Klimaanlage
Stand der Technik
Die Erfindung geht von einer Klimaanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aus .
Bei zunehmend üblichen Klimaanlagen in Fahrzeugen, die von einer Brennkraftmaschine angetrieben werden, werden zur Käl- teerzeugung Kompressionskälteanlagen mit elektrischem Antrieb oder mechanischem Antrieb durch die Brennkraftmaschine eingesetzt. Als Kältemittel werden überwiegend Kohlenwasserstoffe, z.B. Rl34a, eingesetzt, wobei die Wärmeübertragung auf die Kraftfahrzeuginnenluft über einen Flüssigkeits-Luftwärme- tauscher erfolgt, auch Verdampfer genannt. Ein Übergang auf alternative Kühlmittel, z.B. Kohlendioxid (C02, R744), ist wegen der schlechten Umweltverträglichkeit der gegenwärtig eingesetzten Kohlenwasserstoffe absehbar. Ein Gesetzentwurf der'^Europäischen Union zum Einsatz von Kältemitteln mit einem Global Warming Potential (GWP) kleiner 150 liegt bereits vor. Das als Alternative zu Kohlenwasserstoffen diskutierte C0 führt auf Grund der erforderlichen hohen Drücke zu deutlich aufwendigeren und komplizierteren mobilen Klimaanlagen. Brennbare Kältemittel wie das R152a werden aus Sicherheits- gründen und auf Grund ihres zwar geringen, aber immer noch vorhandenen GWP nicht vorgezogen.
Aus der EP 0 945 291 AI ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Heizen und Kühlen eines Nutzraums eines Kraftfahr- zeugs bekannt. Das Kältemittel wird im Heizbetrieb von einem Verdichter komprimiert und gelangt über ein 3/2-Wegeventil zu einem Verdampfer, in dem es einen Teil der durch die Kompres-
sion erzeugten Wärme an die kältere Fahrzeuginnenraumluft abgibt. Vom Verdampfer strömt das Kältemittel zu einer Expansionseinrichtung, in der es so weit abgekühlt wird, dass es an einem nachfolgend angeordneten Gaskühler Wärme aus der Umgebungsluft aufnehmen kann. Weitere Wärme wird dem Kältemittel in einem nachgeschalteten Abgaswärmetauseher zugeführt, der mit heißen Abgasen der Brennkraftmaschine beaufschlagt wird. Vom Abgaswärmetauscher gelangt das Kältemittel wieder zum Verdichter, wodurch der Kaltemittelkreislauf geschlossen ist.
Während des Kühlbetriebs strömt das Kältemittel nach der Verdichtung in den Umgebungswärmetauscher und wird dort mit kühler Umgebungsluft beaufschlagt. Danach strömt das Kältemittel durch die Expansionseinrichtung, wird dort expandiert und im folgenden Innenraumwärmetauseher mit wärmerer, dem Nutzraum zuführender Nutzraumluft beaufschlagt. Das erwärmte Kältemittel strömt danach zum Kompressor zurück. Der Kompressor wird von der Antriebswelle der Brennkraftmaschine angetrieben. Durch die Kompressorleistung^vermindert sich die Nutzleistung der Brennkraftmaschine. Ferner erhöht sich der Kraftstoffverbrauch.
Vorteile der Erfindung
Nach der Erfindung ist das Kältemittel, vorzugsweise ein Alkohol-Wassergemisch, niedrig siedend und wird als Treibmittel nach dem Durchströmen eines Abgaswärmetauschers mindestens einer Vorrichtung zum Fördern des Kältemittels zugeführt. Der Einsatz solcher Kältemittel bietet den Vorteil eines geringen Treibhauseffekts und eines GWPs gleich null. Außerdem liegen die erforderlichen Systemdrücke bei entsprechender Auslegung im Unterdruckbereich oder in einem Druckbereich, der deutlich
niedriger ist als bei konventionellen R134a-Klimaanlagen. Dies bedeutet einen erheblichen Sicherheitsvorteil gegenüber Hochdruckanlagen, beispielsweise mit dem Kältemittel Kohlendioxid (R744) .
