Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung von Reaktionen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung von insbesondere chemischen Reaktionen mit Reagenzmengen im Picomol- bis Mikromol- Bereich, wie sie z.B. zur Synthese verschiedener Oligonukleotide eingesetzt werden können.
Eine Vorrichtung zur Durchführung von chemischen Reaktionen, bei der in einer Vielzahl von Reaktionskammern simultan chemische Reaktionen durchgeführt werden können, ist aus WO-A2-00/40330 bekannt. Hierzu umfasst die Vorrichtung zum Durchführen von chemischen Reaktionen einen Reaktionsslider, in dem eine Vielzahl als Reaktionskammern dienende Durchgangsöffnungen ausgebildet sind. Ferner umfasst die Vorrichtung einen Wahlslider, der an der oberen Oberfläche des Reaktionssliders angeordnet ist und der zumindest eine durchgehende Steueröffnung aufweist, wobei der Wahlslider bezüglich des Reaktionssliders derart verlagerbar ist, dass sich dessen Steueröffnung in fluchtender Anordnung mit einer der Reaktionskammern des Reaktionssliders befindet, so dass eine durchgehende Verbindung zur Versorgung der Reaktionskammern mit einem vorbestimmten Reagenz geschaffen wird. Unterhalb des Reaktionssliders ist ein Chemikalien-Slider angeordnet, der mit Durchgängen zum Zuführen von Chemikalien zu den einzelnen Reaktionskammern des Reaktionssliders ausgebildet ist. Über eine Ventilanordnung können die Chemikalien vorgemischt dem Chemikalien-Slider zugeführt werden. Zur Abdichtung der Kontaktflächen der Slider ist eine Einrichtung zum Beaufschlagen der Slider mit einer Kraft vorgesehen, wobei diese Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die Kraft im Bereich der Drehachse angreift.
Den Einsatz von Mikrotiterplatten zur Synthese von Oligonukleotiden ist in Ji-Yen Cheng et al., „High throughput parallel synthesis of oligonucleotides with 1536 Channel Synthesizer", Nucleic Acids Research, 2002, Vol. 30, No. 18, e93 beschrieben. Hierbei können gleichzeitig in den einzelnen Vertiefungen der Mikrotiterplatte unterschiedliche Oligonukleotide synthetisiert werden.
BESTATIGUNGSKOPIE
Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen zur Synthese von Oligonukleotiden werden die einzelnen Lösungen und Reagenzien aus den Vorratsflaschen über eine ausreichende Anzahl von steuerbaren Ventilen in eine eine Festphase enthaltende Reaktionskammer gepumpt. Die Synthesemaßstäbe derzeit eingesetzter Vorrichtungen zur Durchführung von Oligonukleotidsynthesen liegen oberhalb von 20 nmol.
Dem steigenden Bedarf an Oligonukleotiden wird bisher durch die Anschaffung weiterer Syntheseautomaten begegnet. Dieses Vorgehen führt aber zu linear mit der Anzahl der Syntheseautomaten steigenden Kosten für Beschaffung und Wartung.
Eine Parallelisierung der in den Syntheseautomaten nach dem Stand der Technik eingesetzten Ventiltechnik lässt sich aufgrund des Platzbedarfes und der bei zunehmender Komplexität wachsenden Totvolumina nur bis zu einem geringen Grad durchführen.
Üblicherweise wird an das Ende einer Fluidverteilungsstrecke lediglich eine Reaktionskammer angebracht. Die einzelnen Reaktionsschritte benötigen aber nach der Zudosierung des Reagenz eine vorgegebene Reaktionsdauer, die nicht verkürzt werden kann. Während dieser Zeit wartet die aufwendige Dosiereinheit, bis mit dem nächsten Prozessschritt begonnen werden kann.
Durch die Benutzung der gleichen Zuleitung für alle Reagenzien besteht weiterhin die Gefahr, dass eine Kreuzkontamination mit zuvor dosierten Reagenzien stattfinden kann.
