung 10 liegenden Bereich. Dabei könnte also das Problem auftreten, dass mobile Datenträger, die z.B. an den Transporteinheiten ungünstig platziert sind, nicht sicher Kontakt mit den am rechten Rand der Transportvorrichtung 10 montierten Schreib-Lese-Geräten aufnehmen können.
Hier schafft die Erfindung Abhilfe, indem bei dem im Beispiel der Fig. 1 vorliegenden System die Antennenanordnungen der eingesetzten mobilen Datenträger geeignet eingestellt wurde. Die Charakteristik der Antennen wurde in diesem Fall mit Hilfe der Erfindung so eingestellt, dass sich ein Richtdiagramm mit zumindest einem Intensitätsmaximum der Feldstärke ergibt, wobei das Intensitätsmaximum vorteilhaft in Richtung zu einer Hauptachse der Antennenanordnung verläuft. Von den Antennenanordnungen M31 bzw. M41 der mobilen Datenträger M30 bzw. M40 gehen dann keulenförmige Richtdiagramme M32 bzw. M42 mit je- weils einem nach vorne gerichteten Intensitätsmaximum M33 bzw. M43 der Empfangsfeldstärke aus. Diese sind annähernd in die Transportrichtung 11 orientiert. Wie im Beispiel der Fig. 1 bereits dargestellt, können diese keulenförmigen Richtdia-
gramme M32 bzw. M42 durch eine entsprechende Platzierung der mobilen Datenträger M30 bzw. M40 in einem beispielhaften vorderen rechten Eckbereich der Transporteinheiten 14, 15 vorteilhaft bereits in Richtung auf die Schreib-Lese-Geräte L31 bzw. L41 ausgerichtet werden. Hiermit kann erreicht werden, dass die Empfangsfeldstarkekeulen der mobilen Datenträger M30 bzw. M40 in Fig. 1 sich stark mit den bis auf die Oberfläche der Transportvorrichtung 10 reichenden, vorteilhaft ebenfalls keulenförmigen Richtdiagramme L32 bzw. L42 der Empfangs- bzw. Sendefeldstärken der Schreib-Lese-Geräte L31 bzw. L41 überdecken, wenn die mobilen Datenträger die Schreib-Lese-Geräte passieren. Es sind dann mit Hilfe der Erfindung optimale Bedingungen für eine möglichst störungsfreie Datenübertragung zwischen den mobilen Datenträgern und den Schreib-Lese- Gerä- ten selbst bei einem schnell laufenden System eingestellt.
Ein innerer Aufbau und eine sich in der Praxis ergebende äußere Gestalt eines derartigen Richtdiagramms wird nachfolgend am Beispiel der Fig. 4 noch näher erläutert werden.
Demgegenüber liegt im Beispiel der Fig. 2 eine andere Situation vor. Wie oben bereits ausgeführt wurde, überdecken die Spitzen der Keulen der Richtdiagramme L12 und L22 der Antennenanordnungen Lll bzw. L21 der Schreib-Lese-Geräte L10 bzw. L20 abwechselnd nur annähernd auf der linken bzw. rechten Hälfte der Oberfläche der Transportvorrichtung 10 liegende
Bereiche. Auch hier könnte das Problem auftreten, dass mobile Datenträger nicht sicher Kontakt mit den Schreib-Lese-Geräten L10 bzw. L20 aufnehmen könnten. Eine solche Situation könnte z.B. auftreten, wenn die Antennenanordnung Mll bzw. M21 der beiden mobilen Datenträger MIO bzw. M20, die an den Transporteinheiten 12 bzw. 13 montiert sind entsprechend dem Beispiel von Fig. 1 eingestellt wären. In diesem Fall wäre zwar eine gute Datenverbindung zum Schreib-Lese-Geräte L20 möglich, da dieses sich gerade auf der "richtigen" rechten Seite der Transportvorrichtung 20 befindet. Dagegen wäre eine Datenverbindung zu dem Schreib-Lese-Geräte L10 nicht oder nur
eingeschränkt möglich, da dieses sich gerade auf der "falschen" linken Seite der Transportvorrichtung 20 befindet.