Der Abgaswärmetauscher kann in einfacher Thermosiphonausfüh- rung oder auch in einer ventilgesteuerten Ausführung eingesetzt werden. Das Kältemittel nimmt im Abgaswärmetauscher die zur Klimatisierung des Fahrzeugs erforderliche Energie aus den Abgasen auf. Zweckmäßigerweise führt eine Pumpe, eine so genannte Speisepumpe, das Kältemittel dem Abgaswärmetauscher zu. Die Pumpe ist bevorzugt eine Rotationskolbenpumpe, z.B. eine Zahnradpumpe, Flügelzellenpumpe oder dgl. Ein Motor, der zu den Vorrichtungen zum Fördern des Kältemittels zählt und ein Elektromotor oder vorteilhafterweise ein Flügelzellenmotor sein kann, treibt über eine Antriebswelle die Pumpe an. Motor und Pumpe können einen im Wesentlichen gleichen Außendurchmesser aufweisen und zu einer Baueinheit zusammengefasst sein. Das Kältemittel dient als Treibmittel für den Φlügel- zellenmotor und kann dem Abgaswärmetauscher flüssig oder als Dampf entnommen werden. Da bei der erfindungsgemäßen Klimaanlage die Energie zum Fördern und Verdichten des Kältemittels nicht an der Antriebswelle der Brennkraftmaschine abgenommen wird, wird durch die Klimaanlage die Leistung der Brennkraft- maschine nicht beeinträchtigt.
Eine weitere Vorrichtung zum Fördern des Kältemittels ist in vorteilhafter Weise eine Injektorpumpe, der im Kühlbetrieb über einen Leitungszweig des Kältemittelkreislaufs heißer Kältemitteldampf oder heiße Kältemittelflüssigkeit aus dem Abgaswärmetauscher als Treibmittel zugeführt wird, und die über eine Saugleitung, ein Expansionsventil und den Verdamp-
fer Kältemittel aus einem Vorratsbehälter ansaugt. Der Treibdampf kann zuvor den Flügelzellenmotor angetrieben haben. Das Kältemittel kühlt im Verdampfer die in das Fahrzeug strömende Luft und wird danach durch die Injektorpumpe zusammen mit dem Treibdampf in einen Vorratsbehälter gefördert.
Für die Klimatisierung, insbesondere für die Kühlung des Kraftfahrzeuginnenraums, kann auf den bisher erforderlichen Kompressor für das Kältemittel verzichtet werden, indem die aus der Brennkammer mit dem Wärmetauscher in Form von verdampftem Kältemittel gewonnene Energie als Treibdampf für eine nach dem Injektorprinzip betriebene Kälteanlage verwendet wird. Die Injektorpumpe stellt gegenüber einem Klimakompressor eine vergleichsweise preisgünstige und robuste Komponente dar. Der Verzicht auf den elektrisch oder direkt von der
Brennkraftmaschine angetriebenen Kompressor vermeidet den für das Kraftfahrzeug der herkömmlichen Kompressorklimatisierung resultierenden Kraftstoffmehrverbrauch, der entsteht, solange keine Klimatisierung erforderlieh ist, weil zumindest der Kompressor auch bei abgeregelter Klimatisierung von der Brennkraftmaschine angetrieben werden muss.
Der den Abgaswärmetauscher verlassende Kältemitteldampf kann auch als Treibdampf für eine Veuillemier-Wärmepumpe oder im Austreiber einer Absorptionskühlanlage eingesetzt werden.