Für viele Anwendungen reichen Mengen im unteren Nanomol-Bereich einer Oligonukleotid-Probe aus. Damit sind die derzeit eingesetzten Syntheseautomaten mit einem Synthesemaßstab von mehr als 20 nmol überdimensioniert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Durchführung von Reaktionen in einem Synthesemaßstab von weniger als 20 nmol bereitzustellen, in der die Synthesen kontinuierlich und parallel durchgeführt werden können.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht in einer Vorrichtung zur Durchführung von insbesondere chemischen Reaktionen mit Reagenzmengen im Picomol- bis Mikromol- Bereich, bei der die Reagenzien über Dosierstationen an Reaktionsorte dosiert werden, die sich entlang einer Reaktionsstrecke bewegen, wobei mindestens eine Dosierstation und eine Entnahmestelle derart angeordnet sind, dass die Zeit, in der sich die Reaktionsorte auf der Reaktionsstrecke bewegen, mindestens der erforderlichen Reaktionszeit für einen Reaktionsschritt entspricht.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Dosierstationen derart ausgebildet, dass sie jeweils ein Band umfassen, auf dem das Reagenz abschnittsweise an Dosierpositionen dosiert wird, wobei sich an jeder Dosierposition vorzugsweise mindestens ein Loch im Band befindet, dessen Querschnitt so bemessen ist, dass das Reagenz aufgrund seiner Oberflächenspannung ohne Einwirkung einer zusätzlichen Kraft nicht durch das mindestens eine Loch fließt. Anschließend wird das Band zu den zu befüllenden Reaktionsorten transportiert. Dort wird das Reagenz durch die Löcher im Band an die Reaktionsorte befördert. Der Transport der Reagenzien vom Band an die Reaktionsorte erfolgt dabei vorzugsweise durch das Anlegen eines Überdrucks. Das zur Dosierung der Reagenzien eingesetzte Band ist vorzugsweise eine einmal verwendbare Polymerfolie. Neben einem einmal verwendbaren Band ist es auch möglich, ein wieder verwendbares Endlosband einzusetzen. Bei dem wieder verwendbaren Endlosband ist jedoch darauf zu achten, dass es abwaschbar ist, damit an den Positionen, an denen Reagenzien dosiert werden, keine Rückstände von vorhergehenden Dosiervorgängen zurückbleiben. Weiterhin können statt einen Bandes bewegliche Platten eingesetzt werden, au f denen die Dosierpositionen angeordnet sind, wobei die Platten tatsächlich durch flexible Verbindungen bandartig angeordnet sind, oder aber auch frei gegeneinander verschiebbar sind und so die Funktion eines Bandes übernehmen können. Unter Platten ist im Gegensatz zu einer Folie zu verstehen, dass die Art bzw. Ausführung (Dicke) des verwendeten Materials zu einer höheren Formstabilität führt. Die einzelnen Platten sind "vorzugsweise abwaschbar und wieder verwendbar. Insbesondere ist das Band aus einem gegen die eingesetzten Reagenzien chemisch stabilen Material zu fertigen.
In einer weiteren Ausführungsform ist das Band derart ausgebildet, dass es an den Dosierpositionen durch das Reagenz benetzbar ist und an allen anderen Stellen das Reagenz abstößt. Dies kann z.B. durch unterschiedliche Beschichtungen der Oberfläche erfolgen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Band mit Vertiefungen an den Dosierpositionen versehen. Die Vertiefungen können dabei bereits bei seiner Herstellung in das Band eingebracht werden oder insbesondere bei Einsatz eines einmal verwendbaren Bandes bevorzugt nach seiner Entnahme von einer Vorratsrolle innerhalb des Gerätes.
In einer weiteren Ausführungsform können die Vertiefungen nach dem Befüllen mit den Reagenzien abgedeckt werden, um die Reagenzien vor schädigenden äußeren Einflüssen zu schützen. Die Abdeckung kann z.B. durch Aufbringen einer Folie erfolgen.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Reaktionsorte auf einzelnen Syntheserastern angeordnet. Unter Syntheseraster versteht man dabei den Träger der Reaktionsorte, auf dem diese in einer vorgegebenen Weise, vorzugsweise in Zeilen und Spalten, angeordnet sind. Die Reaktionsorte sind vorzugsweise als Vertiefungen in das Syntheseraster eingebracht. Als Syntheseraster eignen sich z.B. Mikrotiterplatten, wie sie dem Fachmann allgemein bekannt und kommerziell erhältlich sind (beispielsweise von Brand GmbH, Becton-Dickinson und vielen anderen). Solche Mikrotiterplatten umfassen beispielsweise 6, 12, 24, 48, 96, 356 oder 1536 Vertiefungen.
Neben der Ausbildung als Vertiefungen in den Syntheserastern können die Reaktionsorte auch eben sein oder als flache Mulden in die Syntheseraster eingebracht sein. Bei ebenen Reaktionsorten ist das Syntheseraster vorzugsweise an den Reaktionsorten durch das Reagenz benetzbar und stößt das Reagenz an allen anderen Stellen ab."
Zur Befüllung der Reaktionsorte im Syntheseraster wird ein mit dem Reagenz versehener Bandabschnitt derart über die Reaktionsorte im Syntheseraster gebracht, dass die Dosierpositionen auf dem Bandabschnitt mit den Positionen der Reaktionsorte übereinstimmen. Für den Transport der Reagenzien vom Bandabschnitt an die Reaktionsorte wird, nachdem die Dosierpositionen mit den Positionen der Reaktionsorte in Übereinstimmung gebracht wurden, vorzugsweise das Syntheseraster bis zum Kontakt mit dem Bandabschnitt nach oben verfahren und mit einem Deckel von oben druckdicht verschlossen. Durch Anlegen eines Überdrucks oberhalb des Bandabschnitts wird dann das sich an den einzelnen Dosierpositionen befindliche Reagenz an die darunter liegenden Reaktionsorte entleert. Nach dem Entleeren des Bandabschnitts an die Reaktionsorte werden die Syntheseraster und das Band weitertransportiert, damit ein weiteres Syntheseraster befüllt werden kann.