Auch in diesem Fall ist Abhilfe mittels der Erfindung ög- lieh, indem die Antennenanordnungen Mll bzw. M21 der im Beispiel der Fig. 2 eingesetzten mobilen Datenträger MIO bzw. M20 geeignet eingestellt werden. Die Charakteristik der Antennen wurde in diesem Fall mit Hilfe der Erfindung so eingestellt, dass sich ein Richtdiagramm mit zumindest einem In- tensitätsmaximum der Feldstärke ergibt, wobei das Intensitätsmaximum vorteilhaft orthogonal zu einer Hauptachse der Antennenanordnung verläuft. Von den Antennenanordnungen Mll bzw. M21 der mobilen Datenträger MIO bzw. M20 gehen dann doppelkeulenförmige Richtdiagramme M12 bzw. M22 mit jeweils zwei beidseitig nach vorne gerichteten Intensitatsmaxima M13, M14 bzw. M23, M24 der jeweiligen Empfangsfeldstärken aus. Diese gehen von der Mitte der Transportvorrichtung 20 aus annähernd symmetrisch seitlich nach rechts und nach links ab und zeigen somit quasi auf die beiden Ränder der Transportvorrichtung 20. Wie im Beispiel der Fig. 2 bereits dargestellt, ist es aufgrund dieser keulenförmigen Richtdiagramme M32 bzw. M42 vorteilhaft, die mobilen Datenträger MIO bzw. M20 annähernd in der Mitte der Transporteinheiten 12, 13 und in die Transportvorrichtung 11 orientiert zu platzieren. Ein innerer Auf- bau und die sich in der Praxis ergebende äußere Gestalt eines derartigen Richtdiagramms werden nachfolgend am Beispiel der Fig. 5 noch näher erläutert werden.
Es ist somit im Beispiel der Fig. 2 gewährleistet, dass immer eine der beiden abgewinkelten, keulenförmigen Intensitatsmaxima M13 oder M14 bzw. M23 oder M24 sich mit dem von einem linken oder rechten Rand eingestrahlten Richtdiagramm eines Schreib-Lese-Gerätes überdecken. So kommuniziert im Beispiel der Fig. 2 der. mobile Datenträger MIO vorrangig über das lin- ke Intensitätsmaximum M14 der Empfangsfeldstärke mit dem Schreib-Lese-Gerät L10, während der mobile Datenträger M20
vorrangig über das rechte Intensitätsmaximum M23 der Empfangsfeldstärke mit dem Schreib-Lese-Gerät L20 kommuniziert.
Fig. 3 zeigt das Blockschaltbild einer beispielhaften Phasenschieberschaltung zur Einstellung von unterschiedlichen Richtdiagrammen der Antennencharakteristik des mobilen Datenträgers MIO. Eine derartige Schaltung kann auch zur Einstellung von unterschiedlichen Richtdiagrammen der Antennencharakteristik von Schreib-Lese-Geräten eingesetzt werden.
Die Antennenanordnung Mll des mobilen Datenträgers MIO weist dabei Fall z.B. zwei parallele Stabantennen Mlll, M112 auf, die beiderseits der Transportrichtung 11 platziert sind. Der Abstand M113 der beispielhaften Stabantennen entspricht dabei der halben Länge der von den Antennen abgestrahlten elektromagnetischen Wellen. Dieser Abstand M113 wird auch als "Lamb- da-Halbe" bezeichnet. Beide Antennen werden über einen Trans- itter / Receiver M115 gespeist, wobei aber die Phasenlage der Wellen, welche der einen Antenne Mlll zugeführt werden über einen schaltbaren Phasenschieber M114 gegenüber der anderen Antenne M112 verschoben werden können. Je nach Einstellung des Phasenschiebers M114 ergibt sich ein Richtdiagramm entsprechend den in den Figuren 1 und 4 bzw. den Figuren 2 und 5 dargestellten mobilen Datenträgern. Dabei wird der Pha- senschieber vorteilhaft um ganzzahlige Vielfache von 90 Grad geschaltet .