Im Heizbetrieb wird das Kältemittel durch einen Heizungswärmetauscher geleitet und erwärmt dabei die durch den Heizungswärmetauscher in das Fahrzeug strömende Luft. Die Verteilung des Kältemittels auf die Injektorpumpe und den HeizungsWärmetauscher erfolgt durch ein Dreiwegeventil und/oder durch zu-
sätzliche Pumpen, die gemeinsam von dem Motor angetrieben und zu einer Baueinheit zusammengefasst werden können.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind zwei Pumpen vor- gesehen, die vom Motor angetrieben werden und von denen die erste Pumpe mit einem größeren Fördervolumen Kältemittel aus dem Vorratsbehälter zum Abgaswärmetauscher fördert, während die zweite Pumpe mit einem geringeren Fördervolumen zur Entnahme von flüssigem Kältemittel aus dem Abgaswärmetauscher dient. Dies hat den Vorteil, dass niedrig siedende Komponenten des Kältemittels als Dampf für den Antrieb des Flügelzellenmotors dem Abgaswärmetauscher entnommen werden können, während die höher siedenden Komponenten als Treibdampf oder Treibflüssigkeit der Injektorpumpe im Kühlbetrieb zugeführt werden. Die niedrig siedenden Komponenten gelangen nach dem Austritt aus dem Flügelzellenmotor in einen Umgebungswärmetauscher, kondensieren dort und werden in einem separaten Vorratsbehälter gesammelt. Auf Grund ihres niedrigen Siedepunkts eignen sie sich besonders gut als Kältemittel für^den Kühlbetrieb, in dem sie über das Expansionsventil und den
Verdampfer von der Injektorpumpe angesaugt werden. In der Injektorpumpe mischen sich die niedrig siedenden Komponenten mit den höher siedenden Komponenten und gelangen zusammen in den Vorratsbehälter, aus dem die Speisepumpe das Kältemittel wieder ansaugt, um es zum Abgaswärmetauscher zu fördern.'
Um die niedriger siedenden Komponenten günstig von den höher siedenden Komponenten im Abgaswärmetauscher trennen zu können, besitzt dieser gemäß einer Ausgestaltung einen Einsatz, der nach Art einer Rektifikationssäule zur Trennung von Zweistoffgemischen aufgebaut ist.
Es ist ferner zweckmäßig, dass mindestens ein Wärmetauscher mit einem Vorratsbehälter kombiniert ist, um so das Bauvolumen und den Bauaufwand gering zu halten.
5 Der Abgaswärmetauscher kann von den Abgasen der Brennkraftmaschine und/oder einer Brennkammer beaufschlagt werden. Im ersten Fall kann er grundsätzlich an beliebiger Stelle im Abgasstrang der Brennkraftmaschine angeordnet werden. Wird er gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung in den Zylinderkopf
10 der Brennkraftmaschine integriert, so kann die Wärmeenergie des Abgases direkt an den Auslassventilen der Brennkraftmaschine entnommen werden, wodurch die thermisch hoch belasteten Auslassventile gezielt gekühlt werden. Wird der Abgaswärmetauscher zwischen dem Auslass der Verbrennungsräume der
15 Brennkraftmaschine und einem Abgasturbolader angeordnet, so wird den Abgasen im Gasstrom vor der Turbine des Abgasturboladers Wärmeenergie entzogen und die thermisch hoch beanspruchte Antriebsseite des Abgasturboladers thermisch entlas-
'&> tet. Zweckmäßigerweise kann der Abgaswarmetauscher nach einem
20 Katalysator angeordnet werden. Dadurch wird vermieden, dass der Katalysator durch den Wärmeentzug erst verspätet seine Betriebstemperatur erreicht.