Neben der Befüllung der Dosierposition des Bandes mit nur einem Reagenz können auch mehrere Reagenzien an eine Dosierposition dosiert werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn Reagenzien bereits vor der Zugabe an den Reaktionsort vermischt werden sollen. Auch können Reagenzien an den Dosierpositionen des Bandes inkubiert werden, bevor sie an die Reaktionsorte dosiert werden. Neben der Mischung und Inkubation von Reagenzien an den Dosierpositionen des Bandes sind auch weitere dem Fachmann bekannte Vorbereitungsschritte vor dem Zudosieren der Reagenzien an die Reaktionsorte möglich.
Ein weiterer Vorteil des Einsatzes eines Bandes für die Dosierung der Reagenzien ist, dass für jedes Reagenz eigene Zuleitungen und Dosierdüsen vorgesehen werden können. Auf
diese Weise entfällt der Einsatz einer sehr großen Zahl von störanfälligen Ventilen und die Problematik, dass durch die Benutzung einer einzelnen Zuleitung für mehrere Reagenzien Kreuzkontaminationen auftreten können. Vorteilhaft ist weiterhin, dass durch den Weitertransport der Syntheseraster nach dem Befüllen die Dosiereinheit sofort zum Befüllen weiterer Syntheseraster genutzt werden kann. Wartezeiten bis zum nächsten Prozessschritt, die sich z.B. durch das Abwarten des Ablaufs von notwendigen Reaktionszeiten ergeben können, können somit für die Dosierung von Reagenzien in weitere Syntheseraster genutzt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Syntheseraster auf einem Transportband entlang einer Reaktionsstrecke angeordnet, entlang der sich mehrere Dosierstationen befinden können. Vorzugsweise wird für jeden Reaktionsschritt, bei dem ein Reagenz zugegeben werden muss, eine eigene Dosierstation vorgesehen. Der Abstand der Dosierstationen wird dabei vorzugsweise so gewählt, dass die Transportzeit der Syntheseraster von einer Dosierstation zur nächsten der erforderlichen Reaktionszeit für einen Reaktionsschritt entspricht.
In einer weiteren Ausführungsform ist das Transportband selbst als Syntheseraster ausgebildet, so dass die Reaktionsorte direkt auf dem Transportband angeordnet sind. In dieser Ausführungsform erfolgt die Dosierung der Reagenzien vorzugsweise abschnittsweise an die Reaktionsorte auf dem Transportband.
Bei der Dosierung wird unterschieden zwischen komplexen Dosieraufgaben, bei denen an die Reaktionsorte eines Syntheserasters jeweils unterschiedliche Reagenzien aus einer größeren Auswahl verschiedener Reagenzien zugegeben werden und einfachen Dosieraufgaben, bei denen an jeden Reaktionsort eines Syntheserasters das gleiche Reagenz gegeben wird. So handelt es sich z.B. bei der parallel durchgeführten Synthese verschiedener Oligonukleotide bei der Zugabe der Phosphoramidite um eine komplexe Dosieraufgabe, bei der Zugabe der Reagenzien für die Detritylierung, das Capping und die Oxidation um einfache Dosieraufgaben.
Neben der Dosierung der Reagenzien mit dem Band können entsprechend einer weiteren Ausführungsform die Reagenzien auch mittels einer Dispensereinheit an die Reaktionsorte der Syntheseraster dosiert werden. Die Dispensereinheit ist dabei vorzugsweise so gestaltet, dass jeweils in einer Zeile bzw. Spalte liegende Reaktionsorte des Syntheserasters oder mehrere Zeilen und Spalten gleichzeitig befüllt werden können. Hierzu sind an den Positionen jedes zu befüllenden Reaktionsortes in der Dispensereinheit
Dosierdüsen angeordnet. Vorzugsweise ist für jedes zu dosierende Reagenz eine einzelne Dosierdüse mit einer eigenen Zuleitung vorgesehen.
Um eine Schädigung der Reagenzien oder Reaktionsprodukte durch Umgebungseinflüsse oder bei lichtempfindlichen Reagenzien oder Reaktionsprodukten durch. Licht zu vermeiden, ist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform die Vorrichtung zur Durchführung der chemischen Reaktionen gegen die Umgebung licht- und/oder gasundurchlässig gekapselt. Die so gekapselte Vorrichtung kann zur Vermeidung von Schädigungen der Reaktionsprodukte oder Reagenzien z.B. von einem Inertgas gespült werden.