Fig. 4 veranschaulicht beispielhaft die Bildung eines Richtdiagramms für die Antennencharakteristik gemäß dem Beispiel von Fig. 1. Der mobile Datenträger M30 ist beispielhaft im rechten oberen Eck am Kopfende der Transporteinheit 14 platziert. Eine vorteilhafte Transportrichtung 11 ist wiederum mit einem Pfeil gekennzeichnet. Entsprechend der im Blockschaltbild von Fig. 3 gezeigten Schaltung weist auch hier die Antennenanordnung M31 vorteilhaft zwei parallele Stabantennen auf, die quer nebeneinander liegend an der Vorderkante des Gehäuses des mobilen Datenträgers M30 platziert sind. Hiermit
ergibt sich eine Hauptachse M31H der Antennenanordnung M31, welche durch die Mitte der beiden Stabantennen verläuft. Ist der Phasenschieber zwischen diesen beiden Stabantennen so eingestellt, dass die den beiden Stabantennen zugeführten Schwingung nicht zueinander phasenverschoben sind und wird eine derartige Antennenanordnung zudem nicht durch insbesondere metallische Flächen beeinflusst, so weist das Richtdiagramm der Empfangsfeldstärke zwei annähernd kreisförmige Intensitatsmaxima M35, M36 auf, welche ringförmig von den bei- den Stabantennen in beide Richtungen ausgehend auf der Hauptachse M31H verlaufen.
In der Praxis weist eine Transporteinheit 14 aber häufig zumindest metallische Komponenten auf, z.B. einen Metallrahmen oder eine Metallplattform. In diesem Fall befinden sich quasi "im Rücken" der Antennenanordnung metallische Elemente oder Flächen, welche reflektierend auf elektromagnetische Wellen einwirken. Diese bewirken eine Verformung des Richtdiagramms der Antennenanordnung. Es entsteht dadurch das bereits am Beispiel der Fig. 1 erläuterte keulenförmige Richtdiagramm M32. Dieses hat auch im Beispiel der Fig. 4 annähernd eine elliptische, keulenförmige Form und erstreckt sich entlang der Hauptachse M31H eine Vorwärtsrichtung. Der hintere Bereich der Richtdiagrammellipse umschließt die parallelen Stabantennen der Antennenanordnung M31, während der vordere Bereich in der Art eines Intensitätsmaximums M33 stark nach vorne gerichtet ist.
Fig. 5 veranschaulicht schließlich beispielhaft die Bildung eines Richtdiagramms für die Antennencharakteristik gemäß dem Beispiel von Fig. 2. Der mobile Datenträger MIO ist in diesem Fall beispielhaft in der Mitte des Kopfendes der Transporteinheit 12 platziert. Eine vorteilhafte Transportrichtung 11 ist wiederum mit einem Pfeil gekennzeichnet. Entsprechend der im Blockschaltbild von Fig. 3 gezeigten Schaltung weist auch hier die Antennenanordnung Mll vorteilhaft zwei parallele Stabantennen auf, die quer nebeneinander liegend an der Vor-
derkante des Gehäuses des mobilen Datenträgers MIO platziert sind. Hiermit ergibt sich einerseits eine Hauptachse MUH der Antennenanordnung Mll, welche durch die Mitte der beiden Stabantennen in Richtung der Transportrichtung 11 verläuft, und andererseits eine dazu orthogonale Hauptachse MllO. Ist der Phasenschieber zwischen diesen beiden Stabantennen so eingestellt, dass die den beiden Stabantennen zugeführten Schwingung um 90 Grad zueinander phasenverschoben sind und wird eine derartige Antennenanordnung zudem nicht durch ins- besondere metallische Flächen beeinflusst, so weist das
Richtdiagramm der Empfangsfeldstärke zwei annähernd kreisförmige Intensitatsmaxima M15, Ml6 auf, welche ringförmig von den beiden Stabantennen in beide Richtungen ausgehend auf der orthogonalen Achse MllO verlaufen.
In der Praxis weist eine Transporteinheit 12 aber häufig zumindest metallische Komponenten auf, z.B. einen Metallrahmen oder eine Metallplattform. In diesem Fall befinden sich quasi "im Rücken" der Antennenanordnung wiederum metallische Ele- mente oder Flächen, welche reflektierend auf elektromagnetische Wellen einwirken. Diese bewirken eine Verformung des Richtdiagramms der Antennenanordnung. Es entsteht dadurch das bereits am Beispiel der Fig. 2 erläuterte doppelkeulenförmige Richtdiagramm M12. Dieses hat auch im Beispiel der Fig. 5 je- weils zwei beidseitig nach vorne gerichtete Intensitatsmaxima M13, M14 der Empfangsfeldstärke. Diese gehen von den beiden Stabantennen aus und erstrecken sich in Transportrichtung 11 beidseitig der Hauptachse MUH annähernd symmetrisch seitlich nach rechts und nach links.