Reicht die Wärmeenergie des Abgases zum Betrieb der Klimaan- 25 läge nicht aus, ist es zweckmäßig, auf der Abgasseite des Abgaswärmetauschers eine Brennkammer anzuschließen, durch die im Bedarfsfall z.B. durch einen Brenner zusätzliche Energie zugeführt wird. Damit ist ähnlich den bekannten Standheizungen mit Brennkammer auch eine vom Betrieb der Brennkraftma- 30 schine unabhängige Standklimatisierung des Fahrzeugs möglich. Ferner entfällt bei modernen Konzepten von Kraftfahrzeug- brennkraftmaschinen mit hohem Wirkungsgrad, z.B. Benzin- und
Dieseldirekteinspritzer, die Notwendigkeit einer Zusatzheizung, die in der Regel elektrisch betrieben wird.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird der Abgaswärme- tauscher ausschließlich von einer Brennkammer mit Abgasen bzw. Brenngasen beaufschlagt. Die Brennkammer kann unabhängig von der Brennkraftmaschine betrieben werden, sodass eine autarke Klimaanlage entsteht und ohne Betrieb der Brennkraftmaschine gekühlt und/oder geheizt werden kann. Ferner ergibt sich insbesondere bei flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschinen ein deutlich schnelleres Ansprechen der Kraftfahrzeugheizung, da nicht mehr die hohe Wärmekapazität des gesamten Heizkühlkreises mit aufgeheizt werden muss, sondern lediglich durch die separate Brennkammer der auf wesentlich geringere Wärmekapazitäten auslegbare Klimatisierungskreislauf aufgeheizt werden muss. Die Trennung zwischen dem Kühlkreislauf der Brennkraftmaschine und der Klimaanlage vereinfacht die Auslegung des Kühlkreislaufs, da dessen Auslegung ausschließlich den Aspekten der Kühlung der Brennkraftmaschine und <"ό nicht mehr denjenigen der Kraftfahrzeugheizung genügen muss. Da die Brennkammer bereits vor dem Start der Brennkraftmaschine betrieben und damit der Fahrgastraum des Kraftfahrzeugs vorgeheizt oder vorgekühlt werden kann, kann die Klimaanlage auf eine wesentlich geringere Kühl- und Heizspitzen- leistung ausgelegt 'werden als bei herkömmlichen Systemen. '
Anstelle der bisher üblichen Zweiteilung der Kraftfahrzeugklimatisierung in einem Heizkreislauf mit Betrieb aus der Kühlung der Brennkraftmaschine bzw. Abgaswärme und einen mit separatem Kompressor betriebenen Kühlkreislauf, verknüpft durch die Regelorgane, die für die üblichen Betriebszustände Heizen, Kühlen und Entfeuchten ein Gegeneinanderarbeiten der
Einzelsysteme verhindern mussten, tritt ein integriertes System, das aus der Vergangenheit bekannte Schnittstellen zwischen der Kühlung der Brennkraftmaschine und der Klimaanlage vermeidet. Ein in die erfindungsgemäße Klimaanlage integrier- tes Regelkonzept erlaubt es, je nachdem, welche einzelnen Funktionen, Heizen oder Kühlen oder in welcher Kombination der einzelnen Funktionen, Heizen und Kühlen gleich Entfeuchten, die Leistung der für den Betrieb genutzten Verbrennungsenergie der Brennkammer mit Wärmetauscher zur Verfügung ge- stellt wird, eine sowohl schnell wirksame als auch energiesparende, unabhängig von der Funktion der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs betriebene Klimaanlage zu schaffen.
Zeichnung
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und -•n* die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale' in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen: ' Fig. 1 einen schematischen Aufbau einer Klimaanlage, Fig. 2 eine Variante zu Fig. 1 mit einer Brennkammer, Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Ausführung eines Abgaswärmetauschers, Fig. 4 eine Variante zu Fig. 3, Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Antriebs einer Pumpe,
Fig. 6 einen Einsatz in den Abgaswärmetauscher für das Kältemittel,
Fig. 7 eine Variante zu Fig. 2 mit einer von der Brennkraftmaschine unabhängigen Brennkammer,
Fig. 8 eine Variante zu einem Wärmetauscher nach Fig. 3 mit einer integrierten Brennkammer und
Fig. 9 eine Variante zu Fig. 8.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Eine erfindungsgemäße Klimaanlage 10 nach Fig. 1 ist energiemäßig mit einem Abgassystem einer Brennkraftmaschine 12 über einen Abgaswärmetauscher 22 gekoppelt. Die Brennkraftmaschine 12 besitzt eine Zylinderreihe 14, deren Zylinder über einen Auspuffkrümmer 16, ein Abgasrohr 18, einen Katalysator 20, den Abgaswärmetauscher 22 und einen Schalldämpfer 24 Abgase in die Umgebung entlässt. Der Abgaswärmetauscher 22 kann im Zylinderkopf der Zylinderreihe 14 integriert sein. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. Ivist er im Abgasstrang in Strömungs- richtung nach dem Katalysator 20 angeordnet.