Bei Reaktionen wie der Oligonukleotidsynthese, bei der nacheinander mehrere Zyklen mit den jeweils gleichen Prozessschritten durchlaufen werden, ist die Reaktionsstrecke vorzugsweise so gestaltet, dass die Syntheseraster mit den Reaktionsorten nach Durchlaufen des letzten Prozessschrittes wieder an den Anfang der Reaktionsstrecke gelangen. Bei der so geschlossenen Reaktionsstrecke können nach Beendigung der Synthese die Syntheseraster vor der Dosierung der Reagenzien des ersten Prozessschrittes entnommen werden. An die Position, an der das Syntheseraster entnommen wurde, kann dann ein neues Syntheseraster positioniert werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an jedem Reaktionsort mindestens ein Loch ausgebildet, dessen Querschnittsfläche so gewählt wird, dass die am Reaktionsort befindliche Flüssigkeit aufgrund ihrer Oberflächenspannung nur durch Anlegen einer zusätzlichen Kraft durch das Loch abfließen kann. Durch das mindestens eine Loch am Reaktionsort kann z.B. nach Abschluss der Synthese das Reaktionsprodukt vom Reaktionsort abgezogen werden. Weiterhin wird es durch ein Loch am Reaktionsort z.B. ermöglicht, die Spüllösung, die in den bei der Oligonukleotidsynthese erforderlichen Spülvorgängen eingebracht wird, wieder vom Reaktionsort abzuziehen. Für die bei der Oligonukleotidsynthese erforderlichen Spülvorgänge sind vorzugsweise vor den Dosierstationen jeweils Spülstationen angeordnet.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Durchführung von Reaktionen von Reagenzmengen im Picomol- bis Mikromol-Bereich werden die Reagenzien an Dosierstationen an Reaktionsorte dosiert, die sich entlang einer Reaktionsstrecke bewegen, wobei mindestens eine Dosierstation und eine Entnahmestelle derart angeordnet sind, dass die Zeit, die sich die Reaktionsorte auf der Reaktionsstrecke bewegen, der erforderlichen Reaktionszeit für die Reaktion entspricht.
Bei dem Einsatz einer Folie zur Dosierung der Reagenzien an die Reaktionsorte, können die Reagenzien zur Reaktion vor der Zugabe an die Reaktionsorte vorbereitet werden. Hierzu zählt z.B. das Mischen mehrerer Reagenzien oder das Inkubieren.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Vorrichtung oder das Verfahren zur Durchführung von insbesondere chemischen Reaktionen zur parallelen Synthese verschiedener Oligonukleotide verwendet. Weitere bevorzugte Reaktionen, bei denen diese verwendet werden können, sind die parallele Synthese von Peptiden oder von Oligosacchariden.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher beschrieben.
Diese zeigt in:
Figur 1 eine Reaktionsstrecke zur Oligonukleotisynthese,
Figur 2 eine Dosierstation mit einem Band zur Dosierung der Reagenzien in einer perspektivischen Darstellung,
Figur 3 eine Dosierstation mit einem Band zur Dosierung der Reagenzien in einer Schnittdarstellung,
Figur 4 eine Dosierstelle mit Dispensereinheit in einer Draufsicht.
In Figur 1 ist eine Reaktionsstrecke zur Oligonukleotidsynthese dargestellt.
Zur Oligonukleotidsynthese werden Syntheseraster 1 entlang einer Reaktionsstrecke 2 transportiert. Zur Durchführung der Reaktionen sind auf dem Syntheseraster 1 Reaktionsorte 3, z.B. Vertiefungen in einer Mikrotiterplatte, ausgebildet. An der mit dem Pfeil 4 gekennzeichneten Aufgabestelle werden bei der in Figur 1 gezeigten Synthesevariante die Syntheseraster 1 der Reaktionsstrecke 2 zugeführt. Die Position der Aufgabe und Entnahme der Syntheseraster 1 hängt von der Synthesevariante ab. So befindet sich zum Beispiel bei einer sogenannten Trityl-Off-Synthese die Aufgabestelle an der mit dem Pfeil 4.1 gekennzeichneten Position. Die Aufgabestelle ist vorzugsweise vor der Zugabe der Reagenzien für den ersten Reaktionsschritt und die Entnahmestelle vorzugsweise nach dem Ende des letzten für die Synthese erforderlichen Reaktionsschrittes angeordnet.
Für die Oligonukleotidsynthese enthalten die Reaktionsorte 3 der Syntheseraster 1 vorzugsweise ein Trägermaterial. Mit dem Trägermaterial ist mit einer kovalenten oder nicht kovalenten Bindung eine Nukleinsäure oder ein Oligonukleotid verbunden. Um eine unerwünschte Kopplung von Nukleotiden an die Ausgangssubstanzen zu vermeiden, werden diese z.B. durch Monomethoxitrityl oder Dimethoxitrityl geschützt. Zur Abspaltung der Schutzgruppen wird an einer ersten Dosierstation 5 Säure zudosiert. Auch bei der Herstellung unterschiedlicher Oligonukleotide an den einzelnen Reaktionsorten 3 des Syntheserasters 1 ist dieser Schritt für alle Oligonukleotidsynthesen an den einzelnen Reaktionsorten 3 der gleiche. Das heißt, dass an alle Reaktionsorte 3 des Syntheserasters 1 die gleiche Menge des gleichen Reagenzes dosiert wird. Nach der Zudosierung der Säure an der ersten Dosierstation 5 wird das Syntheseraster 1 entlang der Reaktionsstrecke 2 in die mit dem Pfeil 6 gekennzeichnete Transportrichtung transportiert. Der Transport erfolgt aber vorzugsweise schrittweise von einer Zwischenposition 7 zur nächsten. Die Zeit, die die Syntheseraster 1 an den Zwischenpositionen 7 verweilen, entspricht dabei der Zeit, die maximal zur Zudosierung der Reagenzien oder zum Spülen benötigt wird. Die Anzahl der Zwischenpositionen 7 zwischen der ersten Dosierstation 5 und einer ersten Spülstation 8 ergibt sich aus der Dauer, die für die Detritylierung erforderlich ist.
An der ersten Spülstation 8 wird eine Spüllösung zugegeben, um überschüssige Reagenzien auszuwaschen. Nach einer kurzen Emwirkzeit wird die Spüllösung mitsamt den überschüssigen Reagenzien vom Reaktionsort 3 entfernt. Hierzu ist vorzugsweise am Reaktionsort mindestens ein Loch angebracht. Der Querschnitt des mindestens einen Loches ist dabei so zu wählen, dass die am Reaktionsort 3 befindliche Flüssigkeit aufgrund ihrer Oberflächenspannung nur durch Anlegen einer zusätzlichen Kraft durch das Loch abfließen kann. Zum Entfernen der flüssigen Bestandteile vom Reaktionsort 3 an der Spülstation 8 wird an der Unterseite des Syntheserasters 1 ein Unterdruck angelegt. Hierdurch wird die Spüllösung mitsamt der darin enthaltenen flüssigen Bestandteile, die sich am Reaktionsort 3 befinden, durch das Loch am Reaktionsort 3 entfernt. Nach dem Spülprozess an der ersten Spülstation 8 wird das Syntheseraster 1 zu einer zweiten Dosierstation 9 transportiert. An der zweiten Dosierstation 9 erfolgt die Zudosierung von Phosphoramiditen, die an die an den Reaktionsorten 3 enthaltenen Nukleotide angekoppelt werden. Hierzu werden abhängig von den an den einzelnen Reaktionsorten 3 zu synthetisierenden Oligonukleotiden unterschiedliche Mononukleotide an die einzelnen Reaktionsorte 3 dosiert. Bei den hier dargestellten Syntheseverfahren zur Oligonukleotidsynthese muss das anzukoppelnde Nukleotid aktiviert werden. Die Aktivierung erfolgt vorzugsweise mit Tetrazol oder einem Tetrazol-Derviat. Bei Einsatz eines Bandes an der zweiten Dosierstation 9 können das anzukoppelnde Nukleotid und das Tetrazol bereits gemeinsam auf dem Band dosiert werden, so dass die Aktivierung bereits
auf dem Band erfolgt. Das aktivierte Nukleotid-Derivat wird dann vorzugsweise durch ein Loch an der Dosierposition im Band an den Reaktionsort 3 dosiert.
Nach der Dosierung der Nukleotide zur Synthese in der zweiten Dosierstation 9 werden die Syntheseraster 1 zu einer zweiten Spülstation 10 transportiert. Auch hier erfolgt der Transport der Syntheseraster 1 schrittweise von einer Zwischenposition 7 zur nächsten. Die Anzahl der Zwischenpositionen 7 zwischen der zweiten Dosierstation 9 und der zweiten Spülstation 10 ist so gewählt, dass die Transportdauer der Syntheseraster 1 der notwendigen Reaktionszeit für die Synthese entspricht.
An der zweiten Spülstation 10 werden analog zur ersten Spülstation 8 überschüssige Reagenzien vom Reaktionsort 3 des Syntheserasters 1 gespült. Die zweite Spülstation 10 ist von einer dritten Dosierstation 11 gefolgt, an der ein Reagenz zum Capping nicht abreagierter 5'-OH-Gruppen zudosiert wird. Nach der Zugabe der Reagenzien an der dritten Dosierstation 11 wird das Syntheseraster über Zwischenpositionen 7, deren Anzahl wiederum von der Dauer der Reaktion abhängt, zu einer dritten Spülstation 12 transportiert. An der dritten Spülstation 12 werden überschüssige Reagenzien und flüssige Reaktionsnebenprodukte durch eine geeignete Spüllösung entfernt, welche den Reaktionsorten 3 zugegeben wird und durch Anlegen eines Unterdrucks an der Unterseite des Syntheserasters 1 wieder vom Reaktionsort 3 abgezogen wird.