Der Abgaswärmetauscher 22 ist an einen Kaltemittelkreislauf 26 angeschlossen. Eine Pumpe 28, eine so genannte Speisepumpe, fördert Kältemittel aus einem Vorratsbehälter 34 in den Abgaswärmetauscher 22. Hat der AbgasWärmetauscher 22 seine
Betriebstemperatur erreicht, verlässt das Kältemittel den Abgaswärmetauscher 22 als Kältemitteldampf und treibt im weiteren Verlauf einen Motor 30 an, der ein Elektromotor sein kann, zweckmäßigerweise aber als Flügelzellenmotor 80 ausge- bildet ist (Fig. 5) . Dieser ist durch eine Antriebswelle 32 triebmäßig mit der Pumpe 28 verbunden, die zweckmäßigerweise als Zahnradpumpe 82 ausgebildet ist (Fig. 5) . Die Drehrich-
tungen des Flügelzellenmotors 80 und der Zahnradpumpe 82 sind durch Pfeile 84 angegeben. Der sich aus den Drehrichtungen 84 ergebende Kältemittelstrom ist mit 66 bezeichnet.
Ein Dreiwegeventil 36 verzweigt den Kältemittelstrom nach dem Motor 30 auf zwei Leitungszweige 54 und 56. Im Heizbetrieb gelangt der Kältemitteldampf über den Leitungszweig 56 und einen Heizungswärmetauscher 38 zurück in den Vorratsbehälter 34. Im Heizungswärmetauscher 38 wird dabei der in das Fahr- zeug strömende Luftstrom 52 erwärmt.
Im Kühlbetrieb wird der Kältemitteldampf als Treibdampf über den Leitungszweig 54 einer Injektorpumpe 42 zugeführt. Diese saugt über eine Saugleitung 60, ein Expansionsventil 46 und einen Verdampfer 40 Kältemittel aus dem Vorratsbehälter 34 und fördert das angesaugte Kältemittel zusammen mit dem Treibdampf über eine Sammelleitung 58 und einen Umgebungswärmetauscher 44 zurück in den Sammelbehälter 34. Im Umgebungswärmetauscher 44 wird dem Kältemittel bzw. dem Kält-emittel- dampf durch einen Luftstrom 50 aus der Umgebung Wärme entzogen. Zum Entfeuchten des LuftStroms 52 für das Fahrzeug beim Heizbetrieb ist ein Mischbetrieb möglich, bei dem ein Teil des Kältemitteldampfs den Heizungswärmetauscher 38 durchströmt, während ein anderer Teil als Treibgas die Injektor- pumpe 42 beaufschlagt. Somit kann der Luftstrom 52 zunächst im Verdampfer 40 abgekühlt und danach im Heizungswärmetauscher 38 auf die gewünschte Temperatur gebracht werden.