Die dritte Spülstation 12 ist von einer vierten Dosierstation 13 gefolgt, an welcher ein geeignetes Reagenz zur Oxidation des Phosphors zugegeben wird. Über mehrere Zwischenpositionen 7, deren Anzahl wiederum von der Reaktionsdauer abhängt, wird das Syntheseraster 1 zu einer vierten Spülstation transportiert. Auch hier werden analog zu den Spülstationen 8, 10, 12 durch Zugabe einer geeigneten Spüllösung nicht abreagierte Reagenzien und Reaktionsnebenprodukte vom Reaktionsort 3 entfernt. Bei dem in Figur 1 dargestellten Schema ist die vierte Spülstation 14 von einer Rasteraustauschposition 15 gefolgt, an der nach abgeschlossener Oligonukleotidsynthese die Syntheseraster 1 aus der Reaktionsstrecke 2 entnommen werden können.
Für eine optimale Auslastung der Vorrichtung wird an der Rasteraustauschposition 15 sobald ein Syntheseraster 1 entnommen wurde, ein neues Syntheseraster 1 aus einem Vorrat 17 aufgegeben.
Bei der Oligonukleotidsynthese sind die an der ersten Dosierstation 5, der dritten Dosierstation 11 und der vierten Dosierstation 13 durchgeführten Prozesse unabhängig von den zu synthetisierenden Oligonukleotiden für alle Synthesen gleich. Aus diesem Grund
kann an diesen Dosierstationen 5, 11, 13 z.B. mit oberhalb der Reaktionsorte 3 angeordneten Dosierdüsen direkt an die Reaktionsorte 3 dosiert werden. Hierdurch kann eine aufwendige Regelung entfallen, durch die gewährleistet wird, dass an jeden Reaktionsort 3 das richtige Reagenz dosiert wird.
Neben den in Figur 1 dargestellten Zwischenpositionen 7, über die die Syntheseraster 1 vorzugsweise in einem synchronisierten Takt bewegt werden, können den Dosierstationen 5, 9, 11, 13 auch Parkpositionen nachgeschaltet sein, an die die Syntheseraster 1 transportiert werden. Nach der für den einzelnen Reaktionsschritt erforderlic en Reaktionszeit werden die Syntheseraster 1 dann aus der Parkposition entnommen und zur nächsten Spülstation 8, 10, 12, 14 und von dort zur nächsten Dosierstation 5, 9, 11, 13 transportiert.
Neben der hier beschriebenen Oligonukleotidsynthese eignet sich die Vorrichtung auch zur Durchführung jeglicher anderen chemischen Reaktion, bei der nur geringe Mengen an Reaktionsprodukten erzeugt werden. Die Vorrichtung eignet sich insbesondere dazu, gleichzeitig eine Vielzahl verschiedener Produkte zu synthetisieren, die jeweils unter gleichen Bedingungen hergestellt werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Peptidsynthese oder die Oligosaccharidsynthese.
Bei der Durchführung von chemischen Reaktionen, bei denen keine Spülvorgärαge erforderlich sind, ist es nicht notwendig, die Reaktionsorte 3 mit mindestens einem Loch zu versehen. Da in diesem Fall die Entnahme der Reaktionsprodukte erst erfolgt, wenn das Syntheseraster 1 der Reaktionsstrecke 2 entnommen wurde, kann eine Entnahme dann auch über die BefüUöffnungen der Reaktionsorte 3 bei Vertiefungen oder Kammern im Syntheseraster 1 beziehungsweise bei flachen Reaktionsorten 3 direkt vom Reaktionsort 3 erfolgen.
Figur 2 ist eine Dosierstation mit einem Band zur Dosierung der Reagenzien in einer perspektivischen Darstellung zu entnehmen.
Um mehrere Reaktionsorte 3 eines Syntheserasters 1 gleichzeitig befüllen zu können, werden die Reagenzien, die an die Reaktionsorte 3 dosiert werden, auf einem Band 18 vorbereitet. Das Band 18 wird in einer bevorzugten Ausführungsform einem Folienvorrat 19 entnommen, welcher vorzugsweise als Rolle ausgebildet ist, auf welche das Band 18 aufgewickelt ist. In einer bevorzugten Ausführungsform werden in das Band 18 zunächst abschnittsweise Vertiefungen 20 geprägt. Dies kann z.B. durch Tiefziehen erfolgen. Um die in die Vertiefungen 20 des Bandabschnitts 37 dosierten Reagenzien an die
Reaktionsorte 3 zu entleeren, ist am Boden der Vertiefungen 20 vorzugsweise mindestens ein Loch ausgebildet. Das Loch ist dabei so dimensioniert, dass die in der Vertiefung 20 befindliche Flüssigkeit aufgrund ihrer Oberflächenspannung nur durch Anlegung einer zusätzlichen Kraft durch das Loch abfließen kann. Mit Hilfe von Rollen 21 wird das Band in die mit dem Pfeil 22 gekennzeichnete Förderrichtung bewegt. Dabei werden die an der Prägeposition 23 erzeugten Vertiefungen 20 zu einer Dosierposition 24 gefördert, an der in die Vertiefungen 20 das an die Reaktionsorte 3 zu dosierende Reagenz dosiert wird.
In einem nächsten Schritt wird der Bandabschnitt 37 mit den mit Reagenz gefüllten Vertiefungen 20 über ein Syntheseraster 1 transportiert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Vertiefungen 20 in der Folie mit den Reaktionsorten 3 des Syntheserasters 1 deckungsgleich sind. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Syntheseraster 1 von unten gegen den Bandabschnitt 37 bewegt und gleichzeitig von oben ein Deckel 25 aufgesetzt. Durch Anlegen eines Überdrucks am Deckel 25 wird das in den Vertiefungen 20 enthaltene Reagenz an die Reaktionsorte 3 des Syntheserasters 1 entleert. Nach dem
Entleeren der Vertiefungen 20 wird der Deckel 25 wieder geöffnet und das Syntheseraster
1 und das Band 18 werden weitertransportiert. Dabei sind auf der Reaktionsstrecke 2 die
Syntheseraster 1 vorzugsweise so angeordnet, dass bei dem Transport der Syntheseraster 1 direkt das nächste Syntheseraster 1 unter das Band 18 geschoben wird. Gleichzeitig wird ein neuer Bandabschnitt 37 mit Reagenz enthaltenden Vertiefungen 20 über das
Syntheseraster 1 geführt.
Neben der Prägung der Vertiefungen 20 an der Prägeposition 23 direkt vor der Zudosierung der Reagenzien in der Vorrichtung zur Durchführung einer chemischen Reaktion kann auch ein bereits fertig geprägtes Band 18 eingesetzt werden.
Neben der Verwendung von Vertiefungen 20 zur Aufnahme der Reagenzien an den Dosierpositionen auf dem Band 18 ist es auch möglich, das Band 18 an den Dosierpositionen durch das Reagenz benetzbar auszuführen und an allen anderen Stellen derart auszuführen, dass das zu dosierende Reagenz abgestoßen wird. Dies kann z.B. durch eine Beschichtung erfolgen.
Zum Schutz der Reagenzien können die Dosierpositionen in einer weiteren Ausführungsform nach dem Dosieren abgedeckt werden. Dies kann zum Beispiel durch Aufschweißen oder Aufkleben einer Folie erfolgen.
Figur 3 zeigt eine Dosierstation mit einem Band zur Dosierung der Reagenzien in einer Schnittdarstellung.
Das Band 18 wird mit Hilfe von Rollen 21 in die mit dem Pfeil 22 gekennzeichnete Förderrichtung transportiert. In das Band 18 sind Vertiefungen 20 geprägt, an deren Boden sich mindestens ein Loch 26 befindet. Dabei ist das Loch 26 vorzugsweise so dimensioniert, dass die in der Vertiefung 20 befindliche Flüssigkeit aufgrund ihrer Oberflächenspannung nur durch Anlegung einer zusätzlichen Kraft durch das Loch 26 abfließen kann. In die Vertiefungen 20 wird mit Hilfe von Dosierdüsen 27 das zur Reaktion benötigte Reagenz dosiert. Die von den Dosierdüsen 27 abgegebenen Reagenztropfen sind mit dem Bezugszeichen 28 gekennzeichnet. Abhängig von der durchzuführenden Reaktion können in die einzelnen Vertiefungen 20 ein oder mehrere verschiedene Reagenzien dosiert werden. In einer bevorzugten Ausführungsfor ist für jedes Reagenz eine eigene Dosierdüse 27 vorgesehen. Hierdurch wird vermieden, dass durch Rückstände in den Dosierdüsen 27 eine Kreuzkontamination auftreten kann.
Die mit dem Reagenz gefüllten Vertiefungen 20 werden zu dem hier schematisch dargestellten Syntheseraster 1 transportiert. Sobald die Vertiefungen 20 mit den Positionen der Reaktionsorte 3 des Syntheserasters 1 übereinstimmen, wird das Syntheseraster 1 in die mit dem Pfeil 29 gekennzeichnete Richtung gegen den Bandabschnitt 37 gedrückt. Von oben wird auf den Bandabschnitt 37 ein Deckel 25 aufgesetzt. Der Deckel 25 ist dabei vorzugsweise so ausgebildet, dass zwischen dem Syntheseraster 1, dem Bandabschnitt 37 und dem Deckel 25 eine druckdichte Verbindung hergestellt wird. Nach dem Verschließen des Syntheserasters 1 und dem Bandabschnitt 37 mit dem Deckel 25 wird oberhalb des Bandabschnitts 37 ein Druckstoß erzeugt. Der Druckstoß ist hier mit dem Pfeil mit Bezugszeichen 30 gekennzeichnet. Aufgrund des Überdrucks oberhalb der Vertiefungen 20 im Bandabschnitt 37 werden die in den Vertiefungen 20 befindlichen Reagenzien durch die Löcher 26 an die Reaktionsorte 3 des Syntheserasters 1 entleert.