Als Abgaswärmetauseher 22 können unterschiedliche Bauarten verwendet werden. Fig. 3 zeigt einen Röhrenwärmetauscher 22, bei dem das Kältemittel durch parallel zueinander angeordnete Rohre 74 geleitet wird, die an ihren Enden durch Sammelkästen
70, 72 miteinander verbunden sind. Die Rohre 74 und die Sammelkästen 70, 72 sind in einem Gehäuse 68 untergebracht, das vom Abgasström 48 durchströmt wird. Dabei wird Wärme vom Abgasstrom 48 auf den Kältemittelstrom 66 übertragen. Der Abgaswärmetauscher 78 nach Fig. 4 ist ein so genannter Mantelwärmetauscher 78, bei dem der Kältemittelstrom 66 durch einen Mantelraum 76 geleitet wird, durch den das Abgasrohr 18 führt. Somit wird Wärmeenergie vom Abgasrohr 18 auf das Kältemittel übertragen.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 werden von dem Motor 30 zwei Pumpen 28 und 64 angetrieben, von denen die erste Pumpe 28 ein größeres Fördervolumen aufweist und Kältemittel aus dem Vorratsbehälter 34 in den Abgaswärmetauscher 22 fördert, wäh- rend die zweite Pumpe 64 mit einem kleineren Fördervolumen flüssiges, erhitztes Kältemittel, das in der Regel aus höher siedenden Komponenten des Kältemittels besteht, aus dem Abgaswärmetauscher 22 zur Injektorpumpe 42 fördert. Die Pumpen 28, 64 können von der gleichenpBauart, vorteilhafterweise Ro- tationspumpen, sein und sich im Wesentlichen entsprechend dem erforderlichen Fördervolumen nur in der Breite unterscheiden. Die Pumpe 28 bzw. die beiden Pumpen 28 und 64 bilden bevorzugt mit dem Motor 30 eine Baueinheit. Dadurch ergibt sich eine Raum sparende, kompakte und kostengünstige Lösung, zumal in die Pumpen 28, 64 im Wesentlichen einen gleichen äußeren
Durchmesser aufweisen wie der Motor 30. Die niedrig siedenden Komponenten des Kältemittels verlassen den Abgaswärmetauscher 22 in Dampfform und treiben den Motor 30 an. Nach dem Passieren des Motors 30 wird der Kältemitteldampf in einem Umge- bungswärmeta scher 44 kondensiert und in einem zweiten Vorratsbehälter 62 gesammelt. Dieser steht über eine Saugleitung 60, einem Expansionsventil 46 und einem Verdampfer 40 mit der
I jektorpumpe 42 in Verbindung. Im Kühlbetrieb, in dem die Pumpe 64 Kältemittel mit höher siedenden Komponenten zur Injektorpumpe 42 fördert, saugt diese aus dem zusätzlichen Vorratsbehälter 62 Kältemittel an, das aus niedriger siedenden Komponenten besteht und daher im Verdampfer 40 bei niedrigeren Drücken leicht verdampft und Kälte erzeugt. In der Injektorpumpe 42 wird das Kältemittel, bestehend aus höher siedenden Komponenten mit dem verdampften Kältemittel aus niedriger siedenden Komponenten wieder gemischt und dem gemeinsamen Vorratsbehälter 34 zugeführt.
Durch die Trennung des Kältemittels in die niedriger siedenden und höher siedenden Bestandteile lässt sich durch die Verwendung der höher siedenden Komponenten als Treibdampf o- der Treibflüssigkeit für die Injektorpumpe 42 ein höherer Unterdruck zum Verdampfen und Ansaugen der niedriger siedenden Komponenten aus dem separaten Vorratsbehälter 62 erreichen. Die niedriger siedenden Komponenten im Vorratsbehälter 62 lassen' jleichzeitig im Verdampfer 40 eine niedrigere' Verdamp- fertemperatur und damit eine Verbesserung der Kühlleistung zu. Anstelle des Umgebungswärmetauschers 44 kann auch ein Heizungswärmetauscher 38 nach Fig. 1 eingesetzt werden. Ferner kann der Heizungswärmetauscher 38 mit dem Umgebungswärmetauscher 44 kombiniert angewendet werden. Eine weitere Mög- lichkeit besteht darin, den Heizungswärmetauscher 38 über ein Dreiwegeventil 36 parallel zur Injektorpumpe 42 zu schalten, wie es durch gestrichelte Linien dargestellt ist.
Um die niedriger siedenden Komponenten gut von den höher sie- denden Komponenten zu trennen, dient ein Einsatz 100 für den Abgaswärmetauscher 22 (Fig. 6) , der nach Art einer Rektifikationssäule zum Trennen von Zweistoffgemischen aufge-
baut ist. Er besitzt mehrere Glockenböden 92, die den Einsatz 100 in der Höhe unterteilen und Öffnungen 94 aufweisen, die einen nach oben gerichteten Kragen haben. Die Öffnungen 94 werden mit Abstand von Glocken 96 überdeckt, sodass die Kra- gen der Öffnungen 94 von den Glocken 96 axial überlappt werden. Parallel zu den Öffnungen 94 sind in den Glockenböden Überläufe 98 vorgesehen. Das Kältemittel wird durch die Pumpe 28 über einen Zulauf 86 im oberen Teil des Einsatzes 100 zugeführt. Über einen Austritt 88 im oberen Teil des Einsatzes 100 kann Kältemittel als Dampf, bestehend aus niedriger siedenden Komponenten, entnommen werden. Im unteren Teil befindet sich eine Ansaugleitung 90, über die die zweite Pumpe 64 Kältemittel mit höher siedenden Komponenten entnimmt. Reicht die Energie des Abgases zum Betrieb der Klimaanlage 10 nicht aus, ist es zweckmäßig an den Abgasstrang vor dem Abgaswärmetauscher 22 eine Brennkammer 102 anzuschließen, die eine Kraftstoffdüse 104 aufweist und bei Bedarf die Abgase "T zusätzlich aufheizt, oder die bei Stillstand der Brennkraft- maschine die zum Betrieb der Klimatisierung erforderliche Heizenergie liefert. Durch die Brennkammer 102 ist ein autarker Betrieb der Klimaanlage 10 unabhängig von der Brennkraftmaschine 12 mit geringem Energieeinsatz möglich. Dabei kann die Klimaanlage 10, wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ' zeigt, sowohl auf der Abgasseite als auch' auf der Kältemittelseite von der Brennkraftmaschine 12 getrennt sein. Der Wärmetauscher 22 wird in diesem Fall ausschließlich von einer Brennkammer 106 beaufschlagt. Diese besitzt eine Kraftstoffdüse 110 der Kraftstoff 116 über eine Kraftstoffleitung 108 zugeführt wird. Die für die Verbrennung erforderliche Luft 112 strömt seitlich der Kraftstoffdüse 110 in die Brennkammer 106. Die Brennkammer 106 kann in vorteilhafter Weise mit dem
Abgaswärmetauscher 22 eine Baueinheit bilden. Für die aus dem Abgaswärmetauscher 22 austretenden Abgase 48 kann ein eigenes Abgasrohr 18 vorgesehen werden oder die Abgase können in das Abgassystem der Brennkraftmaschine 12 eingeleitet werden. So- mit ist die Klimaanlage 10 schnell wirksam, energiesparend und unabhängig von den Funktionen der Brennkraftmaschine 12. Sie braucht nur die Erfordernisse der Klimatisierung des Kraftfahrzeugs zu berücksichtigen. Die Varianten nach Fig. 8 9 zeigen entsprechende Brennkammern 118 und 120, die in Wär- metauschern 22 und 78 gleich den Ausführungen nach Fig. 3 und Fig. 4 integriert sind.
Während bei den Klimaanlagen nach Fig. 1 und Fig. 2 das Kältemittel im Gegenstromprinzip den Wärmetauscher 22 relativ zum Abgasström 48 durchströmt, ist die Strömungsrichtung des Kältemittels und des Abgases in den Abgasewärmetauschern 22 und 78 nach den Ausführungen nach Fig. 7 bis Fig. 9 gleichgerichtet .