Nach dem Entleeren der Vertiefungen 20 an die Reaktionsorte 3 des Syntheserasters 1 wird der Deckel 25 geöffnet, das Syntheseraster 1 wird weiterbewegt, wobei gleichzeitig ein neues Syntheseraster 1 zum Befüllen unter das Band 18 transportiert wird. Das entleerte Band 18 wird in Förderrichtung 22 weiterbewegt, wobei gleichzeitig mit Reagenz gefüllte Vertiefungen 20 über das neue Syntheseraster 1 transportiert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Band 18 nur einmal verwendet. Das bedeutet, dass das Band 18 nach dem Entleeren der Vertiefungen 20 entsorgt wird. Hierdurch wird gewährleistet, dass absolut kontaminationsfrei dosiert werden kann.
Neben der Verwendung des Bandes 18 als Einwegteil kann zum Dosieren jedoch auch, ein Endlosband eingesetzt werden. Hierbei muss das Band 18 nach dem Entleeren der Vertiefungen 20 gereinigt werden, um Rückstände zu entfernen. Nach dem Reinigen kann das Band 18 dann erneut für die Dosierung der Reagenzien verwendet werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Band 18 einzelne bewegliche Platten, die jeweils einem Bandabschnitt 37 entsprechend und auf denen die Dosierpositionen angeordnet sind, umfassen.
Figur 4 zeigt eine Dosierstelle mit Dispensereinheit in Draufsicht.
Bei der in Figur 4 gezeigten Dosierstelle sind die Dosierdüsen 21 zur Dosierung der Reagenzien auf das Band 18 in einer Dispensereinheit 31 angeordnet. Die Dispensereinheit umfasst dazu ein Piezo-Dispenser-Array 32 und eine Steuereinheit 33. Bei der in Figur 4 dargestellten Ausführungsvariante sind in dem Piezo-Dispenser-Array 32 Düseneinheiten 34 derart nebeneinander angeordnet, dass jeweils gleichzeitig eine Reihe an Dosierpositionen auf dem Band 18 befüllt werden kann. Jede Düseneinheit 34 umfasst vorzugsweise mehrere Dosierdüsen 27, wobei für jedes zu dosierende Reagenz eine Dosierdüse 27 vorgesehen ist. Die Dispensereinheit 31 ermöglicht es, gleichzeitig an verschiedene Dosierpositionen in der Reihe, welche befüllt wird, unterschiedliche Reagenzien zu dosieren. Mit dem Bezugszeichen 38 sind die mit unterschiedlichen Reagenzien befüllten Dosierpositionen gekennzeichnet.
Die Steuerung der Dosierdüsen 27 erfolgt mit Hilfe der Steuereinheit 33. An der Steuereinheit 33 sind Elektronikanschlüsse 35 vorgesehen, mit denen die Steuereinheit 33 z.B. mit einer externen Datenverarbeitungsanlage verbunden werden kann. Die Versorgung der Dosierdüsen 27 mit den zur Reaktion erforderlichen Reagenzien erfolgt über Fluidanschlüsse 36.
Dadurch, dass für jedes Reagenz eine eigene Dosierdüse 27 vorgesehen ist und auch für jedes Reagenz eine eigene Zuleitung vorgesehen ist, kann mit der in Figur 4 dargestellten Dispensereinheit absolut kontaminationsfrei dosiert werden.
Neben der Dosierung der Reagenzien an die Dosierposition auf dem Band 18 eignet sich die in Figur 4 dargestellte Dispensereinheit auch zur Dosierung der Reagenzien direkt an die Reaktionsorte 3 des Syntheserasters 1. Hierbei kann dann jedoch jeweils nur ein
Reagenz zudosiert werden, eine Vermischung mehrerer Reagenzien vor der Zudosierung
an die Reaktionsorte 3 oder ein Inkubieren der Reagenzien vor der Zugabe an die Reaktionsorte 3 ist nicht möglich.
Bezugszeichenliste
Syntheseraster
Reaktionsstrecke
Reaktionsort
Aufgabestelle erste Dosierstation
Transportrichtung
Zwischenposition erste Spülstation zweite Dosierstation zweite Spülstation dritte Dosierstation dritte Spülstation vierte Dosierstation vierte Spülstation
Rasteraustauschposition
Entnahme
Vorrat
Folie
Folienvorrat
Vertiefung
Rolle
Förderrichtung
Prägeposition
Dosierstelle
Deckel
Loch
Dosierdüsen
Reagenztropfen
Bewegungsrichtung des Syntheserasters 1
Druckstoß
Dispensereinheit
Piezo-Dispenser-Array
Steuereinheit
Düseneinheit
Elektronikanschlüsse
Fluidanschlüsse
Bandabschnitt
Dosierposition mit Reagenz